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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-31 · Heft 2493 (31.1.1926) · p. Seite 13

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2493 (31.1.1926)
Date
1926-01-31
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
German
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Nr. SM Wien, Sonntag Wiener Morgeitzeltimg bTlitge&p&is* *T0k 'II Pakästinaarbeit in knapper Form bringt, zollen müssen. Am meisten interessiert uns die Haltung, die der Verfasser zu den wir 1sgastlichen Aussichten einnimmt. Diesbezüglich meint Seidl, daß der Schwerpunkt im Planta gen- und Gartenbau nach Art Kaliforniens liegen mutz. Getreidebau habe wenig Aussicht. Auch für die Entwicklung der Industrie sind nach chm keine günstigen Voraussetzungen gegeben. Seine diesbezüglichen Ausführungen sind ober nicht "... i-SVi - c *--- an» dieses Harens wird die Kaufkraft der Bevölkrung rasch steigen, wodurch die Industrie, besonders nach Ausbau der Elektrizitätswerke bessere Voraussetzungen aufweisen wird. Der ikapitalstrom, der bisher aus der Opferbereitschaft der Juden erflotz, wird nach Meinung des Verfassers abebben, daS Land hat aber noch nicht die Eignung, das, Interesse des Großkapitals zu erwecken. Dies wird nach Seidel erst der Ml sein, wenn andere Länder der Welt nicht mehr als lohnende Absatzgebiete in Betracht kommen werden. (Dies ist eine absolut unhaltbare Auffassung, denn dann Ware nie ein neues Land erschlossen worden.) Die Hauptbedwauna ist aber, daß bas Kapital das Land als politisch sicher empfinden wird. Diekgnn es erst werden, wenn eine der vorhandenen Bewegungen.. (gemeint ist die zionistische oder die nationalarabische) di« »Präponderanz" erlangen wird. Da dies vorläufig noch nicht abzusehen sei, so wird das Land weiter auf Jahre hinaus in'sich gespalten und zersetzt durch die „sich neutralisierenden Bewegungen", ein Spielball weltpolitischer Interessen der Großmäqfte bleiben. Soweit der Autor. Wir, die'wir nicht bei 1923 stehen geblieben und die Entwicklung Palästinas genau zu verfolgen m her Lage sind, können beim besten Willen nicht sehen, daß das Land durch politische Spaltungen „zersetzt" ist und dadurch der WrrtschastSaufschwung gelitten hat, der, von vorübergehenden Krisen, wie sie überall aus rein ökonomischen * Gründen Vorkommen (und in noch viel ausgedehnterem Matze als in Palästina) seither in kräftigster Weife vor sich gezüngen ist. Auch ist Palästina bisher rein Spielball der Großmächte gewesen, denn trotz kleiner Schwankungen in der Haltung Englands gegenüber den Arabern ist die politische Stabilität nicht gestört worden. Der beste Betveis für diese Ist die vollkommene Ruhe und Sicherheit, die in Palästina, währendes syrischen Aufstandes herrschte, so datz man allgemein, im Gegensatz zu der Auffassung Seidels anerkannt .hat, datz Palästina der einzige feste Punkt im nahen Orient ist. a. b M Tuberkulose dm« SchrlltsMe übertragbar? . Wir berichteten jüngst über einen Prozeß, den die Witwe eines Oberrevidenten der Südbahn, Aloisia Röggl, gegen die Südbahngesellschast auf Schadenersatz angestrengt hat. In der Klage wurde ausgesührt, daß ihr Gatte durch Weiterbearbeitung der Akten, die ein an Tuberkulose verstorbener Zwttege geführt hatte, infiziert worden sei. Wegen der Blut- und Sputümspure« auf den Akten hatte der Gatte der Klägerin seinerzeit die Desinfektion der Schriften gewünscht, tvas abgelehnt worden war. Gestern ist in> schriftlichem Wege das neuerlich« Urteil des Zivillandesgerichtes erflossen. In dem seit dem Jahre 1923 anhängigen