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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-12 · Heft 2474 (12.1.1926) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2474 (12.1.1926)
Date
1926-01-12
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Gelte S Kolkswirt. ZortschMe der volnlschen SanIemnurM'on. Erfolgreiche Derhandlmigen mit der amerikanischen Finanz. — Eintreten KrmererS für die jüdische KMsmannschast. — Eine englisch« Jndustrieanleihe. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung") Warschau, 11. Jänner. Wie Ihr Korrespondent au« zuverlässiger Quelle erfährt, befinden sich die Verhandlungen -er Regierung mit den ausländischen Finanzgrupen wegen Aufnahme einer Anleihe auf gutem Wege. Die ausländischen Finanzgruppen sollen sich vorwiegend an -er Staatsbank beteiligen. Es wurde sogar eine entsprechende Aenderung der Statuten im Sinne der Wünsche der Finanzgruppen vorgenommen. In den nächsten Tagen werden bereits non der ausländischen Anleihe 23 Millionen Dollar in Gold der Staatsbank übergeben werden. Sodann wird die Staatsbank 52 5 Millionen Zloty emittieren. Sobald die ganze Anleihctransaktion vom Sejm bestätigt werden wird, erwartet man von den msländifchen Finanzgrnppen noch weitere größere Kapitalien, die dann ausschließlich zur Unterstützung des Handels und der Industrie mit Krediten verwendet werden sollen. Von englischen Finanzoxuppen wurde der Regierung bereits eine Anleihe für die polnische Industrie angeboten. Ueber die näheren Bedingungen werden bereits Verhandlungen geführt. Der amerikanische Finanzsachverständige Prof. Kemerer hat vor seiner Abreise aus Polen den früheren Ministerpräsidenten Wladislaw G r a b s k i ausgesucht, um sich über seine Stellungnahme zur gegenwärtigen wirtschaftlichen Lage zu informieren. Pros. Ä e m e r e r äußerrte sich, wie schon kurz berichte:, auch d.chin, daß es im Interesse Polens liege, die j üd ische Kaufmannschaft bei Erteilung von Krediten gleich zu behandeln, weil von der Behandlung der Juden auch die Erteilung der ausländischen Anleihen an Polen vielfach abhängig werden kann. In den Kreisen der rechten Sejmparteien herrscht große Unzufriedenheit mit den Verhandlungen der Regierung mit englischen Finanzgruppen, .veil Befürchtungen gehegt werden, daß Polen durch die Aufnahme einer englischen Anleihe gezwungen werden könnte, ihre bisherige französischsreundliche Politik aufzugeben und sich den Interessen Englands in der internationalen Politik anzupassen. Die Mobilisierung jüdisch-amerikanischer Finanzgruppen für langfristige Kommerzkredite. Die Zentrale der jüdischen Kaufmannschastsorganisationen har im Eirwernehmen mit den übrigen Wirtschaftsorganisationen den Beschluß gefaßt, an jüdische Finanzgruppen in Amerika heranzutreten, um größere Kapitalien als Anleihe Mir die jüdische Kaufmannschaft in Polen zu erlangen. Dieser Beschluß wurde aus Grund von Mitteilungen aus Amerika gefaßt, wonach Möglichkeiten für eine solche langfristige Anleihe bestehen. Im Zusammenhang damit ist der Vorsitzende der Zentrale der jüdischen Kreditkooperativen, Dr. Klumel, nach Berlin, ab-, gereist, um mit den dort weilenden Vertretern des „Joint" Fühlung zu nehmen. Kn Glaubensmartyrium. 