Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2523 (2.3.1926)
- Date
- 1926-03-02
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Setze 6 Me«, DienStag als kommerzielle Leiterin tätig. Es sei aber nichts vorgekommen, was gegen die Ordnung verstoßen hätte. Andernfalls wäre es chr gewiß nickit entgangen. Am allerwenigsten irgend eine Unreinlichkeit. sie habe wiederholt an Kunden Zirkulare gesendet mit der Aufforderung, die Milch auf ihre Qualität zu untersuchen und im Falle eines Anstandes gegen Schadloshaltung zurückzustellen, weil sie in der sorge gewesen sei, -aß da das Fuhüverkspevsonalbei der Zustellung die Milch verpantscht haben könnte. Nach ihrer Einvernehmung wurde -ic Verhandlung abgebrochen. Zerrte früh beginnt dos Zeugeiwerhr Dar verschenke und unterschobene Kind. Vor dem Strafbczirksgericht 1 stand gestern die 2vjahrige Eompttnristin Anna Hudec ixr Uebertretung des Betruges angeklagt. Der Fall hat folgende intereffanre Vorgeschichte: Ein ibgebauter Bankbeamter, der sich in großer Notlage befunden, war Ende August v. I. von seiner jungen Frau mit einem gesunden KnMein beschenkt worden. Die Ellern hatten den Entschluß gefaßt, das neugeborene Kind, welches sie nicht ernähren konnten, zu verschenken und ließen zu diesem Zweck ein Inserat in „Bettauers Wochenschrift" einschalten. Auf das Inserat meldete sich die Hudec, die erklärte, daß sie bereit sei, das Kind als ihr eigenes angurrehmen, es zu adoptieren und für sein Wohl in bester Weise zu sorgen. Nach wenigen Tagen wurde auch das neugeborene Kind von seinem Vater der Angeklagten übergeben. Drei Tage später erschien jedoch die Hudec mit dem Kinde r» der Fürsorgestelle Mariahilf und bat, das Kind in Pflege zu übernehmen. Ire erzählte, daß das Kind ihrer in Salzburg wohnenden Cousine gehöre und daß es die Mutter nicht erhalten könne. Ms dm Vater des Kindes bezeichncte die Angeklagte den Wiener Buchhändler Paul Müller, der auch für das Kind die Mimente reichlich bezahlen werde. Der Beamte der Fürsorgestelle übernahm das Kind in Pflege und forderte die angebliche Kindsmutter auf, binnen wenigen Tagen den Taufschein des Kindes nachzubringen. Die angebliche Mutter des Kindes ließ sich bei der Fürsorgestelle in den nächsten Tcyen rricht bocken, wohl aber erschien der wirkliche Vater des Kindes, oer Bankbeamte, der das Kind verschenkt hatte und ganz entsetz: war, als er hörte, was mit dem Kinde geschehen war. Die Erhebungen ergaben, daß die Hudec, welche das Kind überbracht hatte, mit der Frau identisch war, welcher das Kind geschenkt worden war. Der von der Hudec bei der Fürsorgestelle als Knidesvater brzeichnete Buchhändler hatte im Vorverfahren angegeben, daß er allerdings kurze Zeit mit der Angeklagten, die er auf der Straße kenncngelernt hatte, eine Bekanntschaft hatte, daß ihm die Angeklagte wiederholt eine Schwangerschaft vorgetäuscht und von ihm Geld verlangt habe, daß sie aber nie schwanger war. Auls Grund dar Erhebungen wurde die Comptoirrstin des Betruges in doppelter Richtung angeklagt. Es wurde ihr zur Last gelegt, daß sie durch die Unterschiebung des verschenkten Kindes einerseits die Fürsorgestelle rrregeführt habe, andererseits, daß sie den genannten Buchhändler durch die falsche Angabe, daß er der Vater des Kindes sei, zu finanziellen Leistungen veranlassen wollte. In