Prozesse warbereits einmal das Zivillandesgorlcht zur Abweisung der: Klage gelangt, weil die damals vernommenen Sachverständigen, Internist Dr. Fritz Neumann und der Hygieniker Dozent Dr. Bruno Busfon, cheoretisch zwar die Möglichkeit einer Infektion durch einen verunreinigten Akt Zugaben, dses aber zur Durchsetzung der Schadenersatzansprüche nicht hmreiche. Die neuen Sachverständigen, die Professoren Ernst Löwenstein und Heinrich R e i ch 1 hatten erklärt, daß die Möglichkeit der Ansteckung-durch einen infizierten Akt bestehe, weiters in diesem Falle alle Möglichkeiten offen seien, die zur Erkrankung des Beamten geführt haben konnten. Der Senat des Zivillandesigerichtes' unter IVorsitz des Hofrates Dr. Muhr hat nun die Klage neuerlich abg sw lesen. Ehebruch mit Zustimmung der Gattin. In einer in Rechtskraft erwachsenen oberlandeSgerichtlichen Entschließung wird der RechtSgrnndsatz ausgesprochen, ruß auch der mit Zustimmung oder Duldung der Gattin erfolgte Ehebruch des Gatten einen Ehetrennungsgrund bildet. Im vorliegenden Falle handelte es sich um einen generellen Verzicht der Gattin auf die e h e l i ch e T r e u e des Mannes. In dem genteinschaftlichen Ehetrennungsgesuche der Eheleute Johann und Josef U. brachte nämlich die Gattin vor, eS fei richtig, daß Ke vor Schließung der Ehe ihrem Manne alle Frecheit zusagte, allein sie sei der Ansicht gewesen, ihr Mann liebe sie so sehr, daß er von dieser Erlauv. nis zum Ehebruch keinerlei Gebrauch machen werde. Da dies aber doch geschah, und zwar in recht ausgiebiger Welse, sehe sie sich enttäuscht und sie verlange nun die Ehetrennung wegen des Ehebruchs ihres Gatten. Der MebandSverteldlger beantragte die Abweisung der EhetrennungSbegeyrenS. bä Ehebruch ein nur auf Antrag verfolgbares Delikt sei, die Gattin aber nicht um keinen Strafantrag wegen MebrumS gegen ihren Gatten einbrachte, sondern sogar den Ehebruch im vorhinein gestattete. Das LaNdesaerkcht wrach die Trennung der Ehe wegen deS wiederholten Ehebruches deS Gatten aus, weil der Ehebruch uüter allen Umständen einen EbetrennungSgrund bilde, festgehalten, Ehebruch als Ehetrennunggrund liege dann nicht vor, wenn der andere Teil den Ehebruch gestattet hat. Das Oberlandesgerlcht gab der Berufung des EheoaiKSverteidigerkeine Folge und v e st ä t i g t e das Ehelrennungsurleil mit der Begründung, daß Abmachungen zwischen den Ehegatten, di« dem «inen oder dem, anderen Teil Frecheit von der Einhaltung der ehelichen.Treue gewähren, nicht nur dem Weseg te m WtzLrltrM«, M&s M itslitttich M. 81. Jänner 1926 Seite 18 1" Volkswirt. Sie Hebung WenriW(^ttllllHiitii9f«eii Der Export österreichischer Produkte nach Palästina muß geflrdert werden. In den Wirtschastsprogrammen, welche in den letzten Wochen . von sämtlichen Politischen Parteien veröffentlicht wurden, bildet regelmäßig die Förderung des Absatzes der österreichischen Produkte im Ausland den Kernpunkt der Erwägungen. Eine der Hauptforderung der sozialdemokratischen 14 Punkte bildet die Intensivierung des .Handelsverkehrs mit Rußland, trotzdem -er Export dorthin infolge bet, ungünstigen Kreditbedingungen manches Risiko mit sich bringt. ES wird versucht, durch Umänderung des Zolltarifs auf die Nachbarstaaten einen Druck auszuüben, um sie für die Aufnahme österreichischer Produkte gefügiger zu machen. Ein wichtige-' Absatzgebiet, das berufen wäre, für Oesterreichs ' Industrie und Handel ein reiches BetätigungSgebiet zu bieten. Palästina, wird nirgends erwähnt. Und doch ist es ein naheliegender Gedanke, daß «in Land wie Palästina, das einen ununterbrochenen Aufschwung zu