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Wiener Morgenzeitung · 1926-01-07 · Heft 2469 (7.1.1926) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
8 (1926)
Issue
Heft 2469 (7.1.1926)
Date
1926-01-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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BW Mkn, DssiMtWs Eerichtssaal. A» öhrs-«»»«» der FSolrrhnISHrige». Sine amerikanische Geschichte. Tin trauriges Etlunbll-, das ein eigenartiges Licht auf to« sittlichen Zustände in Amerika wirft, wurde in einem Prozeßverfthren entroll!, das soeben in PittSburg beendet wurde. D^rt farw unter lebhafter Beteiligung der gesellschaftlichen Kreise die Verhandlung eines ThescheidungSprozesseS statt, de» die — «fünfzchnjährige Maud Wilson gegen ihren — sechzehnjährigen Ehemann führte. Die „junge Frau" klagte gegen ihren „Mann" auf Trennung der Ehe, iveil sie di« schlechte Behandlung, die er ihr zuteil werden ließ, nicht mehr erlrogen konnte und weil der junge Ehegatte seine Frau fortdauernd hinterging. Die Verhandlung zeitigt« sehr interessante Momente und leuchtete in sehr eigenartige Verhältnisse hinein. Der junge Wilson, ein verwöhnter MillionärSfproß, dessen Taschengelde: bereits auSreichjen, um jo ziemlich alle Freuden de- Lebens auszukosten, hatte seine Frau nicht etwa auf einem Kinderball, sondern auf einem nicht ganz Mideutigeu öffentlichen Ball kennen gelernt. Die jungen Leute entbrannten bald iu heißer „Liebe" zueinander und sie beschlossen, sich zu heiraten. Das junge Mädchen, das vom -Hause aus viel Freiheit genoß, da ihre Eltern infolge ihrer zahllosen gesellschaftlichen Verpflichtungen keine Zeit für die Erziehung ihrer Kinder übrig hatten, beschloß, einfach aus dem Elternhause zu fliehen and sich heimlich mit ihrem Erwählten trauen zu lassen. De: Plan wurde mit Eile auSgesühn. Der junge Millionärssohn erschien eines Nachmittags ganz unverfroren mit seinem Automobil vor dem Hause, um seine Braut zur Trauung -abzicholsn. Man begab sich zunächst auf eine längere Automobiltour, in deren Verlauf man einen gefälli'gen Geistlichen fand, der bereit war, das junge Paar zu krauen. Nach vollzogener Eheschließung teilte man dann den beiderseitigen Eltern die vollendete Tatsache kurz und bündig mit. Den Wtern blieb nichts anderes übrig, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen, daS junge Paar nahm bald feinen Wohnsitz in PittSburg. Die Herrlichkeit dauerte aber nicht lange, denn der sechszehniährige Ehemann wollte von seinen früheren Gewohnheiten nicht lasten, er trieb sich viel herum, hatte eine größere Anzahl von Freundinnen und verwendete die von den beiderseitigen Eltern zur Führung des Haushaltes gegebenen Gelder. Wenn ihm seine Fron bei der Heimkehr Borwürfe »rächte, schlug er sie in der brutalsten Weise und gab dabei eine große Verachtung zu erkennen. Die Folge war die Ehescheidungsklage. Das Gericht gab dem Anträge der jungen Frau statt und isöste die Che, Eine TratfchgLschichte ln Ottakring. Im Hause Hyrllaaste 14 Wird sicherlich nicht mehr und nicht weniger gezankt und geschimpft als in anderen Zinskasernen der Vorstadt. Ursache dieser Kleinkrieg:, die oft um einen Staubfetzen oder einen Kehrbesen gehen, 'ist zumeist der Tratsch, den irgeirdeine Veronika über irgendein« Anastasia verbreitet. Die Bewohner des HauseS Hyrtlgaste 14 wollten aber daS Uebel mit der Wurzel auSrotten