Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2461 (30.12.1925)
- Date
- 1925-12-30
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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6e8e 6 Men. MNtvoH Wiener Morsenzeitung -as Mdeme Kmshaur. Grytzzügigkeit ist Trumpf. 3agrchzstaige Kaufmann muh auch in der äußeren Auftzt-chung den modernen Geschäftsprmzipien folgen. Dies ist der Beweis dafür, dah er auch in bezug auf die Qualität der Drxedas Aeußerfte zu bieten ln -der Lage ist. Der kauflustige Wieyergcht durch die Geschäftsstraßen um sich zu überzeugen, wo eS die besten Quellen Kr ven praktnchen Einkauf gibt. In der T ab.orst r a h e hÄien, es die Brüder Schiss rn a n n schon seit langem veHanden, die Aufmerksamkeit aller zu erregen und sch. Wällen. Für die-begonnene MutersaiM hat dieses populäre Kaufhaus mit: besonderen Sensationen aufgswartet. Interessiert blM man vor m. Auslagefenstern stehen, von denen das eine ein herrliches Stück Schweizer Landschaft mit einem die Tunnels durchfchrendett Ersenbcchnzug, das zweite die Aussicht ans den. berühmten Mrkusplatz bretet. In den großen Glasregalen des Hruseinganges kann man die reichste Auswahl von Winterrvaren für normal BekleidungSgegenstände in allen Varianten bewundern. Wd nun im Innern des Geschäftshauses selbst eine Feenpracht: Dm Traum einer Dame, die sich alles nur Erdenkliche als Geschenk wünscht, wöhei selbstverständlich alle diese Wn>che in Er- Mmlg gehen. Denn die Brüder Schisfmann.haben in richtiger Voraussicht für alles vorgesorgt und es M krin Berdürfnis an GeaenftänLen des Haushaltes, der Bekleidung und der Woh- Ömmchtung, dassie nicht -in einwawdfreier Weise befriedigen x. Billig, praktisch, gediegen, unter dieser Devise haben die Brüder Schiffmrnn bi^,er gearbeitet, und so ist es nur natürlich, daß das große Kaufhaus in der T a b o r st r a ß e 48 zum Zentrum der Kauflustigen im 2. Bezirk geworden ist. Kunst, Bühne. Buch. Mer Rachel KaMmka. Eine der berühmtesten Schauspielerinnm des jüdischen Theaters, E st h e r R a ch e l K a m.i n s k a, die hervorragende Dar- Merm GoMjcher Frauengestalten, die erste Nora und Frau Alving der jüdischen Bühne, wurde gestern inWarschau zu Grabe getragen. In Wien ist.die bedeutende Tragödin niemals ausgetreten. Sir weilte wohl'im November des Vorjahres in unserer SM,: aber als Schwerkränke, die hier in einem Sanatorium operiert, wurde. Einer unserer Mitarbeiter nahm damals Gelegenheit, mir der großen Frau zu. sprechen. Sie hoffte, vollkommen zu gerufen und im kommenden Frühjahr in Wien spielen zu können. Nur wollte sie nicht als Star in einem stemden Ensemble wirken, tveil sie dies für unkünstlerisch hielt, sondern gedachte ihr eigenes Theater nach. Wien mitzubringen. Ihr Wunsch wurde nicht erfüllt — die Operation hatte nichts genützt. In dem Gespräch, welches der Vertreter der „Wiener Morgenzeitung" damals mit Frau Kaminska führte, erzählte sie Pie Geschichte ihrer künstlerischen Entwicklung. Wie sie in der Zeit, da G o l df ad e n und L at ei n e r das Mische Repertoire beherrschten, zunächst -im Singspiel begann; wie sie später, als Gordin und Pinski ihre Werke schufen, just in Rußland, wo.das jüdische Theater durch den Zarismus nieder-gehalten war, gemeinsam mit ihrem Gatten ein ernstes jüdisches Theater zu erhalten mit Erfolg bemüht war; wie sie 'in Pinskis Drama „Die Mutzer" (das bekanntlich auch in Wien d^ch die Freie Jüdische ' Volksbühne erfolgreich.aufgeführt