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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-04 · Heft 2556 (4.4.1926) · p. Seite 18

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2556 (4.4.1926)
Date
1926-04-04
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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Ts&mtc I i f 11 ~ i&iüHf'^Rnns (Jakob Mund, Mtchoel HIatn, Dr. Ab rahm» Lande-, -Dt.mm Niesenderg,Max Slasermana, Direktor jLilre», Cejmdevutierter Dr. Schreibe^ Redaktenr H e s ch e l e Jakob Landau, Max T h o «, Simon Sold, Ingenieur Rastali Landau, Ingenia» K a ß l e r, j Ingenia» Awin, Schleife^ Sejmdeputierter Dottor Hanraer, Fadian Oskar, Dr. Schall, Solomon Winter, Apotheker Pineles, Lipa Schutzmann, j Joachim Thora, Sygmunt G r i b e l, Adolf Freund, Edlestin FrLnkel, Dr. Th an, Mandel, Goldener i nnd Henryk Lieber««» «. Die Wahl des engeren Exekntio»Sko«tteeS wich nach de» 1 Feiertagen porgenonnnen werden. Insolvenzen. Da- AusgleichSvevsahren wurde eröffnet Sb« Mttpp Pfeifer, A. Be-., Am Spitz 2—3; über Matter «lern, FuhrwerkSmtterrrchvnma. A. Be-., Angererstraße 3; über Andreas Arnberg-er, KwpffabrWmeder-Lage, 8. Bez-, ZofÄSgasse 11; über Nachau AnevLach, TuchgeMt, 3. Bez., Serdlgafle 41; über Erwin Bettelheim, Errzwarenhanbel, L Bez., Untere Donanstraße 27; über Hermann (Heisch) Krieger. Schchwarerchändler, 1. Bq-, Nesschmarkt 16; uvsr OSkar Katzen eil, Kanstnm«. 9. Bez.. Waihrinaertzrahe 17, und über Josef und Mara K r i tz e r, 7. $*3., Neustiftgaffe 43. AmerSanische Kredite für di« tschechoslowakische TeM. I industrie. Aus Paris, 3. wird gemeldet: Las B'röaiwsorgan! des Allgemeinen deutschen TeMvevbandes in Reichender g meldet.! daß gegenwärtig seitens mrerckcmsscher Großabnehmer von Bauan-! wollwaren die Gewährung von Warenkroditen <m die sschecho- ' flowakische Textilindustrie erwogen wird. Der Kredit soll etwa in d« Höhe des Wertes der von der betreffenden Firma an den csnerSanischen Gwßabnehmer innerhalb eines Jahres zu lieftrnjden Maren zu niedrigem Zinsfuß gegeben werden. GefÄfchaftsreSsen zur Frankfurt« Frühjahrsmesse. De bekannten Vertreter der Frankfurter Messe organisieren anläßlich der bevorstehenden Frühjahrsmesse bei genügender Beteilimmg von jedem Ort aus Gesellschaftsreisen, die eine Fahrpreisermäßigung von 25 Prozent ermrMchen, wrfb zwarin allen Wagenklanen. sowohl für Schnellzuge als auch für PersonerBge und beschleunigte Perfonenzuge. Bermögensabgabestener iu Pole«. Aus Warschau, 2. K wird gemeldet: Der Ministerrat hat in der heutigen Sitzung beschlossen, dem Sejm einen Gesetzentwurf betreffend die Einführung einer ausgleichenden Vermögensabgabe, die als eine ständige Steuer geplant sei und m der Hohe des nachgewiesenen Vermögens bemessen werden soll, zur Beschlußfassung vorzrrlegen. Die neue Steuer soll dem Staat zirka 50 bis 60 Millionen Zloty jährlich embringen. Die pälastmenfisch-pcknische Handelskammer. Ans TeL- Awiw, 29. März, meldet I. T. A.: Gestern fand in Tel-Atviw die GründunHsbersammlung der palästinensisch-polnischen Handelskammer statt. Anwesend waren Vertreter der Kaufmannschaft, der