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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-10 · Heft 2472 (10.1.1926) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2472 (10.1.1926)
Date
1926-01-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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uxinüjn Wi en; luiti Abhoien in der Expedition, 11«, Taborstt. 1-3, oder in einer VenchielssteUe (Trafik) monatl. 6 Schilling Sfcassenverkaui in Wien cfctrdi die Kolporteure der Vinns 0 o l d sch mied. 1., Wollzeile 11 Mit Poslversand für Wien und Oeite eich monatlich b Schilling i'schecho-Slowakel: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen:Mon. SZfoty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Fr«. 18 Wiener orgenMung Wr. 8472 Wien. Ssamag. IS. gibmer Ißib Engl a n d: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei, B ul gari en - Mon. 100Lew?. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Fm. 5 Redaktion, Administration: Wien, II. Taborstr» t Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr : 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (Duckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.698 8. äafirgana A. WARMUTH, A.-G. Spediteur der Korporation der Berliner Budihftndler Umzüge / Spezialität: Palästina-Transporte / Prima Referenzen BERLIN c *» Hinter der GamUoaklrdte 1 a 0l4l\K,in Amt Norden 9731-9736 W, 15, joadünuthalcr Strasse 13 Amt Setlnplatz 3353 HAMBURG Bornsfrasse 31, Amt Nords ee 1166 419 SIEOH. KORNMEHL, Grossfldsclihauerel Zentrale: IX., Berggasse Nr. 19, Tel. 17-3-99 u. 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten Abteilung für Fleisch nnter Aufsicht des Ehrw. Rabbinats der Isr. Kultusgemeinde Wien IX., Berggasse 15 und XViN., W&hrfngershrasse 97 MWWWWWWWMWWMWWWWWWWWWWWWWWM Sie nächsten Siele der zionistischen Politik. Girre Diskussion in der „Wiener MorHvnzeitung." Am 8. Jänner Hat in der „Wiener Morgenzeitnng" Oberbaurat Robert Stricker einen Artikel über „die höchste Ziele der zionistische» Politik" veröffentlicht, in welchem er das Thema der Finanz gierung des jüdischen Aufbauwerkes in Palöstinä Pon einer völlig neuen politischen Seite - aus behandelte. Der Artikel hat in der zionistischen Oessenttichkeit großen Widerhall gefunden. Abg. Dr. Leon Reich, der Vorsitzende der jüdischen Sejmfraltion, begeichnete in feinem am 6. Jänner in der Wiener Morgenzeitung" wiedergegebenen Jnterwiev die Forderung Strickers nach einer Anleihe als den besten Weg, U« die notwendigen Summen für den Aufbau zu erhalte». . Die Redaktion der „Wiener Morgenzeitung" eröffnet hiemit : ' eine allgemeine Diskussion über diese Frage und hofft, daß in einer regen Debatte wertvolle Anregungen erbracht werden. Diese Aussprache beginnt in der morgigen (Montags-) Ausgabe der „Wiener Morgenzeitnng". Als erster nimmt Herr Adolf B ö h m das Wort. . - - - ' Srankreich und Rostul. Mne Vermrttlungstäiigkeit der französischen Regierung? London, 9. Jauner. Das Neut-ersche Bureau meldet: In ge-lvöhnlich gut unterrichteten Kreisen ist n i ch t sbe? a ii n t über eine angebliche 'Absicht der französischen Negierung, ihre Dienste M Vermittlerin in der englisch-türkischen Mlnuttgsverschiedenheit Der Mossul anzubieten.; Natürlich ist die französische Reg'ierung wegen des französischen Mandates in Syrien und weil Feindseligkeiten im nahen Osten die französische Regierung . Sn eine unangenehme Lage brächten, stark' an der Frage -interessiert. Es wird angenommen, daß die britische und französische Regierung' bezüglich aller möglichen Entwicklungen in enger Fühlung stehen und