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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-27 · Heft 2548 (27.3.1926) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2548 (27.3.1926)
Date
1926-03-27
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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IWtWW IWorfltWiWThHta_87. Mrz Tgäg Nr Seuiftti* not Solatenlarfe vom 26. MSrz 1926. Oeld War* Oe' Vor» Dttfttg . Oeid War* Oei Var» Prantflslscht Noten . . L. Selo Amsterdam « . S. 963.40 284 SO Sota.. s. 6.-9 6 13 24.92 BMlIfl ....... 12*4976 Stockholm . 189 70 10rt.3 DollSndlsehe Note» . . 168 86 wanetao ....... 88.36 88 88 itaNentecitk oten * . . 28 fl ßffltKI ....... . . 28.37 28.48 Zonen 136 27 186.77 iBRosiawische Noten . . Polnische Noten .... RumSnteehe Noten . . . 12.4360 BttdipMt i BuWamt . . 89 10 . . 2.60 89 40 2 92 Valuten SS. — Loadon <•*<•.» . . 3« 4126 84.6126 AmarlkantatfM Noten 706.60 710.60 <ues>eche Noten Roman») Mailand ...... 28 686 Belgiern Noten Schweltet. Noten . . . New.York. . . » « » . . /07 36 7l9 86 Buiäar. Not. ..•••• Tschecho-stow. Noten . 20.92 . . 24.69 24 79 Deutsche Noten .... 168.28 168.88 TBrktschc Pfund*Noten . Prag .... . > . . 20.96 <6 21.0326 Eneltecfee Noten .... —. - Uneatisciie Noten 99.06 Se?ke 8 Men. DmWy 15 bis 18 Millionen Pengö festsetzen. Zwischen diese» beiden Gesellschaften sind vor kurzem. Verhandlungen über eine Fusion cingeleitet worden. Beide Unternchmungen gehören der Gruppe der Ungarischen allgemeinen Kreditbank an. so Latz die Verwirklichung einer Fusion keinen ernsten Schwierigkeiten begegnen dürfte. Sollte die Regierung die in Aussig gestellte Gesetzvorlage über die Steuerbegünstigungen bei Fusionen in Bälde herausbringen, so rechnet man nicht nur mit der oben erwähnten Fusion, sondern auch mit Fusionen anderer bedeutender Jndustrieunternchmungen. Die flaue Haltung der Westdevism. Auf den internationalen Devffenplähen bröckelten die Westdevffen gestern weiter ab. In Zürich senkte sich die Devise Paris von 18,13 auf 1841. Die Devise Brussel von 20,90 auf 20,875. Leicht rückgängig waren auch das enAische Pfund und der Dollar. Oslo konnte seinen letzten Verlust wieder wettmachen und erhöhte sich von 110,80 auf 111,40. Bemerkenswert war die matte Haltung des Leu. Sie wird darauf zurückgoführt, daß der Export aus Rumänien twtz der herabgesetzten Ausfuhrzölle ganz darniederliegt. Bukarest wurde gegen Zürich mit 243 bis 244 bewertet. Die Haltung des Zloty ist weiter schwach behauptet. Für den Dollar wirb 7I6 bis 8,06 Zloty bezahlt. Die Kursänderungen der übryen Devisen waren unbedeutend. Der Verkehr an der Men« Produktenbörse in der nächsten Woche. Am 2. April entfällt der Börsenverkehr an der Wiener PrlÄuktenbörse. Am 3. April findet der regelmäßige Bvrsenvenkchr statt. Schlechte Aussichten für die österreichische Holzindustrie. Die Konsumkraft des Inlandes ist, wie der Internationale Holzmartt" schreibt, auf ein Minimum reduziert und viele holzverarbeitende Industrien sehen demzufolge einer fchr schlechten Periode entgegen. Die Exportmöglichkeiten sind, man könnte ebensogut sagen, gut wie schlecht. Es herrscht nämlich