Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2547 (26.3.1926)
- Date
- 1926-03-26
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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< Nr. 2647 Wien, Freirag Wiener Morgenzeitung 26. Mar; 1926 St-rre 7 LortrSge. Vereine. Brrsammlnngen. Urania. Der Berliner Kunki-elehrte Dr. Eckart von 8 y d o w wird morgen um l/t8 Ubr abenbS im kleinen Uramaiaal über .Kunstwerke d e r N a t u r v S l k e wrechen und eine Re he ausgewählter Lichtbilder auS Afrika, Amerika und Polynesien vorsühren. Die Generalversannnkmia der Men« FMwilllgm Ret« bmgSgeseUschast findet am 26. Aprill um 6 Uhr abends im Santa« rtiersoat der Wiener Freiwilligen Retmngsgesellichaft, Ü. Dez., Radetzkvfiraße 1. 1. E'fck, statt. Israelitisch« Tauibstummen«ynterstühnngSverein. Die zweite Maskenredoute item Moitbm» uiio Ma^krn« zwang) findet Samstag den 27. d. un Olymvtamal 1. Bez., Rotgüsse 5, statt. Feierliche Se-er-A-ende im ' Koscherrestaurant National, 8. Bez., Taborstratze 18. Wir alljährlich, finden auch Heuer zu den Pessach-Feiertagen in Spritzers Restaumnl feierliche Setzer« Abende statt. Das Rituale besorgt der beliebt« Oberkautor ^Zakob Wahrmann. Vorzügliche Sporen und Getränke. Das Seber- Abend-Menü ist ungemein reichhaltig und kostet, inklusive Wein, Vorspeisen, zwei Flalchspeisen (Geflügel) und Mehlspeise nur 6 Schilling. Anmeldungn täglich. (Tel. 12-5-93.) Ein wahchast Hilfsbedürftiger. Fn unserer Redaktion sprach 'o^n Mann vor, der von einem herben SchicksalSfchlag betroffen wurde. Bor längerer Zeit hat ihn rin A u t o ü b e r f a h r e n, ohne daß den Chauffeur ein Verschulden trifft. Aus Anlaß dieses Unfalles wurde der Betreffende — es ist ein jugoslawischer 'Jude ünd ein schr intelligenter Mann — nicht nur gesundheitlich sehr gefchädiwl, indem ihn die Gehirnvettetzung der Spache säst vollständig Beraubte, sondern er hat durch Diebstahl bei diesem Unglück «auch sv'Ne ganze Habe eingebüßt. Aus dem Spital entlassen, wendet er sich an uns, damit durch einen Austus in uw'errm Blatte «ihm die Mittel für die Heimreise nach Jugoslawen verschafft werden. Gm Menschenfreunv.'der sich auch sonst um den Unglücklichen «bemüht, sorgt vorläufig nach Krähen für ihn und hat hm m Habersdorf eine Gartenveranda als Wohnstätte eingeräumt. Wir Md bereit, für diesen Hfl'sbedürftigen Spenden entgegenzunehmen und hoffen, daß dieser Appell an den juvlchn WohltätiakeitSsmn setzt m den Tagen des herannohenden Pessachfeftes Gehör sin« den wird. Rtrdlovroaramm. Heute Freitag den 26. März. 16 Uhr 15 Mm.: Nachmittags« . konrerl. Mitwirkens: Opcrn'ängertn Marta Wrtz. Frauen« gestalten in der Overette. Strauß: N«netta Wülfer Hellmesbev er: »Das Veilchenmädel“. Suvvä: »Die faöne Galathe", Ouvertüre: Eisler. »Vera Violetta“. Walzer. Lehar r »FraSqnitta“. Oskar Sirau r »Terelina“, Lied und Tanzlut e Fall »Madame Pomvadour“. Kalmann: »Die Bajadere". — 17 Uhr 15 Mm.: Hamerling-Feier. (Robert Hamerltnq. geb. 84. Mär, 1830 Gelvrochen von Aurel NowoMv und Anna Ka'nz- Schrötter. Einleitende Wörter Dr. Hans Nüchtern. — 18 Uhr 20 Min.: Wochenbericht für Sport und Fremdenverkehr. Oberbaurat Ing. Erwin Deinlein. — 18 Ubr 60 Min. r Der Bm des Universums. Dr. W. E Bernheimer — 19 Uhr 10 Mtn r Französtlch - 19 Uhr 40 Min r Englisch lür Vorgeschrittene — 20 Uhr 15 Min. ] »FalchtngSfee“, Operette von Emmerich Kalma«. Kunst. Bühne, Auch. votksoper. Teikö Kiwa in der ^Boheme". Ms Mimi verabschiedete sich Teito Kiwa vom Wiener Publikum. Ob sie das japanische Techausmädchen oder die Pariser Blumenftickerin