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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-07 · Heft 2440 (7.12.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2440 (7.12.1925)
Date
1925-12-07
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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| PoiCII. ] Wien /umAülioien inoei Expedition, IL laboisti. 1-3» odei ln einer Veischlelsstcllt Trallle monati: o Schilling Strastenveikaui in W i cn ' durch die Kolportenie der Rrma.Q o » o.sch inied, ’ i;’W6llzeife II Mit Poslversand lüi Wien rtd -‘Gwtenelch monatlich- ■. .■ p Schilling . i scliecho-Slovakeh Mon.K22. Jugoslawien: Mon.Uin. 60. Polen: Mon. 5 Zloty.. D e u t s c li l a n d: Mon. Om. 4, Fiankt eich. Zeigten Mon Frcs. 1« irmr ♦ •casanaiim m » er nfthuo tn rarbcbitin Nr. SM ROH Wien/ Montag, 7. Lezemoer 11125 rm imjEtijn England: Moa.4Sdiilltog. Italien: Monati. 18 Lin: Rn nlnl es: Mon. 170 LdL Bulgarien MmUpOtaM» Schweiz und dai tiMge Ausland monatlich Frc*. 5 Redaktion, Administration Wien,ll.TaborshM i eleplione: 44*0*38,43-349 Ab 6 Uhr 21-1Ö2, 2M*2 OL Universltltsstras« $4) (D ttckcrci g. Stclnmamt) Oesteneichisches Pootapar» ka sen* Konto Nr. 150,698 7. Mrs»«« Zer AMmd in Sie Nrgelang di ' Paris, 6. D«srmber. (WoW'RrW.mints1er Pain-. Je h e Hai dom PrÄsidenten der RePuM ein Dekret zur' ' Unterschrift vorgeieflt, durch daS. da s K o m -m'Z s is a r \ a t i n Syrien wie folgt geregelt wird: Ter französische Obelkommisiär ist für die äußeren nd innere B erleid ig u ng d e s M a ndatsgeb ie tes verantwortlich. Er verfügt zu diesem Zwecke Hex die dort stationierte Landmacht. - Ein General unter der Leitung' deS ObrrkommlsiarS übt den O.bcrbejM über allei miütarischen Streitkräfte des Mäudiltslandes ans. Dieser Genera'! wird durch ein Dekret des Präsidenten der Republik auf Borschlag des KrirgsminPers ernannt und wird den Titel OherkomMandant der Truppen in Syrien sichren. ' Jum Oberkommandanten der Trupen in Syrien ist Gameki n ernannt werden. - Die Evhebmr-im Lichmron. Beirut, 5. Dezemebr.) Meuter.) FranM'che Streitlcäsk haben-Hasbaya besetzt. Damit kann die ganze Erhebung im Libanon als beendet betrachtet '.Verden. i\ Die Erstürmung von HaAbaya. Paris, 6. Dezember. (WvlG) Ter Berichterstatter 'der /.Chicago Tribüne" in B e i rut 'rneM zur Einnahme der Ortschaft Hasba ha, d'e Drusen hätten um die Ortschaft viM Wall aus Ktsjn wchurch der erste Angr'i f _^er.Hranzosen, ^Mj-LiMMchpygingen^ zum Stehen M*.*. mm .— -- Der Bölkerbundrat. ' Genf, 6. Dezember. (Schweiz. Oep.-Ag.) DaS Komitee öes Böllerbundrates für die Beschränkung der Rüstungen beriet gestern die Grundsätze, welche der Vorbereitungskommission' für die Abrüstu ngsk onferenz als «Ärundlagen für ihre Arbeiten dienen sollen, und legte sie in ihren Grundlinien fest. Bezüglich der Privatsabritation von Waffen beschloß das Komitee, dem Rate zu beantragen, e8 sei den Regierungen der von einem besonderen Studienkomitee vorbereitete Fragebogen zuzustellen. Dieses Studienkomitee besteht aus d e G u a n i, C o b i a und B e v e r k a. Es war am 25. März 1925 eingesetzt worden, mit dem Aufträge, einen Fragebogen über die private und nichtkontwllierte Fabrikation von Waffen, Munition und anderem Kriegsmaterial auszuarbeiten. Entsprechend einem Beschlüsse des . Rates ist dieser Fragebogen bereits , zur Begutachtung dem Wirtschaftskomitee, der ständigen konsultativen Kommission für Militär- und Luftschiffahrtsfragen, der Verkehrs- und Transitkomnüssion sowie der Arbeitgeber- und Arbeitnehmergruppe des internationalen Arbeitsamtes zugestellt worden. Aus Grund der Bemerkungen dieser technischen Organismen des Völkerbundes hat das Komitee den Fragebogen revidiert und beschlossen, den Rat zu ersuchen, er möge die Regierungen bitten, vor dem 1. Iuni darauf zu..antwort en. Inzwischen sollen die nötigen Studien für die Vorbereitung eines Konventionsentwurfes über die Kontrolle der privaten Herstellung von Waffen in die Hand genommen werden. Schließlich erledigte das Komitee in geheimer