Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 8 (1926)
- Issue
- Heft 2464 (2.1.1926)
- Date
- 1926-01-02
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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feHuntaa UW » mT TOCCwtf Uwllg s. Mtttttt rm m. unb auch iEbnMe- Erfaßen der Situationen. ohne Mtzchen zu machen. Sr Md m fct 18. «inutt der Mit« SMWfte wegen des SabGoteinsan-es «S. .tzatocch veganil dann sichtltth einigermaßen -urückzufallen. Schwarz ging an seine Stelle zurück und der kranke Grünw a l d sprang als Linksverbinder ein, während Eisenhofer an den Flügel rückte. Schwarz schlug sich gwar nach besten Kräften, aber Der indisponierte Grünwald bedeutete vorne eine Schwächung. Fnmrerhin, dem ganzen Spielverlauf nach und zufolge den sich gebotenen Chancen, obwohl Rapid nach dem AnSscheKen Heß' eine starke Viertelstunde fjattc, wäre ein unentschiedene- Ergebnis gerecht gewesen. Daß es vor allem wohl durch die entscheidende Beeinflussung Des Schiedsrichters, der wtchrscheinlich das chauvinistische R apid-Publikum sehr respektierte, anders ausfiel, braucht die Hakoahner nicht zu entmutigen. Sie werde,: sicher trachten, im Bewußtsein chrer gestrigen Leistung den Hütteldorfern den Silberball bald wieder in einem neuen Herausforderungskampf abzunehmen. Der Tag brachte noch eine zweite angenehme Neberraschnng für Hakoah. Ter in der Reservemannschaft erbgesessene Vogelfänger durfte gestern wieder einmal in der Ersten uniwirken. Er ha: sich mit. bestem Erfolg aus der Affäre gezogen. Seine Leistung wuchs, je länger das Spiel dauerte. Sein Mut und.fein entschlossenes Eingreifen werden ihn für die erste Mannschaft noch oft wertvoll machen. Wirklich überragend war gestern die Leistung Fabians. der überhaupt alles hielt, was zu halten war. Er lieferte gestern wieder einmal ein M e i st e r ft ü ck. Angenehm fiel die Ruhe 'und Besonnenheit auf, mit der W e g n e-r 1 arbeitete. Er war gestern sie Hauptstütze und der Dirigent der Verteidigung. Pollak, der nach seiner Krankheit wieder antrat, befriedigte, ohne seine große Form noch erreicht zu haben. Durch Härte und Energie leistete er sehr nützliche Arbeit. B e st e ch e n d wirkte wieder einmal Fried. Diesem einfallsreichen, mit allen Finten versehenen Spieler gelang es, den gefährlichen Rapid-Flügel Wesselik- Wessely ziemlich gut in Schach zu halten. In entscheidenden Situationen brachte Fried viel Energie und Kampsgewalt auf. Er hatrc gestern unbedingt einen großen Tag. De« Hakoah-Angriff, der zeitweise sehr schön arbeitete, fehlt noch der einheitliche, durch alle fünf Stürmer gehende Zug. Es wurde zumeist Partielle Flügelarbeit geleistet. Es wird eine der Hauptaufgaben der Sektionsleitung sein müssen, den ineinander fließ enden Zusammenhang des ganzen Angriffes herauszuarbeiten. In der Mitte stand Wortmann, der für diesen Posten sicherlich Fähigkeiten besitzt. Gute Technik, produktive Terra ingewinnung und harter Stürmerschuß mit beiden Beinen bei gutem Kopfspiel sind Eigenschasten. die einen zum Zenterstürmer stempeln können. Mitunter sah nran auch von ihm keine üblen Vorlagen an die.Flügelstürmer. Wortmann wird freilich noch lernen -müssen, wann er allein aufs Goal zu gehen hat und wann er den Torschuß anbringen soll. Das Paar Häusler-Neufeld führte unnachahmliches Zufcmrmenspiel vor. Nur Häuöler