Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2535 (14.3.1926)
- Date
- 1926-03-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 74% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981622--25855-3013552- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
i-om jnuium %m Nr. 2535 Wien. Somitaß Wlenev Moeaenzettutiü 14. Mär; 1926 Leite 5 Me schwarze Beaus von Wrago. Lar „MädchenvenAonat" der «voftelr. A-us Ehikago Mw uns dorichteu Hin o-rrWt V've -Bsvh«f.1MW omeS NvMS, dos tts ch w a v u Meöftia s" MManr Rolbertso», großes Llachsichcn. iUi'it chm ist eiarsr jener zochibvellchen Re'tiAionsssil.f.t.or mrd Propheten der Polizei in rwe 'Hände gefallen, die die Leichtgtälvbi'gkeit ihrer lNitmenschen «vißlbrauchen -mid die große mystische Melle, deren Mögen in Arwöcki^a ssit ban>g»er Zoi^t höhere gehen denn se, zu ihren nnliantevcn Zwecken ansnützeit. Die „Kirche der Aiiserwählten' nannte der sorvcn verhafte-te 'Niageiv Milliain tlioaer-rso» feine Gründung. Tii>e .Bieirganigenlwit Rvbarlsvns <ift -vor-iäuftg in Dimtiel gehüllt. Tie hhoiograWe-rten Fnvgembdrncke, die die Pol.itzei von Ehiikago an die Beihörden aller Großmächte dm Union -gesandt hat, sollen darüber Klarheit schassen, ob dieser ftillsviire Apvstiol miit dein berüchtigten schwarzeri Fassadcnttetterer und Einlbvecher idcnt'isch sai, der sa-hret-ang -der Schrecken des Miilbiottläw'mrtels von Lan Fran-zisto mar. Rolber-Hmr war vor;iu\m Zähren in EIMrgo ansge-rancht- und suchte zunächst Im 2te>g.'avierte>l der amMiikauiischen Niieftnstadt An.häNiger ftir die „Kirche der Tl-usorlväihlt-e»" -n tverben. Er suchte den meist nn-aelbÄdeten, sdlibst des Lesens und Ichr-eibens unckmdigen Schwarzen gl-anben zu rnacheir, daß die großen RMgionÄstisteir nur tat;c 'braune, gel'be und waiße R-asse "t-Iöift hätterr. Er, SßirTöiam N-vbevisvit, sei gekommen, mit den Schwarzen den Weg des Heils;n weisen. Es sanden sich bald einige hunde-rt Nager/ die sich um den ,.AposteL" fchavtie», und innerhalib e-ines J-ahre-s zählt.e die „Kiirche der Ansevwählren" bor-sits mehr als fünftausend Aichängcr. Bor emligen Äionaten überraschte mm der schwarze Äiessias tfrofiive Gdtrouen mit der Botschaft, das; uuume-hr auch die -Zeiit der Erlösung der Frauen Geheimnisse der Schmerzes. ' Soviel sich auch die Wissenschaft schon um t dem Schmerz •Xuö seinor Biotänrpsirng heschäls-tigt hat, so gibt es doch noch viele Gche-imuisse, die mit diesem am weitesten über unseren Körper vevbvaitetvn Gosülhl vorlbunhen sind. Die mvde-vue Hoil'kimde hat den Kanchf gegen den Schmerz liiii't allen Waffen aichge-- invmlilien und «ihn auch schon znm großen Teil sirgvoich dnrchfochten. Diese Beswimyz von Skmoyzeil, die heute oin-e Grund' ne geil der Atedilzin -ist, darf man nicht oi-nsach a>-.s dem Wunsch erklären!, den Menischeu vor nnnötiigen Leiden zu öeloa.hren, sonder,n die Büsiyglvnig des Schmerzes »st in vielen Fallen -auch ein wichtiger Hoilifaktor. Man har durch Forschungen nachtze-vlivsen, daß der Schinerg ebensowohl ftl'bst ein N-eizm-iitel ist und daß sein Bothandenseiin dazu dM-ägt, die Kran-ttpi-ten zu veris-chüinMMn uud zu venlän-gern, durch 'die or horvor,ge-- nuisen tvirld. Die Lehre von der sosortligen Besveinng von T chm erzen — 'mag diese nun durch schnelle Operation oder durch schmerzstillende AMtvl arfolgen — ist 'desihaitb m-issenschaftiiich L'vohl degpimdeit. Alber man da-us a-n,dorerseÄS nicht vvM'sse»,' daß das MHKvten des Schmerzes auch seine -guten Daiten hat, denn die i NvitM gibt dadurch dem Ale »scheu ein Warnnngszeichen mcht ruft dli-e Musiieln zum -LMstschntz -ans. T-er Schni.