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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-22 · Heft 2455 (22.12.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2455 (22.12.1925)
Date
1925-12-22
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Mkk 8 _Wien, Dienstag j toSriest wird — durch die reizende, sympathische Gerda M a u r u S, ■ vir arrch. die alten. Jufhni-Pvinten auf ihren garten Schultern ' tragen muß. Zwei Opevetttnstars, Frau Rojy Werginz und Robert. Rästelberger, formen für Gesang und Tanz, die populären /Mgi Hofer und Karl Farkas für diskreten Humor, Elsie! Klimann Kr die süße fleischige „Betamtheit", die 24 Cham, pagnergirls und 20 Wiener Apollogirls für Charme ' und Grazie. Und da ein starker Prozentsatz -er Einwohner Wiens am Werk mitbeteiligt war, die Librettisten Gründaum und Lierk ^nd der witzige Beda, die Komponisten Erwin, Richard Fall, Palles, Bela Reimtz (Richar- Fall mit einem geistreichen Schlägel , „Meine Tante — deine Tante"), die TanMnstler Nästelberger und Ballettmeister Neuber, die Malerarchitektcn Mojer, Berger und Kautzky und schließlich auch noch die führenden Wiener Mode- .firmen, konnte -er mutige Direktor Viktor Eckhardt einen Erfolg einheimsen, der ihm hoffentlich die Möglichkeit geben wird. i das Apollotheater auch weiterhin ans «dem gegenwärtigen Niveau '-n «Halten.. 2. r. Aus k« rheaten». Bnratheater. Morgen, »/-8 Uhr abend», „Der ewige Jüngling".?lk ad eme erde ater. Morgen, ‘/98 Uhr oöcnbs, „DieFahrtinS Blaue". Op er«theater. Morgen, 7 Uhr abends, „F i d e- I to. VolkZoper. Heute, 7*8 Ubr abends. „Derarme Ä o n a t h a n". MorM „L a Ti a v i a t a". DenncheS VoltSttieater. Heute deutsche Uraufführung de» Lustspiels «Reiner Tisch!" («Springclea» n ng") von FrederiS Lonsdale. .Es geltm nur Karten, die - das morgige Datum tragen. Die Karten mit heutigem Datum gelten iur die morgige Vorstellung von «D t e Stützen der Gesellschaft". _ ® t w a n b - T heater. Morgen Erstanfführmlg von Sascha G u i t r y s Lustspiel «Der Löwe und da» Kätzchen". T de ater in der Josefstadt. Morgen. ljs8 Uhr abends, Uraufführung von Franz Molnars Spiel .Riviera". . Renaissancebübne. Heute, 7,8 Uhr abends, Dremiere cer Komödie «Exzellenz I lo n ka" von Armin Friedman» mü Haust Riese. A p o l l o t h e a t e r. An den Feiertagen am 25., 26. und 27. d finden täg.ich zwei Vorstellungen der Revue «A p o llo?8 Nur Apollo!" statt, Md zwar um */94 Uhr nachmittags zn kleinen Md rmr 8 Uhr abends zu gewöhnlichen Preisen. Für den 31. d. wird eine große Silvestervorstellung vorbereitet. Der modernisierte „Hamlet" macht Schule. In London wurde bekanullich „Hamlet" im modernen Gesellschaftskleid gespielt. .Hamlet erschien im Frack. Nun wird in Berlin eine Aufführung der „Räuber" vorbereitet, bei welcher die Schauspieler Phantasieko st ume tragen werden, .zeitlose" Kostüme, die sich eher beut heutigen Geschmack als dem des 18. Jahrhunderts anpassen. Ans der »«Matt des »uches. ^hamifchmar" Vom Leben der hungeren im BlauWeiß. HerauSgegchen von der Bundeslertung des BLau-Weiß. , Ein hcGmmgÄwllss. ein Muchtslirches Buch. Erzählt von bm ganz Jungen Än Blau-Weiß, von denen, die erst richtige MmrMoiße werden sollen, die im Blau-Weiß erst zu gaiUen, kästvgen, Mischm Menischem orzagen wecken sollen. Die HaulMovauGetzung der AaiU-Weiß-Ävitung und der 'SfUfoeftetttc dtejses E^chungsproMamms — i-rn weitesten Sinn drq'eZ Wortes — ist die richtige UeberFeugMig von dem eminent aufs SichGare, Praktische gerichteten Sinn der ganz Jungen. Außer der Errffchränru-ng. die aber hier nicht stark ins Gewicht Mt, da