Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2502 (9.2.1926)
- Date
- 1926-02-09
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Üt. MS Mm, Dknßlag " Wiener MoBnenstMinn 9. fse^ruar 18SS ©etfc 8 8ise mtrlABfkige SchmsggriastSre. Aus Prag wird gemeldet: In Lnndmbnrg wurde der Konzipient Hugo Fried verhaftet, als er im Mg.iff war, 900.000 rschechischeKronen nach Oe st erreich zu schmuggeln. Der Verhaftete gab an, daß das Geld dem Olmützer Erzbischof Peean gehöre, der mit dem Geld» ein Gut, -aS er im Auslände gelaust habe, bezahlen wollte.- Wie dem „Mährischen Tagblatt" mitgeteit wird, wollte Erzbischof Peean das Rittergut Stolzmühle in Preußisch-Schlesien erwerben. Der Vertreter des Crzbischrfs hatte sich ohne Wissen des Kirchenfürsten und auch ohne Wissen seiner Zentraldirettion des verhafteten Fried bedimt, um die Ausfuhr des Geldes ins Ausland ohne staatliche Bewilligung zu bewerkslelligen. Als Strafe für den versuchten Geldschmuggel ist der doppelte Betrag, in diesem Falle also 1,800.000 Kronen, zu entrichten, _ Sfinf Cent für (Mo. Der amerikanische Forschungsreisende Carveth W e l l s berichtet in der „Rew-Aork Times", er habe aus einer Mittelmeerreise das Grabvon Caruso besucht und sei von dem GrabeShüter aufgcfordert worden, fünf Cent zu bezahlen, wenn er ihm den Leichnam des Sängers zeigte. Wels bezahlte also die fünf Cent und der Wächtr nahm die italienische Flagge ab, die den Sarg bedeckt, öffnete ihn und ließ dem Fremden den in einen Abendanzug gekleideten Leichnam sehen, dessen Gesicht noch vollständig erhalten war und wie das eines Lebenden wirkte. / „Ich glaube nicht", erzählt Wells, „daß dieser Betrieb von den Behörden sanktioniert ist, doch jedem, der das Grab bejpchen will» wird dieses Angebot gemacht." r« n^büselte stalser. Im „Berliner Tageblatt" erzählt qu.: Janouschek, der böhmische Zuschneider des Wiener Hoflieferanten Prix — in Wien ruht bekanntlich das Schneidergewerbe größtenteils in ehrsamen Tschechenhänden — weiß aus seinem Umgang mit hohen und allerhöchsten Herrschaften vielerlei zu «Men. Ich würde ihm danachfolgende historisch-denkwürdigste Erlebnis seines Schneiderdaseins kaum ohne weiter.s geglaubt haben, wenn nicht ein so ernster, enzyklopädischer Kopf wie Franz Blei den wissenschaftlichen Voraussetzungen dieses Berichtes bei seiner Wiedererzählung voll beigepflichtet hätte. Eines Tagealso fährt bei Prix der 75jährige Graf Paar, Leibadjutant Seiner Majestät Franz Josef 1., vor, um eine neue Uniform zu probieren. Bei der Anprobe zuckt der alte Graf (der, wie die Wiener Legende behauptet, gleich den anderen Hoswürdenträgern um Franz Josef nicht vor dem Ableb.n seines kaiserlichen Herrn das Dasein verlassen durfte) schmerzhaft zusammen. „Hexenschuß", sagt er erläuternd zu Meister Janouschek. ,^Oh," erwidert der Zuschneider, „da weiß ich ein sehr gutes Mittel, Herr Graf, lasten Sie sich von mir ausbügeln!" „Ja, wie geschieht denn das?" ist deL Grafen ungläubige lkrage. „Warten S' einen Moment!" Meister Janouschek trägt ein Stück Flanell und ein heißes Bügeleisen h.rbei. Dann bittet er >den Grafen sich ein wenig zu bücken, legt ihm das Flanellstück vorsorglich Wer den Rücken and beginnt nun einige Minuten das Rückgrat entlang den Grasen auSzubügeln. Sichtlich erquickt und gekräftigt beginnt sich der