Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2563 (12.4.1926)
- Date
- 1926-04-12
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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ni. Ms Wen, Montag Mt««» IS. «M 1926 Set Relordwahnfimi. LVVsuchtsanfall eines Berliner Hunger, künstlers. AuS Berlin wird unS gemeldet: Ter HungeMnstler Wahl mann hat heute nachts nach dreiwöchigem Fasten einen To bsuch tSa «fall erlitten. Ev zertrümmerte die Scheiben seines Glaskäfigs und erklärte, wieder essen zu wollen. Die Berliner Dauertanzerei abgebrochrn. Der TanMnstler Alfreds Ferlando hat nach langen Bemühungen schließlich die polizeiliche Genehmigung zur Veranstaltung eines 130-Stunden-Tanzes erhalten. Er hat Samstag abends in der Autohalle am ,Kaiserdamm seinen Rekordversuch begonnen. Das Tanzparkett befindet sich im Resturant neben der Radrennbahn, auf der gegeMvärtig das Sechstagerennen ausgefahren wird. Ferlando rnußte jedoch nach 29st rindigem Tanz, als sich eine starke Leistendrüsenschwellung einstellte, Sonntag abends sein Vorhaben a u f g e b e n. Der Rundfunk als Verleumder. Der CHMgoer StaatZanwik.'t Robert Crowe saß nichtsahnend am mitternächtlichen Kaminfeuör und drehte hjn und wieder die Spulen seines Rundfunkempfängers, der ihm die Außenwelt in die Abgeschlossenheit seines TuskulumS bringen sollte. Da plötzlich hörte er, wie auf Welle soundsoviel der aushorchenden Weilt kund und' zu lvissen getan ward, daß der Staatsanwalt Crowe -tat Moulin Rouge säße und sich des Lcbens freue. Der Staatsanwalt im Mou.'in Rouge! In wenigen Minuten war er wirklich dort, und er hatte gleich eine Schar von Begleitern mitgsbvacht, die auf der inneren Röchelt« das goldene AmtSschild des Geheimpolizisten trugen. Zunächst wurde der Rote Müller verhaftet, dann wurden drei Gäste eingeheimst, die im Besitz von flüssigen Erfrischungen befunden worden waren, und dann wurde der Ansager selber mit auf die Wache genommen, wo ex zwölf Stunden lang Zeit erhielt, sich auf eine Ausrede für seinen Scherz zu besinnen. Inzwischen gaben sich die rechtskundigen Gehilfen des Staatsanwalts auf die Suche nach einem Paragraphen, in dessen Schlingen man den Ansager, Mr. Fried!ander, vors Gericht bringen könnte. Mer man fand Seinen, und so nahm man seine Zuflucht zu dom Allerwettsparagraphen, der vom unordentlichen Betragen handelt. Der Herr Staatsanwalt war über diese Entdeckung erstMnt und sagte: „Man denke nur, es gibt nirgendwo ein Gesetz, daß auf eine Verleumdung durch den Rundfunk angewandt 'werden konnte! Das gegenwärtige Strafgesetz verlangt, daß eine Verleumdung schriftlich gemacht sein muß. Und doch ist ein« Verleumdung, die auf drahtlosem Wege verübt wird. die scheußlichste von allen, weil sie ungezählte Hörer erreicht und weil auf sie nicht geantwortet werden kann!" ES ist ein Glück, daß di-Hex «sie Fall dieser neuesten VerleumdungSart einen Staatsanwalt betraf, der zufällig der Besitzer eines Funkgeräts war und der neebenbei die nötige Amtsgewalt hatte, den Verleumder schlankweg beim Kragen zu nehmen. Ein anderer Sterblicher hatte wohl-kaum so.xasch die Dache vor den Richter bringen können. Verhaftung eines lnlemaftonalen Taschen, dtebe«. Die Pollzeldirekiott in Prag teilte Mr Tage dem SlchsrheMureau mit, daß dort am 16. d. ein Man« wegen Diebstahles zwrier Geldbörsen verhaftet wurde. Der Mann behauptete, Franz Saeek zu heißen und aus Wien zu