nur über Jungen bis M 15 Jahren gebrochen wird, daß in der Pubertätsgeit. <Ho zirka um das 13. cder 14. Lebens- I#:, box kiMiche ©trat siür Realität in einen f&x Idealität, M hchve, schwer evreichlbare Me umMäigt, ist dich Bomusschum nur zu tbegvützen und besonders als Gegengewicht gegen allgewern-eurrspLijsche. einseitige. intellMMPijsche Grsrehü-nKmecheden und GeBellchWsche Natursremscheit schr hoch einguschätzen. Und aus diesen Gesichtspunkten 'heraus ist dieses Programm, denn dies ist das Buch in feinen: HauptteA, eine sehr eingehende, gute, von modernen pädagogischen Pränffipien getragene Anleitung zu allwlei gymnastischen Uöbungen. schönem und nützlichem Wehrsport, WanderungLpielen und technischen Fertigkeiten. Besonders M're-l mir WM BeWe'l Las Kapitel: Die Kunst Emsamkert, wo diese schwierige Kunst gelobt und vmKchlen wird, «da nur in der EWannTeit die Kunst der Beoibachtung entwickelt wird und aus ihr Natur- und Lebensnahe Wetzen. SKren konnte nur ~ trotz öfteren ausdrücklichen Lengnens — das aW stark betonte Formale in Essen, Kleidung, PrGungen, Sitzordnung bei Hevma-bsndon und ähulichern mehr. Es Miwat zu schr nach Preußentum und exaktem enMcheu PsMindertum, was alles heule in einer-'lebendigen jüdiischen Jugendbewegung vermieden werden sollte, denn es kann gerade ncheron LebmAckingungon in PalMm zu wenig Gutem sichren... Wir brauchen und — dos WichMte — wir wollen ails-M-enschentMs einen jfreien. arbeitenden, bewußten Menschen, -ftrn jedem Drill, dem der Wchrchort wirklich nur Mm Wehren vertraut fft, zmn Angrei-fen aber verpönt... , Und doch — bas Buch oder seine Autoren wmzeln zu wenig iim Jüdischen,' Hebräisch wird zwar-als Progra-mmpuM — immer zmn Schluß — aus-gestellt, warum aiber .die sogenannte erste Stufe — Jungen von 10 bis 12 Jahren — vom Hebräischllernen frei sein soll, ist mir unverständlich. Gerade die Jüngsten sollen aus leberckiger Anschauung Wräisch lernen. Gelegenheit dazu gibt es übergenug; jede Arbeit, jede Wanderung sollte von der großen Aufgabe: Hebräisch erfüllt sein; beim Werk und beim Sport, beim Spiel und Gesang; überall und alles soll ins Hebräische inhaltlich und sprachlich umgeseht werden. Außer dem praktischen Erfolg, der Evl-ernung «der Sprache, wird so der nicht zu unterMtzende Wert der Bedrußcheit der Ju-ugen von der Wichtigkeit, Schwere und Größe der Anstren-gungen und Ausgaben uns-eres Volkes geivonnen. Die sollen allmählich emschen. was es heißt, daß Mjer Volk sich erneuern will, wieder frei leben will; , denn wir wollen ein tätiges, energtsches Geschlecht. bewußt der Schwere unterer besonderen eigenartigen Aufgabe — und bereit, sie zu eHillon. Sonst wäre noch zu fragen, warum -man di? Uobel auf der easten Stufe des hebräischen Unterrichtes überhaupt übersetzen soll. Weder chedevmäßig, nach einzÄmn Worten, noch nach gangen Sätze» sollte man die Bibel übersetzen. Es komntt dar»uif <m,jbic lebendige Sprache der Bibel zu lernen, daher ist die ErMlung des GelssMen, oder bei ganz Jungen und am Anfang des Unterrichtes das Antworten auf Fragen die beste MMode. Einen viel gcößeren Raum sollte noch Wdijsche -Geschichte nnd-PalästiMbunÄe einneihmen. Die Vorbereitung Kr PcLÄstina sollte das Leben im BlanWeiß vollkommen behor-rschm, _MsMr MovsenzertuttS " Auch der Diarist am BE ist zi-einlich mager; nur mit N-ationcÄsondÄbüchsmleeren ist es rroch nicht getan. Schon viel wertvoller ist intensives Hebräischlernen nnd Vorbereitung Kr Pa^lästina; von Kind auf sollen wir tvartcn aitf die große Wanderung in unsere Heinrat. Und — dies kann nicht gemg betont wecken gerade bei den Jungen sollte