Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2549 (28.3.1926)
- Date
- 1926-03-28
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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m* u Men. SönMg mtrnt MskWmMmch Nr. 2540 Sr. Körners Amerikaberlchte. Der österreichische, tschechische und polnisch« Vertreter im Empfangskomitee. Wie aus einem gestern bei der Hakoah eingetroftenen Telegramm Dr. Körners hervor^ht, verlaufen die Vorbereitungen der Hakoah-Spiele in Amerika program m äß i g. Es ist auch bereits das Spiel in St. Louis gesichert. (Von uns bereits gemeldet. Die Red.) Im Empfangskomitee für Hakoah werden außer dem österreichischen Generalkonsul auch der tschechische und polnische Vertreter figurieren. Dr. Körner ist mit dem Fortschritt seiner Arbeiten vollauf befriedigt. Drucker bei Hakoah. Leo Drucker, der tüchtige Zenterhalf des F. A. C., der bekanntlich aus der Hakoah-Jugendmannschaft hervorgegangen ist, wurde gestern von den Floridsdorfern dem jüdischen Verein freigegeben. Er wird erst ab morgen der Hakoah angehören, da er heute noch im Meisterschaftsspiel seines Vereines gegen Rudolfshügel mitwirkt. Drucker wird zum erstenmal. Montag den 5. April im Rahmen der Osterspieke gegen Rapid antreten. Ae Meisterschaft. Anrateure—Sportklub 1:0 (0:0). Ein Elfmeter bringt die Entscheidung! Sportklub-Platz. 10.000 Zuschauer. Schiedsrichter Braun. Amateure: Lohrmann; Tandler, Blicenez; Schneider, Briza, Geyer; Cutti, Wieser, Sindelar, Konrad, Hierländer. Sportklub: Edi; Beer. Lowak; Wiedermann, Mika, Lang; Bauer, Pammer, Höß, Pillwein, Strnad. Die vielen Tausende Zuschauer, die gestern nach . Dörnbach pilgerten, kehrten enttäuscht zurück. Man hat einen, schönen Kampf erwartet und mußte sich mit einer zumeist planlosen Kickerei zufrieden geben. Die Dornbacher leisteten dem führenden Verein hartnäckigen Widerstand und nur der glückliche Elfmeter brachte den Amateuren Sieg und 'Punkte. Der gefürchtete Angriff der St. Veiter konnte sich auf dem schmalen Platze nicht entfalten und die violetten Stürmer überboten sich in Schußunfähigkeit. C u t t i wurde wenig beschäftigt, aber die Bälle, die er bekam, nützte er nicht wie sonst aus. Wieser wurde gut gedeckt und konnte seine gefürchteten Schüsse kaum anbringen. Sindelar gab einen guten Angriffslenker ab. Konrad beschäftigte sich mehr mit dem Schieosrichter als mit dem Kampf. Die Deckung war der beste Mannnschaftsteil. Schwächer als sonst war die Verteidigung, während Lohrmann mit gewohnter Ruhe arbeitete. D'e Unterlegenen spielten mit grenzenloser Aufopferung. Sehr gut war das Verteidigungstrio. In der Halfreche gefiel der junge Lang. Die Sportklub-Stürmer kämpften gut —, aber nur bis zum gegnerischen Strafraum. Einige günstige Torchancen wurden kläglich vergeben. Der Schiedsrichter Braun, der das zeitweise scharf gefichrte Treffen einwandfrei leitete, ließ sich von den Spielern beider Parteien sehr viel gefallen. Insbesondere Konrad ließ sich keine Gelegenheit entgehen, um beim Schiedsrichter nrit lauter Stimme zu protestieren, was Braun aber nachsichtig duldete. Die ersten Angriffe unternimmt Sportklub. Eine gut angelegte Aktion endet mit einem Fehlschuß Pammers. In der 10. 