Banken, der Weinlellereien, der Tabakbauer, der Industrie. Ansprachen hielten der polnische Konsul, Sejmabgeordueter Frostig, Dizengosf u. a. m. Zum Präsidenten der K^mmer wurde Herr C h e l 0 u ch e gewählt. Wien« Produktenbörse. Trotz der flauen amerikanischen Märkte war die Tendenz in Wien sehr fest. Roggen, Weizen und Ma S waren gesucht. Gerste wurde ziemlich lebhaft umgeletzt und konnte ebenso wie ln Mehlsorten höhere .Kurse erzielen. Es notierten inklusive der Warenumsatzsteuer ex Zoll pro 100 Kilogramm: Weizen: Inländischer 40.75 bis 41.25. Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 45.— bis 47.—, Ungarischer 48.— bis 45.—, Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis — Jugoslawischer 77/78 Kilogramm —bis —.—. Roggen: Inländischer Marchfelder 27.— bis 27.50, ' Pester Boden 26.— bis 26.25. Gerste-. Brauwar« inländische 30.- bis 33.—, böhmische mährische —bis —. Mais: Ingo» slawischer 19.75 bis 20 75. C i n q u a n 1 i n neu 30.— bis 31 — Hafer: Inländischer 27.75 bis 28.75. Reis: Italienischer 78.— bis 80.—. Burma 62.— bis 63.—. Mahlprodukte. Grieß inländischer 80.— bis 81.—. Weizenmehl 0 inländisches 76.50 bis 78.—. Kochmehl 2 inländisches 66.50 bis 68.50 Brotmeb> inländisches 42.— bis 47.— WM« MörMMkmq, _.». sggg Unsere Amerikareise. »0« dr. Sage« Selig, «ireprSsident der Hakoah. Unsere Amerikaresse, die wir Dienstag um halb 2 Uhr mit Wchbahn antreten, $ neben unserer Erez->Urael-Fchrt bas größte Ereignis in der Geschichte Hakoahs. Mr sind uns dessen bewußt, daß wir eine g r 0 ß e M i s si 0 n iju erfüllen haben. Mr haben die Aufgabe, Oesterreichs Fußballsport p repräsentieren nnd kommen als Deputation des bewußten Judentums in Europa, um de» Brüdern <m Amerika den Dank auszusprechen Mr die HAfe und den Schutz, die sie dem bedrängten Judentum, besonders Osteuropas, haben zuteil werden lassen. Wir haben den Ehrgeiz, ein Bindeglied Mischen Europa und Amerika werden zu wollen, das di« jüdische Solidarität und den Gedanken seines nationalen Erwachens stärken soll. Gleichzeitig soll es unser größtes Bestreben sein, Mr Oesterreich, das unsere Entwicklungsfreiheit in jeder Weise fördert, wertvolle Propaganda zu leisten. In rein sportlicher Hinsicht ist daL Zusammentreffen unserer Mannschaft mit dem Futzballreprcösentawten Amerikas sicherlich ein großes Ereignis. Die Berichte unseres Präsidenten, Dr. Körner, rühmen die Spielstarke der von ihm gesehenen Mannschaften. Nun, wir werden bald in der Lage fein, den Prm-sstein für das Kräfteverhältnis Europas und Amerikas nn Fußballfport abgeben zu können. Die Resultate unserer Mannschaft iht der letzten Zeit konnten die berechtigten Erwartungen zwar nicht immer erMllen. Um ein unbedingt würdiges Auftreten Hakoahs in sportlicher Beziehung in Amerika zu sichern, wurden Stimmen laut, hervorragende, bei anderen Vereinen tätige jüdische Spieler als Gäste Mr Verstärkung heranzuziehen. Auch ich schloß mich dieser Ansicht an, aber wir blieben in der Minorität. Immerhin, wir wissen, daß Hakocch im Ausland« ganz anders spielt als hier, wo die Hemmungen der Meisterschaft unsere Spieler beeinflussen. Sogar in Wien konnten