Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2447 (14.12.1925)
- Date
- 1925-12-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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VN. tm «ywrt, Mcmwg Wiener Mor-enzettung 14. Degemver INS «E 8 Spiele Siege Unenisch. Niedert. Tore -für gegen Pnn Amateure . . . 10 7 2 1 35 11 16 Slovan . . . . 11 7 1 3 28 2t 10 Admira . . . . 11 6 — 5 17 14 12 W. A. C. . . . 11 5 '2 4 18 19 12 Rapid.... . 10 & 1 4' 29 27 lt Sportklub . . . 8 ft 1 8 18 19 11 Btenna . . . . 0 4 r 8 31 16 10 F. 81. C. . , . 10 4 2 4 1« 22 10 Hakoad . . . . 11 3 3 r> 30 2ft 9 Simmering. . . 8 3 8 8 24 2-i s Wacker ... . 9 3 —- s 20 27 r, Rudolfshügel. . 10 — 5 5 14 2? Hertb i . . 9 —* 3 6 9 20 8 Oesterreich schlägt Belgien 4:3 (3:1). Echt»« rrkkmvst« Sirs. — KM (2), Fischer «nd -ierlSnder schkßea die Tort. ößÜlttl SWüIHlflfiöftfH. i lZeniert, indem et in bet 17. Mimte^n Braim so «»gibt, daß Ä I et tute den Fuß hinzuhalten braucht " und der dritte Treffer Wltemuj I fü, Belgien mriTfomit auch da» Endresultat hergestellt ist. Die ner werteren Angriffe der Belgier, dir den Ausgleich erzielen l«vmert. r» wollen, meisterte die österreichische Verteidigung in Vorbild Landler »knm licher «eise. (tmauiiw) (B«nna) Bflnetlet »'la num Dir Meisterschaft drr ersten Masse. («mateure) sVaSer) («apid) 1 ' " Cutti Horvath Hierländer Wirser Fischer tN«ateur») cOtoimertn-,) (Amateure^ (Am »teure) (Sunna) * Honet Tl,hr AdamS R. Braine GilliS «illcurI.r.) (ykeischstA lk) (Sp.r.Andkklecht) (»ttrichol« T.) (HtandardT.«. VandenOuden BanHalme B. Braine svercha« Sport) (G. S. Brrueoi») (Leus y»t kl. L.) Demo!' Ewaertenbroett» (Nnt-A Satnt.»iv»lse) (Daring S. S.) Ban der Neiren (Daring L. L.) Belgien * Lüttich, 13. Dezember. Die österreichische Auswahlmannschaft konnte «udl ch wieder einmal einen großen Erfolg erringen. Das erste Länderspiel gegen Belgien endete mit einem knappen und glücklichen Sieg unseres Teams. Von 20.000 Zuschauern angefeuert, erfüllten die Belgier die Erwartungen, die ihre Landsleute in sie setzten. Ihre Härte und Begeisterung machten sie zu einem der schwersten Gegner, den die österreichische Auswahlmannschaft bisher zu bekämpfen halte. Die nicht in aueu Punkten gleich starken Oesterreicher vermochten sich besonderdurch die bessere Technik und die ganz hervorragende Verteidigung zu behaupten. Aach eiltet Hälfte, in der Oesterreichs Vertreter eine ziemliche Ueberlegenheit bekundeten, »amen die Belgier mächtig auf. konnten aber den Sieg gegen die gegen Schluß des Spieles immer mehr zusammenbrcchrnde Gästevmnnschaft nicht mchr erzwingen. Bei den Belgiern überraschte der vorzügliche Angrisf, der große Schnelligkeit, Durchschlagskraft und Schußgewalt zeigte. Die Hintermannschaft war schwächer. Bei den Oesterreichern lief das Verteidraerpaar Blnm-Tandler zu einer überragenden Leistung auf. Ihnen ist vor ollem der Sieg zu danken. Aigner hielt sich im großen und ganzen sehr gut, zur Pause war er so erschäpst, daß er durch Feigft der aber nichts Besonderes zeigte, erseht werden mutzte. Resch arbeitete mit Volldampf, doch war für ihn der schwere Boden ein großes Handicap. Die Flügel läufer arbeiteten nützlich, ihre Leistungen nahmen im Verlauf des Spieles mehr und mchr ah. Im An griff gab es zwei hervorragende Punkte; das waren die beiden Flügelstürmer, deren Spiel für den Sieg mit ent scheidend war. Cutti zeigte die ganze Zeit hirchurch hervor ragende Form und