wurde) den ersten schauspielerischen Triumph erntete; wie sie dann'von Warschau aus ganz Rußland bereifte, in London und Paris gastierte und schließlich auch nach Amerika kam; wie sie nach KrirgsLeginn, als man das jüdische Theater verbot, gezwungen war, mit ihrer Truppe eine kurze Spanne Zeit m russischer Sprache zu spielen. - Frau Kaminska teilte damals auch mit, daß sie beabsichtige, ihre Memoiren zu schreiben und einem amerikauijchen Blatte sopie der „Wiener Morgenzeitung" zur Verfügung. Zu stellen. Ob die leidende-Künstler! nm der letzten Zeit die physische Kraft hatte, dieses Memoirenwerk abzufaffen, welches gewiß für die Geschichte des jüdischen Theaters große Bedeutung erlangt hätd:, ist zu bezweifeln. Vielleicht finden sich in ihrem Nachlasse diese -Aufzeichnungen, und wir werden dann nicht ermangeln, sie unseren Lesern zu vermitteln.; Zum Tode der Künstlerin wird uns aits Warschau noch gemelbcr: Die ganze Trauerfeier wurde vom jüdischen Artisten- und Künftlerverbarid in Polen, der die Verstorbene als seine Tote reklamierte, veranstaltet. Der. Küristlerverbariö stellte auch die Ehrenwache bei der Leiche bis zu ihrer Bestattung. Der Leichnam der großen Künstlerin wurde eiubalsamiert und von ihr eine TotenmaÄe abgenommen. Aus'allen Städten in Polen und aus vielen jüdischen Zentren im Auslände, so auch aus Wien, sind au den jüdischen Kunftlerverband und an die Familie der Verstorbenen Bnleidsdepeschen eingelangt.- Soldmarl-SedeuWer. - Dienstag den o. Jänner 1926 findet im Bereinsheim der Zionistischen Sektion . 6—8 eine Goldmark-Gedenkfeier statt, bei' welcher Musikschriftsteller 'Dr. Erwin Felder dev einleitenden Vortrag halt. Mitwittende: Julie Goldner-Ellbogen (Klavier), Olga KauP y (Gesang), Konzertmeister Z i m b l e r (Violine). Karten im Vorverkauf 8. Bez., Bennoplatz 1a (Tel. 26-2-69) von? halb 4' bis halb 6 Uhr nachmittags. «w de« Aeater«. - B»ra th eater. Morgen, */,8 Uhr abends, .Der ewigs Jiing li» g". A k a d em i et he ater. Morgen, Vi8 Uhr abends, „DieFahrt i»s Blaue'. ' Operntheater. Morgen, 7 Uhr abends, .Die Fledermaus". - R e d o u t e n s a a l. Morgen, V»8 Uhr abends, „D e r Barbier von Sovtllä". . V o l k.s o y e r. Morgen „Die Fl e.d e r m a u S" mit Anton L u d w i g als Gast.' Zn der Kouzerteinlage werden Mitwirken r Rena.Pfiffe>Lax, Albin Ritterrheim (GefangSdnette). Hermann Leopold!, Hans Kolffcher und Jo sef Modal sowie die Galotänzerin der Teni-BallettS Fräulein Marie Daucha. D evt i ch es Vo l ks t b e ater. Heute, ^8 Uhr abends, m dichr Spieheit m erstm Mals, Hümaim B ahitz S Henriette Gröbel Wien Leo Weintraub Duisburg - Mähr.-Ostrau empfehlen tidi als Verlobte Dezember 1925 Lustiviel „Joseph ine" mit Leovoldine K o nstnnt i n und Ja ob F e l d h a m nr m e r Morgen, 7 Uhr abends, .Reiner Tisch)". Um 10 Utzr abeudS beginnt die SilvesterVorst e l l u n g. Zur Aufführung gelangen die Schwänke „$ a 8 Bett N a p o l e o n S", „R < g i e k o l! e g i u m" und die Parodie j,D i e h e il i g e A n t o n i a von Orleans". Raimund-Theater. Die S i l v e ft er n a ch t- Vorstellung (B-rginn 10 Uhr abends) bringt unter der Devise „P a r i s i an a n a ch t" die drei heileren Einakter „S ch ä f e r st u n d e", „Die K a tz e" und „D i e Brautnacht". Jo h q n n-S tr auß-TH eater. Emmh K o s a r y, die ihr Gaüsptel wegen einer amerikanischen Tournee für einige Wochen unterbrechen muß spielt Freitag zum letzten Male m „Paganini". Die P rtie der Anna