sein. Er wies auch einen auf diesen Namen lautenden Reisepaß vor, dessen Stampiglie im Lichtbilde jedoch gefälscht war. Auf Grund der eingeleiteten Untersuchung der Fingerabdruckskarte stellte man hier fest, daß der Monn mit dem SOjÄhrigen Paul Silberftein identisch ist, dtt hier als Taschendieb in Gdiden; stHt. ES ergab sich, daß der Reisepaß dem Franz Saeek in drr Czerniügasse 12 abhanden gekommen ist. Silberstein, der bereits sechsmal bis zu drei Jahren schweren Kerkers vorbestraft und aus Wien für beständig abgeschafft ist, hatte im Jahre 1923 in der Garderobe der Kammerspiele einem Besucher die Brirftasche entwendet, wurde erwischt und vom Gericht mit drei Fahren schweren Kerkers verurteilt. Er kam in die Strafanstalt S t e i n, um di« Strafe zu verbüßen, ist jedoch von dort am 17. Dezember vorigen JahreS entwichen. 8in Heiratsschwindler. Gestern wurde der 56jährige pensionierte Lokomotivführer Josef Lipper, 20. Bez., Tveustraße 3, wegen Heiratsschwindels und Betruges dem Lattdesgericht eingeliefert. Obwohl verheiratet und Vater von fünf erwachsenen Kindern, knüpfte er in den letzten Monaten mit mehreren Frauen, denen gegenüber er sich als Verwalter der Donau-Tarnpfschifsahrtsgefellsch-aft mib Billenbesitzer ausgab, Liebesverhältnisse an und entlockte ihnen unter verschiedenen Vorspiegelungen und der Zusicherung der Ehe Geld und Schmuckgegenstände. Lipper ist wegen gleichen Deliktes vorbestraft und cs laufen gegenwärtig gegen ihn bei zwei Gerichten Untersuchungen. W i e n, 12. April. l * Todesfall. Gestern früh v.'rschicd nach langem Leiden Herr' Salomon I u st. Ter Verblichene zählte zu den angesehensten Mitgliedern der Börse für landwirtschaftliche Produkte. Er feierte erst vor mehreren Monaten sein 25jährig:s Jubiläum als Börsenbesucher. * Lebensmüde. Vorgestern hat sich die Bäcknegehilfensgattin Karoline Maurowitsch ^aus einem Fenster ihrer Wohnung wegen eines unheilbaren Leidens in die Tiefe gestürzt, verletzte sich jedoch nur leicht und blich in häuslicher W.'ge. — Der 20jährige Johann Nawratil hat sich gestern wogen Arbeitslosigkeit mit einer Flaubert-Pistole an geschossen und wurde von der Rettungsgesellschaft auf die Erste Unfallstation gebracht. — Der Hilfsaweit..'r Karl L u s ch e 1 versuchte sich gestern wegen Zwistes mit einem Rasiermesser die Schlagader am Halse zu durchschneiden und wurde von der Rettungsgesellschaft in das Wiedener Krankenhaus gebracht. * Nicht absprkngen. Gestern wolltt auf der Landstraße Hauptstraße der L3iährige Gärtnergehilfe Stephan Dorkusch i tz von dem Beiwagen eines fahrenden StraßenHahnzuaes übspringen, kam zu Fall und erlitt einen Bruch des rechten Unterschenkels. * Geringer Prozentsatz unehelicher Kinder unter den Juden. Das soeben herausgekommene neue Statistische Taschenbuch der Stadt Berlin bringt eine Statistik der unehelichen Geburten. Auffallend jtt die geringe P r o z e n t z a h l unehelicher Kinder jüdischen Bekenntnisses: 8,4 Prozent aller Geburten. Boi den evangelischen Christen beträgt die Zahl 15 Prozent, bei den Katholiken gar 19 Prozent. ^iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiimiitHmmiiiiiiiiiiHmiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiifitiifiiiiiiiiiiiiiiiimimmittiiiHti^ I * 5ie bunte Welt * I Srlflflllimmilllllllllllllliflllliiliiiiiiiiiiiiiiiitiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii! vttUfpdtarif und Bubikopf. In