Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2486 (24.1.1926)
- Date
- 1926-01-24
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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% | roten' aft «ii osayl Wien um AülHiten m uer Expedition, IL.laboistt. 1-3, odei in einer Verschleisstelle TraHk. mortatl. o Schilling Strasseuverkau' in Wien durch die Kolpoi teure der Firma Ooi dschmled, WoHzelie il Mit Posiversand Kit Wien und Oestcrieich monatlich ö Schilling 1 sch ec ho* Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: JV o i. Din. 6V. Polen: Mon. 5z.loty. Deutschland: Mon. Gm. 4. Frankreich, Belgien- Mon. Frcs. 18 «otu oe' »»«!»- erhdtooB en rorbchalloi Wiemr orgenieitung UZ30E2JH England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monati. 18 Lire: Runänien Mon. 170 Lei. Bulgarien Mon. 100Lews, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration: Wien, 11. Taborstr. I Telephon^ 44-0-38. 43-3-19 Ab £ Uhr 21-102, 25-2-82 IX. ^Unlversitatsstrasse 6-8 (D uckerei q. 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Kultusgeme iiue Wien 'X., Berf^aite 15 und XV IL, W&hHtagersirasse 97 Sie zionistische Kampagne in Amerika. £ie Füns-MiNionen-rollak-Altion lür den Paäftinaaubaukonds. — Sterben M!e Vorfitzenser des kröffnnngrmeelivgs. — Sin Schreib n Weizmauns. Rew-Jnk, 23. Jänner. (I. L. A.) . Gestern abends wurde in New-Iork die Kampagne für die Aufbringung des Fünf-Millionen-Dollar- Fonds für die Palastinainstitutionen durch ein Meeting eröffnet, we ches einen enthusiastischen Verlauf nahm. Bekanntlich wurde Lei der Verteilung der Quote festgesetzt, daß eme Summe von anderthalb Millionen Tckllar allein in New- Aork auszu bringen sei. Auf d'ese Summe wurden schon bei der Eröffnungsversammlung 600.000 Dollar aufgebracht. Vorsitzender der Versammlung war Tr. Stephen S. Wise, der Präsident des Fondskomitees. Tie Hauptredner des Abends waren: de» Vorsitzende der Zionistischen. Weltexekutive Nahum So ko low, Richter Julian W. M a.ck, Rabbi Abba Hillel Silbe r, Mr. Emanuei N e umann und Herr Ben-Zwi aus Palästina, der.jetzt im Zusammenhang mit der Kampagne der amer'kanisch-jüd scheu Arbeiter zur Aufbrimurg von 260.000 Dollar für die pa ästi-- nensischen Arbeiterinstitutionen in den Verein'.g.en Staaten weilt. meinden in einem Lande anzuerkennen, weil em solcher Zustand nur zu einem Chaos führen-könnte. Es sei unbedingt notwendig, die Einheit der Gemeinden, zu erhalten, wobei gestattet werden kann, innerhalb der Gemeinden die Errichtung von Untergemeinden zuzulasien, falls diese verlangt werden sollte. Die von Rabbiner Sonnenfeld geführte Aschkeuasim-Gruppe verlangt die Schaffung von zwei Gemeinden. Ta diese Gruppe aber nur 1600' Seelen, die übrige Judenschaft dagegen über 100.000 Seelen zählt, ist es klar, daß diese Forderung undurchführbar ist." Auf Grund dieser Erklärungen ist festzustellen, daß die Mandatskommission niemals an eine Zersplitterung der jüdischen Gemeinden gedacht hat, im Gegenteil, die Einheit d.e r Gemeinden voll und ganz anerkannte. In hiesigen Politischen Kreisen ist man der Ueberzeugüng, daß das Kolonialministerium den Waad L e u m: als die eigentliche Repräsentanz der Palästinensischen Judenschaft anerkennen wird. Ae Wischen Forverumien in Polen. (Eigendienst der'„Wiener Modenzeitung".) Warschau,. 