spielt, ihr starkes, ursprüngliches Dhvatertalent ist das gleiche. D.'r stärkste Theatereindruck ist ja immer dann da, wenn-man das Theater vergißt, und wenn Teiko Kiwa spielt, sicht man über Kulissen und Rampenlicht hinweg und erliegt dem Zauber ihrer Persönlichkeit. Wie einfach-schlicht diese kleine Mimi liebt, und leidet! Das ist weder japanisch noch europäisch,, sondern über alles Rassentrennende hinweg die echte Sprache des Gefühls. Und wenn sie auch itlienisch singt, so ist doch ihr Sprach» idiom verständlicher als dg- Deutsch ihrer Partner. Wie durch chr plastisches Spiel überzeugte sie wieder durch ihre blühende Stimme, durch ihr zartes Piano und ihre fern« Logatmechnik. Gerne würde man der trotz ihrer Jugend routinierten, ho^ültivierten Künstlerin als Liedersängerin M KonHertsaal begegnen. — Mit Teiko Kiwa konnten Anton Ludwig, ein etwas nüchterner, sangesfroher Poet, und Frau Wagschal, «in« pikante Musette, sowie Erich Steckel, der hochb.gabte, temperamentsprühende junge Dirigent, für den leibhaften Beifall des mäßig besuchten Hauses danken. " sth. Las gubllSum de« vargthealer«. Das Burgtheoter bringt zum Beginn seines ISO Jubi« Nuutsjahves einen Zyklus klassischer Meisterwerke, der am Chor« famstag mit Shakespeares „Hamlet, Prinz von Dänemark" eröffne: wird. Donnerstag vrn 8. Apv.il gehr die Neuinszenierung von Lessings „Minna von Barnhelm" als Festvörftellung in Szene. Es folgen Shakespeares „Macbeth" am 10., Schillers Wilhelm Tell" am 14., Goethes ,/Götz von Berlichingen" am 17. und Shakespeares „Coriolanus" am 28. April. Dieser Zyklus fhtbet in einer Neuinszenierung von Grillparzers „Der Traum ein Leben" «ta den ersten Maitagen seinen Abschluß..An modernen Werken ge- Langen auS diesem Anlaß zur Aufführung: Schnitzlers „Der junge Medardns" am Ostermontag den 4. 8lpril, Gechart Hauptmanns ^Gabriel Schillings Flucht" als Ne heit für das Burglheater am 1ü und Fritz v. Unruhs „Louis Ferdinand, Prinz von Preußen" (mit Paul Hvrwtann in der Titelrolle) am W. April. Als Novität w,rd hierauf Rehfisch' „Duell am Lido" einstudier:. Im Akademielheater gcht als erste Veranstaltung zum Burgcheaterjubiläum am 10. April Büchners „Leone? und Lena" in Szene. Im Laufe des April werden her vorzüglich Werke österreichischer Autoren <Au»rnheimer, Bahr, Rittner u. a.) gegeben. Empfang Bialik» durch die Wischen Schriststeller Amnltar. S>n gwiiq-q-il. Wie von der Jüdischen Telrgraphen-Agentur aus N etv- Pork un'erm 16. d. gemeldet wird, versammelten sich mchr als 160 hebräische und jüdische Schriftsteller Amerikas zu einem Ehrenempfang Chaim Nachman Bialiks. Ansprachen hielten: Sch. Niger, Opaioschu, Glatstein, Glanz, Glasman, Dr. Koralnik, M. Nadir, Dr. Mogdoni, B. Saphir, Ribolow, Kußmann u. a. Zu einem erregten Zwischenfall kam es, als der Richter und Schauspieler Mark Schweb hebräische Lieder B i a l i k s zum Vortrag brachte. Die I i dd i s ch i st e n protestierten gegen Hebräisch und riefen dadurch eine Gegenkundgebung der Hebraisten hervor. Bialik selbst griff in die Diskussion ein und sprach sein Bedauern darüber aus, oaß es bei einem Beisammensein hebräischer und jiddischer Schriftsteller stets zu Streitigkeiten kommt. Die große Mchrheit der Versammlung stimmte Bialik zu. Während des ganzen MendS war Bialik Gegenstand großer Ehrungen seitens seiner amerikanischen Kollegen. Aus de« Theatern. vurgtheater. Morgen. V,8 Uhr abends, »Der ewige Jüngling" (Abonnement V. Gruppe). Akadem'etyea rer. Morgen. %8 Uhr abends, »O « kelTont". Operntbeater. Morgen, 7 Uhr abends, »D1 e R o s e i m