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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-20 · Heft 2453 (20.12.1925) · p. Seite 12

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2453 (20.12.1925)
Date
1925-12-20
Page
Seite 12 (sequence 12)
Language
German
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Veite IS Men, Tonnra- Wiener Morgenzeitvng In Pro»ed srgra dr« Betzrtmd Nheialssd. D«r»««». Gestern vormittags wurde Lelm Landesgericht 2 mr halb 12 llhr vom Vorsitzenden des Schöstfensenats Oberlandesgerichtsrat Wilhelm das Urteil verkündet. Schon lange vorher >tvar der geräumige Saal von Zuhörern dicht «besetzt, die mit großer Spannung der UrteilsPuMVa- Hon folgten. Oberlandesgsvichtsrat Wilhelm vErchete folgenden UrteilSfpvuch: Roland St eing ruber, Wdifgang Steingruber und Robert Berguer haben sich des Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung, Josts Kladnik, Ferdinand Rappel-und WoiS Alrich der Usberttetung der körperlichen Sicherheit und des Waffenpatents schuldtz gemacht. Roland Steingruber wurde zu einem Jahr schwerem Kerker, verschärft durch hartes Lager; Wolfgang Steingruber zu zwei Monaten schwerem Kerker, verschärft durch hartes Jager; Robert Bergnea zu acht Monaten schwerem Kerker vevurteilt. Josef Kladnik zu zwei Wochen Arrest, Ferdinand Rappel zu sechs Wochen Arrest, verschärft durch hartes Lager, Alois Ulrich zu zwei Wochen Arrest. Sämtliche AngeNagten wurden außerdem zmn Ersatz der Kosten des Strafverfahrens verurteilt. Die Privatbeterligte Auguste Müller wird mit -ihren Ersatzansprüchen auf den Zivilrechtsweg verwiesen. Es wird auf den Verfall der Massen oMmrt, die Untersuchungshaft eingerechnet. Die Angeklagten Fenzl, We-idhas und W-immer «wurden von der Anklage freigesprochen. Ar fdjtootjgtlle Fahne — ein veraitttt» Symbol a«r «oaarchWcher Lev. Die am 28. Im! d. I. vor dem DoutschMffterdenLmal deransMete Foier des JniMterievegimentes Nr. 4 bildete gchern beim Straflandesgericht 1 den ' AusgangspuM einer BochaMu-ng, m welcher der Ahährige Jchant-erfft Karl Sonder Hof vor dem Bezirksrichber Dr. Ne-udeck wegen UeberLret-ung der Sudordinationsverietzang anMagt war. Bei der erwähnten Feier, welche als Gedencktäg an die Schlacht von Soka! zu Ehrender dasMt gefallenen ästerrvichißcheu SoGaten veranstaltet wmden war, sollten nach Inhalt des RegMenlEMmandobSschls alle aktiven Soldaten des vierten FnsantevierMMntes, in zwei Bataillone getsovmt, cmsrücken und war Äs Schluß der Feier die Defilierung vor dem Bundesmilvister flvr Heeisvssen angeordnet. Eine Woche vor der Feier soll nun der ArgeNagte Sondecholf vor dem Marobsr^vmmvr in der Rossauevkaiseme in Gegenwart von Mindestens zwanzig Wchvmämiern sich geäußert haben: „W i r sollen am Sonntag, vor der schwarz-gelben Fahne defilieren! Solche Befehle werden gegeben, wenn sie das machen wollen, «sollen sie das m-it den Hackingern (gemeint waren die Hakenkreuzler) allein machen! So etwas verlangt man vom rep^lbLiikanifchell Soldaten! Bei der Feier werden wir einen Ba>m a«u.sqt ellen!" Es wurde beim Landesgericht gegen Dondechqf eine Vormrt>echuchun-g in der Richtung des Verbrechens nach § 561 Str.-G.