und beriefen eine Versammlung ein, in der mit Majoritätsbeschluß HauSt ratsch einfach a barsch afft werden sollte. Die Atmosphäre für eine solche Friedenskonferenz war aber nicht die richtige, denn als die Frau Petronells Michalik mit ihrem dreijährigen Kinde am Arm auf dem Gang erschien, wurde sie von dem Ehepaar Johann und Karoline Jaschek jämmerlich verprügelt und an den Haaren gezerrt. Sogar dem unschuldigen Kirw wurde die Nase blutig gesPagen. Mo statt Frieden, Bezirksgericht. Nach langwierigem Parlamentären gelang es dem Richter einen Ausgleich zu erzielen, der um so ratsamer schien, als auch das Ehepaar Jaschek eine Gegenklage eingereicht hatte. Ob nun der HauSlratsch im Hause Hyrtlgaste 14 je aujhören wird? Ein GlaubensnmrtyriUN.(9) Roman von Schalom Asch. Diesem Argument gegenüber vermochte dev Jude nicht zu widerstchen. Er seufzte traurig über den guten jüdischen Groschen, den er bei diesem Handel zwischen dem bösen Geist und der christlichen Liebe verlor, in den er Wider seinen Willen hineingezogen worden war. Er schenkte dem Seelenhirten eine große Matz Branntwein ein und begann sich noch inbrünstiger über dem Pentateuch zu schaukeln, der vor ihm auf dem Ävba-Kansoth aufgeschlagen lag. DaS Väterchen aber macht« sich an die heilige Arbeit. auS seinem Bauch den bösen Geist mit Hilfe der christlichen Liebe und des jüdischen Branntweins zu vertreiben. * Diese Szene spielte sich zwischen dam Hirt«» der rechtgläubigen Herde, Väterchen Stepan, und dem jüdischen Schenkwirt Mendel an einem verschneiten Winternachmittag in der Schenke von Slotschow ab. Die Ortschaft Slotschow lag in der podolischen Steppe, unweit von der „Grünen Lonke", im Herrschaftsbereiche des königlich polnischen Bannerträgers von Tschernin Konieepolski. Mendel war der einzige Jude, der es gewagt hatte, die Schenke samt der orthodoxen Kirche des so weit in der Steppe, in der Nähe der Saporoger Kosaken liegenden Fleckens zu pachten. Ja, Mendel hatte fogqx versucht, Handelsgeschäfte mit den Kosaken zu treiben, und fuhr darum häufig in daß aus beiden Ufern de- Dnepr de» siMiche Lager, wo die freien Kosaken ihre Beratungen über die Kriegführung gegen die Türken abzuhalten und ihre Hetmane zu wählen pflegten. Mlendel lieferte den Kosaken Juchtenleder, das er bei den Mischen Gerbern in Wolhynien einkauste, ferner Nein« zusamimngenähte Schafftlle, aus Flachs gewebte Tücher, gefärbte Wolle, wie sie bet den Bauern im Gebrauch war, roten, ange« stellten Branntwein und jüdische Honigkuchen» die Mendelgrau jo 0»4 zuzubereift» verstand« und die des IBfoftit M<rUesMkrt«O Volkswirt. vnorftehenSt emStzlo««, Sir Ssterrrichischen Sanftste. Ti« halbes oder ein Prozent? Wie i« ginanzkrrise«, -io dem' Generalrate der O«sterreichischcn Nationalba«! nahestehen, verlautet, dürste «egen Monatsende die Herabsetzung der österreichischen Bankrate in Erwägung gezogen werden. Die GeldverhSltnisse zeigen aus dem Prlvatmarkte bereits ein« bedeutende Srleichtermrg. Auch das Wechfelporkftullle der Nationalbank, welches zn Jahresende stark angeschwollen war, wird bereits im erste» JSnnerauSweise eine starke Abnahme ausweift«. Wen« auch die Privatwirtschaft unter dem Geldmangel schwer leidet, so dürste doch um die Mitte dieser Monats auch hier ein« merlllche Erleichterung eintrcten. SS wird damit gerechnet, daß es dem Geldmärkte möglich sein werde, im Lauft des Monates