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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-07 · Heft 2528 (7.3.1926) · p. Seite 14

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2528 (7.3.1926)
Date
1926-03-07
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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em b Men, Somttag Wiener 7. März 1926 Hakoah—Simmering 2:2 (1:2). Hafoah vergibt eine« Elfmeter. W. A. C.-Platz. 9000 Zuschauer. Schiedsrichter Werner. Hakoah: Fabian; Wvgner 1, Griid; Heß, Guümann, -pol- Ück; Nmfeld, Häusler, Wortmann, Eifenhoffer, Schwarz. S immer:::?: Eart; Hmrswirch, MM; Dumfcr, Mrz, Ehrlich; Viertel, Zillbauer, Scha, Howach, Danis. Die Teilung der Punkte ergab sich erst nach wechselvollen und aufregenden Situationen des Spielverlaufes. Bis zum Schlußpfiff sah es noch so aus, als ob eine der beiden Mannschaften den Sieg erringen werde. Man gab zuletzt der Hakoah die größeren Chancen, wiewohl sic beim schwer erkämpften Stande von 2:2 die FöhMngSmöglichkoit durch Verschießen eines Elfmeters vergab. Mm kann der Leistungen der jüdischen Adannschaft in der letzten Zeit nicht srch werden. Die erste Hälfte verlief im Zerchsn eines ausgeßnochen schwachen Hakocch-Spieles, während die Simmeringer einfach, ungekünstelt und flott darach los spielten und die gefährlicheren Angriffe vortrugen. Erst nach der Pause kam etwas Leben in die Blau-Weißen, die vorher allerdings gegen den heftigen Wind zu kämpfen hatten. Schon in der ersten Minute schien den Hcckxchncrn der Ausgleich zu winken, doch der Ball des sich mit unaufhaltsamer Energie vorarbeitenden Neufeld sprang von der Stange zurück. Ein daraus entstehendes klares Hands eines Simmoringers gab Schiedsrichter Werner nicht. Hakoah drückte aufs Tempo und setzte sich in der gegnerischeu Hälfte fest. Im Verlache der Zweiten Hälfte wurde die, Hebe liegenheit der jüdischen Mannschaft derart groß, daß die Simmermger total eingeschnürt wurden. Nur durch gelegentliche Durchbruche konnten sie sich Lust machen, wobei sie allerdings knapp vor Schluß noch beinahe den siegbringenden Treffer erziel: hätten. T4e Zerschrerheit in der Hakoah-Mannschaft hatte vor der Pause alle Teil der Elf ergriffen. Selbst Fabian machte diesmal einen verhängnisvollen Fehler, der bas Zweite Tor der Simmeringer zur Folge hatte. Wenn man so hart angegangen wird, muß man als Tormann einen hohen Ball ganz einfach wegfausten. Freilich haben es Stürmer nirgends so leicht bei der Attacke des Tormann's wie bei den Hakoah-Berteidigern. Andererseits lassen.die Ha'oah-Slürmer dm gegnerischen Tormann immer unbchirL-evt. W e g n e r 1 begcht den Fchlsr, den Angreifer langmächtig zu begleiten, statt ibn am Schießen zu verhindern. Ter erste Trester Simmertnizs wäre durch rechtzeitiges Angehen Wegners vielleicht zu verhindern gewesen. Auch Gold war vor der Pause nicht auf der Höhe. Nach Halbzeit kamen beide in Schwung. Die Hawesreihe der Blau-Weißen bot vor der! Pause gleichfalls eine matte Leistung. Heß konnte den gesährlich-en linken Flügel Simmerings nicht halten. Guttmann schwamm zeitweise g r ü n d l i ch, nur P o II c t war aus der Höhe und unterstützte diesmal auch den Angriff sehr wirksam. P o l l a k s glänzende Leistung hielt auch die ganze zweite Spielhälfte hindurch an, so daß er neben