Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2479 (17.1.1926)
- Date
- 1926-01-17
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2979076-2981549-2981566--25256-3012883- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
! OM 9 Men, Sonntag Wiener Morgenzeituns Ae AktivtMspolitik derjüdWeaAeprSlentanz in Polen. Von Ava. Dr. Leon Reich, Präfident de- Jüdischen SeZmkluVS. Die jüdisch« Oeffenttichkeit bekundet tn der letztet: Zeit ein besonderer Interesse für Fragen der Mischen Politik in Polen, wobei sie sehr oft auf den angeblichen Prinzipienkamps Hinwerst, der im Jüdischen Klub vor sich gehe. Ich sag« „angeblichen" Prinzipienkampf, weil in Wirklichkeit alleMitgliederdes Jüdischen Klubs über das Prin- »zip der Politik einig sind. Es bestehen keine MeinungsversGedenheiten in der Hinsicht, daß es die Aufgabe der jüdischen Politik ist, die Interessen der jüdischen Bevölkerung zu vertreten und die Rechte der Juden zu verteidigen, wenn auch die einen die BerteidMng der jüdischen Nationalität an und für sich als vollwertiges Ziel betrachten und die anderen dies enge mit der Berte-digung der anderen nationalen Minderheiten in Pölert verknüpft wissen wollen. Für alle Fälle liegt aber die Streitfrage nicht in dem „Was", sondern in dem ,Mie" der jüdischen Politik. Nicht auf das politische Programm kommt es an, sondern auf die politische Methode. Im Lause von Jahrhunderten des Goluslebens haben die Juden es verlernt, selbständig Politik zu führen. Sie waren überall Objekte fremder Polit'k, niemals Subjekte eigenen Schicksals. In Polen, wo sie sich autonom einrichten konnten, führten sie wohl eine interne Politik. Es war dies jchoch eine Ghettöpolitik; nicht im übertragenen Sinne, sondern im rein wörtlichen, insofern«, als sie zum Zweck hatte, die Steuerregelung der einzelnen Juden fiir die autonomen Einrichtungen und andere administrative Agenden festzusetzerr. Nach autzenhin jedoch galt die jüdische Bevölkerung als „Servi-camerae", die vor Brutalitäten des Pöbels in besonderen Schutz genommen werden mußten. Nach Einfüh- ,ruNg der Konstitution traten die Juden in verschiedenen Staaten iu die gesetzgebenden Körperschaften ein. Sie taten dies jedoch nicht als Vertreter jüdischer Politik, sondern als MWieder verschiedener fremdnationaler oder auf sozialer Gründlage gebildeter Parteien. So waren die jüdischen Deputierten im österreichischen Slbgeordnetenhaus Mitglieder des „Kolo polskie", dem sie ohne Vorbehalt und Bedingung angehorteu und in dem sie die Interessen der polnischen Nationalitäten in Oesterreich verteidigten. Eine jüdische PMtik im wörtlichen Sinne war ihnen ganz fremd. Sie Hallen niemals -das Wohl der Juden als Gemeinschaft, sondern höchstens das Privatintereffe von kleinen Gruppen, respektive einzelnen Juden im Auge. Der jüdische KM im Wiener Parlament war nur eine kurze Episode. Gegenüber dem jüdischen Volk wurde stets eine Politik der Pasiivität gehandhabt und die jüdischen Masten waren ei» Opfer dieser Politik. Sie rafften sich höchstens von Zeit zu Zeit auf, um zu schreien und zu klagen, ansonsten ließen sie alles über sich ergehen. Im gesetzgebenden Sejm, in der ersten Periode nach der Wiedererstehung Polens, begannen die jüdischen nationalen Vertreter eine jüdische Politck, aber es war leider wieder nur eine Politik der Passivität, die sich damit begnügte, in Opposition zu stehen, die Regierungsvorlagen zu bekämpfen und