im Ausland, vor allem in Italien, für unsere Ware verhältnismäßig großes Interesse, nur sind die Preise derart niedrig, daß bei der Höhe der augenblicklichen Produktionskosten eine nur einigermaßen rentable Exporttätigkeit vollkommen ausgeschlossen ist. Die RunidholZpreis: — sie bewegen sich augenblicklich waggonverladen um zirka 34 bis 38 Schilling pro Festmeter — schließen einen nutzbringenden Verschnitt so gut wie völlig aus. um so mehr, da der Ansall an Exportware bei unseren Rundhölzern nicht allzu groß ist. Der Garnhandel gegen die Zollerhöhungen. Eine gestern unter dem Vorsitze des Präsidenten Robert Jgler stattgesundene Plenarversammlung des Verbandes der Garnhändler und Kommissionäre ncchm in energischer Weise gegen das vom Nationalrate eben angenommene Zollermächtigunasgeijetz Stellung. Durch dieses Gesetz sei aus dem Gebiete der Zoulpollitll das SWem des Absolutismus wieder eingesührt, das es der Regierung evmöglicht,' die Wünsche der interessierten Kreise zum Nachteile der Kaufmannschaft zu berücksichtigen und Zölle im Berordmmgswege zu erhöhen. Wenn man sich^ vor Augen halte, daß beim Import von Garnen jeder Art die Zölle schr hoch seien, so könne man sich die Gefahr ausmalen, welche unter der Herrschaft dieses Gesetzes die Zollbestrebungen der Industrie für die ganze Wirtschaft mit sich bringen. Um so mchr, als die einzige in Oesterreich existierenide Kunslseidengarnsabrik den Ansprüchen der verarbeitenden Industrien quantitativ und qualitativ absolut nicht genügt und der Garngroßharwel ausschließlich aus den Import von Kunstseidengarnen aus dem Auslände angewiesen ist. Ab h Juli obligatorische ZchMnarechmmg. Die Geischaststvelt. konnte bisher in Kronen oder Schillingen rechnen — nach ihrem Belieben. Demnächst wird eine Bewrdwma echcheinen, dahingehend daß vom 1. Juli an B-uchsühvung und FÄtuvi-erung nur in. Schilling geführt werden dürfen. Gläubiger und Glaubigeraktwnare der LombardmW Eskomptebank. Da die Frist zur Geltendmachung bei Gericht in Kürze Maust, fordert der Verband der Sparer und Meinrentner Oesterreichs seine Mitglieder neuerlich aus, ihre Ansprüche gegen die Lombard- und Eskouyrtebaick behufs Währung ihrer Rechte im Korckursoeichchren raschest anzumeld-n. D'e Anmeldungen find an das Sekretariat Hofburg, Schlwe'tzertrakt 2/7, zu richten. Trenderl. «5, t Eine Erzählung von Leopold Kompert. „Ja," rief Mndel mit unaussprechlicher Innigkeit» indem sie seine Hand ergrifft „ja ich dank dir, daß kein Unglück dir zngestoßeu ist; denn jetzt weiß ich, mit dir wird Gott auf allen Tritten und Schritten sein und wird dich bewahren, und du bist e-n braves jüdisches Kind. Ich aber Hab' mich an Gott versündigt, denn ich HL' mein Herz zu besorgt gemacht und habe nicht genug Vertrauen zu ihm gehabt. Mein Manu hat heut' früh gesagt: „Sollt' das eine Sürwe sein, wenn man Gottes Haus vor einem UnKück beprahren will?" Mich hat dis eigentlich getröstet und hat mich aufrecht erhalten. Hämmre du nur jetzt zu, ich werde dir gerne zuhoren, wenn es mich auch nicht schlafen laßt. Dir sieht man's an, eine gute jüdische Mutter hat dich geboren. Recht hast du gehabt, daß du dich nicht hast