Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2523 (2.3.1926)
- Date
- 1926-03-02
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. Men-r M^ErrMiiilz s. Mr; im mt f -- ..« Wue neue Eillinie Venedig Alexandrien. Ans Venedig wird üenir!?! j. daß ser 3riestetmir 1. d. einen neuen Eil« diev'>t Brn-.vi.',—A iexandrien eröffnet har.!|! Ta, grosse Messennd SlLschicdsPrrgramm im Zirkus Hagcnlcck. 0,'icsteru aoenvs war großer ProflranlM'.vechsel im Zirkus iwvmccf. Mir Rücksicht auf tm bevoesteheme Jubiläumsmesse nnd im Hinblick darauf, das; der Zirkus noch vor Ende di-rseS Moiiats fick von Wien verabschiedet, briirat Vas Märzvrogrmnm einen Rekow, Dev alles bisher Gebotene übertrifft. ftum ersten Male in Europa wurde ein dressierter Lee-Elefant, der dieser Tage rnii einem großen Tiger- und L.'elÄvemranszwrt aus dem Hagenbeckschen Tierpark in Tlellingen cintraf, vom Wiener Publikum vorgesiihrl. Westen'HrwLvitndekunsi bei Radio Wien. l>ia'dio Wien sendet tum h ente angesangcn mit den neuen Wellen, inkd zwar Lender Rosen Hügel ans Welle 58 t, Lender 2 t lt b e u r i u g ans Welle 682,5. Nltdfypr^o^ramm. Hcuk: Dienstog den 2. Mm;. 11 Uhr. Bormittagsmusik. 16 Uhr!5 Min.: Rachmi!:agsl0ii',cr!. -- 17 Uhr 50 Min.: Stunde der rv'ivtn. - 18 IKji 25 Mi».: Ter Elektw-Uusall. — 19 Uhr N> Min.: FrnnMicher Sprachkurs. — 19 Uhr -10 Min.: Englisch für Borm'chri.tene. — 2o Uhr 15 Min.: Wilhelm-Kienzl-?lb?„d. Milw'.ke'id Kvu;er!.säiigeuii Lilly Uianowsky, Konzert- '.anaerin Entilie Bittuer, das Wiener TvmZchomeorchester unter persönlicher eLilnna des Koinpouisten Wilhelm Kienzl. Vereine, Borträge und Versammlungen. ,, i e n e r I ,t r i st i s ch e G e s e l 1 s ch a f t. Morgen Uhr ab uds, im Hör aal 83 der Wiener Universität V o l U t? a m m I it n q. Vortrafl des Herrn Piivatdozent Dr. Fritz Schreier: ^lieber Zntervretatio n." — Z t o n ift r i c!) c Inflendflrnvpe Leovotdstadt. SJIorflftt, V28 abends, bechnnt »m Heime, 2. Bez. ZirkuSflasfe 63. 1. Stock, eiir^ neuer stnr«5 für Hebräisch. Letzte Aiimeldtuiflen morflen von Ubr abends bis zum Kursbegimi. — Z t o n i st i l ch e »V rancnflrnppc Leopold st ad t. Heute. 8 Ul,r sitzmi ' Sellionsheim, 2. Bez., ZnkuLgasse 83, AuSschuß- U v n ii i a. Unter der liinstlerischen Leitmifl Dr. Josef ro c r fl a u e r § und tutler Minvukuttfl mehrerer .Kunstkräfte gelangt morflen. ‘/s8 Uhr abends im Großen tlranialaal ent neuer nnlsikaltscher Wi^derboduig borlrag „Parodie und -^ravest: c" zur Erstaufführung. L e o v o I d st ä d t e r L o l k 8 h e i m, 2. Be^., Zlrkusgaste 38. Kiiröbeflinn: 7 Ubr: Tr Montzka: Länderkunde, von E'uiova. 8 Uhrr Ferdinand E ck h a r d tr Moderne Kunst. . Ä x i fl i t t e n a u e r B o l k S h e i m, 20. Bez., Sirom» fhöHe 78. Kursbeginn 7 Uhr: Prof. Schiff: Produktion» und Eiiikominenbildunfl in der modernen AolkLwirtschait. 