-B. eingeleitet. Die Voruntersiuchnng wurde nach genauen Erhebungen in der Richtung eines Bey'nechens eingestellt und der Akt lediglich dem Strasbezivksgericht 1 zur AmtHandlÄNg gegen Karl SonLechas tvogen Usbertre-tung -der Snborvinationsvevletzun-g abgetreten. In der-gestern siattgehabten BechaMung hielt der Angeklagte «seine beim Landesgericht abgegebne BeranIwoMng auiftecht und stellte entrschieden in Abrede, außer der Aeußerung über die schwarz-gBbe Fahne irgend eine andere abfällige Aeußerung betrMnd die awgeovdnete Döfilie-vung gemacht zu halben. Der Richter sprach den Angeklagten tont der Anklage, durch Äe seliblst Megeibene atbfällige Aeußerung in «bezug auis die schwarz-gelbe Fahne eine Ueibertretung der Subordi- MtionsveÄetznng begangen zu haken, frei, verurteilte ihn dagegen bezüglich der Äs erwiesen angenommenen Aoußerung in bezug auf die DesMerung im Sinne der AnAage zu drei Tagen Arrest, bedingt mit einjähriger Probezeit. AnlangerL den Freispruch war der Richter der Anschauung, daß die Aeußerung bezüglich der fihwarz-igelben Fchne nicht den Tatbestand im Sinne der Anklage bilde, da die schwarzgelbe Fahne ein veraltetes Syinbol sei, ein Uelberbleibsel aus der alten «monarchistischen Zeit, welches m das repuManische Heer nicht auisge-nammen wurde. Die Aeußemng, daß man bei der Feier einen ,Dam" aufftellen, d. h. mnschmeißen solle, ferner die Aeußernug hinsichtlich der erteilten BaMe, >beinhÄten jedoch eine Subordinationsvetletzung, da in diesen AmrßeMngen eine Verletzung der ichuidigen Achtung vor dem Bovgeljetzten enchalttm sei. Edith Kadivec begnadigt. Freitag louvde Frau Wich Kadivee aus der Haft des Kreisgerichtes St. Pötten, wo sie ihre Strafe in der Dauer von fmts Ichren «schweren Kerkers >ÄWbüßen hatte, entlassen. Sie wurde gleichzeitig mit. füMig Verteilten durch eine Entscheidung des BnndeSprÄfi- '-"iwn begnadigt. SommerMsenthaltsabgaben — uuMläsiig. Eine «für .rmerfchchsu md Semmrechchchler wichtige Entscheidung HÄ «gestern drr BerwaitunMerichthüf gelfAlt. Der RechtsAtwaltsanwärter Dr. WaniAermaun hätte g.Mn die ihm von der Gömoirlde Mödling vougefthrnid-ene Sommerausenthalts- «abgabe und die von der LandeSreMmng bestätigte VorschreÄMt^ Beschwerde an den BevwalMngSgerichtthof ergriffen. Dieser gab der BeWvewe Folg e und hob die Sntscheidrmg der «Landesregierung «ls rmgesetzl-ich aus. weil die SonmleroluifenthÄtSabgalbe nicht unter disjenigen Wbühven fiall«. be^Kg- >tich deren Ausschrelbuna die Gemeinden sMtündig dorgchen können. Das Gesetz vom Jahre IM, durch welches die Bor- «schveibung einer solchsn Abgabe an die Bewilligung der Landesregierultg gchumden ist, bestehen noch au-srecht. Die Anhebung der Mödvinger Abgabe erfolgte jedoch lediglich ans «Grund eines GemeinderatsbeschlusseS. Sollswiü. AMeaslmier»««. Bon Dr. Heinrich Schaber. Mit der Mir steht es Henkundig noch immer -schlecht. Die bagkichen Bulletins lan-ten fch ununterbrochen «beunruhigend, ohne Abwechslung recht trübe. DaS Börsen- «bavometer zeigt ständig auf schlechtes Wetter und der Lustdvnck oin uinabünderUcheS Lief. Der Achtsttahll aber, der daS GewoA zu durchbrechen schien, Äs der Wfektentruft in Regvnbogensavben sich avr Horizonte mÄdete, ist alsbald vovSbergchuscht. Der Alp, der der Börse den Atem benimM, will «nicht Weichen; die Daube, welche den OÄKveig im Munde tragt, nicht auGieML. Die Msser der Sintflut, in denen auch der Schlamm der Mieninflatiou hoch archpritzt, haben sich noch incht verlMfen. Zwar -nähert