Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2486 (24.1.1926)
- Date
- 1926-01-24
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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i «"VT?? C- ^M<rt», TOTTTTT,^ iP (d'i’.’iT v i den Z »>' c 11 e * 1> a u s v;; yov und »and damit bei wi.rer 3cttc Widerspruch. co lUK'.Y’.: ui* >5iUuT,, u'.h Ilse des Bosporus, mige!)cure Me'-uacn Reisig Z'.'ck--.-.n,,e,'.'e:roueu, nno die Tvamtiic v(c('V0Hi -bei, Oie fiel) üvvna) ,,u!Np!g e!! ei!" >e.-0 itzrei! '!acn>u gesnnd-en L-.'bcnsui! zu andern. vcroraunte zu A'che. Zerr wann gibt es EtmZenlaternen? ,,uiur ö.-r Wockün tft bej ändia." 'W.wrh'.'jt oili für alle Chirac des rnetrschl'cken L-obems, nickt zuletzt auch für die Errrwlck.'.me, d.'r roruuvif!cu;ci.Mi:Hd;cii (rvfomUit.ifc und Ser wchiilchzm .V:;fy,n:; : . die dem Men'cko,> ron Ofcrt.'rn.io» zu »>5ettcvaiu?:t rv:eder neu zur Versüxzmrg gest-ellr werden. Man ist;unl Benpiu iui'.ner erstaultt. .vom mau einen Blick auf vernaugene Zeile» tur und sieh , :v,e enra deis Bild der Sladr sich «nwerbalb der iwz eu Jahrbu: der:e, za Jvckrze'hnle verändert hat. 2er verwöänk? Großstädter des 20. Jahrhlnr-derrs, der sich schon bitter bekle.nen zu müssen g'aubt, wenn einmal der frisch gefallene Schnee nicht fyprt von den Straßen und Gerwcgeu forteeschach w'rd oder wenn er zwei Minn en länger, als gewohnt ich aut die Elckwi'che warten nruß, würde sich wohl schön wundern. wenn ihn eine Zauberfee plötzlich in eine Großstadt etwa um das Jahr 1326 versetzen rvurde oder gar in eine Stadt des Mittelalters. Las ihm uu er anderem besonders nnaugeuehm dabei aus allen .rürve, wäre das fehlen jeglicher Straßenbeleuchtung. Ta unißre eben der ehroar.e Bürger sehen, wie er allein fertig wurde und den Leg im Dunkeln nach Hause fand, .renn er sich ernmal rerchätete und nach Anbruch der Dunkelheit noch durch die Straßen der Z adt pilgerte. Allzu häufig sind solche nächtliche Länderer nicht gewesen, denn man war dabei allerhand Gesahreu auegesein. Abgesehen davon, daß sich allerband zweifelhaftes nächtl'ches Gesindel aus den Straßen bernmtrieb, das nach einer passenden Gelegenheit suchte, Handel anznsangen und sich am Tab und Gut des lieben Nächsten zu bereichern, waren auch die Wege schlecht genug und man. mußte froh sein, wenn man von solch einer nächtlichen Wanderung nach Hause zurückk.chrte, ahne sich ein Bein oder einen Arm gebrochen zu hüben und ohne zu tief in Kot und Schmutz versunken zu sein. Man Hais sich, so gm man konnrc, mir Laternen, die mann vor sich herirug. die Bornchmeren nahmen aber wob! auch andere Knechte ntr, die Fackeln vor ihnen herw'uaen und auch einen Schutz gegen evemn.tte Nedersäüe. gewähren konnien. Tie Rücksi'ch:.auf de Berbr-cher, die sich in der Nachtaus den Suraszm herum-rieb-en und die Sickerheil der Bürger gesährdeteu, war es auch, die schl.eßlich die Stad ver valiuugeu zur' Anbrniauu.z non Straßeirbeleuchtnugen veranlazien. Es ist darum erklärlich, daß es dir Bchärdru der besvuders unsichere'?. Sradi Beuedig waren, die liier oorangiugm, ja hier wurden sogar Straßenlaterne)? zu einer Zeit errichteh als die anderen Tlädi: noch gar nicht an solchen unglaublichen Luxus zu deuten