der gestrigen Verhandlung war die Angeklagte des Tatsächlichen geständig, stellte jedoch jedes betrügerische Vorgchen und die Absicht, irgend jemand schädigen zu wollen, entschieden -« , Abrede. Sie gab an, daß sie während der kurzen Zeit, da sie verheivrtet war, große Schnsucht nach einem Kinde hatte. Die Schnsucht habe sich leider nicht erfüllt. Sie hatte die Absicht gehabt, das Kind bei sich aufzuziehen, sei jedoch gleich nach Uebernahme des Kindes krank geworden und habe es nicht ernähren können. Ueber die Herkunft des Kindes habe sie bei der Fürsovgestelle falsche Angaben gemacht, da sie befürchtete, wenn sie die Wahrheit sagen würde, dauernd um das Kind zu kommen. Der Richter verurteilte die bereits vorbestvaste AngeNagte zu 14 Tagen strengen Arrests. Oop^rixtu 1926 by J. Ladyscbnikow Vertag, Berlin. 8in Glaubensmartyrium.(48> Roman von Schalem Asch. ,Mehe den Augen, die es sehen!" rief der Greis. ,Mnd das barmherzige Söhne von Barmherzigen? Wie könnt ihr euch so vergessen — eine Minute vor dem Tode, bevor die große Prüfung komm:?" Die Leute machten vor dem Greise mit dem weißen Bart und den bloßen Armen hall. Als aber Mendel ihm naher ins Gesicht sah, wurde er von Schreck erfaßt: es war das heilige Ichneiderlein. „Die Söhne Israels haften für einander!" rief der Greis weiter. „Wenn ihr die Gojim erschlagt, werden sie sich an den Juden in anderen Städten rächen. Juden dürfen sich nicht vom Zorn übermannen lassen, wir dürfen keine Rache nehmen, das darf der .Herr der Welt allein — er wird für rms Rache nehmen! Behaltet euren Mut für den richtigen Augenblick, wenn die große Prüft!ng konmen wird, für das Martyrium des Glaubens, für die Religion um» für die Thora!" ,S':e haben uns ja den Kosaken verlaust! Die werden uns töten wie in Nemirow!" rief jemand. „Seid ihr denn mehr als die Juden von Nemircw? Durften sie allein für Gott sterben? Ter Herr der Welt will unsere Seelen haben, so werden wir sie ihm mit Freuden hingeben. Unsere Hände aber müssen rein bleiben. Wir wollen nicht sein wie die Gojim. Sie haben uns verraten, so nrögr Gottes Zorn für das jüdische Blut, das wie Wasser vergossen wird, ihr .Haupt treffen. Wir selbst aber wollen keine Rache nehmen, und wir wollen das Glaubensmartyrium, das Gott von uns will, nicht durch Rache abschwächen. Wir müssen Zusehen und schweigen — so ist der Wille Gottes. Juden gebt eure Waffen heraus! Wenn Der Herr der Welt uns selbst schützen will, was brauchen wir da noch Waffen, diese Stückchen Holz und Eisen? Bedarf denn der, der alles kann, und in dessen .Hand Himmel und Erde ist, der Waffen der Menschen, mn uns zu-hülfen? Sie fiuo nur ein: Hilfe für die Gojim. Sie sind ihr Mm. Unser HelsdentuW aber beruht auj Gatt, Wr fa Wlenrr Mvrar«zeskims Volkswirt. Dle »«form der Aurglelchrordnimg. Dte Stellungnahme des Kreditorenvereins — Die- Müngc der Ausgleichsverwalter. Die Frage der Reform der Ausgleichsordnung, die gegenwärtig bei allen kaufmännischen Korporationen Gegenstand von Beratungen ist, beschäftigt naturgemäß besonders intensiv den Kreditorenverein von 1870, d:r seit Wochen cm besonderes Komitee zur Beratung der Resormvorschläge eingesetzt hat. In einer allgemeinen Mitgliederversammlung wurdt einhellig aus die Unzulänglichkeit der Ausgleichsverwalter hingewiesen. Häufig mangle es den Verwaltern an den