Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2486 (24.1.1926)
- Date
- 1926-01-24
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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vv% "'Tr «ene » Wien. Tvnnttg _- V$\tntt Mor-rnzeitv«« Volkswirt. /Oowfcin, im Betrage von 70 Dollar, beim Wiener Kaufmann Adravko Ahtardjieff angewiesen werde, er möge es ihnen einstwei.en ausfolgen. Zwei Tage darauf tvollte sich Borodin das Ge.d bei vem Kaufmann bolen und erzLchlte von Sem beabsichtigten Anschlag. Daranihin verweigerte Ahtardji>'ff sie Auszahlung des, Geideö. Stoch am selben Tag verriet Schetschenko den Mordplan der Gesandtschaft. Bei der Polizei gab Pichno wcyl den Zweck der Reise zu, erklärte aber, sie seien in Wien von dem Plan abgekommen. Borodin gab an, er habe sich sofort dem Mordp.an wiversetzt und sich bemüht, den beiden den Plan auszuroden. , Schetschenko ist nicht angektagt, weil er durch Erstattung der Anzeige freiwillig vom Versuch zum Mord zurückgetreten ist. Ten Prozeß leitete Vizepräsident Hofrat Tr. Schneeweiß, Verteidiger war Tr. Wa.ler Riehl. Die Verhandlung wurde gegen 10 Uhr eröffnet. Tie beiden Angeklagten sind schlanke, großgewachjene, junge Leute. Der Angeklagte P i ch n o erklärt sich n i ch t s ch u l d i g, erzählt dann über seine Jugr» d und über sein im Sommer 19,5 erfo.gtes Zusammentreffen mit General Turkow. Er gab an, es sei wiederholt davon die Sprache gewesen, man müsse. gegen oie Sowjetmacht ankämpfen, aber niemals von einer Tötung der Sowjetvertreter im Aus.and gesprochen worden. Der Angeklagte bleibt in seinem weiteren Vechör dabei,, daß er niemals an einem Anschlag gegen den Sowjetgesanvten teilgenommen hä:te. Er würde nur gewartet haben, bis er Geld bekomme, dann wäre ^r sofort aus Wien abgereist. Er gibt aber zu, daß er mit einem falschen Paß hier eingelrossten und sich unter falschem Namen gemeldet habe. Auch der Zweitangeklagte Borodin erklärt sich nichtschuldig und gibt an, daß er in der kaiser.ich russischen Armee gedient und es bis zum Hauptmann gchracht habe. Nach dem Umstürze diente rr ta der Wraugel-Arrnee uns kam dann nach Bulgarien. Hier traf er M'.r 'dem General Turkow zusammen, den er vcn seiner früheren militärischen Dienstzeit kannte. Er arbeitete a.s technischer Beamter bei den russischen Sraalsbahnen und kam später nach Wien, wo er einJ Stellung als Sekretär bei einem russischen Wehlsahrtsverein fand. Hier suchten chn im September v. I. Schetschenko und der Angeklagte Pichno auf.. Sie kamen, um eine Unterstützung anzusuchen und es saw) eine zweite Zusammenkunft in der Dxhnung des Borodin statt. Bors.: Wurde bei dieser Zusammenkunft schon über das geplante Attentat gesprochen? An ge kl.: Nein. Wir sprachen über allgemeine Tinge, über das Leben in Rußland und über das in Bulgarien. Erst später kam die Rede auf das Attentat. Als ihm die Absicht von dem geplanten Attentat bekannt geworden sei, habe ex zu Schetschenko gesagt, warum sagen Sie mir das. Ich will mit der.Sache nichts werter zu tun haben. — Bors.: Sie weigerten sich also, an dem Attentat teilzunchmen? — Ter Angeklagre bejaht dies und erzählt weiter, daß ihm Schetschenko auch gesagt «habe, er wolle den Mord aus Rache darüber ausfichren, daß einige seiner Verwandten von den Bolschewiken umgebracht worden seien. Er habe Schetschenko und Pichno ause'.nandergesetzt, daß. die Ausführung des Attentars nicht nur keine leichte Sache sei, sondern auch den hier lebenden russischen