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Wiener Morgenzeitung · 1926-03-02 · Heft 2523 (2.3.1926) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2523 (2.3.1926)
Date
1926-03-02
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Weite L Wien, Dien-tag Wiener Msrneyzeltuna Nrrrevttehe Mnvernahmr -es Entfett Emmerich Karolyi. Art« Rvvvia. Zu keinem 8V. (Sebmtslag. . Graf Emmerich Karolyi wurde heute vormittags au : Vt Oberstadthauptmanlffchaft :m Beisein -er französischen P o l i z e i f u n k t i o n ä r e neuerlich verhört. Die Einvernahme dauerte volle fünf Sinn den und drehte sich ausschließlich mn die Person des G«stn Teleki. Wie ,Magyarorfzag" erfährt, ist Teleki bereits für morgen auf die Polizei vor geladen worden, um sich gegen die Anschuldigungen des Grafen Karolyi Zu verantworten. „Esti Kurir" erfährt aus legi tim ist: scheu Kreisen, daß Prinz W indi schgrä tz ü'b er die Fälschungsaktion genaue, tagebuchartige Au fge:chnungen geführt habe, die in den Besitz des Grafen Emmerich Karolyi gelangt seien. Karolyi habe die Aufzeichnungen des Prinzen Windischgrätz an h ö chfte r Ste ll e v o r g e l c g t und sodann der Prinzessin Windischg v ä tz z u r ü ck g e g e b e n. Die Nationalverfamrirluns setzte heute die Frankendebatte bei ziemlicher Teilnahmslosigkeit des Hauses fort. Ter sozialdemokratische Abgeordnete Stephan Farkas bezeichnete in seiner Rede die FraUkenaffärc als das traurige Ergebnis eines ' Regierungssystems, welches seit Jahren das Schlagwort vom christlichen Kurs und den Patriotisinus mißbrauche. Die Regierung versuchte die Frankenfälschungsaffäre zwei Monate hindurch zu bemänteln und zu vertuschen. Nunmehr zeigt sich, daß der gewesene Ministerpräsident Graf Teleki der Hauptorganisator der Aktion Und der intimste Berater des Prinzen Dind i s ch g r ä tz war. Farkas besprach weiter das intime Verhältnis zwischen dem Landespolizeichef N a d o s s y und dem Innenminister R a k o v s z k y und behauptete, daß besonders der I n n e n m i n i st e r um jeden Preis bemüht war, die Aufklärung der Frankenaffäre zu vereiteln. Die Untersuchung in der Affäre wurde bereits fünfmal als beendet erklärt, und nur dem Eingreifen der Franzosen r sei es zu danken, daß die angeblich beendete Untersuchung änmer wieder neu ausgenommen werden mußte. Nachdem der Abgeordnete der Regierungspartei, Emmerich Oerffh, die Regierung und den Grasen Tffeki in Schutz nahm, ergriff der sozialdemokratische Abgeordnete Pickler -das Wort. Er 'bezeichnete cs als sonderbar, daß Gras Teleki kürzlich zum Mitglied des ' Verwaltungsrakes einer großen amerikanisch«, Petroleum», gesellschaft getvählt wurde, nachdem er zuvor als Mitglied -er M o ssu l kom m ission des Völkerbundes in der Frage der Grenzberichtigung zwischen der Türkei und dem Staate Irak ein für die amerikanischen Örlinteressen günstiges Gutachten abgegeben hatte. Graf Bethlen werde in Genf selbst erfahren, welcher Empfang ihm von den Mitgliedern des Völkerbundrates 'bereitet werden wird. .. Gegen Schluß der Sitzung wurde über den Antrag der Regierungspartei abgestimmt, wonach von morgen angefangen die Franke ndeöatte in A ch tstu nde ns i tz u n ge n abMfsthrt werden soll. Dieser Antrag wurde von der Mehrheit des Hauses angenommen und die Sitzung sodann geschloffen. Gras Bethlen tritt Mittwochabends die Raffe nach G e n s an. Ae Ritualmordhetze dl Lttaueu. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Kowno, 1. März. Im Zusammenhang mit der von uns bereits gemeldeten Ritualmordhetze in dem litauischen Stcwt- 'chen Rogale wurden von dortigen Antisemiten antijüdische Exzesse ins Szene gesetzt. Zahlre:che jüdische Einwohner wurden überfallen, jüdische Passanten blutig mißhandelt. Die Ritualmordhetze beginnt e i n e n g e f ä h r l i ch e n U mfa ng anzunehrnen. Die jüdischen Kaufläden stnd geschloffen, da bereits mehrere Geschäfte demol:ert wurden. U-sber Intervention des jüdischen Klubs wurde eine eigene Polizeiahteilung nach Rogale geschickt. Fnland. Mckgang der Arbeltrlofigkeit lu Wir«. In der zweiten Hälfte des Monats Februar ist die Zahl der Unterstützten in Wien um 2125 auf 97.895 zurückgegangen. Gegenüber dem Vorjahre ist der Stand der Unterstützten um 17.402 größer. In dieser Zahl ist die Zahl der im Bezüge der außerordentlichen Beihilfe stehenden Arbeitslosen nicht eingeschstossen, welche um 3 aus 5841 zurück gegangen ist. Bei den Angestellten ist bst unverändert ungünstiger Lage die Zahl der Unterstützten um 1-42 auf 1.1.418 zurückgegangen. Bei den Bauarbeitern ist ein Rückgang um 1957 auf 11.204 zu verzeichnen. In der Gruppe der Textil-, Hut- »mb Bekleidungsarbeiter ist die Zahl der Unterstützten um 280 auf 14.914 zurückgegangen; eine Be sserung zeigt sich bei den Schneidern, bei welchen die Saison langsam einsetzt, sowie iu der Hutindustrie und auch in den chemischen Putzercteir, dagegen ist insbesondere der Stand der Stricker und Färber stark gestiegen. Jo der chemischen Industrie ist bei günstiger Beschäftigung die Zahl der Unterstützten um 82 auf 654 zurückgegangen. Im graphischen rmd im' papierverarbeitenden Gewerbe Ist der Stand der Unterstützte« um 25 aus 1911 gesuukes. Wir haben am Sonntag eine Würdigung Artnr Ruppins aus Anl.iß feines 90. GcbuttstageS vm« berufener Feder veröffentlicht und lasten nun die Biographie des Kolonisators folgen: RechtSanwalt Dr. Artnr Ru pp in wurdam 1. Mörz 1876 in R a w i t f <f> (Posen) geboren. Er wurde 1906 RechtSanwalt in Magdeburg. Zein Interesse zog ihn sedoch bald wieder zu wissenschaftlichen, insbesondere volkswirtschaftlichen und statistischen Studien, die unter anderem auch d?r Evforschu,^ der. sozialen Verhältnisse der Juden gewidmet waren. 1904 über" nahm er die wissenschaftliche Leitung des Bureaus der Statt st i k der I u d e n zu Berlin. In dieser Tätigkeit veröffentlichte er sein Werk „Die Juden der Gegenwart", dar ihn schneü bekannt machte. Aff Einladung David Wolfs'oh ns bereiste er 1908 Palästina und übernahm noch Im selben Jahre die Leitung des seitdem im Palästinaamt in Jaffa kozentrierten zionistischen KolonisationÄverkeS in Palästina. In dieser Tätigkeit ist Rrrppin bis zu feiner im Jahre 1917 während des Weltkrieges erfolgten Ausweisung aus Palästina geblieben. Alle seit 1908 in Palästina geschaffenen neuen jüdischen Kolonien sind das Werk Ruppins, alle neuen Versuche kolonisatorischer Art entsprangen seiner Imitative, alle Institutionen zur Förderung der