Branchekenntnissen und der entsprechenden -Kenntnis der Ausgleichsordnung, ja sogar an allgemeiner kaufmännischer Bildung. (Sitte Prüfung der Verwalter, ein größerer Einfluß Ser Gläubiger auf deren Bestellung und eventuelle Enthebung fei zu fordern, Acmterkumulierungen hintanzuhallen. Bemecknswerterweise brachte die Diskussion die Uebcrizeugung zum Ausdruck, daß ei« wefentllche Beffemng der Situation von einer Rovemerung nicht zu erwarten fei daß auch die befte Ausgleichsordnung nicht helfen könne, tvenn nicht die Gläubigevschast ihre Organisation stärke, um im einzelnen Falle geschlossen dazustehen und von ihren gesetzlichen Rechten Gebrauch zu machen. Insbesondere sei die Frage der Erhöhung der Mindestquote, die allenthalben im Vordergrund« der Diskussion stehe, eine Frage zweiten Ranges, da doch die organisierte Gläubigerschaft immer nur jene Quote annchmen werde, welche sie auf Grund der durch ihre Prüfungsorgane eventuell unter Mitwirkung einzelner Gläubiger festgestellten Lage des Schuldners für angemessen halte. Aiifteigen 9er grünen Kredite. Der große Geldbedarf der Landwirtschaft. Infolge des Sinkens der Getrebdevreise ,und der triften Situation der österreichischen Mühlen ist der Geldbedarf der Landwirtschaft in dm letzten Tagen stark gestiegen. Die Landwirte können ihr Getreide infolge der vollkommenen Absatzlosigkelt nicht verkaufen. Em Teil hat bereits rm Vorjahr die Ente verkauft und ist genötigt, da oft die damaligen Kredite die niedrigen Getrndepreise überstiegen, größere Geldmitte, zur Abtragung de: Schilden aus eigenem zuzu,chießen. Infolgedessen find diese Landwirte bar aller Geldmittel. Sie versuchen bereits, die nächstjährige Ernte bevorschussen zu lassen. Diele Kredite aus die nächstjährige Ernte — die sogenannten grünen Kredite — werden bei dm landwivtschaftlichen Kreditstellen in seh. starkem Maße in Anspruch genommen. Die Agrarier greifen zu diesem Mittel, weil sie sich nicht entschließen können. Hhpochekarkredite zu den jetzigen hohen Zinssätzen zu entrieren, da sie eine Ermäßigung der Hypothekarsätze erwarten. Einrichtung einer Realitüteuabtellnug im Dorotheum. Schon vor mehr Äs zwei Jahrhunderten hat in Wien eine öffentliche Stelle für die Derkaufsvernrittlung von unbeweg.rchen Gütern aller Art bestanden. Im Gründungspatent vom Jahre 1707 wurde nämlich dem als „Versatzamt errichteten Dorotheum ein „Fragambt" mit dem Rechte angegliedert, die Vermittlung des An- und Verkaufes von Gütern, Häusern, Gärten, Aeckern, Wiesen, Weingärten oder anderen unbeweglichen Gütern durchzuführen 3. Marz 1988 Ar. 8MB und so einem schon damals bestandenen Bedürfnis der Allgemeinheit Rechnung getragen. Das Dorotheum nimmt nun diesen durch längere Zeit nicht betriebenen Geschäftszweig durch Errichtung einer eigenen Abteilung für Realitätenvermitil u n g wieder auf und beabsichtigt in weiterer Entwicklung damit auch eine Evidenzstclle aller in Oesterreich verkäuflichen GrurÄstücke und Bauten zu verbindett. Eitt derartig ang.'legtcs Bevittittlungsinstitut entsprich: bei dem sich auf dem Realitätenmarkt allmählich vollziehenden Uebergang zll den Borkriegsverhältnissen zweifellos einem auch in Oester-, reich bestehenden allgemeinen Bedürfnis. Das große Vertrauen und Ansehen, welches das Dorotheu»! bei der Bevölkerung genießt, läßt dieses für das