Sitzung das Arbeitsprogramm der Vorbereitungskommission für die Abrüstungsko n f e r en z. Diesbezüglich lagen eine französische und eine englische Denkschrift vor. Da das Komitee dem Räte nur eine'Denkschrift unterbreiten will, muß es'die divergierenden .Punkte, die allerdings, nur iu gewiffen EiWlheiten bestehen, in den beiden vorliegenden Denkschriften mit einander in Einklang bringen. Da dies gestern nicht mehr möglich war, wird das Komitee morgen um viertel 10 Uhr vormittags vor der ersten Ratssitzung seine Verhandlungen darüber fortsetzen. Wahrscheinlich i werden Paul - Boncour, Lord Eecil und de Brouckere in der Zwischenzeit Besprechungen pflegen, um eine vollständige Einigung vörzubereiten. Äöth keine WniMttg mft Oesttzrreich. > Genf, 6. Dezember. Heule wurdendenganzen Tag 'über Besprechungen und Sitzungen a ^gehalten. Schon um halb 3 W morgens trat die öslersirichijche Delegation Komm ffariüts. gebracht 'wurde. Herauf ging französische Infanterie vor, um den Panzeraut s den Weg zu bahnen, die sodann in Hasbaha emdrangm. Die sra'nzösisch en Flugzeuge konnten die Sta>dt nicht bombardieren, da in ihr neben den Mohammedanern einegrotzeAnzahlvon Christen leben. Sultan Atrasch. Paris, 6. Dezember. (Havas.) Die ,MiepM Tribüne" meldet aus Beirut: Tie Erstürmung von Hqsbaya durch die Franzosen bleutet -wahrsä-einlich das Ende des Kvieges. Sultan Atrasch hat sich schleunigst jenseits des Herm:n zurückgezogen. Die Drusen haben Raschaya geräumt. Neue Drohungen gegen Damaskus. Beirut, 6. Dezember. (Reuter.) Aus Damaskus wird gemeldet, daß aus Anlaß der Antun fl des französischen Oberkommistärs de Jo-uvenel d'e i-n der Nähe der Stadt sich auMtendru Freiischareu aMndigten, daß tad ein Angriff erfck^en werde. Keineswegs übertrieben'erschienen Ä'e Berichte, wonach sich zweitausend D r u s e it in unmittelbarer Umgebung der Stadt aufhielten. Die amerkkanisckien Kriegsschiffe in Beirut. Washington, 0. DezemÄtzWeuter.) Da die Regierung der Ansicht ist, daß die Anvesenhert der amerikanisch e n T o r pe d o b.o o tzc r stör er i n Beirut n'cht notwendig, sei, hat sie Befehl zu chrex M f or t i O n- A hzu einer. Beratung zusammen. Es wurde zu den im Lause des gestrige«. Abends übermittelten Vorschlägen des Finanzkomitees Stellung genommen. Um 11 Uhr vormittags tagte das Finau^omitee. An dieser Sitzung nahmen, da es sich hauptsächlich um finanzielle Fragen handelte, Flnanzminister Dr. Ahr er und der Präsident der Nationalbank Tr. Reisch mit den Referenten teil. Hieraus berieten das Finanzkomitee und die österreichische Delegation abgesondert. Um 8 Uhr abends verewigte sich ein engerer Ausschuß des Finan^omitees mit Bundeskanzler Dr. Ramek, F'nanzminister Dr. Ahrer und dem Präsidenten der Nationalbank Dr. Reisch. Zur Stunde — halb 10 Uhr — tagt eine Konferenz der österreichischen Minister mit dem Generalkommissär Dr. Z ' m m e r m a n. Die Beratungen des heutigen Tages erstreckten sich über den ganzen Fragenkomplex, der mit der Beendigung der Kontrolle zusamm-cnhängt. In mehrere« Punkten wurde ene Einigung erzielt. In anderen wichtigen Punkten kannte noch keine Uebereinstimmung gesunden werden. Anigung zwischm den WMAen und «ngarische» Brrncheknngsge ellschakten. Budapest, 6. Dezember. (Ung. Tel.-Kvrr.-Bur.) Das, tschetzoslowa kische und das ungarische Anssichtsamt der Bersicherungsunternehmungen haben durch ihre vor einigen Tagen zustandegekommene Vereinbarung die Frage der-Uebertragung des tschechoslowakischen LebensvevsicherungLportefeuilles der ungarischen Bevsicherungssellschaften auf tschechoslowakische Versicherungsgesellschaften geregelt. D'ese Lösung ermöglicht, daß die tschechoslowakischen Versicherten der ungarischen Perisicherungsgesellschaften ihre auf alte Kronen lautenden Versicherungen nicht in ungarischen Kronen, sondern im Verhältnis von 1:1 i n t s ch e ch i s ch e n Kronen aus>bezahlt erhalten. Dies entspricht einer 2Msachen Auswertung. v?r Mmv'r in Gfiitm, SmdoK, 7. Dezember. Wie „Tally Mchil^ meldet, hat Tschaug-Tjo-.Lin infolge der Niederlage