Jänner etwas nachgiebiger zu sein. Die Nationalbank dürste in ihrem Sntschtnsse auch durch das vorgehe« der deutsche« Reichsbank beeinflußt werden, welche an eine Herabsetzung um ei» Prozent denkt. Bekannllich ist die Diskontpolitik der österreichische« und deutschen Bank fttt Herbst eine analoge. Die Herabsetzung der österreichische« DiSkonttat« auf S Prozent im September 1928 war beretts durch den ebensolchen Diskontsatz der deutschen Notenbank beeinflußt. Dies dürfte auch diesmal der Fall sein. Sin entschiedener Widerstand von englischer Seite dürfte nicht erfolgen, da auch dort die Diskontrate ein« Tendenz nach abwärts zeigt. Dr. Schacht wird feine DiSkontermätzigung nur im Einvernehmen mit MonüM Norman, dem Gouverneur der Bank von England, vornehme«. Jnfolgedeflen würde auch eine Ermäßigung der österreichischen Diskontrate von England nicht ungünstig ausgenonlmen werden. Es entsteht nun die Frage, ob sich die Ermäßigung auf ein halbes oder ein ganzes Prozent erstrecken wird. Dies ist noch nicht entschieden. Auch hier wird im Einvernehmen mit der deutschen Rrichsbmik dvrgegangrn werden. Der nächsten Sitzung des Generalrates wird der holländische B eratervanGyn präsidieren. «hrers Bfttschaftrnwhft. Schärft Ablehnung seines steirische» Wirtschaftsprvgramms durch die Industrie Steiermark-. Bor einer Woche hat FtmrwzmiMster Dr. Ah-rer rn einer Betsamnüung steirischer JMlstrftller m großen Zügen das Mrtschaftsprogvamm -er christttchsotzictlen Partei vor-geirägen, daS seither als steirisches Wirtschaftöpvogramm ibezeichnet wird. Dieses Programm ficht u. a. eine Verhinderung der Anlage der österreichischen Bankgelder <rm Auslande, Bevorzugung inländischer Wertpapiere, Erhöhung der indirekten Abgaben und ähnliche Maßnahmen.vor. Es verdient Hervorhebung, daß gerade die steirische Industrie gegen dieses Programm erneu entschieden ablehnenden Standpunkt einmmntt. In der „Grazer Tagespost" urrterFicht «in steirischer Industrieller daS Programm einer vernichtenden Kritik. Es wird dort gezeigt, wie lächerlich »in Verbot an die Banken f-ür ausländische KvÄÄe fti. Dem Programm wird mangelnde p s ychol o-gische Erfahrung vorgeworftn. Es heißt in diesem Artikel u. a.r »Da soll den B-Men ve-vMen werden, Kredite 4n3 Ausland Zu geben. Man gebe den Banken iim Inland die Sicherheit und sie werden gerne dazu auch die höheren Zinsen nehmen, sie werden -aber die niedrigen Auslands- Zinsen solange vorziehen, ÄS' maßgebende österreichische PoliMer ihren Sinn noch immer aufS Wegnehmen gesaken so gut schmeckten. Manchmal kam er freilich mit ausgerauftem Bart und zerzausten PajeS Herrn. Immer aber mit einem Beutel voller Kupfermünzen, politischer Gulden oder türkischer Srlberstücke — oder er brachte als Preis für verkaufte . Waren türkische Gewehre und Säbel heim, deren Griffe aus Elfenbein geschnitzt und mit orientalischen Sternen besetzt lvaren, ferner tatarische Decken oder Filzmäntel, wie sie die Kosaken trugen. Diese Kosaken- und Tatarenwaren brachte er dann auf die Märkte von Tschihrrrn und Lubno, wo Fürst WiSzniewiecki lebte, der mit den Juden sympathisierte, und in dessen Stadt sie frei wohnen und Handel treiben durften. Mendel lebte in gutem Einvernehmen mit seinen Nachbarn, den Kosaken. In seiner Schenke hatte er eine besondere Kammer für sie und er verdiente gut. Aber das Leben in dieser Einsamkeit ohne Juden behagte