Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2516 (23.2.1926)
- Date
- 1926-02-23
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Wh 6_SSfeif, glailhB Reue gugeuv. Klaus Raun wr- Pamela Wedekind im Raimund-Theater. Di.' Umschichtung aller Werte, diese schrecklichste Folge des Krieges, wirkt sich naturgemäß auch in der Literatur in revoluticmäre: Form aus. Kein Wunder also, tvenn die Jugend von heute die chaotisch? Gegenwart heftiger und impulsiver empfindet als die junge Schnftstellergeneration der Vorkriegszeit. Klaus M an n, Thomas M a n n s Sohn, las Sonntag vormittags aus seinen „Legenden um Kaspar Hauser" und „Fragment au die Jugend". Dieses letztere ist ein Smrm- und Drangwerk, an dessen Anfang und Ende das bange „Wohin?" steht. Wchin soll sich die Jugend von heute wenden? Es ist dies unser aller Frage. Leicht ha: es die Jugend nicht. Abkchr vom Gestern? Born Heute? 'Aber tvohin? Die Literatur soll vermitteln, als Uebergang dienen. Und Klans Mann weist auf die großen Geister, die ihur Brücke wurden: der Däne Bang und der Norweger Hamsun, der Franzose Anarole France und der Deutsche Brecht. (Noch selbst ein Junger.) Und für ihn ergibt sich, daß es seine Aufgabe ist, Europäer zu sein, zu dienen, zu vermitteln. Klaus Mann ist ein Zwanzigjähriger, ein Junge voller Ideale, mit einer tiefen Sehnsucht nach dem neuen, guten Leben, das die Jugend — o grausamer Krieg! — nie gekannt hat. Des Lebens Mühe und Pein, Sorgen und Kummer, Not und Segen der Arbeit, all das hat die davonstürmenide Jugend noch nicht erschien; und sehnt sich dennoch nach den neuen Gütern die gwße Geister sie erschauen lernten. Sie müssen erworben werden, um besessen zu sein. Und so versucht di: Jugend von heute zu schassen. Pamela Wedekaud sang Lieder zur Laute. Sie war eine ausgezeichnete Interpretin der Lieder ihres Vaters. Mit geschmeid-ger Leichtigkeit wandert sie vom leidenschaftlichsten Ernst zum schelmischen Humor. Fein pointiert, oft mit Mezza voce, .ja sogar nur and.uiungsweise weiß sie die Bänkelsängerlieder mit Schwermut, Hohn und Ueberlegrnheit vorzutragen. Sie erntete reichen Bersall und mußte wiederholen. Diese Wodekind-Tochter ist eine Bühnenpersönlichkeit, die der Kunst ihres Vaters noch manchen Dienst erweisen dürfte. —eich. Friede im Burgtheater. In einer gestern unter dem Vorsitze des Herrn Heine abgchaltenen Vollversammlung des Solopersonals M Burgtheater wurde von Dr. Fürst Bericht über den Verlauf der Versammlungen in der Bundesthearewerwaltung und im Unterrichtsministerium erstattet. Das Referat wurde durch Ausführungen seitens der Betriebsräte Heine, Schmidt und Pranger ergänzt. Der Konflikt ist beigelegr. Die Künstler nahmen «ine Resolution an, in welcher sie sich unter anderem mit der Neuregelung de: Gagen- und Honorarfrage einverstanden erklären. Durch diese Erklärung wurden nach der Zusicherung des Bundesministers Schneider die zum Zwecks der Gcyenregelung vorgenommenen Kündigungen gegenstandslos. Aus den Theater«. Burgtheater. Morgen, 7 Uhr abends. i« Idealer Satte“ (Theatergemeinde Serie A, weiße). Ätademrethealer. Morgen, 7*8 Uhr abends, „Onkel Toni". Modernes Tbeater. Morgen gelangt Felix Saugers Komödie „Banknoten" zur Erstaufführung. Sonntag, 