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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-30 · Heft 2551 (30.3.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2551 (30.3.1926)
Date
1926-03-30
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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S^^^i-««»ÄWWWMW!S.S i-wm »** f Polen 35 gj cmyl Wien: Zum Abholen Inder Expedition, 1L Taborstr. 1-3, oder in einer Verschleisstelle (Trafik) monatl. 5 Schilling $trassenverkaut in Wien dyrch die Kolporteure de, Firma Ool dschmied, l„ Wollzeile 11 Mit postversand für Wien una Oesterreich monatlich 5 Schilling - T sch echo-Slowakei MvN. K 22. Jugoslawien Mon.Vin.60. Polen: Mon. 5Zloty« Deutschland: lVIon. om. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 naehMhlanttn bei Pr«l> erhflbnniten Vorbehalten Rk. 2551 England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei. BulgarieniMon.IOOLewr. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration; Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38, 43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 ü{., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg« Steinmann) Oesterreichlsches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Wien. Dienstag. 55. Mr» 192« 8. ZaHrgang omemettung Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. f k I.■■ i..'W. 'If.IW ... JgS g SCHKÄ ii3ie Marke des eleganten Herrn Ml., Kaiserstrasse 123 IX., Alserstrasse 6 Tokaier UeinhanM und Weinstube gegründet 1890 L. Grofj, II., PraterztrsHe 13 Offeriert für HDD beste Qualitäten Weine und Sliwowitz zu billigsten Preisen Reform der Bodensteuer in Palästina. (Eigendienstder-,Diener Morgenzeitung".) Jerusalem, 29. März. Die Palästinareg'lemng hat eine Kommission eingesetzt mit der Aufgabe, einneuesGrundsteuergesetz auszuarbeiten, das an Stelle der veralteten iZchentsteuer treten soll. Vorsitzender der Kommission ist Mr. Johnson, Vizeschatzmeister der Palästinäregierung. Dis Frühjahrsmesse in Lel-Awiw. Die Eröffnung durch Lord Plumer. Tel-Awiw, 29. März. (I. T. A.) Der britische Oberkommissär für Palästina, Feldmarschall Lord Plumer, eröffnete am 24. d. die palästinensische Frühjahrsmesse in Tel- Awiw. In seiner Ansprache führte der Oberkommissär aus: Die Frühjahrsmesse bedeutet gegenüber der im vergangenen Herbst abgehaltenen Messe einen schönen Fortschritt. Die Ausstellung erscheint ^bedeutend ertveitert und im Arrangemmt verbessert. Sie gibt ein übersichtliches Bild über den Fortschritt der palästinensischen Industrie und der gesamten Produktion des Landes. Es sei zu wünschen, daß die Ausstellung zu einer ständigen Erscheinung des palästinensischen Mens werde. Die Messe wird der Stadt Tel-Awiw eine große Anziehungskraft verleihen. Int Namett der Stadt Tel-Awiw hielt der stellvertretende Bürgermeister Blu m e nseld-Bloch eine Absprache an Lord Plumer und gab dem Wunsche Ausdruck, daß die Regierung der Entwicklung der Industrie Palästinas größere Unterstützung als bisher angedeihen lasse. Hierauf sprachen Herr Ehafan im Namen der amerikanischen B'nai B'rikh Zion und der Jndea Insurance Company, der Direktor der Messe Joschua G o r d o n und der Bürgermeister von Jaffa A s s a nt Said. Der letztere sagte, die Messe von Tel-Awiw dielte der industriellen Entwicklung des ganzen Landes. Der Direktor der Messe, Joschua G o r d o n, äußerte sich gegenüber dem Vertreter der palästinensischen Telegraphenagentur, daß Palästina der aussichtsreichste Warenumschlag- Platz für den Handelsverkehr zwischen Ost und West sei. Sogar die Publizistisch und auch sonst nicht genug vorbereitete Herbstmesse wurde von nicht weniger als 60.000 Personen besucht und hals zur Anknüpfung zahlreicher wichtiger Handelsbeziehungen. Dü Negierung, insbesondere der Gouverneur des Süddistrikts, Sir Nonäld Storrs, unterstützt die Messe sehr, die als eine ständige Einrichtung sich als ein bester Mittler zwischen dem europäischen Exporteur und dem Käufer in Palästina und dem mittleren Osten erweisen wird. - Briand in die Minderheit gedrängt. Sine Kammerabstimmung gegen die Kolonialpolltit der Regierung. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung/0 Paris, 29. März. (Havas.) Bei Verhandlung des Budgetprovisoriums für den Monat April in der Kammer betonte Kriegsminister P a i n l e v e ibezüglich der Kredite für Marokko und Syrien, daß sie von 70 und 37 Millionen im Februar auf 49 und 23 Millionen für den April gesunken seien. Ein Waffenstillstand sei in Marokko morgen möglich und der Friede in einigen Tagen. Der Friede hänge nur von den Rifleuten ab, wenn sie ihn wollen. Ministerpräsident Briand hob seinen lebhaften Friedenswunsch hervor. Die Versuche zu Verhandlungen seien aber stets mit nichtqualifizierten Leuten erfolgt, die einen unann e h m b a r e n W a f f e n st i l l st a n d vorschlugen. Frankreich und Spanten seien zu aufrichtigen und loyalen Friedensverhandlungen bereit. Frankreich hege keine Eroverungsabsichten und beabsichtige keineswegs einen Angriff auf die Autonomie der Rifleute. Wenn diese .einen Waffenstillstand an der ganzen Front Vorschlägen, werden wir sie anhören, wie wir bereit