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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-13 · Heft 2534 (13.3.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2534 (13.3.1926)
Date
1926-03-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr, 2534 Men, Mener Morftknzesiit-kA' Kunst, Bühne, Buch. Rene Mnstk im Konzertfaal. Mit ihrer prachtvollen, grsühlgesättigten Alfftimme war Rosette Anday eine ideale Interpretin der neuen „Drei Gesänge, op.. 16" von E. W. Korngold nach Texten von Hans Kaltnecker. Die natürliche, schlichte Melodik des ersten Gesanges ist von irisierenden Celestaklängen untermalt, deren wohlklingende, mit der Polytenalität liebäugelnde Dissonanzen immer wieder zum guten, alten Dreiklang Heimsinden. Der zweite Gesang mit seiner inbrünstig gesteigerten Melodik leitet stimmungsreich zum Schlußgesang über. Klingt der erste Gesang an die „Tote Stadt" an, so birgt das Finale Erinnerungen an das Hauptmotiv der „Biolanta" und der ganze einheitliche Zyklus zeigt unbeschadet seines lyrischen Reichtums die Klane des Dramatikers. Das immer ans Novitäten bedachte Sedlak-Winkler- Quartett brachte die.Quartettserenade von Franz Jppisch zur Erstaussührnng, ein anmutiges Werk, das frisch und leicht drauflos musiziert, jedoch die meisten Flächen — namentlich in den Durchsührungspartien — nicht recht mit motivischem Inhalt zu Men vermag. — Die von Ludwig Andrassfy brillant gespielte, vom Tondichter selbst mit Temperament diirigierte „Fantasia ekstatika" für Klavier und Orchester von Emil Schcnn i ch ist ja nicht gerade ekstatisch, doch ist sie intnrerhin ciht Bekcnntnis spontaner Phantasietätigkeit, ein Büfähignngsnachweis für die Beherrschung der Satzform und der Orchostertechmik und der ehrliche Ausdruck einer düsteren Weltanschauung. Ernst Krenek, der stets eigenartige UmsturMann, macht in seinen! zweiten „Concerto grosso", um besser! Erstaufführung sich der strebsame Berliner Dirigent Dr. Erich Cheirander verdient machte, Revolution, indem er die alte, barocke Tonsprache I. S. Bachs mit Schrekerschen, Cchönbergschen und eigenen Musikvokabeln vermengt, ohne eine organische Bindung dieser verschiedenartigen Musikidiome zu erreichen. Wenn mitten in dile alte Diatonik modernste lineare Ton- und Klangkoinbinationen hineinplatzen, so spürt man keine Bersi'mgnng, sondern eine Bergewaltigung der alten Musik. Zudem ist auch der angestrebte Stil des alten „Concerto" — so geistvoll und witzig auch Krenek das Wettspiel zwischen den.Solostimmen und dem vollen Orchester entwickelt — durchaus verfehlt/ da Krenek die Fortfpinnung der melodischen Phrase ans einem kurzen Motiv im Sinne der vorklafsischen Musik nicht gelingt. Gleichwohl bleibt das skizzenhafte, jugendfrohe Werk, das reich an Impulsen ist, als Experiment bedeutungsvoll. D. Sottet das jüdische Sluventenbanr bei der Sernfalemer UNiverfitüt! Der Weltverband der jüdische» Studentenschaft acht daran, am Olivenberg in Jerusalem das „Haus des jüdischen Studenten" zu bauen. . . Di.' jüdische Studentenschaft der ganzen Welt will in der Nähe der Jerusalemer Universität ein Studentenhaus errichten, das