Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1926-02-09 · Heft 2502 (9.2.1926) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2502 (9.2.1926)
Date
1926-02-09
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2979076-2981549-2981589--25498-3013148
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

| Polen. *3 toszyl Wien /.um ADhoien iti oei Expedition, 11., Isdorstt. 1^, odei ln einer Verschleisstelle "Trafik) monatl. o Schilling Strassen verkam ln Wien durch die Kolporteure dei Firma Qoi dschmled, U Wollzelle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling 1 sch ec ho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Vln. 60. Polen:Mon. 5Zloty. Deutschland: Mon. Om. 4, Frankreich, Belgien- Mon. Frcs. 18 Wiener unrein England. Mon. 4 Schilling, Italien: Monatl 18 Lire. Ru nänlert Mon. 170 Lei. Bulgarien Mon.lOOLewa. Schweiz und das übrige Ausland monatlicn Frcs. -ä Redaktion, Administration; Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-3», 43-3-19 Ab 6 Uhr 21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (D uckerei g. Stein mann i Oesterreichisches Postsparkassen Konto Nr. 150.69h 9lt. 2302 Wien. Lienstag. 9. getttuat 1926 8. llalirgana Deutschlands (Fmtritt in den Völkerbund. Bom Reichskabinett einstimmig beschlossen. tEigendienst der „Wiener Morgenzeitung-.l Berlin, 8. Februar. Das Reichskabinett England kann Aegyvten nicht derlassen. Mne Rede des Kolonialministers Amery. London, 8. Februar. (Reuter.) In einer in Leeds gehaltenen Rede sagte Kolonialminister Amery, Grotzbritanuien könne Aegypten nicht verlassen, das den Rechten und der Verantwortlichkeit Großbritanniens vom Gesichtspunkte der Sicherheit seiner Verbindungen und vom Gesichtspunkte seiner Lage im Sudan Rechnung tragen müsse. Der Minister glaubt, daß man fern von einem neuen Kriege sei. Die jüngst erfolgte Regelung der Jrakfrage habe die Grundlage für ein künftiges freundschaftliches Abkommen mit der Türkei gelieferL England wünsche, fortgesetzt Beziehungen vollkommener Freundschaft mit der Türkei zu unterhalten. _ Banditeneinfall in Damaskus. Plürrderungen im UnternnchtSministevrum. Damaskus, 8. Februar. (Havas.) Banditen haben den Dr. M a l k i a m entführt und im Gebäude des U n t erricht s m i n i st er s. Plünderungen verübt. Mit Hilfe von Parteigängern haben die Franzosen 150 Banditen, die in das Midamviertel eingefallen waren, zurückgeschlagen, wobei sie 10 und 16 B e rwundete hatten. Eine französische Abteilung stellte in der Gegend nordwestlich von Aleppo eine aus der Türkei kommende Bande. Der Kampf nahm-einen, für die Franzosen-, günstigen Verlauf.- L ' Jouvenels Reise nach Angora. Paris, 8. Februar. (Tel.-Komp.) Der französche Oberkorrnnifsär in Syrien Hmri de Jouvenel reist morgen nach Angora, um mit der türkischen Regierung über den zwischen Syrien und -der Türkei abzuschließenden Vertrag Persönlich zu verhandeln. hat heute nach stundenlanger Beratung einstimmig beschlossen, eine Note ab zu senden, durch die der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund angemeldet wird. Tie Note ist bereits heute abends nach Genf abgegangen. Ihre Veröffentlichung wird erst nach der Ueberreichung an das Völker bundse kretariat erfolgen. Ueber die für die Entschließung der Reichsregierung zum Eintritt Deutschlands in den Völkerbund entscheidende» Gesichtspunkte wird von zuständiger Seite bemerkt: Durch den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund wird das Bertragswerk von Locarno zur Wirklichkeit und damit gemäß dem Beschluß einer großen Reichstagsmehrheit für die Friedenskraste in Europa ein fester Boden geschaffen. Deutschland kann nur auf solcher Grundlage seine eigenen Kräfte entfalten