der Verwaltung der schweizerischen Bundesbahnen wird erwogen, die AlterLgrenzefür Kinder zu erhöhen, die zum halben Preise reisen können Dis bisherige Mersgrenze ist 12 Jahre. Ein höherer Cisenbahnbe'amter hat jedoch nachdrücklich gegen dich» Vorschlag protestiert. Er erklärte, bei der heutigen Mode mit kurzen Haaren und kurzen Röcken sei dos Alter junger Damen sehr schwer zu bestimmen und man könne weder den Schaffnern zumute», jeden weiblichen Passagier nach seinem Alter zu fragen, noch den Damen, d:>ese Frage überhaupt oder sogar wahrheitsgemäß zu deantworten. Bei der guten Einnchmepraxiz dSr Schweizer Bahnen ist bas wirklich ein heroischer Entschluß, der des seelischen Beigeschmacks nicht enibchrt. Mn internationaler Fnmenkongnß. Der 10. Kongreß der Internationalen Gesellschaft für Frauensti mm recht,-der vom 30. Mai bis 6. Juni in Paris stattfindet, wird eine besonders imponierende Kundgebung für die Frauenrechte.darstellen. Vertreterinnen von 40 verschiedenen Ländern und Völkern nehmen daran teil, und unter andevem werden folgende Gegenstände verhandelt: die sittliche Gleichstellung von Männern und Frauen, die Lage der unverheirateten Mutter und ihveS Ki»rdes, lvsMche Polizei, sowie die Frauen uitlb der Völkerbund. Reue Goldlager in Rußland. Hundert Monreter oberhalb deS Weißen Flusses in Rußland wurden reiche GvMagsr entdeckt, auch Anzeichen für das Vorhandensein von Platinlagern gefunden. Das Geologische Komitee der Akademie der Wissenschaften der Sowjetumon untersuchte die Goldlager zwischen dem Flusse Mnaß und dein See Kremenkul, sieben Kilometer von Tscheljabinsk ent» , feint. Danach sind auf einer Fläche von fünf bis sechs Kilometern mchr als dxeißig große Goldadern in einer Tiefe von $00 SU SoO Mter vovhalchen. Menschenschmuggel ln Särgen. Die Einwanderungsbohörde von San-Franzi-ko war benachrichtigt worden, daß auf dem Ost« asiendampser „President Lincoln" Ginesen eingeschmuggelt wttden sollen. Einen: Beamten, der mit der Durchsuchung deS Dampfers betraut war, fielen elf Särge auf, die im GöpücksraM. ftattden. E; ließ einen derjMn ösjnen und fand seine Vermutungen bestätigt: In ToienkleMr gehüllt, aber keineswegs tot, blickte ihm ein Chinese entgegen, der sich in der Meinung erhob, daß man ihn befreien wolle. Alle übrigen Särge zeigten denselben Inhalt. Reichlicher Proviant für die Lange Reise befand sich unter den Tötenkissen für die Armen, die die lange Reise in diesem engen Räume überstanden halten. Die Bevölkerungsbewegung in Amerika. Nach der Zählung * im Jahre 1920 hatten die Bereinigten Staaten von Amerika eine Bevölkerung von 106,710.620 Einwohner. Im Lauf der letzten .fünf Jahre ist diese Zchl auf 113,493.720 Köpfe gestiegen. Nach den Mitteilungen der statistischen Beihörden ist dir Bevölkerung inzwischen wiederum ganz echeblich gestiegen; sie zählt jetzt 117,135.817 Seelen. DieS ist die stärkste Zunahme der BolkSzahl, nicht nur absolut, sondern auch relativ, die die Bevölkerungsbewegung in den vereinigten Staaten'bisher zu verzeichnen gehabt hat. Man darf in dieser beträchtlichen Zunahme einen der ausschlaggebenden Gründe sehen, die die Union zu ihrer rigorosen Eimvanderun'gspolitik zwingen. Dutankhamens Schwiegervater. Gin amerikanischer Psychoanalytiker, Dr. L. P. Clark, Hai ein ganzes Buch über TutanAhamrenS Schwiegervater, den Pharaonen Älhnatyn, veröffentlicht. Dr. Clark stützt sich dabei auf die