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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-12 · Heft 2563 (12.4.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2563 (12.4.1926)
Date
1926-04-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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_jNjt I mm, Montag_ Gruß an Svekg. Don Lr. DE Rothblum. Ich kann Freuich Zweig, der Heuer sein Ihriges AMUchMlAiM im Dienste der nationalen Sachs feiert, nicht besser charakerisieren als durch nachstehende Erzcchlung. An einem schwülen Soinmerabend de- Jahres 1909 besuche iH ökti sikNZEN Anwalt in seinem Bureau. Da der KorrÄÄ UNLLrjsperrt und im Schreibzimmer infolge der verstrichenen Kanzle fftunden kein Gchilfe mehr anwesend war, kam ich Mbemerkt und ungcbört in das Ehefzimmer. Zweig saß mit dem Rücken gegen die Tür am Schreibtisch, den Kopf auf die Linke gestützt, während die Rechte unruhig auf einem Bogt« Papier hin und her fuhr. Ich schlich mich an ihn heran und ölickte über seine Schultern. Er merkte nichts. Er war in ei« Landkarte vertieft. Sie war von eigener Hand gezeichnet und ««Hielt die zionistischen Distritke Oesterreichs. Jeder Distrikt Wies die Zahl der organisierten Zionisten und die ziffernmäßige Leistung für den jüdischen Nationalfonds auf. Jeder Dfftrtkt war mit einer Note versehen, der eine mit einem Ausruf-eichen, der andere mit einem Fragezeichen, ein Distrikt mit einem belobenden Wort, während sich sein Nachbar mit einem derben Schimpfwort abfinden mußte. Zweig saß Über die Zionisten zu Gericht! Diese späte Stunde eines schwülen Sommertages nach vollbrachter aufreibender Berufstätigkeit, die ihn weltverloren, selbstvergessen, hinysgeben an eine nationale Idee an seinem Schreibtisch sah — ist ein Spiegelbild seines ganzen Lebens und Wirkens in der zionistischen Bewegung. Er war einer der ersten, die von der Gewalt der großen Erkenntnis erfaßt und von der Offenbarung der absoluten Wahrheit der einzigen Möglichkeit der restlosen Lösung der Judensroge ergriffen worden sind. Er riß sich rücksichtslos aus einer verständnislosen Umgebung heraus und trat in die kleine Arme«, deren unerhörten Siegeszug er mitmachte, als Soldat, als Offizier, als Führer. Zweig hat die eminente Bedeuiunz des Jüdischen Nalionalföwds für den palästinensischen Aufbau als einer der ersten richtig vorausgesehen und daher dieser Institution sein ganzes Leben gewidmet. Wir haben ihm bei uns in Oesterreich ganz Außerordentliches in dieser Richtung zu verdanken. Als er Wien verließ, war es uns bange ums Herz. Nun arbeitet Zweig mit derselben jugendlichen Hingebung wie vor 25 Jahren im Hauptbureau des Jüdischen Nationalfonds in der heiligen Stadt. Möge es ihm vergönnt sein, die volle und ganze Erlösung des Landes mit eigenen Augen zu schauen, denn er ist unserer Besten einer. Festbankett für Dr. Zweig. Heute um 8 Uhr abends findet im Hotel Bärschak, 2. Bez., Große Schiffgasse 3, ein Festbankett zu Ehren Doktor E. M. ZweigS anläßlich seines 25jährigen Arbeitsjubi- Iftüftti in der zionistischen Partei statt. Schutzzoll für Palästina? Bon M. Schiffmann (Mw-Arrk). EineS der Haupipostulate der Revisionisten ist der Schutzzoll, dtt den palästinensischen Markt vor der ausländischen