'Minute verläßt Tandler nach einem Zusammenstoß, auf einige, Minuten das Spielfeld. Beide Mannschaften unternehmen Angriffe, jedoch ohne Ersalg. In der 40. Minute I scheidet Beer infolge einer Verletzung aus, wirkt aber in der « Winter. NoöeVe von I. Z. UnojW. (Aus dem JMschen von P. Haller.) I. Einige Tage nach SuKoch. Den ganzen Morgen bereitet sich Gottes Welt zu etwas Neuem vor. Ein kalter Wind bringt eine neue Botschaft. Die Eide schrumpft, trocknet ein wie ein altes, abgelebtes 'Gesicht. Das ganze Städtchen Rena sieht so kalt aus, alltäglich und verloren. So, als wenn es von jemand traurig Abschied' genommen hätte, auf lange Zeit. Zehn Jahre lang war ich vom Städtchen fort und bin in der weiten Weilt umhergewandert. Bor zehn Jahren haben hier meine Eltern gewohnt, in Rena. Ich war dann in die weite Welt gegangen mit meinem jungen zwanzigjährigen Gemüt, mit frischem Gesicht und fröhlicher Stirn. Der Mutter verweintes Gesicht, als sie von mir Abschied nahm, sehe ich jetzt noch. Einen ganzen Morgen lang stand es vor mir. Gegen Abend fiel der erste Schnee. Ein frischer, kalter, weißer Schnee. Ich zog mich wintermäßig an. Verließ mein Zimmer. Die Frische des Frostes und des Schnees schlug mir entgegen. Auf Gottes Welt ist Winter heräbgesliegen. Ein klarer, weißer Winter. Auf der einen Seite des Städtchens, dem Walde zu, hängen Wolken. Wenig feierlich und unwirsch. Sie sind mit dem Walde dort im Konflikt. Beide sind ernst, entschlossen und böse und verstehen einander. Auf der entgegengesetzten Seite ist der Himmel rein. Es ist ein -bestirnter, kalter und reiner Winterhrmmel. In weiße Stille eingefroren ist alles ringsum. Die Häuser des Städtchens sind unter ihren schneebedeckten Dächern niedriger, kleiner und stummer grworden. Winzige Schneeflocken, spate, wirbeln vereinsamt m der weitzdunklen Luft. Aus Schloten steigt Rauch zum kalten Himmel. Sicherlich steht dort wo in einem Zimmer beim Ösen eine anständige brave Hausfrau und bereitet Gewürz zum Tee fiir die bald 'herannahenden langen Winternächte. Dort beim Brunnen stehen zwei »Menschen, wie Schatten schwarz. Der Brumieuibalkeq knarrt winterlich. Jemand ttänkt ein Pferd. Ich trete zmn Brunnen. Ich erkenne CHajim den Fuhrmann. Ich kenne ihn noch, von früher hex. Auch heute zu zweiten Svielhälfte mit. Gleich nach Seitenloechsel muß auch Mika aus einige Minuten ausscheiden. Bis zur 27. Minute steht das Match noch immer 0:0. In dieser Zeit stÜHt Edi bei einer Abwehr zu Boden, der vor ihm stehende Verteidiger Lowak kommt auch zu Fall und berührt de» Ball mit den Händen. Der Schieosrichter diktiert trotz energischen Protests der Sportklub-Leute einen Elfmeterstoß und Hrerländer vollzieht glatt die Exekution. Die letzten Minuten gehören den Violetten. Einige verzweifelte Angriffe der Dornbacher enden bei Lohrmann. International schlug gestern Gersthof 4:0 (0:0). Iie heutigen Spiele. Hakoa-h—Vienna. Heute um halb 3 Uhr aus der hohen Wart«. Die jüdische Mannschaft muß vor ihrer Amerrkareife im Eilzugsrempo schwere Wettspiele erlchigen, was begreiflicherweise ihre gleichmäßige Form sehr beeinflußt. Verletzungen und Erkrank ringen machen cs der Sektionsleitung der Hakoah bei dem verhältnismäßig geringen Spielermaterial an wirklich erstklassigen Leuten schwer, immer eine fi-re Mannschaft auf die Beine zu bringen. Immerhin hat das schwungvolle