6 Roman von Schalom Asch. Rach jedem Tanze streiften die Herren die Handschuhe von den Händen ab, warfen sie fort und griffen nach neuen Handschuhen, die ihnen Mendel reichte. Es galt als unfein, beim Tanz mit zwei verschiedenen Damen diefÄben Handschuhe anzuhaben. Der kleine Salomon aber mit den zitternden Pajes lief indessen zwischen den Beinen der Herren herum, las die ausgezogenen Handschuhe auf und brachte sie dem Vater zurück, der sie in eine hölzerne Presse legte, sie glatt preßte, und dann mit ihnen wieder von einem Herrn zum andern lies und ausrief: „Wechselt die Handschuhe, erlauchte Herren, tut den Damen die Ehre an und wechselt die Handschuhe. Es ist nicht fein, mit den erlauchten Panis mit abgenutzten Handschuhen zu tanzen, Herren!" Mendel ruhte nicht eine Minute lang. Wenn er keine Handschuhe verkaufte, so preßte er sie glatt, wozu er Zitate aus den Psalmen sang, die er auswendig kannte, und zwischendurch seufzte. „He, Jude, was murmelst du da dein teuflisches Gebet? Du wirst auf uns ncch den Teufel loslassen! Handschuhe her für die Masurka mit dem weißen Täubchen von Slotschow, dem fröhlichen Fräulein S)phie, aber keine gepreßten, die dein Sprößling da zwischen den Beinen der Herren sammelt, sondern ganz weiße und neue, um die edle Taille meines engelhaften Täubchens zu halten!" „Was spricht der erlauchte Herr? Wer bin ich denn, daß ich es wagen würde, einen so erlauchten Herrn wie du, zu betrügen? Ich habe noch deinen Vater gekannt, den alten Schlachziz — o. tvar das ein guter Herr!" „Segne nicht und schimpfe nicht, Jude! Hüte dich lieber und krieche deiner Frau unter den Rock, damit meine Hände sich nicht gegen dich erheben. Flink, flink, Jüd, beeile dich! Meine Beine halten es nicht länger aus. Es gelüstet mich zu tanzend , _ Wiener Mor-enze?timft _ Sei Loriateahanvel konespo««psllchtlg. Eine amtliche Feststellung. In der Qcffentlichkeit sind vielfach Zweifel darüber aufgetaucht. ob der gcwettsmäßige Betrieb von Lvsratengeschäften als gewerbsmäßiger Betrieb von Bankgeschäften im Sinne der Bankgeir erbekvnzessionsr erordnung anznschen ist. Demgegenüber wird hiemit amtlich scstgestellt, daß das Lesratengeschäft als Effekte: Handel ein Bankgeschäft im Sinne des 8 2 der Bankgewettcünressicnsrercidnung ist. Dem entsprechend hat daher auch jedermann, der L o s r a t e n g e j ch äs t e betreiben will, beim Bnndesministerium für Finanzen um die Erteilung der BankgewerbekonZession anzusuchen. Die Finanzbehörden, WÄchen nach dem Gesetze vom 30. Juli 1878, Reichsgesetzblatt Nr. 90, die Kontrolle der Tätigkeit der Losratenhändler zusteht, wurden angewiesen, darauf zu achten, daß im Sinne der obigen Aussrhrungen der Lcsratcrchand.'l nicht von Urlbefugten ausgeübt wiro. bin Wiener Pfandbrieiinftitut für das Bargealan». Wie wir erfahren, schweben zwischen der Neuen Wiener Bank A. - G., der E i s e n st ä d t e r und Neusiedler Sparkasse Verhandlungen, tvelche darauf abzielen, durch Aufsaugung der Neuen Wiener Bank A.-G. ein neues Institut in Wien zu gründen, welches das Recht der Emission von Pfandbriefen haben soll. Dadurch soll die Kreditnot der burgenlänöischen Bauernschaft behoben werden. Nach Perfektionierung der Verhandlungen dürfte auch eine Aenderung in der bisherigen Leitung der Wiener Bank N.