-er'z dvi-ngt es Mn Bdispieil mit sich, daß die Be.megnng eiii-es Gliedes von der! Gvfaihreuqnelle wogverlc-gt ivird oder die schinenchafte Zus-amnienziehu-ng der Ainsleln uin eine vevlepte Stelle vcrhind-vr-t die Bervc-gang iiberhanpt. . CitWvüer ÄvpMmorz ist -oft das A-NlZeicheu -von Kwn-khoit-e», Äi-e volllvmni-eue Nnhe erftudern, r.-nd der Schmcwz. hat diei heils-am-e FvllMenschoinniia, -aß man sich uiederlegt und ruhig vovhä-lt. Noch »licht rest-los a-nsgoklä-vt ist der Einflnß, den'das Gehirn auif die Schmerzen ansiibt. Es ist j-a bekan-ut, dasy ivenn der Geist von einer stanken deherrscheirsen Envegu-ng -rrgvissen ist, der Schmerz u-m-erdr-ückt wind; so empsindet der Soldat vielsach die Wunde nicht, -bis -die Linsr-egnnlg der Schlacht v-ovbei ist. Ein sehr" sl-anler Schmer; oräng-t auch stets einen llein-ereit zurück. Kpin-e iSchni-crzeu wende» durch Kran-khei'ten oder Borl-ehtrng-ent herdvogerinseii, die -in a-nivissen Gegenden des j'eövpers eultslech'nr sv hznill Bnifpiei s-ehlt die Schmenzemftfindn-ng in der C-irbsta-UiZdde-s Gehirns, der Leber, der Nlieren oder der Lnnlge. Mv-u öcvnn die,se Organe de-in Ai.esser und sogar dr.in Fen-er anss-etzeu, v-hire Schiu-erz hervorztirns-en. Mail nimmt au, daß sie leine -eilgeu-en „Schmerz-enl'psän-ger" 'besitzen. Alber mau darf dabei unior lviuen Unistäudeil die seinen Meuibrame 'berühren. die diese Organe umgeben, .eenn sie sind io nrit Schttrerzem'psängerr Msgestatset, daß sofort eine slavk-e Schmerzeiuprinldnng enilsdcht. Ei« sünfhunderttacher Raubmörder erschaffen. Ans.Belgrad wird gemelde!: Ein, -atbaiiesische Genoariueriepatioililk' hat gestenc nach einem kurzen Fenerzesecht den vi.'lgesnchten südslawischen Ränl'eryanptmann Iussns Bchvnie gelölet. Behonie soll angeblich seit der Kriegszei: über 5 00 Na u h morde begangen haben. Er hat sie ausschließlich au Ehrj,sieit petiiCl, '.vieshalb er bei den Mnselmauen groß« Populvrilät genoß unhftmch fträfien vor den Streifungen der fn-ivilawischen G-eilM'nicrj-ePglrpnjlleil geschützt wurde. Ans das Haup! des Nätcherh-atchtinailnes war znm Schluß ein Preis von 30.000 Dinar ausgesetzt. B-eiuerfenSwert ist, das; Behon'lc bei feilten zahlreichen Zusämnleyjtößlll Mit ingoslawisAeii Gen-ariner'lesatwuilley M g-ekomm-cn f-ci. Er habe, höherer Eingeibmig -folgend, -den Entschluß gefaßt, einen weiblichen Orden zu gründen. Zu diesen Orden sollen junge LKigerinnen, die des Hsils teilhaftig zu lvevdcn wünschen, a-iftgen-ommen werden. Nvbcrfton versprach sornen Gotvenl-en owiges Leiben «in den hmmHilschen Gefilden, ivenn sie ihre Töchter soiner Führung nnvertriauen und sie beiwegen, sich ins Kloster de>r ,Mache der AnsevwÄhlten" ausn-chm-en zu lassen. Der?lnfsordemi!n-g leisteten eitlwa sechzi-g sanalifieirt-e Anhänger des schlvamzcn Messias Folge. Rvbevtls-vn ibvachte die jungen Mädchen in eine Billa, unweit von ElK-ago. Hier wurden d-ann Vor geladenen Gästen, von denen sich dor „-A h -o st e i" entlspvechend -bezahlen Meß, ivüste Orgien veraii-stial-t-et. Auch diesen AusschivcHungen w-nßche Robertson ein mystisches Mä-nteiichen n.mz-tchängeci. Es seien, vrlklärte er den »wist sehr ingendlichen Ordensschwestern. Gottesdienste zu Ehren der schivarzen Venns. Dir: Polizei war vor einiger Zeit aift die Borgän-ge «in der Billa au-fm-orlsaui gcivorden. Der schwarze Messias wurde