Spiel gegen Rapid vom vorigen Sonnttg bewiesen, daß das von Kampfgeist gettagene Können der jüdischen Spieler ousreicht, um Klassefußball vorzuführen. Heute steht Hakoah wieder vor einer sehr schweren Aufgabe. Gegen Vienna haben die Blau-Weißen immer schver anzukämpsin gehabt und das Glück war selten auf ihrer Sette. Die Döblinger find eine Manfchaft großer Talente und befähigt, Außerordentliches zu leisten Sie haben in ihrem soliden Backpaar Kveifellos ein U ebergewicht vor der Hakoah. Ein Vergleich der beiderseitigen Läuferreihen müßte, wenn die Hakoahner in Form find, zugunsten der jüdischen Mannschaft ausfallen. Der Angriff Viennas der außer den vier hervorragenden Technikern durch die noch immer ansehnliche Stoßkraft Uridrls getragen wird, ist gefährlich, wenn er nicht auf genügende Gegenwirkung flöß:. Werden Gold und Scheuer nicht zu Beginn überrumpelt — besonders der letziere findet sich immer erst im Laufe des Spieles zurecht —, dann sollten sie bei genügender Unterstützung durch die eigene Halvesreihe im Verein mir Fabian in der Lage sein, Viennas Stürmer zu halten, bis sich der Angriff der Hakoah durchsetzen kann. In der Stürmerreihe der Hakoah wird sich heute wieder Häusler zeigen. Hoffentlich hat er feine Schwächeperiode bereits übevwunden. Wenn er seiner Aufgabe, Neufeld entsprechend zu beschäftigen und den Ball auch nach links zu Schönfeld und zu Mortmann zu dirigieren, geschickt nachkommt, müßten sich für die Hakoahner Treferchancen herausarbeiten lassen. Wenn die Mau-Weißen mit Aufopferung spielen, sollten sie wenigstens einen Punkt gewinnen können. Die Mannschaften spielen m folgender Aufstellung: Hakoah: Fabian; Scheuer,,Gold; Heß, Guttmann, Pollak; Neufeld, Häusler, Schönfelb, Wortmann, Schwarz. Vienna: Maresch; Reiner oder Graf, Blum; Kaller, Hoffmaun. Ludwig; Bulla, Uridil, Gschweidl, Szikloszy, Fischer. Schiedsrichter ist Herr P l h a k. Sparta (Prag)—W A. <5. Hohe Warte, viertel 5 Uhr. Daß dir Tschechen noch immer stark genug sind, haben sie. am Tonnerslag in Budapest durch einen Sieg üder eine kombinierte Elf der Vereine F. T. C. und U. T C. bewiesen. Sie werden heute mit dem Ehrgeiz in Wien antreten, die gegen, Oesterreich erlittene Schlappe ihrer repräsentativen Mannschaft, für die Sparta die Mittag habe ich ihn gefehen. Er ist mit einem großen schwarzen Pelz umhüllt. Sein schwarzes, haariges Gesicht, in den Petz versteckt, sicht jetzt so dunkel und haarig aus. „Guten Abend", begrüßt er mich. „Gut Jahr." „Der Winter ist da", sagt er. ,/So früh." „3fa", stimme ich M. Er treibt das Pferd vom Brunnen fort. Er nimmt die eingefrorenen Eimer in die Hand und geht mit dem Pferd über die Gasse. Ich stehe allein auf der Gasse. Ich erinnere mich: wenn ein Mensch sich mit dem ersten Schnee wäscht, wird er weiß. Ich fülle beide Hände mit Schnee. Ich wasche die Hände und das Gesicht und gehe zurück in mein Zimmer. Bei mir im Zimmer ist es noch finster. Es sind erst wenige Tage, daß ich hieher gekommen bin. Ich habe eine Wohnung mit drei Zimmern gemietet. Ich habe eine Jüdin, eine Nachbarin, die für niich kochen soll, meine Wohnung beheizen, aufrämuen und Licht machen soll, -bestellt. Heute hat sie sich verspätet. Ich stehe im Dunkeln, wische mein Gesicht, meine Hände und Mcke durchs Fenster