im besten Falle scharfe Reden zu halten. Die jüdischen nationalen Repräsentanten gaben sich keine Rechenschaft, baß sie unwillkürlich die Politik der Asftmilatoren von früheren polnischen Klubs kontinuieren, auch wenn sie oft diese - Politik vom nationalen Gesichtspunkt austasten. Es war also für sie die Kehrseite, jedoch einer und derselben Medaille, der Medaille von Passivität und Abstinenz. Es ist wahr, wie wir bereits bemerkt haben, daß diesmal diese Passivität oftmals von Verzweiflung und Protostrufen begleitet war, und es ist nicht zu verneinen, daß die Verzweiflungsschreie auch eine nicht gering zu schätzende Waste im' politischen Kampfe sind. Allein diese Waste kann nur tnsoferne von Geltung sein, indem sie als Glich in der Kette eines auSgebauten politffcherr Systems gezählt wird. Das Schreien und Demonstrieren darf nur als .Voraussetzung einer politischen Aktion dienen, nie aber als Surrogat einer Aktion, sonst läuft man Gefahr, daß die Spitze dieser Waffe sich abstumpft. Je öfter diese Waffe gebraucht wird, um so mehr verliert sie ihren GffE. ~' ■ Durch die BerstärrdigungSkonferenz mit der -polnischen Regierung, die das Präsidnrrn deS Jüdischen Klubs im Frühjahr vorigen Jahres eingeleitet und am 4. Juli 1925 zu einer provisorischen Formulierung gebracht hat, wurde eine neue Linie der jüdischen Politik, eine Linie von politischer Mtivität eröffnet. Die Initiatoren dieses Systems gaben und geben sich auch jetzt noch davon Rechenschaft, daß sie als verantwortliche Politiker sich damit nicht zufrieden geben dürfen, daß die Verelendung der jüdischen Masten vor sich gehe, daß sie dem wirtschaftlichen Boykott ausgesetzt werden, sondern daß ihre grobe Pflicht bleibt, alle Mittel kn Bewegung zu fetzen, um den Katastrophen, die von den anderen Faktoren systematisch vorbereitet werden, vorzu- Leugen und das Unglück zu vechüten. Eines dieser Mittel ist die Methode der Verständigung mit diesen Sphären, die oftmals über das Schicksal der jüdischen Bevölkerung entscheiden. Einzig und allein von diesem Gedanken ge- Ä, hat die Repräsentanz des Jüdischen Klubs diese Ak- Spolitik kn Angriff genommen und was daraus resultierte, ist wohl nicht ein „Paradies auf Edden", das wohl niemals von der polnischen Regierung dem Jüdischen Klub, noch vom Jüdischen Klub der jüdischen Bevölkerung zuge« sichert werde« konnte, sondern es ist der Anfang einer Umstimmung, im Gedankengang der Bevölkerung sowohl als mi <• t« kr fpmm&a Bmsst auf Kosten der Juden. Ich sage der „Anfang" einer umstinrmnng, weil soziologische Ereignisse immer nur sebr langsam und evolutionär Vor sich gehen können. Es muß gewiß eine sehr lange Zeit verstreichet:, bis in einem von Antisemitismus durchseuchten und vor einigen Jahren erst mancherorts von Pogromstimmungen vergifteten Lande eine gerechte und vernünftige Handlung zugunsten der Minderheiten zutage treten wird. Um bei der Wahrheit zu bleiben, mich festgestellt werden, daß selbst die Regierung, die auf Grund der Konferenzen ihren Standpunkt in strikten Versprechungen präzisierte, diesen Versprechungen.nicht voll unk» ganz nachgekommen ist. ES wird Sache des Ministerpräsidenten Skrzynski sein, der ohnehin das Verdienst bat, als Minister des Aeußern den Ansporn zu jener Verstäudigulrg gegeben zu haben, all das zu realisieren, was noch ausständig ist imb ivas er vor seiner Amtsübernahme gegenüber dem Unterfertigten zu realisieren sich