verleiten lassen, zurüchutreten von deinem Hnrdwetk; nicht sagen kann ich's, wie recht du gehabt Haft und wie unrecht ich, daß ich dich habe verleiten wollen. Es ist mir die Blindheit von den Augen gefallen." Trenlderl wußte nicht, was mit chm vorging. Seine Blicke suchten in der Sticke verlegen forschend umher, auf wem sie am längsten haften sollten. Seitwärts in einem Winkel stand Taube und weinte still 6or sich hin. * Gmanuel hatte das Geständnis des Schlossers langst erraten, noch ehe dieser eines Tages gekommen war, um ihn um sein Fürwort bei den Eltern seines Mädchens zu bitten. Zwischen uns beiden ist alles richtig und cchgemacht. Ich bleib ein Schlosser, und mein* Taube wird eine Schlossermeisterin. Die hat mir's sekbst gesagt, sie will gar . keinen andern, und wenn ich mein ledern Schurzfell mnhab' und in Hemdärmeln am Amboß stehe und da arbeite, so bin ich ihr lieber wie alle jungen Leut' in der Gasse. Biel Geld brauch' ich nicht, ugd wenn Mir Zerr SMem BmnheiK Die Behinderung der Reklame in den Bmcktsländern. Das Land Salzburg vlant ein Gesetz gegen die Reklame in offener Landschaft. Wie der Verband der Hanbelsgremicn und Handelsgenosienfchaften ht Salzburg dem Schutzverbande der Retlametreibenden mitteilt, ha: dre Salzburger Landesregierung den Wirtz'chastskörverschaften einen Gesetzentwurf zur Stellungnahme vorgeleat, welcher das Arckringen von jeder Art Anküiwigungen zu RMameKvecken außerhalb der geschlossenen Ortschaften von einer Bewilligung der politischen BezirksbchörÄe abhängig mach^ Diese hat in zwenelhasten Fällen das Landesdeukmalcnnt auzuhören. In dem Gesetze ist ivgar auch vorgesehen, daß bereits angebrachte Ankündigungen entfernt werden nrüssen Den GipfÄpunkt wirtschaftlichen Unverständnisses bildet aber die Bsstimmung, daß dem Larrdesderrkmolomte Sie Bermunq gegen die Ertellung der Anbringungsbewilligung und die Ablehnung einer von ihm beantragten Entfernungsversügung zustcht. Auf 'diese Weise könnte man ein sich durch Monate hinzrchendes „Verfahren m Angelegenhei-t der Anbringung einer Suppeniwürxreklametasel" erleben. Welche Freude für St. Dureaukratius. Der Schutzverband hat sich seAswerständlich sofort an die Salzburger Landesregierung mit einem energischen Proteste gegen diele wirtschastsfemdliche Gesetzesvorlage gewendet und sowohl den Hauptver'band der österreichischen Industrie und den Markenartckewerbanb ersucht, ihn in seinen diesbezüglichen Schritten zu unterstützen. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über Benjamin J s ko witsch, Kaufmann, 7. Bez^ Zollergasse 13, und über Jvses Stechauner, HolzwarenerMger, 10. Bez., Hosherrgaffe 16. Mangels Deckung der Kosten wurde der über die Firma Wilhelm Buck u. Co.. 1. Bez.. Dorotheergasse 17, eröffnet- Konkurs aufgehoben. — Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über die Firma Gebrüder Rona, 2. Bez., Praterstraße 48, über die Paradresbettenfabrik Steiner A. G.. Wien, K. Bez., Mollardgasse 28, über die S p a ru n d K r e d i t k a s s a „W i e n", reg. G. m. b. H., 2. Bez., Obere Tonaustraße 19, über die Firma Klara Türkisch, 20. Bez., Greiseneckergasse 22, und über Jenny Wulkan, Private, 