23. Jänner. Ueber Antrag des'Ministerpräsidenten Skr;ynski wird sich die Minderheitskommission in ihrer nächsten Sitzung eingehend mit den Forderungen des-jüdischen Klubs"beschäftigen.'; Sie Warschauer Kultusgemeinde kaun wieder Sitzungen Malle». . (Eigendienft - Der „Wiener Morgenzeitung".) VWarschau, 23. Jänner. Die polnische Regierung hat heute der Warschauer Kuliusgemeinde wieder das Dekret zugehen lassen, - das die Gemeinde in den Stand setzt, ihre Sitzungen weder aufzunehmen. Bekanntlich wurden vor einiger Zeit die Sitzungen der Kultusgemeinde suspendiert, weil in diesen aüch in jüdischer Sprache beraten worden war. Tie Wiederherstellung des normalen Zustandes'erfolgte auf Intervention der jüdischen Abgeordneten. Boiausslchlllche Rüiktek?Pilsuvsli« iu dm Slaalrdieust. . kEigendienst der „Wiener Moraenzeitung".) Warschau, 23. Jänner. Wie offiziös mitgeteilt wird, hat Kriegsminister' Z e l i g o w s k i dem Steatschef nahegelegt, die Rückkehr des Marschalls P i l s u d s k i in den aktiven Militärdienst, der sich als notwendig erweise, anzuordnen. Für die nächsten Tage ist eine Zu ammenkmrft des Präsidenten der Republik, W o j c i e ch o w s k i, mit Pilsubski in'Aussicht-genommen,. . - , , . Bor hem Anmarsch Rußlands in ßhino. Peking, 23. .Jänner.- T s ch i tsche ri n richtete an den Präsidenten. T u a n t s ch-i j u i eine Note, die i n n e r-h a l b dreier Tage erstens die vollständige Wieder» h e r st e l l n n g d e r O rdnüng in der Mandschurei, zweitens die Dürch'ührung des rwsisch-chineM-en Vertrages, drittens die Freilassung Iwanows, des Leiters der ostchinesischeat Bahn, verlangt. Die Note schließt: Wenn die chinesische Negierung aus irgend welchen Gründen außerstande ist, eine friedliche Lösung der Frage zu gewährleisten, so bittet die Sowjetregierung die chinesische'Regierung, ihr die'Erläubn is zu gebrnP mit eigenen Kräften die Durchführu ng des Vertrages und den Schutz der beiderseitigen Interessen sicherzustellen. Die Note -soll K a ra ch a u. dem Konsul von Mukden zur Weitergabe.an TschgAgtsolin übergeben und ihn aufmerksam machen, daß die Sowjetregierung eine Antwort erwarte. Den Höhepunkt des Abends bildete die Verlesung des Schreibens des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation Dr. Ch. Wezmarm, her. erklärte, von dem Erfolg des. Appells an die amerikanische Judenheit Wge es a% ob'e^'^elmgen wird, die' tausende Juden, die nach Palästina kommen Westen, in dem Lande einzuordnen und'das gegenwärtige Tempo drs Aufbaues e.nzushalten. Wenn wir jetzt nicht Fortschritte machen, heißt es in dem Brief weiter, so würde hses einen R ü ck sch r i t t bedeuten, und wahrscheinliche ernste Krisen Hervorrusen. Dank der Hin- 'gekung und der Unternehmungslust unserer neuen und alten Siedler macht ' die Entwicklung des jüdischm Nationalheims in Palästina höchst zufriedenstellende Fortschritte.. Diese Entwicklung kann aber gehemmt werden, wenn uns die Juden in der Diaspora nicht zu Hilfe kommen und durch Beschaffung von nationalem und privatem Kapital Mitwirken, daß die bereits gelegten Grundlagen ausgebaut werden. Im vorigen ^ahre haben die airerikanlschen Juden etwa 60 Prozent zu dem gesamten Budget beigetragen. Man hoffte, in diesem Jahre die der amer'kani'chen Judenheil aufgebürdete Last verringern zu können. Unglücklicherweise befindet sich gerade jetzt die polnische Judenheit in einer verzweifelten wirtschaftlichen und finanziellen K r i s i s, so daß alle Hoffnungen auf ihre Teilnahme am Werke des kommenden* Jahres sich zer'chlagen haben. Auch' in den anderen mitteleuropäischen Ländern herrscht die Krisis vor. Deswegen rich'.en sich unsere B 'cke auf die Juden der Vereinigten Staaten, deren Aufgabe es nun ist, den Aufbau zu finanzieren. Die jüdische «»heit in PalMna. Eine Falschmeldung der Agudah über die Beschlüsie