Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2500 (7.2.1926)
- Date
- 1926-02-07
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 86% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981587--25483-3013131- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
8 %\#t, GonnksA Mener Morqenzettrms J) -Dauersirümpfe haben Weltruf 6?« Elefant, unverwflsilleh / UcberaU ,rTi<illlch Zentrale: LEO SUSSMANN Wie«» 1. Bestrk, SchwerigAiie Nr. 2 Las Alter der Me. Radioaktive Messungen. DaS Problem, das Wt-er der Erde gang geinm anzu» -üben, ist bekanrrllvch noch immer nicht resvlos gelöst. Aus Gvnnd systematischer Besuche im gecloHischen Schmelzofen iuifo unter Borücksichtigmrig des MkichlurrgSvorgomgeS wurde rn, Alter von etwa .80 Millionen Jah-ren cvmittelr. Bor ,80 Jahren bot eine Erfindung ÜKlogelchett. dieser Frage von eüwr ganz neuen Sorte näher zu traten. ES war di«S die 1896 von Henry Boquerel der Paris« Madamie der Wiffenfchoffen vorgefichrte Grttdeckung der Radioaktivität, eine Eigenschaft gewisser Substanzen, ohne jede äußere Boeinflussung die vevschbodensten Wirkungen howovzuvusen, deispieltzwois« elektrisch gÄadenen Körpern die Energie zu «ntFvchen, Wanne zu «Mgen, psichologische Einflüsse auszuüben usw. Dies« Erscheinungen sind auf das Vorhandensein jMviffor Elemente (Uran, Thorium, Mt-in.ium u a.) zurückzusühren, die die „Alphastrahlen" aussenden, wodurch in der Materie oht ununterbrochener, systematischer Zerfall dt einfachere stabile Formen siattfindet, bis ein festes Endprodukt erreicht ist. Nach einer bcstinnnien für jede nadiooktive Substanz genau bekannten Zeit sinkt diese Aktivität ans die Hälfte herab. Diese sogenannte Halbwertzeit beträgt. beispiolÄvoise für Uran fünf Millionen Jahre, für Polonium» nur 136 Tage. Aus Grmü> der Ergebnisse der oadioaktZven Fovschung sind wir heute imstande, die Aufgabe der absoluten Zeitbestimmung geoüog ische r Epochen mit größeren Aussichten auf Erfolg in Angriff zu nehmen. Don der gogenlivärtrgen Nramrrenge aus dar Ebbe ausgehend, können wir berechnen, toamt die Erde nur aus Uran bestanden hat. Äs Maximum ergibt sich ein Termin von 100 M i l* lionen Jahren. Ein besseres Resultat liefert di« sogenannte Heliwnnnethode. Die auf der Erde vorhandenen cttva 250 Gramm Radium strahlen nämlich elektrisch geladen« Helriumteilchen aus («den die Alphastvahlew) und Kvar in jeder Seduude 37 Milliarden Teilchen. Durch diese Strahlung werden von einem Gramm Radium jährlich 160 KubAtzenrimetLr Helium eryeuyt, von einem Gramm Uran dagegen mrr om Zweihundertmillionstel Gramm. Wüßten wir nun, wicdiel Helium seit dem Bestehen der Erde erzeugt worden ist, so wäre die Zeitbestimmung.ziemlich einfach. Da es jedoch unbekannt ist, wie diel Helium als Gas flüchtig geworden ist, kann nur eine untere Greife evvoicht werden, d. h. es ergibt sich ein Erhalter von ungefähr 716 Millionen Jahren. Genauere Resultate evgcht jedoch jene Methode, die mit den Endprodukten der radioaktiven Veränderung, wie zum Beispiel Blei arbeitet. Man stellt fest, wieviel Blei sich im Uran vorftdet, indem man das Atomgewicht genau bestimmt und die Menge des Blotes zum Uran mS Verhältnis setzt. Man braucht auf die Flüchtigkeit des Heliums