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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-19 · Heft 2540 (19.3.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2540 (19.3.1926)
Date
1926-03-19
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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-"VW c-£'V f •* Kr. MO Ätt, ^relkätz Wien einem weiten Kreis zugänglich zu machen, auf sie hinzuweilen oder sie gelegentlich zu behandeln, ist die Aufgabe dieser Zeitschrift. Sie will ein Wegbereiter schöpferischer Kräfte sein und einen ernsten Kampf führen gegen althergebrachte Borurteile. „Cosim". Soeben erschien das vierte Heft der Zeitschrift der akademischen zionistischen Juden in Polen — „Cosim". Das Heist »nthalt unter anderem Aussätze von Dr. Berkethammer lDer jüngste M?''ias), Martin Btrber lNachahmung Gottes), Sen. Dr. Ringel (Cyaluzim und die Garibaldisten). Dr. Arjeh Tartakower (Einige Worte Wahrheit), Dr. N. M. Gelber (Der vierjährige Sejm und die Judenfrage) u. a. Artur Schnitzler: „Der Gang zum Weiher." Dramatische Dichtung. S. Fischer Verlag, Berlin. Marcel Arnac: „Im Tollhaus der Freude." Allgemeine Verlagsanstalt, München. I. Babelt „Geschichten ans Odessa." Malik-Verlag, Berlin. Jakob Löwenberg: „Abendleuchten." Ausgewählte Gedichte. Emil Bernhard: „Die Jagd Gottes." Drama in fünf Akteii. Volksbühnen-Verlags- und Vertrtebs-G. m. b. H., Berlin. Vereine. BortrSge und Versammlungen. Vereinigung zionistischer Studenten h e'ch a w e r. Heule, im Lokale, W en, 9 Bez.. Türkenstr 9, nm 6 Uhr abends Vortrag des Herrn Dr E Zweig über das Thema-. „Grundlegende Bedeuiunj des Rationatfonds". Gäste villkommen. LeopoldstSdter Volksheim. 2. Bez., Zirkusgaffe 48. 7 Uhr» Strafrecht. Allgemeine Musikiedre. BrigittenauerVotkShetm 20. Bez.. Stromitraße 78. 7 Uhr: Die großen Meister der Malerei und Plastik. ZUHri Geographische Einzelbilder aus allen Zonen der Erde. * Die Medicäer und chre Stadt Florenz." (Dr. Glse Hofmann )Dte Führung tn die O e st. S t a a l s o rhl ck e r e r finoet samsiag, 2 Uhr nachm ttags, unter Leitung des Herrn Hofrates A r ü n d i g statt. (6. Bez., Renmv g 12 a.) Akademischer Verein jüdischer Akademiker. Die ordentliche Neneratver ammlung für das Sommersemestea 1026 findet am SamStag den 20. d, 4 Uhr > achmtttags, im Mensalokale. 9. Bez, Zimmermannplatz 8, statt. Erscheinen für alle Mitglieder Pflicht. Gerichtssaal. tzine MilliardenkriSa. Vor einem Schöffensenat unter Vorsitz des Hofvates Doktor G o l d st e i n hatte sich der 36jährige, aus Oedenburg gebürtige Textiiwarenhändler Artur Steinhof wegen Betruges, betrügerischer und fahrlässiger Krida zu verantworten. Er vertrieb in Wien ein Textilwarengeschäft im großen, erzielte zur Zeit der Konjunktür bedeutende Gewinne, l^bte auf großen: Fuße, hielt sich zwei Automobile, erwarb ein Haus in Favoriten und eine Villa in Hietzing. und mtnahm seinem Geschäft zur Bestreitung der Kosten seiner luxuriösen Lebensweise hohe Beträge, die in keinem Verhältnis zu den Geschäftsergebnissen standen. So zum Beispiel entnahm er vom Juli 1923 bis Oktober 1924 dem Geschäft über eine halbe Milliarde. Er kaufte Textilwaren ans Kredit und v e rschleuderte sie dann tief unter dem Einkaufspreis. Als er endlich im Herbst 1924 um das Ausgleichsverfahren ansuchte, fand sich in seinem Geschäft überhaupt kein Geld und keine Ware vor. Eine Uebersicht des Standes ergab, daß Stein- Hof seit Mitte 1923 Waren um ungefähr 9,6 Milliarden gekauft