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Wiener Morgenzeitung · 1926-04-01 · Heft 2553 (1.4.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2553 (1.4.1926)
Date
1926-04-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Dien, Donnerstüg 1. April 1026 Nr. ML Volkswirt. Mnr ftommisikon zur Förderung -er Industrie in Krez Antel. Zlus Tel-Awiw wird uns berichtet: Laut Beschluß des Waad Leumi wurde eine Kommission zur Förderung uttd EntwiÄung der Industrie in Erez Israel mit dem Sitze in Tel- Awiw eingesetzt. Dieser Kommission werden die moralischen und materiellen Grundlagen einer Instanz gegeben, die sowohl der Regierung als auch anderen Institutionen gegenüber als Vertretung in allen Angelegenheiten der Industrie auszutreten verwag. Zu den ersten Aufgaben dieser Kommission gehört die Ausvrbeitung von konkreten Vorschlägen zur Berbesseruirg der Zoll- und Tarifgesetze, di« Schaffung von Absatzmärkten und die Gründung einer Jndustriebank. In dieser Kommiffion sind durch Delegierte vertreten: Der Waad Leumi (Bürgermeister Diesengoff),die zionistische Leitung, der Verband der Industriellen (die Herren Gold st ein und Dr. Jlwrrin), „Mischar Wetaassijah" (die Herren S. Ja ff« und A. Jawseroff), die Leitung der landwirtschaftlichen Ausstellung und Messe des nahen Orients (Herr I. G o r d o n), ferner Ing. S e i d n e r und Heinrich M a r g u l i e s. Den Vorsitz in der Kommiffion wird Bürgermeister Diefengoff führen, während das Sekretariat von Herrn H. Margulies geleitet wird. Das Bureau der Kommission befindet sich in den Bureaus der „Mischar Wetaassijoh" Tel- Awiw, Rothschildallee. Der Mangel einer solchen Kommiffion hat sich bisher sehr stark fühLar gemacht und alle Fachleute haben diesen Mangel als eine der Ursachen der schlechten wirtschaftlichen Situation bezeichnet. Fabrikanten, die aus dem Ausland nach Erez Israel kamen, um hier Fabriken zu errichten, waren nur in den seltensten Fällen in der Lage, die Schwierigkeiten und Hindernisse zu überwinden. Deshalb erwarten sowohl die jüdischen als auch die Regierungsbehörden von der Tätigkeit dieser Kommiffion ein« Beffettlng der Verhältnisse auf dom Gebiete der Jndustrieförderung und auch einen Ansporn für die Privatinitiative. Neue Industrien in Palästina. Das Handels- und Jndnstriedepartement der Zionistischen Palästinaexekutive fetzt sein« Tätigkeit zur finanziellen Unterstützung neuer Industrien fort. Nach dem letzten Bericht echielten fÄgrnde Unternehmungen Anleihen aus dem Keren-Hajeffod- Fonds: Eine Mühle in Afule; eine Kartonfvbrik, eine kleine Textilfabrik, eine Teppichfabrik, eine kleine Seifenfabrik und ein« Gerberei in Tel-Awiw; eine Fruchtkonservenfabrik in Mozah; eine Ziegelei in Haifa; eine Cakesfabrik und eine Druckerei in Jerusalem. Ae Kaufmannschaft gegen schwindelhafte AnrvertSnse. Eine Abordnung des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft Dhtte bei Stadtnat Richter darüber Beschwerde, daß magistratische Bezirksämter in der letzten Zoit Ausverkaufsbewilligungen gegeben haben, bei welchen die gesetzlichen Voraussetzungen -fehlten. Insbesondere wurde darüber Klage