Elisa Übernimmt mit 3 Jänner die OpernsLngerin Lola G r a h i aus Stockholm. L u st j p i e l t tz e a t e r. Heute »Der kleine Kuppler". An allen übrigen Abenden der Woche ,Trilby". NeneWienerBühne. Morgen um 10 Uhr abends findet eine große S i L v e st e r f e i e r mit Iu^ioem Programm unter Mitwirkung prominenter Wiener Bühnenkünstler bei kleinen Preisen statt. A v o I l o t h e a t e r. Aen 31. d. findet eine, große S t lv e st e r v o r st e l l« n g statt. Zur Auffübruns gelangt um */,8 Uhr abends die Revue .Apollo?? N u r A p o l l o!" mit an chl eßenden Vorträgen von Elsiv A l t m a n, Gerda Maurus Charlotte W alb o w, Rosy W e r g iuz, Armin Berg, Karl-F a r k a 8, Fritz Grünbaum. Si^ri Hofer, Oskar K a r l w e i s. Freitag den 1. Jänner, 7,4 Uhr nachmittags, «Apo Ilo?? Rur Apollo!" Hanfi Meitz-Jokl wirkt in dem Konzert der Kammersängerin Selma Holban-Kurz mit, welches am 7. Jänner im großen Musikvereinss-aale stattfindet. Die junge Künstlerin spielt Chopin: Notturno Des-Dur und Liszt: Polonaise E-Dur. Berichtigung. In unserem gestrigen Referat über „Neue Musik" soll es bei der Besprechung des'Kompositionsabewds Rudolf Rati statt „sinnenfällige Methodik" richtig heißen: „sinncnfällige Melodik". E Silvester im Sophirnsaal. 20 beliebteste Künstler, Orchester Gaugtberger, Jazzband, Ueberraschungen. Vorverkaus o Schilling in sämtlichen Bureaus, Konzertkasse Feßler. 5. Bez.. Gartengosse Nr. 19 a, Telephon Nr. 57-1-56. Aus den Bundrstheatem. Die offiziellen Programme der Buudestheater, die seit Beginn des heurigen Spieijahres in einer neuen literarischen Form erscheinen, erfahren eine Ausgestaltung, indem sie für das Operntheater eine täglich gewechselte Beilage echaltrit. die auf das an dem betreffenden Abend aufgrsührte Werk Bezug nimmt. Die Tätigkeit und insbesondere die Novitäten des Burgtheaters werden wie bisher im literarischen Teil des Programms Besprechung finden. In den nächsten Nummern werden Beiträge von Roller, Heine. Jean de Bourgoing, Felix Braun, Richard Specht. Direktor Hertevich, Alexander Taiross, F. Th. Csokor und Tr. Gregor enchalten sein. Die Programme werden von nun au statt um 60 Groschen um 50 Groschen verkauft werden. . , OeffeMicher Kartrnveäauf bei Vorstellungen der Theateraemeinde. Um die Bnndestheatrr auch an jenen Abenden dem Publikum zugänglich zu machen, an denen Vorstellungen für die Thcatergemeiude z'tattfrnden, werden an den Kassen einzelne Sitzplätze und sämtliche Stchplätze zum Verkauf gelangen. G'eichzeitig wird aufmerksam gemacht, daß die Aufführungen für die Theatergrmeinde sowohl in den Wochenrepertoiren als auch aus den Theaterzette'n ausdrücklich als „Vorstellung für die Theatergemeinde" bei gleichzeitiger Bezeichnung,der betreffenden Serie und und Farbe der Mitgliedskarte gekennzeichnet sein werden. Diese Bezeichnung ist von'den Anknndigtlngeu des Jahresabonnements zu unterscheiden. Vereine, Birträge vnd Beriammlungeo. Wirrer B e t h - H a m i d. r as ch. 2. Bez, Ferdiuandstraße 23. Heute. 6 Uyr abends, Lettor Dr.. G e l bb aus: „Liturgie." 