Graf nach dieser Zeremonie zu strecken. Die Schmerzen sind weg! Ein Dreivierteljahr später betritt Graf Paar eines Morgens des alten Kaisers Arbeitszimmer. Der Monarch scheint moros unb übcrnächtig. „Fühlen sich Euere Majestät unwohl?" — „Ja, da im Rückgrat, Rheuma. . ." s Der Leibadjutant lächelt verlegen und erzählt dem Kaiser sein Erlebnis bei Prix. Ob Seine Maj.'stät die merkwürdige Kur nicht auch einmal ausprobieren wolle? Franz Josef gibt sofort Auftrag, Janouschek und sein Bügeleisen in die Hofburg zu bescheiden. Gin Hofwagen holt den Erstaunten ab. Eine halbe Stunde später beginnt der böhmische Zuschneider den Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn und Böhmen, Fürst von Lodomerien, gefürsteten Markgrafen von Tirol und Vorarlberg, auSzubügeln. Franz Josef konnte danach noch neun Jahr kerzengerade auf dem Thron der Habsburger sitzen. ver SWftertfrt MorrmrrNi. «i »« »!< «chvhl,»«, schM.S hall-». In der Angelegenheit des Juwelendiebes Moranszky dauert die Sichtung des großen JuwelenlagerS noch an. Moranszky unter st ü tz t die Ar b e i t e n dabei sehr nachdrücklich, da er mit großer Treffsicherheit zu unterscheiden weiß, rvaS von den Einbrüchen in Prag und Zürich und waS aus anderer Quelle stammt. Obwohl seine unmittelbare Täterschaft an Einbrüchen durch seine Fingerspuren beim Juwelier Kri'spel in Graz festgestellt wurde, leugnet MovanSjky nach wie vor selbst der Täter gewesen zu sein. Er hat Samstag eine Erklärung unterfertigt, in der er sich bereit erklärt, daß die bei ihm gefundenen Schmuckgegenstärwe und Pretiosen und das bei ihm säsierte Warenlager sowie sämtliche ihm gehörigen Geld, und Wertgegenstände zur Schadloshalt unz an die bisher genannten oder noch weiter festzustellenben Firmen verwendet werden. Moranszky hat an die geschädigten Firmen Inhaber diie Bitte gerichtet, daß sie die seiner Braut Valerie Hohldampf und ihren Eltern geschenkten Pretiosen, wie tthren, Kelteq und Ringe, soweit sie u«bedenklilcher Herkundst sind, ihnen ausnahmsweise belassen und von der Einbeziehung zur Schadloshaltung ausnehmen. Ts ist wahrscheinlich, daß Moranszky beträchtliche Summen, vielleicht Milliarden, aus dem Erlös seiner Beute beiseitegebracht hat, baß er möglicherweise Konti unter Decknamen hat. Darüber verweigert er jede Auskunft. Diesbezüglich ist seine Aeußerung bezeichnend, daß für seine Mutter gesorgt sei. Gestern ist der Brüsseler Juwelier CoofemanS hier ««gekommen, um auch die Juwelen anzuschen, allein es wuvde nichts gefunden, was von dem Einbruch bei ihm am 24, November v. I. stammt. Auch aus Brünn sind gestern zwei Kriminalbeamte hier eingetroffen. Wien, 9. Februar. * KSkteeinbruch? Nach der milden Wetterperiode trat Sonntag nachts Abkühlung ein. Regen vermischt mit Schnee folgte. Die Voraussage lautet: Vorerst vielleicht noch Schnee, Bewölkung und Temperaturabnahme. Nördliche Winde. * Der Wohnungsnachweis der Stad» Wie». Gestern wurden beim städtischen WohnungSnachweis 65 Wohnungen angemeldet. Davon wurden aber gleichzeitig 63 Wohnungen wieder als bereits vermietet abgemeldet. * Der neue Palästinafilm. Die österreichische Keren-Hajeffod- Kommission veranstaltete Sonntag vormittaäs im Achotterirmgkino vor zahlreichen! Publikum eine Vorführung neuen Palästina films, über besten Schönheit und propagatorische Wirksamkeit