geführt, daß AusverkaufsbewUigungen van magistratischen Bezirksämtern in Fällen erteilt wurden, in denen das Gutachten der wirtschaftlichen Körperschaften einheitlich für die Ablehnung gelautet hatte. Beim Publikum wird durch solche Ausverkäufe, bei welchen oft noch durch AuftnachuiH der Auslagen der Anschein erweckt wird, daß es sich um regellose Verkaufe sämtlicher Lagerbestände handelt, die Meinung erweckt, daß hier die Waren zu besond?rs billigen Preisen zu hüben seien, wahrend es sich in Wirklichkeit um ganz reguläre Preise handelt. Stadtrat Richter nahm die Ausführungen mit Interesse entgegen und stellte die Erfassung einer Dienstanweisung an die mayistvatische» Bezirksämter in Aussicht, wonach dieselben bei Erteilung von Ausverkaufsb.'willigungen sich in Hinkunft streng an die Gutachten der wirtschaftlichen Korporationen zu hülten haben. Festigung der Frimkeuvaluteu. Auf allen internationalen Devisenplätzen wurden von der Baissepartoi DeckungÄause in französischen und belgischen Franken voryenommen. Die Kurse boider Valuten erhöhten sich, wobei die französischen um 1 Pwzent und die belgischen um zirka 3 Prozent stiegen. Gestützt wurde diese Tendenz noch durch die umfangreichen Jnterventionskäufe der Bangue de France. Die Devise Paris erhöhte sich in Zürich von 17/82 auf 18, die Devise Brüffel von 19 auf 19,65. Die Kursänderungen der übrigen Zahlungsmittel waren unbedeutend. ransende jüdische Kleknhöndlrr ka Lemberg am Rande der Abgrund«. Lemberg, 31. März. (I. T. A.) Der Verein der Mischen Kleinhändler in Lemberg hat unter seinen Mitgliedern eine Enquete veranstaltet, um deren wirtschaftliche Lage zu erforschen. Die eingelaufenen Antworten ergeben ein schr trauriges Bild von der Lage der jüdischen Kleinhändlerschicht, die einen sehr großen Teil der Lemberger Judenschaft ausmacht. Mehrere tausend Kleinhändlerfamilien mit mchr als 20.000 Seelen sind dem Verhungern preisgrgeben, da infolge der Wirtschaftsnot und des Steuerdrucks um die Erneuerung der Handelspatente nicht angesucht werden konnte, und die Geschäfte aufgegeben werden mußten. Der Verein der Kleinhändler wich täglich von Hunderten von Familienobrrhäuptern um Hilfe bestürmt, der Verein ist ober nicht in der Lage, auch nur soviel aufzubringen, um seinen wirtschaftlich zusammengebrochenen Miitgtiedern auch nur das trocken« Prot zu sichern. Katastrophal wurde die Lage wogen des Mangels an billigen Krediten. Mt 200 bis 300 Zloty könne man eine Familie wiche? mi die bringen. DK PevvaltWtz des MMächlGxrqM Amsterdam •••••••& Belgrad»»»»«»»,» 13.44&0 Berlin.. . 168.30 Brfleaei 26.4a Budapest . . . . 89.— Buirsrast. 2.9150 London84.3726 Mtilsnd. 28.42 New«Yorfc...... 70876 Paris ...». 24.46 Prsflr .. 