Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2509 (16.2.1926)
- Date
- 1926-02-16
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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I Polen. 2S t>yoszyi Wien £um Aohoien in der Expedition, li., Iaborstr. 1-3, oder in einer Verschieisstelle Tratik) monatl. o Schilling Strassenverkaui in Wien durch die Kolporteure der Firma Ool dschmied. i„ Wollzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling 1 schecho-Slowakei Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen:Mon. 5Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 i'it&zaliiangeii net r r e i »- erbOhan en Vorbehalten Rr. 2509 IPreis alTfll England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monat). 18 Liire: Rumänien Mon. 170Lei. Bulgarien Mon. 100Lews. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, II. Taborstr. I Telephone: 44-0-38. 43-3-19 Ab 6 Uhr 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (D uckerei >g. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nt. 150.69.8 Me«. SienatoB. 16. gebtnnt 1926 8. gaOrgans Wiener omntrtiiutui M Sortierungen der jüdischen national Versammlung. Sie Antwort der PolMnoreaiervua. lEigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Im redaktionellen Teil enthaltene entgeltliche Mitteilungen sind durch ein vorangesetztes E gekennzeichnet. Außerordentliche Tagung der Mandaislommission. Bericht über Syrien. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Rom, 15. Februar. Morgen beginnt hier die außerordentliche Tagung der Mandatskommission des Völkerbundes, die sich ausschließlich der Prüfung der französischen Berichte Uber Syrien widmen wird, die bei der letzten ordentlichen Tagung im Oktober noch nicht Vorlagen. Die Delegierten der Mandatskommission des Völkerbundes sind bereits in Rom eingetrossen. 8bn Saud marschiert nach Transjordanien. Wabi Mussa von den Wachabiten besetzt (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") London, 15. Februar. Nach einer Meldung aus Kairo sollen die Wahabiten Wadi Mussa in Transjordanien besetzt haben. Falls diese Meldung zutrifst, so wiirde das bedeuten, daß Jbn Saud, nachdem er den König des Hed'chas, Hussein, und seinen Sohn Ali entthront hatte, sich nunmehr gegen den zweiten Sohn Husseins, Abdullahs den jetzgen König von Transjordanien, zu wenden beabsichtigt. _ ein SBuJiemfefc in England. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") London, 15. Februar. Im Hause der Lords gelangte dieser Tage die sogenmnte Monehlendersbill,- ein Gesetz zur Bekämpfung der Wucherer und ihrer Praktiken, zur zweiten Lesung. Das Gesetz sieht vor, daß nur in ganz besonderen Fällen Zinsen bis zum Höchstausmaß von 4 Prozent pro Monat gezahlt werden dürfen und daß dieser Zinsfuß i n keinem Falle w?der privat noch geschäftlich überstiegen werden darf. Schwere Strafen für diejenigen Geldverleiher, die sich gegen diese Bestimmung vergehen, sind vorgesehen. Des weiteren enthält d's Gesetz cine Reihe von Bestimmungen zum Schuhe der Schuldner. Ein Geldverleiher darf keine Zinseszinsen berechnen, er kann einen Schuldner nur vor besonderen Gerichten, die jeden einzelnen Fall durch Fachleuten untersuchen lasten, klagen. Bei der geringsten Härte, die er sich gegen einen Schuldner zu'chulden kommen ließ, verliert er unverme'dlich seine Sache und auch di» Konzession. Naturgemäß muß jeder Geldverleiher staatlich konzessioniert sein. Des weiteren enthält das Gesetz drastische Bestimmungen zur Bekämpfung st der Reklame der „Monehlender". Kommt cs doch immer häufiger in Engl'nd vor. daß in den Zeitungen annonciert wird. „Beträae in jeder Hohe, gegen geringste Zin'en! Nur auf Ihre ehrenwörtliche Erklärung!" und ähnlich bauernsänacrische Behauptungen. Das Gesetz wurde von Lord Carson begründet und fand die gleiche lebhafteste Unterstützung wie bei der ersten Lesung. JeittWan'i nntt »er AHlkerlinidrit. E ne Anfrage der Reichsregierung. Berlin, 16. Februar. (Tel.