rcacpen: Im Jahre 1128 war es nämlich, daß hier zürn ersten Male Laternen das nächücche Tuntel mit ihrem ,,Hellen Glanz" zerüreu eu. Sie harten freilich izun"chst ein kurze- Leben und wurden bald von Leuten, denen sie wenig genehm waren, um di: Ecke gebracht. Erst als rngri auf den Gedauten kam, Heiligenbilder an den La ernenchäh.cn auzubringon, uar man gegen Angriffe gesicherr. Tie übrigen europäischen T ädte sv'glLn. erst viel Hüter nach, Paris ün 10.. London im 17. Iabrlundert, die deurschen Stid.e ebenfalls erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts. * 3®ic 1 nmhm W. jRSIFdtsn Betz8!krnin« in y öer Zs-t Ses vMlckaAIche» NsKsnSer." , ' Line Atrion der Zionistische« Sektion 6/8. Tie Zio.rislisÄe Seüion ver Bezirke 9/-> beginn: urorgen .nie einer grrßzügigen Trgainiaüonstäiigke::, ivelche sich aus vierzehn Tage erstrecken wird um vie weirere AuLgesralumg orr im Borjahre begonnenen Sprengelovgauisaüon für die Bezirke 6/8 daestellt. Es werde)^ in allen Bavens tBersammlungen abgegalren, bei welch:« je zwei Redner zu den anucüeu Fragen Srellnug nehmen nnb all'äilige Ansraaen beaniworten. Ikaeystechend werden die Bersammlungen für vir Zei: vom Ü5. ois 31. b. ana..be>'.. Au die jüdiscye Einroohnerschast ver zugehörigen Sprengel sin) persönliche Elnladuna-en ergangen. Sofern emzelne Einladungen nicht zugekominen sind,?önnen-solche vor Beginn der Brcsammluug bei den anwesenden Bersammlirngsleirern behoben werden. Morgen Montag, viertel 8 Uhr abends. 6. Lez.: Rayon W urd Vti (Sviengel 49-öb»: Ecifc- P a l u e e, Mari hilferstraße 99. Redner: Dr. Map B ernbar d t; Be.zirksrat M. K o h n. Tie Redner der weiteren ^sammlnngen werden täglich in der „Wiener Morgen^-Ttng" verlaulbart. Liiekwoch den 27. d., viertel 9 Uhr abends. < Lez.: Nm on 1 und IV iSprenpel 1-.ö>, 28—37): Lass D o b n e r, tzletreicemarkt X. 7. Bez.: Rayon IX und Xl lTprengrl 82-93. 192—111): Cafä II an b l h o f. Kai er raße 61. Donnerstag den 28. d., viertel 9 Uhr abends. 6. Lez«: Rayon Vill und IX (Sprengel 70-80): (Safe Ratkl u tt b* hoi, Slrohmenergasse 19. 7. Brz.: Rayon!I und Ul (Sprengel 11—39): Eafä A e u L a w Hof, Neub.mgasse 64. Rayon VII und Vlll l-Sprengel 62-81): Enfs Rudolfhof, Mariahilferstraße 94. s. Bez: Rcyon lV und V (Sprengel 29—49).' B c: e i n sl heim, Bennoplatz 1 s. Rayon M und Vlll (Sprengel 19-23 63-68): Cafe Herminenhof. Cchönborngasfe 16. Mlener Movftenzeltnng s'ix/'X /r~YJ ✓'O/Q Wil N, VIL SURGC-ASSi:.. C’^ccrraftff </?>.-?;-S\ TEL mio Serien-Brokaischuhe.S 50 Herren-Lack-Halbschuhe.S wü.50 Morgen Montag den 33. Jänner. Tcr Gesamtverdand jüdischer Hochschüler Oesterreichs „Fudaea", der Seniorcnkonvent wehrhafter zionistischalademischer Verbindungen zu Wien und der Akademische Land'wverband verairstaltcn mvrgrn Mintag den 25. Jänncr, 7 Uhr abends, in den Olympiasälen, 1. Bezirk, Rotgasse, ein Massenmeeting, zu dem alle jüdischen Bürger sowie alle jüdischen Hochschüler Wiens eingeladen werden. Gemeinderat Tr. P l a s ch I e s wird über die „I nd i s ch e Presst, Rechtsanwalt Tr. Israel Waldmann über die „Minoritatcnrechte im Frrede n s v e r t r a g" referieren. Ter Scnoirenkonvenr wehrhafter zionistisch-akademischer Verbände erläßt zu dem