7,4 Uhr nachmittags, findet eme Wiederholung der Tanzveranstaltung Thea v. Uyy und Ernst Walt statt. Theater in derJoiefstadt. Dar Lunspiel „I h r k l e i n e r F r e u n d" von JacqueS Nathanion, » u: h __JRKamt MsrASWettuW___ von Berta ZuckerktMdl, gcif.nql t'cnic, nett einstttdiert, zur Aufführung. Carl-T bester. Heute, 7,8 Uhr abends, letztes Gastspiel deS slowakischen Nationaltheaters auS Preßburg. Zur Aufführung gelangt vaS Lustspiel „D r o t a r" (Der Rastelbinder) von Paldrik. Ab morgen allabendlich „DteFrühl i n g S l u f t". Ronacher-Operetteu tbeater. Frau Louise Kartousch wird die Titelrolle der Oskar Strauß'schen Novität „D i e T e r e s i n a" geben, welche anfangs März zur Wiener Uraufführung gelangt. Die Hauptrollen sind mit Hermann Romberg. Eric Wirk, Emil Guttmann, Oskar Karlweis, Toddy Gmttr und Lya Pereival beietzt. Frau Maria Rajdl und Herr Karl Aagaard Oestwig werden Mittwoch von halb 4 bis halb 5 Uhr nachmittags in der int Warenhaus Gerngroß stattsinbenden Tbeaterausstellung die Gäste empfangen und Autogramme ausfertigen. Ladislaus Hajos, ein junger, begabter Geiger, der die Bubapester Musikakademie als Opfer des Numerus clausus 6erlassen mußte, hat Sonntag im Rahsnen eines äußert gelungenen künstlerischen Nachmittags der Concordia meisterhaft gesprclt. Das Publikum ivar derart begeistert, daß der junge Künstler (entgegen der Gepflogenheiten bei diesen Veranstaltungen der Eoncordia) zwei Zugaben bringen mußte. _ Gerichtssaal. sie -irettoren der KaofmSmllfchen Raak vor dem Strafgericht. Der erste VerhandluugStag. Gestern begann vor dom Strafgericht der Prozeß gegen die der fahrläffigen Krida beschuldigten Direktoren der Kaufmännischen Bank. (Wir haben die Anklageschrift in unserer gestrigen Nummer veröffentlicht.) Gleich nach Eröffnung der Vechandlung machte sich Unruhe im Zuhörerraum bemerkbar. Als der erste Angeklagte Schallaböck angibt, er sei 69 Jahre alt, Vizepräsident der Bank, ruft jemand dazwischen: „Ja, Verbrecher, nicht Vizepräsident!" — Vors.: Wer da brummt oder spricht, wird aus dem Saal gewiesen lverden! — Auch bei den Angaben der Angeklagten Feldmann, Fischer und Oswald wiederholen sich die Zurufe. Als erster wurde der Angeklagte Franz Schallaböck verhört. Er bekennt sich n i ch t s ch u l d i g. Früher war er Handelskammerrat und Laienrichter. Er schildert den Werdegang der Bank schr weitschweifig. „Als die Börsenkrise eintrat," sagte er, „und ein Bankenzusammenbruch nach dem anderen erfolgte, hat natürlich auch die Kaufmännische Bank darunter zu leiden gehabt. Wir wollten die uns zur Verfügung stehenden Mittel in Effekten anlegen. Angesichts des Runs aus die Kassen haben wir zuerst um die Geschäftsaufsicht angesucht, weil erfolgversprechende Verhandlungen mit einer englischen Gruppe geführt winden. Dann aber, als sich diese Vechandlungen zerschlugen, mußten wir um die Einleitung des Ausgleichsver- . f a h r e n s ansuchen." Der Angeklagte behauptet, daß Kredite nicht leichtsinnig gewährt wurden, sondern daß immer über jeden Kreditwerber Auskünfte eingcholt worden seien. „Ich weiß nur so viel, daß Herr Oswald meinte, die Börse werde sich schon bessern, und er wollte nicht so viele Existenzen vernichten." Staatsanwalt (dazwischenrufend): Und die Existenz der Bank, war ihm wichtiger als die kleinen Sparer! Der Airgeklagte gibt weiter an, daß die Debitoren in der Höhe von 49 Milliarden Kronen in die erste Bilanz voll ausgenommen wurden. Dann folgte das Verhör mit dem Angeklagten Feld manu. Er erklärt sich nichtschüldig und gibt an, daß er seit dem Jchre 1893 hier als Kaufmann tätig sei. Er habe sich um die Geschäfte der _Iß. immt I9SB_ Wr. 3519 Kausmäniiiich.'il Baut nicht sonderlich gekümmert, sei aber gegen die Gründung derselben gewesen und habe auch deren hohe Zinsforbernngen beanständet. Das Hauptinteresse dieses Angeklagten habe den Geschäften der Gekawe gegolten. Der Vorsitzende hält Feldmann nunmehr die einzelnen inkriminierten Fälle vor und der Angeklagte versucht hiebei, die Schu'ü an diesen Vorkommnissen aus die Angeklagten Oswald und Fischer zu schieben. Schließlich muß aber F-ldmann zugeben, das; sein Sohn Walter gegen acn Willen des Vaters an die Oesag einen unbedeckten Kredit in der Höhe von 280 Millionen Kronen gegeben Hab:. Damit ist das Verhör mit dem Angeklagten Feldmann abyeschloK-- und die Vechandlung wird auf heute vertagt. 2er Laak des Vaterlandes. Die Witwe Marie Strake erhob im August 1924 Anspru^ auf die Hinterbliebenenrente nach ihrem im Jchre 1915 im Kriege gefallenen 17jährigen Sohn, der als Gymnasiast nach Wiegung der N o t m a t u r a an die Front geschickt wurde. Die Witwe, die in den ärmlichsten Verhältnissen lebte, hat ihren Sohn unter den größten materiellen Opfern studieren lassen, um in ihrem Alter eine Stütze zu haben. Die Invalidenentschädlgnngskominission in Graz sprach der Witwe auch die Hinterbliebenenrente zu, mit der Begründung, daß der Gefallene später für seine Mutter gesorgt hätte. Das Burrdesministerium für soziale Verwaltung brachte gegen diese Entscheidung die Beschwerde an den V e r w a l t u n g s g e r i ch t s h o f ein, der die Entscheidung der Jnvalidencktschäüigungskommission als ungesetzmäßig aufhob. In der Begründung wird ausgeführt, daß die Rentenwerbevin nicht, wie cs im Gesetze steht, von dem Kriegsgeschädigten wesentlich unterstützt wurde, sondern daß sie hoffte, erst in Zukunft unterstützt zu.werden. Eine ungewisse zukünftige Hoffnung könne aber nicht eine Grundlage für einen Renienanschlnß bilden, weil sich nicht feststellen lasse, ob sich derartig: Erwartungen auch erfüllt hätten. 2er Prozeß Liihow. Aus Berlin wind berichtet: Gestern begann in BeM« -der Prozeß gegen den .Freiherrn Kurt v. Lützow aus Zossen, der, wie berichtet, beschuldigt wird, in 75 Fällen Zöglinge des von ihm geleiteten Erziehungsheims schwer mißhandelt und sich unsittlich an ihnen vergangen zu haben. Die VerhaMung findet vor dem zuständigen Schöffengericht Lichterfelde statt, das zu diesen! Zweck nach Moabit übersiedelt ist, da im Lichtevfelder Amtsgericht Räumlichkeiten für den Riesenprozeß fehlten. Etwa 500 Zeugen sind geladen. Der Prozeß wird wochenlang dauern. Der Angeklagte hat drei Verteidiger. Ungewöhnlich groß ist die Zahl der Sachverständigen. Es ist möglich, daß für einen Teil der Sitzung die Oefsentlichkeit ausgeschloffen werden wird. Bei Beginn der Verhandlung beanständete ein Verteidiger, daß als Schöffe ein