Konkurrenz zu bewahren hat. Die Anhänger Jabotinsihs meinen, baß et für ein Land wie Palästina, mit seinen begrenzten Rchmattrluen — und für fin« so junge Industrie wie dre unert — unmöglich ist, di« Konkurrenz mit aus anderen Ländern, eingeführken billigen Waren aufnehmen zu können. Durch Agrikultur und Plantatiönrn allein werden wir nicht Haffen können, die gewünschte jüdische Majorität zu erlangen, also müssen wir zuschen, unfere Prodrcktivität zu verpdsigen und den Jndustriepionieren durch einen Einfuhrzoll zu helfen. Diese Forderung Singtso gerecht, daß es viele geben wird, die zusammen mit den Revisionisten die zionistische Leitung für ihre ökonomisch« Kurzsichtigkeit tadeln werden, daß sie es nicht von sÄkst eingesehen hüb« uiw auf eine so Aare, für jeden verständigen Menschen stibstverständiiche Sache, wie daß zweimal zwei vier ist, archnerksam gemacht werden muß. Besicht man di« Sache über näher, erweist sie sich als du-ch.'US ncht so eirsich Wir werden yrer auf das WZ> milche von der Wirksamkeit eines Schutzzolles überhaupt nicht eingehen. Ja, wir werden sogar den Reichtum Amerikas und anderer erfolgreicher Länder ülß Vom Schutzzoll bewirkt, annehmen. Palästina ist aber ein Land eigenartiger Bedingungen, und unsere Interessen int Lande selbst sind nicht immer mit denen der anderen Einwohner identisch. Was für rin anderes Land und für ein existierendes Volk günstig ist, kann für Erez Israel und das „kommende Volk" ungünstig sein. Was wird uns der Schutzoll bringen? Den Zwang zur Benützung teuerer Artikel, die im Lande sckbst fabriz^.r werden, und ein Schloß gegen ausländische Produkte, öle ffn Läidern fabriziert werden, die an Rohstoffen und Maschinen reich sinh bi« sie in größeren Mengen Herstellen als in einem w jungen Lande wie Erez Israel. Das würde eine Verteuerung der Waren nicht nur einer Kategorie, sondern auch aller Lebensmittel im Lande ergeben. Und wer würde den Preisuntuschid bezahlen müssen? Selbstverständlich oie, die die Artist.', welche ein moderner Mensch braucht, benützen: Die Europäer, die im Lande sind» und vor allem die Juden. Der Araber lebt immer: noch in primitiven Bechä-ltnissen und schert sich den Teufel um die Produkt« der Zivilisation. Echöhte Preise werden ihn nicht tangieren, denn er begnügt sich.mit sehr primitiven Dingen. Da ist es rit;’ Frage: Ist tS vernüttstig, die notwendigen Bedarfst c.iko! für 12 oder 14 Prozent der Bevölkerung zu echöhen, uno den ouliger Arbeitenden die Gelegenheit zu geben, ein noch schärf'rer Konkurrent des Europäers. Ehaluz' uno Einwanderers mieten zu können? SkU Jahren bemühen wir uns, jüdisch« Arbeit in den alten Kolonien «injuführen, ohne Erfo.'g, weil der Araber verjchwmderoe Bedürfnisse har uns ein schärferer Konkurs'"t ist. 2inrti:. fr« Kpije M WbUiM und tzen Araber dargn zu MM.'n, unsere Wiener Morgenzeitung IS. Aprkl 1SSS ü> *mAäk vH. S8SS . Produkte zu benützen und in unserer Art zu leben, kommen Men- 'chen mt Namen des jüdischen Interesses m.i brr Behauptung, vwn müsse die lebensnotwendWen Dinge für die jüdische Mindecheit verteuern. Werden wir dadurch dem arabischen Arbeiter nich. den Vorsprung ermöglichen uns so unser eigenes Land dem jüdischen Einwanderer eng nrachen? Täuschen wir unS nicht: Wir