Mauuskriptfunde in TutanllhamenS Grab und weist nach» daß TutanHamen streng nach den Lelbensregeln seines Schwiegervaters, der ein berühmter Philosoph gewesen ist, geleibt halbe. Mhnaton hat Regeln ausgestellt, ole die Herrschaft der Frau über den Ehemann in einigen ßO Paragraphen befestigen sollen. Die zwei Nebel. Gins der bekanntesten englischen Schauspielerinnen ist MuMret Halstan, die besoilders durch ihre Darstellung SMiWearescher Frau »»gestalten berühmt geworden ist. Man verglsnHt sie mit der großen Twgödin Ellen Terry und sie gesteht auch selbst, daß sie von dieser Meisterin Viel gelernt hätte. Freilich, bei ihren ersten Anfängen erfuhr sie kein« Ermutigung durch dir " gefeierte töoUegto. „AIS ganz junges Mädchen", erzählt sie in einem Londonv Blatt, ^vurde ich Miß Terry vorgesteüt und gestatt- Hr meine Schnsucht nach dor Bühne". „Mein Kind" sa,gt>r dir große SchLuspielerm lakonisch, „von den Heiden Uebsln wählen Sie das kleineyi heiraten Ai et" XU. Set Hmvarzt. Rsdigiert von Dr. Samt Be«. Wann besteht ein Herzfehler? Häufig stcht der Arzt in der Sprechstunde Leuten gegenüber, die ihr Herz untersuchen lassen und wissen wollen, oib fie an diesem Organ gchrttd sind. Sie klagen, daß sie bei größeren Anstrengungen Herzklopfen empfinden und sich bisweilen eigenartige Empfindungen in der Herzgegend einstellen. Oder solche Leute hoben bei irgend einer Untersuchung von einem über dem Herzen sich befindlichem Geräusch gehört, und bekonvmen nun den Gedanken einees Herzleidens nicht los. Meist genügt eine gründliche.Untersuchung des Patienten, um diesen über sein gesundes Herz zu beruhigen. Er geht dann befriedigt dwon. Bei dem größten Teil solcher Patienten handelt es sich Mt Neurastheniker und die Beschwerden sind meist nervöser Natur. Biels Menschen, die geringe körperliche Arbeit leisten,,-befürchttn plötzlich den Beginn eines Herzfehlers, wenn sie sich bei größerer Anstrengune einmal bei geringer Atemlosigkeit ertappen. Das ist im alhomemen ein normaler Zustand. Selbst ganz Gesunde und JugeMiche werden, wenn sie sich überanstrengen, atANlos ltitb bekommen Herzklopfen. Di« Htttzdiagnvstilk gchört übrigens zu den schwierigsten Ausgaben in der MÄizin. Die Beurteilung des Zustandes m Herzen hängt wie Vei kaum einem anderen Organ sowohl von der subjÄtiven EinsttMng deS Pattenten ÄS auch der des Arztes ab. Während dSr sine Patient mit einem Lmm hörbaren leisen Geräusch bei föftft völlig negativem Befurche sich schwer krank fühlt und arbeitsunfähig ist, weiß ein anderer Schwerarbeitenber Von seinem schweren, objekttv nachweisbaren Herzschler überhaupt nichts. Bei Beurteilung des HerzzustanbeS kommt es weniger auf. die Größen Form, hörbaren Geräusche des Herzens und bie Zahl der Pulsschlage an, ÄS vielmehr auf dessen LeistungSfähigkett. Während man früher das größte Gewicht auf eine genaue anatomische Diagnose des bestehenden Herzfehlers legte, ist die moderne Schiüe davon abgÄommey, und sieht die wichtigste Aufg<rbe darin, die ersten Zeichen der Herzstömng zu erkennen, um die geeignete Behandlung einzuleiten uttd späteren unattAenehmen Folgezuständen nach Tunlichkeit vorzubmgen. Gerade die Wiener Schule hat besonders auf die Wichtigkeit der Prüfung der LeistungSfähiigkelt des Herzens hingewiesen. Die Anforderungen, die der einzellne an sein Herz stellt, sind sehr verschiedener Art. Wenn ein Herz für die sttlle Gelchvtentätigkeit