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Wiener Morgenzeitung · 1926-02-21 · Heft 2514 (21.2.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2514 (21.2.1926)
Date
1926-02-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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I Polen : aroszvl Wi en. ^um Abholen in der Expedition, IL Taborstr. 1*3, oder in einer Verschlelsstelle (Trafik) monatl. 5 Schilling Strassen verkauf in Wien durch die Kolporteure der Firma Goldschmied, 1, Wollzelle 11 Mit postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschocho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen: Mon. 5Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 aaebiahiaggeB Hel frei*» srbOhantfen Vorbehalten »t. 2514 Wiener k- Felnwaschanstai« Habsburg1 /-..Wallg.4 ✓ T 3620 Serie saiünilHfe:rur.,.hJMe! Uebernahmsstelleti ln alten Bezirken Men. Sonntag, 21. Zebrnor 1926 trantun England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei. Bulgarien Mon.100Lews. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44*0-38,43-3*19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2*82 IX., Universltfitsstrasse 6*8 (D. uckerei lg. Steinmann) Oesterrelchisches Postsparkassen - Konto Nr. 150.698 8. Jahrgang Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen find durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. In den Delikatessengeschäften ARMIN BIEL ■■r Schellenring 14, Tel« 69*3*13 fpar Führlchgasae 3, Tel« 71*1*18 "Wg Reines la Gänseschmalz per Kilogramm S 4.30 noch kurze Zeit zu haben. Pension HIRSCH, Semmering Fllrslenhoff Modemst eingerichtetes Hans, fliessendes Wasser in den Zimmern, Gesellsdiaftsrünme, (Ritaelle KücheJ Vormerkungen für Os' ent. Telephon 87 Des Weinbrand-Kenners Ideal ist Marke Gröf Keglevich Pal A üröf KeslsvickPAl BUDAPEST-WIEN I Nur edii mit dieier wefssen Etikette j MlA in Amerika. (Eigsudienist der „Wiener Movge.nzeitung") Neto-Aork, 20. Februar. Bialiks letzte Rede auf. dem hiesigen Meeting wurde im Wege des Radios in allen jüdischen Zentren Amerikas gehört. Bialik begibt sich in den nächsten Tagen nach Chikago, von wo er dann sämtliche-amerikanischen Städte, in denen Juden in größerer Zahl wohnen, besuchen wird. Auf seiner Reise wird Bialik von Dr. Schmarjahu Levin und Richter Julian Mack begleitet, Sie Frage der jüdischen Gendarmerie in Palästina. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Jerusalem, 20. Februar. Der jüdische Nationalrat (Waad Leumi) überreichte der palästinensischen Regierung eine Denkschrift, in der die Negierung aufgefordert wird, jüdische Gendarmerieabteilungen an Stelle der aufgelösten englischen zu schaffen. Die Regierung hat versprochen, diese Forderung einer eingehenden Behandlung zu unterziehen. Die zurzeit in der englischen Gendarmerie Dienst tuenden jüdischen Gendarmen bleiben auf ihren. Posten und werden der zu bildenden Landesgendarmerie einverleibt. Lranriardanien — eine Provinz Palästinas. Jerusalem, 20. Februar. Die hiesige arabische Presse meldet, daß die Regierung im Monat März Transjordanien zu einer Provinz Palästinas proklamieren wird. Sie Iittatur in Griechenland. Deportation oppositioneller Politiker. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Achen, 20. Februar. Die Polizei hat heute auf Weisung der Reg:erung die früheren Minister Kasandaris, Papanastasiu und K ondy l is verhaftet und gegen sie Strafuntersuchung wegen hochverräterischer Umtriebe eingeleitet. Die drei Minister wie auch die :n der letzten Zeit verhafteten Zivil- und Militärpersonen wurden heute an Bord eines Kriegsschiffes nach der Insel Sa n t o r i n gebracht, die die Strafuntersuchung wegen hochverräterischer Umtriebe eingeleitet. Strenge Bereitschaft in Budapest. Grobe Vorkehrungen der Polizei iilr den Heutigen Zag. — Anfrechterhaltnng des Verbote» sämtlich« StrabennnWge. — Uebermmpeiung der Spposttio« im Parlamenlsansschnß. (Eigeudteust der „Wiener Morgenzeitung".) Brrdapester und Berliner Zusammenarbeit. Budapest, 20. Februar. Der Verlauf des morgigen Tages ist noch gänzlich ungewiß. Obwohl von der Polizei verboten, wollen es sich die Erwachenden Magyaren nicht nehmen lasten, eine, wenn auch begrenzte Demonstrationsversammlung abzuhalten, die aber unbedingt eine Gegenkundgebung der Sozialdemokraten, deren Protestversammlung ebenfalls verboten wurde, auslösen würde. Die Polizei hat die umfassendsten Vorkehrungen und strenge Bereitschaft getroffen, um am morgigen Tage die Ruhe und Ordnung aufrecht zu erhalten. Das Verbot sämtlicher Straßenaufzüge und Volksversammlungen wurde aufrecht erhalten und soll unter allen Umständen von der Polizei gewahrt werden. Der parlamentarische Untersuchungsausschuß setzte nachmittags die gestern um Mitternacht: unterbrochenen Beratungen fort. Das Cornnmmque über die gestrige Sitzung meldet, daß das Beweisverfuhren beendet wurde. Somit sind sämtliche Anträge der Opposition auf E;r'g ä n z u ng de s B ö w e i s v e r f ah r e n s von der Mehrheit abgebeHÄt. wordene < Auf die Tagesordnung der heutigen Sitzung