13. Beg., Wattmanngasse 29. Luxus- und Gebrauchssilber auf der Frankfurter Mesie. Anläßlich der vom 11. bis 14. April stattsindenden Frankfurter Frühiahrsmesse wird die aus dem Gebiete der Srlberwarmsabrimtion aller Arten führende Hanauer Industrie mit etwa dreißig firmen am Markte erscheinen, damit einen klaren Beweis chrer uversicht und ihres Bejahungswillens zur Behauptung des Marktes gebend. Im Hause Werkbund ist der Hanauer Industrie Gelegenheit geboten, alle Erzeugnisse messemäßig zum Verlaus zu stellen. Die einzelnen Firmen haben mustergültig vollkommene Arrangements ihrer Produktion zusammengestellt, so^daß ein klarer Ueberblick gegeben wird, der in interessanter W.'isc das ganze Gebiet der Fabrikation umfaßt, vom einsaMten bis zum wertvollsten Genre, sowohl in Luxuswie in reiner Gebrauchsware und Juwelen. Alkoholmouopol m der Türkei. Die türkische Kammer nahm .oinen Gesetzentwurf an, der die Herstellung, die Einfuhr und den Verkauf von Alkohol und alkoholhaltigen Getränken im allgemeinen an ein Staatsmonovol bindet. Die Herstellung und Ausfuhr'von Weinen «dagegen ist mit Genehmigung der Monopolverwaltung fr-'igegeben. Die Momwolverwaltung bestimmt, ich die bestehenden Brennereien und Destillierbetriebe ihren Betrieb ganz oder teilweise sortführen dürfen oder ob solche Fabriken vom Staate angÄaust werden sollen. Türkisches Petrolenmmonopol. Nach einer Meldung aus A n g o r a hat die türkische Kammer jetzt ein Gesetz beschlossen, das der Regierung das Recht auf Nachforschungen nach Vorkommen von Petroleum, Bitumen und ihren natürlichen Derivaten sowie auf ihre Ausbeutung verleiht. Die Regierung wird dieses Recht entweder selbst oder auf Grund von Abkommen Mit Privaten oder Gesellschaften ausüben. Die früher ertev.'ten Konzessionen werden aufgehoben, falls ihre Inhaber nicht drei Bohrungen innerhalb Kveier Icchre vornehmen. Wiener Pserdemarkt. Der gestrige Auftrieb betrug 203 Gebrauchs-, 120 Schlächteroferde und aus der Sontumazabteilung gar keines geben will, so bin ich's auch zufrieden. Aber meine Taübe muß er mir gelben." Es fiel dem Doktor nicht schüver, das Jawort der Eltern zu erwirken. Schalem hatte schon längst sein Gefallen an dem ,/schönen Jungen", und die meckere Mindel tat gern, wozu ihr das eigene Herz und das Wort des viel teuren Doktors anrieten. Ms es ant heurigen „Whcklentoed" des Ostevfches hich: der Schlosser mch Scholen: Branldois Tochter seien Braut und Bräutigam geworden, ging ein ungeheures Erstaunen durch die ganze Gasse. Man begriff das Unerhörte dieser Tat nicht. Hirsch Maser, das „gescheit Jubel", schüttelte den Kopf und, schrumpfte vor lauter Achselzucken fast zu einer Katze mit gekrümmtem Rücken und grnnsuBelnden Augen zusammen. , ,ßo soll ich leben und sterben/' sagte er, „ich kenn' mich in der Welt nicht mehr aus. RÄb Schalem Brandeis gibt einem armen Handwerker, gibt Trendevl Schlosier seine Tochter? Entwe>)er ich bin nicht gescheit oder die Welt ist etwas ganz anberes geworden. Ich versteh' mich und sie nicht mehr." Spät in der Nacht, als Emanuel von dem Berlvbwgsfesie der beiden Glücklichgewordenen zurückgekehrt, drängte ihn sein Herz zu einigen