-G. cintretcn. Der int> rnationale Geldmarkt. In Nordeuropa hat sich der Ge.dmarkl versteift. Ter norwegische Diskontsatz wurde gestern von 5 aus 6 Prozent erhöht. In Deutschland herrscht die Geldslüssigkeit weiter an. Große Mengen Tagge.d können dort nicht untergebrach: werden. In London haben die Steuereinzahlungen die flüssigen Mrttel geschmälert. Kurzfristiges Geld ist stärker gefragt. Trotzdem läßt sich eine kleine Abschwächung des Geldsatzes konstatieren. Die M.ldung der „Mestminster Gazette", daß der Zinsfuß der Ban? von England In der nächsteir Zeit eine Erhöhung erfahren werde, wird angezweifelt. In N e w- N o r k ist die Ullimoanspmmung bereits überwunden. Es wird erklärt, daß die Erhöhung der New-Iorker Föderale Reservebank die Situation nich wesentlich beeinflußt habe. In Wien ist der Geldmarkt andauernd flüssig Es wird bereits allgemein mit der Diskontherabsetzung zunl Monatsende gerechnet. Kündigung vo» Handelsverträgen. Wie in parlamentarischen Kreisen verlautet, wird sich das Parlament demnächst bereits mit einer Z o l l t a r i s n o v e l l e zu beschäftigen haben. Darnach steht die Erhitzung der bisherigen Sätze des autonomen Zolltarifes für Zucker, Zelluloid, für Cuperzhosphate und andere Chemikalien im Vordergründe der Diskussion. Auch für eine Reihe anderer Artikel soll eine bessere Grundlage geschaffen werden. In der im Februar tuenden Lirt'ckastsknlserenz werden die detailcrten Wünsche der Kaufmannschaft vorgebracht tverden. Da viele Sätze durch Handelsverträge mit dritten Staaten gebunden sind, tverdei: die Handelsverträge gekündigt werden müssen. Zumchst wird der Hände svertrag mit der Tschechoslowakei gekündigt werden; dieser Kündigung werden andere folgen. Das Wirtschaftsprogramm der Handelskammer. In der gestrigen ^Handelskammcrsitzung wurde mitgeteilt, daß in den nächsten Tagen die Sektionen zur Beratung über ein W i r ts ch a f t s p r o g r a m m berufen werden. Nach einer längeren Diskussion,' an welcher sich die Kammerräte L a mp l, R ose nb e r g, Krause und Direktor Dr. M v s i n g beteiligten, wuwe der Voranschlag der Handelskammer genehmigt und „N.'ch einen Augenblick, erlauchter Herr, die Handschuhe müssen ncch einen Augenblick in der Presse liegen. Je länger die Handschuhe iu der Presse liegen, desto reiner und steifer werden sie. Genau wie der Mensch, Herr, genau so, wie wir Juden, Herr." Allein in diesem Augenblick trat der Gutsbesitzer von Slotschow, der königliche Bannerträger Koniecpolski, ein großer, starker, breitschultriger Mann, in den Saal. Sein langer, schwarzer Atlasrock, der ihm bis zu den Füßen reichte, ließ seinen Körper noch stärker ersche.nen. Ter Mann sah aus, a:s wäre er aus Holz geschnitten, allein auf den breiten Schultern erhob sich, gleich den: Turin eines Gebäudes, ein hoher, spitz zulauseuder Kops, der zur Hälfte rasiert war: das Schläsen- und Stirnhaar war glatt wegrasiert, und nur der dicke lange Schnurrbart zog sich, wie bei einem kräftigen Fisch, von einen: Ohr zum anderen. „Na, Jüd, wirst du heute meine Gäste uüt dem Gesang unterhalten, den ihr Juden zu singen pflegt? Wenn du gut singst, sollst du von mir dafür etwas bekommen. Verstanden?" „Verstanden, erlauchter.Herr!" Mendel stürzte vom Gutsbesitzer hinweg und rief Schloimele, der immer noch mit dem Sammeln der Handschuhe zwischen den Behren der Herren beschäftigt tvar, herbei. Der Vater strich ihm die WickAlöckchen zurecht und stellte ihn neben sich hin. Nun wurden d