-Komp.) Die deutsche Regierung hat auf diplomatischem Wege an die Großmächte die Anftaae gerichtet, ob beabsichtigt sei. außer Deutschland trd) anderen Staaten ständige Iihe im Bö'kerbundrat zuzuerkennen. Ueber den weiteren Verlauf der Verhandlungen ist noch nichts bekannt. Stanislaus Steuer in Wien. Der Bsgrützungsatbend. Heute um 8 Uhr abends findet in den Olympiasälen, I. Bez., Rotgasse, die Begrüßung Stanislaus Steigers durch die Vertreter des Wiener Judentums statt. Einladungen sind am Schalter der »Wiener Morgenzeitung" erhältlich. Regiebeitrag 2 Schilling. Jerusalem, 15. Februar. Die palästinensische Negierung veröffentlicht ihre Antwort auf die Resolution der Assefath Haniwcharim (die wir am 11. d. ausführlich publiziert haben). Tie Antwort ist in einem sehr freundschaftlichen Ton gehalten. Die Regierung erklärt, daß sie bereit sei, die Subventionen für das jüdische Schulwesen zu vergrößern, jedoch unter der Bedingung, daß ihr ein bestimmtes Kontrollrecht zustehen soll. Ferner ist sie bereit, jüdische Beamte zu beschäftigen sowie jüdische Mannschaften in die Polizei einzu st eilen, wenn sie sich mit dem von der Regierund bestimmten Gehalt zufrieden geben und keiKe Unterstützungen bei den jüdischen Organisationen ansprechen werden. Die Regierung bereitet auch einen Gesetzentwurf vor, wonach, das alte türkische .Gesetz, betreffend die Einhebung des Oscher (Zehent) stufenweise abgebaut werden soll. Tie Regierung wird auch in der nächsten Zeit größere Möglichkeiten schaffen, um » Kronländereien, die brach liegen, zur BearbMtngaLu übergeben. Die Regierung wird sich dennoch bemühen, verschiedene diesbezügliche Forderungen der Judenschaft zu befriedigen. Tie Rechte der hebräischen Sprache werden geschützt werden. Was die Einstellung jüdischer Mannschaften in den Sicherheitsdienst betrifft, so hängt damit der bereits vor zwei Wochen gemeldete Plan der britischen Regierung zusammen, die britischen Gendarmerietruppen abzubauen. Auch die Garnison soll um neun Bataillone, die zurzeit, in Palästina stehen, reduziert werden. Die vaiMnensisch. yri chen Grenze. Jerusalem, 15. Februar. In Jerusalem weilte dieser Tage ein französischer Oberst als Abgesandter, des High Aus dem jüdischen Eejmklub. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Watschau, 15. Februar. Wie kereiis geme.det, hat die Fraktion der zionistischen Abgeordneten besch.ossen, a.§ Präsid ulen des jüdischen Kl bs den Abgeordneten Tr. R o j e n b l a t t zu kandidieren. Abg. Schipper leiste für sich und den Abg. G r ü n b a u m mit, daß beide in den Kiub wi.der eimrelen. Sodann fand eine Plenarsitzung statt, in der zunächst Abg. Reizes beantragte, zu den Sitzungen Vertre:er der jütischen Presse znzulassen, da sie bisher nür aus eine zü'älliae Ber:ch!erstattung angewiesen waren. Dieser Antrag wurde jedoch uv 13 Stimmen der Misr a ch i und der Aguday a b g e l e h n t. Sodann beantragte Abg. Reizes den sofortigen Eutrin des Kluls in die Opposition, der durch die letzten Erklärungen des Umer, ich:sministers G r a b s k i nt der Frage des Nunf.rus c.au.us vollkontmen berechtigt sei Abg. Reich erklärte, daß der Klub vor allem eine Debatte über seine zukünftige Politik abw.hr>. :t müsst,' um tuf Grund der daraus resultierenden Richtlin'en vt zukünftigen Präsidenten zu wählen. Ueber Antrag des Abg. S cl>: p o e r wurde jedoch be'chlossen. vorher d:e Wahl des noren Präsidenten vorzunehmen. Abg. Heller erklärte namens der Hitachduch, daß sie an der Wahl nicht teil3 nehmen und sich freie Hand Vorbehalt,, n wird. Abg. Kirschbraun erklärte, daß die Agudoh auf keinen Fall die Kandidatur des Abg. Rosenblatt unterstützen könne. Ter