Neufeld gestern einer der besten der Mannschaft war. Auch Heß verbesserte sich nach Halbzeit bedeutend. Bei Cmttr.onn wechseWen dann gute Momente mtt schwachen Situationen ab. Er kann sein altes präzises Zuspiel noch immer nicht zur Geltung bringen. Der Angriff Ha ko ah s muß im gestrigen Spiele als schwä ch st e r M a nn s ch a ft s t e tl bezeichnet werden. So lange Häusler nicht in Form ist, kann sich diese Aufstellung der fünf Spisler überhaupt nicht bervährm. Denn Neufeld, der durchschlagskräftigste und stets gefähvliche Stürmer, wird durch Häuslers Schwächepericde ganz kalt gestellt. Dennoch konnte sich Neufeld einige Male durchsetzen und beide Treffer Hakovhs sind chm zu verdanken. Das zweite Goal war das Produkt feines klassischen mmachohmlichen Stiles. Eifenhoffer weiß von feinen Fähi^eiten nie den richtigm Gebrauch zu machen. Schwarz beging den Fehler, den Ball viel zu lange zu hakten, ein Mangel, der übrigens den meisten Hvkcahnern anhastet. Nach der Pause spielte er zweckmäßiger. Wortmann, der in der Vorwoche als Linksverbindungsmann eine glänzende Leistung bot, war gesternc-in ausgesprochene r B e r s a g e r. In der Mirte findet >:r sich überhaupt nicht zurecht und hat weder rechts noch links den richtigm.Anschluß. Mit wahrer Meisterschaft bergab er, fast im gkyneriijchen Tore stehend, eine sichere Chance. Die Simme ringer erlagen zum Schluß dem Tempo, das sie änfangs forciert hatten. Sie bemühten sich, die Führung und bann das Unentschieden zu halten, was sie durch langweilige Ballauflagen und Verschleppen der Zeit zu erreichen trachteten. Entgehn ihrer sonstigen fairen Spielweise zeichneten sich diesmal einige Simmeringer durch wiederholte Terbheiteir aus. Vor der Pause arbeitet!: ihr Angriff schr HÄsch zusammen. Horvach lieferte ein schr gutes.Spiel, er war flink und überall zu sehen. Der linke Flügel war eine' ständige Gefahr für das Hakäah-Tor. In der zweiten Hälfte konnten sich'die Simmeringer Stürmer nur selten bemerkbar machen. Die Deckung fpiMe mit großer Aufopferung. Nach der Pause war sie überlastet. Die S t ü tz e d e r M a n n s ch a f t bildete der linke Verteidiger Musils dem die Mannschaft in erster Linie das Resultat zu veidankm hat. Der Tormann hatte viel .Glück. Di-e Treffer waren nicht zu halten. Schiedsrichter Werner bemühte sich schr um das Spiel, übersah aber einige wichtige Situationen, wodurch Hakoah benachteiligt wurde. Das Spiel. Das Match sicht vorerst Hakoah im Angriff. Noufelds Paßball schießt Häusler knapp daneben. Die Gegenangriffe der Simmeringer, die mit dem Wind im Rücken spielen, sind viel gefährlicher und Fabian bekommt einige scharfe Schüsse zu halten. Nach einem Fehler Wegners gelingt es Viertel bis auf einige Meter vor das Hakoah-Tor zu kommen und unhaltbar einzusenden (23. Minute). Bald darauf begeht Musil im Strafraum ein kvasses Hands, das aber vom Schiedsrichter nicht geahndet wird. Ein glattes Foul an MufÄd im Strafraum der Simmermger wird ebenfalls wicht gegeben. Hakoah bedrängt Schwarz schießt, der Tormann Cart fällt beim Hevausbaufen und Wortmanu vergM, allein vor dem Tor stehend. In der 40. Minute verhilft Gold durch men leichtsinnigen Fehler dem Gegner zum zweiten Treffer. Fabian war daran nicht unbeteiligt. Hakoah wird aber nicht entmutigt und unternimmt heftige Angriffe. Eine