e beiden nach und nach von den tanzenden Paaren umringt. In: Saa e wurde es ganz still, die Musiker hörten auf zu spielen — man körte nur ab und zu die Kerzen knistern und das unterdrückte Gelächter und fröhliche Geplauder der strahlenden blonden Damen in den Winkeln des Saales und in den umliegenden Räumen. Die Vorbereitung zum Gesang dauerte lange. Plötzlich aber war der Jude wie umgewandelt. Er schloß die Augen und sein Gesicht rötete sich. Man iah ihm an. wie er sich anstrengte, sich irgendwo weit vom Saal hinweg zu denken. Und es gelang ihm auch. Er gab sich einen Stoß mit dem Finger unter das K nn und begann plötzlich zu singen. Erst langsam und leie, als summte er. nur etwas vor sich hin, dann aber lauter und lauter, als seine Stinirm an Mut gewann. Der ~ IS. Jänner 1826_Nr. 8174 Sie Erhöhung Ser Kammerumlagen von 1 auf 2‘/s Prozent beschlossen. Oesterreichische Banlos«, Cm. 1925. In ein« gestern abgehaltenen Plenarsitzung des Konsortiums für die Crrissicn 1926 der österreichischen Vaulose wurde festgestellt, daß oas Konsortium die gesamte Emission von Nominale 4,8 Millionen Schilling placiert und damit seine Tätigkeit mit bestem Erfolge beendet hat. Die Gestion der Konsortialleitung, das ist der Allgemeinen österreichischen Boden-Credit- A n st a l t, des Wiener Bank-VereinS und der O e st erreich i f ch e n C r e d i t - A n st a l t für Handel und Gewerbe, wurde einst! m m i g und mit dem Ausdruck der vollen Auer kennung gutgeheißen. Wetter Abschwächung des französischen Frmtkeu. Der Ausweis der Banque de France von: 7. d. zeigt wieder eine Vermehrung dcs Notenumlaufes unr 897 Millionen Franken, welcher saunt auf rund 52 Milliarden gestiegen ist Auf den internationalen Balutamärkten betrachtet man diese Inflation als ein ungünstiges Zeichen für die Weiterentwicklung des französischen Franken. Er «öffnete deswegen in Zürich mir einem stärkeren Rückgang, konnte sich jedoch im weiteren Verlause etwas erholen und schloß mir 19.735 gegen 19.775 am Vortage. — Fest lag der polnische Zloty, der an allen Devisenplätzen kräftig anzog. In Wien erhöhte er sich von 86.75 ans 92.05. In Prag von 421 auf 425 und in Berlin von 61.64 aus 64.095. Die Aenderungen der übrigen Devisen waren unbedeutend. Der österreichisch-ungarisch« Handelsvertrag. Wie die Korr. Herzog erfährt, werden die Handelsvertrags»)« Handlungen am 18. d. wieder ausgenommen. In parlamentarischen Kreisen hofft man zuversichtlich, daß die Berbandlungen diesmal zu dem gewünschten positiven Resultat führen werden, von dem man sich unter anderem auch eine Verminderung der Arbeitslosigkeit erhofft * Dividettdenlose Papiere. Die Neuschlosz-Lichtig Flugzeugwerke- und Holzindustrie A.-G. in Budapest, die Erlach e r Text! l-A.-G., die „A g r u m,.a r i a"-Jmport-A.-G. Wien und die Oskar Schubert u. C o., Spezialmaschinen. fabrik-A.-G. teilen mit, daß sie für daS Geschäftsjahr 1924 keine Dividende zur Verteilung bringen. Insolvenzen. Das Ausgleichsverfahren wurde eröffnet über Jakob Werner, Kaufmann, 1. Bez., Fleischmarkt 26; über Marie Werner und Elsa Merkado, 1. Bez., Fleischmarkt 26; über Salomon Jakob Löwenthal, Kaufmann. 