keine Rücksicht zu nehmen. Nach dieser Methode vovgenommene Messungen haben «m Mindestalter der Erde von 820 b i s 950 Millionen Jahren ergeben. Die höchsten Wort« lieferte Zirkon mit 1600 Millionen Jahven. Eine neuere mtevessante Methode der georgischen Altersbestimmung ist jene der sogenannten vielfardigenHöfe. In Zirkondümrschliffen kann man nämlich unter dem Mikroskop klein« vielfarbige Kreise bemorLen, die auf die radioaktiv« Strahlung zurückzusühren sind. Je älter das Gestein, desto deutlicher treten diese farbigen Höfe in Erscheinung. Aus einer für Gestsme mit bekannter radioaktiver Wi-Ämrg hergestellten BevgloichSs-kala läßt sich der radioaktive Gehalt der Substanz bestimmen und daraus aus die Zeiten zuvückschkießen, Auch die Wärmewirkung radioaktiver Mineralien gestattet, derartige Schlüsse zu ziehen, da man weiß, daß «in Gramm Uran pro Stund« ein Tausendstel Kalorien, ein Gramm Radium aösr in einer Stunde 167 Kalorien erzeugt. Boi -der Annahme. daß drei Viertel aller Wärmestrahlungen radioaktiven Ursprungs sind, ergibt sich für die Erde ein Mer von UüQ biä 1000 Millionen Jahren. Die verschiedenen Messun-gsnrethoden liefern bis auf ein Prozent genau« Resultate. Die größte Schwierigkeit besieht darin, tatsächlich' primäres Gestein zu finden. Cs ist insbesondere das Verdienst de- Radiumsorschers Alois B r o m m er» an Hand feiner radioaktiven Messungen das Alter der Erde nunmehr mit etwa einer Mill.ardL Jahren emschätzen zu können Allerdings mußborücksichttgt ioerden, daß wir unsere Schlüsse rrmner nur an Urannnd Thor in mg« sie inen machen, während wir von den füngerenCpochen sehr wenig wissen. ES wird also sicherlich weiter geforscht werden müssen, und die Beziehungen Zwischen Radioaktivität und Erdalter werden aller Voraussicht nach einer weiteren Revision unterzogen werden müssen. vor 4300 Sahn». Die Explosion eine- Sterns im Weltraum. Bor kurzem echielten die ,,Astronomischen Nachrichten" in Kiel aus Buenos Aires ein Telegramm: „Novrproblem gelöst, Stern bläht sich aus, zerplatzt. I Hartmünn." Diese knapp« Mitteilung des berühmten Astronmnen, Direktor der Göttinger Universttätssternwarie Professor I Hart mann, der derzeit an dem Observatorium La P'ata Iveilt, erregte in Fachkreisen berechtigtes Aufsehen, enthielt sie doch nichts geringeres als die Lösung eines der grundlegendsten Probleme W modernen 'Astronomie; sie enträtselt die Entstehung der neuen Sterne. Ueber die Vorgänge, welche zu dem Entstehen einer solchen Himmelserschcinung führen, war man sich im Unklaren und zog zur Deu.'ung verschiedene Hypothesen heran. Die .ing.heuren Energien, die dabei mt Spiele waren — cs gibt Novae, deren Helligkeit die der Sonn« 400millwnenmal Übcrtresfen und in einigen Monaten soviel Energie aMtrahlen, wie di« Sonne in mehreren Mill'ourn Jahren tonnte man nur so deuten, daß man entweder annahm, hier stürzten Planeren in ihre Sonne und flammren auf, oder man zog di« Vorstellung von aneiuand«rpr.illenden und zusammen ausleuchrenden Sternen heran. Die me'sten Anhänger halten jedoch d'.e dritte Ansicht, die des qwßen deutschen Astwnomen v. Seeliger, der di« Hypochcse ausstellte, daß ein Stern dadurch leuchtend wird, daß er in seinem Lauf in