zu viel V,c ce i -n s m e i e r -e i und Ordnerdienste vermieden werden; sie führen allzu oft zu Chauoinis-ums imd VereinKfa-natiÄnns; ein gefahrvolles Gift und eine häßliche Kr-anAheit. Dr. Leopold Thal e r. Rafael Sühattni: „Das Leben Cäsar Bvrgias." Mit 17 Ab» Mdungen. VMarg von Jnü-us Hossmanr:, Siuttga-rt. Im V-orwort «Märt der Autor, daß sein Buch e-me Nach' prüjftmg der -matzloftn Anklagen gegen das Hans Borgia dar' stellen soll und baß es einen Gerechtigkeitssta-ndpunkt geben muß, vor: dem allein aus eine Epoöx hmM-ungslosen Tatendranges beurteilt wecken kairn. D'avunr beschwört Sabatinr, sin Historiker und Erzähler erster: Ranges, das PrMom d-n Borgia mit all seinen menschlichen Abgründen von norram enivollend, keim HeiGgerr. und tmt Teuse'i. indenr er erbarmt hat, daß es für die hohen Geister eirce andere, tiefere, übevrmnschliche Gerechti-Mt gibt. Die Jvit der Borgia war eine zrrcht'lotze, gewÄltätige Zeit, mit blen!de.ndem Licht, hart rwben tiesstenn Schatten, voll rastloser Unruhe, entfesselter Leide.rrschaft, rch«n Streie-cns irnd hemmungKlo-ser Bmctalltät. -Dabadini stellt mit heißem Ate>m vor den geschichtlichen Hintergrund in CÄs«r Borgia, in desserr päpstlicheur Vater Alexander nnd in der Mseicrten und gehaßten Schönheit Lrrkretzia Borgia Gest alten von elementarer Mrkun-g. Er venstcht es. Hie Menschen ans ifym eigenen Zeit heraus zu erklären, und nur aus fort Moral der Zeit W werten. Derart beleuchtet, treten uns die Borgias n-icht mehr als Benwcvfme und Lasterhafte entgegen, wenn sie auch, von Ehrgeiz und Machtgier 'hchsrrjscht, zu den uncchörte-sten Mitteln greisen. Aber was Böses ihrenr Na-men. anhastet, ist vielfach nicht mehr als gckaicbeu'los nachgesprochener Klatsch und Neid der von ihnen GesMzten. Sobatini gcht hier bis ans die letztem Wurzeln der Geschehnisse Wvück. Er greift nur zu den Quellen -und Tatsachen, die wckeftreitibar als erwiafru gelten und konrmt hiMrrch iu Widersvruch zu den Goschichtsschreibern alter und neuer Zeit, die schon nnt einem Gefühl von Voreingenomim-euheit an den hisdorifchelc Siaff getreten sind. Die Abbildungen, darunter Cäsar Borgia nach Giorgiorie und Earavaggio, ferner eiMlne StahDiche aus der Zeit verdichten die Atmosphäre. innechM welcher die interessanieste Epoche der -rtaliemfchen Geischichte aibgerollt ist. c. r. Nadivprogrsmm. Heute Dienstag de« 22. Dezember. 11 Ahr: Vormittagskoruerr. — 16 Uhr 15 Min.: Konzert: Kvmponistcn-Abe (letzte Folge). — 17 Ahr 50 Min.: Stunde der Frau. WeihnochtssPerstn in verschiedenen Ländern. M. Stern. — 18 Uhr 25 Min.: Professor Ing. Dr. Karl Haubner: Anordnung elektrischer Licht- und Heizungsanlagen. — 19 Uhr 10 Min.: Französischer Sprachkurs. — 19 Uhr 10 Min.: Englischer Sprachkurs siir Vorgeschrittene. — 20 Uhr 15 Min.: Orchesterkonzert des Wiener Symphonieorchesters. W. L-MMb-r IMS_tfegfl»y Bolkswirt. Me Sntscheidungrftuadk der ftaaBstlchen Fkauteu. (Wechseltwe Lmrteilung aus den internationalen Devisenmärkten) i An Ser Züricher Börse ist der französische Franken von! 19,95 auf 19,32 zurückgegangen. Die Ursachen dieses Rückganges! sind nicht klar ersichtlich. DvuItters hat seinen Finanzplan! ber-eils jertiMstellr. I» vieler Beziehung hält sich dieser an. die * Projekt: Loncheurs nnv Eaillanx', welche eine starke Echöhnng i der direkten und indirekten Stenern -vvrgeschlagen haben, um datz Gleichgewicht int Budget herzujtellen. Bekanntlich sind Teile dieser j Steuern im französischen Parlament bereits der drei Wochen de-' schlossen worden. Neu ist die Einführung einer Export-! abgabe, welche den durch die Frankenschlvattkrnlgrn