Emigranten schweren Schaden bringen würde. Am Schüsse feiner Ausführungen erklärte Borodin nochmals, daß es niemas in seiner Absicht lag, an dem Attentat gegen den Gesandten teilzunchmen. Es wirr» hieraus der Zeuge Schetschenko einvernommen. Der Zeuge gibt an,-daß er ebenfalls Offizier ge- ' wesen-sei'und von General Turkow dazu auserschen wurde, sich an der Beseitigung des Sowjetgesanvten zu beteiligen. Er habe auch gegen den Advokaten Gardorvicz einen Schuß abgegeben, deLei aber absichtlich so schlecht gezielt, daß er ihn nicht tref'en konnte. Auch bezüglich des geplanten Attentates aus den Wiener Gesandten sei es im Plane des Zeugen gelegen gewesen, die Ermordung zu umgchen. In seinen ferneren Ausführungen belastet Schetschenko die beiden Angeklagten in schwerster Weise. Bors, (zum Angekl. Borodin): Was sagen Sie zu diesen Angaben? — Borodin: Alles was der Zeuge gesagt-hat, ist eine Verdrchung der Tatsachen. Mein ganzes Bestreben ging dah'n, die Mordtat zu vereiteln. Schetschenko ist ein arbeitsscheuer Mensch, ein.Lügner. Auch der Angekl. Pichno bezeichnet« diese Zeugenaussage als unwahr. Nach einer Reihe von Verlesungen wurde das Beweisverfahren geschlossen und der Gerichtshof beschloß den Geschworenen drei Hauptfragen vorzu'egen, und zwar eine für Pichno auf versuchten Mord, eine für Borcdin aus entfernte Mitschuld an diesem Verbrechen und eine auf Falschmeldung betreffen den Pichno, Das Urteil. Die Geschworenen verneinten nach kurzer Beratung Hi? Hauptfrage aus das. Verbrechen des ver'uchten Mordes süx Pichno sowie die Hauptfrage auf entfernte Mitschuld am Mordversuch für Borodin mit je 7 gegen 5 Stimmen, erkannten' dagegen Pichno der Ueberlrelung der Falschmeldung, mit 10 Srttnmen schuldig. Aus Grunv dieses Verdiktes verkündete 'der Vorsitzende den Freispruch der beiden Angeklagten. Pichno wuree lckoiglich wegen Falschmeldung zu ein« Woche strengen Arrests verurteilt, dir durch die Untersuchungshaft a » verbüßt erscheint. Außerdem wurde die Abschaffung des Pichno aus Oesterreich ausgesprochen. r« Ctftfal der ö'rnelchlsiken Snfricfl* Kitten. An e'ne Valorisierung wid nicht gedacht. Bekanntlich hat F.nanzminister Kollmann in seinem Exposee int Finanzausschuß auch die Frage der anfg.teilten alt ö st e r- : e i ch i s ch e n und al u n g a r i s ch e n Schu dm, insofe.ne sich letztere aus die Q'0 e drs Burg'» landcs («ziehen, e'ner llrört.rng unlerzogm und dabei er'.ärt, d ß entw.'^er eine Unändrung der aufg'teiltcn Schulden in deu.schöstcrreichrfche Schulsti res o^er an einen Ankauf dert'e.ben gedacht sei. $ufe Aeußc ung.'n ha: .n zur Folge, daß sich in den letzten Tagen grösercs £n e esse für altöst rre ch sche Anlage.verle zeigte, weil wieder Kwtsse Balor.sationshoffnnngen aufttuck>ten. Wie wir erfahren, wird bei der vom Finanz^m'ster erwähnten Transaktion auf keinen Fall an rrg tdZvelche Ba oris tion gedacht. Ein gwßer Teil der Titres ist bereits im Lause der letzen Jahre zurückgekauft wo. den. Bei den anderen Titres, die in deu.schösterreichische umgewandelt werden sollen, dür''e nach d n b'sher best h?nd:n Plänen der Grundsatz „Krone ist K one'^zur Anwendung gebrachwcrd.n. Allerdings kann die Sähe insoferne noch n'ch: als abgetan gelten, als di'fe Fr'ge auch im Nationalra eine endgültige Regelung ersah en muß, wo d's Prob e.n der B lorisation .