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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-25 · Heft 2546 (25.3.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2546 (25.3.1926)
Date
1926-03-25
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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ExxxnEun | polen; 25 qrosay 1 Wien 4umAbholen in der Expedition, 11., faborstt. 1-3, odei in einer Versdileissteife ''Trafik) monati. o Schilling Strassen verkam in Wien durch die Kolporteure der Firma G o I d schmied, I., Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling i schecho-SIowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen:Mon. 5Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 Wiener Morgenseilung Lngi a n d: Mon. 4 Schilling, ft allen: Monati. 18 Lite Rumänien: Mon. 170 Lei. Bulgari en - Mon.IOOLew«. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 3 Redaktion, Administration: Wien, 11. Taborsir. I l'clephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (D. ackere! ig. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen - Konto Nr. 150.698 Rr. 2S46 Wen Sojm rstofl, 25. März 1828 8. gnfttaiMW Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mittellungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. SCHKÄ die Marke de 5 eleganten Herrn VI!., Kaiserstrasse 123 IX.. Alserstrasse 6 Wichtige Beratungen in Jerusalem. Präsident Weizmanns Ankunft. Jerusalem, 24. März. (I. T. A.) Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim W e i z m a n n, ist in Begleitung des früheren Mitgliedes der Zionistischen Exekutive Josef Cowen hier eingetrosfen. Das Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates der Zionistische» Organisation, Dr. Georg H a l p e r n, sowie der Kolonisationssachverständige der Organisation, Dr. S chocken, und der Sachverständige für kooperative Landwirtschaft, Prof. Dr. Franz 'Oppenheimer, ferner Dr. Bob e nh e i m e r weilen, wie schon berichtet, bereits seit einigen: Tagen in Palästina. Zuletzt traf auch noch aus Amreika Herr Bernard F l e x n e r, Präsident der Palestine Economic Corporation, ein. Es verlautet, daß die Anwesenheit aller dieser Persönlichkeiten im Lande zur Abhaltung mehrfacher-Beratungen ausgenützt werden wird. In diesen Beratungen soll die a l l g e m e ine L a g e im Palästinaaufbau erörtert und Pläne zur Erweiterung der Kolonisätionsarbeit zwecks Ermöglichung einer verstärkteren Einwanderung besprochen werden. Zer chinesische Bürgerkrieg. London, 24. März. (Tel.-Komp.) Wie aus Peking gemeldet wird, sind im Chinesenviertel von Tientsin Unruhen ausgebrochen. Die ausländischen Konzessionen wurden in Verteidigungszustand versetzt. Das diplomatische Korps hat Maßnahmen zu seinem Schutze ergriffen. Peking wird nur noch von Polizei und Landwachen des Chefs der Exekutive verteidigt. Die Militärgouverneure von Tientsin und Pe- X i n g sind geflüchtet. 