wir es erleben, daß unsere Mannschaft m Freundschaftsspielen, wir zum Beispiel gegen o'ie Prager S l a v i a, deren allererste kontinentale Klasse allgemein bekannt ist, inmitten einer mäßigen Meisterschaftskampagne zu sensationellen, in Wien noch nie gesehenen Leistungen emporwachsen konnte. Das wird auch m Amerika der Fall fein, denn Hakocch hat im Anslande immer ihr bestes gegeigt. In finanzieller Beziehung erwarten wir nicht zu viel, da öie Vergütung für die Wettspiele knapp berechnet ist. Es ist möglich, daß es uns gelingen wird, für unsere Massensport betreibenden Sektionen Beträge aus senden i M erhalten. Die Anteilnahme vor allem, natürlich der jüdischen Oeffentlichkeit Amerikas, für urrser Kommen ist, wie die ,ZV i e n e r M 0 r g en z e i t u n g" schon des öfteren ausführlich berichten konnte, außerordentlich groß. Die von gewisser Seite aus Wien gegen uns betriebene Hetze ist, Mr Ehre des österreichischen Fußballisports, ganz vereinzelt geblichen. Die gehässige Schreibweise des.Herrn Nrumann im „New-Aorker Herold" über Hakoah hängt wohl damit zusammen, daß es ihm nicht gelungen ist, seinen'Verein, die Vienna, nach Amerika ju bringen. Die Voraussetzungen ftir eine solche Tournee ' sind eben derzeit nur für eine jüdische Mannschaft vorhanden. Wenn wir den Weg sreigemacht haben, werden uns stcherWkh sftl manche Wiener Vereine folgen können. Ein wichtiger Punkt uitserer Bestrebungen wird es fei«, für die Erstarkung der MaNabi-Bewegmrg zu wirken. Als Leitungsmitglied des Makkäbi-Weltvevbandes stelle ich mir die Aufgabe, unsere dortiger: Sporübrüder der großetz Makkabi-Ovgamsation züzufiihren. Mr haben die Absicht Meetings zu veranstalten, in denen wir über unsere Ziele sprechen wollen. Wir hoffen fruchtbaren Boden zu finden und selbst moralisch und materiell die Mische Sportbewegung stärken zu können. Was die weitere Zukunf t Hakoahs anlangt, wollen wir der Mischen Sportidee mit größtem Nachdruck dienen. Unsere Kainpsmannschast aber wollen wir aus dem Nachwuchs ausbauen, der jetzt schon sich vielversprechend entwickelt. Das Forcieren der ErMassihkett und der Erringung des österreichischen Meistertitels hat die Heranbildung unserer Fußballjugend einigermaßen gchemmt. Ausländevbestimmungen, die in der letzten Zeit in Oesterreich eingesührt wurden, häben uns die Ergänzung durch anderswo leibende jüdische Spieler unmöglicht gemacht. Wir sind überzeugt, daß wir in sehr kurzer Zeit eilten entsprechenden Grundstock haben werden, mit dem wir u nsere Position im eur0päischem Fußballsport erfolgreich werden verteidigen können. Der Antritt der Amerikareise Hakoahs erfolgt am Dienstag um 13 Uhr 35 Minuten auf dem Westbahnhof. 