verpflichtete. Es wird Sache des Jüdischen Klubs sein, darüber zü'wachen, daß diese Versprechungen in die Tat umgesetzt werden, und es wäre sehr bedauerlich, wenn der Jüdische Klub wegen der Nachlässigkeit der Regierung zwangsweise in die schärfste Opposition treten müßte. . Wahrheitsgemäß muß konstatiert werden, daß manche, wenn auch-nicht die wichtigsten Punkte bereits zur Erledigung gelangt sind. Insbesondere Postulate auf dem Gebiete der Organisierung der Kultusgomeinden sowie der Forderungen religiöser Natur. Der eine oder der andere „Radikale" darf sich wohl über Verordnungen lustig machen, wie zun: Beispiel: daß den jüdischen Soldaten rituelle Kost zugesichert wurde. Die jüdischen Fürsprecher, die dort Vertreter der breitesten Schichten der jüdischen Bevölkerung sind, müsien, ohne Rücksicht auf ihre persönliche Neigmig und Ansicht, mit den religiösen orthodoxen Schichten rechnen, die ihnen ihre Stimme und ihr Vertrauen gegeben haben. Schon abgesehen davon, daß die Frage „ritueller Kost" auch, eine wirtschaftliche Seite von nicht zu unterschätzender Bedeutung aüfweist, da doch die jüdischen Soldaten, die auf ritueller Kost bestehen, diese nicht aus eigenen Mitteln bestreiten müssen. In den Ausgleichsvechandlungen wurde auch eine Reihe von Konzessionen wirtschaftlicher Natur behandelt, und so lange diese nicht erfüllt werden oder so lange der Numerus clausus, gegen den zwar ein theoretisches Zirkular ergangen ist, der.aber in der Praxis, fortbesteht, nicht beseitigt wird, kann selbstverständlich fpedeitz von einem „Ausgleich" noch von Liner „Verftändigmtz" die Rede fein. Aber, wie erwähnt, ist 'anzunehnM, daß, wenn nicht schon devGerechtigkeitssinn ürro die Konstitution, so doch schließlich die S t a a t S r a if ü n siegen wird, welche den politischen Sphären schon lange, 'in der letzten Zeit leider mit blutigen Aufschriften, vor Augen führt, daß eine Entnationalisierungspolitik und Boykotiwirt- 'schaft wohl den Juden schadet, aber auch den Staat zugrunde 'richtet. Nicht die einzelnen ,^Konzessionen", die geschaffen, beziehungsweise erlassen wurden, sind für die jüdische Politik maßgebend, sondern der neue Godankengang der jüdischen Repräsentanz. Cs geschah zum ersten Male in den letzten Wochen, seitdem Polen feine Selbständigkeit erworben hat, daß die Regierung den Mut gefunden hat, in einer Antwort auf eine Interpellation des Jüdischen Klubs, gerichtet gegen antisemitische Flugschriften des ,Ftozwoj", diese Institution zu brandmarken. Unter dem Deckmantel wirtschaftlicher Selbständigkeit führte Nämlich die „NoFwoj"-Jnstitution ein. regelrechtes AusrottunMystem gegen den jüdischen Kausmamlö- und Gewevbestand und bedeckt mit schönen PhraserO des Patriotismus die häßlichsten autismnitischen Handlungen. Alle Interventionen der jüdischen Abgeordneten gegen diese schmählichen Handlungen fanden taube Ohren da sich jeder Vertreter fürchtete, einen Bovwurf des ,Mozwoj" durch dessen Herabsetzung auf sich zu laden. Nun ist endlich in dev- Regiemngsbeantwortung erklärt worden, daß die angefochtens Broschüre des „Rozwoj" in Posen beschlagnahmt und die Schuldigen der Staatsanwaltschaft auSgelief e r t tvurdeu. Es ist ein unbedeutendes, aber symptomatisches Ereignis. Auch das Gerichtswesen, das sich zumeist 'in Politischen Prozessen von administrativen Gesichtspunkten manchmal leiten läßt, beginnt jetzt wirklich einzig und allein der Justieia zu