Besiedlung des Landes mi: Juden, wie die Palestine Land Development Company, die Arbeiterbank, die Hypochekenbank, wurden von ihm gegründet. Auch die Gründung der ersten rein Mischen Stadt Palästinas, Tel-Awiw, geht auf Ruppins Anregung zurück. Während des Weltkrieges war Ruppin dadurch, daß er das Hilfswerk für Palästina organisierte und die HUssgelder für die Erhaltung der bestehenden Siedlungen und Institutionen verwendete, der Reiter des jungen zionistischen Kolon isa ti onswe 7kes. Während seiner nnfteiwiüigen Trennung von Palästina schrieb er in Könstantinopel ein gwßes wistenschaftliches Werk: „Syrien als Wirtschaftsgebiet. 1919 kchrte. er nach Palästina zurück und übernahm, von 1920 bis 1926 auch Mitglied der Exekutive der Zionistischen Organisation, wieder die Leitung des Kolonisationswerkes. Seine Anschauungen über die Methoden des Arffbaues d.s neuen jüdischen Palästina har Ruppin in einem großen Wert ,D e r Ausbau des Landes Israel" (Berlin 1919), in dem Werk ,/Die landwi rtschast.liche .Kolonisation der Zionistischen Organisation in P a l ä st i n a" (Berlin 1965) und in mehreren großangelegten Referaten aus den Zionistenkongressen von 1918 bis 1938 niedergelegt. In jüngster. Zeit hat sich Ruppin von der ölffentllchen Tätigkeit iu Palästina zu: ückgezogen und wieder ganz seinen wissenschaftlichen Arbeiten zugewanöt, Srhat-seine in der letzten Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees im Oktober 1926 erfolgte Wiederwahl. in die Exekutive der. Zionistischen Organisation nicht angenommen. Ae Wadlresultate in Rumänien. Bon unserem Buvarester Korrespondenten. Mn 19. Februar fanden, wie schon berichtet, -ie Gemeinderatswahlen in ganz Großrmnänien statt. Ein scharfer- Kampf wurde-von seiten der Regierung gegen -ie Opposition geführt. Das gesamte Sündenregister -er herrschenden Partei wurde aufgezählt und die Wähler in allen Städten mobilisiert, um der Herrschaft der liberalen Partei ein Ende zu machen. Mehr als eine Woche ist bereits feit dem ersten iDahlgang verstrichen und noch ist der Streit, wer gesiegt hat, in der Regierungs- und Oppositionspresse nicht verstummt. Das offizielle Regierungsorgan, der ,Mitorul", sucht den Beweis zu erbringen, daß die liberale Partei mehr als 76 Prozjent aller Stimmen auf sich vereinigt hat, >wns ihr das moralische Recht gibt, weiter das Stamsmder zu führen uneventuell auch die Parlamentswahlen anszttschreiben, wiewohl ihre Legislaturperiode im Ablaufe begriffen ist. Diesem offiziellen Gerede der Regierungspartei halt die gesamte oppositionelle Presse vor, -aß in den meisten Dorfgemeinden die Opposition keine Gegenkandidaturen ausgestellt habe, weil -ie Bauern ein konservatives Element sind und dem Partelleben fernstehen, wobei sie lediglich an einer Verwaltung mit einem gesunden Wirtschaftsprogramm interessiert sind. Dieses apolitische Element schreibt die liberale Partei auf ihr Konto und triumphiert, daß 4000 Gemeinden für sie gestimmt haben. Anders verhält es sich in den Städten. Hier haben di« Lkkeralen eine empfindliche Niederlage erlitten, was ihre Herrschaft ftawf erschüttert hat. Schließlich sind für die Politik d.e Städte maßgebend, wo eine intelligente Bevölkerung wohnt und in Fragen der