verzeichnen hat, das als Eingangspforte für den Handel nach Asien sich auszubilden beginnt, besten Kaufmannschaft seriös ist und die europäischen Handelsusancen anwendet, daß ein solches Land für die Entwicklung der österreichischen Wirtschaft sehr viel bedeuten müßte. Die anderen europäischen Staaten interestieren sich immer stärker für den palästinensischen Markt. England mrb Italien senden schon feit einem Jahre Vertreter dorthin, um die Wirt- - schaftsbezichungen auszugestalten. In der letzten Zeit hat Deutschland eine ganze Reihe von Reisenden hinuntergesendet, die die Verhältniste an Ort und Stelle sondieren sollew NirgenHs.hört man. aber, daß auch österreichische Firmen das Risiko der-Spesen auf sich genoutmen Und ebenfalls eigene Vertreter hinuntergesendet hätten, die die Verhältniste sondieren könnten. Tatsächlich besteht schon jetzt, trotz alledem, ein starker Handelsverkehr zwischen Oesterreich und Palästina. Zweifellos wäre es möglich, diese Liste noch stark auszudehnen und viel mehr österreichische Artikel nach Erez Israel zu selchen, wenn hie österreichischen Wirtschaftsfaktoren sich intensiver um die Absatzmöglichkeiten in diesem Gebiet interestieren würden und nach den Möchqden der anderen Staaten Vorgehen würden, welche sich anfchicken, eigene Niederlastungen und Konsignationslager in den Handelszentren Palästinas zu errichten und von. dort aus das asiatische unp syri-, sche Hinterland bereisen zu lasten.' Zu diesem Zweck müßte eine, großzügige Aktion eingeleitetet werden. In Wien ist eine östertekchifch-pakästmensische Handelskammer l» Bildungbegristen, welche «s sich zur Aufgabe macht, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Oesterreich und Palästina 'Gszugestalten. ZweMosW^ dies der österreichischen Wirtschaft zu großem Vorteil gereichen, die sich anstrengen muß, die Levante und namentlich die entwickeltsten Teile derselben als ihr natürliches Absatzgebiet, das seit Jahrhunderten von ihr versorgt worden ist, , wieder zu erringen. -Palästina importierte in der Fetzten Zeit Artikel folgender Branchen aus Österreich: .Nahrungsmittel: Bier, Biskuit, Schokolade, Essig, Foigenkaffee/ Malz, Mehl, Würste. Rohprodukte und Fabrikate: Asbest, Badeeinvichtungen, Bauholz, Bretter, Büche-r, Chemikalien und chemische Produkte, zum Beispiel Ammoniak, Essigsäure, Farben. Gerbstoffe, Gips, Graphit, Kunstdünger,, Leim, Oele, Soda,'Stärke, Weinsteinsäure. Eisen-,und Metallwaren aller. Art, -insbesondere: Badbeinrichtunflett, eiserne Fässer, Ketten, Messer, Nägel, Offen, Rasierapparate, Röhren^ Schienen, Schlösser, Traversen, AlüMinimn-r, Blei-, Kupfer-, Messing?, Nickel-, Zink- und Zuurwaren. Elektrische Artikel: Akkumulatoren, Batterien, Draht und Kabel, Dynamos, Lampen, Motoren -usw. Fahrzeuge: Autos, Fahrräder,- Motorräder, Bestandteile, Fässer aus Holz, Favbwaren, Oele, Seifen, Kerzen, Wachs, Zündhölzchen, Firnis, Gummiwaren. Glaswaren aller Art: Flaschen, Lampen, Spiegel, Tafelglas usw. Hüte. Instrumente aller Arten, insb.'sondere medizinische, optische und andere wissenschaftliche. Korbwüren. Lederwaren: Ober-, Nohleder, Handschuhe, Schuhe, Riemen- und Sattlerwaren, Sportwaren usw. - Maschinen: für Druckereien, Elektrizität, Holzbearbeitung, Landwirtschaft, Mühlen. Textil, Ziegeleien; ferner: Pressen, Pumpen, usw. Möbel, Musikinstrumente, auch Grammophone, Offen aller Art, Papier und Papierwaren, auch Zigarettenpapier und Kar» tonage, Parfümerien, photographische Artikel, Apparate, Filme, Platten, Porzellanwaren, Steingut und Tonwaren, Schreibmaterialien: Federn, Füllfedern, Tinte usw. Textilwaren