Lehrer mitsungierte, der über einen Berufskollegen urteilen soll. Der Verteidiger richtete an diesen Schöffen die Frage, ob er sich mit Rücksicht auf sein Lehramt nicht für befangen halte. Der Schöffe antwortete, er fühle sich nicht befangen. Nach der „B. Z. avl Mittag" wurde der Angeklagte auf Antrag der Verteidigung aus der Haft entlassen. Der Angeklagte bestritt auf das entschiedenste jede Schuld. Lützow gab an, daß er ursprünglich Offizier werden wollte, jedoch infolge eines Hitzschlag's diese Absicht ausgelben mußte. Er studierte dann Landwirtschaft und übernahm nach Beendigung seiner Studien ein Alumnat in Mecklenburg. Morgen beginnt die Zeugeneinvernahme. Die Eltern der mißhandelten Schüler wurden vom Gericht als Nebenkläger zugelassen. -opyrighi 1926 by J. Ladyschnikow Verlag, Berlin fin Glauben-Martyrium.(42) Roman von Schalom Asch. „Das ist recht, das hast du gut gesagt. Das gefällt mir! Mein Weib willst du sein, meine Geliebte nicht!" „Was hast du getan, Tochter? Meinen alten Tagen zuliebe Haft du dich an Gott versündigt! Was hast m getan?" tief Maruscha. ,-Schweig' Alte, ich habe sie ja lieb!" sagte der Kosak gerührt. „Es :st nicht anders: sie hat es mir mit Zauberei angemn! Meinen besten Bruder habe ich doch um ihretwillen erschlagen. Er war doch mein Vetter" — deutete der Kosak aus den Toten hin —, „mein Lehrer. Er hat mich reiten und schießen gelehrt, ich aber habe ihn um einer Jüdin willen erschlagen. Die eigene Mutter könnte ich ihretwegen erschlagen. Es ist nicht anders: sie hat es mir mit Zauberei angetan!" Twoira harte jetzt einen Einfall. Sie erhob sich, reckte sich hoch und blieb starr stehen, vom Feuerschein beleuchtet, wie eine Erscheinung aus aus einer fremden Welt. ,Za, so habe ich es gemacht." „Wie hast du es gemacht?" Mit dem Zaubermittel, das ich besitze." „Und deinen Schwur hast du gebrochen, den du deinem Manne geschworen Haft, und Gott hast du vergessen, du Unglückliche! fluchte ihr die Alte. Dwoira streckte ihre schlanken Arme gegen den Himmel aus, hob ihr blasses Gesicht zu den Sternen empor und erwiderte: ,&o ist mir befohlen worden." ,Mon wem?" „Der, dort oben thront, hat es mir mit seiner Macht befählen." Der Anblick Dwoiras versetzte den naiven Kosaken in Angst, er wandte sich an die alte Kosakin und fragte: ,Mas redet sie da?" ,^Jch weiß es selbst nicht," stammelte die erschrockene Mnuscha. ,Hch erkenne sie nicht wieder. Sie redet wohl Mit ihrem Gott." „Ich habe meine Glieder mit der Zaubersalbe eingerieben, die Er mir gegeben, und nun kann niemand mir etwas zuleide tun. Hier stche ich vor dir, versuche dein Messer an mir und überzeuge dich, ob ich die Wahrheit sage." Der. Kosak erschrak. Seine Nasenflügel begannen zu beben, sein Messer brannte ihm in der Hand. ,Mas tust du, was redest du da?" Die alte Kinderfrau umarmte Dwoira. „Du Närrin! Oh, du alte Närrin! Warum fürchtest du dich? Weißt du nicht, daß mir nichts Schlechtes geschehen kann, da Gott mich beschützt?" Die alte Kosakin fiel vor Dwoira auf die Knie, erfaßte ihre Hände, und vergrub in diese ihr altes Gesicht, das feucht war von Tränen. Ter Kosak stand abseits. Er zitterte. Furcht vor der Jüdin hatte ihn übermannt. „Komm zur Mutter heim, Jüdin. Dort iverde