13.000 Mann der Armee Kuo- Lin-Tschin befinden sich auf dem Rückzug und suchen Peking zu erreichen. In der Provinz H o n a n ist nach viertägigen Kämpfen bei Lo-Dang ein Teil der zweiten nationalen Armee des Gerterals Feng von den Truppen Wu-Pei-Fus aufqerieben worden. Ir. kerntz, Re«!erui>grerklgrung. Fortsetzung des Programms Svehlas. Prag,' 24. März. Das Abgeordnetenhaus und der Senat traten heute zu ihrer ersten Sitzung der Frühjahrssessiou zusammen. Im Abgeordnetenhaus verlas Ministerpräsident Dr. Cernh, daß die neue Regierung die Durchführung des Programms, wie es Ministerpräsident Svehla im Abgeordnetenhaus am 18. September 1925 detailliert dargelegt habe, fortsetzen werde. Zur Durchführung dieses Programms erbitte sich die Regierung die Mitarbeit des Hauses. - Ein Antrag von deutscher oppositioneller Seite auf Eröffnung der D e b a t t e über die Regierungserklärung wurde a b g e l e h n 1. Für den Antrag stimmten auch die Abgeordneten der slowakischen Bolksparre i. Me Mörder Matteottis freigelaffen. BermtrUt unv amnestiert. (Eigendienst der'„Wiener Morgenzeitung.") Chieti, 24. März. Heute abends wurde das Urteil im Wlatteoili-Prozetz gefällt. Der Gerichtssaal war überfüllt und vor dem Gerichtsgebäude wartete eine vieltausendköpfige Menschenmenge. Unter allgemeiner Spannung verlas der Vorsitzende düs Verdikt der Geschworenen, das besagt, daß die Attgeklagten Dumini, Volpi und Poverone des beabsichtigten Totschlags unter Anerkennung ntildernder Umstände schuldig seien, während für die Angeklagten Viola und M a l a c r i a die. Geschworenen die Teilnahme an der Ermordung Mattotti^ verneinten. Der Staatsanwalt forderte die Verurteilung der verantwortlich erklärten drei Angeklagten zu zwölf Jahren Zuchthaus. Die B e r t e i di gu n g verlangte die A n w e ndu.ug des Strafminimums. Präsident Da n za verkündete um halb 7 Uhr abends folgendes Urteil: Die von den Geschworenen schuldig befnndenen Angeklagten Dumini, Volpi und Poverone werden zu fünf Jahren elf Monaten und 20TagenZuchthausmit Entziehung der öffentlichen Rechte verurteilt. Die Angeklagten Viola und Malacria werden frei gesprochen. Da von der verhängten Strafe vier Jahre auf Grund der Amnestie sowie die Untersuchungshaft abgezogen werden, sind alle Angeklagten s o f o r t f r e i z u l a s s e n. Shamberlainr Eies im Unterhaus. Absage Bälbwrns an die Geheiuipolitük. London, 24. >Mirzl Die gestrige Unterhausdebatte über die letzte Tagung des Völkerbundes wurde vom Ministerpräsidenten B a l d w i n abgeschlossen, derdie Versicherung abgab, daß die Regierung erstens an dem Prinzip sesthalte, tpoüach Mx, Bes ch 1 ü s,s & d e 8; JB 8* l-. ' lerbünörates E r n st im m igk e i.t erfor'derlich sei, daß die Regierung zweitens ln Zukunft, den' Me ch a ni s m u s d e s V ö l k e r b u n des und nicht die Methode geheimer Verhandlungen anzuwenden gedenke und daß sie . drittens der Meinung beipflichte, die ständigen R a t ssitze seien den Großmächten vorzubehalten. Die neue Kommisiion zur Beratung der künftigen Zusammensetzung des Völkerbündrätes werde sich in einer neuen Lage,: frei, von jeglichen Verpflichtungen, befinden.' D e u t s ch l a n d sei eingeladen worden, einen Sitz in dieser Kommission unter gleichen Bedingungen und mit den gleichen Rechten auf Aussprache und Abstimmung einzunehmen. Er hoffe, daß Deutschland' diese Einladung annehmen werde. Sodann wurde zur Abstimmung über den Mißtrau e ns a n t r ag Lloyd Georges geschritten. Unter großem Beifall der Mehrheit des Hauses wurde das Resultat, das mit 325 gegen 136 Stimmen den liberalen Antrag ablehnt, verkündet. Chamberlcnn über die Abrüstungskonferenz. Im Unterhause erklärte C h a m b e r l a i n in Beantwortung einer Anfrage, die erste Sitzung der Abrüstungskonferenz sei auf den 18. M a i n a ch G e n f einberufen. Chamberlain bemerkte, der Generalsekretär des Völkerbundes habe eine Antwort auf die jüngste Note der S o w j e t r e g i e r u n g abgesandt, worin die Teilnahme der Kunserenz abgelehn 1 wird, falls sie auf schweizerischem Gebiete stattfindet, bereits abgesendet. Durch die Antwort des Generalsekretärs sei die Frage, ob die Konferenz an einem anderen Ort als in Genf, tagen solle, erledigt. Kanada gegen die englische Außenpolitik. London, 24. März. (Tel.