20.9350 War* 234 80 12.4860 168.30 26.66 69.30 2.9350 84.4726 28.62 709 26 24 68 21.0160 HUB Lalntenkurfe vom £otle & Stockholm ....... Warschau ....... Zürich ......... Valuten Amerikanische Noten Belgische Noten .... BulRSf. Not. ...... Deutsche Noten .... En el Ische Noten .... Oei<- B.t 960 189 80 87.10 136.10 706.10 138.20 34.30 31. Mrz 1926. Ware 6 1360 190 63 87 60 136.60 710.10 168.80 34.49 PrancOsltche Noten . , Holländische Noten ». Italienische Noten ... Jugoslawische Noten . . Polnische Noten .... Rumänische Noten . . . Russische Noten 'Romen.) Schweizer. Noten . . . Tschecho-slow. Noten . Türkische Pfund-Noten . Ungarische Noten . . & 0*1 e. 24.44 12.41 86.86 20.91 99.02 Ware 24.60 12^47 87.86 21.03 99.42 begründete eine Kooperativban?, die die Aufgabe hat, den notierenden jüdischen Kleinhändlern billige Kredite zu geben. Das Gründungskapital ist jedoch schr klein. Man hofft, daß das Joint Distribution Committee Kredite gewähren wird. Aufhebung des tschechoslowakischen Durchfuhrverbotes für Lieh. Wie uns mitgcteilt wird, ist eine offizielle telegraphische Mitteilung des tschechoslowakischen Landwirtschaftsministeriums eingelang:, nach der für die Dauer des von der Tschechoslotvakei erlassenen Emftchrv.'vbotes für tschechoslowakisch« Schweine die Durchfuhr nach O e st e r r e i ch zu den üblichen Bedingungen zu gelassen wird. Aus der Meldung ist nicht ersichtlich, ob die Tschechoslowakei auch für ihren Bereich das Einfuhrverbot aufhebt. Hiedurch erscheint die Möglichkeit einer G.fährdung der Approvisionierung des Wiener Schweinemarktes behoben und es tritt wieder der normale Zustand ein. Auflösung der Alpenländischen Bereinsbank-A.-G. In der gestrigen außerordentlichen Generalversammlung der Alpenländischen Beroinsbank-A.-G. wurde vom Verwaltungsrat für die bevorstehenden Ausgleichsverhandlungen folgender Bericht erstattet: Eine IWpro'entige Zahlung der nicht bevorrechteten Forderungen ab 1. Juli 1927, c>ine frühere Auszahlung für Gläubige unter 1000 Schilling und die Garantie der Agrarbank fiir die Erfüllung der Ausgloichsverpflichtungen. Nach oer Annahme des Ausgleiches wird die Alpenländische Bervinsbank aufgelöst. Für den Fall einer Fusionierung mit b.r Agrarbank werden 25 Aktien der Alpenländischen Bereinsbank gegen eine M>ie der Agrarbank getauscht. Nettogewicht auf Teepackungen. Die Wiener Kammer für Handel, Gewerbe und Industrie macht aufmerksam, das; mit 1. April d. I. die Verordnung des HanidelsminWuiums vom 16. September 1925 über die Angabe des Nettogewichtes auf Teepackungen in Kraft tritt. Demgemäß darf Tee in den für Verbraucher bestimmten Aufmachungen nur so feilgchalten, vorkauft oder sonst in V.'rkehr gebracht iverden, daß auf der Packung in hervortretender Aut und unter ausdrücklicher Beisetzung des ungekürzten Wortes „Netto" das Reingewicht in Gramm (g), Dekagramm (dkg) oder Kilogramm (kg) angebracht ist. Das Unterlasten dieser Bezeichnung wird mit Geldstrafen bis zu 500 Schilling oder mit Arrest bis zu drei Monaten, eventuell mit borden geahndet. Außerdem wird auf zwangsweise Anbringung der fehlenden Bezeichnung oder, wenn dies nicht mehr möglich ist, auf Perftrll der betreffenden Waren erkannt. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über die Firma Bas u. Bar na, 1. Bez., Bauernmarkt 9; über Karl Lukdolak, Tischlermeister, 16. Bez., Odoakrgasse 11; über Moritz Wolf, LandcsProduktenhäMer, über Emil S t i e d e r, Wafferleitungsinstallateur, 16. Bez., Lerchenseldergüviel 17; über Rosa Ehrlich, Kafeehausbesitzevin, 4. Bez., Waaggaffe 17; über Samuel und Sara Warum, 12. Bez. Arndtsträße 88; üb.'r HÄda W o l f, Pfaidleraeschäst, 3. Bez., Petrusgasse 1, und über Marie Thimler, Kleidermacherin, 9. Bez., Heoragasse 2. Für die Wiedereinführung des Zwangsausgleiches in Jugoslawien. Bei einer Konferenz der Vereinigung der Kaufleute und Industriellen in Subotica wurde die Frage der Wiedereinführung des Zwangsausgleiches außerhalb des Konkurses besprochen. Die Konferenz faßte einstimmig den Beschluß, daß die Gläubiger- Vereine in der Woiwodina und Kroatien eine gemeinsame Aktion für die Wiedereinführung des Zwangsausgleiches einleiten sollen. Inkrafttreten der Zollerhöhungen in Rumänien. Die Expositur des österreichischen Handelsmuseums in Cernauti meldet, daß der echte Teil des neuen Zollrariijes am 25. d. in Kraft getreten sei. Es handelt sich um i-.'ne Positionen des Zolltavifes. die sich ans den erhöhten Schutz der Metallwaren und der Textilwaren beziehen. Die dom Einfuhrverbot untevliegenderr Waren wurden ebenfalls einer Revision unterzogen. Folgende Artikel sichen auf der Derbotsliste: Lebende Blumen, Explosivstoffe, lebende Fische, Zoitungsmakulaturpapier, alte Zeitungen, gefärbter Pfeffer, Kaffee, Material zum Goldschmieden, Speisen und Getränke, die für die Gesundheit schädlich sind, Kriegswaffen und deren Bcstandteile, Wildfleisch während der Schonzeit, ausländische Wertpapiere, die an den rumänischen Börsen nicht notiert werden, Luxusartikel, Schmuck, kosmetische Artikel. Bildhaueroiwerke aus cblnt Metall, allerlei Seidenstoffe. Ferner sind beschränkt: Tabak, Zigarettcnpapier, Zündhölzchen, Spielkarten, Meer- und Steinsalz, Margarine, Fleisch, geschlacht.'tes Geflügel, Kaviar. Krebse und Lebensmittel, die leicht dem Bederben ausgesetzt sind. Ausländische Kapitalien für die polnische Naphthaindustrie. Da im Auslande entsprechende Kapitalien nicht vorhanden sind, und die Bohrtätiakeit mit Nücksich: auf das Versiegen einiger Naphthaquellen belebt weiven muß, sicht sich die polnische Naphtyaiudustrie genötigt, Auslandskapital aufzune>hmen. Die Anlage eines jeden neuen Schachtes erfordert ein Jnvesiitionskapital m der Hohe von 2 Millionen Dollar. Das größte Interesse für die Polnische Boihrindustvie ^igen die Wiener Kapitalisten. Mit ihnen find auch die polnischen Industriellen in Verbindung getreten. Um den Zufluß des ausländischen Kapitals zu erleichtern, trachtet das Polnische Napbthatartell, di« Herabsetzung der Steuern und eimger sozialer Abgaven zu erreichen. Wiener ProSuNtenbörse. Die feilere Haltung der amerikanischen Mä kte verhallen der hiesigen Börse zu eurem lebhafteren Verkehr. Weizen und Roggen laaen behauvtet. Mats hat sich bedeutend gefestigt, während bessere Gerstensorten stärker gesucht waren. ES notierten inklusive der Warenumsatzsteuer ** Zoll pro 100 Kilogramm: Weizen: Inländischer 40.50 bis 41.—. Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 44.— bis 46.50, Ungarischer 42.— bis 45.—, Jugoslawischer 76 Kilogramm bis — Jugoslawischer 77/78 Kilogramm bis —. Ro g ge« r Inländischer Marchselder 26.75 bis 27.25, Bester Bode« 25.50 bis 25.75. Gerste: Brauware inländische SO.