morgigen Meeting den folgenden A u s r u s: Die jüdische Studenienschaft Wiens vemnslalict inorzen, Punkt 7 Uhr abends, in den Olhrnpiasälen, 1. Bez., Rotwsse, ein 'Meeting, das sich zu einem Massenaufniarsch der jüdischakademischen Bürgerschas: Wiens gestalten soll. Die Alte-ßerrenschasl der Korporationen im Seniorenkonvent ist ad personam e'.ngeladen worden, und lvir sind überzeugt, daß ein jeder mrserem Ruse folgen wird. Gibt es doch heutzutage für den jüdischen Akad'eniiksr und Jrltetlektuelleil Zcntraleuropas, eb aktiv oder längst im Berufe stehend, kein aklllelleres Tlewa als das Reserac des Herrn Tr. I. Waldma nn: „Min oritäten r ech te -im Fri e den vertra g." Die Wichtigkeit des Vortrages beweisen täglich die Vorgänge an den Hech'cku'en Oesterreichs, Polens. Ungarns, Vor:ou'muisse w'e der Steiger-Prozeß usw. Es war die jüdische Presse, vor allem die- „WienerMorgenzeitung", die als Sprachrohr des jüdischen Vo'kes. als Wächter unserer Rechte in diesen und zahllosen andererr -Fällen stets und unermüdlich unserer Sache gedient hat. Ueber die Bedeutung dieser po'ltisch-pnttiz'sti'chen Tätigkeit wird Herr Gemeinderar Tr. Leopold. P l a s ch k e s in ft irrem Re'erar „Die jüdische 'Presse" sprechen. . . Füd sche Akaderrlikerinnen und Akademiker, jüdische Svldenten, jüdische Bank- und Privatbeamte, erscheint in Massen pünktlich uu? 7 Uhr abends am Montag den 2ö. Jänner in den Qymp'.asälen! Eirltrilt frei. Für den Senicrenkonven.: S. K l a u s n e r W. K. L o b c r r E. F i ch r m a n n Schriftführer. Präses. Vizepräses. BotterLund und Puuenropg. Ein Vortrag des Botschafters a. D. Tr. Tumba. Die österreichische Völkerbundliga, die österreichische Füedeusgesellschasl rn'd die Internationa's Frauurliga vera.ista len einen Borirag-Zyklus über BölkerbunE-sragelr. Den ersten Vertrag hielt gestern in einem Hörsaale der Un'versi ät Botschaf.rr a. D. Dr. T u m b a über das Therna „V ö l k e r b u n d u n >d P a n e u r o p a". Ter Vortragu de s tz e sich mir der E oud e n h ov e nsch ei! .Idee eines „Pa n eu r v pa" kr'- tifch auseinander ui d kam zu dein Schlusi-e, daß die Verwirklichung dieses Planes eine Utopie ist, die, selbst wenn sie durchgeführi »vürde, denr B.'rsohu.uug.rgedanken des Bö kerbundes enrgegenstünde. Eoudelchooe Iv'll die Staatengruppen Panamerika, Paneurvpa. das britische Imperium und Panasien schassen, Sie ixniu gemeinsam einen Rat bilden sollen. Dies würde, da Amerika streng ans der M o n r v e - D o k r r i n verharrt, eine Z e r r e i ß u rt g des Volk e r bnndes bedeuten. Gerade das soll aber jetzt, wo der Eintritt Deutschlauds in den Völkerbund bevv'ste-ht und Amerika, wenn auch nicht offiziell, an den euripäischen Fragen Interesse nimmt, verhindert werden. Ruß'aud ot'entiev; sich iinm'r mehr nach Asien nnb bedeutet für Europa eine Gefahr, die nur durch e ne Organisation abgeirehri werden kann, die womöglich alle Völker, incht nur die in Paneuropcr vereinigten, umfassen soll. Paneurvpa kann nur durch d ir Vö ker'.uu') auf evolutionär e in Wege dlrrch die Nied <> viel ß n ug der Z o l l s ch r a »k e n und öS Schafstirg eines einhe l icken Wirtschaftsgebietes geschaffen werden. Dazu werden sich die Völker erst en