forrierieu Export stärker treffen und so den Anreiz ans den Ausverkauf Frankreichs vermindern soll. Gleichzeitig versucht Doumer auch die Wirkungen der Fraiüenschaoankung _ im Innern dadurch za paralysieren, daß er den Konsum des Tages von den Umsatzsteueru und sonstigen Abgaben befreit wissen will. Endlich will Donmer den Konsum an überflüssigen Artikeln durch Erhöhung der Lnxussteuern drosseln. Dieses Programm dürste :vohi. oie Billigung der französischen Parlamentarier nnd der breiten Schichten finden; es ist aber fraglich, ob tatsächlich damit das Auskommen wird gesunden werden können. Die stärkere Heranziehung der Einkommen des einzelnen und die Verdoppelung der Umsatzsteuer dürsten vielleicht ans mancher Seite Widerspruch erregen.'Trotzdem ist die Annahme der Vorschläge nicht unwahrscheinlich. Ans alle Fälle verhält sich die internationale Finanz auch diesen Projekten gegenüber sehr äblchnend nnd beztveiselt, ob Doumer das Wunderwerk der Frankensanierung wird bewerkstelligen können, welches seine sieben Vorgänger bisher nicht zn erreichen vermochten. Der Bankausweis für die Mitte Dezember, welcher gestern veröffentlicht wurde, gibt den Pessimisten Anlaß zur ungünstigen Beurteilung des Franken. Die Vorschüsse der französi-. schen Bank haben in der -zweiten Tezemberwoche -um 300 Millionen zugenommeu und belaufen sich bereits aus 34 Milliarden. Der Notenumlauf weist ebenfalls eine Zunahme um 92 Millionen auf. Er beträgt jetzt fast 50 Milliarden, also die höchste Grenze, die alle Finanzminister, selbst die Anhänger einer verdeckten Inflation, als Endziel angesehen haben. Hewochebung verdient der Umstand, daß Sic Wiener Börse gestern den Franken zünftiger benrt-eilte. Er notierte im Wiener Clearing 20,'50 nach 2646- Seteine, BottrSge und Serfammltragen. Beth-Hami drasch, 2. Bez,, Ferdinandstraßa 2S. Heute um 7 Ahr abends: Lektor Dr. S. Gelbhaus: „Historische Psalmen". — Zionistische Sektion Prater. Der heutige Bortrag des Herrn Dr. Gelber entfällt. — Jüdischer Frauenbund, 9. Bez., Liechtensteinstraße 11-18. Heute um halb 8 Ahr abends im Zeremoniensaale des Tempels, 9. Bez., Müllnergasse 21, Brbelvortraa („Die Sprüchvon Escher Mieses. Gaste willkommen. Eintntt frei. * Ein Borttag über Palästina. Gestern abends hielt der Rechtsanwalt Dr. Jakob Bach, Leiter des Touristenamtes der Stadtgemeinde von Tel-Awiw, im Saale des Cafe Metropol einen Borttag über die politischen nnd wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas. Er besprach eine Reihe von Problemen, wie die Beziehungen zwischen den Juden und Arabern Palästinas, die allgemeine politische Situation und die Stellung der palästinensischen Regiemng zum Aufbau Palästinas als jüdisches Nationalheim. Aeber die wirtschaftlichen VerhLltmffe Palästinas führte der Redner unter anderem aus, daß der Aufbau Tel-Awiws, Haifas usw. ein großes Werk des jüdischen Schaffensgeistes ist. Kein Land in oer Welt hat sich so rasch nach dem Kriege entwickelt wie Palästina. Wir schaffen jetzt Geschichte in Palästina, wir schaffen ein Riesenwerk, von welchem die Geschichte bis jetzt noch nichts weiß. Der Ausbau Palästinas ist nicht nur zürn Glück des Judentums und der Orientvölker, sondern auch der ganzen Menschheit. Die Ausführungen oes Redners wurden mit großem Beifall ausgenommen. _ vekichtrsaal. Betsmüemweihung in Landesgericht. Freitag den 18. d. fand die feierliche Einweihung des für die jüdischen Häftlinge im Wiener Landesgericht eingerichteten Betsaales statt. Zu dieser Feier hatten sich außer Funktionären des Landesgerichtes eingefunden: Von der Kultusgemeinde