ihm nicht. Die Juden wollten sich indessen nicht in Slotschow niederlassen . . . Der Ort hatte nämlich kern« Synagoge und keinen Friedhof. So sehr Mendel sich bemühte, von dem Herrn die Erlaubnis zu erwirken, eine Synagoge zu bauen — es war vergeblich. Der Jesuitenpriester Kozlowski, der in Tschihirin wohnte und die Aufgabe hatte, die härterlich^n Kosaken dem katholischen Glauben zuzuführen, widersetzte sich auf jegliche Weise dem Plan, in Slotschow eine Synagoge zu erhauen. m der Befürchtung, der Jude könnte viellei^t die Kosaken dem katholischen Glauben abspenstig machen. Um aber den orthodoxen Glauben in den Augen der Kosaken herabzuwürdigen, setzte er es durch» daß der jüdische Schankwirt die orthodoxe Kirche pachtete» so daß die Kosaken jedesmal erst in die Schenke gehen mußten, um sich dort den Schlüssel zu ihrer Kirche abzuholen ... Mendel bemühte sich dennoch eifrig, sein Judentum in seiner inmitten der Steppe und des Kosakengebietes liegenden eirifamen Schenke zu bewahren. Während der Festtage fuhr er nach Tschihirin, betete in der Synagoge und holte sich dort sein Judentum fürs ganze Jahr her... Nachdem Jochewed, Mendels Frau, sechs Jahre lang kinderlos gehlieben war« erhörte Gott WchliK W Gse 7. Wnner 1826 . Sei« H \ - .....———— ■— > > richtet haben und nicht auf sie Sicherheit des descheAj denen Erwerbes. Solange sich solche Sinnesart kn gerlichen Programmen fundgibt, werden auf Sicherheit bedachte; Banken einen Teil ihrer. Reserve eben im öigenttumisicheveN 1 Ausland nnterüriutzen. Aehnlich ist es mit dem Zwange i ausländische Wertpapiere ab stoßen zu!. müssen." An anderer Stell« heißt es: ,DaS Weg st euer« all«' Reserven, die sozialen.Abgaben und Lasten, die strengere Durchführung des Achtstundentages als m den andeven Industriestaaten, ein« kostspieligere Verwaltung als anderswo»' dies sind die Belastungen, unserer Wirtschaft, und sie sind umso. verderblicher, als sie der Mehrzahl nach nicht ihr«' Gewinne treffen» sichern die Produktion einengen, die Quarrtitäl und Qualität der Erzeugung beeirvträchtigen und die Konkrtrrenzfähigkeit herabsetzen. Ehe man das nicht Msieiht und sich auch die sogenannten Wirtschaftspolitilker an diese Einsicht halten, gehl «der Weg zum Elend weiter." Ler öfteneichisch-sikiweirerWe Hmdelsveift« unterzeichnet. Weftntliche Einsuhrerleichter,mg«». Gestern wuroe in Bern der Handelsvertrag zwischen Ocherreich und dir Schweiz unterzeichnet. Durch diesen Vertrag werden Einfuhrverbote, welche die Schweiz bisher für eine Reihe wichtiger österreichischer' Exportartikel aufrecht erhalten hatte, beseitigt. Ferner finden für eine Anzahl S st e rreichischer Waren Ermäßigungen der geltenden' Schweizer Zölle statt, insbesondere für Zellulose, Pappen, Briefpapier, Seidenpapier, Kistenbretter, Parkfässer, Magnesitplatten. Eine größere Anzahl von .Sätzen des gegenwärtigen schweizerischen Gebrauchslarifts wurde gebunden, so daß die e r h ö h t e tt Z ö l l e des neuen Schweizer; Zolltarifes für sie nicht in Kraft treten, so für Sägeware, Möbel, Obst, Schafe, totes Geflügel. Leder oder Lederwaren, mineralische- Stoffe, bestimmte Metallwaren mW Maschinen, .Hanfgarne, Fllze, Klöppelspitzen. Eine spezielle Regelung hat der Verkehr zwischen Vorarlberg und der Schweiz erfahren, indem für den Grenzverkehr bestimmte Kontingente zu begünstigten Zollsätzen vorgesehen sind/ wie dies auch im