wi>r bereits mehrfach berichtet haben. Den begeisternden einleitenden Vortrag ^hielt Herr Leo S e n d r o v i e z. Der Redner verficht es ausgezeichnet, sein Auditorium zu dem glühenden Enthusiasmus aufzupeitschen, der ijjit selbst beseelt, wenn er von den Großtaten der jüdischen Pioniiere m Erez Israel,, spricht. Der Redner kann es nicht zum geringen Teile als persönlichen Erfolg buchen, daß bas PropanLandameeting dem Keren Hajesscd zahlreiche neue Zeichner brachte. * Das ,Jfa-Palast"-Kino delogiert. Wegen verschiedener Steuer-, Zins- und sonstiger Rückstände wurde gestern das „Jfa-Palast"-Kino in der Taborstvaße 1 delogiert. Schon vor längerer Zeit ist der Besitzer des KinoS, Herr ForbaS, in das Ausgleichsverfahren gegangen, kannte aber seme daraus entspringenden Verpflichtungen nicht eilnhalten. Unter Polizeiassistenz wurde die Räumung des Kinos vorgenmnmen, in dem gestern auch keine Borstellung mehr stattfand. * Zionistische Bezirkssettion Wieden-Margarete«. Am 26. Jänner fand tat Terrassencafe, 5. Dez., Maraaretenplatz, eine Aussprache des bisherigen Ausschusses der Sektion mit Gestnnungsgenosten dieser Bezirke statt. Dieser Besprechung wohnte seitens des Zionistischen Landeskomitees Herr Dr. Leo Goldhammer beil. Auf Grund der abgeführten Debatte und der erfolgten Beschlüsse ist mit Recht zu hoffen, daß sich die Arbeit m biezer Bezirkssettion günstig entwickeln wird. Heute um 8 Uhr abends filndet im Terrastencafe eine Ausschußsitzung statt, zu welcher d!te Gesinnungsgenossen dieser Bezirke, die bereit sind, an den Arbeiten der Sektion aktiv tenzunchmen, emgeladen werden. * Wohltatigkeitsveranstaltung der Weiblichen Fürsorge. Heute findet im Kursalon um 4 Uhr nachmittags der diesjährige Empfang der Weiblichen Fürsorge, statt. Das Reinerträgnis ist den notleidenden jüdischen Studenten gewidmet und fließt der Mensa judaica zu. Da eine Reihe hervorragender Kunstkräfte, unter anderem Altmeisterin Auguste Wilbrawdt'-Bauoius vom Burgtheater Mitwirken, ist ein Massenbesuch zu gewärtigen. * Festaufführung für die Barmherzigen im Zirkus Snbeck. Freitag den 19. d. um 9 Uhr abends findet im aS Hagenbeck durch das besondere Entgegenkommen der ktion eine Festaufführung statt, deren Reinerträgnis dem Krankenhause der Barmherzigen Brüder in Wien zufließt. Außir dem gewöhnlichen Zirkusprogramm werden in uneigennütziger Weise Mitwirken: Die Kammersänger Schmedes uno BorvinuS von der Staatscper, das Cäcillie- Cerri-Ballett, Frau Paula Bäck, Heinrich Pacher und Hermann Frischler von der Volksoper, Frau Carmen Cartilieri, Mimi Vesely vom Carl-Theater, Wilhelm Sichra von der Roland-Bühne, Willi Bauer, und andere namhafte Kunstkräfte. Die Preise sind die gewöhnlichen. Radioprogramrn. Heute Dienstag den 9. Februar. 11 Uhr: Vormittagsmusik. — 16 Uhr 15 Min.: Nachmrtlagskonzert. Konzertsängerin Maria Qnibenus-Braun. „Für meine Freunde." — 17 Uhr 60 Min.: Stunde der Frau. Grundzüge der Ernährungsrhysiologie des Kindesalters. Dr. Karla Zawisch-Ossenitz. — 18 Uhr,25 Min.: Das Museum der Stadt Wien. Hermann Reuther, Direktor der städtischen Sammlungen. — 19 Uhr 10 Min.: Französisch. — 19 Uhr 40 Min.: Englisch für Vorgeschrittene. —, 20 Uhr 15 Mn.: Kammermusikabenv. Quartett Buxbaum. Mitwirkend: StaaiSopernsängerin Claire Born, Pwf. Erich Meller. Vereine, SortrBge nnd Betfommtongen. Zionistische Frauengrupve Leopoldstadt. Heute um '/,8 Uhr im SekttonSbeim, Zirkuspasse 93, dringende Ans chußsitzu. g Er weinen ist Pflicht. — Iüd 1scherFranenbund. Heute, '/»8 Uhr abends Zeremonieniaal des TempetS. 