L t e b e S g a r t e n". Deuttche« BolkStheater. Morgen Erstaufführung der Komödie »Die l e b e n d e M a S k e" non Lu«gi tjrandello, deutsch von Hans F e t st, mit Alexander Moif lt. amstag, V," Ubr nachmittags »R ä u b e r“ Sonntag, V,4 Uhr nachmtttaiS, »Gespenster" mit Alexander M o 1 s s t V o t t s o p e r. Erstaufführung von Marco Franks »D a S Bildnis d e r M a d o n n a". Hierauf »Arlecchino". Morgen »D t e W a l k ü r e". Tdearer in der Joiefstadt. Bis 1. April gelangt täglich »A l l e S « n d n i ch t S“ oder »Der Traum von Schale und K e r n" zur Au kührung Außer dem Lnstlpiel »Spleen" von Noel C o w a r d ist das ftanzösilche Lastsviel »Die guten Freunde“ von Victorien Sardou in Voiberettng. Danach gelangt Hugo v. Hofmannst h a l » Komödie m drei Akten »Chrsttnas Heimreise" zur Uraufführung. R a r m u n d - T h e a t e r.' Samstag und Sonntag nachmittags finden die letzten Wiederholungen von »H ä n f e l u n d G r e t e l". . Modernes Theater. Die Uraufführung der Komöd«e »Die O t t o m a n e" von Adolf Deutschdorf findet im Rahmen einer literarischen Nachtvorstellung morgen um 7«ll Ubr nachts statt Die erste Wiederholung ist ckr Montag. 8 Uhr abends, angeletzt. Die die DienSlagpremiere gelösten Karten behalten für die Nachtvorstellung (27. d.) ihre Gültigkeit Sonntag ,E e n s a t t o n“. Die Tanzmatins der jugendlichen Tänzerin Ltzzi B a l l a findet Sonntag, */,12 Uhr vormitta S, statt. R e n a t 1 t a n c.e b ü h »e. Jolef J a r n o nimmt heute nach Wiederherstellung von feiner Erk ankuni seine künftleriiche Tätigkeit in der Komödie »K Ü s i e rn « ch“ w eder aur. Ro land-Bühne. Heute, 8 Uhr abends, zum ersten Male »Epsteins W t t w e" von Emil und Arnold G o l z mit Gilela Werbeztrkin der Hauptrolle. E a r l - T v e a t'e r. Zugunsten des Verbandes der Kriegsinvaliden Oesterreichs heule um '/,8 Uhr avendS bei Premierenbesetzung die Operette »DieverboteneFra u" Der Reingewinn M* ser Vorstellung ist zur Ltnderung der Notlage der noch unversorgten österreichischen KrtegStnvaltden bestimmt. B ü. r g e r r o e a t e r. Sonntag vormittags. V,12 Uhr, findet an äßlich des zwanzigjährigen Bühnenb e st a n d e S und oer Ent Üllung der Büste des Direktors Oskar Franz sen. eine interne ^Fe«er statt, bet der Direktor Hugo L t f ch k a - R a u l die Festrede halten wird. Die Ausstellung neuer anrerikanifcher Baukunst im Oester-. reichischen Museum, welche in anschaulichster Weise über die Entwicklung der ameri/kaniischen Architektur während der letzten zehn bis fünfzehn Jahre unterrichtet, wich bereits am Sonntag geschlossen. _... Gerichtssaal. Memr die Gerichtskanzlei undeutlich schreibt. Die Arbeitersgattin Gisela W i t a s e l brachte beint Bezirksgericht Leopoldstadt geaen ihren Gauen Alois eine Klag? auf Feststellung ein, bah sie und nicht ihr Gatre Hauptmierer der WchnuN-g sei. Die Klägerin führte an^sie sei seit 1917 Mieterin der W.hnung. die damals auf ih'-en Mädchennamen, geschrieben war. Nach der Verheiratung habe ihr Mann die Wohnung ans seinen Namen umschreiben lassen. Dies könne jedoch nichts an der Tatsache ändern, daß sie nach wie vor die Inhaberin der Wohnung sei. Der. Geklagte echi'elt die Vorladung zur Verhandlung für den 18. D eze mb e c 1925, da abrr am Fuße der Ziffer 1 ein kleiner Strich noch rech s zu schert rpgr, glaubte er die ZiHer 2 zu l.'sen und lvollte daher am 28. Dezember zur Bechandlung erscheinen. Er war daher fchr überrascht, a!8 er noch vor dem 28. Dezember ein V e r f ä u m n ' k u r t e i I erhielt, wonach er schu^iy erkannt tmirde, „binnen 