alten Handelsvertrag zwischen Oesterreich-Ungarn und der Schweiz der Fall war. Oesterreichischerseits sind der Schweiz neben zahlreichen Bindungen geltender Zollsätze eine Reihe vo« Ermäßigungen gewährt worden, nnd Mr insbesondere für Käse, Kondmsmilch, Stickereien, Seidenwaren, Spezialmaschinen und "Uhren. Der Vertrag enthält neben den üblichen Bestimmungen! mch noch eine Regelung des StickereiverkchreS zwischen Vorarlberg1 und det Schweiz und ist auf'die Dauer eigeS Jahres^ mit drei-' monatiger Kündigung abgeschlossen. Snsammenarbett der amekttanischen md englischen Rotenlnftitute. DÄk Erfolg des «nsikauifcheu Besuch« Montague Nottnm,-. Aus New-York, 8. d., wird telegraphiert: Der General-^ Direktor der Bank von England, Montague Norman, hat feine! Mission in den Bereinigten Staaten beende! und wich, demnächst nach Eüglwd zurückkchren. Mntagus Norman hat jeder Interview abgelchnt. Doch glaubt man zu wissen, daß der Hauptgegenstand seiner Besprechungen mit dem Generaldirektor der Federal Reserve - Bank die Frage einer engeren Zusammen-- arbei! zwischen den am«an.ischan und den schen Banken bildete. Mit Rücksicht darauf, daß' daS englische Sroienkästitui bereit»' die deutsche, österreichische, ungarische und eine Reihe anderstbete und schenkte ihnen einen Jungen, und dieser emziye Sohn, Salomon mit Namen, galt als Gottesgabe und' trug stets Weiße Kleider. Jetzt war er schon sechs Jchre alt, aber kein jüdischer Lehrer wollte nach der Schenke, kommen, um ihm Unterricht zu erteilen. Was der Knabe' konnte, verdantte er ausschließlich seinem Vater Mendel. Allein dieser wußte selbst nicht viel und oftmals stand er in seinem Leben einer rituellen Frage gegenüber, die er auf Grund seines eigenen Wissens nicht lösen konnte. So verkam das häusliche Leben immer mehr. Die Frau nahn: daS Betragen der Kosakenweiber an und schließlich wußte! Mendel selbst nicht mehr, was erlaubt und was verboten! war. Er hegte schon lange den Wunsch, die Schenke zu verlassen und in einen von Juden bewohnten Ort zu ziehen. Allein es war ihm doch leid, sein gutes Auskommen aufzugeben. So lernte er, so gut er konnte, selber, mit Salomon, indem er am Schenttisch zwischen den Branntweinfässern und den betrunkenen Bauern saß, wie er eS auch! jetzt tat, als Väterchen Stepan ihn mit seinem bösen Geist! unterbrach und das einzige, was er kannte, mit seinem Knaben lernte: „Wajomar — und er sagte: Adonaj —! Gott, el Moscheh -uzu MoseS . . . lemor — folgendes Es schien, als sei der böse Geist in der Tat vor dev! christlichen Liebe erschrocken, mit der daS Väterchen i$ii! behandelt hatte. NüOwm nämlich Väterchen Stepan ge^.' hörig getrunken hatte, begann er wie ein nüchterne»! Mensch zu reden. Er schlug sich plötzlich mit seinen Fäusten' auf die Brust und schalt sich selbst aus: „Du hist ein Sünder, Väterchen Stepan. Gott hat dir eine Herde Schäflein anvertraut, damit du sie weidest, i und hat dir einen Hirtenstah in die Hand gegeben: „Weide sie, wenn sie hungrig sind, gib ihnen zu trinken, wen» sie Durst haben." Du aber hast eS nicht getan. Du ~ deine Seele dem Juden für eine Matz Branntwein verkauft. Er sitzt da und betet zu seinem Gott. Du, Väterchens aber betrinkst dich; daheißt, du, Jude» hast egemacht. Ich weiß er. Du hast mich betrunken gemacht, selbst aber betest du zu deinem Gott." . ■■Q

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