Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-03-16 · Heft 2537 (16.3.1926) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2537 (16.3.1926)
Date
1926-03-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
88% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981624--25879-3013578
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

unnun ffelen;Mlgrotgyl Wi en. LumAdllvIen in der Expedition, IL Taborstr. 1-3, öder in einerVersdilelsstelle (Trafik) monatl. 5 Schilling Strassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Firma Oo I d sehmied, J* Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling T sc hecho-Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mao.Din.60. Polen:Mon. 52Ioty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 ^MhMhliajeii bei Frei«, erhftbnagen rorbetaellen Wiener orgenseitung England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei. Bulgarien Mon.IOOLewr, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II. Taborstr« 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Stelnmann) Oesteneichisehes Postsparkassen-Konto Nr. 150,693 91t. 2537 Säten, Lteortag. 16. Mörz 1926 8. Jahrgang Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mit« teilungen find durch ein vorangefetztes E gekennzeichnet. Sie palästinensische Gendarmerie. Keine Gegnerschaft Plumers. Schweden md die Tschechoslowakei wollen aus dem Mllerbnndrat austreten. Jerusalem, 15. März. (I. T. A.) Die Jüdische Telefiscaphenagentur ist ermächtigt zu erklären, daß die in einem Teil der jüdischen Presse Europas und Amerikas erschienene Mitteilung, idaß Lord P l u nt c r dem Waad Lemni mklärt hätte, die Palästinaregierung sei gegen d i e S cha f>s u n g einer rein jüdischen Militärabteilung, den Tatsachen durchaus nicht entspricht. Anfragen im Unterhaus. London, 13. März. (I. T. A.) Im Unterhaus fragte das Mitglied der Arbeiterpartei, L. Mac Neill-Weir, den Kolonienmittistcr an, ob ihm bekannt sei, das; die Geickarimrie in Palästina, in der Juden, Araber und Tscherkessen vertreten waren, demobilisiert und auf einer Basis reorganisiert worden ist, d^ß I u d c u ausg e s ch l offen seien; ferner ob Ser Minister Schritte unternehmen will, um diese ungleiche Behandlung, die Unzufriedenheit^ hevvorrust und die hgrntomschen.Bezichungen der BöUer untereinander stört, zu vschmncrn. . Kolonicuminister Amecy erwiderte: Ich habe meiner am 2. März an Kolonel Wedgwood diesbezüglich gegebene Antwort nichts hinzuzufügen. Ich korrespondiere Wer diese Angelegenheit mit dem Oberkommissär weiter. Die Schaffung des neuen Grenzkovps steht noch in Erwägung. . Das Unterhausmitglied Saklal.v ala (Kommunist),- dichtete <m den Kolonienminister die Frage, ob es wahr sei, daß in Cy p e r n u n d i n P a l ä st i n a unter der Billigung der britischen Regierung K o m m u n i ft e n verhaftet.worden seien, welcher Vergehen diese Kommunisten bezichtigt werden und dvann die Prozesse ftattfiuden werden. Minister Amery erwiderte: Die am 1. Juli vorigen Jahres vorgeniommene Deportation von Kommunisten aus Eypern geschah mit Zustimmung der britischen Regierung. Was Palästina betrifft, so sind die lokalen Behörden instruiert, Personen, die die öffentliche Ruhe gefährden, zu verhaften^ Mir Wirde über Verhaftungen von Kommunisten in Palästina in der letzten Zeit nichts mitgeteilt. . DaS Untechausmitglied Walter Baker (Arbeiterpartei) wollte wissen, wie viel Autos in den Jahren 1924-25 in Pa- Wstma eingeführt: wurden. Der Parlamentsselkretär beim Departement für. Ueberseelhandol. Mr. Artur Michael Samuel, erwiderte: Im Jahre 1924 wurden 306. in den ersten zehn Monaten 1925 656 Autos in Palästina «ingvfühvt. Di« meisten stammen aus den Bepeinigten Staaten, Auch die Araider sind bounimtzrgt. London, 15. März. (Tel.