Bemerkungen, die er dem Papier artvertrauen mußte. Lesen wir, was der Doktor um diese Stunde fühlte und dachte: ,Seit neu« Jahren zum ersten Male habe ich heute die Empfindung wie damals, Äs mir meine Mutter, wenn ich zu Bette mußte, den Abendsegen vorsagte und ich Wort für Wort nachredete. Ich möchte heute beten, so voll ist mir das Herz." „Glaube mir, Klara! was ein Menschercherz an Reue und bittern Stunden durchzuleidtzn fähig ist, das habe ich im Laufe dieser neun Jahre durchgerungen und gesstten. Was ist ccher all dieses Märtyrertum eine; Seele Mm das« was ' 2848 Win ss.os 28.07 12.4960 SS — szio4 90.46 ill Pferde. Bei ruhigem Verke »r not'erten Äitschpferde 600.— bis 1200.— S., leiste Zugpferde 400.— bis 1200.— S. und schwere Zugpferde 600.- bis 1400.— S., Cchlächterware. prima Qualität —.80 bis -.95 mindere Qualität —.55 bis —.75 S. und für die Wurstberettung —.36 bis —.50 S. pro Kilogramm Lebendgewicht. Wiener ProSustten bSrje. Die amerikanischen Märkte zeigten einen ruhten Ve rlauf. D'e Stimmung in Wien war etwas freundlicher, doch waren die Umsätze weiter aering. Weizen und Roggen tvurden 'ehr wenig umgesetzt, während Hafer leicht anzog. Es notierten inklusive ver Warenumsatzstener ox Zoll pro 10V Kilogramm t We »zenr Inländischer 40.— bis 40.50, Ungarischer Theiß 79/80 Kilogramm 40.— b's 45.50. Ungarischer 41.— bis 44.— Jugoslawischer 76 Kilogramm —bis — jugoslawischer 77/78 Kilogramm —.— bis—.—. Roggen: Inländischer Marchfelder 26 75 bis 27.25, Bester Boden 25.25 bis 25.75. G e r st e Brauware inländische 30.— bis 33.-. böhmische mährische —.— bis —. Mat 8: Ingo- 'lawischer 19.60 bis 20 50. C i n q u a n t i n neu 30.— bis 31.— Hafer: Jnlandi'cher 37.75 bis 28.75. Reis: Italienischer 78.— bis 80.-' Burma 62.— bis 63.—. Mablprodukte: Grieß inländischer 80.— bis 81— Weizenmehl 0 inländisches 76.50 bis 77.—, Kochmehl 2 inlandstcheS 66.— bis 68.— Brotmehl inländisches 42.— bis 47.— Wiener Warenbörse. Das gestrige Geschäft war sehr ruh'g. Kaffee und Zucker blieben behauptet, während Reis sich leicht veiflaute. Jnlan ddschweinefette waren gesucht. Leinöl konnte sich le cht erhöhen, während der Chemikaltenmarkt fast gar ke n Geschäft aufzuweisen hatte. Es notierten r K o l o n r a ltvaren Kaffee: ^lew-Aorker Dollar 17.65, Santos Brime' 605.—. Tee: Becco Java, Orange 1160.— Gewürze: Paprika, edelsüß 630.—, Pfeffer Singaporv 'chwarz 680.—, Kümmel, neu. holl. 130.—. Reis: Burma 64.50, Italienischer 79.—. Zucker: Raffinade-Kristall 197.50 tschech. K., Würfel fin Kisten) 216.— tschech. K. Leguar 1925 —. Pflaumen. bo8n., in Kisten. 70/75 130.—, Kranzfeigen, Calamata 130.—, Barimandeln. superior 680.—. Chemikalien: Aetzkali, 88/93 114.—. Aetznatron. 128/130 Solvay 65.—. Alaun,' in Stücken 35.—. Ameisensäure, 86°/0 150.—, Borax, krist. 108.—. Chlorkalk, 110/115 31—, Chromnatron 130.—, Eisenvittiol 14.—, Essigsäure, 80«»/,, für Genußzwecke 240.