— bis 83.—, böhmische mährische bis —. M a i S : Ingo» ilawtscher 19.75 bis 20 7b. L i n q u a n t i n neu 80.— bis 8t— Hafer: Inländischer 27.75 bis 28.75. ReiS: Italienischer 78.— -iS 80.—, Burma 62.— bis 68.—. Mablprodnkt«: Grieß inländischer 80.- bis 81.- Weizenmehl « inländisches 76.— bis 78.—, Kochmehl 2 inländische- 66.50 hi- 68.50 mähi inländische» 4L— hi» 47.—. Wiener Ho lg markt. Bel sehr schlechtem Besuch wurde lfast kein Geschäft abgeichiossen. Die Tendenz ist dnrchwegS l u sto s. Die 'Aachfrage für das Ausland führte zu keinerlei Abschlüffen, da die Anbote sehr niedrig gehalten sind. Etwa» fester lagen nur weiche Scheiter. ES notiertenr Nadelholz- Schnittmaterial, Fichte undTanne. Kistenware, 13 Millimeter, 8 bis 17 Zentimeter, 3 bis 6 Meter 59 — S., Kisten wäre. 20 Millimeter, 10 bis 17 Zentimeter, 3 bis 6 Meter 57.— S. B r e n n h o l z. Pro Waggon zu zehn Tonnen. Weiche Schalter, trocken 470 S. Buchenschetter, trocken, I« 350 S. Wiener Börse. Effekten abgeschwächt, Renten fest. Die Ziusfußherabsetzung der Oesterreichischen Nationalbank blieb ohne Einfluß auf den gestrigen Verkehr. Am Effektenmarkt waren die Umsätze äußerst gering, die nahenden Feiertage und Glattstellungen druckten die Tendenz. Lebhafter wurden nur die Renten gehandelt, welche nach ruhigem Beginn in vieler Hinsicht hauffeartige Kurssteigerungen aufzuweisen hatten. Diese Steigerungen sind auf umfangreiche Auslandskäusc aus Berlin zurückzuführen. Trotz der wiederholten Dementis über eine bevorstehende Valorisation wurden von einem hiesigen Bankhause Käufe für die Schweiz und Italien getätigt. Bevorzugt waren Goldrenten. In der Kulisse und im Schranken war die Tendenz geschäftslos. Die meisten Effekten waren rückgängig. In der Kulisse erinäßigten >ich österr. Kredit um 1000 K., Staatsbahn um 5900 st., Lombarden um 4400 ft., Juli-Süd um 5000 K.. Krupp um 1900 K., Trifailer um 12.000 K.. Timber um 8900 K. und Semperit um 3500;c. Dagegen erhöhten sich Zivno um 14.500 K., Rima um 3400 K. und Siemens um 1200 K Im Schranken gewannen Brüxer Kohle 140.000 K., Nordbahu 150.500 K., Sche'demandl 65 000 K. und Htrtenberger 100.000 K. Dagegen verloren u. a. Perlmoofer 30.000 K., Apollo 15.000 K., Waggonleih 14.000 K. Auf dem Anlagemarkt herrschte lebhafte Bewegung. Goldrente erhöhte sich um 10.000 K., 4'/,prozentige Schatzanweisungen um 11.000 St., die Papierrenten um 300 bis 700 SL Aurlöudische Börsen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".- Berlin, 31. März. Der heutige Verkehr eröffnete in sehr freundlicher Stimmung. Die Aussichten auf beffere Dividenden der einzelnen Industrien festigten die Tendenz. Die Börse schloß f e st mit Kursgewinnen bis zu fünf Prozent. Es notierten! Türteniose 20.50 Süd. Lombarden neue —.—, Oesterreichiiche Staatsbahn 22.50. Darinstädter Bant 138.—, Deutsche Bank 136 76 Dresdner Bank 119.87 Oesterreichische Kredit' 7.25, Oesterreichische Länderbant —.—. Reichsbank 144.50, Wiener Bankverein 6.25 Unionbant 6.50, Daimler Motoren 57.