9. Bez.. Müllnergaffe 21. Bibelvortrag („Die Sprüche") Esther MieseS. — Zionistische Sektion 6—8 zionistische Frauenorgantsatsgn 6—8. Heute. 6 Uhr abends, 8. Bez., Bennoplatz 1 a, Konzertakademie mit anchl'eßem-em Tanz. — Betd Waad l'iwrim. Morgen Mittwoch im Saale der Lese» und Redehalle. v. Bez.. T rkeitstrabe 9. Bortrag des •' enn Dr. Zwt K o r e tz über das Jhemar „Teu'r bageibinom basairut' haiwrtih daattkah " — Zetre MiSrachi, Wien Heute 7 Udr abends, bringende B 'prechung über die gecenwärstge Situation un'eres Vereine» Erscheinen aller Mtigiteder PiUcht. Leopold st ädterDolkSheim. 2. Bez., Zirkusgasse 48. Fachgruppe für Literatur, 8 Uhr: Sigismund von Radecli; Gogol. Eintritt frei * Benin der Freunde des Naturhistorischen Museums in Wien. Die Generalversammlung finde» Dienstag den r3 d. um b udr nachmittaaS im BortragSfaale des Ratmhistori'chen Museums. 1. Bez, Buraring 7. statt, anschließend Vortrag veS Direktor» Dr H. M'che!' »Neues von Edelsteinen und Peilen" Ueber „Karl Kraus und seine Bedeutung". Ueber. dieses Thema s r'cht Dr Fritz Lövver- ^eda über Einladung der zlonisttschen Sekt on v - 8 Dienstag den 16. d. 8 Uhr abend», im Bentnsbeim, S. Be».. Bennovlatz 1a. Kartenvorverkauf täglich zwischen *1,4 und '/,6 Uhr nachmittag» im Sekretariai __ vrlefkasten. A. ». »Mutt §S Zövö", Budapest, Podmanirzky utca 6- IlONIItUCHS SEKTION Vl-Vlll_ AlONISTISCNS PRAUSNOROANISATION VI.VIII BennopInU 1 a mmmm—mm HBUtR präzise >/,9 Uhr abends wmm rwnüj Konzertakademii Mitwirkende: Lols Rublntteln Maria B«rgir>Lavy t Clilra Brissan Ludwig Borgor 1 Anschließend TflNl Kunst. Bühne, Buch. Thea v. llnn und Srnst Walt. Tanzmatincc im Modernen Theater. „Paffen Sie auf", sagte der Kollege Dr. S. zn mir, „eS wirb eine Familienjause, aber ohne Kaffee. Alle hier" — er zeigte auf da8 volle Haus — „gehören 5» Familie. Tanten, Tanten, nichts als Tanten!" Thea V. Uyy, die sich schon eitimal zeigte, ist noch zu unausgeglichen uns — unansgebildet. Sprünge nnd Hanbbowc« gangen machen noch nicht das Tanzen aus. Inneres Erleben der Musik ist Voraussetzung. Dann kann, bei gewisser Technik, dieses Erleben auch arrsgedrückt werden. §0 aber laufen Mnsck und (erlernte) Tanzbewegungen nebeneinander vorbei. Benrerkenswerte Ansätze sind vorhanden, insbesondere ans dem Gebiete des Grotesken. (So m „Die Masche" von Ich. Strauß.) Mer erst die Uebung macht den Meister. Ernst Walt ze'lgte in einzelnen Tänzen seine schon gut bekannte Technik, mit der jedoch der Ausdruck nicht immer Schritt zu halten vermochte. Im Doppeltanz mit Uyy aber war er der Größere. Die beiden Erstaufführungen von Salmhofer kamen nicht sehr zu Geltung. Im Zwischenakt drängten sich ave Famllienangs^vrge und Tanzelevinnen zur Gratulation; wilc wollen damit noch das eine oder andere Jahr zuwarten. —«h|. S1aat«ov?r und Radag. Ein Einigung erzielt. Da die Verhandlungen zwischen der Bundestheaterverwaltung und der Ravag, sowie den Vertretern der Angestelltenorgamfationen über den Anschluß der Oper nunmehr zu einem befriedigenden Ergebnis geführt haben, wird mit den erforderlichen