ümsalls d's'ut.ert werden w'rd. Nach der schien Anschauung der Regicrungsmajorilät ist aber auch dann an ein eventuelles Durchdringen des Vtlo.iiatiotlsprinzipes schwer zu glauben, weil der Staat selbst bei Umwandlung 'n öfterreich!'che Staa s t rc§ auf inen ziemlich niedrigen Schulden- und Zinsendlenst bedacht sein muß und in keinem Falle irgendwelche freiwilligen Lasten auf sich zu nehmen gedenkt. Für die im Ausland befindlichen Titres gist bekanntlich der P ager Akkord. Tiefe Tilr s werden sel'ostner'tä-dH nach dem ün Innsbrucker Pro'okoll und dem Pra 'er Akkord aufgestell en A fteilungsll'n von d:r österreichischen R mrung ü ernomwen »nd ent'p echend in österreichische Schu.d.itres durch Bermi.tlung der Caisse Commune verwandelt werden. fnfWrpn ter rusMe» Pe'refoetaiimrtf. Der Ausfuhrplan der Sowjetregierung ist vollkommen zusammengebrechen. Aus Moskau wirb uns berichtet: Die Entwicklung aus dem Weltgetreidemarkt zeigt, daß die von der russischen Regierung mit Emphase ausposaunten Pläne zur Ausnützung der russischen Ausfuhr vollkommen mißlungen sind. Die russischen Exporte haben in den letzten Tagen fast völlig au^gehört. Es wird infolgedessen erwartet, daß auch die Importe bald eingestellt werden dürften, da das Ausland infolge Mangels der -Gegenvaluta kein« Waren zur Verfügung stellen kann. In Finanzkreisen wird mit einer empfindlichen Störung der Regenerierung der russischen Wirtschaft gerechnet und sogar ' eine Gefährdung der Tscherwonetzwährung befürchtet. Bekanntlich hat die russische Regierung gleich nach Bekanntwerden der günstigen Ernteaussichten überall verkünden lassen, daß sie nach einem b e st i m m t e n P l a n die Aus'uhr in die Hand nehmen werde. Sie hat mit den Einkünften aus diesen Exporten bereits gerechnet und demgemäß auch große Bestellungen im Ausland entriert. Der Plan war bis -ins kleinste Detail au'gcstelst worden. Es war von vornehcrein genau festgelegt, wie viel das Außenhandelskommissariat ausführen und welche Summen es dafür erhalten soll. Diese Summen sollte der Staat behalten und hier'ür nach einem bestimmten Plan wiederum der verstaatlichten Industrie Rohstoffe und PtXduktionsmaterialicn;ur Ber'üaung stellen und der Landwirtschaft Maschinen anschaffen. Um möglichst rasch die nötigen Mittel hereinzubekommen, verkaufte das Hanveiskonrmissariat die ersten greifbaren Getreidemengen zu sehr billigen Preisen, um dadurch auf dem Weltgetreidemarkt großes Aufsehen zu erregen. Es wurden mit Deutschland und Frankreich Getrerdrabschlüsse zu Preisen getätigt, die viel niedriger als die kanadischen Weizenpreise waren. Dies verursachte tatsächlich die bekannte Preissenkung auf vem Weltaetredemarkt. da überall befürchtet wurde, daß nunmehr die großen Massen russischen Getreides im Anrollen seien, die Europa vom Ueberseegetveide förmlich emanzipiert würden. Bald aber stellte sich heraus, daß das AußenhandelÄommissar'at wohl einen schönen Plan gemacht, aber von kaufmännischen Dingen keine Ahnung hatte. Die Verkaufspreise für nlssisches Getreide waren so niedrig, daß nicht einmal die inländischen Produktionspreise gedeckt werden konnten. Tie russische Regierung hatte effektiv mit Verlust verkauft. Diese tiefen Preise konnten die russischen Bauem nicht atz.'ptieren. Sie haben ihre Ernte in ihren Scheunen zurückgehalten, da sie nicht zu Verlusten ihre Waren äbgeben wollten. D.e Bauern treiben nunmehr passive Resistenz. Die großen Geirciveexp"rtmengen sind infolgedessen ausgrblieben; ja noch mehr. Es stellte sich heraus, daß die ft a t i st i s ch e n B e r r ch n u n g e n, welch: ' vou gewaltigen Ueberschüssen