eine kosmische (Staub-)Wolke gerät. Die Lösung des Pwblcms war Professor H a r t m j n n Vorbehalten. der in La Plata Gelegenheit harte, den 1035 aufgerauchten, bezw. leuchtend getvordenen Stern Nova P i c t o 118 aus einer äußerst günstigen Position zu bwbachwrr Er gibt in der genannten Zeitschrift die wichligsten Daten seiner Entdeckung wieder. Di« Nova Pictoris leuchtete am 27. Ma! 1925 auf, ihre Helligkeit erreichte m 10. Juni ihren Höhepunkt. Professor Hartmann envartctnun ein allmähliches Erblassen, wie es nach der Theorie von Seeliger anzunchmen war. Doch am Abend des 10. Juni jeigte der Stern ein veränderetes Spektrum, das mit dem Moment des HelligkeitsinaximumZ in einem Zusammenhang steh:. Diese Erscheinung läßt sich mit der Ansicht, der Stern wäre in einen dünnen kosmischen Nebel geraten, nicht vereinbaren. Prosesso. Harnnann nimmt an, daß eine chemische oder radioaktive Umwandlung im Mittelpunkte des Sterns beginnt und nach außen for.'schrciler. Trir: durch den zunehmenden inneren Druck in der Hauptsache zunächst ein rasches Aufblähen des Stcrnendurchmessers ein, so wird hierdurch leicht verständlich» tvurum in der ersten Periode der üÄvaerscheinung nur ein« Helligkeitszunahme ohne Aenderung des Spektrums stattfindet: «s nimmt nur die leuchtende Fläche zu, ohne daß sich ihre substantielle Konstitution oder Temperatur ändert. In dem Augenblicke, da di« Umwandlung die Oberfläche des St rnes erreicht, erscheint das neue Spektrum und der Stern büßt sein Dasein ein. Die Lichtabnahme beginnt. Verschiedene Beobachtungen erhärten Professor Hartmanns Annahme. So läßt sich errechnen, daß die Nova Pictoris, welche im Normalstadium einen Durchmesser von 283 Millionen Kilometer hatte (also doppelt so groß wie die Sonne)', vom 27. Ma! bis zum 9. Juni mit einer Aufblähungsgeschwindigkeit von 14V Kilometer in der Sekunde ihren Durchmesser auf 314 Millionen Kilometer vergrößerte. Das Aufleuchten der Novae ist daher ideirtisch mit einer Expansion und anschließenden Explosion. Für die astronomische Wissenschaft ist diese Einsicht von höchster Bedeutung, denn sie weist auf innere (radioaktive) Vorgänge bei den Sternen hin. Professor Hartmann hat nämlich auch die Entfernung bcS Sternes bestimmt und daraus folgt, daß diese Explosion in einer Entfernung von 4500 Lichtjahren stütfand. Will man dies in Kilometern aasdrücken, so muß man für ein Lichtjahr neuneinhalb Billionen Kilometer einsetzen, bezw. sich vergegenwärtigen, daß die Explosion, die die Astronomen im Jahre 1925 beobachteten, sich bereits vor4500 Jahren zugctragen hat. Erich F. D a ch. 2r5F. Ti ldm antt in Terllu. Berlin, 6. FeÄri.«r. (I. T. A.) In Berlin weiA gogen« wärtig «in interessairter Gast aus Anreriika: Rechtsanwalt Dr. I. Gokdmann aus New-Aork. Zum letzdenmal weilte er im Jchr« 1920 in Deutschland und in Wien, um als Vertreter des Joint Distribution Committee den Grundstein für die zrckünffiiiAe Aufbauarv-eit in Osteuropa zu leigen. Auf svine Initiative hin hat sich der Joint entschlossen, eine umfangreiche konstruktive Arbeitin Osteuropa zu foe* Hinnen. Gegenwärtig widmet sich Herr Dr. GolLmann m Amerika der Bewegung des Verbandes Ort für Förderung von HMdwevk rmd Laudiwi-rtschast