18 Spieler und drei Reisebegleiter machen die große Tour mit; als Resse-, begleiter fungieren die Herren Dr. Felix, Dr. Valentin Rosen-, seid und Grünfeld. Von den Spielern machen die Resse mit: Eiserchosfer, Fabian, Gold, Grünwald, Guttmann, Häußler, Heß', Neufeld, Pollak, Schmer (statt des kranken Fried), Schwarz, Schvnfeld, Wortmann, Drucker, Wegn-er 1 und 2, Kraus und Voglfänger. In der Abfahrtshalle wird ein Ramn Mr die Hakoah reser-, viert sein. Eine Musikkapelle wird beim Abschied mitwiMn. Tire Bedeutung der Herkoach. Ein Artikel des „New-Aork World". Ueber die Rch'e der Hakocch nach Amevida schreibt der angesehene «New-Aork World", eines dev führenden Blätter der Bereinigten Staaten: Dr. Jgniaz Körner, der Gründer und Präsident des FußballAubs Hrkoah aus Wim, einer Organisation, welche sich seit dem Jahre 1901 der phhssschen Entwicklung des Judentums in Wien widmet, ist hier eingetroffen, um die Spiele der Hakoah hier vorzubereiien. Die Eff, welche die Meisterschaft in Wien ink letzten Jahre gewonnen hat. wird im , April ihr erstes Spiel' i« New-Aork absolvieren, worauf sie in Newark, Philadelphia, Boston, Buffalo, Chicago, Detroit, Pi-ttsburg und St. Louis ihr Könnm zeigen werden. 'Die Hakoah ist eigenartig in der Geschichte der Juden in Europa. In der Ueberzeügung, daß Ae Juden PhWch nicht genügend ausgebildet sind, dafür aber geistig aus der höchsten Stuft stehen, wurde die Haloah gegründet. Die har seit ihrer Gründung bereits Meisterschaften im Fußball, Dchwmrmen, Ringen usw. gewonnen. :? . i i Winter. («, Novelle von I. Z. Uyojchi. (Aus dem Jüdischen von P. Haller.) BeÄeädet war sie mit einem fchwarzeu- Kleid und weißer Seiderchiuse. Unsere Blicke trafen einarcher. Mir schiert es, daß sie schon seit 'langem so dastshe und warte. Auf mich? Vielleicht. Heller Frohmut erfaßte mich glatt und weiß, wie weißer Samt. Streichelten mich so ihre frischen Augen mit den idarüberliegenden leichten, langen Augenbrauen? Ich trat rasch auf sie zu. Aber ihre Mutter Sara stand schon zwischen uns. Mr schien es, daß Sara sagen will: „Herr Krön, nur Ruhe, ich bin dabei." Zwei Hände streckten sich mir entgegen. Ich benahm mich dumm. Ich drückte zuerst Miras Haiw. Sara warf mir und Mira einen scharfen Blick zu. Miras Gesicht überflog ein kleiner schwarzer Schatten. Sie trat ein wenig zur Seite. Mich verdroß es; mein Benehmen war dumm. Sara Mhrte mich durch das Eßzimmer, das voller Menschen war, in den Saal. Der Saal ist groß. Er ist hell beleuchtet. Die Fenster sind mit langen, bis zum Fußboden reichenden Gardinen behängt. Die Sessel sind weich, mit grünem Samt gepolstert. Die vom Saal zum Speisezimmer führende Tür war offen. Iw Saal traf ich Menasche und Bejl« an. Sie saßen MN Tssch, der offenen Saaliür gegenüber, tränen Tee und sichen in das von Menschen volle Speisezimmer. Obenan am Tssch sitzt Buvstin. Er ich gut gelaMt, aber, wie immer, ruhig. Neben ihm sitzt der Raw mit den gütigen, ernsten, klugen Augen und mit dem langen grauen Bart. Feierliche Ptimnmng lag in seinen GssichtSzüge». Nach einer Welle kam Mra in den Saal. Ihre Schultern waren so verschämt. Sie traf auf Menaschr zu. Sprach mit ihm. Bejle sah voll Verdruß aus beide. Dann setzte sich Mira zu Sara. Wandte sich fortwährend zu ihr. Fragte sie vieles. Sprach und rief fortwährend: Mütterchen, Mütterchen. Dieses Wort würgte mich im Haffe. Ich wandte mich zu Besie, sprach Wt chk, Wirg tzWj einen Blick M hinüber. „Mütterchen, sichst du dort im Speisezünmer", wandte sie sich an Sara. Dort im Speisezimmer stand jemand auf einem Seffel. Sprach Burstin an: „Reb Lejb