14 Tagerr anzuerkermen", daß seine Gattin die Hauptmierrrin der Wohnnna ist. Geyen dieses Verjüumnisurteil des BezirkSaerich'cs Leopochstcwt wurde die Berufung an das Zivillandesger^ich'. verbunden mir dem Antrag auf Wiederaufnahme des Verehrers, eingebracht Ter BenufungSvertrcter Dr. JuriL wies darauf hin. daß man den Einser ebenso gut als Zweier lesen fitnne. D'e'er nicht dem Geklagten zur Last fallende Umstand sei e'n unvorherg-sieberes und unabneisbares Ereignis im Sinne de8 Gesetzes und rechtfertigte daher die Wiederoinfetzung in den vorigen Stand. Der BerusunoS'enat (Vorsitzender Ho'rat Dr. Glaser) ließ sich auf de Rechtsfrage nicht ein und hob das ganze Berstlhren als nichtig auf, weil die Ziffer einS auf drr Borlad"ng tatsächlich so undeutlich geschrieben sei, daß man sie auch für de Zi>ff>er zwei anichen könne. ES muß daher daS Ber^ahreri von Neuem ausgenommen werden. Bolkswiü. Die klseazSlle. Die Eisenindustrie legt größten Wert darauf, daß die von ihr vorgeschlagenen erhA)ten Eisenzölle noch vor der Feiertagsunterbrechung der parlamentarischen Beratungen in Gesetzkraft errvachsett. Aus diesem Grunde fanden gestern im Parlament langrvierige Besprechungen der Parteiführer statt, die aber noch zu keinem Resultat geführt ^ben. Die Jndustrieverireter unter den Abgeordneten machten dafür Stimmung, daß die neuen Eisenzölle noch binnen Wochenfrist auf Grund des z o l l p o l i t i s ch e n Ermächtig u n g s g e s e e s von der Regierung nach Anhörung des Hauptausschuffes im Verordnungswege prolnulgiert werden sollen. Ler Srobhandelrinder im Mrz 1928. Bon Mitte Februar bis Mitte März hat sich nach den „Statistischen Nachrichten" der Weizen etwas verteuert, die anderen landwirtschepftlichen Produkte aber sind im Preis um einiges zurückgegangen, ebenso die verschiedenen arten mit^ Ausnahme des Schweinefleisches, dessen Preis angezogen hat. Der Gruppenindcx für die Nahrungs- und Genußmittel ist insolg^>effen um einen Punkt auf 108 (in Gold) zurückgegangen. In der Gruppe der Jndustriestoffe sind einerseits die- Baumwollpreise gewichen, so daß sie gegenwärtig um 27 Prozent niedriger stehen als im Juli 1925, andererseits die Petroleumpreise von 26 auf 27 S. pro 100 Kilogramm gestiegen. Eine geringe Abschwächung trat bei einzelnen Metallen ein. Da sich aber die beiden entgegengesetzt gerichteten Preisveränderungen ziemlich die Wage hielten, verharrte der Index für diese Gruppen in Gold auf gleicher Höhe wie im Vormonat. Nur der auf Grund der Kronenpveise berechnete Gruppenlndex, der als mehrstellige Zahl die Preisverschiebungen genauer registriert, zeigt eine leichte Senkung. Der. Gesamtindex fiel gleichwie der Gruppenindex für Nahrungsmittel um emen Punkt und steht gegenwärtig auf 119. Sie Laie der polnischen Zndnftrke. Besserung des Exports. — Staatliche Subventionen für dis Montanwerke. Aus Warschau wird uns geschrieben: Währet der Durchberatung des Budgets des Ministeriums für Handel und Industrie erstattete Handelsminister O s i e c k i einen Bericht über die gegenwärtige Lage der Industrie Polens. Er stellte fest, daß Polen aus dem Wirtschaftskriege mit Deutschland siegreich hervorgeht. Der Export der polnischen Kohle ist stark gestiegen und wird 'bald größer sein, als dies vor dem Ausbruch des polnisch-deutschen Wirtschaftskrieges der Fall war. Allerdings muß die Verladungsfähigkelt in den polnischen Häfen gesteigert werden. In mehreren Industriezweigen sei eine gewisse Belebung zu konstatieren, die Industrie habe sich den schwierigen. Kredit- und Geldverhältnissen angopaßt. Im