7 Uhr abeudS, Lektor Dr. Rubin: Die Philosopbie des Maimonides: „Die Providenr." Morgen, 7 Uhr abends, Lektor Dr. G e l b h a u sr „Historische Psalmen". — JugendgruppederzionistischenSektsan Z w i s ch e n b r ü ck e n, 20. Bez., Leystraße 81. Heute, 8 Uhr abends, Fortsetzung des Vortrages des Herm Prof. Menkes über: .Neuhebräiiche Literatur". Anmeldungen für einen hebräischen Lmfängerkurs werden täglich von 7 bis 8 Uhr abends ent-. gegengenommen. — Beth Waad l'iwrim, 9 Bez., Turkeuftraße 9. -reute, 8 Uhr abends, Vortrag Dr. Gelber über: „Chaje Hajevudim Bepole Bamea Hoschmoneh-eisreh".' — Jüdisch - a labe Mischer- Juristen v er e irr. 2. Bez., Tabarstr ße 1. Heute, Uhr abends, im Vereinsheim, V o r tr a r von Dr. Israel W a l d m a n n über: „Probleme der nationalen Minderheiten". -7 T i k w a t h I e h u d a. Der Gejsellschastsabend für heute entfällt; an Stelle dessen findet eine erweiterte V 0 r st a nch s s i tz u n g statt. — Jüdische Tischgesellschaft L a n d st r a ß e. Heute, 7,9 Uhr abends, im -Cafe Lovrana lSouterrain), V 0 r t r a g Dr. Z. F. F r n k e l st e i » über: „Die Ursprünge der jüdische« Literatur". Anschließend - musikalische Vorträae. Gelang: Fr. Kreitler. Klavier: Fräulein Ede-lmann, — ZionistischeSektion Prater. Heute, irn Sektipiisheim, 2. Bez., Jungstraße 8, V o r t r a g Dr. Leo G 0 l d h^a m m e r über: „Erez-Jsrael- Kunde". Radiopvogramtti. Heute Mittwoch den 3». Dtzember. 16 Uhr 15 Min.: Nachmittagskonzert. Die Oper von Verdi. — 17 Uhr 50 Min.: „Quer durch Oestemich". Winterspott in Kärnten. Albett Bildstein: — 18 Uhr 2b Niin. r MckkopolungSstörungen. Bros. Dr. Gustav Schwaiger. . - 19 Ahr: MusikkurS. Prof. Rich. Stähr. Mufikalische Formenlehre. — 20 Uhr: „Der fliegende Holländer". Oper von Wchard Wagner. Mitwirkende: Franz Markhoff (Staatsoper), Rena Pfiffer-Lax. Heinz Krögler, Henning Kittel lStaatSover), William Wernigk (StaatSoper) Kammersänger A. Jerger-(Staatsoper-. -- - - — ——. - - as füdische Blatt» 30. Dezember 1025 m. me. rnli»m,ch ««ch aMmonaligtr UntersutzUMi Haft. Der iu Boaila geborene 30jährige Ka'riMann Jchf-Ma» k o v i < i kanr im Jahre 1918 als rumänischer Militärslüchtliug nach Wien und betrieb hier ein Exportgeschäft mit TeMrn nach .Holland. Im Jahre 1923 gründete er mit dem Kaufmann Philipp R ä f a i l o v i c i «m Kurzwarengeschäft für den Export nach Rumänien. Im März fuhr Rafailoviei nach Rumänien, verkaufte luw belehnte die dort lagernden Waren der Firma und ließ seinen Kompagnon in Wien ohne Nachricht und kehrte nicht mehr nach Wien zurück. Nt-attovici stand nun ohne Ware und ohne Geld -a. Er legte den Gläubigern ei« Verzeichnis vor, aus dem es sich ergab, daß seine ungedeckten Schulden über eine Milliarde betragen. Die Gläubiger ließen sich in keim Ausgleichsverhandlungen ein und veranlaßten , am 16. April die Verhaftung des Markovici. Die Staatsanwaltschaft echob gegen Markovici die Anklage wegen Verbrechens deS Betruges. Markovici stellte jedes Verschulden m Abrede, da er ein Opfer der Machinationen scims Kompagnons geworden sei. Vor einem Schöffengericht unter Vorsitz des Hosrates S chachner wurde gestern Markovici von der Anklage f r e ig e s p r o ch e n und nach mehr als achtmonatiger Untersuchungshaft auf freie« Fuß gesetzt. ver jhmtuf mit de« geistigen Waffen. Am 38. September gegen 7 Uhr abends fand im Gemeinde» haus des 3. Bezirkes eine von der sozialistischen Jugendorganisation der Handelsangestellien einbernfene, frei zugängliche Versammlung statt, welche einen. schr bewegten Verlauf nahm, da zahlreiche Angchörige der Nationalsozialist i s ch e n und der christlichfozialen Partei erschienen waren, um die Versammlung zu stören. Während der Ausführungen des sozialdemokratischen Referenten Manfred Ackermann kam es Mischen beiden Parteien zu heftigen Schlägereien, die erst -durch dos Einschrsiten