aus Baumwolle, Wolle, Seide, Leinen, Jute, Segeltuch, Schmuckfedern, Spielwaren, Schmucksachen: Bijouterien, Luxusartikel, Sanitätsartikel, Waffen und Munition, Werkzeuge, Zement, Ziegel aller Art, auch Dachziegel. Re voldparM der Notv und dar Aarlaudr« vertrauen. Das Hauptziel der polnischen Finauzmiuistrrs. (Eigendienst der „Wiener Mtwgenzeitung.") Warschau, 30. Jänner. In der letzten Sitzung der Budgetkommiffiov schilderte Finanzminister Zdziechowski in einem ausführliche» Expose die gegenwärtige Finanzlage Polens. In der letzten Hälfte der Vorjahres wies die Handelsbilanz ein Deftzit von 626 Millionrn Zloty auf, durch welchen Umstand selbstverständlich der gesamte Balutenvorrai ausgezehrt werden mußte. Auch die außerordentlichen Valuteneingange, wie 133 Millionen ans der Dillon-Anleihe, 202 Millionen au» der Anleihe a «nto dr» Zündholzmonopol», 34 Millionen an» Investition», krediten sowie die von der Staatsbank erlangten 83 Millionen, sind vollkommen zur Deckung des Defizit» verbraucht Wochen. Durch de» Zollkrieg mit Deutschland erfolgt« die Schwankung de» Zloty, was natürlich einen Abgang von Bolutenbeständrn zur Folge QNm QnL|fJuU «|«V . hat lbenfall» zur Berfchärsinrg der Wirtschaftslage beigetrageu. Durch die Herausgabe der Dillon wurde die Tätigkeit -er Staats bank pamlysiert. Die fortwährenden Schwankung^ des Zlotykurses haben selbstverständlich auch das Gleichgewicht des Budgets aufgehoben. Gegenwärtig müsse sich die Regierung mit der Frag« beschäftigen, unter welche» Bedingungen die Goldparität de» Zloty «langt werden kann. Polen müsse vor allem da» Vertrauen des Auslandes wieder gewinnen, um die Grundlagr für eine ausländische Anleihe zu erlangen. Die Anleihe des Bankers Trust kann nur die Verpachtung des Tabakmonopols zur Grundlage haben. Die Eingänge aus diesem Monopol können jedoch nicht aufgeteilt werden. Die Delegierten des Bankers Trusts hcwen Wo Organisation des TabakmonopÄs und die gegenwärtige Finanzlage Polens eingchend studiert und werden ihr« Vorschläge erst nach ihrer Rückkehr aus Amerika untrchreiten. Alle sonstigen Gerüchte über amerikanische Anleihen sind unwahr. Nach einer eingehenden Darstellung der wirtschaftlichen Situation besprach der Finanzminister ausführlich di« Frage der Verminderung des Ausgabenetats. Das Staatsbudget allein weist ein Defizit von 2 0 2 M i l l i o n e n Z l o 1 y aus. Um ein Gleichgewicht im Budget zu erlangen, sei vor allem notwendig, eine gründlich« Reorganisierung der Verwaltung dmchzuführen. Auf diese Weise könnten 130 Millionen, durch Verminderung der Ausgaben in den staatlichen Unternchmungen ebenfalls 70 Millionen erspart werden. Die gegenwärtige Regierung ist besttibt, nicht nur ein Gleichgewicht im Staatsbudget, sondern auch eine aktive-Handelsbilanz M-erzielen. Sie GrmBftigttna der BankenkonMonen. Vereinheitlichung der Kredijsätze. Die Herabsetzung' des Zinsfußes hat das Problem der Bankenkonditionen wieder in den Vordergrund deS Jnterestes gerückt. Nicht nur die politischen Parteien verlangen unbedingt eine Herabsetzung der BankenkoMtionen der an Handel und Industrie gewährten Kredite, sondem auch di« Banken selbst verschließen sich nicht diesen berechtigten Forderungen der österreichlschen Wirtschaft und wären geneigt, im Rahmen ihre» Budgets eine solche Verminderung der Kreditsätze zuzugestehen. Die Hauptschwierigksit besieht nach Ansicht der Banken darin, baß die Barckspesen so hoch ftnb, daß sie unbedingt irgendwie auf - daS Kreditgeschäft abgewälzt werden müsten. Es sind Bestrebungen im Zuge, 'bfe Fürsorgeabgabe der Banken auf die Hälfte zu reduzieren, um auf diese Weise lden Spesenetat zu-verringem. Andererseits soll auch der Leitungsapparat der Banken teildurch Gehaltsrestvinktionen zur Verminderung der Regie beitragen. 