Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2535 (14.3.1926)
- Date
- 1926-03-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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unatn rpolen; 25 aroszv I Wien: Zum Abholen ln der Expedition, IL Taborstr. 1-3, oder in einer Verschleisstelie (Trafik) monatl. 6 Schilling Strassenverkaut in Wie ii durch die Kolporteure der Firma Q o I d schm ied, i.. Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakei; Mon. K 22. dueoslaxvieu: Mon. Din. 60. Polen:Mon. SZloty. Deutschland: tyon. Om. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 —r-,_j bet frei». eraOhaniten ▼orbehalies Wiener ^sghansTSTti WASCHE1 35-20SERIE- H'WALLG * 3’SNAHM5STf:LLEN IN ALLEN 3521RK EN England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Ld, Bul gari en :Mon.lOOLewat Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration; Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38.43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Unlversitfitsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.695 Rk. 2535 Me». Sonntag. 14. März 1926 8. Jahrgang Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. C die Marke de 5 eleganten Herrn ' VII., Kaiserstrasse 123 IX., Alserstrasse 6 erliner Häuser I kauft und beilehnt auf I. und 11. Satz, übernimmt in Verwaltung zü killanten Bedingungen, erteilt Vorschüsse auf Mieten „FELICIA-, Berlin E2, Molkenmarlct MB ^.Wien9r. Vertretung:. M. Münzer, l„HassgassQ 7, A. WAEMUTH, A.-ü. Spediteur der. Korporation der Berliner Buchhändler Umzüge / Spezialität:. Palästina-Transporte / Prima Referenzen 1 BERLIN C *, Minier der Garaisonkirchc 1 a Amt Norden 0731-9736 W 15, Joachimsthalcr Sirasic 13 Amt Setinplatz 3353 HAMBURG Uornsira*se 31, Amt Nordsee 1166 429 Wöchentliche direkte Verbindung Triest—Jaffa ■ ■ Tag®: lus». LLOYD TRIESTINO / TRIEST IIOVD TRIESTINO, SOIll l/lmVAVlfrWIONl xVAPOP.li 1 / Reduzierte Fahrpreise Generalagent«1: Wien, I., Kärntnerring Nr. 6 JUMPERKLEIDER aus dam CLARA FLANDRAK Kieiaersaion vvwwwwvvirvvvvv-V vww-w I., JASOMIRGOT rSTRASSE 5/15 (UFT) sind schick, elegant und dabei sehr billig. Aparte, Modelle aus Kasha, Crepella, Popeline, Marooaine in den neuesten Farben Pistaziengrün, Oerise, Lavendel. Stinnes und Schulz. Sie Geldspenden an die Fememörder. Berlin, 13. März. Der Femeuntersuchungsausschuß des preußischen Landtages hielt heute im Konferenzsaal des Untersuchungsgefängnisses in Moabit eine Sitzung ab, um den in Untersuchungshaft befindlichen Oberleutnant Schulz und Feldwebel K l a p p r o t h, zu vernehmen. Oberleutnant Schulz, jetzt 28 Jahre alt, erklärte, daß er anfangs 1924 als Angestellter beim Zentralverband der Landarbeiter eintrat, mit dem Aufträge, die Landarbeiter in Genossenschaften zusammenzuschliehen. Mein direkter Vorgesetzter, sagt Schulz, war als Leiter des Genossenschaftswesens der Abg. Meyer. Als der Ruhrkampf auf seinen: Höhepunkt stand, trat der jetzige Abg. I a.h n k e an mich heran, der damals als Reichskommissär für den Ruhrabwehrkamps der leitende Kopf der Ab w e h r b e w e g u n g war. Es handelte sich damals um Offizier.c und Mannschaften, die Aufgaben gefahrvoller A r t auszuführen hatten. Auf Empfehlung eines gewissen Gutsche wurde ich vom Abg. Meyer sofort mit einem Gehalt von 250 Mark angestellt. Ich unterrichtete mich über das Genossenschaftswesen und das Genvsfenschaftsrecht und reiste IxnuAm Lande herum, ' um Genossenschaften zu gründen. , Die Genossenschaften waren kein Deckmantel für weiterbestehende Arbeitskonrmandos. In den ersten Monaten des. Jahres 1925 wurde ich öfter zum Polizeipräsidium bestellt und über die Fememordangelegenheiten befragt. Id) habe davon den Abg. M eher immer unterrichtet und die Vermutung geäußert, daß man mich einmal festnehmen würde. Auf eine Frage des deutschnationalen Abg. D e e rb e r g, ob er sich an den R e i ch s i n n e n m i n i st e r Schiele um eine Anstellung im Reichsinnenministerium gewendet habe, erklärt Schulz: „Ich