Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2548 (27.3.1926)
- Date
- 1926-03-27
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Aatzraaaa Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mttteilnngen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. SCHREIBER - M AZZOTH sind seit Jahrzehnten (gegründet 1859) als die feinsten, dünnsten Mazzoth bekannt Hauptniederlage kür Engros- und Detailverkauf: N. Schreiber-Kohn Wien, 2. Bezirk, Hammer-Purgstait-aasse 1 Telephon 44-9-66 (nächst Salztorbrücke) BOHEME-BAR am Zoo, Berlin, Hardenoergstr Nr.27 Direktion: N. v Benedito Treffpunkt der Frcmdenwet Berit ns S-Uhr-Tee - Sonpv prh fix bxqalilfe Kttchc Kapelle: Scala-Song-Bond, Milano, ferner der Wiener Humorist Charite Woebei 1117 Palöstina. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Jerusalem, 26. Mürz. In den nächsten Tagen erscheint die Verordnung über die jüdischen Gemeinden, die die folgenden Grundsätze ausspricht: 1. Den jüdischen Gemeinden gehören sämtliche jüdischen Einwohner männlichen und weiblichen Geschlechtes, die das 18. Lebensjahr überschritten haben, an. Ausgeschlossen sind nur jene Personen, die freiwillig auf ihre Zugehörigkeit zur jüdischen Gemeinde verzichten. 2. Die exekutiven Organe -er Gemeinde sinh: Die Assesath Haniwcharim, der Waad Leumi, her Rochbinatsrat, die Ortsausschüsse der Gemeinden und Rabbinäte..! 3. Die A s s e s a t h H a n i w ch a r i m wird alle drei Jahre gewählt und tagt einmal im Jahre. Sie hat das Recht, Steuern für die Erhaltung der Gemeinden auszuschreiben. Ferner wird ihr das Recht zugestandeu, die jüdische Statistik im Lande zu kontrollieren. Alljährlich wählt die Session den Waad Leumi. 4. 30 wahlberechtigte Personen können bereits eine Ortsgemeinde bilden. In einer Ortschaft oder Stadt kann nur eine jüdische Gemeinde bestehen. Wenn eine Gruppe, die nicht weniger als 30 Personen zahlt, das Bestrebe» hat, innerhalb der Gemeinde als Minorität anerkannt zu werden, kann sie den auf sie entfallenden aliquoten T e i l d e r S t e u e r n für ihre religiösen Äedürfnisse in Anspruch nehmen. Ruß'and stellt die Pogromproreffe ein. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Riga, 26. März. Nach hier oingelangten Mitteilungen hat die Sowjetregierung die sofortige Enstellung aller in Schwebt befindlichen Pogromprozesse verfügt. Sie hat dies angeblich cku-s Vorstellungen jüdischer Persönlichkeiten getan, die der Regierung erklärten, die russische Jubenschast wolle das traurige Kapitel der Pogrome vergessen. Herabsetzung der Miliillrdiea»reit in Belgien. Brüssel, 20. März. (Tol.-Komp.) Die Arnleekommission der Stammet hat die Entführung der z e h n m o « a t t g e n D i e n st 11 i t beschlossen. In der Debatle wurde be» tont, daß etz sich dabei nur um eine UebergaugSmaßn a h m e zur s e ch s m onatlgen Dienstzei t handle. Der Wiener italienische Gesandte wird Generalielretär Mussolinis. Rom, 26. März. (Stefani.) Die „Tribuna" meldet: Mmisterpräfideni M u f i o l t n i hat das R ü ck t r t t t s g e 1 u ch deS Senators C o n t a r i n i als Genvralsslretär des Ministeriums des Aeußern angenommen, «ach em Contarini wiederholt darauf bestanden batte, da er der Ruhe bedürfe Der gegeuwaitige italienische Gesandte in Wien, Bordonar o, wird Nachfolger ContariniS werden. Srantteichs Krise. Ae SarlEe» drohe» mit der Ldvosttioa. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeituug.") PuiS, 26. Marz. Fn der heutigen Ätzung des Finanzausschusses der Kammer erklärte der Finanzminister Peret, daß von all den erörterten Systemen nur eine übrigens durchaus zeitweilige Erhöhung der Geschäftsmnsatzsteuer sofortige monatliche Einnahmen liefern werde. Der Minister lehnte eine Einbeziehung, der Loucheur- Steuern in die Budgeteinnahmen a>b und ebenso den Vorschlag auf eine lOprozentige Erhöhung sämtlicher be stehenden Steuern. Wiewohl er weiterhin geneigt sei, Einrichtungen zu akzeptieren, die gleiche Einnahmen liefern könnten, erklärte er, auf -er Annahme seiner Vorschläge zu behavrm, in der Erwägung, daß es unmöglich sei, eine bessere Veranlagung der. Staq,tsein fünfte ausfindig zu machen. « Ae Wirre» i» W»a. Peking, 26. März.. (Reuter.) Vierzigt aysrnd Mann, der nationalen Truoven wartenm der Umgeb ung von P e k i n g auf Befehle, während unter den' Fübrern ein MeiriungSstreit herrscht. Unterdessen rücken Streitkrafte T s ch a n g t s o l in 8 und W u p e i f u 8 gegen P e kt mg vor. Wenn die Führer de^r nationalen Armee in diesem Gebiete nicht bald einen Entschluß.. Wen. wird ihnen nur die Wahl, z w i s ch e n K a m apbwJfot... Set avgebliche Atteuialrvla» gegen tzmtsche Miaister. Belli«, 36. März. Au den Angaben des in Mährisch-Ostrau verhafteten jungen Deutschen über einen angeblichen Mentatsplnn gegen den Reichsmnrister des Innern, nach einer anderen Version gegen den preußischen Minister des Innern, Severing, erk.ärt der Leiter der politischen Pdlizei, daß die Behörden dem Geständnis des Festgenommenen vorläufig noch skeptisch gegenüberstchen. Zur Austlärung der Sache soll die Tschechoslowakei ersucht werden, den Verhafteten nach Deutschland auszuliefern. Me die „B. Z. am Mittag" berichtet, ist der Bechaftetr ein . Angehöriger der Organisation Consul namens Friedrich Gruschzhg aus Berlin. Er wollte gemeinsam mit einem anderen Mitglied der Organisation das Attentat ausführen. Zu diesem Zwecke sollten beide in Breslau mit Armeepistolen ausgestattet werden. Ws der Genosse nicht erschien, schrieb Gruschzhg dem Führer einen Brief, den er verlor. Er befürchtete, daß dieser Brief ihn verraten könnte^ und fuhr nach Mähr.-Ostvau, um nach' Ungarn w e i t e r z u r e i s e n. Sie Belgrader Skupschlina. ' Belgrad, 26. März. (Tel.-KonrP.) Die Skupschtina setzte heute die Debatte über das Budget des Mmisteriums des Aeußern fort. Die oppositionellen Abgeordneten bemängelten, daß die jugoslawische Außenpolitik eine Gehetmdiplomatie sei und verlangten, daß ein parlamentarisch e r A u s s ch u ß zur K o n t r o l l e der äußeren Politik des Staates eingesetzt werde. Sämtliche Redner der Opposition griffen den Außenminister lvegen der italienischen O r i e n t: e r u n g seiner Außenpolitik heftig an. Der Führer der kroatischen Föderalisten, Dr. Ante T r n m b i c. tvarf den: Außenminister vor, daß er sich auf Italien' außenpolitisch festgelegt «habe, auf jenes Italien, das eine eminente Gefahr für das südslawische Königreich bilde, da es seine Ansprüche, ans jugoslawisches Gebiet diesseits der?ldria keineswegs ausgegeben hat. Die Politik des Außenministers sei eine Politik der Unterwerfung gegenüber Italien. Die Serben, Kroaten und Slowenen sind sich jedoch darüber einig, daß sie nicht für Italien am Brenner Wache stehen wollen. (Stürmischer Applaus bei der