sich der gewaltige Filter, welcher das Wasser vomigsn und nur im Goldwert der Aktien durchfichen soll; allein dieser Prozeß hat noch nicht recht begonnen, braucht Geduld und Zeit und vor allem die Probe aus das Exempes, das die GoWcÄanzen statuieren sollen. Hochkarätig wird das Gold zumeist gewiß nicht sein, das dabei gewonnen wird; viÄes wird bloßes Talmi bleiben und Mst das Gold von echtem Schrot und Korn wird sorgsam unter di« Lupe genammen werden müssen, ob sich nicht brüchiges Zeug angchetzt hat. Jedenfalls, und das deutsche Borspiel hat er bewiesen, wie der Phönix aus der Asche wird die Aktie sich noch lange nicht aus der Goldbika uz echebeu. Der Glxmz der GoldbAanz strahlt matt und blendet nicht, Dange nicht der Ertrag ihm seinen Firnis leiht. In Deutschland aber ist die Rente hinter' der Sübstontz zurükbMioben und hat der Goldaktie den Zauber streitig gemacht, der von ihr auf die Geßundunig des Mrktes sich senken sollte. Die deutsche Gobdakdie hat bis nun als Medium der hELftigen--SuWftim versagt «und das Zntranen geschwächt,, das" hieWarcke dem gleichen Müstellungsvorgange e-utgsgengebracht wird. Das Hevl der Mtie gcht <Ha gewiß nicht zunächst von der 'GMbA«a>nz ans; diese HeilSbotlschafl muß hem-uterigeschraM Md die ''HMmgen Ms sie dürfen nicht Llberspamt wetden.? Indessen die Goldbilanz ist nicht daS einzig» Anffrrschungsclement. Man denkt und schreitet überdies an die Versuche einer grüMchm A k t i e »i r e f o r m. Soll die Goldbrlanz in der Wertschätzung der Mtie Ordnung machen, will die Mtienresorm die Aktie «berhaupk und an sich in die Bahnen geregelter Ord°- nung lenken. Die Uebertrekbungen des GruMngssiebers und l er KapitÄsinflation haben mit der Aktie einen wahren Hexensabbat aufgeführt, dessen Bocks- und TeufelssprÜW alle Grenzen überschritten. Man denke an die Neugrundungen und Emissionen, die die swlzesten Namm führten und dann kläglich zusanrmenbrachen, um dem Aktionär im Ausgleich oder Konkurs an unplaciertei Stelle ein klägliches Schicksal zu bereiten; an den Sturzbach der Kapitalsvennehrungen, die der Geldzerstörung nachgehastet haben, an den Rummel mit Bezugsrechten, an den Lärm der Stückelungen und Zusammenlegungen, lauter Schöpfungen überhitzter Phantasie und Finanzierungstechnik, die sich selbst m Grund und Boden finanziert und um allen Kredit gebracht hat. Diese Methode hatte alle Schleusen geöffnet, ftuchtbares Erdreich überflutet und verschlammt, und nun gilt es, diesen Sumpfboden trocken zu legen und' von den aufstergenden Miasmen zu brsr-eien. Noch rumort gespenstisch manche dieser Einführungen, allein Krise und Depression haben sich als stärker erwiesen und den Spuk viefach . verscheucht. Alles dies machen sich sie Reformer zunutze und rücken'mit Entwurf«« für ein neues Aktiengesetz heraus (erst Gr-anichstädten-Czerva, da>rn Hosfmannsthal), um aus den lehrhaften Bechaltnissen die Resultierende zu Men und festen Böden unter den Füßen zu gewinnen. Sie regeln >das Bezugsrecht, um dem Bezugsrechtsraube die Waffe .gegen die StammMonäre zu entwinden,- sie ordnen die Gebarung, mit' DePot-(Kunden-)Aktienr, das Stimmrecht an/ verpfändeten'Aktien; die Sperrverpslichtung; die Anfechtbarkeit Von Majoritätsbeschlüssen zum Schutze der kleinen Aktionäre;.' die 'Haftpflicht des'Vorstandes für die Prospekttoahrheit und die