und zur Geltung bringen. Hiebei ist von entscheidender Bedeutung, daß Deutschland sofort einen ständigen Rats sitz erhalt. Wenn auch angesichts der politischen Gesamtlage nichts verkehrter wäle, als illusionistische Hoffnungen über das zu hegen, was Deutschland erreichen kann, so wird doch Deutschland künftig bei all den großen Angelegenheiten, für die der Völkerbund. zuständig ist, zum mindesten Mchtbemten und mitabstimmen. Bei zahlreichen Entscheidungen des Völkerbundrates. aber wird Deutschlands Stimme darüber hinaus von entscheidender Bedeutung seim da nach der Satzung des Völkerbundes, soweit nicht in besonderen Einzelfallen anderes vorgesehen ist, der Bölkerbundrat einstimmig zu beschließen hat. Etrefemann will Mufsolini antworten. In der morgigen Sitzung des Reichstages. Inder heutigen Reichstagsfttzung haben die vier Regierungsparteien dem Präfid.um des Reichstages eine Interpellation überreicht, die fo!gmden Wortlaut hat: In der Sitzung des römischen Parlaments vom 6. Februar hat der >tal:enische Ministerpräsident unter Bezugnahme auf die Lage in Südtirol Ausführungen gemacht, dre das Verhältnis des Deutschen Reiches zu Italien berühren. Wir fragen, an: ' 1. Ist dei Reichsregierung der amtliche Wortlaut dieser Ausführungen bekannt? 2. Ist die Reichsregierung in der Lage, dem Reichstag über ihre Haltung zu diesen Ausführungen Auskunft zu geben? Sofort bei Eingang in die Tagesordnung der heutigen " Sitzung ergriff Reichsaußenminister Dr. S t r e s e m a n n das Wort zu einer Erklärung, in der er auf die Rede Mussolinis hinwies. und betonte, die Reichsregierung hätte den . dringenden - Wunsch, zu diesen Ausführungen Stellung zu / nehmem Sie wäre.daher dankbar, wenn die h ezu vorliegenden^ Interpellationen bereits auf die Tagesordnung der morgigen Sitzung gestellt würden. Präsident Loebe sagte dies zu. Der a u swärtige Aüssch u ß des Reichstages ist für morgenmittags ein berufen worden und wird sich mit der Vorbereitnng für d i e M u s s o l i n i - D e b a t t beschäftigen. Sir Herbert Samuel soll Palöstina besuche». London, 8. Februar. Wie der „Jewish Times" aus Jerusalem telegraphiert wird, erwartet man in Palästina -den baldigen Besuch von Sir und Lady Herbert Samuel, die gegen zwei Monate im Lande zu verweilen gedenken. Sine Wische Mtterbundliga in rek-Awiw. Jerusalem, 8. Februar. In Tel-Awiw wurde dieser Tage eine jüdische Vökkechundliga gegründet. Palöstina und die Genfer Berkebrrtouvenilon. London, 8. Februar. Die englische Regierung hat sich namens Palästinas den auf der zweiten allgemeinen internationalen Konferenz für Verkehrswesen in Genf am 0. Dezember 1923 angenommenen Konvention angeschlossen. Frankreich und Palöstina. Paris, 8. Februar. Im Anschluß an die Eröffnungssitzung der Gesellschaft der Palästinafreunde France-Palestine schreibt der ,FHuotidien": „Das Ziel der neuen Gesellschaft ist ein höchst ideales. Das französische Volk strebt danach, das jüdische Aufbauwerk in Palästina unter dem englischen Mandat zu fördern. Dieser Aufbau ist das größte zivilisatorische Werk seit dem Kriege. DaS französische Volk wird durch dessen Förderung sein Prestige erhöhen." Me Gemrindewahlen in Rumönieu. , Cluj (Klausenburg), 8. Februar. Die seit mehreren Lagen zwischen dem jüdischen Wahl block in Siebenbürgen und der sieben bürgischen rumänischen Nationalpartei gepflogenen Verhandlungen wegen 'gemeinsamen Vorgehens bei den bevorstehenden Gemeinderatswahlen haben zu einer Verständigung geführt. Zwischen beiden Parteien wurde ein formeller .Wahlpakt geschlossen. ßin Lankschreiben Ar WtznÄham Ieebes an Sr. Weizmauu. London, 8. Februar. Sir Wyndham D e e d e s, der frühere Chefsekretär der palästinensischen Regierung. der