-vKomp.) Nach einem Telegramm des Daily Expreß" aus Jerusalem werden aus Erspavungsgrönden die englischen Mklitärverwaliungen in Palästina und in Transjordanien unter der bisherigen Leitung des englischen Oberkommissärs in Palästina Lord P l u m e r zusammengefaßf. Der Araber hat sich daraufhin eine gewisse Beunruhigung bemächtigt, da sie befürchten, daß diese Maßnahme die Vereinheitlichung in der Zivil- Verwaltung von Transjovdanien zur Folge haben werde, ivas einer Annexion Transjördaniens.gleichkäme. ' Die neue Verfassung für Transjovdanien wird nach derselben Quelle int Mai betanntgegeben werden, bei tvelcher Gelegenheit der Emir Abdullah zum Haupte der Dynastie Trattsjordaniens ernannt werden soll. Die jüdischen AEeiterr füe eine Legion. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Jerusalem, 15. März. Das Präsidium der Hiftadruth Haolvdim (Jüdische Arbeiterpartei) hat'an dk englische Arbeiterpartei das Ersuchen gerichtet, die Forderung lder palästinensischen Judenschaft nach. Belastung der jüdischen Gendarmeriemanuschast in den gemischten militärischen Brrteidigungsverbänden zu unterstützen, widrigenfalls möge die Arbeiterpartei für die Forderung nach Bildung e i n e r b e s o n d e r e n j ü d i s ch e n L e g i o n, e i n t r e t e n. Nach hier irmge.langteu. Mitteilungen hat bereits im Auftrag > der Arbeiterpartei Kolonel Wedgwood entsprechende Schritte eiugeleitet. , ' Polen und ei« nordischer Staat solle« einen nichtständigen Natsfid erhalten (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Genf, 15. März. Der BMrbundrat hat heute vormittags uns nachmittags geheime Beratungen abgehalten. Nach den ■ heute abends vorliegenden Nachrichten scheint es nunmehr sicher zu sein, daß zwei Mächte, die einen nicht ständigen Ratssitz.haben, zurücktreten werden, nämlich Schweden und die Tschechoflowakei. Es werde der am Mittwoch zusammen tretenden VölE-evbundversantmlung überlasten sein, an 'Stelle dieser beiden Länder zwei neue Staaten in den BMevbun-drat zu wählen. An die Stelle der Tschechoslorvakei soll Polen treten und an die Stelle von Schweden soll grundsätzlich c'.r: anderes nordisches Land, wie N o r wegen, D a n e m a r k, oder H o l l a n d, treten. Die heute nachmittags versammelten Vertreter der k le i ne n Eu t e nte ha'ben sich mit dieser Lösung ei nve rst a n de n erklärt, und zwar unter der ausdrücklichen Voraussetzung, daß dieser Mächtegruppe im Herbst wieiderum e in Sitz im Rate emgeräumt werde.' Dieser Sitz würbe vom September an nicht mehr B e n e s ch, sondern dem jugoslawischen Minister des Aeußern N i n c i c( zuerLannt werden. Me man weiter -vernimmt, haib^tt die i . Delegierten der süd- und mittelawerikMschen Staaten, die durch die intransingente Haltung Grasrlrens beunruhigt sind, eine Versammlung abgehalten.und beschlosten, sich an den Rat zu wenden, um von ihm Aufklärungen über Me gegenwärtige Situation zu erhalten und um grundsätzlich der Minung Ausdruck zu verleihen, daß die Zuteilung eines ständigen Ratsfitzes an Deutschland als eine europäische Angelegenheit zu betrachten sei, in welche keiner der vertretenen! S r a a t e n hindernd (anspie'lend an das Veto Brasiliens), einzugveiftn habe. Die Verhandlungen des Rates werden morgen vormittags fortgesetzt. Es handelt sich jetzt ausschließlich noch um den Wunsch, Polen aus irgend eine Weise den Eintritt in den Rat zu ermöglichen. Es erscheint aber duvchaius noch nicht sicher, daß die Völkerbundversammlung bei einer Neuwahl auch tatsächlich dem Wunsche des Rates, Polen einen nichtständigen Sitz zu geben, Rechnung tragen wird. Wenn diese Frage aber nicht bis morgen abends geregelt ist, dann wird wohl nichts übrig bleiben, als entweder die Versammlung auf gut Glück wählen zu lasten oder die Frage zu vertagen. Die Vollsitzung der Vötterbnndversammlung wird gemäß einem nachmittags gefaßten Beschluß des Präsidimns am Mittwoch, vormittagslOUHr, abgehalten werden. Der Beschluß wurde, wie verlautet, mit Rücksicht darauf gefaßt, daß B r i a n d noch mit dem Mittagszuge nach