Burftin, Ihr seid weiser als ich, aber ich bin tmnkener als Ihr." Burstin lächelt ruhig. ,Menn Ihr noch eine Weile stchen bleibt, wird der Seffel zusamntenkrachcn. Steigt lieber herunter und nehmt noch eüvas Trinkbares zu Euch." Der Raw erhob seinen grauen Bart und sagte: ,^Jch schlage ein Kompromiß vor. Ich bin ja bei Euch von einigem Anfthen; heruntersteigen sowohl als auch etwas ttiuken." Burstin -lächelte: ,Ftebbe, wenn er trunf-ener ist als ich, har er ein größeres Recht?" „Na, Reib Lejb, wenn der Seffel Jhrrrn gehört, ^ha-ben Sie ein größeres Recht als er?" Ein Helles Gelächter erklang im Speisezimmer. Mira wandte sich zu Sara. „Mütterchen, der Raw ist ein braver und guter Vtenfch, nicht wahr, Mütterchen?" Ich Nicke auf Miras aufgeregtes Gesicht. Mich ärgerte es an diesem Abend, daß sie sich s-orllvährend zur Mutter wandte. Ist sie denn so unselbständig? Inmter wieder Mütterchen, Mütterchen. Nach einer Weile ergoß sich im Speisezimmer ome stille Melodie. Eine sehnsüchtige, gedankenvolle Melodie. Burstin sang ruhig mit. Der Raw versteckte irgendwo in der Hohe seine Augen. Er hielt mit. Menasche stand auf und ging ins Speisezimmer. Beste folgte ihm. Sara Md Mira stellten sich in die offene Saaitüre. Das Singen war zu .Ende. Buchin . erblickte Menache. „Jtomm näher. Trink ein wenig. Schäm' dich -nicht." Auch der Raw wandte sich an ihn: «Statute satz' «LechastM."' Man schuf Platz für Menasche beim Tisch. Menasche sttzie sich. Begann zu trircken, rasch, ein Glas nach dem anderen. ,Ia", sagte nran, „er kann, er kann trinken.". Me nasche begann noch rascher zu trinken. Die hervorquellenden Augen quollen noch stärker hervor. Plötzlich itoeiitte er. Jemand beim Tisch 'sagte: . „Warum weinen Sie? Pfui, Sie können nicht trinken."- Menasche weinte: ,Ich beneide Euch. Die wirtlichen Juden seid Ihr." Der Raw öffnete weit seine Augen. „Nun ja, nun ja", sagte er zu Menasche, ,-kehren Sie zu Gott zurück, zu unserer Thora... Es ist niemals zu spät." Menasche, weinte: ,Ich beneide Euch. Die wirklichen Juden seit Ihr. Was wird aus den Juden...?" . < Burstin lächelte ruhig und sicher: 1 „Du bist ein DmnMkchf. Ob du uns beneidest oder nicht — Juden werden Judorr bleiben... Dessen sei gewiß." .Bejle ging auf Mira zu. Ein krankhaftes Lächeln zeigte sich auf ihren Lippen. Sie sagte: ,Menasche ist sehr interessant, wenn er betrunken ist. Sehen Sie ihn?" Nach einer Weile war das Speisezimmer wieder von einer Melodie ohne Worte übevslutet. Eine stille, wehmütige, in Träumen und Gedaldken eingcwo'bene Melodie. Mira sagte wieder zu Sara: ,Schön, nicht wahr, Mütterchen?" Bald darauf ging ich von Burstin fort. Beim Abschiednchmen^ benahnr ich mich wieder dumm« Ich bin auch dafür bestraft worden. Es »var so: ins Borzmrmer geleitete mich Mira selbst. Ich soll den Mantel ordentlich zu- ■ knöpfen, ftgte sie, denn draußen sst es ft'hr kalt. Ich veräbschiÄiete mich. Sie fragte: „Gefällt es Ihnen, wie sie singen?" Ich antwortete: G ,I-ch glaube, das sst die erste Frage, di« Sie an föfcttt Abend nicht an Ihre Mutter stellen..." Gortsetzung folgt.)

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