ich dich beherbergen bis zur Hochzeit... Die Kosaken könnten sonst kommen, dich sehen, und dich mir rauben." „Ich gehe nicht eher mit dir, bis du mir bei deiner Seele. und bei deinem Glauben geschworen hast..." ,Zch will dir alles schwören. Sprich, was ist es denn, was ich dir bei meiner Äele und bei meinem Glauben schwören soll?" „Jerem, ich weiß, daß du gut bist — du hast mich ja vor schlechten Menschen gerettet. Du 'hast nicht geduldet, daß mir etwas zuleide geschicht. Gott tvird dich dafür belohnen. Nun versprich mir, Jerem, bevor ich mit dir gehe, daß du mich bis zur Hochzeit schonen, meine Reinheit behüten, und mir nichts zuleide tun wirst." Der hochgetvachsene Kosak lächelte. „Ich schwöre dir bei Gott, meine schöne Jüdin, daß ich dich ö's zur Hochzeit schonen, deine Reinheit behüten, und dir nichts zuleide tun 'werde." „Denk daran, Jerem! Du hast es mir bei deinem Glauben und bei deiner Seele geschworen. Solltest du dennoch schlechte Absich'en mir gegenüber haben, so würde ich durch meine Zauberkraft deine Gedanken sofort erraten, und die höhere Macht, unter deren Schutz ich stehe, wird mich dir sogleich rauben. Du aber wirst nichts dagegen machen können. „Ich schwöre bei Gott" — der Kosak zitterte — „dich wie ein Heiligenbild, wie eine Heilige, zu behüten." Hierauf hüllte er Dwoira in seinen langen weißen Mantel, und führte sie in das Heim seiner Mutter. Die alte Maruscha folgte den beiden. Der Morgen begann schon zu grauen und die Kronen der Bäume zu beleuchten, die wie aus einem Nebelmee" hewortraten... 3. Für den Glauben und für die Thora. Noch stand Chmeluft'ki in Unterhandlungen mit dem polnischen Feldmarsck'all Dominik wegen seiner Untevlverfung unter die polnische Krone. Unterdessen entsandte er aber eine Kosakenhorde nach der anderen, mit ungeschützte Städte zu verwüsten und mit der Beute die Kosaken zu entlohnen. Um aber die Freundschaft mit den Tataren ausrcchtzuerhalten, mußte er die Harems des Chans mit schönen jüdischen Frauen und Mädchen bere chern, und darum überfiel eine Horde von 10.000 Kosaken unier der Anführung des Räuberhauptmanns Kriwonos die Städte und Flecken der Ukraine und machte sie dem Erdboden gleich. Den Kosakenhorden aber folgten die Banden der Tataren wie Scharen schwarzer Raubvögel. Umsonst bat der edlmütige WiszniÄvieki die polnischen Fürsten und Machthaber um Verstärkung für sein kleines Heer von polnischen Soldaten, das gegen Kosaken und Tataren focht. Seine Stimme, die vor der Kosakengesa'hr tvarnte, fand keinen Widerhall. Feldmarschall Dominik hoffte immer noch auf Chmelnitzkis Gerechtigkeitssinn und seine Bereitschaft, sich Polen zu unteüversen. Und darum machte er den Kosaken ein Zugeständnis nach dem anderen, und verlieh Chmelnitzki immer neue Titel, in der Hoffnung, ihn auf diese Weise zu besänftigen. Die polnischen Fürßen aber waren mit der Wahl eines neuen Königs an Stelle des verstorbenen Wladislaw beschäftigt. Niemand kümmerte sich um das Schicksal deS we'ten ukrainischen Landes. Schließlich mußte auch Wiszniewiäki selb« seine Kleine Armee verlassen und nach Warschau reisen, bei den verlotterten polnischen Herren Hilfe für die m&M* liche ukrainische Bevölkerung nachzusuchen. (Fortsetzung folgt.)