die Aufgaben dar Universität erleichtern und ein vielversprechender Damm lpuukt der jüdischen Studenten und Akademiker inner- und außerhalb Palästinas'werden wird. Das „Hans des jüdischen Studenten" wird ein gesellschaftliches und kulturelles Zentrum der Studenten der Universität zu Jerusalem sein. Ihre Klubs, ihre wissenschaftlichen Vereine, ihre Bersammlnngs-, Speise- und Leseräume wetdcn dort üntergebrächt w.rden. Das „Haus" — es wird 150 Wohüraumc haben — wird den Studenten, Akademikern und Professoren Aufenthalt bieten, die, aus der Galuth kommend, sich vorübergehend in Palästina aufhalten werden, um sich an den Arbeiten der Universität zu beteiligen oder. ihre Einrichtungen kennen zu lernen. Das „Haus" wird das Hauptbureau und das Gcneralsekretariat des Weltvevbandes der jüdischen Studentenschaft beherbergen. Wir wenden uns an die Freunde der jüdischen Jugend und der jüdischen Universität, diesem Werke ihre tätig' Sympathie zu beweisen. Biele Studentenhäuser in den Ländern der Zerstreuung sind von. jüdischen! Geld und jüdischer Arbeit errichtet worden. Wi-r vertrauen darauf, daß die Freunde der jüdischen Universität und die Gönner der jüdischen Jugend ihr.dazu verhelfen werden, um ihr Haus zu erbauen, ihr Haus bol der ersten Universität der jüdischen Renaissance. Spenden für bctt Bau des Hauses sind an die Unterzeichneten. an die Anqlo-Austrian-Bcmk, Wechselstube Msersiratze, oder Postsparkassenkonto Nr. 68.763, einzusenden. Albert Es n st ein, Berlin, Präsiden-t; Chi N. B ia UI,. Tül- Awiw; "H. P. Chajes. Wien; S. Dubnow, Berlin; S. Freud/ Wien; M. Liebermann, Berlin: M. Schorr, Warschau, Bizepräsidentin; L. Steinig, Wien. Generalsekretär; Z. Lauterpacht, London, Vorsitzender des Welt-. Verbandes der jüdischen Studentenschaft. Radioprogpamm. Honte Samstag den 13. März. 11 Uhr: Vormittagsmusik, 1»> Hör 15 Di tu.: Konzert. Fuctk: Traümioeate, Walzer; Strauß: „Eine Nacht kn Venedig", Ouvertüre: Leoneavallö r Prolog aus „Bajazzo"; Schubert: Noment musical; DeltbeS: Sylvia, große Ballettsuite: Lebar: „Blaue Mazur", Walzer; Kalmänr „Gräfin Mariza, Potvourri; NicholS: „Der kleine Marzivanloldat". — 17 Uhr 30 Mtn r Pflecie und Fütterung der Tiere am WinterauSgang. (Privatdozent Dr Adolf Staffe.) 18.Uhrr Papua, Land und Leute. (Untversitäispro'essor Doktor Otto Recht.) — 18 Uhr 90 Min.: Die Dichtung der Moderne. H. Lyrik der Moderne. G'elvro'chen von Dr Werner Nllmerschmted und Käthe Ehren. Einleitende Worte: Dr. Hans Nüchtern. — .20 Uhr. 3. österreichischer «omyontstenabenv:. „Tanzlieder." Mitwirkend: Else Kaufmann, Vt tor Flemmtng. Konzertorchester Fritz Recktenwald. — Heitere Abend(Tanz..musik. Aus den Theatern. .. Burgtheater. Morgen 3 Uhr nachmittags, „Unverhofft". 