kann feinen Flügelstürmer fo in Front bringen und nur Neufeld kann sich so durcharbeiten wie gestern. Doch im Aveifel, ob er Flanken oder selbst schießen soll, bemalte Neufeld so manchen aussichtsreichen Ball. Häusler kam kaum zum Schuß, Eisenhofer, der im letzten Zlugenblick. anstatt des maroden Grünwold emsprang, arbeitete zeitweise schr nützlich, oft aber auch sehr befangen. Leider wurde er, als er beim Eintritt Grünwalds an den Flügel ging, kaum mehr beschäftigt. Schwarz hatte einen vorzüglichen 'Tag und bekundete großen Spieleifer. Einen BonÄenschuß, der unhaltbar gewesen wäre, dirigierte er kmchp über die Latte. Die Hauptstärke der Hütteldorser war. wie fo oft, der Kampfgeist und und der ungebrochene Elan. Außer I a n c z i k, der sich vorzüglich hielt, war ihre Verteidigung gestern schwächer als die der Hakoah. In der HalveSreihe ist M a d lmeier die treibende Kraft. Die Flügelläufer konnten ihre Gegenüber nicht erreichen. Der Rapid-Angriff spielt« primitiver als der der Hakoah und war hauptsächlich auf Wessely aufgebaut. Wondrak kam wenig in Front. Schr talentiert ist der Mittelstürmer Hoffmann. Wesselik ist ein zäher Rackerer und K ürbe8 begabt und emsig. Der Schiedsrichter war nicht auf der Höhe des Spieles; er kann zwischen taktischen und groben Fouls nicht recht unterscheiden, traf einge Male in wichtigen Simationen unrichtige Off-side-Entscheidustgen und seine Amtsführung nützte offtnstchtlich den Hütteldorfern. Im großen und ganzen wurde während des ganzen spannenden Spieles nicht unfair gearbeitet. Der Spielverlauf. Den ersten Vorstoß unternimmt Rchrid, doch rapoftiert Hakoah rasch. Eine gefährliche Situation vor dem RcPid-Lore bringt einen Korner, dann schießt Häusler schwach oufS Tor. Schsvarz gefährdet das Rapid-Lor, abermals Korner. Im Gedränge kann Eisenhofer einschießen. 1:0 für Hakoah. Dann folgt eine sehr schöne Aktion der ganzen Hakoah- Stürmcrreihe. Ein Angriff. Häusler-Neuftld wiw durch Hands aufgchalten. Tann wird es beim Hakoab-Tor kritisch. Die Gefahr Wiw abaeweiwet. Ein schönes Zusammenspiel Schwarz-Eisenhofer bringt cme Flanke in Goalnähe zu Neufeld, der. statt gleich zu schießen, .zögert und die Gelegenheit vergibt. Pollak gibt schlecht weg, der Ball gelangt zu Wessely, der burchbrennt, jedoch darüberfchießt. Fabian wehrt einen Ball ab, den Fried schließlich wegbefördert. Eine wunderschöne. Zusammenarbeit-. Häusler.-Neufeld bringt Eisenhofer in Front, .Ärr aber schlecht placiert ist. W^yer. klärt eine gefährliche Situation durch Foulrempeln. Der Schiedsrichter wunoert sich. Fabian -faustet hinaus. - An. aussichtsreichster Stellung schießt Kürbes aufs Tor, Fabian halt bravourös. Ein Generalangriff Hakoahs wird von Wortmann durch Zögern nicht ausgenützt. Den Ball schießt dann Eisenhofer knapp daneben. Dann arbeitet sich Schwarz auf eigene Faust durch urw sendet eine - Ri e s e nb o mb e ge ge n d-äs Rapid-Tor. Der Ball geht knapp über die Latte. Eine Reibe schöner Angrissszüge Hakoahs gefällt schr, . bringt jedoch nichts ein. Wessely hat einmal eine gute Gelegenheit, dir er verschießt. Wortmann wird freiaesvielt und schießt überraschend, aber über das -Tor. Ein Solo NeufeDs bringt gleichfalls keinen Erfolg. Wenn er flankt, ist niemand zur Stelle. Nach schöner Kombination erhält Eisenhofrr in guter Lage den Ball. Der Schiedsrichter