österreichische Wirtsck)aftsleben hoch bedeutsame Institut in erster Linie dazu berufen erscheinet:, eitte Vermittlungsstelle für den österreichischen Realitätenverkehr sowohl mir städtischen als auch mit landwirtschaftlichen Gütern zu bilden und seine auch in die BundrSländer reichende Geschäf sorganisation unter Heranz'chung der. wertvollen Mitarbeit Des heimischen Realitätenhandels in den Tunst dieser Sache zu ftclteii. Die neue Abteilung Dorotheums wird für ihre Tätigkeit vom Verkäufer cn:o. o.wir.ge Vermittlungsgebühr 'n Anspruch nehmen, währettd sie fiir den Käufer vollkommen kostenlos arbeisoll; sie w'rü ferner Der Interessenten, rn-anders den ländlichen, ihre Dienste' zur Vornahme von Schätzungen zur Verfügung stellen und auch tn der sachgemäßen B'rrttnt der Intetcs'/nren eiue ihrer w et', cften Aufgaben erblicken. DH» schon seit langem erscheinenden „M't.'ulungen des Dorotheums^ werden künftighin auch die Mitteilungen der neuen Realitätenabteilung enthalten. Aushebung von Mllen für Rohprodukte io PalMna. Jerusalem, 1. März. Die palästinensische Regierung hat die Verordnung, wonach für die Einfuhr von Rohprodukten nach Palästina ein besonderer Zoll erlegt werden mußte, aufgehoben. Die Aufhebung dieser Verordnung bedeutet einen großen Fort-- schritt für die Entwicklung des Mischen Industrie in Palästina, Streichung der Götz-Aktie ku Men. Das gestrige Verordnungsblatt der Wiener Börse verkündet die Löschung der Aktien der Aktiengesellschaft für Holzgewinnung und Dampssägebetrieb vormals P. u. C. Götz in Bukarest. Die Gesellschaft ist bekanntlich in den rumänischen Rosenlbevg-Konzern für Holzindustrie übergegangen. Vor einigen Jahrenstand die Gotz-Mtie im Mittelpunkt des Bövsemnteresses, als sich hier eine Schwänge gebildet hatte, an deren Folgen eine, gange Reihe SpÄulanten chr Geld verloren hatte. Weitere Erholung des französischen Franken und Zloty. Der Erfolg der französischen Regierung im Senat blieb nicht ohne Einfluß auf die Kursgstaltung des Franken. Nach leichten Schwankungen erhöhte er sich in Zürich von 19.13 auf 19.275. Auch die Erholung >des Zloty fand ihre Fortsetzung. Die Devise Warschau stieg in Wien von 90.55 auf 91.25. Fester lag der Leu, der sich bei unverändertem Kurs in Zürich in Wien von 2.98 aus 3.03 besserte. — Bemerkenswert waren die Rückgänge der Devise» Oslo, und Kopenhagen. Die Kursänderungen der Übrigen Devisen waren unbedeutend. Insolvenzen. Die Inhaberin des Sanatoriums Vovderbvühl, Luoie Pokorny. hat mn die Eröffnung des Ausgleichsverfahrens angesucht. Die Passiven werden mir 250.000 Schillittg geschätzt, die Aktiven, aus dom Gebäude und der Sanatoriumsernrichtung bestehend, betragen einen Wert von ungefähr 200.000 wahret eure Kräfte, für den Glauben und für die Thora, wenn die große Prüfung kommen wird!" Bald ^darauf trat einer der Juden aus der Menge hervor, ging auf den polnischen Fürsten zu, der mitten unter seinen Leuten stand und vor Schreck vor dem Unbegreiflichen, das sich vor seinen Augen abspielte, zitterte, und wavs chm seine Waffe zu Füßen. Und nun traten ftc einer nach dem anderen auf den Fürsten zu und' warfen chm die menschlichen Waffen zu Füßen. Und auf ihren Gesichtern erschien das Lächeln des Glückes. Ihre Augen strahlten einen glücklichen Glanz aus, und mit einem verborgenen inneren Glück, das