der Wache beendet wurden. In einer Ecke des Stiegenhauses vor dem VersamuMngslokal. wurden mehrere Waffen, und. Mar Schlagringe und drahtMflochtene und mit Leder überzogene Totschläger vorgefuMn, deren Eigentümer nicht eruiert werden konnten. Nach den poli« zeilichear Echebungen sollen der Monteur Franz H o f m a n n, welcher als Anführer der Abteilung des rePuManisches Schutzbundes in das Versammllmgslokal gekommen war, und der Schlossergchilst Kaspar Michelitsch sich in erster Linie an den' Schlägereien beteiligt und mehrere Angchörige . der Rational' sozralistett arg verprügelt haben. Hosmann und Mchelitsch wäret; gestern vor dem Bezirksrichter Dr. Jellin'ek. -wegen leichter Körperverletzung angeklagt. Beide Beschuldigte'stellten in Abrede, sich an der Schlägerei beteiligt zu haben. Hofmann-gab an,, daß er vom Gemeichercll Kohl den Auftrag bekommen habe, Ruhe.zU schaffen. Nach durchgefHrtem Deweisverfahren v e r «t i er I t« der Richter den Angeklagten Hosmann wegen leichter Körperverletzung zu einer Woche A r r e st und den.' Angeklagten Michelitsch zu drei Tagen Arrest. «U5»th»rt«s du WamummmMd«» «oaremr. Jritenfsenahu« an einer jugoslawischen Drahtindustrie-A.-G. .Wie uns aus Agrazn telegraphiert wird,- hat die M rnnesmann-Koburg Berg- und Hüttenwerke A.-G. an der jugoslawischen Ersten Mürinsulaner Drahtgeflecht- und Eäsenmöbelfabrik A.-G. in Cakovee gemeinsam mit der kroatischen allgemeinen Kreditbank Interesse genommen. Die jugoslawische Gesellschaft erzeugt in erster Reihe Drahtgeflechte aller Art und Eisenkonstruktionen. Durch diese Transaktion will sich die Mannesmann-Koburg. A.-G. ihren Absatz >in Jugoslawien sichern, da durch die hohen Zölle die Einfuhr ihrer Artikel erschwert wurde. In dieser Hinsicht befolgt die Mannesmann-Kohnrg A.-G. das Beispisl einer Reihe deutscher Gesellschaften, unter ihnen des Wolf- Konzerns, welche zur Utngehnng der Zollschwierigkeiten eigene TochterunternehmAngen in Jugoslawien gegründet.hatten. .Durch die Jnteressenahme der Murinsulaner Drahtgeflecht A;-G. ist für die Manncsmann-Koburg-Werle eine ähnliche Tochterorganisation, geschaffen, die ihnen für die Dauer das jugoslawische Absatzgebiet sichert. Re Sichenm» der fffteneichWe« A«Mr> loutingentr nach Pole«. Das Kontingent für die Einführung österreichffcher Waren nach Polen, das im Herbst, von der polnischen Regierung den österreichischen Wirtschäftsvertreterllbei den Verhandlungen >'A Warschau zugestanden worden war, läuft mit 31. Dezember 1928 ab. Die österreichischen Wirtschafisvertreierwaren nunmehr/ bemüht, auch' für das Jchr 1926 den Fortbestand dieses polnilchen Kontingents für Oesterreich.zu sichern.-Am 16. d. trafen zwei Vertreter d-es Polnischen Handelsministeriums in Wien ein und . mit diesen beiden Vertretern wurde in zwei. Sitzungen die prinzipielle-weitere Geltung des polnischen EinsuhrkonLingents fm österreichische Waren , vereinbart. Das österreichische. Handelsministerium ,hat den polnischen Vertretern eine etwas erweiterte Kontingentliste überreicht und die polnischen Vertreter haben erklärt, das; die poluische Neginung.Gesuche österreichischer Firmen um Bewilligungder Einfuhr nach Polen auch nach dem 1. Jänner im Rahmen dieser Kontingentlisten erMen werde. An dem tatsächlichen Zustande wird sich daher, zw nächst praktisch im Verkehr zwischen Oesterreich und Polen nichts ättat. Die jchriftljche Miwott des polnischen ^andelsm-nfftrpiumK SM:&VWWrr-'äSWViB£mWS!f>**