Fische vs individuelle Fähigkeiten brachten die Oesterreicher immer wieder in Front, Sein raffiniertes Spiel war vielleicht von ausschlaggebender Bedeutung für den Erfolg. Sein Partner Wieser hielt sich sehr gut, Hierländer verrichtete nützliche Arbeit, nur Horvath konnte gegen die robusten Belgier nicht recht a u s k o m m e n. Schiedsrichter Mutteramtierte im großen und ganzen sehr gut, hatte jedoch gegenüber dem leidenschaftlichen Publikum einen äußerst schweren Stand. Den ersten Treffer erzielt der Belgier Ghys in der 25. Sekunde. Jedoch schon 35 Sekunden später gelingt es den Oesterreicherm, den Ausgleich zu erzielen, indem Fischer ein ideales Anspiel Wiesers einsendet. Aus diesen zwei Momenten ist schon da- Tempo de- Spieles zu ersehen. Die Oesterreßchchr behalten nun die Oberhand und in der iS. Minute ist es Euttft der aus einer Flanke Fischers unhaltbar ei«sendet. In der Sy. Minute wiederholt sich dasselbe Experiment. Fischer gibt halbhoch au den rechte« Flügel und Cutti -chietzt den dritten Treffer. Bei diesem Stande werden die Seiten gewechselt. Gleich nach Beginn der zweiten Halbzeit in der 2. Minute erzielt Willis aus einem Alleingang den zweiten Treffer für die Hausherren. Die Oesterreicher lassen jedoch nicht nach und in der 8. Minute überspielt Fischer die Verteidigung, Wt m ierländer ab. der den vierten Treffer für Oesterreich erzielt. Vv: Belgier geben jedoch daß Spiel noch nicht verloren und wieder ist cö Willis, der de» dritten Treffer für Belgien in- Slovan—Hakoah 3:1 (1:3). Die jüdische Mannschaft außer Form. Slovarr-Platz. 6000 Zuschauer. Schiedsrichter Mich.. Slovan: Hloussk; Reichacht, Ärmer,' Machet, Baar, Yarbak; Haider, Haml, Zdarsky, Stepan, Eckl. Hakoah: Fabian; Weginer, Gold; Heß, Guttmann, Eiserchoser; Neufeld, Häusler, Gvünwald, Wortmann, Schwarz. H a k o a h ist derzeit total außer Form. Der Schwäche zustand einzelner Spieler hat bereits auf die ganze Mannschaft übergegriffen und es gibt kaum einen einzigen Maann, der ans der Höhe seines sonstigen Könnens stünde. Da auch die taktischen Fähigkeiten der Elf bedenkliche Mängel aus weisen, ist e8 kein Wunder, wenn die Mannschaft, die im verflossenen Jahre durch gleichmäßig gute Leistungen verdientermaßen den Meistertitel errang, ganz zerfahren ist und bei Eintreten von Pechmomenten leicht außer Rand ui» Band gerät. Zweifellos war gestern der Sieg Slovans verdient. Die Tschechen stellten die in allen Teilen ausgeglichenere Mannschaft, die sich außerdem auf dem schweren Boden außerordentlich sicher bewegte, während sich die Hakoahner absolut nicht zurechtsmden konnten. Auch die T a k t i k der Slovan-Leute, den Ball rasch wei terzugeben und die Flügel zu. forcieren, erwieh sich als erfolg reicher als die Versuche der Blau-Weißen, den Ball lange zu halten und zu führen Aber trotz der größeren Härte und Aus opferung der Slovan-Spieler ergab sich der Sieg erst um die Mitte der zweiten Hälfte aus einem Zufallstreffer, der durch Of-side-Siellung dez Schutzen zustande kam und durch einen ungerechterweise gegen Hakoah verhängten Strafstoß eingeleitet wurde. Als noch bald darauf Hakoahs einziger Stürmer, der sich durchsetzen konnte, nämlich Neufeld, ausgeschlossen wurde, gab sich die jüdische Mannschaft geschlagen und beendete kraftlos das an sich unerquickliche Spiel, dessen schwächste Figur der Schiedsrichter war. Es wird immer mehr zur Tatsache, daß mit dem Aufschwung des österreichischen Fnßballsporleg