entscheidet' für off side. Mit einem Kornerstand von 1:2 und einem Goalvechältnis 1:0 für Hakoah. geht es in die Pause. In der zweiten Halste profitieren die Hütteldorser vom Wind.'Deünoch greift Hakoah sofort an. Heß rückt schön nach, Fried ist immer zur Stelle und Vogelfänger wirdzusehends besser. Das Spiel wechselt hin und her, bis einmal Wesselik überraschend einen nnhe i mlrchrn Schuß losläßt. Robinfonrerend faustet Fabian den Ball in hervorragendem Spiele in den Korner. Hakoah tragt den Angriff. wieder vor. Der bedrängte Häusler zögert, statt einen „Spitzler" zu versuchen. Die Rapid- Leute werden nervös und sangen an, s ch ä r f er..zu fprelen. Fabian wehrt einige Korner sicher ab In der 18. Minute verläßt Heß wegen des eintretenden Sabbat den Platz. Grünwald springt ein. Schwarz spielt als Mittelläufer. Dev Abgang Heß'macht sich fühlbar. Nach einem Korner placiert Häusler den Ball knapp neben das Tor. Die Angriffe Rapids werden, soweit sie über die Hakoah-Halvesreihe gedethen, von Weaner und Vogelfänger -abgewehrt. Im äußersten Falle ist noch Fabian da, der einige schwere Bälle hält. Einmal rottet Wegner in den Korner. Doch auch Hakoah greift flott an, aber Janczik ist aus der Hut. In der 28. Minute gelingt es Rapid, aüszugl eichen. Aus einem Gedränge nach einem Kor,ier kann Wesselik den Ball unhaltbar unterbringen. 1:1. Eine Flanke Neustes gelaugt zu Grünselo, betten Pl-ötzlichett Schuß Janczrk hält. Fr: der 39. Minute verursacht Soli! ein klares Hands im Strafraum. Der SchttbSrilAer gi&t nichts, aber :;t den nächsten Sc künden diktiert er den erwkchnten Elser gegen Hakoah. Wefselys Sch'.ß sti-.-'m von der Stange ins Tor. 2:1 für Rapid. D:e .'et-, n Minuten r.ngen wechselnde Angriffe, Rapid :rdurch W.i.era ''.ch rittez Tor, vorher .ihrflaue brr Schiedsrichter wegen foul abgeps-fffen. Gleich darauf Schluß. Das K-.rn.'r-.'erl>ä!-.:: s h -,wci«n Hä.,,e lautete 7:2?i> iKv*;;':. Hakoah-Jungmannkchaft—5lapi-.Jungmannschaft 3:3 (0:2). ^>chr braves Spiel der Hakoäh-Jungen, Die zum erstenmal vor einem großen Publikum spielten. Im Verlaufe des Kampfes fanden sie sich immer wieder besser, . konnten den Vorsprung der Rapid-Leute aufholen uick) zuletzt ein unentschiedenes Rqultat erzwingen. Servorzuheben. wären Berson, Nußbaum, Wortmonn 3 und Turnschein. Tie Tore für .Hakoah erzielten KÄn (ß) und Birnbaum. Die Mannschaft spielte in folgender Aufstellung: Nuß- ' bäum: Loinwander, Berson; Wortmann 3, Amster, Hornstein; Turnschein, Birnbaum, Kohn, Glatter, Wsißmann. DK Bruttoeinnahmen des gestrigen Spieles Hakoah—R«pjtz betrugen 110 Million e.n K r o n e n. Em Beweis für hke Ald« zichungSkraft der beiden Vereine, auch wenn sie ein Frermdsch^stS«' ipiel gegen einander austragen. Hakoah-Reserven spielen Sonntag vor vem Match der Ersten gegen Sportklub in Dornbach um 12 Uhr mittags in ^lgeiider Aufftellung: Feher; Vogelfänger, Scheuer; Kraus, . Wegner 2, Wortmann. 3; Turnschein, Birnbaum, Keßler, Fuß, Torten. Ersatz: Nußbanm, Berson, Amster. TpiwtkLub-vinzei- A. S. K. .9:7 (7:2). Sportklub-Platz. 