in die weiße Nacht. Die Tür öffnet sich. Es ist wer hineingeikommen. Die Frau ist es. „Guten Abend." „Gut Jahr", antworte ich, „gut Jahr euch, Chana." „Wie, »vas sagen Sie?" wendet sie sich zu mir. „Es ist ja schon Winter." ,Aa" sage ich. „So früh, so früh schon." ,/Ja", stimme ich überein. Ich gehe wieder auf die Gasse hinaus. Einige Juden gehen rasch vorüber, in sich geduckt. Wahrische'müch vom Bekh Hamidrasch, vom Abendgebet. Sie verschwinden rasch in den Häusern. Nur einer von ihnen bleibt auf der Gasse. Schwarist er, wie ein Schatten. Einsam geht er durch das weiße, kalte Städtchen, weit hinaus bis ans Ende, und verschwindet dort. Ich gehe in der Gasse auf und ab. Der Lichtschein ans den Fenstern Mt da uiti> dort auf die breite, tveiße Gasse und Vergolder den weißen Schnee. Nchen einigen Häulsern stehen schwarMattige Bäume und neben ihnen auf hM 28. März 1926 meisten Spieler .gestellt hat, wettzumachen. Eine Bercinsmaniisthasi ist bekann'lich immer stärker als ihr Grundstock in einem Team. Außerdem wirken heute ndboit K a 6 a auch ötc tschechischen Standardläufcr Kolenaty und Czerveny mit. Den Angriff verstärk: der im tschechischen Team schmerzlich vermißte Hainy. Der W. A. E., der in internationalen Begegnungen meistens besser abschneidet als in heimischen Treffen, kalt» kaum so berühmte Nomen ins Feld stellen. Der Vctera r Schlosser ist -gewiß den besten Gegnern ebenbürtig Das Können oor übrigen lsingt vielfach von der Tagesiorm ab. Im Angriff der Pratermaimschaft ivirb auf dem rechten Flügel der vorzügliche Spieler des B. A. C. Koche ss er debütieren. Sollte Kvzelny rechtzeitig eintrefseu, dann ha: der W. A. C. zweifellos einen starken Angriff. Aber auch ohne den EMiartauer wird der W. A. C. alles daransetzen, ehrenvoll aibzuschneiben, was ihm auch zweifellos gelingen wiro. Es werden folgende Mannschaften antreten: Sparta: Hochmann; Hojer, Perner; Kolenaty, Kada, Czerveny; Sedlaezek, Hainy, Mislik, Dworaczek, Hörest. W. A. C.: Fried!; Becher, Heikcniväldcr; Schneider, Bilek, Braun; Kochesser, Haiti, Dürschmidt oder Kozeluh. Schlosser, Huber. Schiedsrichter ist Herr Braun. Weitere Meisterschaftsspiele: Rudoifshügrl-F. A.C. (F.A. C.- Platz), A d m i r a—W a ck e r (Meidling). Mn hoher Sieg Simmevings in PttvM. Paris, 27. März. Im heutigen Spiele Simmerrng-s gegen Red Star gewannen die Wiener 7:0. Die Warschauer Meisterschaft. Makkabi-Orkan 3:5. . Donnerstag den 23. d fand das Meisterschaftsspiel Mak» kab i gegen Orkan statt. Die jüdische Mannschaft liefere einen sehr schonen Kampf, mußte jedoch infolge eines kurzen Schtvächrzustandes ihrer Verteidigung nach bcr. Pause drei Tore hintereinander in Kauf rühmen. Bis dahnr führte Mallabi 3:2; zur Halbzeit stand das Match 2 :2. Orkan hatte zweimal dir Führung erlangt. Das Endresuallt von 5 :3 für Orkan ergab sich zun; großen Teil auch infolge der Unsicherheit des Ersatztormanns. ■" Vorher schlug Makkabi 2 Orkan 2 3:0. Cambridge schlägt Oxford. Mit sechs Längen Vorsprung. London, 27. März. (Wolfs.) In der Ruderregatta der Universitäten Cambrrdge und Oxford siegle Cambridge überlegen mit sechs Längen Vorsprung. Die offizielle Zeit' betrug 19 Min. 29 Sek. — In der Mannschaft der Sieger befinden sich, wie berichtet, einige Jirden. Der Arierparagraph. Unter