8 Uhrr Börner: Naturlehre. i> Organisation zionistischer Frauen Oesterreichs. Heute, 5 Uhr nachmütags, im Klubbeim ver Hakoäh, 1. Be;., Wchplingerstraste 21—26, Bortrag des Dozenten Dr. Zivi Dies end ruck über „Einleitendes zur Beschäftigung mit hebräischer Literatur". Jüdisches Jngendkorps Zosim. Dienstag den 2. d., halb 8 Mir abenvs, im Heim, ,2. Bez., RembrauVtstraße 18, Bortrag i’oit HcrrnDr. E. M. Zweig (Jerusalem) über „Die Juden und dre^ Ork'Nlfrage" Gäste willkommen! Nach dem Bortvag findet eine tuierttc Mbschicvsseicr für den nach Palästina übersieldeluden Kameraden Lchimeon- Heliezer statt. IM! w Fhr kleiner Freund. Zum 25. Male. — Theater i» der Josefstadt. Dieses Lustspiel von Jacques Nathanson ist gar nicht schlecht und hat trotzdem die 25. Ausfi'chmng erlebt. Das Stück ist sogar flott geschrieben, hat einen lebendigen Dialog, in die dezent französische Plkamerie spielt manchmal ein Ton echten, menschlichen Gefühles herein und 'ine glänzende Ensen: blekunst bringt de» Erfolg. Dagnh Serba es ist schön und laßt sich and andere so reizend charmant anshalten, daß man ihr die Liebe zmu kleinen J'nng.'n gerne glaubt und die „Sünden" vergibt. (Eine schöne.Frau bereut und wird geläutert durch eine echte Zärtlichkeit.) Und Hans T h i m i g ist wirklich ein Bissen für ein,- reise Fran. Bezaubernd die Grazie seiner stockfischhasten Männlichkeit. Homolka gelingt es, durch einen natürlichen, tragischen Untertan vom ersten Augenblick an. für ein.» reichen, feisten Liebhaber Sympathien zu gewinnen, nnd Sinia rettet seinen Zynismus ins Grotesk- Lächerliche. Mit solchen Partnern ist es allerdings leicht, eine schöne F'.i.i z» sein und sünsnttbziivanzigmal für zwanglose Liebe zu werben. Und die Partner haben es eigentlich auch nicht schwer... l..th. Tritt Schalk mrklik? Neuerdings verlautet das Gerücht, daß Direktor Schalk in /einer Eigeiischasr als Diretroc der Wiener Siaatsoper demissioniert. Er soll den Titel eines GeneralmUsik- Vir kwrs erhalten und der oberste Leiter der Wiener Staatsoper bleiben. Meichzei.lg verlautet, daß mit Felix Weingartner ein neuer D i ri a e n t e n v e r t r a g abgeschlossen wurde, der Weingartner für 80 Vorstellungen der nächsten Spielzeit als Dirigent der Staaisoper verpflichte:. Eine offizielle Bestätigang der D.'miision Direktor Schalks liegt bis zur Stunde nicht vor. 8in Fahrhundert deutscher Makerrk. Ausstellrmg in der Sezession. Znttt Viertenmal beweist der Wiener Berein für Vtuseums- ^eiinde die Wichtigkeit seiner Existenz für Wien, für die Kunst, für Europa. Und wieder ist es der elvig junge Professor Karl Pt o l l, der eine große Ausgabe vollendet gelöst hat. Die honte vont Biinoesprästdenten Dr. Hainisch in der Sezession eröffnet« „I a h x h u « dert s ch a u deutscher Wtalerai", an deren Zustandekoinmen Persönlichkeiten wie Dr. v. S i e v e r 8 voin Ansivärtigen Amt in Berlin und Gehe im rat Dr Dornhöffer (derzeit Leiter der Münchener Galerie) tätigsten Anteil genontmen hoben, findet ihre Bedeutung daritt, daß die deutsche Kunst des 19. Jechchnuderts als bedeutettde Epoche der europäi>cheti Malerei ,, ver jüdische Volkserzühler SGHALOM ASCH GESAMMELTE WERKE Bisher ilnd erschienen: ONKEL MOSES Leinen 8 12.60 Gin Roman aus dem Leben der polnischen Juden in New*York MOTTKE DER DIEB Leinen S 12.60 Die abenteuerlichen Erlebnisse des jungen Mottke, der schon als Kind den Kampf ums Dasein auf* nehmen muss und sich in dem Sumpf der Warschauer Altstadtgassen vergeblich durchzuringen sucht DIE ZAUBERIN VON KASTILIEN Leinen S 9 — Eine Erzählung, die die Oreuel der heiligen Inquisition schildert und bunte Streiflichter auf das Leben im mittelalterlichen Rom wirft DER ELEKTRISCHE STUHL Leinen 8 0.