'Vorläufig handelt es sich darum, die mannigfachen Spesen^di« bei den Krediten ausgerechnet werden, wie Manipulationsgebühren, - Auszahlungsprovision nstv. abzübanen. Es sMen, wie dies vor dem Kriege der Fall war, sämtliche dem Schuldner aufzurechnrydeu! Spesen vereinheitlicht und in einer Erhöhung des Zin»- satztes ihren Ausdruck finden, indem wie vor dem Kriege' mchreve Prozent znm Banksatze zugerechnet werden. Merdings würde» heute diese Sätze nicht mehr 2 Prozent, sondern zirka 6 bis 7 Pro- . zent über der Bankrate betragen. SelbswevstäMich -ist durch eine solche Vereikcheitlichung der Kreditkonditionen nicht nur eine leichtere Kalkulation, sondern auch eine beflere Basis zur allmählichen Herabsetzung der Kreditzinsen gegeben. In Deutschland ist diese Vereinheitlichung der Konditionen bereits durchgeführt. Bei den österreichischen Banken bestcht der Plan dieser BereW heitlichung obensalls in der nächsten Zeit vorzunehmen. Der gestrige Privawerkehr. Im gestrigen privaten Efsektecke Handel zeigte sich gesteigertes Interesse nach Staatsbchnaktie», -einigen tschechoslowakischen Arbitrageeffetten -und Maschinenfabrikswerten. Die Kurse lagen nmninell durchwegs höher, da -infolge des vollständigen Warenmangels nur wenige Geschäfte wirklich abgeschlosten werden konnten. Auch nach den Anlageeffekten war die Nachfrage sehr lÄhaft. Der Postsparkastendienst am 2. Februar. Am 2. Februar t I. (Btaria Lichtmeß) wwd -im Postsparkassenamt der Dienst in allen Geschäftszweigen wie sonst an Werktagen besorgt werden, mit der Elnichränkung, daß gleichwie beiden Banken die Kassenschalter des Amtes nur bis 12 Uhr mi 1 tag» geöffnet sein werden. Weiteres Steige« des Franke« und de» englische« Pfunde». Infolge des verringerten Notenumlaufes um rund' 200 Millionen Franken auf 50.617 Millionen lag der französische Franken auf allen internationalen Märkten sehr fest. Er erhöhte sich «U Zürich vorübergehend auf 19,70, um-dann nach einer Derflauung, mit 19Z75 abzuschließen. Schr fest ©lieft das englische Pfund, das in Zürich seine FriedenSparität fast erreicht hat. Es erhöhte sich auf 26.225. Bchauptet blieben auch der Zloty uüd der Leu. Die Kursänderungen der übrrgen Devisen waren unbcheutend. Die Wiener JubilämnSmeste 1926 in der Renen Burg. Ebenso wie in den anderm Messehäusern zeigt sich auch in der Neuen Burg, wo die Textilmess« untergchracht ist, die Tatsache, daß die Jublläumsmeste (10. Wimer Internationale Messt, 7. bis 13. März 1926) eine besondere AnzichungSkraft auf die Aussteller des In- und Auslandes auSübt. An -er Fritze steht, wa» Zahl der Aussteller anlangt, diesmal die Luxuswäschebrauche, die offmbar auf.Grund der guten Erfolge der letzten Messen sich entschlossen hat, durch eine große Anzahl neuer Firme» verstärkt, kollektiv auSzustellen. Auf dem Gebiete der Damenmode dürften als Neuheit mit waschechten Farben handbemalt^ Kleider. Strümpfe usw. sowie neue apart« Modelle von Phantasiebadekostümen besondere Aufmerksamkeit «regen. Regstes Jntereffe für die Textilmeste zeigt sich bei der orientalischen Teppichindustrie. Die Haudel-kammer Athen hat der Wiener Messt mit-. geteilt, daß die griechisch« Regierung bei den kommenden Mestm eine Kollektivausstellung der griechischen Teppichindustrie in dir Wege leiten wolle. In der Schuhbranche habe» neben tfafr UAfltt btt TOitt« «iA MM MaMU

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