zu melden wußten, vollkommen falsch waren und daß die Ernte in fast verbreche r r 'ch e r W e i s e überschätzt worden w a r, um die Welt zu blurscn Das erregte in den Moskauer Wirtschaftskreisen ungch'ures Ausiehen. Man sucht nvn die .Statistiker wegen ihrer falschen Angaben strasger>chllich . zur Verfolgung zu ziehen. Dies« Scrawersolgung kann aber bas völlige Mißlingen der Getreideausfuhr n-cht. wettmachen Die Rückwirkungen haben sich auch demgemäß eingestellt. Die deutsch-rufsischett Gesellschaften haben ihre Bestellungen zum Teile annulliert. Ter deutsche Hundertmillionenkreoit wird nur in verkürztem Maßstab ausgepütz: werden können. England und F rank re;ch halten sich we-ter »^ollkemmen ferne. Sie erklären, S.-.ß rr o:: russische L:aa:sui>n'chc.'. kein Verlaß sein könne, da ihr: Pläne vollkommen falsch aufgebcui seien. Auf diese« succht- , _24. Jänner 1926 Nr. 2488 baren Eklat der russischen Außenhandelspolitik sind die jetzigen reg::n Tebattei. wegen der rünftige« ökonomischen Führung Ratzlon.s zurückzuführen 2." tm w'e auch immer. in absehbare» Jett sind, mit Ausnahme der getätigten Gelreideabschlüsse, keine größeren Getreidesendunge« aus Nutz« land ,» erwarten. Eylkago, das bisher in seiner Preispolitik die russischen Ge- 1r::deaus-.tür.'n berückiichngen urus-.e, tst bereits über das Sncken inft'rm:er: und rich-.rr stjek: i.t i«;»:« Preispolitik darauf nn. Ti d'-estiltnnz rtf dcur Wrl:?':r-:.eun:k:e dürfte nach dem W-g. fall die -'s wichtig >n Faktors sich i:r der nächsten Zeit sehr tut.-r- Pam g.staftcn. Vo« der Lond-nkr 8'w. Günstige Geldmarktverhältnisse. — Flaue BS-sen. (Eigendienst der „Wiener Mvrgen^eituna".) London, 21. Jänner. Der Aeldma r k: hat eine ne'-erliche Erleichterung erfahren und die rn.sprechende Rückwirkung auf den Dis.on markt blieb nicht aus. Der Effektenmarkt ist. mit Ausnahme der Anlagewert, die durch das Anziehen des Sterlings gegen N w-Aork gewannen, andauernd schwach, besondes die Jnsistr'ewer.e gabm d'ese Woche im allgemenlen nach. TaSck-, Oel- und B rsicherunzswerte wurden haup'sächlich von d.r 2t lle betroffen. . Sicher versteifte sich auf 316/io Pmny für d'e Unze, während Gold ü'oerraschenderwe.fe um einen Pmny für die Unze n'chzab. Ueberraschend darum, weil die Bank of England 459.000 Pfund Sterling Balance verlor. Der P.e.s üe.r g 4 Pfund 4 Schilling 1072 P nee für eine Unze. Als interessante Bewegung in de: Ci'y ist des ferneren das steigende Interesse für chinesische Bon^s und die russischen Anleihen zu vermerken. Ten letzteren kommt es z gute, daß man doch an ein Einlenken und an eine gAvisse Anerk i nung der Vov.ri.gsschulden durch die Sowjets in einzelnen K.eiscn zu g.auücn beginnt. Senta» der konkreten Buleiheverhaudlmiseo Polens. Tie Vorarbeiten des Bankers Trust bereits frr'igzeft?llt. Warschau, 23. Jänner. D'e Delegier.en des Bankers T ust sind berri.s mit ihren Vararbeiten fertig und wevd n in den allernächsten Tagen konkrete Verhandlungen zwecks Abschluß der Anle he ausnchmen. Nach dem vom polnifch-n Delegieren Dr. Myuarsti in Amerika abgeg benen Versprechen davf Pal:n in den nächsten drei Monaten keine anderen Behandlungen wegen Aufnahme einer Anleihe führen Obwrch' die polnische Regierung in letztet Zeit ven einem englischen Bankkonzern einrn Anleihevorschlag unter viel günst'geren Bedingungen erhalten hat, mußte sie mit Rücksicht auf dieses Versprechen die'cn Vorschlag ablehnen. Me in hi Ilsen politischen Kreisen verlautet, wird die