wissen wohl, daß das Leben des jüdischen Arbeiters schwer genug ist, selbst dann, wenn er schon Arbeit hat. In den meisten Fällen kann er nicht einmal an di« Gründung einer Familie denken, um dadurch unsere Zahl fatt Lande zu vergrößern. Drkrch Zölle werden wir sein Leben viel schwieriger und unsicherer geftalten, ja sie werden seine Existenz ganz unmöglich machen Abgesehen davon, d«ß ein höherer Lohn, wenn ein so.cher wegen der Preiserhöy.. »g eingeführt werden sollst, billige Arbe:r aus Aegyp.en uo ^ndc*en Nachbarländern heranzich-n wird. Die Revisionisten verlangen den Ausschluß billiger Artistl aus dem Lande; auf welche Weise aber wollen sie billige Arbeit auSMetzen? Deichs dieser beiden Gefahren ist die geringere? Anstatt sich in die Forderung zu verbeißen, daß Produkte erzeugt werden, die unser Land naturgemäß nicht erzeugen kann, aus Gründen des F.hlens von Rohstoffen usw., wäre es vernünftiger, sich vorläufig auf die Ausnützung der Produkte, die das Land im Ueberfluß erzeugen kann, zu konzentrieren. Bemühen wir uns lieber, Wege zu finden, die es uns ermöglichen, aus jenen Stoffen, die die Natur unserem Lande geschenkt hat, billigere und bessere Fabrikate herzustellen. Bringen wir Produkte hervor, die unsere Nachbarn brauchen, und wir werden dasür bek«nmen, was wir benötigen. Aegypten konzentriert sich beispielsweise aus Kattun ^neunzig Prozent seines Exhorts). Zahlt es darauf? Sehen wir uns den Import und Export an: Im Jahre 1921 betrug der Import 55,507,984 englische Pfund und der Export 36,350,062 englische Pfund. 1922 Import 43,333.938, Export 48,716.418. 1923 Import 45,276.941, Export 58,387.327. 1924 Import 50,736.918, Export 66,733.985. Wir könnten uns mit dcm Ansteigen dieses Exports begnügen. Aegypten importiert Tabak. Im Jahre 1919 hat es 8,350.000 Ki ogramm importiert, worum soll es Palästina nicht stellen können? 'Andere Nachbarländer brauchen Oel, Seife, Nüsse, Orangen. Warum sollen wir uns darin nicht spezialisieren und alle diese unsere natürlichen Reichtümer konservieren? Tie Industrie, so ist zu hoffen, faint und wird den gehörigen Platz in Palästina einmhmen. Wir werden aber vor allem alle Geschenke der Natur auf das intensivste ausbeuten, und auf Dinge, die wir brauchen, etntauschen müssen. Wenn wir genügend Brot aus Galiläa und eigene Früchte aus allen anderen Gegenden und dazu eine eigene natürliche Industrie haben werden, dann ist unsere Zukunft im Lande gesichert. Jeder Jude, dessen Hoffnung es ist, ein jüdisches Land auf gesunden Grundlagen erbaut zu sehen, erbaut von jüdischen Arbeitchänden und nicht von jüdischen Arbeitgebern und arabischen Arbeitnehmern, und der nicht rtift einen geographischen Land- Wechsel von tausenden Inden, sondern auch ein« radikale Aendernng der jüdischen Oekonomik will, wird diese Fragen studieren und seine zionistischen Begriffe werden es ihm klar machen, daß diee Forderung nach einem Schutzzoll nicht reif und nicht wünschenswert ist. Wenn wir unser Fundament vorsichtig legen, dann werden wir auch später in einem schnelleren Tempo arbeiten, und größere Federungen stellen können. Ae BrvöUerunqsbewepung in PalMna . 