7 Uyr abends, „Cyrano von Bergerae". Akademtetyeater. Morgen, 3 Uhr nachmittags. „DerRaub der Sabinerinnen" '/»8 Uhr abends »Dt e W e l t, t n d e r m a n s r ch l a n g w e t l t". Operntheater. Morgen, V,6 Uhr abends. „G ö t t e r d ä m m e r u ng". B o l k s o p e r. Heute „M adameButterflh" mit der japanischen Sängerin T e i k o K i w a. Morgen nachmittags „Der arme Jonathan" mit Lou'S Treumann und Dr. Josef Bergan er a. G.; abends „0 6 n e r a 1 d'amou r“. Deutsches VolkStbeater. Alexander Moiffi nimmt Samstag den 20. d. in der Neuinszenierung von Shakespeares „Wasihrwollt" seine Tätigkeit in der Rolle deS Starren wieder auf. Raimund-Theater. Max Pallenberg spielt heute abends in „Die Dampfmaschine" Md verabschiedet sich morgen in „W a u w a n" (Beginn 7 Uhr). Montag einmalige Aufführung des Schauspiels „D e r D i e b" mit Annemarie Stetnsieck und Hugo Werner-Kahle. Dienstag österreichische Uraufführung des Lustipiels „Der f rü h l i ch e W e inberg". Heute und morgen, V,4 Uhr nachmittags, „Dornröschen"../ . . I o h a n n - S t r a « ß - T h e a t v r.. Die Operette „Pagantni" gelangt bis einschließl'ch 2 4. März täglich zur Aufführung. Zu Beginn des nächsten SpieljahreS soll die Aufführungkser e fortgesetzt werden, und -war im Rahmen eines Gast,pteles von Richard Tanber-Bera Schwarz. Roland-Bühne. Dienstag ben 16. d. E r stau ff 11^ tu n g der Posse „Die W ü r st e l b r a u t" von Arthur Rapp unn Rudolf Halm mit Gisela Werbeztrk. Lustsvieltheater. Sonntag, 7,4 Uhr nachmittags, „D.e rFroschkönig". Premieren-Pech des BmgtheaterS. Nach dem Gesetz der Serie muß nun wiederholt eine bereits angesetzte Prenniere im Bnrgtbeater verschoben werden. Das vovigemal, als man „Lady Winüermeves Fächer" gab, durch Erkrankum, der Frau Marberg, diesmal nnnuttelbcir vor der Erstauffühung von Rostands „L'A iglo n" infolge eines bedauerlichen Unfalles der Frau Jda Roland. Frau Roland hat «n Sinne ihrer Rolle iht einer Szene des dritten -Aktes niederzustürzen. Bel der vorgestrigen Probe schlte nun der Teppich cm: Boden, auf welchem die Künstlerin hinfallen soll. Der Anprall auf die nackten Bühnenbretter war nun so heftig» daß sich die Künstlerin eine sehr schmerzhafte Verrenkung des Ellenbogengelenkes zuzog. Die Einrenkung mußte in Narkose vorgenommen 'werden. Frau Roland leidet fortgesetzt an starken Schmerlen. Wie uns mitgeteilt wich, kann die Premiere erst in ungefähr vierzehn Tagen erfolgen. Eine Sondechorstellung in der Jüdischen Bühne. Montag den 18. d. fitldet in der Jüdischen Bühne, 3. Bez., Taborstraße 12, im Rahnren einer Sondervorstellung die 80. Ausführung der erfolgreichen Komödie ,/Dschejkaly Blosser" statt. Auftreten Laura Glücksmaun. Wenige restliche Karten an der Tageskasse. Modernes Theater. Galsworchys .-Sensation" ging an dieser Bi'chue zmn 80. Male in Szene. Dße ganz ausgezeichnete Aufführung unter Direktor Körners Spielleitung hatte wieder sehr starken Erfolg. Besonders hervorzuhöben sind die Leistungen der Damen Karsten und Ka roly sowie des Herrn Witt- >n a n n. Die Ausstellung „180 Jahre Wiener Theater", die der Dculschösterreichiische Bühnenverein im Warenbaus Gerugroß veranstaltet hat und deren Zustandekommen tu erster Linie Herrn Heinrich G l n ck s m a n n unid den privaten Sammlern m derdantzrr ist. Äich Montag kW M tz. M Zs Mr Wttags gesGoMs, Wachmann und Hausbesorgerin. Die 3Ejcihrige Hausbesorgerin Theresia Beretz wurde von dem! Obevwachrnann Leopold W rä n'a auf einer ^belebten Dvaße m Favoriten 'beanstände^ gegen und' er