Vorarbeiten zur Uebertragung von Opern durch das Radio iln den allernächsten Tagen begonnen werden. - 1 Au« den Matern. Burgtheater. Morgen» V»8 Uhr abends, »Lady W i n d e r m e r s S Fächer". ^Abonnement dritte Gruvve) Alaoem'etoeaier Morgen „Altweibersommer". (Abonnement erste Gruppe.) Hierauf „Der Selige". Operntheater. Morgen, 7»8 Uhr abends. M adameButterfly". Redoutensaal. Morgm, l/,8 Uhr, Ballett- Komödien. Ratmund-Theater. Morgen, *1,8 Uhr abends, Premiere von B yard Beillers. „Der dreizehnte S t u b l" mit Hanst Niese als Gast. Exl-Bühne im Wiener Stadttheater. AIS nächste Novität gelangt Karl Pichorn» „PeterS Himmelfahrt" zul Aufführung. Ronacher-Operelteutheater. Donnerstag 50. Auffühiung der Operette „Das Spiel, um die Liebe." Jeder Besucher erhält eine Muflknummer au» der Operette als Geschenk. — Sonntag nachmittags Erstaufführung von „M a d a m e P 0 m p a d 0 u r" mü Lutie Kartousch. Else LaSker-Schülers Schauspiel „Die Wupper" wird aus Anlaß des 50. Geburtstages der Dichterin am Prager Neuen Deutschen Theater in Szene gehen. Ein jüdisches Museum in Turin. Aus Turin wird uns geschrieben: Hrer bildete sich vor kurzem ein aus Delegierten oes jüdischen Kulturverbandes von Italien und Vertretern des Vereines der jüdischen Jugend von Turin zusammengesetztes Komitee zur Gründung eines jüdischen Museums. Dank der jungsüdischen zionistischen Bewegung gelang es in der letzten Zeit der Verschleppung der auf die uralte Geschichte der Juden in Italien bezughabenden Antiquitäten und literarischen Denkmale aus dem Lande Einhalt zu tun und eine Sammlung dieser unschätzbaren, in den meisten Fällen unersetzlichen Kulturzeugnisse im Lande selbst in die Wege zu leiten. Diese Sammlung ist. bereits im Gange. Das -jüdische Museum in Turin wird als Wirkungsfeld das ganze piemontesische Gebiet umfassen. Für Interessenten sei hier die Adresse des vorbereitenden Komitees bekannt gegeben. Sie lautet: Comitato Provvisorio per il Museo Ebralco, Turirro, via Lagrange 7. Die Gobelins des „Sonnenkönigs". Zwei der herrlichsten Meisterwerke der europäischen Gobennweberei sind zurzeit in einem Londoner Antiquitatengeschäst zur öffentlichen Bestchti« 0 ausgestellt. Die beiden Gobelms, die fünf Meter in der te und ebensoviel in der Länge messen, wurden vor 300 Jahren in der Gobelinfabrik. zu Fontainebleau von de la Blanche aitgefertiat. Sie wurden später der Tochter des Sonnenrönias zum Geschenk gemacht, als diese das Oberhaupt der königlichen Familie von Savoyen heiratete. Das Gold, daS in dem Gewebe verwendet wurde, hat allein einen Wert von 600 Pfund Sterling. Das in herrlichen Farben prangende Bild stellt Szenen aus dem Lehen der Jagdaöttin Diana dar, die beiden Gobelins wurden wahrscheinlich während der französischen Revolution nach England gebracht. , Ball her Wiener Philharmoniker. Heute findet in sämtlichen Sälen des Musikvereinsgebäudes der dritte Ball der Wiener Philharmoniker statt. Herr Bundespräsident Dr. Michael Haintsch hat sein Erscheinen für 10 Uhr zugesagt. Borträge der von Dr. Richard Strauß gewidmeten Fanfare unter Leitirng Prof. Kan Stieglers und Webers „Aufforderung zum Tanz" durch das gesamte philharmonische Orchester unter der Leitung Felix v. Weingartners, m der Pause Tanzaufführnngen prominenter WHcJu&ox. des Staatsopernvalletts.