1923 bis 1925. Im neuesten Heft der „Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden" veröffentlicht Dr. W. W e i S l eine Uebersicht über die Bevölkerungsbewegung en Palästina 1928 biS 1925 Wie dies schon in dielem Blatte von anderer Seite geschah, weist er daraut hin, daß der natürliche Zuwachs. Geburtenüberschuß der arabischen Bevölkerung sehr groß ist, wodurch ein Teil der jüdischen Einwanderung ziffernmäßig kompensiert wird. Lehrreich dafür ist folgende Tabelle: Ntchtsuden Juden 1. Jänner 1923 bis 31. Dezember 1925 » Zunahme: Geburten 91.342 10.451 Einwanderung 2107 54 0.« Abnahme, 93.449 64.529 Todesfälle 49.722 8.952 Auswanderung 8 920 6.490 Gesamtüberschuß 52.648 10.442 40 d07 64.078 Infolge des hohen Geburtenüberschusses bei den Arabern (der angtsichts der hoben Sterbeziffer ausschließlich dem großen Kinderreichtum zu verdanken ist) stieg die jüdtiche Bevölkerung trotz der hoben Einwanderung nicht im Verhältnis dieser an. Immerhin ist der Anteil der Juden an der Gelamtbevölkerung von b #/o im Jahre 1919 auf 17 u/0 Ende 1925 angestiegen. Es betrugen nach den offiziellen Ziffern: 1.3ÜM« 1928 760.000 1924 777.(00 1925 b06 000 1926 853.000 darunter % der Gekamt- Juden bevölkerung 85.000 11,8 91.000 116 104.000 12.9 138.000 16.3 In Wirklichkeit ist aber die jüdische Bevölkerung viel höher als die offiziellen Angaben sie ausweisen. da die iogennante »illegale" Jmmigratio» von ihr nicht ersaßt wird. Sie dür te pro 1. Jänner 1926 zirka 150000 Seelen oder 17.3"/, der Gesamt* bevölkerung betragen Dies wäre die dreifache Zahl von Anfang 1919. Es ist oben bereits von der hohen Sterbl chkeit der arü-ischeu Bevölkerung geiprochen worden. Die»e resultiert, wie überall be> ähnlichen Veihältnissen, hauptsächlich au? einer hohen Kinde - sterblichleit. Tiele betrug in Palästina pro Tausend Lebendgeburten der Jude« Nichtjuden 1924 105,7 194.0 Die KtudersterVlichlekt bei ßen Juden liegt zwischen jener Deutschlands (129) uno Frankreichs (85) und ist auch höher als jene in England und den Bereinigten Staaten. Die gesamt« «atürltche Bevölkerungsberegung nach den offiziellen AngaSen, die erfahrungsgemäß unvollständig sind, in relativen Zahlen, war per 10.000 bei Juden Nk chtru! den L 8 VO «M id «T § vO K 1 'S 1 § K Z © W » © iw 1923 371 148 223 490 273 217 1924 385 127 280 633 280 253 El ist daraus erflchilich daß die Iu^en eine v el geringer« Geburtenziffer haben alS die Araber und nur durch die dank ihre befferen hygienischen Maßnahmen geringere Sterblichkeit im Ueberschuß prozentuell ungefähr mit den Arabern Schritt halten konnten. Bemerkt mag werde«, daß der Geburtenüberschuß in Palästina höher ist als tu färn..ichen europäischen Ländern und Aegyten. Wächst die jüdische Einwanderung und Bevölkerungszunahme im gleichen Tempo (zirka 6'/, in zwei Jahren) weiter, so könnten die Juden in zirka 12 Jahren die Majoriät haben. Abnahme der Wische« Bevölkerung in SeuNchlan». Berlin, 11. April. (I. T. A.) Die Ergebnisse der Volls¬ und Berufszählung vom 16. Juni 1925 liegen vorerst nur ans wenigen deutschen Lauern vor. Die aus Bayern, Württemberg Hessen, Schaumburg § Lippe und Baden vorliegenden Ziffern weisen einen nicht unbeträchtlichen Rückgang dös jüdischen Bevölkerungsteiles gegenüber der Volkszählung im Jahr« 1910 auf. In dem Kernen S.haumburg-Lippe beträgt die Abnahme 21,7 Prozri.t; es