Vizepräsident Dr. O r n st e i n, Vorstandsmitglied Justizrat Dr. Adler und Amtsdireltsr Fuchsgelb. Rabbiner Dr.' Armand K a m i n k a hielt die Weiherede, Oberkantor Kaufmann des Stadttempels, assistiert von einem Mannerchor,- versah die kantoralen Funktionen. Nach Beendigung des Gottesdienstes hielt der Vizepräsident des Landesgerichtes. Hofrat Dr. Schneeweiß, eine Ansprache, in der er dem Rabbiner Dr. Kaminka für die fast 25 Jahre lange ersprießliche Betätigung alz Seelsorger für die jüdischen Häftlinge dankte. Vizepräsident Dr. Ornstein brachte den gerichtlichen Funktionären den Dank für die Förderung der Bemühungen zur Errichtung dieses Bethauses zum Ausdruck und mahnte die Häftlinge daran, wenn sie dieses Haus verlassen, ihrer staatsbürgerlichen und religiösen. Wichten eingedenk zu sein. Dtt Wunderarü vom Triestmgtal. Aus Pottenstein an der Triesting wird uns gemeldet: Beim hiesigen Bezirksgericht waren die Wirtfchastsbesitzer Franz und Katharma Huber aus Neuwald bei St. Corona nnd gewisser Franz Zöchlin vulgo Roßbäck angeklagt. Zöchlin hat taut Anklage den Kutscher Alvts Kapfenüerger um sein linkes Bein gebracht und den Eheleuten Huber wurde Fahrlässigkeit und Mllfchuld an diesem Unfall zur Last gelegt. Dem Kapfenberger. welcher bei >den Hubers tn Arbeit stand, wurde nämlich beim Holzstrersen das linke Bein von einigen gefällten Stämnren total zertrümmert. Der Schwerverletzte wurde durch Huber nach Hause transportiert und Wird Huber zur Last gelegt, daß er nicht sofort einen Arzt herbeigeschafft hat. Kapfenberger wollte durchaus nicht ins Spital, sondern ließ den Kurpfuscher Roßbäck kommen. Die Eheleute Huber hotten diesen Naturarzt, welcher eine Bleiweißsalbe verschrieb. Die Folge dieser BebaMung war, daß oer Fuß ganz amputiert werden mußte. Zöchlin wurde wegen Kurpfuscherei zu U Tagen Arrest verurteilt. Die Eheleute Huber wurden sreigesprochen. ßoropa und Me Rett-Vorler Börse. Aus New-Zork wird gemeldet, daß die Haussebewegung in Wallstreet eine ungewöhnlich starke Anziehungskraft aus das mobile europäische Kapital ausübt. Die Kaufaufträge, die in der letzten Zeit durch Londoner und Amsterdamer Bankhäuser nach New-^jork gelegt worden sind, sind selbst für amerikanische Verhältnisse so bedeutend, daß die angejehene Finanzzeitschrift „Barrons' Weekly" den Wettbewerb zwischen London und New-Aort um die finanzielle Vormachtstellung dahin Präzisiert, London halte zwar noch das Pendel, aber Wallstreet schwinge es. Ein Londoner Großspekulant loll in wenigen Wochen an amerikanischen Papieren 7 Millionen Dollar verdient haben, während ein Londoner Bankhaus, desien Kundschaft sich vorwiegend aus Mitgliedern des Hochadels zusammensetzt, in Wallstreet wöchentlich. im Durchschnitt 50.000 Shares handelt. Neben England ist Holland ant stärksten an der New-Iorker Börse interessiert. Für holländische Gisela Feilich Kalman Langsner Verlobte Wien, im Dezember 1925 Wir fluuontimu nicht Lockpreise für unbrauchbare, schlechte Artikel sondern, geschmackvolle preiswürdige Hualitätsware in verblüffender Auswahl! „Lad7"-L>trickmode VA. MariahiLserstraße 114, „ ' 7III. Lerchenieldorstraße 124, »SG IX. Rußdorferstratzs 18. Seefische billiger und blutsrisch! «abliau lSeeWD. I i fHfn Hilf S 1 Hfl Seelachs, Leugfilrh f 1 KUD ° 1*®ü «"'M 's,e“} 1 Kilo nur 51.20 Lebende Karpfen preiswert! Ferner empfohlen r Fischkonserven irr Dosenpackuug als billiges ünd praktisches Weihnachtsgeschenk Reichhaltiges Lager in Oelsardiuen: iw Wrener seefilchtochbnch kostenlos. Deutsche Dumpfischet ei ft Nordsee

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