geschäftliche Treue; den Zusammenschluß und die Fusion von M-. tieMsellschaften und'was sonst noch den redlichen Vorgang bei Gründungen und Umgrürwungen, die grundsätzlich freigegeben werden sollen, sowie bei der- LiquN>ation 0on Miengssellschcrsten behütet. Auch .daran will man es mcht fehlen lassen, der Ueberjchwemmuntz. des Marktes durch Wien, die.schwachen Händen, entglitten waren, vorzubeugen, indem die Pakete vom Stützungskomitee der Banken und Bankfirmen rechtzeitig aufgefangen und auf Lager genommen wurden.'. Als aber-der'Zerfall des Konsortiums durch Absplitterung unvermeidlich schien und auch, hier ein Dammriß drohte, wurde,der Effektentrust unter Heranzichung von AuslandLinteressen unter Dach gebracht und die Gewahrsame md Gebarung'in eine feste, sichere Treuhand gelegt. Es ist klar, daß auch diese Maßnahme der Sanierung der . Aktien und der Fesügung des.BertraueuS, der Seelensanierunß 20. Dezenrber Mo R«. 24K, der Aktionäre, dient und jedenfalls eine Jwtieruug Del Platzes durch eine Ueberrumpelung von Niasienanboiett und Not' verkaufen hintaugehalten wird. Erfolgreiche Heilwirkung Icmit man sich aber auch davon ver sprechen, daß durch die Säuberung und Läuterung d<i EmiffionSap parat es, in'den sich allzu viele spekulativ» Gründnngstätigkeij eittgenistei hatte, , der Schöpfung neuer mit junger Aktien ei» Riegel vorzuschieben ist. der um jo dichter hält, als daS Animiergefchäst bei der ohnehin geschwundenen Nachfragl gründlich abgewirtschaftet hat. Das Gelegenheitsverhaltnis ha! seine Anziehung «ingebüßt, die Möglichkeit, neue Aktien abznsetzen und in Verkehr zu bringen, ist verkümmert. Der Anreü ließ nach mtd die Finanzierung hat wieder zu jene« Geldinstituten zurückgefunden, di« für ihren 'Emissionskredit noch bangen, fein Renommee nicht leichtherzig Alfs Spiel setzen. Die Quelle, aus . der man schöpft, muß eben klar und durchsichtig fließen; da darf, kein trübeL Wasser mitrinnen, in dessen Schmutzwellen sich dann jene Papiermassen wälzen, welche den Aktienmarkt Ut die Untiefe gezogen, ihm sein Wellengrab geschaufelt habett. Die Aktie vor diesem unheilvollen Tiefgange zu bewahmi, heißt den fruchtbarer« und entwicklungSftarken Assoziationsgedanken vor der Fäulnis bewahren. Doch die Not ist groß. Die Sirenen pfeifen aus dem letzten Loch und der Kommandoruf erschallt: Me Mccirn an Bord! Es gilt die Rettung der Aktie durch ALsÄuttg der Mißbräuche, die sich wie Rost an ihre heiklen und leichiferderndeu Gelenke gelegt und sie außer Rand und Band gebracht haben. Ihr Mecha nismus ist gestört und di« Fertigkeit in der Hantirerung, ihn wieder einzurichten, bringt den Erfolg der Aktiensam'er>:ng; sie fordert Geschwindigkeit und sonst keine Hexerei. Politische AirtschMrwochk. Die Bank Palski. — Das Budget. — Feste Börsen. (Bon unserem potttischen M.-S.-Korrespandenten.) Die Wirtschaft Polens steht vor großen Umwälzungen. Die Reorganisation der Bank Polski ist ein Gebot das. Tages -geworden und in den Regierungskveiseu werden bereits die entsprechenden Maßnahmen erwogen. Die Bank Polski verfügt derzeit über einen Goldvorrat im Werte von 132,7 Millionen Zloty und einen Valulenvorrat im. Werte von 59,56 Millionen Zloty. Dem Valutenvorrat stehen jedoch Benpflichtungen in fremden Valuten in der Höhe v-on 76,45 Millionen Zloty gegenüber, so daß schließlich ein