huldigen. Dies beweist nicht allein der A u Sgarrg des Prozesses Steiger, sondern auch die jüngst von der höchsten Instanz erfolgte Berurteilrmg der Redakteure bedeutender polnischer Zeitungen, die sicher glaubten, daß sie straflos den Abgeordneten Grünbaum verleumden können, weil er ein jüdischer nationaler Politiker ist. Diese Beispiele zeigen, daß eine Wendung in dem bisher geübten System el-ngetreten ist. Wer erinnert sich daran, daß bei der Bildung des Neuen Regierungskabinetts der Jüdische Klub einen nicht unbedeutenden Einfluß ausübte, daß der Staatspräsident W o jeiechowsk! ebenso Wie der Sejmpräsident Rataj sowie vor allem Ministerpräsident Skrzynski mit dem Präsidium des Klubs konferierten und seine Vorschläge in gewisser Beziehung berücksichtigten? Kiese Tatsache ist als Ver« gleich zur ersten Periode des jetzigen Sejms zu werten, wo zu einer interpartollichen Konferenz, die von Herrü Rataj einberufen wurde, die jüdischen Vertreter nicht elngeladen waren unter der nachher erfolgten Entschuldigung, daß nicht genügend S t ü h l e (!) vorhanden waren., Bei den schlecht osten Intentionen kann der Unterschied nicht übersehen werden, den die heutige Repräsentanz de» Jüdischen ßm a, t*m «4 fr®» mp ft* &&*... 17. JSi»,°r 1926 fllr. 81» Wie die Maschine den Dampf, so braucht der Körper 81,'lndlsts rationelle Pflege. Aber ständig, denn sonst kann die erwünschte WitkUHg nicht erzielt werden. DIANA- FRANZBRANNTWBIN mit Menlhol Ist das geeignetste Mittet zur rationellen ✓ KOiperpflege und deshalb soll jeder / Diana- Franzbranntwein ständig benützen. lieberall erhältlich I asr hällnis zu dem Zustand, den sie bei Antritt ihres Amtes angetroffen hat. Wir sind uns dessen wohl bewußt, daß die „jüdische Gasse" noch nicht im geringsten gleichberechtigt ist mit der politischen Bevölkerung, aber für jeden Fall müssen wir uns bestreben, selbst als gleichgestellter Faktor zu gelten, um für die Bevölkerung, deren Wohl nur verfechten, die Gleichstellurrg erwirken zu können. Wenn wir behaupten, daß dieses Resultat uuserell neuen Politischen Methoden zu verdanken so'., so bedeutet das nicht, daß wir durch unsere BerständigungSkonferenzen irgend w e l ch e KamPfm e th o d e n aufgegeben haben. Die Opposition kann mau uns nicht nahmen, und wir haben sie sogar nach der Verständigung anfangs der jetzigen Session gegenüber der Regierung des Herrn Grabski ausgeübt. Diese Opposition kann nach außen hin viel mehr wirken, wenn sie keine stabile und keine owige Opposition ist, sondern diktiert von der Notwendigkeit und von: kategorischen Imperativ der Bechältnisse. Wenn der Zweck einer oppositionellen Politik nicht die bloße Opposition ist, sondern die Erkämpft ng oder Verteidigung von Rechten für das jüdische Volk, so ist dies auch der Versuch einer Verständigung. ' Allerdings wäre es schlecht utn diese politischen Methoden bestellt, 'wenn sie einen moralischen Nachteil für die Juden hätten. Es fehlte nicht an Versuchen und auch nicht an Menschen, die diese Aktivitätspolitik n«nd deren Führer vernichten wollten uttb die Führer sogckr verdächtigten, daß sie aus dieser Politik persönliche Vorteile ziehen. Dies kam deshalb, weil diese Aktivität vin Novum in der. „jüdischen Gasse" bildete. Diese mene Methode stieß auf viele Mißverständnisse und Böswillige, die aus diesen Mißverständnissen Kapital schlugen. Trotzdem ist die „jüdische Gasse" verständig rmd läßt sich nicht