sind, über einen dauerhaften Frieden zu verhandeln. Frankreich wird sein Mandat in Syrien (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Riga, 29. März. Die hiesige Presse beschäftigt sich lebhaft mit dem Plan des Sowjetgesandten Tschern i ch, den er letzthin seinem Außenkommissartat über die zukünftige Politik Sowjetrußlands gegenüber den baltischen Staaten unterbreitet hat. Tschernich erklärt, es liege im Interesse Sowjetruhlands, die Bestrebungen zur Vereinigung der baltischen Staaten zu bekämpfen. Sowjetrußland müsse die baltischen Staaten entzweien und keine engere Verbindung zwischen den einzelnen Staaten zulassen. Sowjetrußland möge jede Gelegenheit benützen, um einen Keil hineinzutreiben und' zwischen den einzelnen Staaten Zwistigkeiten hervorzurufen. Vor allem muß eine engere Verbindung zwischen Litauen und Lettland verhindert werden. Die baltische Politik Sowjetrußlands wäre daher von einer zentralen Stelle aus zu führen. Es liege aber im Interesse Sowjetrußlands, die baltischen Staaten wirtschaftlich an Rußland zu knüpfen« Eine solche Vereinigung würde Polens Hegemonie schwächen. Ferner hätte Sowjetrnßland, da Polens Interessen mit denen Rmäniens eng verbunden sind, in engere Beziehungen zu Italien zu treten, um auf diese Weise die Position der kleinen Entente zu schwächen. - Nach Mitteilungen der hiesigen Presse soll das Außenkommissariat diese Richtlinien akzeptiert und Tschernich zum rangältesten Sowjetgesandten in den baltischen Staaten ernannt haben, um die von ihm vorgeschlagene Politik durchzusühren. Ebenso wurden dem Sowjetvertreter in Rout die entsprechettden Weisungen für die Anknüpfung von Verhandlungen mit' Italien erteilt. Der Kampf um Peking. London, 29. März. (Tel.-Komp.) Wie aus Pskiug gemeldet wird, wurde die Stadt fo« den Truppen des Warschaus F e n g, die sie schon geräumt hatten, neuerlich besetzt. Die Eisenbahnverbindung mit Tientsin ist auch weiterhin unterbrochen. trotz aller Widerstände fort führen und dort an der Wiederherstellung des Friedens arbeiten. Drei von vier Stämmen haben die französischen Vorschläge angenommen. Wir haben die Drusen verständigt, daß wir bereit wären, auf der Basis einer weitgehenden Autonomie zu verhandeln an dem Tage, wo' sie daraus verzichten werden, französische Soldaten zu morden. Briand schloß mit den Worten: „Wir werden weder Syrien noch Marokko verlassen, sonst würden sie mit Brand und Blut bedeckt werden. Die Regierung wird ihre Pflicht nicht versäumen." Bei der Abstimmung über das Budgetzwölftel für den Monat April nahm die Kammer trotz des Einspruches der Regierung mit 268 gegen 265 Stimmen einen Abänderungsantrag des sozialistischen Deputierten Baron an, durch den der Kredit für Syrien um eine Million herabgesetzt wird. Die Regierung hatte n ichi die Vertrauensfrage gestellt. Das Bndg etprovif orium selbst wuvbe mtt 420 gegen. 131 Stimmen genehmiigt, . Pallavirini wird ausgeWert. Er soll zur ZeugrnmtAswge nunmehr gegiwungen werden. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 29. März. In der heutigen Sitzung der Nationalversarnmlung kritisierte Abg. Dr. Vazsonyi die Regierung, die P'allav icini bloß als Zeugen einvernehmen lassen will, da er als Zeuge die Pflicht habe, ausgusagen, aber kein Recht, anzuklagen. Die Regierung müßte Pallavieini wegen seiner Angriffe auf den Ministerpräsidenten als Angeklagten vor Gericht stellen, well Pallavieini nur als Angeklagter dieiselben Rechte hätte wie die klagende Instanz. Die Methode, Pallavieini bloß zur Zeugenschaft zu zwingen, sei abnorm, ebenso abnorm wie der Kniffe daß die Staatsanwaltschaft den Landespolizeichef Nadosfy nur wegen Mithilfe an den Frankenfälfchungen anklagt. Damit werde das Schweigen des Landespolizeichefs erkauft. Die Angeklagten schweigen, weil sie Vertrauen in die Regierung setzen und mit einer milden Bestrafung rechnen. Bei der Abstimmung über die Jmnmnitätsaiffäre des Abg. Pallavieini nahm die Mehrheit des Hauses dm Antrag an, daß die Immunität Pallavieinis aufgehoben werden soll, um den Ähörden eine Handhabe zu bieten, Pallavieini zur Zeugenaussage zu zwingen. Auch die Immunität des ra ssen schütz! er ifchen Abgeordneten Georg H i r, der Volt den Behörden wegen B e runtreuung, Unterschlagung und Betruges verfolgt wird, wird aufgehoben. Zadraveez bleibt frei. Die Königliche Tafel verhandelte heute den Re! urs der Staalsantvaltschast gegen den Beischluß des Anklagesenats, womit das Strafverfahren gegen FelMschof Z a d r avecz, Dr. Ferdinandy und Dr. Heder singest e l l t wird. Der Rekurs wurde a b g e w i e s e n. Damit ist das Strafverfahren gegen die drei Angeklagten rechtskräftig eingestellt. _ eine neue Mosfenfive? Paris, 29. März. (Tel.-Komp.) Nach einer Meldung auS Fes stcht ein Angriff der Rifkabylen unmittelbar bevor. Unter den Riftruppen ntacht sich eine ungewöhnliche Aktivität bemerkbar. Verstärkungen und Munitionszüge sind hinter der käbylischen Front eingrtroffen. PT Besonders billiger tu Oster-Verkauf In stoffen, Seide, Waschwaren etc. im Warenheus mwm II., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-71 En gros En detail

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