habe gerufen: ,,Jn dein G'fries wer ich noch alleweil, spucken können, du historisches .Viech!" Dann> folgte angeblich ein Fauststoß von der Hand des Poliizisten in chre Brust/, daß sie MsammenscrÄ, worauf, er ihr auch noch eiuvn Arm ausgekegelt haben soll. Richter (zum Oberwachmann): Stimmt diese Darstellung? — Zettge: „Nein, die Frau hat einen förmlichen Exzeß angefangen, indem sie ihre Schwe>ter auf das ordinärste beschimpfte. Ich habe zur Ruhe gemahnt und habe ihr gedroht, daß ich sie auzoigen werde. Da hat sie erst recht zum Toben angofangen. Sie hat mir die Kappe vom Kopf heruntergeschlagen nud mir ein paar Ohrfeigen versetzt. — Richter: „Haben Sie ihr mehrere Stöße Meben, so daß sie Zusain menge fallen ist?" — Zeuge: ^Nein, ich mußte sie im Interesse der Ordnungabffchren. Siie hat sich oinige.Male zu Boden geworfen. Ein Zeuge bestätigt die Darstellung des Wachmannes. Die Beretz ha'be ihn! die Kappe vom Kopf geschlagen und ihn an den' Haaren §erisfen. Dagegen bestätigt eilne Bettgeherin der Fbän ^Beretz, daß der Wachmann, als die Angeklagte weitorstritt-, ihre Alries: »Kusch, sonst reib' ich dir eine!" Dabe>i neigte er sich zu ihr undspuckte sie unabsichtlich an. Der Obevivachmann hatte darauf die Angeklagte arretiert und als sie sich wehrte, ihren einen Stotz gegöben, so datz sie zusammensank. Richtlg sei, datz die Frau dann dem Wachmann bei der Eskorte die Kappe vonr Kops schlug, worauf er sie dann aus die andere Stratzenstite zog, so datz sie die Schuhe verlor. Ein weiterer Zeuge gibt an, datz die Frau dem Wachmann, als er sie zur Rede stellte, zu rief: ».Herr Wachmann, Sie kennen nicht unsere Berhältmsse!" Er habe gedonnert: »Histerischo, kusch!" Gegen den Obevwachmann ist eine Di!slZiplittarttnt>ersnchnng alchängig, die noch nicht abgeschlossen ist. In der Bechandlung gegen Frau Beretz wegen Amtschrenibeleidigung stellte sich heraus, daß der Tatibästand bereits verjährt ist, so daß der Richter Dr. Kaltenbvunner einen Freispruch fällte. Unlauterer Wettbewerb. Die Klavievsabviik Gsbrüder Stingl A.-G. hatte gegen die Firma G. St ingl, Klavierhändler, eine Klage beim Handelsgericht wegen unlauteren Wettbewerbes erhoben, weil die beklagte Firma auf ihren zum Bevkaus gelangenden Klavieren' die Firmenbezeichnung G. Stingl anbringen ließ. Aus der klägeriischen Gesellschaft, die ausschließlich Klaviere eigener Erzengnna in den Handel bringt, war Gustav Stiirgl ausgetreten und hatte mit seiner Frau einen Klavierhandel eröffnet. Gilsela Stiugl ließ diese Firma unter der Bezeichnung G. Stingl protokollieren und vevkauste fünf Tage später das Geschäft an Herrn Heinrich Kalisch. Dieser brachte dre Klaviere nnt der, Firnienbezeichnnng G. Stingl itn >den Handel. wurden leicht niög'lich waren. Das Handelsgericht erkannte zu Recht,daß dlre Firma G. Stingl die Benützltng des Naurens „Stingl" mit oder ohne Zusatz 'bei nicht selbst erzeugten Klavieren zu unterlassen habe. In der von der Firma G. Stingl an das Oberlanoesgericht erhobenen Berufung wllvde geltend geinacht, daß es bei Klaviechändlern ein jahrzehntelanger Usus sei, ihre -Händlernmnen ans die von ihnen verkauften "Klaviere anzubringen. Das Oberlände-gericht yerlpars aper nach Anhörung der Sachverständigen Karl H n t t e r st r a ß e r, Inhaber der Firma Bosendorf-r, und Roinhold Leonhard von der Firma Hupseld die Beschwerde und erklärte in der Begründung, daß der / von den Händlern geübte Handelsbrauch rin Mißbrauch sei: der gegen die guten Sitten vevstotze. Die Berwechslungsnlöglichkeii her Prozeßfinnen durch den Gleichlaut des Schlagwortes ,-Stingl" sei eine sehr große. Klaviere werden nach der Erzeuguugsmarke gekauft/und has Publikum wipd-dadurch,, daß die.Firma de^ HäudteQ hchM WgchWht wW irvegeisMt. __te. «nr; 1996_ feri* I. i Bollswtrt. Nene Anleiheverhandlungen Pole»». Drei wmr Offerten. — Unveränderte BSrfenlqge. (Von unfercu! polnischen M.->I.-Korrejpondenlen.) Das Finanzministerium hat bekann:geg>eben, daß die kcrs Trust die Oplionssrist vom 8. März ablausen hat lassen, ohne ,um deren Verlängerung zu ersuchen. Das Finanzministerium ist llnsolgcdessen in der An leihe frage von nun an in keiner Weise gebunden und wirb schon in den nächsten Tagen in neue Verhandle i, gen mit anderen Proponenten ein,gehen. Bis jetzt liegen drei neue Offerten vor, und zwar der mächtigen Pariser Finanzgruppe Dreyfus et Co., der ameriranischen National City! Bank und schließlich der amerikanischen Grüppe Kuhn, Loeb et Co.'Es unterliegt gar keinem Zweifel, daß es nunmchr der Polnischen Regierung, wo sic die Hände nicht gebunden hat, «in deS kürzesten Zeit gelingen wird, eine entsprechende Anleihe abzuschließen. Die Städte Lub-lin, Radom, Czenftochau untz Petrikäu haben die Zchmnillionen-Dollaran.eihe für Jnvestitionszwecke bereits erhalten. Nun versuchen auch andere Städte, darunter! Warschau und Lembergeine ähnliche Anlc-ihe zu echalten. Die Devisenplätze wiesen einen stabilisierten Dollarkurs von 7.60 bis 7.66 Zloty aus. Ten Tollarbedarf der Warschauer Börse, der sich auf z-iicka 200.000 täglich belief, deckte diö Bank Pokski ohne Mühe. Zum Wochenschluß hielt die Stabi.ität des Zlo:y an. Der Dollar weist eine leicht rückläufige Tendenz aus. Auf den Efsektenplätzen herrscht vollkommene Ruhe. Bei ganz geringen Transaktionen halten sich die Notierungen ans dem vorwöchigen Niveau/Die Wiener Arbitragewerte und die wichtigsten polnischen Werte notieren wie folgt: Warschauer Diskontvbtnck '6.10, ' Zieleniewski 9.— bis 9.20, Galizische Montan 1.80, Chodorow 4—, Chtchie 8.10, Gorka 7.—, Lepege —.20, Bank Polski 59.80, Lembevgor Brau 8.10 bis 8.30 Zloty.. Die Jahresversammlung des polnif«Hen . Noleninstttutes. Warschau, 12. März. (P. T. A.) In der Jahresversammlung der Bank von Polen wurde die Dividende für das Geschäftsjahr 1923 mit 11 Prozent festgesetzt. Im Rechenschaftsbericht der Bank werden das Sinken des Z tf o t yku r s e s «im vergangenen Herbst und die passive Handelsbilanz der schlechten Ernte, der allzu liberalen Zollpolitik sowie den aus der Deckung der SHatzscheinemission erwachsenen^ Budgeücsizit zugdschrieben. Der Gouverneur der Bank erklärte, daß die Bank energisch jeder Inflation Widerstand entgegensetzen und sich bemühen werde, ausländisches Kapital nach Po.en zu