und beim Verkaufe um eine Milliarde weniger erzielte. Den Aktiven von 836 Millionen standen Passiven von mehr als 6,28 Milliarden gegenüber. Das auf 300 Millionen göschätzte Haus in Favoriten war mit drei Milliarden, die auf 660 Millionen geschätzte Villa in Hietzing mit 2J5 Milliarden belastet. Wegen Mangels eines entsprechenden Aktivums wurde daS Ausgleichsverfahren nicht durchgeführt. Der Gerichtshof erkannte Stvinhof nur der fahrlässigen Krida und des Vergehens der mangelhafen Buchführung schuldig mtd verurteilte ihn zu vier Monaten strengen Arrests, welche Strafe durch die Untersuchungshaft verbüßt ist. Vom Betrug und von der betrügerischen Krida iMrde der Angeklagte fr e i gesprochen. Die Gläubiger wurden mit ihren Ersatzansprüchen auf den Zidilvechtsweg verwiesen. Die Wtm bestrichenen Butterbrote des Staatsanwaltes. Wie berichtet, wurde beim Strceflandesgericht 1 dem Staatsanwalt Dr. Wagner am 1. Februar aus seinem Amtszmmrer ein Pelzsakko gestohlen. Ms Täter wurde schließlich der 24iähri'ge Goldarbeiter Rudolf Schütz und der 23jährige aogebaute Bankbeamte Bernhard Hirsch ermittelt. Gestern hatten sich die beiden vor einem Schöffensenat zu verantworten. Es kam dabei unter großer Heiterkeit der Zuhörer zur Sprache, daß Schütz einige Tage nach dem Diebstahl an eine Zeitung einen Brief geschrieben hat, in denk er sich darüber lustig machte, daß der Rock des Staatsanwaltes schon etwas abgetragen war und ine Butterbrote, die sich in der Tasche befanden, sehr dünn b e st r i ch e n gotvesen seien. Die beiden Angeklagten wurden zu se 18 Monaten schweren Kerkers verurteilt. Gratistrauben und ein Fisch dazu. Ein Chauffeur hotte sich gesterrl vor dem Strafbezirksgericht 1 wegen eines unter eigenartigen Umständen angeblich begangenen Diebstahls zu verantworten. Er wurde seinerzeit vor einem Hotel von einem Fremder: für die Fahrt zum Westbahnhof ausgenommen. Bor Beginn der Fahrt legte der Fremde ins Auto ein Körbchen . mit Weintrauben, ferner eine Handtasche mit dem Inhalt eines großen lebenden Karpfens, woraus er sich dann nochmals in sein Hotelzimmer begab. Als er wieder herunterkvm, war der Wagen mit dem Chauffeur verschwunden, gleichzeitig auch die Weintrauben Ullb die Handtasche mit dem Fisch. Der Chauffeur halt« einen anderen Fahrgast zum Aspangbahnhof geführt, und dann bei der Polizei angegeben, daß derselbe die Pakete aus dem Wagen mitgenommen hätte. Be» Gericht stellte er gestern einen Diebstahl entrüstet tn Abrede mit denl Bemerken, ein Wiener Mauffeur werde, doch an einem Fahrgast keinen Diebstahl begehen. Er habe da'.nals gar nicht bemerkt, daß ein anderer Äs der, der ihn ursprünglich bestellt habe, ins Auto gestiegen sei. Der Richter, Landesgerichtsrat Dr. Arie, sprach den Chauffeur frei, da ein» strikter Schuldbetveis nicht erbracht wurde und es imnterhm ryoglich sei, daß der andere Fahrgast die Trauben uud den Fisch mitgettomiwa tvrfu? . Wlemt: Moraenzeltuns Volkswirt. Zusammenlegung und Zerlegung von «Itkeu im GolMlanMgesetz. Von Dr.. Heinrich Schreiber. Die Goldbilanz hält Kelle nnd Schwert ht oen Händen. Mit der Kelle kittet sie die Mtien mit kleinem Krouennrnninale in solche mit denl höheren Schillingnominale zusanmren. Mit der Schärfe des Schwertes zerlegt sie die Aktien, die der Kelle widerstreben und sich nicht nahtlos znsamntenfügen lassen, in Anteilscheine. Zusammenlegung und Zerlegung sind Akte der gleichen Manipulation, sie fömtett Nebeneinander eirchergehen, indem die Zerlegung