lange irreführen. Sie hat endlich öittgvschen, daß die Führer nur für das Wohl des jüdischen Voltes arbeiten und ihre persönlichen Vorteile überhaupt nicht in Betracht kommen. Sie hat eingvschen, daß man über das ganze PrMern nicht anders als sachlich diskutieren muß. Bon diesem Standpunkt .aus gesehen, bleibt es unzweifelhaft, daß eine Passivität und ständige Negation nur solche Früchte zeitigen konnte, wie wir sie jetzt ernteten, nachdenr wir gegenüber allen früheren Regierungen und vor allem gegenüber der Regierung GrabÄi immer mit Protesten unsere Rechte durchsetzen. Man fragt uns oft, ob nicht auch der Preis dieser Konferenzen und deren Resultat zu hoch sei. Fie Frage allein bleibt mir tnsoferne unverständlich und unstichhaltig, tveil wir Rechte und Gerechtigkeit beanspruchen, und es kann da von Zahlen und Handelnnicht gesprochen werden, wohl aber von Verhandeln und Uoberzeugen. Alle Konferenzen hatten auch nur den einen Zweck, unsererseits die Rogievungsvertreter zu überzeugen, daß die Politik der Gerechtigkeit den Juden gegenüber der einzige Wog ist, um oims der schwerster: und rrnangenehmsten Probleme, die am Organismus des Staates nagen, wenn nicht aus der Welt zu schaffen, so' möglichst zu mindern. Dies würde auch das Vertrauen zunr polnischen Staate im Ausland heben. Ob die polnische Regierung, indem sie den Juden versprach, ihre Postulate zu erfüllen, einen Hintergedanken hatte, kann für mich als jüdischen Politiker gleichgültig sein» denn man kann Menschen nicht durchschauen und es wäre versohlt, von diesem Gesichtspunkte aus die Sache zu betrachten und Zweifel zu hegen. Das einzig Maßgebende für mich als Vertreter der jMschsn Politik können nur Handlungen sein, die ich 'setze und die ich von meinem Gegenpartner verlange, daß diese im Einklang mit meinem jüdischen Gewissen finlb. Was wir der polnischen Regierung in der offiziellen 'Knndgeburtg deklariert haben, und zwar die Hochhaltung der dom internationalen Areopag festgesetzten Grenzen sowie der Wunsch der Konfolidierüng Polens und seiner Machtstellung, ist unstreitig und blM ganz in Ueberelnftimmuug mit üulserenr Gewissen. Schließlich ist es nur eine Wiederholung dessen, was wir ohnehin bei verschiedener! Anlässen im Sejrn und Senat bekundet «haben. Freilich: wenn man jedem dieser Worte eine spezielle Interpretation unterschieben will, kann die Sache ganz anders klingen. Nienrarrd hat aber das Recht, willkürlich zu interpretieren, tvüs nicht gesagt tvurde rtttd loa8 wir drrrch unsere bisherigen und sogar späteren Handlungen bezeugt haben. Wir offenbarer: es immer, daß wir die Machtstellung Polens in: moralischen und geistigen Sinne beanspvuchelt mw herbeisohnen. Wir wollen, daß die poln i s ch e s r e i e R e p u b l i k zu einem Staat von Kultur' und M ora l sich herauSbildet und daß die innere Konsolidierung durch die ^Gleichstellung aller Nationalitäten und aller Bürger erfolge. Deshalb sind auch die Behauptungen unwahr, daß tvir uns gegerr die polnischen Behörden oder gegen die Polnische Gesellschaft oder gegen ander« Nationalitäten verschworen hätten. Im Gegenteil, im Laufe der Unterhandklngen haben tvir, sowohl ich als auch Doktor Thon, öfters fsstgestellt, daß wir uns niemals als Jnstru-, ment benützen Taffe» würden, nur die gerechten SWrationest anderer nationaler Minderheiten zu unterdrücken. Nur Per-, fonen, die den: Gärige der Ereignisse nicht beigewohnt haben /