Paris reisen kann, wo Dorrnerstag vormittags das neue Kabinett Briand sich der Kamaner vorftellen und die Regierungserklärung verlesen werden wird. Sultan Attasch gestorben? . London, 15. März. Wie das Reutersche Bureau aus. Beirut meldet, veröffentlicht ein dortiges Blatt die bisher unbestätigte Nachricht vom Tode des Sultans Altrasch. Der Sülän Ivar vor kurzem durch eine Fliegerbombe schwer verwundet worden. _ : Sie allpolaische NoMenloafereur. (Eigendienst der „Wiener Morgcrizeitung.") , , Warschau, 15. März. Heute wurde die Mite allpolnische zionistische Konferenz unter großer Beteiligung von Delegierten und Gästen eröffnet. Der Präsident der polnischen Zionistenorganisation Leon L e v i i e betonte in seiner Eröffnungsansprache die Wichtigkeit der Aufgaben, die d'w Konferenzen erfüllen habe. Abgesehen von. der Aufstellung klarer Richtlinien für hie nächste jüdische Politik in Polen hat die Konferenz, vor allem den Zusammenschluß der einzelnen Landesorganisationen zu einer einheitlichen starken zionistischen Organisation Kr Gesamtpolen zu vollsühren. ' Nach der Eröffnung' erstattete Abg. Har g l a s ein ausführliches Referat über die gegenwärtige politische Lage der polnischen JudeNheit. Abg. Hartglas schilderte eingehend die politischen Avbeiterr des jüdischen Klubs im jetzigen Sejm. An. der Konferenz nehmen 300 Delegierte lest. Hievon enilfallen 171 auf Kongreßpblen und Wilna, ungefähr 4M auf Pest- und Ostgalizien. Den Gruppierungen ngch sind 90 Delegierte der'Gruppe Eth Lilvnoth, 64 der Grünbaum- Gvupp« 6 Revisionisten, 11 unparteiische. Die Delegierten auö Ost- und Westgalizien treten als gesonderte Klubs auf. Mn Aufvuf der Iivnistrschen Liinderexerutwe. (Eigendienst der „Wiener Üllorgeuzcitung.") Lemberg, 15.. März. Im Zusammenhang mit den Beschlüssen.der letzten zionistischen Konferenz in Ostgalizien, wpnach ein Wirlt-schastsrat gegründet wechen soll, der einleitende Schritte zur Bildung eines zentralen jüdische» Kpchitinstltms unternehmen soll, hat die Exekutive eine» Aufruf an die Bevölkerung erlassen, in der sie ausgefordert wird, diese Bestechungen zur Gründung eines KredrtinstimtS Wf kooperativer Grundlage zu unterstützen. Ae Frankenfalscher vor dem Anklagesenat. Skvrne Aewdermwg dev Anklegeschvrft. '(Eigendienst der „Wiener Morgeuzeiturrg.") . Bchqpest, Iß. März. Der Arcklagesertat setzte heute die Verhandlung der Appellationen fort. Nach der Rede der Verre'chiger erwiderte der Staatsanwalt Dr. Sztrache auf die Reden der achtzehn Verteidiger. Wie verlautet, wird der Beschluß des AnNagchnatS keine Aenderung der Anklageschrift bringen. Gva-f Kitvolyr soll nicht auMrgen. . Wie die Blätter melden, ist der Rekurs der Staats» antvakfchaft gegen den Beschluß des Unterfuchungsgerichtes in der Frage der Einvernahme des Grafen Emmerich Karolhi abgewiese« worden. Graf Karolyi kann also nicht zu einer Aussage in der Frankenfälscheraffäre gezwungen werden. > Gzewdey fveigeLasien. Der Student Ladislaus Szssdey, der vor einiger» Tagen wegen Verbergung der Fraukenklischees m. Hast genommen worden war, ist von der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß gestellt worden. Da gegen ihn die Anklage nur Wegendes VergchenS derVor schublei st ung erhoben wird, erscheint eine weitere Präventivhaft unbegründet. Rilaalmordhehe in Manen. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Kowno, IS. März. Im Zusammenhang mit einem von einem besoffenen Bauer verbreitern Gerücht, daß die Juden kn Slobodka bei Kowno -einen Rirualmord veyangen HM«, überfiel eine verhetzte Volksmenge einige jüdische Häuser, wobei alles, was vorgefundeu wurde, vernichtet und geplündert wurde. Einen besonders großen Schaden erlitt der? jüdische Gewerbetreibende Krämer, dessen Wchnung zur Gänze ausgenmbt wurde. ln Stoffen, Messe-Angebote «p II. Takorstrasss 48 Telephon 47*1-71 En gros Eo detail

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.