2',00 Zuschauer. Schiedsrichter . Zwicker. Sportklub': E)i;.Deer, Teufel; Wiedenyanu, Pätzak, Lang; Strnad, Pillwe-iu, Pulvan, Pammer, Bauer. Linzer A. S. K.: Zeiler; Stayrengruber, Bauer; E. Mayerhoffer, .Hürde, Toljim; Jordan, R. Mayechosser, Hauser, Greimel, Doppler. . ' Der oberästerreichische Meister, der in seiner Stadt .schöne Erfolge geigen spielstarke Wiener Vereine erzielte, konnte -auch gegen den Sportklub ein ehrenvolles Ergebnis evkärnpfen. - Wesentlich begirnstigt wurden die Linzer dadurch, daß bei den Dornbachern einige Spieler glatt versagten. Bauer und Edi besandell sich anscheinend noch im Silvesterzustand. Edi schlief im Tor uns schien durch jaden Schuß auf sein Heiligtum gestört.' Bauer im Angriff sorgte für eine hnmoristyche Un-techaltuna der Zuschauer, die das ganze Match als einen SiLvesterrumme: bezeichneten Eine schöne Leistung boten nur Pammer -und Pillwein. Bei den Gästen gefielen Hürde und Doppler. , . . In der ersten Spielhälste kämpften die Lir^er / gegenden Wind und mußten daher.sieben Treffer -in Kauf nchmen. In der zweiten Hälfte waren die Unterlegenen bedeutend besser und hätten bei mchr Glück auch ausgleichen können. Die Tore fHr C^ovtklub schossen Pillwein (1), Pammer (1) und Bauer. Für den L. Al S- K. waren Hauser (2), Greimel (2), Doppler, Hürde und Jordan erfolgreich. _ Nicholson schlug gestern Hertha 4:2 (8:2). Slovan siegt gegen ein Pvagev Amateitrk» team 3:2 (1:1). Prag, 1. Jänner. Die Wicener Tschechen traten'heute ckogrtt dir Amatrurauswablmannschaft an, die nächsten Sonntag in Lissabon spielen soll. Slovan lieferte ein schr gutes Spiel-und komm; durch den besseren Angriff siegreich bleiben. Die Tore für Slovans erzielten der neugewonnene B.uresch.-Zdarskh und Hanel. Ein Tor der Prager entsprang -einem Elfnieter. - Simmering errang gestern in der Schweiz einen 9:1 (1:1)- Sieg gegen den Z ü r i ch e r B l u -e S t a r. Auswärtige Resultate. Slavia siegte gestern in P ar i tz gegen eine komvinierte Mannschaft 2:0 (1:0). Sparta sprelte gegen F. C. Barcelona 2:2. Belgrad gewann gestern -gegen Agram 1:2 (2:1). «in Bischof über das Fußballspiel. Bischof William Mannin g hat in der Athletischen Bereinigung in Chikago eine Rede gehalten, worin er zum Ausdrucke brachte, daß ent Mt gespieltes. Fußballspiel Gott ebenso wohlgefällig sei wk ein pomphafter Gottesdienst in der Kirche, und daß Sport g e n*ü u f o wichtig wäre wie ei n Gebet. & Theater von heute §§ Burgtbeattr r Romeo und Jutta 7 HkadtnictMattr: Die zerbrochene Letter »/,8 rtaattoper: Die Zauderßöte 7 ttetlSRttNraal» Tcmzbilder va8 UtlkfWtr: Der arme Jonathan V,8 DeatfCftet UdlkltAtatcri Reiner Tisch!. yt8 — Wiederholung der Silvester-Nachtvorstellung: Das Bett NcwoleonS — Regie-Kollegium — Die heilige Antonia von Orleans V.11 Cbeittr ii ller üottfsfaat: Riviera 7.8 Ratttuad-Cfttattr Das Christkindl 7-4 — Der Löwe und das Kätzchen 7g8 Stldttlnater: Der Christusfilm 7,8 tteaalreaaceditt»««» Exzellenz Jlonka 7,8 Ne»e UMtatr BRNt: Er ww eine moderne Frau 7,8 moftttttf tbeatif: Das „Enfant ienttfe* 8 KWlfHellbtam: Trilby 7,8 CDtater aa der Wien: Hanserl 3 — Der Orlow 7,8 LaGVttaM: Donna Gloria 7«8 Ulr. Sükgrttßeam» Gräfin Mariza 7,8 3»ft.4tratltf*t!>«>ttr: Paganini 7-8 KolaadbBDRt: Hulda Peßl in Venedig 8 st-Haetzir-vvekekttacheam: Das «viel um die Liebe 7,8 ttpallv-rtzealer: „Apollo? Nur Apollos s lSvrrht IWie^otrt Stevhante. «..Daborstraße 13): Nacht S RMtauranUNIBWA' 1V2 Wien. H. Obere Dootvatr. 91 Vorzügliche Küche «so Pa1lstlM»We!ne ABBNDS NI1CNIRI KOCHS DRUCKEREI- U. VERLAGS AKT.-GES. VORM. 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