vorgelad-en und verhört: er mußte jedoch entlassen werden, da seine Angaben, es handle, sich u-m ein Mädchenpensionat, in dem jtl-n-ge Negerinnen -eiu>e den Gru-ndsätzen der von >i'hm ^gründeten Neligi-on entsprechende Erzrehu njg e-rhaWens, nicht tvidcrlegt werben kon-nten. Denn m Amerika -steht cs jedem frei, eine Neligiou zu stiiften und deren Lehren zu verb-rviten. Die Polizei n-tchur schliieWich zu eliiwr List Zc-s-lucht. Sechs schwarze Detektive ließen sich iu die ,Ii-rche de,r Auserwählten" -auftlehmen uu-d erhiielien -auf diese Weise in die Billa Zuitvitt. Ter Messias, und sieben se-inor Auhä-nger lvnrdcn f est-ge n-öm m eu, die Kirche n-nd der Orden aufgsiöst. große Anzahl jugoslawischer G e n b a r nr er i e o f s i z i e r e e rschoffen hat, denen er Uni'orm und Orden abznnchnten pflegte Dann legte der Räuber die Ofsiziersunisyrm mi: allen Anszeichnnngen selbst ai7, um irgend einen neuen Streich argen einen nxhihabenden Kausmeinn zu verüben. Grenzräuber. Ans Riga wird ,ms de-richle-t: Iin vergangene,c Fahre -wurden an der r n ssi s ch-le t-tis ch eu Gr-enge mehrere j -n-d-i s che E-in-i g v «it tcn,. die ve-rft.cht hn-ü-en, die Grenze illegal '.» überichreiten. von Rärivern erinn det und ansigcraiibt. Großes Aufs'.'hen err-efte i-nsbesonder: di" Erntvrdnnig von zirei ÜEgaer jüdischen Bürac-ru. Finger und Flem, bei welchen Bvillauben von hohem Wert-c geranb-t wurden. Tiesor T-a>ge wnrdeir zwei Ar-iit>gl-ieder der Baude, die versucht hatten, bei eiimn Niiga-or Inarolsior die gor-a>rvbtcn Br-illairl-en zu Geld zu m-achen. sosl>g:n-om-incn. 2k gestanden, daß sie der Grenzränb-erbande mgeüören. Auf ihre Angaben Hill wurden noch chndhrere Mitglieder der Bande vo-rhafeot, im gairzen 24 Porfouen. Aiohvere: Banden-m-it>glieder koimten nach N-nßi I-an>d s'llüchtcr Ständige Sepvelin-Berbmdung Amerika- Europa. Nach Azenturmelbnngen iverden nrner der Bereilianng bedentcn- -'der amerilanischcr Kapitalisten Pläne für eine dauernde Zeppe-lin- Borbittdnng zwischen Amerika und Europa geprüft; unter andereul sollen F o r h, G n g g e u h e i m und R o ck -e f e >l l <e r an den Plän-en, die von der National aerouantical Association auSgchen, vinteresjiert sein. Der Präsic-en-: dieser Gesellschaft erklärte, daß : im Jahre 19L5 eine ganze Zeppelin-Flolt-e zur Berfügung stehen würde Die einzelnen Schifsslypen solle» dreimal größer als die „Shenancoah" sein. Tic Passagierralen solleik nwglichst billig gehalten werden. Die Schifft sollen so gebaut werden, daß sie Platz für 100 Passagiere geben, dabei sollen sie über jeden Könifort verfügen und mit Promenadendecks, Eß- und Lchlafränmen aus-- gestan-el sein. Die durchschnittliche R eise zeit zwischen Anrerik-a und Europa soll l Vu bis 2 Tage beira-gen. Es verlautet, daß nrnn sich -in Washingtoner amtlichen Kreisen stark für kiese Piäne inwress-ierl. Lar Semmering-Schachturnier. Dr. Tartakower und Lpi-lumnn siihrrn. SernmMng, ltt. März. lPanhans-Lchachlnrnier.) Die junfte Rnnve hatte heule mit ftner inler-essanten Paarung eingesetzt. Tie Zahl der Zuschauer wächst von Tag zu Tag. Auch heule beherrschte das geschlossene Spiel das Feld und nur an zwei Tischen;hat sich sofort eine offene Kampagne entwickett S p i e l in a ii n überraunte deil Engiänoer 8) a i e s in eiitein schottischen Bierspritigerspiel schon nach 01 Züge» mit eilteiu glänzend durchgesührten KönigSangrisf. Das Spiel Dr. Lartakower -—Rubi»stein e-ndcie in ci-ncm Endspiel von Springer und "Bauer geigen Läuftr und Bauer remis. Di-' Partie Dr. B io m a r— Grün seid wurde gleichfalls remis gegeben. Das Spiel Prof. Michel gegen Kulvch endeic nach 20 Zügen durch Abtausch tmen-tschicden Tr. T r e y b a I versuchte gegen Dr. A t j e ch i n -mit ein-e>r Snonewellversch-anznng sein Heil zu iindeu. Der Großyw'lstcr erzwang mit einem wchlburchdachle» Oitaliräisopscr hu 80. Zug den Sieg. Pfti-app vor dem ersten Abbruch sch sich Hpje l ll! gettötiZt, dqs MU dW §-.stra-uer Meister Aj!