bloß jene Stücke abbrlcht, die bei der Zusammenleguttg sich nicht zur volleil Aktie rintöeit und von ihr abfallcn. Anteilscheine sind Abfälle der znsamniengelegten Aktie. Obschon null die Aktienanteilscheiite keine Aktien sind, werden sie gleichlvohl der wesentlichen Mtienrechte nicht ontklcidei. Sie gewähren einen Anteil an der Dividende uno an der Stimme der vollen Aktie (§ 9); bloß das Dividendenrhcht ncht (Abs. 6), bis die Anteile üt'" Volltvertige Aktien unigewandkit sind, worauf sie das Anrecht haben! - Daraus folgt, daß die Zusammenlegung aus alten Aktie,» sofort Neue Aktien schafft, wählend bei der Zerlegung die Teile der alten Aktie erst wieder znfammengelegt werden müssen, bis sie eine neue Aktie auffüllen. Jede Zerlegung zicht daher eine Zusammenlegung nach sich. Zusammenlegung und Zerlegung schließen einen Kreis, der sich um die Umstellung schlingt. Darin offenbart sich auch der Unterschied zwischen der Zusammenlegung und Zerlegung., nach.dem Goldibilanzengesetz und der Zusammenlegung und Zerlegung, wie sie sonst unter diesem Begriffe verstanden werden. Nach herkömmlichem Gebrauche ist die Zusammenlegung bic: Methode, ohne Kapi t a l s ve r in eh ru n g, aber durch Verminderung der Aktienzahl, die Aktie schwerer zu machen. Hingegen ist die Zerlegung (Stückelung) der Vorgang, ohne Kapitalsverminderung, aber durch Vermehrung der Aktienxthl die Aktie leichter zu formen. Im übertragenen Sinne erfolgt Zusammenlegung auch zu dem Bchufe, nm eine Kapitalsverminderung durch Verminderung der Aktienzahl auszugleichen. Kein« dieser Schablonen Paßt ans den Vorgang der Umstellung nach dem Goldbilanzengesetze, schon deshalb nicht, weil hier weder eine Kapitalsvermchrnng noch eine Kapitalsverminderung vollzogen wird, sondern eine völlige Neubildung des Aktienkapitals vor sich geht. Nur das zweite Kennzeichen der Aktienverminderung liegt vor, weil bei der Umstellung durch Zusammenlegung die Zahl der .alten Aktien allerdings vermindert wird. Das Kennzeichen jedoch, welches sich bei der Zerlegung in der Vermehrung der Aktienzahl ätlßern sollte, wird verwischt, Werl die Zerlegung überhaupt nicht in Aktien, sondern bloß in Aktienanteilen endet, i>ie jedoch, wie berits erwähnt, noch keine Aktien sind, und weit sie gewöhnlich mit der-Zusammenlegung und Verminderung der Aktienzahl zusammentrifst. Allerdings sicht das Goldbilanzengefetz auch eine Vermehrung der Aktienzahl im Zuge der Umstellung vor, die indessen nicht durch Zerlegung, sondern durch zusätzliche Ausgabe von Aktien (Gratisaktien) erlief,t wird und nur dann (nach tz 2) statthaft ist, wenn der mugestellte Nennbetrag der Aktie nach Bildung der hochstzulässigen Küpitalsrücklage über ein bestimmtes Mindestmatz (150 Schilling) hinauswachsen würde. Zusammenlegung und Zerlegung, die im altgewohnten Sinne froigewollte Behelfe der Emissionstechnik sind, Auskunftsmitteil, um über -Klippen der' Finanzierung wegzukommen, sind nach dom Goldbilanzengosetz notgedrungene, zwingende Maßnahmen, ein Muß, um den Geboten des Gesetzes nachzukommen. Die Mtien müssen znfammengelegt werden, um den Mindestnonnwert zu erreichen, und die Aktien müssen zerlegt werden, um die überragenden Spitzen abzuschlagen. Kein anderer Ausweg bietet sich, nichts, was sie vor solcher Operation verschonen könnte. Ist sie aber vollbracht, dann hat die Umstellung ihr Ziel erreicht, so daß sie bei der Aktiengesellschaft, genau genommen, auf den zwei Säulen ruht, die in der Zusammenlegung und in