Politik ihre eigenen Wege geht, ohne sich von den Präfekten beeinflussen zu lassen. Am empfindlichsten war die Niederlage der herrschenden Partei in B u k a r e st, wo d:e Opposition 80 Prozent der Stimmen erhalten hat. Aber auch in den Hautpstädien der einzelnen Provinzen blieben sie in der Minderheit, well diese größtenteils von Minoritäten bewohnt tverden und diese gegen das hertscherwe Regime sehr erbittert sind. Kein Wunder! Hat doch die gegenlvärtige Regierung den » a t i o n a l e n Minderheiten, besoltders den .Juden, die nationalen Schulen genommen, ihre Beamten aus den öffentlichen Aemtern entfernt und iu der Frage der Erlangung der Staatsbürgerschaft tausenden Bürgern Unrecht zugefügt. Nun sollt« es dieser Regierung für alle diese Unbilv.n am Wahltag heimgezahlt werden. Die Wahl leg iti matt on war diesmal die Masse der Abrechnung. In vielen Städten kam es auch zu S t i chw a h l e n, di * am 26. Februar größtenteils zugunsten der Opposition aüsfielen. Einen speziellen Fall stellt -ie Stadt C z e r n ow i tz dar. Hier gelang «S, der Initiative der jüdischen Einheitspartei einen starken Oppvsttion-block zu schaffen, -er gezwungen war, »ach Mi HaWs zu Me« gegen -ie Utmk S. MSr; 1926 ' > Partei und gegen -:e Sozialdemokraten. Bei -er HauptwcHk errang -er Oppositiorrsblock fast so viele Stimmen als die Jfc* gierungspartel und die Sozialdemokraten zusammen. Es fehlten ihm im ganzen 46 Stimmen zur absoluten Majorität. Die Regierungspartei hat eine so empfindliche Niederlage erlitten, daß sie nicht ernnial 20 Prozent der Stimmen erhielt, lvas aut Folge hatte, daß sie im neuen Gemeinderat nicht einen einzigen Sitz erhalten hatte. Sie zog die letzte Konsequenz aus dieser N:ederlage, indem sie ihre Liste z u r ü ck z o g. Dies bedeillet ein besonderes Ereignis in -er Geschichte der rumänischen Wahlkänipse. Mit -er herrschenden Partei fiel auch in Czernowitz Dr. S t r a u ch e r. Am 26. Februar standen sich :n dieser Stadt nunmehr zwei Gegner gegenüber: -er Oppositionsblock und die Sozia- ‘ listen. Auf beiden Seiten wurde fieberhaft agitiert, dennoch blieben die Sozw'listett in der Minderheit und erlitten eine empfindliche Niederlage. Bon den abgegebenen 9927 Stimmen erhielt der Oppositionsblock 6184, wogegen die Sozialisten mit 3392 S tun men in der Minderheit verblieben. In den Czernowitzer Gemeinderat ziehen 24 Gemeinderäte des Oppositionsblocks und 6 Sozialisten ein. Die Jtlden erhalten beim Oppositionsblock 10 Genieinderatsstellen, darunter 2 Stadtrats- - Mandate. Es soll noch heworgchoben tverden, daß von jüd:scher Seite die markantesten Persönlichkeiten des jüdischen Lebens der Stadt Czerncwitz im Gcmeinderat vertreten sein »»erden. An der Spitze Dr. Mayer Ebner, der Präsident der Zionistffchen Landesorganisatiou, und Dir. F l e m i n g e r. Zu bemerken ist noch, daß die Poäle-Zion sich mit dem Opposttionsblock alliiert hat und ein Mandat erhielt. Die Hitachduth h-.ngcgen, die mit den Sozialisten ging, hat das Nachsehen. Dr. M. R. Ser Bölkerbundmt. Beunpuhigung im Unteohnus. — BulÄvin wivd Donnerstag Erklärungen a-bgel»en. London, 1, März. (Reuter.) Die im Unterhaus herrschende B e n n r u h i g u u g wegen der Frage der E r- Weiterung -es B ö