Staatsanwaltschaft gegen eine größ.re Anzahl vcn Politikern eine Untersuchung wegen Verbreitung einer Agitation gegrn die Aufnahme der am rikanrschen Anleihe cinleiteny da nach Ansicht der Staats Anwaltschaft diese Agitation von den ausländischen Konkurrenzgesellschaften initiiert wurde. Setache vm Stafv^rbewM-unaen »ach Pole». Anordnungen über bereits verlauste Ware«. Das polnische M.nisterium für Handel und Industrie hast um den Warrnverkchr mit dem Auslande zu vereinfachen und zu erleichtern, folgmde B.rfüaung getrpffen: Im Argmsätz zu der bisherigen P.axs können Gesuche um Erteilung, von Ernfuhrbewilligungen für derzeit in Polen eM.hrverb:tene Sendungen nicht nur von den poiniicken Warenempfängern, sond:rn auch von d:n ausländischen Exporteuren eingebracht werden, soferne sie bereits nach Polen der.aufte Waren betreffen. Die d.esbezüglichen Gesuche sind steupelftci und an keine Formularblankette gebunden. Die Stempelq:bühr sowie d'e Manipulationsgobühr für die Ausstellung der min steriellen Einsuhrbuvilligung wird senens des M nisteri-ms vom polnischen Warenenipfänger eingshoben. D's Gesuch, bezrv. die dem Gesuch beigeschlossene Fak.u-a muß folge»'de Angab n en (a'.en: die genaue Bezeichnung der Ware, womöglich nach der Nomenklatur des polnischen Zolltariises; Gewicht der Ware in Kilogramm; Werr der Ware in de: Währung des Exportlandes; genaue Adresse und Wortgut der Fi ma des Wareneinpanqe's in Polen (Straße u»>d Hausnummer an^ühcenl; srferne die Ware Zillbegünst'gung genießt, ist das Ursprungszeugnis sp testens bei Versendung der Ware beizub.ingcn; Angabe des Zollamtes, von welchem die Zolle b'errigurg vorgenommen wird. Die Ges che sind an das Ministerium für Industrie und Handel, Abteilung für den Worenv.'rkehr, zu adressieren und bei der Polnischen Gesal.dtschast in Wien eiltzureichen. Die Gesuche werden im Rahmen der vorhandenen Kontingente seitens des Ministerkirms für Handel und Industrie in Warschau int kürzesten Wegebehendelt; die ministeriellen Einfrhrbew lligungen tverdin den polnischen Warenempfänger e ngesendet. Der ausländ.sche Geuch» steller wird nur im Falle der Abweisung des Gesuches eine Verständigung erholen. Eine Jubiläumsfeier des Wiener B-rfenschiedsgerichtes. Gestern fand anläßlich des 50jährigen Bestandes des Schiedsgerichtes an der Wiener Börse unter dem Vorsitze des Präsidenten der Wiener Börsenkammer, Popper-Artberg, und in Anwesenheit der Vertreter der Ministerien eine Festsitzung des Schiedsrichtertollegiums der Effekten- und Warensektion statt, zu »velcher auch Vertreter der Bcrsenschiedsgerichte in Agram, Budapest und Prag, der Wiener Hande.skammer, der Nechtsanwaltkammer, und einer Reihe kaufmännischer . Organisationen erschienen waren. Präsident Popper-Artberg eröffnete .die Sitzung, begrüßte die erschienenen Gäste und würdigte in eindrucksvollen Worten die Bedeutung und Tätigkeit der Börsenschiedsgerichte, die nicht npr für die österreichische Wirtschast» sondern auch internationale Bedeutung haben, Ministerialrat Dr. Hermann betonte namens des Justizministeriums. daß die Schiedsgerichte das voll; Berttauen nicht nur der Kaustnannschast, sondern auch bix Justizverwaltung ge- , nießen. Die Gesetzgebung habe infolgedessen in der letzten Gerichtsentlastungsnorelle die Befugnisse der Schiedsgerichte erweitert. Du erschienenen Verwester der aus öndischen Börsen brachten ebenfalls' die herzlichsten G.ückwünsch« ihrer Institute zum Ausdruck, de, iiUTBtiiinrTiHieir