Finanzausschuß ersuchte Finanzmimster 3Me« chowski um Annahme des Gesetzes zur Unterstützung der Zinkindustrie, damit der Verkauf der oberschlesischrn Zinkhütten an die amerikanische Harryman-Gruppe ermöglicht wevde. Der Minister wies dabei darauf hin, daß das amen, kanische Kapital der Polnischen Jnduftrieerzeugung bleiben werde, so daß die Zinkindustrie allein wird 4000 Arbeiter beschäftigen können. _ Bor der Bildung eines Weltvetrolenaüruitr. Aus New-dork, 25. d., wird gemeldet: ,Fr«w-Nork Times" melden, daß auf der demnächst in Paris zusammentretenden Jahreskonsereuz der Administratoren der Standard Oil Company von New-Zork wichtige Fragen betreffend die auswärtige Politik der Gesellschaft zur Erörterung gelangen werden. Die Fragen, um die es sich hierbei haMe, seien die Beteiligung der Standard.Oil Company an . der Turkish Petroleum Company zur Erschließung der Petroleumselder von Mossul und das Verlangen nach Entschädigung, der Standard Oil Company durch Großbritannien für die wä'hend des Krieges an ihrem Eigentum m Rumänien begangenen Zerstörungen. _ Geringe Bewegung ans den Devisenmärkten. Der französische Franken konnte auf Stützungskäufe seinen Kurs leicht erhöhen. In Zürich besserte sich die Devise Paris von 1840 auf 18,185. — Behauptet blieb auch der Zloty. Di? Devise Warschar. besserte sich in Wien von 88,25 auf 88,75. Für den Dollar wurden 7,95 bis 8,06 Zloty bezahlt. — Flauer waren die Devisen Oslo und London. — Germge Schwankungen zeigte der Leu. Im allgemeinen waren die Kursänderungen unbedeutend. Kein Börsenverkehr am 2. und 3. April. Am 2. und 8. April bleiben alle Börsenräume sowie auch die Amlsräume der Börsenkammec und d.'r beiden Schiedsgerichte geschloffen Zum Zwecke des Schlußzetteltaufches wird am Fr.'itag den 2. April der hiezu bestimmte Nebenraum des Börsenfaales von 9 bis 11 Uhr geöffnet sein. Die Liquidation der Depositenbank. Wie uns mitgeteilt wird, nimmt die Liquidation der Depositenbank einen äußerst schleppenden Verlauf. Viele Gläubiger beheben nicht rbrs fälligen Raten schon seit, mehr als zwei Monaten, ttotzdem Gech vom Liquidierungsinstitut reichlich zur Verfüglmg gestellt wurde. Die Beamten werden w.iter abgebaui. Am 1 d. wurden zwölf Beamte mit entspreckiender Abfertigung entlassen. firn paMineMche Kuaftanskellna». In Jerusalem wurde gchern, den 28. d., im Davids« Arm «ine gwße Kunstausstellung aller Maler und Bitvhauer Palästina» eröffnet. 80 Prozent der Eintrittsgeidrc. 15 Prozent der Summe der verkauften Kunstwerke sich für den Keren Saje« me:h bestimmt. In einigen Wochen wich die NuSjteüuug nach dem Emet fifter'üüin weroeu. Leviten vom SS. Mürz 1828. Devisen 0«Hd War» Oei War* Oe»! w«te Anuteroam ...«••«& «83.50 984 BO 6/860 6 1250 t'ransQeieetie Noten . & 26.02 26.18 Belgrad »2 4415 1(44826 Stockholm .•••••* 188 70 19 > 8 Holländische Noten Berlin ......... »88 4» 168 81 Wanchau ....... 88.75 89 «6 itallenlsptir oten . . . 28 44 28.80 BrOnei ••••«••*• 28.48 28.61 Zürich - , . « « » y » 188.10 186.80 JaKoslawiache Noten . . 12.42 12.48 üudepeet 88 10 ‘ 88 40 Valutta, Polnisch Noten ■ . . 88.5 u 88.50 Bukereal .,. . . ,. 9.81 2 88 vsüttiwn tfuinänlscti« Noten . . . 1.nn0on»»..«,»»» 84 4 28 84.6 26 AnerikaitiadM Noiaa 708.78 710.76 Russische Noten Romen.) iNetleno.. . 2844 28 64 Belglache Noten Schweiser. Noten . . New.Yort TOT SS 708 86 Buiaar. Not. . Tschecho-slow. Noten . 20 82 21.04 Pari«. .. 24 78 24 88 -»euuche Noten . 168.28 168.88 Türkische Plund.Not*o , fMg «»»». . . . . 80.86 21.08 J N«m » . . , 84^4 34.60 UuvIicIm Molen ... «Aaa 8A48