ihre Gesichter beseelte, warfen sie die Gewehre dem Fürsten zu Fußen, ohne den Kopf zu erheben und ohne den Fürsten eines Blickes zu würdigen. Sie waren so in ihr inneres Glück vertieft, daß sie den Fürsten übersahen. Dieser aber befahl den Polen nunmehr, das Festungstor zu öffnen. Die Juden erhoben keinen Protest mehr. Bald darauf wurden sie von den polnischen Söldlingen umzingelt, die ihnen befahlen, zu gehen. Und die Juden gingen. Rabbiner in Talissim girrgen voran und die anderen Juden folgten ihnen, und 'bald begannen alle, Männer, Frauen und Kinder den Borbetern mit fröhlicher Stimme nachzusingen Davids Gebet: «st mein Acht und mome HAife — vor wem soll ich mich fürchten? Gatt ist die Feste meines LeibenS — vor wem soll ich mich ängstigen!" Und mit Gesang gingen sie dem Tode entgegen. 14. Das Glaubensmartyrium. „Um DvineÄVillcn livuvdon wir dein ganzen Tag über hMgcm>ovdst." (Aus den Ps-almen.) Die Kosaken warteten draußen schon. Sie umkreisten die Juden und begannen sie wie die Schafe zusammenzutreiben. Sie jagten sie in einen großen, mit einem Zaun umgebenen! tag«, U toms «toa MiWM Jud« Btt FMM M I Kindern. Unter ihnen befanden sich auch einige Rabbiner. Der greise Rabbi Aaron, der Vorsteher der .Jeschibah von Tnltschin, und andere Rabbiner, die große Kabbalisten Ovaren. Sie alle, mit dem heiligen Schneiderlein, das gleichfalls m Totenlleidem und mit dem Talis über dem Kopf dahinschritt, führten die Juden an. Die Vorbeter sangen weiter, um du: Juden nicht in Trauer und Schwäche verfallen zu lassen. Und die Leute sangen ihnen nach: Lüenn'atn ganges Lagsr gegen -mich anfstcht, werde ich dennoch käme Angst haben. Wenn mau milch mit Krieg überzieht, glaube ich dennoch ent Gott." Die Juden wußten nicht, was die Kosaken mit ihnen vorhatten: ob sie sie am Leben ^lassen, oder aber niedermetzelu wollten. Es war ihnen auch'alles gleich. Ein unbegreiflicher Todesmut beseelte sie. Sie sahen die Tore des Paradieses, die sich vor ihnen öffneten. Doch nicht der Tod schreckte sie, sondern die Angst, daß man ihre Frauen und Kinder von ihnen trennen konnte! Ja, sie waren 'bereit, ihre Angehörigen zu töten, bevor sie vielleicht schlvach wurden. Die Frauen blickten ihre Mnner an, und aus ihren Augen sprach Verständnis für diesen Tod. S:e weinten nicht, ja sogar die Kinder waren still. Der Gesang der Borbeter versetzte sie alle vielmchr in eine solche Ekstase, in eine solche seelische Freude, daß jedes irdische Gefühl ihnen verloren ging, und ein Teil von ihnen bereits in dem weiten, unbegrenzten Leben schwebte... Der Garten war voll reifer Früchte. Es waren schon die Tage des Ellul, die Sonne strahlte, die Welt sah feierlich aus; alle waren beisammen, und die Vorbeter sangen. Da sahen ein-.ge von den Juden blaues Licht, als öffnete sich der Hinmiel vor ihnen und als schwebten sie schon in die UneMichkeit hinein, und andere hörten Gesang von jenseits, wo Gott mit den Gerechten sitzt und mit chnen Thora lernt, tvährend die Kinder bei sich dachten, es sei ein großer Jom-Kippur gekommen, pnser Lehrer Moses werde bald kommen, König David werde auf seiner Harfe spielen und der Messias auf einem tveißen Pferd erscheinen. Er reitet aus den Wolken hervor, alle warte» auf ihn, bald wird er erscheinen.., bald wird er aus de« Wollen herniedersteigen... Atzttsetzung folgt.)