vor kurzem in Begleitung des Generalsekretärs, des Keren Hajessod, Herrn Leo H e r r m a n n, an der Keren-Hajessod-Konferenz' in Mährisch-Ostrau tcilgenommen hat, und auch in Berlin auf einem Empfang im Hotel Esplanade über den Aufbau Palästinas sprach, hat nach seiner Rückkehr nach London folgendes Dankschreiben an Dr. W e i z m a n n gerichtet: „Es ist mir ein -Bedürfnis, unmittelbar nach meiner Rückkehr aus der Tschechoslolvakei. Ihnen und durch S'e Ihrer Exekutive : den wärmsten Dank für die Ehre auszusprechen, die Sie mir durch die Aufforderung, an Ihrer Arbeit teilzunchmen, erwiesen haben. Die Reffe lvar nicht nur außerovdntlich erfreulich und interessant, weil sie mir Gelegenheit bot, dieses Land zu besuchen, sotldern sie hat mir 'n wundervoller Art die Intensität und die weitreichende Wirkung der zionistischen Arbeit sowie der Rückwirkung Palästinas auf das Judentum in Europa enthüllt. Sicherlich nimmt die zionistische Frage einen hervorragenden Platz unter den Fragen von internationaler Bedeutung ein. Es ist mir ferner Bedürfnis, Ihnen für die Freundschaftlichkeit, Liebenswürdigkeit und Gastfreundschaft zu danken, die mir allseits von unseren zionistischen Freunden in den besuchten Städten entgegengebracht wurden, und ganz besonders möchte ich durch Sie meinen Dank an Herrn Leo Herrmann übermitteln, der sich meine Wohlfahrt besonders angelegen sein ließ. Ich zog außerordentlichen Nutzen von seiner Gesellschaft und seiner genauen Kenntnis jeder Seite der zionistischen Frage. Meine Reden hat er in bewundernswertester Mise verdolmetscht. - Ich werde nicht bald meine Erfahrungen in den letzten zchn Tagen, vergessen, noch auch Ihre Güte, die mir gestattete, an dieser Mission teilzunehmen." Bor einer neue» Fnslatiou in Frankreich? i Paris, 8. Februar. In der Nachmittagssitzung der Kammer verwies der Präsident des Finanzausschusses Malv h in einer Anfrage an die Regierung auf die einzelnen Blättermeldungen, wonach die Bankvon Frankreich als Datum, au den mit einer neuen Inflation zu rechnen sei, den 10. M ä.r z angegeben habe. Finanzminister D o u m e r erklärte, die Befürchtung einer neu bevorstehenden Kr i s e sei v ollstä nd i g unbegründet und appellierte an die Kammer, die erforderlichen Mittel ■ zur Herstellung des Budgetgleichgewichtes und zur Festigung des allgemeinen Vertrauens zu bieten, -damit. eine Krise rechtzeitig vermieden werden könne. Eine Niederlage des Finanzministers. Die Kammer hat mit 287 gegen 233 Stimmen die Ausscheidung des Artikels, durch den die auf Inhaber lautenden Papiere durch indossable Werte ersetzt werden sollten, abgelehut. Finanzminifter Doümer hatte sich für die Ausscheidung des Artikels ausgesprochen, jedoch nicht die Vertrauensfrage gestellt. Die Regierung und die Finanzkommiffion haben beschlossen, morgen früh eine gemeinsame Sitzung abzuhalten. ______ Laudttkonferenr der tschechoslowakischen Mirrachi. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung.") Kaschau, 8. Februar. Für de» 11. März wurde hieher die-Landeskonferenz des tschechoslowakischen Misrachiverbandes eiüberusen. An dieser Konferenz werden sich auch die Msrachiabgeordneten und -Senatoren des polnischen Parlaments sowie Delegierte der Misrachiweltzentrale beteiligen, Die Konferenz wird sich vorwiegend mit der Frage des Verhältnisses der Misrachiorganffation zur Agudah beschäftigen. Eilen Sie!!! wmder Die letzten Tage Weisse Woche Qrjirlpr JJphjffmann iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii 111 llllial lila II lllflllll bringen nie dsgeweaen« billige Preis«! l#l UWIII WM 19 IIIMIIII 11., Taborstrasse 48 Telephon 47-1-71 En gros En detail

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.