schließen, wenn sie noch mehr als b'sh.'r durch die wirtschaftliche Not bedrängt werden. Der Völkerbund hat die fri.'dliche Vereinigung aller Volke r angeb.chnt und einen großen Fortsch''iit durch die Locarno- V e r t r ä g e uvie t. Unsere Aufgabe ist es ixil/.r, d?". G e i st v o n G e n s durch -rrzicher'fthe Maßnahmen in ailtr Welt zu veroiei.en. 21. Jänner 1926 Nr. 2486 Asijche «„lturtöiialettHeu slanvlnavische» LSnvern. Ter Berliner Vertreter der I. T. A. hatte Gelegenhekt, itd) -i'i! .'Mit Z'.uu Groß robb irr er von Gricchenland gewählten '.-anineu belräischen Denker und Schriftsteller, Herrn Doktor M. Euren preis während seiner Durchreise aus Saloniki rrach Ltockyolnr über tos geistiock Leben in den jüdischen Gemeindeu der skandinavischen Ländern zu unterhalten. Herr Tr. Ehrenpreis, der seit mehreren Jahren -Oberrabbiner von Stockholm ist, stellte mir Genugtuung fest, daß innerhalb der jüdischen Gemeinden des europäischen Norden s eine intensive geistige Regsamkeit herrscht. Tie in T t orkl) o km besteleude Jödieka Literatur Samsundct (Jüdische Lilcralurgesellschast) gibt unter der Redaktion von Dr. Ehrenpreis m schwedischer Sprache eine Schriftenreihe heraus, die Standardwerke jüdischer Wissenschaft und schöner Literatur bringt. Bisher sind sieben stattliche Bände erschienen, von denen ein Band „Neuhebräisch« Lyrik" (Gedichte von B alik und zwölf anderen hebräischen Dichtern), zwei Bände „Geschichte der Inden in Tchlvedcn" von Pros. E l b o g e n, ein grundlegendes interessantes Werk, das auch deutsch heransgcgeben werden müßte, ferner Werke vc-)l B über und andereu jüdischen Denkern, Dichtern und Gelehrten zu erwähnen sind. Geistig sehr regsam sind die I u g e n d v e r b ä n d e. Zeugnis davon gibt das in drei nordischen Sprachen in Stockholm erscheiner.de Organ 2« Skandinavisch-jüdischen Jugend- Verbandes, „Israeliten". Dieser Verband cnrw:ckelt eine rege Tätigkeit durch Veranstaltung vou Vorlesungen und Kur.en. Ferner testeht der Jüdisch-akademische Kino, dein jüdische Wissenschaftler, hervorragende Repräsentanten ver schwedischen Ge ehrtemrelt, angehören. Die Erzieh u n g s a r b e i t, das religiöse und synag--. gale Leben entwickelt sich riich: ungünstig. Zum Beisp'el exist.crt in Finnlands Hanptstaot, Helsing so rs, eine sechs! assige jüdische Mittelschule mit einem guten jüdischen und hebräsichew Unterrichts Programm. Bor einiger Zei. wurde in Trondhjem (Norwegen), lvo 60 jüdische Familien wohnen, eine sehr schöne Synagoge e'.ngerre'.ht. Cs ist dies die nördlichste jüdische Ge-, me in de der Welt. Die Einweihung, der Tr. Ehrenpreis als Gast beiwchntc, vollzog sich unter großer Teilnahme der norwegischen Ocssemüchkeit und der Presse. Ju den vier skandinavischen Ländern (Dänemark) Schweden. Norwegen, Finnland) leben mehr als 20.000 JüHen. Eine a n 11) c m i t i s ch e Bewegung ist im allgculemen nicht b emerkbar. Manche Propaganda gegen die Methode des jüdisch-religiösen Schachens entspringt bloß lierschützlerischen Envägungeu. In Schweden w'ird ein Gesetz über das B i e hs ch l a ch l e u vorbereiiet. wir bemühen uns, das jüdische Ritual von diesen Vorschriften zu befreien. Ter Stand dieser Frage in Norwegen ist noch nickt gek.