seines Sohnes beschlossen. Mukden aufzugeben. Der General überreichte beim Abschied seinen Offiziere« ein Geschenk von 5000 Dollar. Zn Mukdsn .herrscht Paniä. . i Sie Pressefreiheit MuNoliuir. Rom, 6. Dezember. „Jmpero" und andere s a s z i st ische Blätter laufen abermals Sturm gegen dir noch bestehenden oppositionellen Blatter. Jmpero" schreibt: Der Faszismus, der am eigenen Leibe erfahren hat, wohin die Großmut führt, darf kein Erbarmen mit den Besiegten haben. Ec muß die Besiegten in unbarmherzigster eWise v e r n >r ch 1 e n. Es ist aussichtslos, zu hoffen, daß die Gegner des Faszismus, sich besiern. Sie müssen daher unschädlich gemacht werden. Diese Schreibers e e l en sollen dem Teufel, der sie geschaffen hat,' danken, daß sie s'ch noch blicken lassen dürfe ».Alle Zeitungen, die den Faszismus ibekämpsen, müssen..eingehen oder in faszistische Blätter ausgehen. Nach . dem Blatte müßten nachstehende Zeitungen verschwinden: „Gicrnale d'Jtalia", „Mondo", ^Kecco Giallo" „Gwrno", „Sercno", „Stampa", Lavore", „Giustizia" und „Avant", jmpero" hat mit der „Tribuna" Nachsicht, weil sie sich ntit der „Msa Nazronale,, verschmelzen müsse, und vollständig f a szsisill s'ch eingestellt werde. „Eorriere della Sera" wird nicht genannt, da das Blatt bekanntlich Mitte Jänner unter die Leitung des E-elannten saszistischen Führers Davanzati gelangt. In den faszllstiHen. Blättern hat bereits ein heftiger Kampf gegen dev Neapler „Mattine" eingesetzt. Diese Vercienttichen ein Schriftstück, wonach der eBrwalter des „Mattine" einen Erpress u.n g s v e r s u ch a«' der - te*' kannten Autofirma Bugatti gemacht Hab«. - - - ' Der- Generalsekretär des FaSzismuS fvmahnb- ,i« NuMelegranuue^M^-er^MWaMMgetz.^ ttne" fort z u sa h l e n Sb 11 g e wisse B i p er« unter .den Etiefelabsätzew des FaözismuS zertreten seien. Pie gesamte Partei unterstütze dtefe Kampagne. ver „Simiere deM Srka" Mailand, 7. Dezember. Eine größere Anzahl vhn Mitgliedern des Redaiktionsstabes des „Eorriere della Sera" hat sich mit dem von den Fakzisten hinausgedrängten früheren Besitzer Albertini solidarisch erklärt und ist aus der Redaktion ausgetreten. Loucheurr Mmrdrogramm. Parks, 7. Dezember. Wie „Petit. Journal" miigeteitt wird, hat Finanzminister L o u ch e u r gestern Besprechungen mit Industriellen und Finanziers über die von ihm beabstch'llgten Finanzmaßnahmen gehabt. Das Blatt glaubt zu wissen, daß Loucheur sein Ziel, den Ausgleich des Budgets, die Amortisierüng der Schulden,^ die Einhaltung der Verpflichtungen des Staates und die finanzielle Gesundung auf folgende Weise erreichen will. 1. 8 Milliarden neuer direkter und indirekter Steuern, 2. Autonomie der Amortisierungslasse, 3. Unterdrückung der Steuerhinterziehungen, 4. freiwillige Umwandlung der Renten, 5. neue Bestimmungen über die Einkommensteuer, 6. Stabilisierung des Franken nach her Regelung dex interalliierten Schulden. Meder Kabinett Sdehia. Prag, 6. Dezember. (Tschechoflow. Preßbur.) Die . Blätter sind durchwegs der Ansicht, daß die Regierungskrise am Montag mit der Bildung eines Kabinetts Svehla ihr Ende finden wird, da eine große Entspannung eingetreten ist und die Beratungen nicht erfolglos geblieben feien. Es sei gelungen, viele Hindernisse zu beseitigen. seien sie nun prinzipieller oder taktischer Natur. So sei insbesondere in den beiden Hauptfragen eine gewisse Ebnung des Terrains erfolgt, indem einerseits bezüglich des Unterichtsministeriums von dem Sozialdemokraten Bechyne ausdrücklich hervorgehoben worden sei, daß der Sozialdemokratie durchaus nicht so sehr an dem Unterrichtsressort gelgen sei, andererseits habe das Organ Dr. Sch r a m e k ß anqedeutet. -daß sich die tschechoslowakische Volkspartei bereits damit begnügen würde, wen» daß Unterr'ck>^8mim>teriÄM vorläufig mtfrt endaültia ■; cho'etzt würde^Wie man annimmt, durste dieser Ministerium dem Agrarier S r d i n k o überttagen werden. Die Eröffnung des. neuen Parlamentist für Dienstag den 15. d. in Aussicht genommen.

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