Mtion Neufeld-Häusler führt durch diesen zum ersten Goal für die Mau-Weißen. Nach Seitenwechsel ist die Hakoah-Mannschaft bedeutend besser. Mchrere Regelwidrigkeiten auf beiden Setten werden von Werner nicht bestraft. Die Simmeringer machen von seiner Nachsicht besonders Gebrauch — sogar im eigenen Strafraum. Ein Freistoß Guttmanns geht knapp daneben. In der 19. Mimtte geht Neufeld durch und erzielt mit Bombenschuß den ausgleichenden Treffer. Einige Minuten darauf rafft sich der Schiedsrichter endlich dazu auf, einen verdienten Elfmeter gegen Simmering zu diktieren. Musil und andere Simmermger Spieler versuchen die Ausführung des Strafstoßes zu verhindern. Merkwürdigerweise laß: Werner dieses undisziplinierte Vorgehen ungestraft. Der Elf m c t c r wird von S ch w a r z a n die Stange gejagt und d:r abprallende Ball von Eifenhoffer vergeben. Die letzten Minuten stehen im Zeichen der Ucberlegenheit Hakoahs. Neufeld rückt ins Zentrum vor, chnc an dem Stand etwas ändern zu können. Ti: Simmeringer müssen noch zwei Korne» über sich ergehen lassen, woraus das Spiel zu Ende ist. Hakoah-Nesevven—W. A. C.-Neserven 2:1' (2:0). Dea: jüdischen Mannschaft gelang es gestern Äve sprolstarkc W. A. E-Reffrve im Meistevscha ftsspiel glatt zu bezw>mgen. Bei den Uiileit'iogeiten winkten Puschnor, Kainz, Swobc'da und Bvessam mit. Bei Hakoah tvar dar Tormann Beer, der nach eincr längeren Panse wieder nÄtiwiivkte, der beste Mann. Sehr gut hielt sich auch die VerteMgung. Im Angriff gefiel das Jnncn'trio GvM!wo!'.d, Kestker, Fuß. Die Tore für Hakoah schoßsn Keftler und Gvünwalid. Die Hakoah- Mannschaft sprelche in -foligender Anfftellung: Beer; Scheuer, Doglfänger; Grünftld 1, Weynea: % Kraus; Katz, GvünwM», Küstler, Fuß, Grünfeild 2. _ Die Meisterschaft der jüdischen Amateurvereine. I« der dritten Klaffe West Mellt K ad im ah gegen die Raisenfportfremrde. Der Geignor d,rs Mischen Beveiiues Uiche-vi« vergauge-nen Sonntag dem erstklassi'gon Amadeurbeve-ln Fontania ein >.>nentschicdens Spiel und verfügt über eine >gnte Mannschaft. Wenn aber Kadimah heute so spielt wie gegen Pseil, ist ihm der Sicg kaum ,Zu nehmen. (Südstevn 21-Platz, hal>b 2 Uhr). In der viemten Masse Südost kämpfen B a r - K o ch b < mvd Hechawer gegeneinander. Es ist mit ei>!em intac« essanticll Gefecht zu rechnen. Bar-Kochba hat die bessere Ae«rteidignug. einen ausgezeichneten Angrüff und dürfte daher knapp onfolgrsich blailbsn. (Simmr 1<t-Piatz, IQ Uhr.) Die heutigen Meisterschaftsspiele. Hohe Warte: Amateure—Admira, Rapid—W. A. C. Sportklub—F. A. C. (Dörnbach). Vienna—Wacker (W. A. C.-Platz). Schiedsrichter-Umbesetzung: Admira—Amateure: Professor Schmieger; Lvon—Cricket: Deinl. Eisenhofer als Verteidiger. Hakoah-Jilefsvvcn spieüieui hMta, statt wie geplant gegen Hasmonsa. gegen Slovan- R e s e r v e n um 10 Uhr vormittags aatf dem Hakoah-Platze, wobei Eisei'hofer als Verteldiger tätig fein wird. Eine Ungezogenheit Schaffers. Schaffer, der ja immer von sich reden machen nvuß, dam.it man seinen Namen nicht Vevg'itzt — er vechandelt ja mehr wegen Engagements als et spiM —, 'Ließ .gesterm auf dem W. A. C.-Platze seine Stvnrme erlschallen. Cr vief dem im Fiißballlfel.d spielenden Hakoah- Wann BoAffänger oin nicht führ „mchestätisches"^ Schimpfwort zu. Vogllfau'ger, der als Amateur wirklich nur zum Vergnügen spielt, wird, wie wir Höven, den Bel-eidige>r klagen. Hakoah-Akademiker. Heute um halb 10 Uhr Meisterschaft gegen W. A. F.