ärt. Ein definitives Schachtverbo:, über das Zsünngeu berichtet haben, besteht dort nicht. Tie von Herren Dr. Ehrenpreis und einem jungen jüdischen Dichter ins.. Schwedische üb ertragenen Gedichte von Bialik und den anderen hebräischen Dichtern haben auch in Atademikcrkrcisen die Zlustnerk'amkeit aus das jüdische Schaffen gelenk-t m'.d der Frage, der Verleihung d e 8 N o b e l- Pveises für Literatur an einen jüdischen Dichter aklnellere Bedeutung gegeben. Die schwedische Akademie geht aber bei Verleihungen nach territorialen Grundsätzen vor. W'e die Sachen heute stehen, käme die I e r u s a l e in e r h e b r ä i s ch e Universität da'ür in Betracht, den jüdischen Kandidalen für den Lileratur-Nobe!- Preis vorznschlagen. __ Lrt-M'«» fn Sentfdi'fli»)). -Aus Berlin wird uns geschrieben: Am 12. b. hat sich -der Aktwusomüschuß ver O r t (Gesellschast zur Förver u n g des H a u o w e r k H u n dver Landwirtschaft unter den Juden) für Deutschland, nachdem im Oktober unter Vorsitz des Rabbiners Dr. Baeck die- Gründungskonseren; statl-grsmioen harte, Ton-- stiunerr. ES waren unrer anderem zolgenve Persönlichkcrten anwesend: Justizrat Dr. I. Bro-dnitz, Dr. Chodzi es n-er, Dr. Artur H a n t k c, Bankvirelwr Wilhelm Klee m a n n, Moritz A. L v e b, Dr. L o -e w e u st e i> u, Frau Henrieiie M a y, Doktor Paul Nathan, Frau Minna Schwarz, Dr. A. Singalowsky, ^.mkoirektor Dr. N. Solow c i ts ch ik, Justizrat Hugo Sonnenfelv und Pros. Ludwig Stein. Der Aktionsausschuß hat sich zur Ausgabe gemacht, für die Bestrebungen der Orr-Bewegung, die, wie bekannt, vie Förderung von Handwerk und Landwirtjchasi unter den Jude)) betrei-dt und bereits in Rußland, Rumänien, Polen, Lettland, Estland, Litaueil. Tschechoslowakei, Frankreich, England, Amerika in weitestem 'Maße Fuß gefaßt hat, auch die ideelle, moralische )nw materielle Unterstützung der de),tschell Juden zu gewinn-en imb zu mobilisiereu. Dem Präsidium oeb Aktionsausschusses für Deutschland gehören an die .Herren: Wilhelm Kleemann, Direktor der Dresdner Bank, Chefredakteur Georg Bernhard, Rechtsanwalt Dr. Bruno Weil'und Pros. M. H. Bonn. Für die Leitung der zu leistenden praktischen Arbeit, um üi-e Mittel für den W'-ederausbansonds zu bescha'-sen, steht dem Präsidium der engere Arbeitsausschuß zur Seile, der seinerseiis von verschiedenen Loirder'om- Millionen uillerstüht wird. Die Mittel des Wiederaufbaufonds sind für die K red i r op e r at io n e n des Verbandes Ort bestimmt, der so die jüdischen H a n d w e r k e c mit Rohstoffen lind Werkzeugen und die j üa i s ch e n A cke r b a u e r mit Maschinen, Saat, Dünger usw. zu günstige» Krcdichedinguirgen versorgen kann. In der Sitzurrg vom 12. d. wllrde der Arbeitsplan für vie nächste Zukunst vergelogt und vurchberalen. Mit der Praktischen Arbeitserledigung gemäß dem genehmigten Arbeitsplan ist sogleich begonnen worden. Ans Grund eines von Dr Erwin Eis enst aedt erstatteten Berichtes hat die Ort-Bewegung int ganzer: Deutschem Reiche großen Widerhall gesundem. Einige hundert Untecschristen mcd Sympathieerklärnngen der führenden - seutscheu Juden für die We'.tertragnng der Ort-Gestrchungeil m Deutschland siu-o bereits eingelauferl, llMss«! .... "■»»»■nila