- t, ^^tTihe^b’aSSefi'lS Aus unserer Zentrale unc unseren Filialen: Stoffe: Original englischer Homespun, 140 cm breit, der Meter.. § 15.— Crepe Georgette, die große Mode, 100 cm breit, in den schönsten, von Paris lancierten Modefarben, der Meter.§ 18,— Mode-Schotten, 105 cm breit, der Meter S 4*50 Mode-Schotten, 140 cm breit, der Meter S 7.50 und »»»»«»»,»,,»§ 8.50 Schweizer Voll-Etamine, in Weiß, 115 cm breit, der Meter. .5 3.— Schweizer Voll-Etamine, in den schönsten Modefarben, 115 cm breit, der Meter . . S 3.20 Schweizer Voll-Etamine in aparten Farben und Mustern bedruckt, 115 cm breit, der Metei S 4.—- „Rosita“, sehr aparter Nachmittagsmantel aus Original französischen Modestoffen, nach Pariser Modell gearbeitet, zur Hälfte mit Crepe de Chine gefüttert . . S 115»— Friihjahrshüte, ungarniert, in allen Modefarben .. § 4.90 S 5.90, 0.90, 7.90, 8.90, 9.90, 16.90 Bei uns g-ckauftc Hüte werden kostenlos garniert] Im Tiefparterre: Crepe de Chine-KJeidchen in hübschen, modernen Farben ...... S 39»— Hübsche Kleider aus gutem Sdiafwolle-Crepe in vielen Farben.S 39.— Fesche Sport-Kostüme aus guten, homespunartigen Stoffen. 8 59.— Schicker Straßen- und Reisemantel aus feschen, sportlichen Stoffen ..... S 55»— Filiale L, Freyung 1: Sport-Kostüm aus guten, strapazfähigen Wollstoffen ...... S 59»— Schicker Straßen- und Reisemantel aus feschen, sportlichen Stoffen ..... 8 55«— Hübsches Jumper-Stoffkleidchen in dunklen Farben . . ...... 8 52»— Woll - Trikot - Jumperkleid in modernen Farben ...... ... 8^39»— Frühjahrshüte in vielen hübschen Modefarben . . 8 4.90, 5.90, 6.90, 7.90 anszu-gebeu. Ter Ungar Dr. B ajda miußtv. sich gegen Dr. Tau r a s ch nach verzweifeltem Endkamps geschlagen betennett. :1t i i -1 und N -i e m z o >v i t s ch hattecl gegeik I a u o w s i y re.sp. T a v idso n, zu lämpseu. Fano-ivski machte eine übereittc Aktion iniit Tame und Turm ans der Raudlinic des Brettes, Schließlich sah er sich aber geztvtcngen, unter mchrfachem Tempooerllnst seine Figuren znrückzunehmen. Der Nest der Partie wm für Ncii nur mehr eine Sache tor Technik. Der Abbruch düvftc für den Ausgang bedennuigsloS fein. U e ü e r"»s ch c n d veriie! N i c Ul z o w i: s ch— D a v i d s o n Ter Hollä :'. hatte sich gegen seine» gefürchteten Gegner wagemutig verteidig, und sich auch an' einen scheinbar gefährlichen Banernranb eiuge'lasftu. Nachdeiu et ihm gelungen ivar, sein Banern-plns bis zum Endspiel Zu be> Haupte», sind seine' Gelvinilanssichlen jedeufalls ganz echeblich wenngleich vas Spiel heule, da die achlstüitdig.' Tnrnierzei-t erfüllt ist, nicht mehr znm Abschlns; gelangt. Stand nach dev fünften Runde: Dr. L a r t a k o lv e r uud S p i e l m a » n je 4,2t i c rtz z o w i t s ch lll/g (H.) V id m ar und R u b i n st e i n je 3Y3 G i i g, N e t i und Ianow 8 kt je ll, Dr. T a r r a s ch G r ii n f e l d, Dr. A l j e ch t u je 27,, K m o ch, Dokto' Bi i ch e l, Dr. B a j d a je 2, Z) a t e 3 ll/„ Davidson! (H.), Dr. Trejbal % Noselll 0.