der Mandatskomm ssion. London, 23. Jänner. Nach der letzten Tagung der Mandatskommission des Völkerbundes verbreitete die Agudah durch ihre Presseagenturen die Nachricht, daß die Mandatskommission die Erklärung des englischen Vertre.ers Ormsb y - G o r e zur Kenntnis genomrnen habe, wonach die englische Regierung bereit wäre, die Forderung der Agudah nach Schaffung von gesonderten jüdischen Gemeinden zu erfüllen. Än der Hand des jetzt veröffentlichten Originaltextes der Erklärungen des engliischen Vertreters ist diese Nachricht als unwahr zu bezeichnen. Ormsby-Gore erklärte in seiner Rehe folgendes: „ES ist unmöglich, zwei vollständig abgesondere jüdische Ge¬ «n ilatienische« St«d'enlomi|i>e für Palüktina. Rom, 20. Jänner. (I. T. A-) Auf- Initiative des llalienijchen. geographischen Instituts wurde in Flore n-z ein Komitee für.geographi'che Forschungsarbeit in P'lä'tina unter dem Vorsitz des Pros. ,De F.i l i p p r- und des jMschen Professors der römischen Universität, Dr. Roberto Älmatz i a, gegründet. ' ' „ „ Franz Sppenhekmee betucht Palästina. (Eigeudienst der „Wiener Morgenzeitung".) Frankfurt, 23. Jänner. Der bekannte Soziologe. Untwersitätsprofessor Dr. Franz Oppenheimer, begibt sich im Frühjahr nach Palästina. - Wie b kannt, ist Franz Oppenheimer der Begründer der genosienschaftlichen Siedlung in M e rcha w i a, wo er noch vor Jahren längere Zeit weilte. Sein jüngerer Sohn i>t zur Zeit als Pflanzenpathologe beim Leiter der Mitrelstandskolonisation Dr. Soskin beschäftigt. Dr. Oppenheimer hat in den letzten Jahren an der zionifti'chen Bewegung keinen Anteil genommen und beabsichtigt nach seinem Bemch in Palästina sich wieder der zionistischen Arbeit zu widmen. zionlken beteiligen sich an den Sowielwahleu. ' (Eigenvienst )er „Wiener Morgenxitung".) Riga, 23. Jänner. Anläßlich der bevorstehenden Wahlen in die ukrainischen Sowj.'ts würde der Gruppe der Unparteiischen und den Zionisten bie Erlaubnis erteilt, ein« e i g e n e K a ndi da te n l i st.e aufzustellen wobei die Freiheit der Wahlagitation versprochen wurde. In allen Städten, wo Juden in großer Anzahl wohnen, wird bereits eine lobhafte Wahlkampagne, in der die Zionisten e'ue führende Roll« spielen, entfallet. Die Zionisten-Sozialisten haben einen 'Wahlaufruf veröffentlicht, in dem die jüdische Bevölkerung aufgefordert wird, die j ü d i s ch n a t i o n a l e n und zionistischen Forderungen zu unterstützen. Ne^ zuverlässigen Mitteilungen k'nn angenommen werden, daß el den Zionisten gelingen wird, eine beträchtliche Anmhl' von Mandaten zu erkämpfen, was allerdings die Position der jüdischen Kommunisten wesentlich schrvächen würde. Di« Preise der Jewish-Sektivn (jüdische Abteilung der komm», nisti'chen Partei) bekämpft in Erkenntnis dieser Gefahr du zionisti'chen Listen, wobei die Sowietregierung auf di« „k o n t e r revolutionären Aktionen der Zionisten^ auimerk'am gemacht wird. Tie jüdischen Kommunisten veri suchen sogar die Sowjetbehörden zu veranlassen, die Wahl- ■ Instruktionen derart zu ändern, daß den Z'onisten im letzter > Moment die Wahlmöglichkeit entzogen wird. «w»» mm ..IHM».».I Wiener Rathaus« k eil er ..iiiiiillilHllllllliailllilllllHIIIIIIIIIluiliimilllllllHIIIIIIIIIIlIHlIHHIIIIIIUI mtittiitiiiiii<i(iiiitiiitiiiniiHHiii!iiiH!iiiiimitiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiimiiiiitittiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiin Größtes und schönstes Fa| der Welt H A NS HÜBNER iiNiMiiiHiiumNHinMiiiNii*imiiHiiiniiiiiiiiiiiHimiimHHiMiniiHiimiiHWHiiiiiiiHi...>>ti.,iiwvuiuiiu(iiNiiuiiiiiiimmmmnm« V