unter den Inden, evmso gilt sein lsbhostes Interesse der vom Joint gestützten landwirtschaftlüchen .lkoilonisa'tiwn dor Inden Nußlaackrs. Maranszky leug-et noch immer. Dem Moranszky wurden gestern noch Juwelen vorgelegt, die von den Einbrüchen herrühren und mit erstaunlicher Trefficherheit konnte er genau unterscheiden, welche Sachen vom Einbruch beim Juwelier M e i st e r in Zürich und welche vom Einbruch beim Juwelier R i e m e r in Prag stamnlten. Befragt, tvie so er so genau unterscheiden könne, bewnerte er, der Verkäufer, der Herr Mayer, habe ihm genau unterschieden, wavorr Prag und was von Zürich sei. Daß er selbst die Einbrüche ausgeführt hat, hat Moranszky auch bei den gestrigen Verhören geleugnet. Zionisten! DiPOT: S. A. BAUER A Ce. Li Hohenstaufengajie 7 und IX., W&hrintferstraue r Verwendet nur die neue National« Seife mit dem Zionsstern 537 _7. 1S2S M. wm Sieuerlaften vor ttnB «ach Bern Krieg«. Die nationale Jnduftriekonferenz in New-Dork hat ritt Statistik über di« Dttuerbelastung der früher kri^führendeu Ententestaaten ausarbeiten lassen, welche außerordentlich interessant« Ergebnisse zeitigte. Wie bekannt, ha: England gleich bei Kri^Sa'usbruch die Steuersätze scharf angozogen. Di« englische Regierung suchte von Attifang cm die Kriegslasten nach Möglichkeit durch laufende Einnahmen zu decken und verfiel nicht auf den Ausweg der Anleihepolitik, die Deutschland und Oe st erreich zum Verhängnis geworden ist. Wenn auch seit dem Waffenstillstand ein kleiner Abbau der englischen Steuer»» stattgesunden hat, so stehen sie doch immer noch mehr als 100 Prozent über den» Vorkviegsniveau. Pro Kops wurden 1913/14 in Großbritannien Steuern von 27,11 Dollar erhoben, 1929/24 dagegen 58,4 Dollar. Auch in den Vereinigten Staaten ist eine Verdoppelung der Steuern eingetreten. Hier betrugen sie pro Kopf 1914 22,73 Dollar. Trotz des vom Kongreß beschlossenen SteuerabbäueS erreichen sie heur« immer noch 45,27 Dollar. Vorbildlich ist auch die Steuerpolitik der Tschechoslowakei. Im früheren Krönland Böhmen wurden 1918 öffentliche Abgaben von 61,12 Goldkronen oder 12/, Dollar pro Kopf erhoben. Gegenwärtig betragt die Steuerbelastung pro Kopf 689 tschechische Kronen oder rund 20 Dollar. Starke Anstrengungen, durch höhere Steuer»» Mchreinnahmen zu erzielen, hat auch Belgien gemacht; trotz der Enttvertung der Währung »verden heut« anderthalb soviel Steuern wie 1914 erhoben; sie betrugen 1914 11,39 Dollar pro Kopf, 1924 17,76 Dollar. Zurückhaltender mit Steuererhöhungen war dagegen Frankreich; nach der Statistik der No»v-Iorker Jndustriekor»- ferenz bezifferte sich die Sterlerbclastung in Frankreich 1913/14 auf 24,7 Dollar pro Kopf. 1924 auf 29,53 Dollar. Unverändert gebliel'en ist die Besteuerung in Italien, die sich wie vor dcnr Kriege um 15 Dollar pro Kopf betvegt. zionistisches Meeting in Margareten. Stärkung der Organisation mtb Presse. Donnerstag abends fand im Terrassencase an» Margarotenplatz unter dom Borsitz des Herrn Ing. Sußmann ein zionsstisches Massenmeeting statt, für das als Redner der Präsident des Zionistischen Landeskomiwes, Dr. Friedmann urrd Frau Aniita Müller-Cohen, angekündigt ivaren. Dr. Friedmann betonte in seiner mit lebhastern