des Ausschusses wurde die Beratung des vom Ausguß zu verfassenden Berichtes“ gesetzt. Der Berichterstatter des Ausschusses, Abgeordneter Stephan R u b i n e k, arbeitet bereits seit mehreren Tagen an dem Bericht, der heute' bereits dem Ausschuß.vorgelegt werden soll. Die Opposition, die bisher nicht einmal Gelegenheit hatte, die stenographischen Protokolle der Sitzungen durchzustudieren, steht somit vor einem fait aecompli und ist kaum mehr in der Lage, ihren Minderheitsbericht f e r t i g z u st e l l e n. Sie ist unter solchen Umständen entschlossen, eine Abstimmung über den Bericht Rubineks unter allen Umstände zu vereiteln und eventuell die Sitzung bis in die M o r g e n st n n d e n auszudehnen. Die demokratischen Mitglieder des Ausschusses hatten heute Nacht eine Konferenz, die um halb 4 Uhr früh beendet wurde, und auf der sie den erbittertsten Kampf gegen das Vorgehen der Mehrheitspartei beschlossen und den Abgeordneten Vazsonyi beauftragten, den Minderheitsbericht der Opposition so rasch als möglich fertigzustellen. Wie spät abends gemeldet wird, wivd Abg. Rubinek seinen Bericht erst am Dienstag vormittags vorlegen, da er noch nicht ganz fertiggeftellt ist. Es überrascht jedoch Pemlich, baß die Debatte über den Bericht noch am sel- Leu Nach mitttag abgeführt werden und daß dies zugleich auch die Schlußsitzung des Parlamentsausschusses sein soll. Die Opposirion will dieser Ueberrunrpelung dadurch begegnen, daß sie. alle Mitglieder als Redner Vorwerken wird, um so Obstruktion zu treiben. In der morgigen Montag - Mittagsausgabc setzt die „Wiener Morgenzeitung" die Aussprache über zionistische Fragen mit dem Artikel: Wladimir Jabotinsky: „Bom binationalen Palästina" fort. Die ungarischen Behörden haben die Berliner Polizei, beziehungsweise Berliner Staatsanwaltschaft von allen Aussagen in Kenntnis gesetzt, die sich aufden B u da p e st e r Aufenthalt und die R o l l e S ch u l tz e s in der F r a nkenfälschungsaffäre beziehen. Eben auf Grund dessen ist die Verhaftung Schnitzes durch die Bevliner Polizei erfolg:. Die ungarischen Behörden haben überdies die wortwörtlichen Abschriften sämtlicher Protokolle, die sich mit der. Person Schnitzes befassen, den deutschen Behörden übermittelt, so daß nunmehr die weiteren Erhebungen gegen Schultze in Deutschland auf Grund dieser Protokolle durchgeführt werden können. Ein Auslieferungsbegehren ist an die Berliner Behörden nich: gestellt worden, da dies im Sinn? der ungarischen Stvafprozeßordnung und des internationalen Rechtes nicht zulässig ist. Bethlen und Brrd fahren nach Genf. Wie „Efti Kurier" erfahren ' haben will, werden Miu nisterpräsident Gnf Bethlen und FinanMmister B u d am 6. März von Budapest nach Genf a br e i s e n. Wenn bis 'dahin der Bericht des Untersuchungsausschusses im Plenum der Nationalversammlung nicht erledigt sein sollte, so wird die Regierung die Debatte über den Bericht am 6. März abbrechen und das''Haus in der Zwischenzeit mita nder * n 'Ä ef s'tz e nt w ü eft b^HHen. Das mysteriöse Paket für die französischen Polizisten. Die staatliche chemische Prüfungsanstalt hat heute die Asche, die in dem den Franzosen zugesandten Pak et. gefunden wurde, einer chemischen Untersuchung unterzogen und fest-gestellt, daß sie aus dem Verbrennen eines außerordentlich feinen Papierstoffes stammt. Die Polizei ersuchte nun die französischen Emissäre, ihr eine falsche Tausendfrankennotezur Verfügung zu stellen, die. dann in der che mischen An st alt verbrannt werden wird, um feststellen zu können, ob das aus dem Ostbahnhof Vorgefundene Paket tatsächlich die Asche von verbrannten Tausendfrankennoten enthielt. , Die Tiegeldruckpresse stammt aus Wien. Bei der Wiener Polizeidirektion ist eine Requisition der Staatsanwaltschaft in Budapest, eingelangt, in welcher um Erhebung darüber ersucht wurde, ob der in die Angelegenheit! der Frankenfälschungen verwickelte Gerö imJahre 1924 bei der Firma Hugo Ca rm in ^.Großhandlung für graphische Bedarfsartikel/ Burggasse 90, eine Buchdruckerpresse und andere ähnliche Artikel bestellt und bezogen hat. Die sogleich eingeleiteten polizeilichen Erhebungen ergaben, daß Gerö tatsächlich im Jahre 1924 bei der genannten Firma eine Tiegeldruckpresse und eine Numeratormaschine bestellt hat und daß die bestellten Maschinen a b g e l i e f e r t w u r d e n. Bon dem Erhebungsresultat wurde» die Staatsanwaltschaft in Budapest und die Staatsanwaltschaft in Wien in Kenntnis gesetzt. Auch Pfnndnoten werden gefälscht. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") London, 20. Februar. In einer kleinen Cottage w Südenglan d ist eine vollständige Ausrüstung für die Herstellung von falschen Pfundbanknoten gefunden worden, einschließlich 99 halbfertiger Falschnolen. Der Inhaber der Cottage wurde vor das . Schwurgericht gestellt. : SfiflOtiOllC'” bringen E in R | U« W11f der auf Wunsch Angebote! unserer Kunden prolongierten WelsseWocha BrdderSchiffmann 11., Taborstrasse 48 Telephon 47-1*71 En gros En detail

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