— Das tragische Schicksal eines unschuldig verurteilte» New-Yorker Bankiers. LJ Buchhandlung R.Löwit,Wien, I.» Fleischmarkt 1 Rotenturmstrasse22 JÜDISCHES KÜNSTLERKABARETT II., Praienlraue 60 / Leiiert Max Streng Heute Uhr abends Ehrenabend der Frau Klara Zucker gewertet werden muß. Sie deklarieren eine geistige, und kulturelle Verfassung, die neben dett anderen Werten des Jahrhunderts bestehen' kann, und sie widerlegt die Behauptung, daß Douffchlands große Künstler ihren Nährboden au^chließlich im Ausland gesunden haben. Starke, spezifisch deutsche Elemente sind in Men zum erstettntal zu sehen. Der Romantiker PH. O. Rn tt ge, den Alfred Lichtwark in Haneburg seinerzeit museumsreif gemacht hat, daneben der lyrische Landschafter Kaspar David Friedrich, aus der Uebergangsepoche Sp itzw eg und Schwind, die großen Nnvmaler L e i b l und T r ü b n e r, die Nouromantiker M arees nnd Böcklin, der universale Adolf Menzel, der aus dem Dunkel herdovgchobene R a y s k i, das Tvifolinm Lieberm a n n, C o r i n th, S l e v o g t repräsentieren in. grandioser Weise ein Stück Malerei des 19. Jahrhunderts. Die Gegenwart ist durch Franz Marc, Nolve und P e ch st e i n vertreten. Dadurch, daß die bedotltendstelt Privat- und Stacrtssammlungen herangezogeu Ivcrden konnten, ist eine Schau zustande gekommen, die an die vor 20 Jahren veranstaltete Jahrhnndertausstellung in Berlin erinnert, und die — das sei im besonderen hervorgehoben — die führenden Persönlichkeiten ohne Rücksicht mtf Lesabuchgrößen versammelt. Die knnstgeschichtliche Bedeutung dieser Ausstellung wird erst in ihren späteren Wirkungen zutage treten. Mn Klavierkonzert von Richard Strand. Wie Richard Wagner sein „Siegfried"-Idyll, so schrieb Richard der Zweite seine SymMnie („Domestica") Mid seine Oper („Jrrtermezzo") vorn häuslichen Herd, urid nun, mehr als zwanzig Jahre nach der „Domestica", als Nachwort dazu das „Parergon Zur Symphonie domeftica" für .Klavier nnd Orchester, Op. 78. Ter kleine Franzi ist inzwischen Dr. Franz Strauß geworden, doch das „Thema des Kindes" aus 'der „Domestica" gibt auch im „Parergon" uod) immer den Ton an. Uebrigens bringt das „Parergort" rilcht nur eine Nachlese der Domestica", sondern ebensowM des „Rasenkavalier" oder der „Frau ohne Schatten", in der feinen, kannnermäßigen Orchestrierung auch der „?lrladtte ans Nazvs". Wie alle diese Werke, ineidet es die akkordisch orchestralen Exzesse der „Salome"- rtnd „Elektra"-Zei| und strebt dem hclleii, reinen Mozart-Gesang zu. In der Form schließ: es selbständige Satzteile durch nwtivische Berknüpf.nig und Renliniszenzen zu einem Satzganzen los? kunstvoll zusamntett; der reiche Klaviersatz mußte mit Rücksicht