der Niedergang unseres Schiedsrichterwesen8 Hand in Hand geht. Es kann unmöglich so weitergehen, daß die Leitung von Meisterschaftskämpfen blutigen Ignoranten des Fußballspieles ander, traut wir. Was sich Herr Michel gestern an verkehrte« Entscheidungen leistete, berechtigt uns z« der Annahme, daß er möglicherweise etwas vom Ping-Ponz versteht, aber das Abc des Fußballs nicht beherrscht. Niemand verstand feine Anordnungen, wohl auch die Slovan-Leute wicht, obwohl er mit Ihnen durchwegs tschechisch sprach. Sy zeigte er sich gegenüber den Brutalitäten einiger Slovan-Spitzler recht hilflos, wodurch sich widerliche Szenen ergaben. Schließlich schloß er Zdarsky, der erst in dor vorigen Woche wegen Verletzung des Spielers Becher vom Platze gehen mußte, anlinder unschuldige Neuseld mutzte der „ausgleichenden Gerechtigkeit" halber auch daran, glauben. Hakoah trat in unzulänglicher Aufstellung an. Das Fehlen des erkrankten P o l l ai mochte sich schr fühlbar. E i s tn 0>o f e r, fcet ihn vertrat; konnte uns von seinen Fähigkeited 'Ar den LTuferpoften nicht überzeuoen. Er weiß nie, wann er emzugreisen Haft -und tut dies meistens zu spät. Grüntohsi fc war ei« Vertaner. Dieser Spieler, der vor seiner Verletzung imstande war, ein Spiel allein zu entscheiden, ist devM nicht fähig, mitzutun. Häusler fand sich absolut nicht zurecht und brachte es nicht einmal zMvege, seinen Flügel zu manchen. Neufeld echjelt von chm M ganzen Mi brauchbare Bälle. Aus einem würbe ein Treffer evzielt, der Mite ging nur sehr knapp daneben. Schwarz ist ebenfalls sehr. znMgegongen. Erfreulicherweise arbeitet Wor 1 mann u nverdrossen und hyHnwgS zufried-nstellend. Renfekb Me ««bedingt schon nach der ersten Viertelstunde iu die Mitte rücken sollen. Guttiwann toar meistens schlecht placiert. Heß hatte wchl schöne Momente, aber in kritischen Situationen war «r oft nicht zur Stelle. Wezner verursachte durch eine unnütze Spielerei den ersten Treffer und zeigte seine bekannten Mängel im Nahkrmpf. Gold hielt, sich nicht schlecht, er war wieder der unerschrockene Draufgänger, aber seine Bvwealichkeift wir überhaupt seine Physischen Fähigkeiten haben gelitten. Fabian wehrte seine Reihe schwerer B alle prachtvoll ab und meisterte auch eine« Elfmeter. Seine WachÄWeit und sein Wut sind schranerkennenswert. Durch die Schwächewomente seiner Vordermänner leidet natürlich auch sein Rüel. Die Hakoah-Stürmsr sind auch, wie gesagt, taktisch nicht a«f der Höhe. Sie greift« zu wenig in das Spiel ein, unterstütze« die Hintermannschaft nicht und lassen sich zu se'hr abdecken. S» kat tif daß man zumeist nur Slovan-Spieler in Bewegung sah, die auch einen sehr gefährlichen Angriff bWen, der technisch gut ist und viel schießt. Der gefährlichste Mann ist Hs ne ft derzeit einer unserer besten Innenst-irrmer. Seine Technik und fein Stil sind im Gegensatz zu deni Häuslers, produktiv, Außerordentlich nützlich ist Eck l auf tarn linken FWgel. Zdarskh fft ein Könner, aber auch ein roher Spieler, desgleichen Mache! und Grüner. Schr gut arbeitete Baar, der aber auch nicht von Pappe ist. Barüak hat große Fortschritte gemacht. Reichhardt ist allererste Klasse. Hlos ch ek hatte überhaupt keineGelegenheit, sein Können zu zeigen. Als Kampstrnheit ist Slovan schr ftaÄ.und vepdient seinen Platz in der Tabelle. Allerdings^ hälte SlodM gestern da? Spiel schr leicht unenschieden haltm können. Hakooch gewinnt das LoS mrd Weilt «M Rückenwind. Vom Abstoß weg