-Akademiker auf dem W..A. F.-Platze. Dre Spieler Spitzer, Pelikan, Czuczka,. Fisch. Boß, Rosenbaum, Weisel, Heizner, Bernstein, Schwarz, Grünfeld, Muck, Mandl, Rechter und Herzog treffen einander entweder um halb 9 .Uhr bei der Stadtbahnstation Schwedenbrücke oder spätestens um viertel 10 Uhr auf dem W. A. F.-Platze. Der Fußballausschuß der Kcwimcch seht sich aus folgenden Herren zusammen: Sektionsleiter: Eckhaus, Bode; Bervandsdelegierte: Tischler, Fred Äohn; Schriftführer: Herzer; Kassier: Singer 2. Hakooh-Sektion Brigittenau. Heute um 5 Uhr nachmittags Zusammenkunft im Klubheim der Hakoah. 1. Boz., Äöipplmgerstraßr 24—26. Nachher wichtige Ausschußsitzung. . Hakoah (Schwimmsekiion). Sämtlichen Schwimmern und Schwinimerinnen wird zur Kenntnis gebracht, daß das für heute angefttzte Iugendmeeting des Wiener' Amateur-Sportvereins auf nächsten Sonntag verschoben wurde. Ein Klubringkamps Hakoah—Sportklub. In der Halle des Wiener Sportklubs, 17. Bez.^ Rötzergasse 6, treten heute nm halb 10 Uhr vormittags die Rmgermannschaften des Sportklubs und der Hakoah zu einem Klubwettkampf an. Aus den Veveinen. Kadrmah. Die Reservespieler kommen heute um 11 Uhr, die Spieler der Ersten um 12 Uhr im Klubheim zusammen. SS Theater von heute s V, 3 '/,S Barglbeater: Alt-Heidelberg 3 — Lady Windermeres F"cher lJaS flkadcmlelheater Das Glas Waffer 3 — Onkel Toni */,8 $taat$Ot>er Tie Wa'küre 6 brcksuienraal Ballet-Komödien lJaQ Uolksoper Cavalleria rusticana — Der Bajazzo — G&ieral d’^motar Deutsches Uolkstheater: Die heilige Johanna '3 — Veronika V,^ Theater m der losefstadt Ihr kleiner Freund 3 — Alles und nichts oder: Der Traum von Schale und Kern l/tB Kafmund'Cheater Anja nnd Esther (Literarische BlaiinLel vorm. 11 — Asche, brödel */, 4 — Der dreizehnte Stuhl >/,6 SlsüNdeater Die dritte Eskadron 3 — Der Musikant Gottes V,8 KtR-issascebühUe Die Näherin ft,4 — Küste mich ... Vi8 Schuhe rosenholz, beige, grauundinmoae’ - - — braun ausfranzö* sischem la Chevreau in mo> AQ SA dernen Formen . . . S ult* l bei Schuh-Dora* l«nf il., Teborstresa« 8, erhältlich. ING. I. OLEXINZER beh. aut. (itbtade,erwal)ung u. RealitUcnbui eau Wien, VI., Gampendorleritrasie 63 Teiephon 59-76 Sprechs’unden 2—5 ibernimmt die Verwaltung uni Verwertung von Realitäten, Beratupe in Mietsachen, fiauan^eletfeuhelten, Renovierungen usw. ,08 Dm neue grosse Lebenimliielfadtblait JerLebensmMelmarkt mit Beilage „Getränke-Börse“ ericheint 2 X wBol,tl>l,ich in FactizeitBiflsier 1353, Wien, >.. Tsset tioifstr. 7 0 osses Wirtschaft polit sch<s Fachorpa , mit umfassenden Mar t- und Piei6biric; ten Ober alle einschlägigen Ar. ikel. Intel es^ante Beiträge erster Autoritäten Grosse Auflage Billigster ADonnemertprols (Für Detaillisten S 10, sonst S 15 jährlich Mitarbeiter aus allen LebensmittelfSehern willkommen! ln demselben Zel unesverlav erscheinen bereits die führenden Pa?hbllti«r ,Q«r Ho smarkt1 (3 mal w^ahontl «h un i die „Noua Weln-Zaltung 2 mal wOchmitlleh. Berliner! Hiuser! verwaltet be' größten Uebeisch sten un fachm. Verwa tun-' unter j ilstischer Ass stenz „Jm'ustre la* O. m. b. H.. Berlin SW. Friedrichstr. 238. 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