habe mich an Herrn Schiele nicht wegen einer Anstellung gewandt. Der Kaiser hat mich vom aktiven Unteroffizier zum aktiven Offizier befördert." Auf eine Frage des Abg. D e e r b e r g, ob er für seine Tätigkeit im Landarbeiterverband von vaterländische u Verbänden, A r b e i t g e b e r v e reinigungen oder dergleichen Geldbeträge bekommen habe, sagt Schulz: „Um sofort Geld für die Genossenschaften zu bekomme!:, haben wir auch von Arbeitgebergenossenschaften Anteile gegen sofortige Zahlung abnehmen lassen." Abg. Obuch (Kommunist) fragt: „Als Sie mit Ihrer Festnahme durch die Polizei rechneten, dachten Sie auch daran, daß Sie der Anstiftung der Femem o r d e beschuldigt würden?" Schulz: „Ja! Bei den Vernehmungen handelte es sich immer um die sogenannten Morde, die den A r b e i t s k o m nt ando s zur L a st gelegt wurden. Ich habe von den Morden zuerst vor: der Kriminalpolizei gehört." Abg. O b u ch: „Sie waren doch im Jahre 1923 bei dem Arbeitskonnnando tätig, wo die Fememorde sich abgespielt haben?" Schulz: „Weilt! Ich habe im Jahre 1922 das erste Arbeitskommando in Küstrin geführt. Da ist kein einziger Mord.vorgekommen und nicht ein einziger Mann verhauen worden. Dann wurde ich zum Wehrkreiskommando versetzt. Von da ab habe' ich mit den Arbeitskommandos gar nichts mehr zu tun gehabt." Auf Fragen über sein Verhältnis zu Direktor Laux von den Stinnes-Emailwerken erklärt Schulz, er habe als Führer im Küstriuer Dienste mit Laux kaum etwas zu tun gehabt. Es sei möglich, daß er das von Stinnes durch Laux ühermittelte Geld angenommen habe, dann habe er es aber gewissermaßen als Briefträger s o fort a n s e i n e n V o r g e s e tz t e n M ajor B u ch r u ck e r weitergegeben. Der ehemalige Feldwebel Klapproty, der sodann einvernommen wurde, ist 31 Jahre alt. Auf Fragen nach seinen Beziehungen zu den Abg. M eher und Behrens antworte er achselzuckend: „Ich habe dort meine Arbeit gehabt, weiter nichts. Oberleutnant Schulz hat mich auf meine Bitte dort untergebracht. Ich war als Packer tätig. Ich habe normalen Lohn bekommen: Extrabrötchen wurden mir nicht gebacken." Auf Weitere Fragen erklärt Klapproth, daß er völkische.Abgeordnete'nicht kenn e. Als er nach den- Durchsuchungen gefragt wivd, erklärt der Zeuge: „In den kriminalistischen Fallen, verweigere ich jede Aussage." . Damit War auch die 'Vernehmung dieses. Zeugen zu. Ende. Der Ausschuß hält am Montag vormittags im Landtag feine nächste Sitzung ab. ' •* Set London-Kapstadt—London-Flug geglückt. Aus London wird telegraphiert: Der englische Flieger Cobham ist heute nachmittags, halb'5 Uhr, auf dem Flugplatz Eroyden angekommen, nachdem er .am heutigen Tagst- 1500 Kilometer zurückgelegt hat. Im ganzen hat er'aus seinen: Fluge LoMon—Kapstadt—London 25.000 Kilometer, davon auf dom Rückfluge 10.000 Kilometer in 16 TaW: zurückgelegt. Die Festausgabe der Wiener Morgenzeitung Aus dem Inhalt: Oberrabbiner Dr, H. P. CHAJES: Zur Zentenarfeier des Wiener Stadttempels. Architekt FRITZ REICHE: Der Stadttempel und sein Erbauer. Amtsdirektor GUIDO FUCHSGELB: Im Wandet der Zeiten. LUDWIG BATO: Das hebräische Schrifttum in Alt-Wien. Professor SAMUEL KR AUSZ: Aus dem Memor* buch der Synagoge im Untern Werd. OTTO ABELES: Toteranzjuden. LEOPOLD KOMPERT: Das Pflügerlied. JAKOB KRAUSZ: Die unpolitische Kultusgemeinde. Dr. LEOPOLD THALER: Salomon Sulzer. Rabbiner Dr. DAVID FEUChTWANG: Jellinek auf der Kanzel. SANDOR WOLF: Das heutige Eisenstädter Ghetto — eine Gründung der wiener Exulanten des Jahres 1670,. ■ Die morgige (Montags-)Ausgabe der »Wiener Morgenzeitung“ enthält in Fortsetzung der ^Diskussion über die Palästinafragen einen Artikel von RAFAEL BEN- SUSSAN {Haifa): Zur Frage eines palästinensischen Parlaments. HANISCHEWITZ-MUZOTH UND -GRIESS IllllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllilllllllllllllllilliillllllllllllllllllllilliimmlllllilllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllillllllllllllillllllllllUllllllilll! J 07187802 2944 697752