-Komp.) Wie aus Ottawa telegraphier; wird, hat das kanadische Parlament den fügenden Beschluß angenommen: Kanada lehnt jede Verantwortlichkeit ssir Komplikationen, die durch die Außenpolitik Großbritanniens verursacht werden, ad. Der syrische Kriegsschauplatz. Paris, 24. März. (Tel.-Komp.) W.e aus Beirut gemeldet wird, haben die Aufständischen Katwna angegriffen. Sie töteten den Chef der Gendarmerie und machten zahlreiche Gefangene. Außerdem brann-ten sw das Serail nieder. . Sie Affäre Pallavikini. Beichten und Dir Goode. Budapest, 24. März. (Tel.-Komp.) Die NEonalveV» sammlu-ng verhandelte heute.bie1 0mmunrtätsaffäre d"e s Markgrafen G e o r g P a t l a d i e i n i. Bevicht- -erstatten Rubinek teilte dem Hause mit, daß die Oberstaatsan'wKtschaft die Auslieferung Pallavicinis verlange, um i^n . .. '; 9 zur Aussage in der Frankenaffäre zu zwinget. Gleichzeitig habe Markgraf Pallavieini eine Verletzung seiner Abgeordnetenimmunität angem.ildet, weil Polizei und Staatsanwaltschaft ihn unter-Mißachtung seiner Abgeordnetenimmunität vorgeladen haben. Der Berichterstatter beantragt, über die angemeldete Jmmumtätsverletzung Palla- ' vieinis zur Tagesordnung überzugehen und fordert dos Haus auf,, dem Begehren der Staatsanwaltschaft auf Auslieferung Pckllavieinis stattzugeben. Der demokratische Abgeordnete Johann Baroß ergreift das Wort und beginnt das Verhalten der Regierung in der FrankemMre scharf zu kritisieren. Der Vorsitzende entzieht chm das Wort mit der Begründung, daß Baroß nicht zur Sache,-nämlich zur Jmmunitätsangelegenheit'des Abgeordneten Pallavieini, spreche. Sodann folgen einige-Interpellationen. Abgeordneter Vinzenz N a g y interpelliert wegen der Ergebnislosigkeit der Genfer Verhandlungen dies Ministerpräsidenten und betont, daß die von dem Ministerpräsidenten angestredts Aufhebung der Finanzjkontrolle nicht erreicht worden feü Abgeordneter Vinzenz Nagy repliziert, daß einer Meldung der „Neuen Züricher Zeitung" zufolge,. Graf BeMen vor der Finanzkommiffion des Völkerbundes die Aufhebung der Finanzkontrolle angeregt habe, doch sei ein Antrag von der Finanzkommission glatt abgelehnt worden. Ministerpräsident Graf Bethlen erwidert kurz, daß diese Darstellung des Blattes eine Lüge sei. Abgeordneter Geza Malasits (Sozialdemokrat) interpelliert die Regierung über die Person des englischen Finanzmannes Sir William Goode, der als „Finanzsachverständiger" der ungarischen Regierung 3000 Pfund (zirka eine Milliarde Kronen) Jahresgchalt von der ungarischen Regierung bezicht und, um irgendwie dieses Geld zu verdienen, lobpreißrnde Artikel über Bethlen im Ausland veröffentlicht und die mrgarischen Sozialdemokraten schmäht. Nach einer kurzen Erwidermtg Bethlens, der Sir William Goode als einen der wenigen aufrichtigen Freunde Ungarns bezeichnet, wird die Sitzung um halb 5 Uhr nachmittags geschlossen. Besonders billiger Oster-Verkauf in Stoffen, Seide. Wk waren etc. im Warenhaus MerScIffmann II., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-71 Ed gros En detail

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