daß die französische Regierung über den Itonfl der: bevochchenden englischt ü r fischen Berhan dt«ltgen in Angora ans dem Laufenden erhalten werden wird. 1 kugland und das BchmannMemormdum. kin Arlifel des osfirirlle« ileniftische« ürgans l« London. Der letzte Bericht der Mandatskommission des Völkerbundes ist vor kurzem veröffentlicht und in der zionistischen Presse ausführlich besprochen worden. Soeben erscheint, wie bereits berichtet, das ausführliche Verhandlungs- Protokoll der siebenten Session der Mandatskommission, das in den Anlagen neben den zionistischen. Schriftstücken auch den wichtigen Begleitbrief enthält, mit dem das englische Auswärtige Amt seinerzeit die zionistischen Eingaben an den Völkerbund weitergegeben hat. Wir haben die wichtigsten Stellen dieses' von L a n c e l o t O l i p h a n t im Auftrag des Staatssekretärs C h a mberlain Unterzeichneten Briefes an der Spitze unseres gestrigen Blattes veröffentlicht. Zwischen dem uns aus London nach dem Bericht der I. T. A. übermittelten Wortlaut der Ausführungen des englischen Außenamtes und dem offiziellen Text besteht jedoch bezüglich des Artikels VI des Mandates ein Widerspruch, der wohl auf einen Übersetzungsfehler zurückzuführen ist. Die betreffende Stelle lautet im amtlichen Text: „ . . . Dies (die' geschlossene jüdische Ansiedlung . auf dem Lande) ist eine Angelegenheit, in welcher die Pa-. lästinaregierung mit Recht erwarten kann, daß die Zio- . nistisch.e Organisation die Initiative ergreifen werde. Bisher hat die Organisation wenig konkrete Anregungen zur Ausführung dieser Bestimmung unterbreitet. Eine' davon ist in dem oben erwähnten ■ Teile, des Berichtes vo^Mr Herhert Samuel erwähnt. , Außerdeman die? Palästinaregierung mit der Bitte herangetreten/ eine große Fläche im Süden Palästinas, die der Regierung gehören soll, für diesen Zweck bereit zu stellen und dieser Gegenstand wird jetzt vom Oberkommissär behandelt. Die. Regierung Seiner Majestät glaubt daher, daß sie bis jetzt alles getan hat, was in ihrer Macht stand, um die Bestimmungen dieses Artikels des Mandates zu verwirklichen." Der weitere Teil des Briefes bezieht sich aus die von Weizmann gestellte Frage.nach der Regelung des Verkehrs zwischen der Zionistischen Organisation und dem Völkerbund. Der Begleitbrief des Völkerbundes an Dr. Weizm a n n lautet: * Genf, 22. Dezember 1925. Ich beehre mich, Ihnen zu Ihrer Kenntnisnahme das Protokoll der 7. Session der Permanenten Mandatskommission zu überreichen und Ihre Aufmerksamkeit auf die Seiten 112—114, 138, 183—194 zu lenken, in denen auf Ihre Zuschrift vom 1. September 1925 bezug genommen wird, sowie auf die Ergebnisse der Kommission, welche in deren Bericht (Beilage 14 -be§ Protokolls) ent- . . halten sind. Diese Ergebnisse sind vom Rate des Völkerbundes am 9. Dezember 1925 bestätigt worden. (gez.) E ic i e D r u m o n d, Generalsekretär. An den . Präsidenten der Zionistischen Organisation, 77, Great Russell Street, London. W. C. 1. . Das Londoner offizielle Organ der Zionistischen Organisation ' ' . . '; , „The New Judaea" nimmt, zu diesen Publikationen folgendermaßen Stellung: „Der Bericht der ständigen Mandatskommission über Palästina ist im allgemeinen in zionistischen Kreisen als der Beweis eines sichtbaren Fortschrittes gegenüber dem vorjährigen Bericht mit Recht freundlich begrüßt worden. Als Grundlage zu diesem Berichte diente das Protokoll der 7. Tagung der Kommission, welches soeben erschienen ist. Es stellt sich als ein umfangreicher Band von über 200 Seiten dar, von denen sich aber nur ein verhältnismäßig kleiner Teil ans