des Trägers gerade, ausreicht und diesem keine Beschwerden verursacht, wird dieses Herz vielleicht bei schwever körperlicher Arbstt versagen. Andererseits wich ein Sportler ganz, andere Anforderungen an fein Herz stellen , als ein Schneibergeselle, der eine sitzende Beschäftigung hat. Man erficht daraus, wie wichtig eine genaue Herzdiagnose für die BerufSbsvLtung und -Umschichtung wick. Der Arzt wird gerade bei Klagen über Herzhelschwerden besondere AufmerLfamkeit den subjÄtiven Angaben schenken, weil es «tr Beginne nur schr wenige offeMndige Zeichen für ein bestehendes organisches Leiden gibt. Zu denken wich schon die Tatsache gelben, daß der Patient Lagt, ein ummgettchmes Gefühl im Herzen bei einer Arbeitsleistung zu haben, die ihm sonst keineM Beschwrden verursacht hat. Da tritt die Methode der FurcktionSprüfung des Herzens in ihr stecht, welche Methode die Medizin der Tühnik entnommen , hat,-die ihre Produkte vor' UebergaLe in den. allgemeinen Gebrauch auf chre Leistung überprüft. Hiezu gibt eS verschiedene Apparate, die sich jedoch für die- Sprechstunde nicht eignen. Der Arzt überprüft die Arbeitsleistung des Herzens, indem er dem Patienten zum Beispiel mehrere KnieWungen machen läßt. Oder man läßt tief «inatmen und den Atem möglichst lang rnhalten. Ein schwächeres Herz hält es kaum 20 bis 30 Sekunden aus und es tritt Atemnot ein. Hochgradige Zeichen von Insuffizienz (Herzschwäche) erkennt auch der Laie leicht, wenn sich Schwellungen an dem Beinen, Bauchwassersuchti, sinkende Harnmenge und stärkere Atemnot einstellen. Man muß jedoch bedenken, daß eine Reihe von Erscheinungen, die auf Herzstörung deuten, nicht fom Herzen auHgehen,' sondern Foigezustände der Erkrankung anderer Organe darstellen. Atemnot kann von einer LungenerkvanLung, Schwellung der Beine etwa von Krampfadern hevrühren. Die PulSbeschleunigung kommt gerade bei Nervösen vor. Schon die Angaben des Pottenten über überstandene Krankheiten können einen Anhaltspunkt geben, ob ein organischer Feh.'er vorliegt oder nicht. Ein erworbener Herzfehler, der meist auf einer Berengemng oder Schließunfähigkeit der Herzklappen beruht, ist als Folgezustand nach einer Herzklappenentzünbung aufzufassen, die als eine mit Fieber einhergchende Krankheit im Verlaufe meist einer harmlosen Halsentzündung, einem GelettkschaumattSmus oder einem Scharlach auftritt. Sicher ist, daß viel mchr Menschen an einenr kranken Herzen: zu leiden glauben, als es in dor Tat der Fall ist. die Einbildung an einem schwachen, nicht genügend leistungsfähigen Herzen zu leiden, macht viele krank und lebenSMerdrüsfig. Eine genaue, wiederholt und bei verschiedenen Gs.'-sgenheiten, im Ruhezustände, beim Laufen, bei der Arbeit, bei her Bportausübung vovgenommene Untersuchung wird stets imstande fein, ein Bild von der Leistungsfähigkeit des Herzens zu geben und danlit alle Zweifel über das schwache Herz zu bestittgen. Amtlicher Srasrkaften. E. G. I. Bei Benützung von EnthaamnaSmitteln wachsen >i- Haar« stetS nach, nur bei BchanÄunq mit Röntgenftrahlen ritt dies nicht ein. — Impfung. Wenn daS Kind einen AuSschtyg ,at (Mem. Wimmerln). soll die .^mstsüng, untevbleiben. — selber. Für Sie käme Bad Hall oder Tölz in Bayern in Berocht. Zn beiden gibt eS rituelle Küche. — The. ES werden fedt tttt Injektionen auch Einreibungen mit Tuberlt.'infalbtzn nacht, um die WiderstondsfähiMt drL KSrs'rs gegen den 2fc* MM- 4» hsbss.