dev Zerlegung der Aktien fundiert sind, und oeren Kapital die schimmernde Zierrat trägt, welche in. der Esse der Goldbilonz geschmiedet lvorden ist. Ae Regierunn und der Losratenhandel. Beschränkung des Geschäftes. Wie uns mitgeteilt wird, werden die Geschäfte der Losratenchändler in der letzten Zeit von Konrmiffionen der Finanglandesdirektion ziemlich oft kontrolliert Bisnun wurde die Klausel der Losrateuhäudler, derzufolge nach zwei »ichteiitgezahlten Raten das Geschäft als nicht abgeschlossen behandelt wurde, beanständet. Diese Klausel muß jetzt verschwinden. Au ihre Stelle muß das Bankhaus eine Klage ans Nebernahmeder Ware bei nicht eingezchlten Avei Raten überreichen. Auch müssen die Rateuhäudler schon bei Ausstellung des Bestellscheines die Nununern der verkausterr Lose angeiben. Bisnun ist dies ziemlich oft nicht beachtet worden. Die Mmlnrcr wurde irach den ersten drei bis vier bezahlten Raten bokauutgsgebeu. In der Provinz werde», die Agenten von den Gendarmerieposten einvernommen, da der Losratenhandel durch vagiereirde Agenten verboten ist. Diese Maßnahme ist nur iu sinlzeluerr Bezirken z»l bei»M?rfen. Die Erhöhung der Eisenzölle. In der gestrige»! Sitzung öeS Rationalrat S w»l.rde von den MehrheitSvarteien der Antrag auf Erhöhung der E'enzölle eingebracht Danach soll der Zollsatz in Goldkrone« per 100 Kilogramm für Stahlroheisen mit Ausschluß von Gießere rohetie») mit 1.—, Luppeneilen, JngotS mit 3.26, vorgewalste Blöcke, Platinen und Zaggel mit 3.-, Eisen und Stabl in Stäben, roh, b.—>, Bleche und Platte« voy 8 Millimeter odet mehr « Walzdraht für Drahtziehereien md Stahlwalzdraht tür Schtrmschienen- und Mieder« federne'zeugm.» auf Erlaubnisschkin mit 3.— festgesetzt werden. Der Antrag w ude dem Zollau-schuß zugewiese». 19. Marz 102*i Seite 7 Hella Weitzntann llija Franko Wien, VN. , Belgrad geben hiemit TD AYTTIMn Sonntag, 21. Män Bekannt, daß ihre * KAU Uli U |. j. (n Belgrad 9tattfindet Telegrammadresse: iFranko-Weitzmann, Belgrad Neuerscheinung! Die Welt der Bibel Lin Bilderatlds zur biblischen üeschichie Mit 700 Illustrationen und 100 Seiten Text Eingeleitet und herausge^eben von Dr. Max Soloweitschick Ein starker Quartband auf bestem Kutistdruekpapier mit z^rka 236 eta* und tbehrfarbfgen Bildunj Textseften und mehreren Kartenbeilagen Wtrklichkellabilder, nicht Produkte der kOnstleiischen Phantasie will das vorlieg nde werk zusammenfassen. .Die Welt der Bibel* ent* hält daher nu, Darstellun eil aus dem realen Leben Israels Im bibli* sehen Zeitalter, Bilder aus der, nicht Bilder zur Bibel. Se't un<;tiähr 50 Jahren hebt sien langsam der Vorhang, der den alten Orient und das biblische Palästina vor uns verbarg. Ausgrabungen und Forschungen von Arcliäo ogen, Kunsthistorikern, Natu Wissenschaftlern haben uns eine neue Welt, die Weit der Bibel, voll Form und Farbe, Leben und Rhythmus erschlossen. Das aus dem hebräischen Original Übersetzte und vielfach erweiterte Buch, das Dr.Max Soloweltschick, einer der verdienstvollsten jüdischen Blbelwiss nschaftler, nach vielen Jahren emsiger Forschung unter Berücksichtigung auch der letzten Ergebnl'Se der Wissenschaft hier lieiausgibt, ermöglicht dem Bibel* ieser erst das richtige Verständnis des Bibeiwores und eii en tiefen Einblick in die Entsfehuhgszelt des jüdischen Volkes. Keine posthume und subjek* ive Auffassung, sondern zeitgenössische und objektive Zeugnisse und Dokumente illustrieren die Bibel. Darin liegt der besondere Wert und die Absicht