l k e r b u n d r a t e s zeigt sich in der Tatsache, daß d r e r Liberale und e i u K o n -s e rvativer an den Premierminister die Anfrage richieteu, ob er schon bezüglich der dem Außenminffter Chamiberla in für die Genfer Versammlung zu erteilenden Weisungen zu einer Entscheidung gckonmlen sei und ob - die Dominien um ihre Meinung befragt würden, ehe sich Groß-, britannien für irgend eine Aendevung sestlege. B a l d w i n ersuchte die Kammer, seine Erklärung abznwarten, die er im Lause der Woche, spätestens, wie er hoffe, am D o n n e r s 1 a g aibgoben werde. Sonnlag beginnen die Vorveohnndlungen in Genf. Parts, 1. März. (Tel.-Komp.) W.e der ,IenrPs" mikteilt, refft Ministerpräsident Briand Samstag nach Genf ab, wo bereits Sonntag die Vorverhandlungen über die A u f nah in e Deutschlands in den Völferbunld und eine etwaige, Erweiterung des Völkerbuudrates crüffuet werden. Brasilien hält feine Kmttdlßdachur a-nfrecht. Paris, 1. März. Nach einer Meldung der „United Preß" aus Rio de Janeiro habe d:e brasiliamsche Regierung eine Erklärung veröffentlicht, wonach Brasilien nach wie vor feine KandllXlklr für den Bölkerburchrat a u f r e ch t e r h a l t c. Sine neue Rede Briands Mer Locarno. Paris, 1. Marz. (Tel.-Komp.) Me Kammer setzte helltedie Locarnodebatte fort. Louis Marin wandte sich gegen die Ratisiiziemng der Lomrnovertrüige, die nur Deutsch- ■ land und England Vortelle brächten. Es war ein schwerer Felhber, Köln zu räumen, noch bevor Deutschland seine Entwaffnungsverpsiichtu'ngeal erfüllt habe. Ministerpräsident Briand erwiderte, daß ohne die Räumung Kölns Frankreich die nötigen Trllppen für, Syrien und Marokko nicht zur Berfiügllng gchabt hätte. Auch habe England schon vorher den Beschluß gefaßt, Köln zu räumen. (Bewegung.) Bor Locarno war Frankreich ziemlich isckbiert. Auepdeu» aber war Deutschland enWlossen, nicht isoliert zu bleiben und es hatte bereits Verbindllngen angeknüpst, die Frank- ' wich eines Tages in ein« gefälhrliche Lage hätten bringen können. Die Furcht vor diesen Verbindungen ha-t beit französischen Mnisterpräsidenten veranlaßt, die UntechaMnngen z»l eröffnen, die zum Vertrage von Locarno führten. Frallkreich sei gewiß von dm Verträgen von Locarno nicht r e st l o s entzückt. Aber die Lage habe sich damit doch beträchtlich gebessert. Auch die Wichen Freunde Frankreichs gewinnen durch die Verträge von Locarno SichevheitSelemente, die ihnen vorher gänzlich fehlten. Frankreich sei durch Locarno vor derWelterhöht. Lovarno hat bewiesen, daß Frankreich ohne Hintergedanken den Frieden will. -Starker Beifall auf der Linken, während die Rechte sich zimckich reserviert verhält.) Am Schluß der S'.tzung wandte sich der sozialistische Abgeordnete Spinasse gegen die weitere Aufrechterhaltung der Besetzung des Rhemlandes, deren einzige Berechtigung darin läge, daß sie eine Garantie für die Bezahlung der Reparationen darstelle. Im Jahre 1871 se: aber Frankreich von den deutschen Truppen geräumt worden, schon als die ersten drei Milliarden bezahlt waren und Vas Bankhaus Rothschild die Bezahlung des Restes garantiert«. Der Dawes-Plan sei mm eme ähnliche mch ebenso gut« fmanzieü« Garantie.

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