9. Bez., Rot« Löwengasse 14 und über die Jnzersdorfer Industrie- Werke Hans Fuchs, Jnzersdorf bei Wien, Triesterstraße 45. Aktiva 519.113, Passiva 520.216 Schilling, Ausgleichsanbot beträgt 100 Prozent in zwei Monatsraten. Um die Eröffnung des Ausgleiä.sv erfahr« s hat die Strickwarensabrik S. Nett! u. Co., 8. Bez., Lederergasse 9, angesucht. — Wie uns mitgeteilt wird, ist die Milägroshandlung W enger und Mayer in Gmunden insolvent geworden. Tie Passiven betragen zirka sechs Milliarden. Konstituierung der jüdischen Kleinkredit-Aktiengcsellschast in Transsylvanien. In Cluj (Klausenburg) fand vor einigen Tagen die konstituierende Versammlung der ,Meinkredit- und Sparkasse A.-G." statt, welche, wie wir seinerzeit berichteten, die Förderung kleiner jüdischer Existenzen zum Ziele hat. Laut dem Bericht des Vorsitzenden des Gründungskomitees, des Präsidenten des jüdischen Nationalverbandes Dr. Josef Fischer, hat der Joint seine materielle und moralische Unterstützung nur unter der Bedingung zugesichert, daß das neue jüdische Institut von allen politischen, konfessionellen und gesellschaftlichen Einflüssen frei bleibt mrd nur wirtschaftlich-altruistisch für die gesamte Judenschaft aller Schattier,rngen wirken wird. Nach einigen Aenderungen der vorgelegten Statuten wurde Herr Jakob Schwarz zum Präsidenten des Direktoriums und zu Direktionsmitgliedern die Herren Geza Bosch an,, Dr. Oskar Cz'trom, Jzso Jude vergaß ganz, wo er war. Die Herren lachten noch eine Weile, aber bald verstummten sie. Es war, als wäre nur der Jude der Herr in dem Hause mit den großen Sälen. Er sah weder die Herren noch die Damen, noch die ganze ihn umgebende Pracht von Atlas und Pelzwerk — es tvar niemand da außer ihm und seiner ihm vom Schicksal bestimmten Braut. Es war aber nicht ein menschlich Weib, dem er jetzt eine Lobeshymne sang, sondern ein höheres geistiges Wesen: er sang seinem Sabbat, seiner Mutter, seinen Hoffnungen und Mißerfolgen: „Wer eine tüchtige Frau findet!" Es tvar eine Serenade nicht für eine irdische, sondern für eine himmlische Geliebte und für das große unsichtbare und innige Glück, das sie gewährt, wenn man an sie denkt; ein Loblied auf die große Heiligkeit und Reinheit, die ihrem Wesen entströmt und alle beglückt, die an sie denken und in sie verliebt sind. Der Jude sang von seiner Braut — dem Sabbat, seiner einzigen tauseildjährigen Braut und von der großen ewigen Liebe, die die Juden von ihren ältesten Vorfahren bis zu dem gegenwärtigen Geschlecht für diese ewige Braut fühlten. Das Elend und die Schande, die er um ihretwillen erlitt, verwandelten sich ihm in große Ehre und Herrlichkeit, das Hundedasein — in ein fürstlich Leben: alles hatte sich dem singenden Juden kraft der Liebe zu der ewigen Braut in ein großes himmlisches Glück verwandelt — tvas gingen ihn da die umstehenden Herren an mit ihrem Groschenvermögen, mit ihrem winzigen Glück vom Sündensall her, mit ihrer eingebildeten Kraft und Macht im Vergleich mit der ewigen Liebe zu seiner erhabellön Braut? Die Herren aber standen stumm und verschämt da vor dem großen Reichen, der in ihrer Mitte'stand und ein Lied von der ewigen Liebe sang. „Du hast deine Sache gut gemacht! Gut gesungen hast du, Jüd, und meine Gäste sind auch zufrieden. Nun sag' aber» was du dafür haben willst, laß dich reichlich belohnen, nur überleg dir's nicht zu lange. Ich fürchte deine Hinterlist mehr als deinen Appetit", lachte der Pan. (Fortsetzung folgt.)

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