Beifall anfgenommenen Rede, daß es dringendste Pflicht jedes Zionisten fei, die Organisation zu stärken. Wir dürfen uns dabei, so führte er aus, nicht alhu sehr auf die Michiffe der Nichtzionisten oder deffenitzen, die der Idee nur sympathisch gegenAierstchen verlassen, denn diese sind in schweren Zeiten leicht dazu geneigt, fahnenflüchtig zu werden, weil sie nicht mit ganzem Herzen bei der Sache sind. Wenn auch die anderen versagen, yo müssen die Zionisten ihrer einmal Wemommenerr Pflicht voll und ganz Genüge hm. Eine starke Organisation muß aber in standigeaN Kontakt mit ihren Mitgliederr» stchen. Dazu ist eS notwendig, daß sie Wer eiine jüdische Presse verfügt. Wir haben in der ..Wiener Morgenzeitnng" ein Organ, das allen unseren Anfopderungen entspricht und deshalb nmssen auch wir allen Der» pflichtungen der „Wiener Morgenzvitun^ gegenüber Nachkommen. Mau nwß alles dazu beitragen, daß die Zeitung weiter mt&ge* baut wird. Dies kann aber nicht dadurch geschchen, daß rnan die »Wiener Movgenzeitung" im Cafehaus liest, man umß sie auch abonnieren. In jedes jüdische Haus die jüdisch« Presse! Die zweite Regnerin deS Abends, Frau Aniita Müller- Cohen, besprach Wie aOgettteht* Lage und beyog sich dabei auf ihre jüngsten Erlebnisse in Amerika. In der ganzen Welt sind die Tore für die jüdische Einwanderung geschlossen, nur Palästina nimnrt monatlich 3000 Juden auf. Wenn von feiten der Assimilauten in Amerika die Krimkolonisation gefördert wird, so geschicht dies nicht aus dem Bedürfnis herMS, gerade in der Krim eine jüdische Kolonisation zu schaffen, sondern vielnrehr deshalb, um den Wiederaufbau deS jüdischen NatirmaHeims ii» Palästina zu schädigen. In der Krim drohen die JWen ihre nationale Eigenart zu verlieren, während kn Palästina gerade das Geigerrtess erzielt werden soll. Wenn die wirtschaftliche Lage der Juden heute eine sehr triste ist, so dürfen sich die bewußten Zionisten ihrer Wicht gegen Ersz Israel dennoch nicht entschlagen. Gerade twf es schlecht geht, deshalb muß jeder Zionist mit doppelter öS sich schon oft ereignet, daß die Juden sich m Zeiten der ärgste»» ers sich schon off ereignet, baß die Juden sich in Zeiten der ärgsten Bedrängnis zu den höchsten Loiswngen aufgevafft haben! Die Rednerin wurde für ihre geistvollen Ausführungen m't rachem Beifall bedacht. Zum Schluß des Meetings »ourde eine erfolgreiche Werbe- und Sammelaktion für die Zionistische Organlfatüm dmchgeführt. »Sk Abend.- Die Korrespondenz Wilhelm teilt mit: Der Redaktion-- ausschuß deS „Abend" bittet uns, folgende Erklärung zur Beröfsentlichnng zu übermitteln: f Wir bringen Ihnen hiemit zur Ke»mtnkS, daß Montag den 8. Februar 1926 im „Abend" folgende einstimmig beschlossene Erklärurig des Redaktionsausschusses erscheinen wird: Herr Alexander Weiß ist infolge tiefgehender, Monate zurückreichenber Differenzen mit der Arbeitsgemeinschaft und der Schriftleitung des „Abend" aus dem „Abend" ausgeschieden. Die an -lese- Ausscheiden geknifften Kombinationen sind vollständig gegenstandslos. Der Redaktionsausschuß des „Abend". * In verschiedenen Wiener Blättern waren gestern Artikel erschienen, in derren dem Chefredakteur Weiß die Annchme ton Schweiggeldern vorgervorfen wurde.