dem Titel „Die Herkunft, des sogenannterr Arier« Paragraphen" schreibt die „Dötz": Die Entstehung und erstmalige Anwendung des heute von allen dentschbewußten Verbänden eingeführten Arierparagraphen ist vielfach unbekannt. Diese Satzungsbestimmung wurde zuerst durch Franz Kießling im Jahre 1887 tm Ersten Wiener Turnverein eingeführt, nachdem bereits ein Jahr zuvor bei Durchführung des hellenischen Fünfkampfes nur Stammesdeutsche zugelaffen worden waren. Im Jahre 1888 nahm der Niederösterreicbische Turngan das arische Grundgesetz an und wurde daraufhin aus der Deutschen Turnerschaft ausgeschlossen. Der dann 1889 entstehende Deutsche Turnerbund wurde sofort auf arischer Grundlage gebildet. Er war der erste größere Verband, der bewußt das Stammesdeutschtum vom staatsbürgerlichen Begriff schied. Vom Deutschen Turnerbund (1889) ausgehend, übernahmen später politische und unpolitische Verbände den Arierparagraphen. Aus den Vereinen. Bar Kochba. (Damen-Handballfektion.) Heule um 10 Uhr vormittag Training auf dem Altona-10-Platze. Die Fußballstktion spielt um 10 Uhr vormittags auf dem Helfort-Platze. Die Spieler und Ordner haben längstens um halb 10 Uhr auf dem Platze zu sein. (Lirrien 49, 50, 10 bis Kandlerstraße 48.) Meisterschaft gegen Amateure 11. Schnee stieren ihre schwarzen Schatten ein. Ich Mcke in irgend ein Fenster. Eine alte Jüdin sitzt -beim Tisch und bessert einen alten Pelz aus. Wintermäßig leuchtet die Lampe am Tisch. Jemand sagt mir ,Mten Abend". Ich sehe ihn .scharf an. Ich erkenne ihn nicht. Ich antwortete: „Gut Jcch»^ Der Unbekannte blei'bt stehen. „Ah, ah, dir nichts, mir nichts Winter geworden." : „Ja", sage ich. ,ßo früh, so früh schon." ,^a", stimme ich zu. Der Untzekannte geht fort. Ich spaziere rmch .Hanse. Chana, eine Frau in mittleren Jahren, mit Zeichen der Bitternis auf dem Gesicht, sitzt am Ofen. Im Ofen -brennt es. Chana'ist Nachdenklich. DeM sie an Erlebtes? Ihr Gesicht ist so ernst. Sie sieht mich u-nd wird ein tvenig unsicher. „Guten Abend, Krön, guten Ab^nd", sagt sie mir. Sie 'hat vergessen, -daß wir uns heute abends schon begrüßt halben- „Gut Jahr", antworte ich. ,M, schon wirklicher Winter." „Winter. So früh." Ich wärme mich ein »venig urrd gehe wieder auf die Gasse. Man muß zum Städtchen hirmns, de icke ich. Wohür? Zum Wald? Der WaW und die Wollen dort sind so -böse. Ich gehe zur anderen Seite des Städtchens. Ich verlasse das Städtchen. Ich stehe mitten am Felde. Ich stehe unter kaltem, 'bestirntem, klarem Winterhimmel uni> auf weißer Erde. Hinter mir ein kleines jüdWes Städtchen. Ringsunr ist alles kalt, weiß, klar unb still. Was erzählt eine solche Nacht deiner Seele? Nachtgeheimnisse? Nein... Der Schnee hat sie Mischen Himmel -und Erde vertrieben. Nur kalt, klar und evnst erzählt er dir: Weiß bin ich und kalt, kält und weiß. Mensch, du-willst wissen, werich bin und »vas ich bin? Setz' dich 'hieher, hier mitten aufs Feld, setze dich. Ich werde dich mit Schnee übevschütten. Mt kaltem, mit weitem, mit klarem Schnee. Einen schönen weißerr Berg werde Ich um dir aufrichten. Auf dir, auf deinen: Kopf, auf deinern Herzen. ZU meinen weißen Armen wirst du einschlafen, du wirft erneu weißen, weißen Traum träumen. Menisch, willst du? — IG 'bin tzM, ich vin weiß... 'Fortsetzung folgt:)