einzige Ausweg sei die W a h l e i n e s P r ä s i d i u m s Sollte jedoch der Klub einen Präs.denten wählen, so müßte die Ag -dah öffentlich erklären, daß die Wahl des Präsidenten nur von einem Teil des Klubs gebilligt werde. Abg. Reich erklärte in einer längeren Rede, daß es zurzeit Pflicht der Opposition sei, die Führung des Klubs zu übe: nehmen. Er spreche sich gegen die Wahl des Dr. Rosenblatt aus und meint, im gegenwärtig.n Momente habe der Führer der Opposition, Abg. Grünbaum, die Verpflichtung, die Präsidentschaft zu ü b e r- Commissioner von Syrien, de Jouvenel, um mit Lord Plumer die Frage der Sicherheit an der palästinensisch-syrischen Grenze zu besprechen. Bialtts Anlunjt in Amerika. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) New-Iork, 14. Februar. Bialik, der zum ersten Mal in Amerika weilt, ist im Hafen von New-Dork in Gesellschaft von Dr. Schmarjah Lev in eingetroffen. Ein Ehrenkomitee mit Richter Julian Mack an der Spitze erwartete ihn am Hafen. Auf der Luxusyacht des New-Iorker Bürgermeisters begaben sie sich an Land. In den Straßen wurden Bialik bei seiner Durchfahrt große Ovationen bereitet. In ganz Amerika wird eine Bialik-Woche proklamiert, während der in allen jüdischen Zentren über das Schaffen Bialiks und seine Rolle im jüdischen nationalen Leben Vorträge gehalten werden sollen. Auch durch Radio sollen Vorträge über Btalik verbreitet werden. Die iüüsche Weltkiilfskonserenz. Abgeordneter Grünbaum nach Argentinien delegiert. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Berlin, 15. Februar. Morgen beginnt hier die Tagung der Exekutive der j ü d i s ch e n W e l t h i l s s k o n fe r e nz unter Vorsitz ihres Präsidenten Leo M o tz k' n. Die Tagung wird sich vorwiegend mit der gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage der Judenschaft in Osteuropa beschäftigen. Die Welthilfskonferenz beabsichtigt in der allernächsten Leit eine groß'üg'ae Kampagne in Argentinien und Kanada durchzuführen. Ueber Wunsch der jüdischen Hilfsorganisation in Argentinien soll Abg. G r ü n b a u m an der Spitze einer Delegation dorthin reisen, um die Aktion für die jüdische Welthilfskonferenz durchzuführen. nehmen. Er beantrage daher die Wahl des Abg. Grünbaum zum Präsidenten des Klubs. Hierauf wurde die Sitzung vertagt, um d.n einzelnen Gruppierungen Gelegenheit zu geben, zur Situation Stellung zu nehmen. Brkand WM demissionieren. Paris, 15. Februar. Nach Ablehnung des Artikels betreffend die Erhöhung derTabakpreise erklärte Ministerpräsident B r i a n d, die Regierung sei angesichts des Ernstes der Stunde entschlossen, alles zu tun, damit die Debatte ein Ergebnis zeitige. Wenn der Entwurf a'b g e l e h n t werde und die Kammer so der Regierung die Mittel zu regieren 'verweigern werde, werde sie anderen die Verantwortung für die Regierungsmacht überlassen. _— Berlmstniq ein?« Fem-miiHer«. Berlin, 15. Februar. Wie das Polizeipräsidium mitteilt, cir.iite gestern der der Militcwchaft im Mordfall Wilmes verdächtige Feldwebel der Schwarzen Reichswehr, Peter U m h o f e r, verhaftet. Steuemtn3ftinungcn — in Amerika. Washington, 15. Februar. (Tel.-Komp.) Int Verlaute der Be« raiuug der neuen Gesetzesvorlage über Steuerermäßigungen im Ausmaß von 352Milllcn.lt Dollar bechivß oer Seuw auch die Steuer auf Theaterkarten sowie die A u t omob i 1 st e u e r vollständig aufzuheben. Ter Ausfall dieser beiden Steuern bedeutet für die Bund.ssinanzen einen En:gang von 100 Millionen Dollar jährlich, so daß die Gesamtsumme der Steuerermäßigungen, falls die Bill auch im Kongreß durchgeht, -15 2 Millipnen Dollar im Fahr erreichen wird. Sensationf- Angebote! bringen wir ln der aui Wunsch unserer Kunden prolongierten WelssaWoche BrüderSchiffmann 11., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-71 Ed gros En detail DB