daraus, daß das Kortzert für den nur einarntigen Pianisten Paul Wittgenstein, einen Linkshänder, geschrieben ist, vorwiegend figuval ornamental gehallen sein. Der Orchestersatz ist durchsichtig, »ngem.'in sarHig m>d brillant, doch stets leichtfüßig, niemals überladen. Das Konzern wahrt gleichsant den Ausdruck des Kindes, die Stimnung, des Idylle, vielleicht streift es gar die Sphäre des Salons in 'einer Fülle des Geistreichen und in st in ein Verzicht auf Gedankenticf.' . Das otlistisck. meistechr-it gearbeitete Konzert für die. Unke Hand wurde auch in Wierr von Paul Wittgenstein, dem energischer'. Pianrüerr. den: es gewilme^ ist, zur Erstau.ffichrung gebracht. Wer nichr hin.ah, merkte nicht, daß nur eine linke ^and spielte, jo virtuos we^ß Wittgetrstein twtz Verlustes d»x vdchtetz Han) zu m.isiziercn. Das Orchester leitete stramm, mit KwßdU Gesten, B r e i s a ch, ein begabter Wiener, der bereits in sehr jrrngerr Jahr.m znm Mairtzer Generalmusikdirektor avanciert P. Aus de» Aeater». Burgtheatcr. Morgen, 7 Uhr abends, tet*( G y nt" (Abonnement III. Gruppe) Akavem'etvearer Morgen, '.',8 Uhr abends, : ,OnkelToni" (Wbotwment V. Gruppe). Operutbeater. Morgen, 7 IHr abends, i t! KSniginvonSaba". V o l k s o v e r. Heute gastiert TeikoKiwa in I -Butterfly." Die Künstlerin tritt nur mehr Freitag den > 6. d. in der gleichen Partie auf. Morgen Uraufführung von Julius Bittners „O 6n 6 r a 1 d’arnouf*. Raimund-Theater. Montag eröffnet Max - Pallenberg ein auf sieben Abende berechnetes Gastspiel in der von ihm bisher in Wien nicht gesvietten Rolle der HalbauS in dem Lust'piel „Der gläfernePantoffel'" Theater in der Joiefstadt. Helene T h im i g tritt heute -um ersten Mal nach ihre- Genesung in der Titelrolle von Iwan Turgenjews Schauiviel „Natalie" auf. * Renaissance!) Ü hu e. Heute zum 25. Mal „D e r i wahre Jakob". Ludwig Stößel beendet Donnerstag fein*' Gastspiel. Freitag ist Premiere der Novität ü f t e mich" („Embrassez mol") von Tristan Bernard mit Josef Jarno. Ronacher - Operettentheater. Samstag; Erstaufführung der Operette „D i e T e r e s i n a" von Oskar - Straus. Theater der Jungen. Die Schauspieler in der Josefstadt haben beschlossen, eine Reihe von Matineen unter dem zuzusammenfassenden Titel Theater der Jungen zu veranstalten, mi: deren Leitung sie Herbert W a u i e k betmut haben. In diesen Vorstellungen, deren jede nur einmal stattsindet, sollen vor allem Werke zur Aufführung gelangen, in welchen d.'r Lebensüville einer neuen Generation um neue dramatische Formen Lingt. Als erstes solcher Werke ist „Baa l" von B. Brecht ausersehen. Die Titelwlle wird OAar Homolka spielen. 