— Wiener Börse. GeschästAos. Der gestrige Derkchr eröffnet? in ruhiger Haltung. Eitriges Interesse zeigte sich weiter für den Bankenmarkt, wo'fast durchwegs kleine Kurssteigerungen zu verzeichnen waren. LekHaft wurden auch Lombarden umgesetzt, weiche anfangs beträchtliche Kursgewinne erzielten. Doch verflante sich später dieses Papier und schloß mit einem Kursabschlag von 750 K. Der Gasamtmarkt litt infolge der Glattstellungen zu Wochenschluß. Der Rentenmarkt erüffnete ziemlich ruhig. Erst im weiteren Verlaufe des Verkehrs brachten Deckungen der Kontermine und AüslMdsaufträge einzelnen Rentengattungen beträchtliche Kursgewinne. Im Schranken war die Tendenz nicht ei-icheitlich. Biele Effekten zeigten überhaupt keine Notierungen. Der Schluß war nicht gleichmäßig. In der-Kulisse erhöhten sich unter anderem Oesterr. Kredit um 3500 K., Goldrente um 4250 K.. Bynmereiu um 1750 K., Jult-Süd um 4000 K.. Trtfai'er um 3500 K und Felten um 4500 K. Daoegen verloren Rima 3500 K., Kruvv 4500 K. und Coburg 23.(.00 K. Im Schranken gewannen Ung. allg. Kohle 20000 St, Brigl 70.000 K., Ju'e 10.000 K.. Nordbahn 30.000 K., Wienerberger Ziegel 20.000 K.. NeininghauS 33.000 K. und Liesinger 18.000 K. Niedriger waren Färbereien um 15.000 K>, Jute um 10.000 K, Fünfkirchen-Barczer um 4Ü 000 K., Perlmooser um 35 000 K. und Sckeidemandl um 30.000 A. Auf dem Aulagemarkt waren die Renten und einzelne Prioritäten fester. Von den Exoten notierten Mraznica 39 500 und Tepege 2300 bis 2500. -ich jetzt hinter mir habe? Wohl weiß ich, daß der Riß, den meine Rückkehr zur Familie durch unsere Seelen schnitt, ein ewiger ist — und doch steht es heute klarer als je vor meinen Augen, da eine unsichtbare Hand das tödliche Instrument geführt hat." „Die neue Gosetzgebuug unseres Vaterlandes fargt für jedes Rädchen im Staate; sie ordnet und regelt die große Maschine, aber sie hat wie ein Dchatldner, der Tausend von Gläubigern zu befriedigen hat, gerade diejenigen vergessen, die durch ihn unsäglich elend geworden sind. . „Die neue Gesetzgebung unseres Vaterlandes, die den Boden frei gemacht, die mein VoÄ auf den Acker und in den Gemeindevevband, in d^s freie Haus und in die freie Kirche gevufen hat . . . für uns hat sie noch keine Zelle finden gekonnt, nicht das armseligste, kleinste Wort!" ,^!aß dich nicht vergällen Herz! durch den 'bittern Riedevschlag dieser Gedanken. Du bist ja haute zufriedengestellt. Hat nicht der Schlosser sein Tagwerk redlich und zu' deiner Beschämung vollbracht?" ,/Sein Meister hat einst zu ihm ans dem St. Stephans türme gesagt: „Ju^de, fürchtest du dich?" mch das Wort ist mächtig in ihm geworden und hat rhu vor Verrat mch Treu- >bmch gelwahrt.. ." „Fürchte nichts mein Volk! und tu ab die Furcht. Nur so wirst du frei werden! Der Schlosser ist es bereits . . „Werfe ich einen Rückblick zurück auf die neun Jahre meines Leids, so sch' ich doch, ich habe gewonnen. Ich bin ja doch aus meinem Volke herausgewachsen, und »rein Abfall wäre doch Verrat gewesen! Ich habe es erst jetzt mit aller Klarheit ersehen." einigen Stunden wird 8er Schlosser wieder am Amboß und bei der Esse stützen uno der noch schlafenden Welt in kräftigen Hammerschlägen sein Erwachen kund geben." „Hämmere so fort. Schlosser! Jeder Schlag auf den Amboß bricht ein Glied von der Sklavenkette deines Volkes aib und Singt als WiMommgruß der neuen Zeit entlort!«

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