Paffivisaldo voit 17 Millionen Zloty heraus-komml. Außerdem ist in der nächsten Zeit eine Anleihe der Federal Reserve Bank in der Höhe von zehn Millionen Dollar fällig, die durch Gold im Werte von 51 Millionen Zloty, welches im Anslande deponiert ist, sichergestellt ist. Der Bainkn-otenumlauf belauft sich jetzt nur mehr auf 361,8 Millionen Zloty und erscheint mit 34 Prozent gedeckt, tvobei jedoch der Umlauf von 409 Millionen Scheidemünzen nicht berücksichtigt ist. We aus den obigen Ziffern zu er- - sehen ist, kann die Lage der Bank Polski nicht als rosig betrachtet werden, und eine gründliche Reorganisatron erscheint dringend notwendig. Diese ist jedoch nu.r rm Wege einer Anleihe «nöglich. Polen 'hätte schon sicher eine Anleihe bekommen, wenn man sich entschlossen hätte, die Bank Polsky unter ausländische Kontrolle zu stellen. Auch das Expose des Finanzministers Z d z i e ch o w s k i konnte die Wirtschaftslage nicht Hären. Der erste Teil des Exposes schilderte die Lage der Wirtschaft so, wie sie tatsächlich ist. lieber die bevorstehenden Schritte der Regierung kam jedoch wenig Klares zutage. Die Schaffung eines Mirtsk^aftszloty" aus Grund der Parität der Preise des Innnd Auslandes kann, da es etwas ganz Unklares . darstellt, noch nicht beurteilt «werden. Das Budget für das Jahr 1926 ist tatsächlich von IM ans 1450 Millionen Zloty reduziert worden; für das erste Quartal 1926 ist es vom Sejm bereits angenmnmen -worden. Es bleibt natürlich die Frage offen, was gesche-hen wird, wenn die 'beabsichtigte StaöWerunK des Zloiy aus dem Niveau dorr 7 Zloty gleich einem Dollar nicht gelingen sollte, da in diesem Falle alle Bodgetzifferv als pro-ble>matisch bezeichnet werden müssen. Inzwischen wird die Lage der heimischen Industrie immer ernster. Die Kapitalsnot urw der Mangel au Krediten mache«! jedoch geregelte Produktion unlnöglich. Die Betriebe -werden eingeschränkt, die Zahl der Arbeitslosen erreicht eine bisher noch nicht verzeichnete Höhe. Die Beschränkung des Devisenverkchrs macht einen geordneten Zahlungs- und Handelsverkehr unmöglich und es tröffen immer neue Absagen ausländischer Unternsh« mungen ein, die jeden Geschäftsverkehr mit Polen ablchnev. , Der Kampf der Regiermrg geger^ die Teuerung hat begonnen. Die HandeMwelt nimmt jedoch auch weiterhin die Preisstellung nach dem Dollarkurs vor, «was auch nicht wundern i»arf. Die Mion der Regierung verspricht auch keine großen Erfolge. Zu einer Verbilligung der Mehl« preise kann jedoch die beabsichtigte Gistiemng des Getreideexports beitragen. Der Verkehr auf den Effekte «Plätzen -var m der Berichtswoche ziemlich rege. Der größte Teil der Transaktionen lv-arde in Arbitrage-werten durchgesührt, -da bei den jetzigen Kursschwankungen diese Geschäfte beträchtliche Gswiune abwerferr. Eine Favoritstellung nahmen hiebei ZieleniowNi und Gorla ein. ZielenwwsA erreichten den seit langem nicht verzeichneten Kurs von 11 Zlotyn Gorka erholte «sich auf 9.50 Zloty. Die restlichen Arbitragewerte nobiemt in Zloch «wie folgt: Hypothekenbank 0M Bank Malopolski 0.25, Ehodorow 5.45, Ghhbie 4.26, De« pege 0.24; Warschauer Diskontobank 4.60, Lem'berger Brau 8.60, Rakszawa i, Gal-izische Montan 2,10 Zloty, Die Aktien der Bank Polski be>ha,upten sich bei 49 bis i 50 Aro-ent. i

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