—. Dynamit Nobel 91.62, Felten & Guilleaume 125.50 Prag, 31. März. Bei äußerst reservierter Haltung nahm der Verkehr einen nicht einheitlichen Verlauf. Es überwogen die Kursabbröckelungen. ES notierten 6"/,tge österreichische. Slaatsmtleihe 83.— , ZivuostenSka 377.—. Anglobank 64.50. Mercurbant 37.—, Oesterreichische Kredit 57.25, Wiener Unionbani 48.—, Wiener Bankverein 50.25, FerdinandS-Nordbahn 3480.— Böhmische Zuckerinduftrie 915.—, Schoeller 2250.—, Restomitzer Zuckerdrdustrie —. Vereinigte Elektrizität Wien 147.50, Aussig Chemische 663.—, Weltbräu Pillen —Königshofer Zement 1536.— BrÜnner Maschinen 399.—. Simmeringer 96.60, Rot-Kosteletzer Textil 349.—, Cosmanos 415.—. Alaine Montan 120.—. Berg und Hütten 2010.— Poldthütte 489.—. Prager Eisen 812.— Skoda 720.— Budapest, 31. März. Nach ruhigem Beginne gingen zahlreiche Papiere weiter zurück. Lebhafter wurden nur Magnesit und Waffen werte nm gesetzt. Es notierten: Britisch-Ungarische Bank 28.—, Ungarische Kredit 263.— , Oesterreichische Kredit 119.—, Wiener Bankverein 105.—, Kommerzialbank 783.—.. Gran-SzaSzvarer —, Oberungarische Berg und Hütten 294.—, Magnesit 876.— Ungarische Allg. Kohlen 3035.—. Salgo Kohlen 422 — Urikany Kohlen 1145.—, Ungarische Hosherr 111.—, Rimamurany 95.—, Staatsbahn 390.—, Ungarische Zucker 1345.—, Oesterreichische Gas —.—. Sie Sehifentutfe. Ofttiaft» 31. März. (Devisenkurse von 12 Uhr.) Berlin 128.65 (123.65). Holland 208.13»/* r208.18*/*), Stew-Aott 619.25 (519.25), London 25.24-/. (25.257*;, 'Bari« 18.— (17.82), Mailand 20.89 <20.88'/,), Brüffel 1955 (19.-), Kovenhagen 186.— (135.90), Stockholm 139.35 l 139.32'/,), Oslo 111.60 '110.90/. Madrid 73.17'/, (73.17'/,). Buenos Aires 205.60 '206.—). Prao 15.88»/,'(15.38'/,). Budapest 0.007273*/* (0.007278*/,) Bukarest 2.14 (2.16), Belgrad 9.13'/, (9.14;, Sofia 3.74 3.74). Warschau Wien 73.25 (73,26^) tut 100 Schilling. Pen«, 31. März. (Devisenknrse.) Berlin 803.75 (808.75- Zürich 650.75 (650.50-, Part» 117.05 (115.6750), London 164.0250 (163.95), Nelv-'/1ork 38.70 (83.70), Belgrad 59.5250 (59.50). Bukarest 13.90 (18.80). Wien 477.75 bis 480.75 (477.75) für 100 Schilling, Warschau 418.- (420.—), Budapest 4.7125 (4.7125/, Jugoslawische 59.20 (59.20;, Oesterrnchtsche gestempelte Krone 476.— (476.—). Polnische 41850/ (418.60. Ungarische 4.70 (4.7025). Belgrad, 31. März. (Devisenkurse.) London 276.55, PartS 198.- New-Vork 56.82. Genf 1094.75, Mailand 22840. Prag 168.55. Berlin 1854 -, Wien. 802.-, Bukarest 23.50, Sofia , Budapest 0.079760, Brüffel Amsterdam Warschau B«0apest, 31. März. (Devisenkurse — Eigenbericht.) Berlin 16.985. Amsterdam 28.600, Kopenhagen 18.695, Stockholm 19.195. New-York 71.370 London 346.900, Paris 2462. Brüffel 2681 Prag 2112.50, Belgrad 1254-,Bukarest 291. Warschau 6650. Wien 1(1004, Sofia 500.—. Mailand 3668, Zürich 13.740.— Warschau. 3t März. (Devisen.) Belgien 29.78 bis 29:92, Berlin —bis —Holland 316.80 bis 318.80, London 88.42 bis 88.60, New-Aort 788 — bis 792.— Paris 27.43 bis 27.57. Schweiz 152.19 bis 152.96, Budapest --- bis —— Prag 28.40 bis 28.52. Wie» 111.46 bis 112.- fftr 100 Schilling, Italien 31.82 bis 81.98. Stockholm —— US Bnürmt —— M* . **&>»>*+***?#>

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