des Buches. // Inhalisübersichi Bildmaterial und Text sin I in die folgenden neun Kapitel gegliedert: 1. Geographie (Der Schauplatz der biblischen Geschichte) / 2. Pflanzen- und Tierwelt der Bibel / 3. Die Menschenarten (Eihnograph e) 4. Die biblische Geschichte / 5. Numismatik ✓ 6. Profane Altertümer (Werkzeu e, Wohnung, Nahrung. Kleidung, Schmuck, Oewerbe,Handel, Kriegführung, Bestattung) ✓ 7. Sakrale Alteitflmer / 8. Kunst ✓ g, Schrift In vornehmem Halblederband 36 Schilling Dauerhaft in Ganzleinen 27 Schilling Durch Buchhandlung R. Löwit,Wicn 1. Bezirk, Roienhmn«hra$e Nr. 2t ' Sie Wiener Banken gegen den illegalen SevisenHanvei. '! Der freie Zlotyhandel soll unterbunden werden. z . Wie wir erfahren, planen die Wiener Banken ein bchördiliches Einschreiten gegen den illegalen Dovisenhandel, besonders iu igloch, zu fordern. Dieser Schritt hat seine Ursache in folgendem: i In der letzten Zeit klagen einzelne Privatfirmen über einen! starken Rückgang des Devisengeschäftes. Dies ist darauf zurückzu- ^führen, daß die meisten Devisengeschäfte an den schwarzen Börsen iabgeschloffen werden. Der Bankenverband halte nämlich in seinen letzten Verordnungen den Dowisenverkehr derart geregelt, daß die Geschäfte nm zu den Waren-, respektive Geldkursen mit den entsprechenden Gebühren Abgeschlossen werden dürfen. Die Besitzer können jedoch durchwegs bessere Preise erzielen, da an den schwarzen Böifen nur die Mittelkuvse sowohl für Wate als auch für Geld ln Wirking sind. Beruhigung auf.den Devisenmärkten. Im Gegensatz zu den letzten Tagen waren die gestrigen Umsätze auf den internationalen Devisenplätzen sehr gering. Bemerkenswert war die festere Haltung des fran ösischen und belgischen Franken. Die Devi e Paris erhöhte sich in Zürich von 18.60 auf 18.625, Brüssel von 21.05 auf 21.20. — Warschau und Bukarest konnten ebenfalls leict te Besserungen erzielen. Für den Dollar wurden 8.20 bis 8 80 Zloty bezahlt. Bukarest erhöhte sich in Wien von 2 96 auf 2.977. Der starke Rückgang der Devise Oslo ist auf fpekulattve Abgaben, zurückzuführen. Weitere günstige Entwicklung des Geldmarktes. Der gestern , veröffentlichte Status der Oesterreichischen Nationalbmik zeigt ' eine weitere Besserung der Geldverhältnisse. Der Barschatz ist um : weitere zwei Millionen auf 603 Millionen gestiegen. Hingegetr hat das Wechselportefeuille eine Venniirderung um 18 Milil liöneu auf 85 Millionen aufzuweisen. Der Geldumlauf verminderte sich um 33 Millionen auf 746 Millionen. Bei dieser günstigen Entwicklung wird eine weitere Erutäßigung der Diskontrate er- ' wartet. Die Natiormlbank wartet aber vorher eine Diskontherabsetzung der Deutschen Reichsbank ab. Die Wiener Börsenkammer und der Pfandbriefhandel. Iu der gestern abgehalrenen Plenarsitzung der Wiener Börsenkammer! wurde der Rechnnugsabschluß für das abgelaufene Jahr, «rlchcr 'einen Gebarungsabgang von 85.470 Schilling aufweist, genchmigt. iDie Frage des Pfandbrief Handels in Borkriegsentissioneu und verlosten Stücken wurde nach den Ergebnissen der dies- : bezüglich vor kurzem ibgeha'teneu Enquete einer eingehenden Be» sprechnng unterzogen und vie endgültige Beschlußsvssung Vorbehalten. — Am 25. ö. (aufgehobener Feiertag) findet normaler. Börsenverkchr statt Zuschriften an die RedaMon soivte ««verlang» etniangende« Sünnusürtpte« WvU, «an stets RÜettportv beilege«, da sonst eine Deantwortuvg, beziehnngsweiss Aücttsendnng «ich» eesolge«

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