Palästina'bezieht. Man nimmt befriedigt zur Kenntnis, daß die Anlagen zum Protokoll den Völlen Wortlaut des diesjährigen Memorandums der Zionistischen Organisation und des von Dr. Weizmann gezeichneten Begleitbriefes vom 1. September 1925 enthalten. Auf diese Weise sind die von der Zionistischen Exekutive der Mandatskommission des Völkerbundes unterbreiteten Tatsachen. und Ziffern äktenmätzig sestgehalten, und zwar in einer Form, in der sie zur Kenntnis aller Mitglieder des Völkerbundes und aller derjenigen, die sich ernstlich mit dem Studium des Mandatssystems befassen, gelangen werden." , Nach einigen Bemerkungen über den gemäßigten To n des zionistischen Memorandums (der Artikel bezeichnet ihn und die Vermeidung einer öffentlichen Diskussion mit der Agudah als richtig, werden nochmals die drei Fragen erwähnt, die in dem. Begleitbriefe Doktor Woiznianns an die Mandatskommission geachtet waren. Fragen, die sich bekanntlich auf die Staatsbeiträge zur Erhaltung der hebräischen Schulen, auf die Z u e r k e n n u n g v o n S t a a t s l ä n d e r e ien und auf die Regelung des. s ch r i f tl.i ch en Verkehrs zwischen der Zionistischen Organisa- ^tr'on.-ü nZfZWM'Böl.be p.-u-n de bezogen. Der Artikel befäßf sich'zuerst tritt der dritten Frage und Pihrt folgendes ans: ,-; „Auf diesen Gegenstand. wird durch den Brief der englischen Regierung, der die zidnistischen Dokumente begleitete, einiges Licht geworfen. Die Regierung spricht die Meinung aus, daß die Frage der Prozedur weniger eine Prinzipienfrage als eine solche der Zweckmäßigkeit sei. Memoranden, die von der Zionistischen Organisation unmittelbar an die Regierung in London eingereicht werden, müssen in jedem Falle vor der Weiterleitung nach Genf zuerst an die Palästinaregierung zur Stellungnahme übermittelt werden. Aus diesem Grunde wäre'cs vörzuziehen, die diesjährige Prozedur, das heißt die Einreichung an. die Palästinaregierung, beizubehalten. Dazu ist zu bemerken, daß die zionistischen Schriftstücke aus dem Londoner Zentralbnreau hervorgehen. Ihre Uebermittlung an die Palästinaregiernng setzt also voraus, daß sie von London an die Zionistische Exekutive in Jerusalem übersendet werden müsien, um dort der. Palästinaregierung zur Rückleitung über London nach Genf übergeben zu werden. In jedem Falle müssen daher die Memoranden von London nach Jerusalem gesendet werden; der einzige Unterschied ist nur der, daß sie in einem Falle vom britischen Kolonialamt an die Palästinaregierung und in dem anderen FallePon dem zionistischen Zentralbureau, in. London an die Zionistische Exekutive in Palästina geleitet werden müssen. Daraus folgt, daß in bezug auf Zeitersparnis keine dieser zwei Methoden einen Vorzug vor der anderen hat. Andererseits können wir nicht ohne weiteres zugeben, daß dies keine prinzipielle Frage sei. Ohne uns allzu ausführlich über diesen Punkt auszulassen, möchten wir darauf Hinweisen, daß, wie schon Dr. Weizmann in; seinem Briefe hervorhob, die Einreichung der zionistischen Schriftstücke bei der Palästinaregiernng so gedeutet werden könnte, als ob die Zionistische Organisation nur im Namen eines Teiles der Bevölkerung Palästinas handeln würde. Ihr wirklicher Status ist aber der der Jewish Agenry, welche die Iudenschaft der ganzen Welt in ihren Beziehungen zu der jüdischen Nationalheimstätte repräsentiert. Es scheint, daß dieser Gesichtspunkt vom Auswärtigen Amte nicht genügend beachtet wurde. Da aber die von der Zio- »iitiiiiiniitiiiiimimiiiiiii Wiener Rathauskeller 0.0 l Größtes und | schönstes » Fa^ der Welt HANS HÜ »HA

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