150 Jahre Wiener Theater. Die Theaterausstellun^ des deutschösterreichischen Bühnenveroines in den Wintevgartenräumcn des Kaufhauses G.rngroß wird fast alltäglich durch einige neue Einsendungen privater Sammler bereichert. Die Ausstellung, die sich eines sehr lebhaften Besuches erfreut, bleibt bls zum 21. d. geöffnet. Heute nachmittags von 4 bis 5 Uhr empfangen in der Ausstellung Lotte M.delÄy und Arnold Korff und geben Autogramme. „Die JaK Gottes", das erfolgreiche Bühnenwerk Emil Bernhards, wurde, wie wir soeben erfahren, von der Jewish Drama League (Präsident Israel Zangwill) erworben und „gelangt ln der nächsten Spielzeit in London zur, englischen Uraufführung. Demnächst gcht das Werk in Max Reinhardts Kammerspielen in Bnlin in Szene. die MilchfSlschungen der Germania-Molkerei. Bor dem SchÄjifengericht begann gestern der auf vier Tags berechnete Prozeß gegen die Inhaber der Germania-Großmolkeroi in Rudovfsheim, Anna und Otmar Bruunmüller, deren Neffen Josef Brun nmüll er und den Betriebsleiter Johann Exenberger. Schon , im Jahre 1019 liefen gegen das Untcrnchmen Anzeigen wegen Milchpantschere? ein, die im Jahre 1922 und 1923 noch Zunahmen. .MaMcnntsorgane erhoben, daß nicht nur der Botrisb der Molkerei in unzulänglicher und sanitätswidriger Weffe geführt wurde, sondern daß auch die verarbeitete Milch systematisch durch Wässer« und Entrahmen verfälscht und dann trotz ihrer Minderwertigkeit zum Schaden der Abnehmer als Vollmilch zn normalen Preisen, oft auch noch zu höheren Preisen verkauft würde. Die Eheleute Bmnnmüller erwarben im Jahre 1921 e-mge Häuser und dchnten im Jcchre 1928 den Betrieb zu einem Großunternehmen aus. Die Mittel zu dieser Vergrößerung haben sie KveifeUos durch ihre Betrügereien gewonnen. Anna Brunnmüller gibt selbst zu, ihrem Neffen gesagt Kr haben, man müsse das Geld für den Umbau der Molkerei durch Wassern der Milch hereinbringen, sie werde hierzu sogar eine versteckte Rohrleitung anbviugen laffeu. Nach den Aussagen von Bediensteten wurden täglich zur Zeit, wenn die von den Bahnhöfen kommetcke Frischmilch ab geliefert wurde,' bek den beiden mit Anjinahmsbecken mit Wasser geq füllte Kannen bereitgestellt und das Wasser dann gleiche zeitig mit der Frffchmilch in die Becken enllerrt. Daneben wurde auch das Spülwasser, das nach dem Reinigen der Apparate mit Milchresten durchsetzt war, in Kannen gesammelt und der Frischmilch angegossen. Aber auch das zum Reinigen der Kannen verwendete Wasser diente dichm Zwecke. Der Tageseinlans betrug 12.000 Liter. Es wurden aber rund 14.000 Liter in den Handel gebracht, so daß das Mchr von 8000 Liter Wafferznsatz war. Der durch' Verwässerung der Milch den Mnchmern zugefügte Schaden beträgt mindestens zwei Milli>arden Kronen. Der Angeklagte Josef Brunnmüller erNärte sich mcht schuldig. Sein Onkel hübe stets alles erledigt nnd auch die wiederholt Mserlegten Geldstrafen snr ihn bezahlt. Ueber die Verwässerung der Milch kann er mir so viel sage«, daß feine Tante eines Tages, da man von den große,: Schulden' nnd den zu geringen Einnahmen sprach, die Anna Brmmmüllet sagte: „Ich habe eine gute Idee, wir werden "litte unterirdische Wasserleitung bauen". Der Angeklagte bemerkte: ,ßk können machen, was. Sis wollen, ich mache es nicht." Auch der zweite Angeklagte, Johann Exenberger, erklärt sich nichtschuldig md bestreitet entschieden. Wasser ir< die Milch gegchen zu habetl. Me Angeklagte Anna Brummrüller bekannte sich nichtschtt^ vitz. Dk? lechmsche tzetM We sie gar sicht WihMMt, ste UWt