Linken.) Die Erklärungen des Ministers machten nn Ausschutz großen Eindruck. In der daraus cinsetzenden Debatte erklärten Renaudel und Bedouee, daß die sozlalist'sche Partei die Frage der Erhöhung der Geschäftsumsiatzstener auf das politische Gebiet zu ziehen gewillt sei. Wenn die Regierung an ihrem Standpunkt sesthalte, würden die Sozialisten in der Kammer O p p o fit i o n machen. Finanzminister Peret wird morgen dem Ministerrat Bericht erstatten, der über sein weiteres Verhalten bestimmen soll. Mon ta g oder Dienstag beginnt die entscheidende Kammerdebatte, die nicht nur über das Schicksal der neuen Steuer, sondern auch über >das Kabinett Briand entscheiden wird. Re Immunität des Abgeordnete» . PallavtcnL (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Budapest, 26. März. In fortgesetzter Debatte über oen. Alltrag des JmmunitätsauSichusses, vre Immun tät de Aboeordneten . Markgraf Pa! lavictni aufzuheben, erk ärte Abg. Kitz. eS wäre der'B a n k r o t t des Paria m en t ar'i 8 m ü S. wenn ein Abgeordneter wegen feiner im Hause gehaltenen Reden zur Verantwortung gezogen werden könne. Abg. Horwäth betonte, die Ausliefelung Pallavicinis wäre emo Verletzung deS Parlamentarismus. Die Vertreter der Regterungsvarteien sprachen sich für die Auslieferung ans. ‘ Da auch die heutige Sitzung ganz von der I m m u n it ä t 8 a u g e l e « h e i t P a l l a v t e i n i 8 ausgefüllt war, hat Abg. N e m e 8 (Regierungspartei) den Antrag eingebracht, die Angelegenbeit i n z w ö l f stü n d ig e n Sitzungen zu verhandeln, worüber morgen abgestimmt wird. Re Sokolsalschungen. Justizunnister Pesthy erhält eine tschechische Berichtigung. Budapest, 26. März, die tschechoslowakische Gesandtschaft veröffentlicht folgende Erklärung: Justizminister Pesthy hat in dex Nationalversammlung auch dre Frage der Fälschung der Sokolnoten zu 500 Kronen berührt. Zwecks Vermeidung von Mißverständnissen wünscht man an konchetenter Stelle folgendes fostznstellen: Die Budaposter tschechoslowakffche GesaMschaft hat die Anzeige in z w e: N o t e n erstattet, und zwar in einer vour 22. Dezember 1922 datierten, die rmr allgemeine Daten anführte, und in einer vom 25. Februar 1923, die bereits konkrete Daten enchielt. Der Inhalt der ersten Note wurde vom Justizministerium der Staatsanwaltschaft mitgeterlt, während die z w e i t e N o t e überhaupt nicht zur Staatsanwaltschaft gelangte. Die Gesandtschaft erklärt entschieden, daß ihr der E i n st e ll u n g s b es ch l u tz, Z. 27.056/1923 der ungarischen Staats- . aniwaktschast nicht zugestellt wurde. Die den Gegenstand der Fälschung bildenden Sokolnoten zu 500 Kronen lvaren im Bankverkehr bis zum 31. August 1924 gültig. Bescheidene Bvdapeftrr Fälscher. Nur 25.000-Kroneu-Noten. Aus Budapest wird gemeldet: Der Raismrgchilse Adata dort Englohner wurde gestern dabei betreten, als er einer Marktfrau mit einer falschen 25.000-Kronen-Note zahlen wollte. Englohner wurde festgenommen. Er gestand, von einer unhekannten Frau eine größere Menge gefälschter 25.000-Kronen-Noteu Zwecks Verbreitung übernommen zu haben. Heute mittags wurde aus der Oberstadthauptmannschast ein zweites Falsifikat eingeliefert. w Besonders billiger Osler-Verkauf In Stoffen, Seide, fU;i JA. AaliSdmnnn u.. Taborstrasse 48 Wese uorenetc. nillslkii iiRilllImdlin „Te,ephon.. im Warenhaus "I UIHII .WUIIIIIIIIUIIII En tzkn En delaB «