gibt dort heure gegen 1910 50 Juden weniger. In Bayern verminderten sich die Juden gegenüber 1910 um 5920 auf eine j> tzige Gesamtzahl von 49.145. Die Abnahme in Württemb rg beträgt 1165 bei gegenwärtig 10.827 in Württemberg lebenden Juden. In Hessen vollzog sich eine starke AbnchMvon 15,2 Prozent oder 3662 Juden bei emer Gesamtzahl von jetzt 20.401. In Baden gab es 1925 nahezu 2000 Juden weniger als 1910, das sind 7,7 Prozent. Laut dtm neuen sind von 100 Einwohnern 1 Prozent israelitisch, 1925 waren es 1,8 Prozent. Hierbei ist zu bemerken, daß gerade Baden durch die Ausweisungen vieler elsässischer Jrtden manchen Zuwachs erhalten hat. Zu einem großen Teil ist der Rückgang des KdischenBevöllerungsteiles auf die B e rluste im Kriege zurückzu führen, es ist aber zu b merken, daß in -keinem Lande Rückgang des evangelischen oder des kakholischen Be'oölkernngSteiles trotz Kriegsverluste stattgesunden hat; es müssen deshalb für di« auffällige Vermirtderung der Juden auch andere Ursachen vorliegen. 8dl Kommuuifteukongrch l« Wien? Die Korrespondenz Wilhelm meldet: „Ein Morgenölatt vom 11. April 1926 bringt unter dem Sch'tagwort: „Ein Komumnistenkongveß in Wien" eine Meldung aus Berlin, wonach sich aus Berlin v rer M itglieder der MollkauerInternationale nach Wien begeben Hütten, mir hier an einer kommunistischen Konferenz teilzunchmen,^ zu der auch Delegierte aus den baltischen Staaten, aus der Dschechollolivaksl und aus Danzig evwartet würden. Die Pol'izeidirektion bemerkt hiezu, daß ihr von einer derartigen Konferenz nichts bekannt ist. Sie hat jedoch sofort.die entsprechenden Erhebungen erngoleitet und wird nicht verabsäumen, für den Fall, als sich tatsächlich fremdländische Emissäre in Dien üufhalten sollten, um hier ein« u nzulässige Propaganda zu betreiben, die entsprechenden Maßnahmen dagegen zu treffen. Sar Lresdener SchMimnier. Niemzowktsch an der Spitze. Dresden, 11. April. (Wolfs.) Jin internatiorralen Meisterschaftsturmer wurde heute die siebente Runde gespielt, die wieder zu harten Kämpfen führte. Johnar gewann mit schwarz gegen Sämisch, welcher in einer indischen Partie zunächst einen Angriff hatte, damr aber nicht die beste Fortsetzung fand, so daß Johnars Gegenangriff durchschlug und im 57. Zuge zum Gewinn führte. Die Partie Rubinstein —Tartakower wurde nach 67 Zügen remis. Die größte Aufmerksamkeit erregte das Spiel A l j e ch i n S gegen Steiner. Aljechin hatte zwar nach Abtausch einiger Figuren einen Bauern mehr, mußte aber sehr gewaM spielen, um das Remis zu vermeiden. Steitter geriet in ein sehr schwieriges Endspiel. In Zeitnot ließ er sich zu weniger starken Zügen verleiten und mußte angesichts einer unentrinnbaren Mattdrohung cmfgeben. Sehr starkem Interesse begegnete die Partie N i e m z o w i t s ch gegeir N a t e ll. Es handelte sich darum, ob Niemzowitsch di« Führung im Turnier erveichen würde. Nach einem langdauernden Kampfe geriet Notes in Zeiinot schließlich m ein« Falle des Gegners und gab aufregend« Gpi«l verloren. Stand des Turniers nach der siebenten Runde: Niemzowitsch 6,8, Aljechin 6, Rubinstein 4, B, Johnar von Hol-'hausen. Tartakower je 3,5, Sämisch 2,5, Steiner und Wes je 2( ZMrniH 1.

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