geLcmigen die MaMoeißen dor das gsgneaiische Tor und GrünwM» OevschiW aussichtSvvicher Stellmg. Ba-lh a-ber «vacht sich «in leichtes lleibergswicht der Tschechenbemerkbar und Fckbtzan muß Schüsse von Haid» «nd ZdarNy abwchven. Eine SoloaMon ZdarÄYI erwet ebenßallS bei ihm. Mehrere Eckstöße gegen Hak-oaih. werden vergeben. In der 22. Minute geht Eckl aus einem Duell mit Wegner siegreich hervor, seme Flanke verwandet Ziva-rAy «6t scharfem Ecksch-uß pm führenden Treff«. Wenige Minuten «nachher dMiert'. der SchRdsrichter einen Mmeter geyen Hakoch, den Daibran abwchrt. BiS zur Pause hatte Hakoah etwas mchr vom Spiel, ihre Auigriisrfe sind jedoch viel zu Lmepltziert, eSS daß sie zu Erfolgen sichren köMten." - Rach Wiederbeginn erscheine« dle Krieau« in geänderter- Aufstellung. ErSnwald Md Schwarz haben dle Plätze getauscht.. Lange Zeit hehexrs^t Slovan das Feld, tftei Eckm gegen Hakoah bringen keine Erfolge, einen Bombenschuß Havels meistert Fabian. Ein überraschender Vorstoß der Krieau« -ringt dm Ausgleich. Wortmam übernimmt eine Flanke Nevfelds und sendet für Hlosek unhaltbar ein (14. Minute). Die Freude der Blau- Weitzen hält aber nicht lang«, denn bereits drei Minuten später ist Haid« rus klar« OMchellung für Slovan abermals erfolgreich. Bald darauf «folgen die oben erwähnten Ausschlüsse. Schüchterne Angriffe der Hakoahner finden meist bei den Slovanverteidigern ihr Ende. Vollends einseitig wird das Spiel, als m der 33. Minute Haider nach einem Solo Eckls einen weiteren Treffer und damit einen genügenden Vorsprung erzielt, m dadurch den Sieg endgültig sicherzustellen. Beide Mannschaften sind infolge des schweren Bodens mit Ihren Kräften zu Ende und die restliche Spielzeit bringt keinerlei Ereignisse von Belang. Das Spiel der Reserven gewann Slovan 2:1 durch einen schweren Fehler des Hakoah-Tormanneß Be«. mmrnmmmmmmmmmmnmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmmm HERREN MODE HAUS A. BORENSTEIN WifN, 1. HOLLANDSfRASSE 10 TCi.EP.'ION Nr, 46 5>3 gibt bekannt, dass in Anbetracht der herrschenden Geld* Knappheit den langjährigen Kunden bei. Bestellungen iuf HerMngardereb« nseti Mas« ZAHLUNG SE R LEICHT E RU N GEN ohne Prelaauffschlag gewährt werden m R^olfshSgel—Hertha 0 r 0. RudoPWÄDlatz. 300# Achhmi«. SchicdÄichcr Zwicker. Rtztzplsshüger: Bragda; Capek, Kloifar; Ittmmrichtex, Trattkhnerr Kamefch, Parofsky. Achler. Hertha; Semensa; Wiltschl, Schramseis; WsM, , Krenn; Mchg, HyMM, Wypck, Schlosser, Picha. In der ersten SpieGälfte ist das Spiel voMpmmen osftn, auf der einen Seite wehrt Brctzda gefährliche Schufst AllbadaK und HorWchs «b, Wf der Gegenseite klärt Wiltischl bravourös eine gefährliche Situation nach einem Corner. TratKchn-er muß -andf eine Wrruhe weyen einer Knöchelverletzu-ng Lnsfpdgen. Eine gvfährbiche La-ge wird herbeigcffchrt. als KgMßsch allein vorstürmt, Setnenka stürzt, aber entgegen M nimmt dem Angreifer de» Ball vom Fuß. Irr der letzten SpWvMMt« übevschießt Hofstettzer Ms Mistiger Nach Seitenwechsel gibt es Zuerst «men Freistoß HofftetMs, der ^halten, wird, Hann W Semenka zwei placierte Schüfst Gchftrs, hieraus macht er em Geschoß ParchÄHK unschWich> wobei chm der Ball fast ins Tor rollft SchrämLeis exekutjert einen Freistoß, trotzdem Hm die WWcht verstellt ist, wchrt Bretzda sicher »b. Gegen Schluß ist Hertha, die eine vorteilhafte Umstellung vor , genMMW hat, vorwiegend im A-nigrU doch BroKa dal! sämtliche von Äistostaid «u>d Kaboda abgegebenen Schüsse