ziehen. An den Statuten der Bank werde keinerlei Aende- 'rung Vovgenommenwerden,- die den polnischen WechsMurs einer Gefahr aussetzen könnte. Eine Echöhung des Kapitals der Bank durch S u b s k r i p t i o n i m A u s l a n d e sei nur wünschenswert, falls die Finanzpolitik der Regierung die Spartätigkeit und die Kapitalsbildung erleichtere. SIS Millionen Schilling unverbrauchte Anleihesetber. Ans dem letzten Monatsbericht Dr. Zimmermans. Je näher der Zeitpunkt der Abberufung des Generalkom» nrrssärs Dr. Zimmevman heranrückl, desto wortkarger werden seine üblichen Monatsberichte. Der gestern hinausgegebene umfaßt die Zeit vom 18. Jänner bis 15.. Februar und stellt zunächst einleitend die Fortdauer der wirtschaftlichen Schwierigkeiten Oesterreichs fest. Die finanzielle Loige des Bundes ist jedoch weiterhin günstig. Die Finangverwa-ltung komue die Zahlungen des Jannennouats mit Einschluß der auf diesen Monat entfallenden InvestitimrAausgaben noch ohne Schwierigkeiten leisten.. Aufapigs Februar hat der Genevalkommifsär ,üer Finanz- Vevwaltung jene Beträge als Vorschüsse gewährt, deren sie für die Im Februar vorgesehenen Juveftitioneu benötigte. Gleichzoitig gaib er den Betrag der im Jänner gurchgeführten Investitionen' als Vorschub frei. Ferner hat er für die vom Völkerbund genohinigten Elektrifizierungsarbeiten einen Betrag von 550.000 Schilling und den im Dezember für diesen Zweck als Vorschuß übertvioseneu Betmg 'von 3,010.937 Schilling freigogäben. Bon dev Völkexbundanleihe sind noch immer 39,448.710 Dollar vochanden. Hieyn kommt noch der noch nicht in Anspruch genommene Schweizer Regiernngskredit von 21,777.000 Schweizer. Franken, was insgesamt 309,8 Millionen Schilling ausmacht. Von dieser Summe waren in diesem Zeitpunkt 22,9 Mittionet! Schilling in ^itres der mternatio- UÄen Anleihe festgelogt, 83,6 Millionen sind für verschiedene Zwecke (monatlicher Vorschuß an die Postsparkasse usw.) reserviert, 85 Millionen werden im laufenden Jahre für produktive Investitionen fveigogoben werden, er verbleibt dah'r ein Betrag von 148,3 Millionen Schilling, von welchen! 69,5 Millionen für die Elektrifizierungsarbeiten in den Jahren 1927 und 1926 reserviert werdet! müssen. Was die Wäh r u ngsvcrhä'ltuisse betrDt, stellt der Bericht eine Abnahme des Barschatzes der Notenbank von 13,7 Millionen' Schilling fest. Auch der Betrog der Kostdevifen habe beträchtlich abgonommen. Der als D.'cktmg dienenoe Vorrat an Metallgeld ist ebenfalls gesunken. Das Eskmnpteportesmille hat sich um 40,8 Millionen Schilling vermindert. Dieser bedeutenden Abnahme der wichtigsten Aktivposten entspricht ans der Passivseite ein Rückgang des Banknotenumlaufes um 47,9 Millionen Schilling. Trotz der Herabsetzung des Eiulagezinsfusses hat die Zunahme der Einlagen der Banken und Sparkassen ang.'dauert. Die Einlagenziffer hat sich im Jahve 1925 mehr als w e rdoppel t. Der Bericht stellt fest, daß die Hausse aus den» Wertpapiermarkt sich Ende Jänner fortsetzte. Der Börsenindex sei von SW «ssavg- Jhnuer aus 1885 avj«W MMü zMagttl. We KUstzoyMhM «MM» flWUl

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