Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2438 (5.12.1925)
- Date
- 1925-12-05
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/2979076-2981191-2981524--24851-3012438- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
w&mm Wien: Im Abholen in der Expedition, ILTabotstr. 1-3, oder in einet Versdileisstelle (Trafik) monatl. £> Schilling Strassenverkaut in Wien durch die Kolporteure der Firma Go l d schmied, U Wollzelle Mit postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling T sch ec ho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen:Mon, 5Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 p IPreis 20 al England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl, 18 Lire: Rumänien: Mon. 170 Lei. Bulgarien? Mon.ldOLewa. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. ü Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. t Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-82 IX., Unlversitätsstrasse 6-8 (D.uckerel lg. Steinmann) Oesteneichisches Postspar* Naduahlangen bei Preiserhöhungen Vorbehalte* Kassen-Konto Nr. 150.693 Nr. 2438 Wim. Samstag, 8. Srzember 1828 7. Zahrgaag Die kiuiMg im amerikanischen ZndentM. 18KS Delegierte auf dem zi-uWchrn Parteitag in Baltimore. - Die Voringsstellnag Paläsliuar. --iuif der Konferenz. - Sotolow Sber die Krimfrage. - Ser FSnf- MMonen'Iolarfonds. - Botschaften Nolfonrr. Mar Donalds «ad Sir Monds. äiiiiiiiiiiiiiimiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiibiiuiiiiiiuiiimuiiiiuiiiiiiiiuiig | „Farina gegenüber“ | 5 dem Jülichs-Platz S i Kölnischwasser i (Eigendienst der „Wiener Morgenzettung".) New-Hork, 3. Dezember Knapp Vor der Konferenz in Baltimore, welche die Kampagne für die Aufbringung eines 5-MWonen-Dollar-Fonds für den Palästmaaufbau in so imposanter Weise cingeleitet hat, kam zwischen den Vertretern der Zionistischen Organisation Amerikas und der von Louis Marshall geführten Gruppe der amerikanischen Juden, die den 16-Millionen-Dollar-Drive für den Wiederaufbau der Judenheit Osteuropas, besonders für die Kolonisation der Juden in Rußland durchführt, eine weitgehende Einigung zustande, durch die eine gemeinsame Tätigkeit hinsichtlich des Palästinawerkes gewährleistet wird. Wie bereits berichtet würde, werden von den innerhalb drei Jahren aufzubringenden 15 Millwnen Dollar bestimmte Beträge für den Palästinaausbau zur Verwendung gelange», und zwar 1H Millionen für die Zwecke der Palestine Eeouomie Corporation und weitere Beträge für sanitäre, Fürsorge- und Kulturzwecke in Erez Israel. Für die Kolonisation in Sowjetrußland werden statt, wie die Marshall- Gruppe bisher festgesetzt hatte, 9 Millionen nur 4Z Millionen Dollar aufgewenvet werden. Ieberdies hat sich die Marshall- Gruppe verpflichtet, an der von bcc Zionistischen Organisation Amerikas veranstalteten .. - < »• 8-OMionen-Dollar-Aktiön aktiv teilnehme,t und einen Teil dieser Summe auszubringen. Louis Marshall hat ferner erklärt, daß er bis zur Ankunft des. Präsidenten der Zionistischen . Organisation, Dr. Weizmann, in Amerika, welche bekanntlich anfangs Jänner erfolgen soll, das Komitee züsammenstellen werde, welches ' " ' " ' - - - den Eintritt öcr amerikanischen Richtzionb sten in die Jewish Ageney durchführen soll.. Dieses Komitee wird dann gemeinsam mit drn Vertretern der Zionistischen Organisation jene Projette ausarbeiten, welche der aktiven Mitarbeit für den Anfban Palästinas dienen und die Ueberuahme der Verantwortung für einen Teil des Palästinabudgets ermöglichen. Diese hier, in den Grundzügen skizzierten Vereinbarungen fanden bereits aus der Konferenz in B a l t i m o r e ihre Auswirkung, da: Louis Marshall ay: der Konferenz teilnahm und seing und seiner Gruppe Mitarbeit für die Ausdehnung des Eillionen-Dollar-Palästinasonds znsagte. Die Konferenz in Baltimore. Baltimore, 1. DeMtber..N C. U) Die vMr' ExeLttivkonritee -bei ameMrvWn Zionistischen Ovgamsation Leschlössene KampagnezwÄs Ausbün- ’ gung von Milliontzn. Dollar Kr die' palästinensischen ÄnstMinistitutianenE.w'dlesom/Jyhye' ncchm'Hven HizWen Aitsang durch eine aus. allen' Teilen der Bereinigten Staaten beschickte Konser >eng in Baltimore. Die Konferenz nahm einen enthusiastischen Bisvlauf und schloß mit der Annahme mm Resolutiou, durch welche Hie Priorität PaläsMas in allien. Fragen des: Wischen Är<Mms''PröUa.mi!evt wurde. Gleichzeitig aber wurde bet von der Jomt-Konftrenz zu Philadelphia am 12. September atigenommene Beschluß aus Einleitung >0« Kampagne zwecks Aufbringung von 1ö Millionen Dollar in drei Jühren siir Mdische/Amsibanzwecke in der alten Mt bestätigt' und aus diese MeGe dargetan, daß der Beischluß in Philadelphia ans der Basis, einer ■ . ■ Verständigung zwischen allen jüdischen Gruppen, Zionisten wie Mchtziomskn,' AstckW gchmmw ist.' Am 28. November fand in Baltimovv eine Bor- /ouserenz führender zionistischer Persönlichkeiten, statt, der ' seitens der Nichtzionisten Mr. Löui's Marshall beiwohnte und aus welcher die Basis der Verständigung diskutiert ,wurde. Die Herren Mhu D. Stone, Isaak Harris, Gedaliah B u ,b >l'i ck (Herausgeber des „Jiddischen Tag-- Matt") mtd Hermann Seidel sprachen sich in scharsser Form gegen eine Zusammenarbeit mit dem Joint Distribution Committee auf der Basis der Rußlandavbeit ans, indem sie erklärten, 'der Plan der russischen Kolonisation stehe aus, unsicherer Grundlage, und es. sei Pflicht der . Zionisten, ihn zu bekämpfen. Hingegen traten Mr. Jakob Fishmaun (Herausgeber des ,Jewish Morniug ,Jiour- M"), Ab. Goldberg, Morris Rothenberg (Vorsitzender des Direktoriums des amerikanischen Keren Hasessod), Louis Lipsky (Präsident der amerikanischen Zionistischen Organisation und Mitglied der Zionistischen Weltexekutive), Rabbi Dr. Stephen S. Wise lPräst>dent des amerikanisch-jüdischen Kongresses) und Maurice Samuel sehr warm für die Verständigung mit.dem Joint Distribution Committee, sowie für eine dauernde Zusammenarbeit mit der MarHall-GruPPe ans der Basis her erweiterten'Jewish Agency ein.'Mr. Emanuel Neumann braW Mne Zweffel zum Ausdruck, ob die Ml-^ düng der .erweiterten Jewisch Agmcy wünschenswert Ware, solange die MPAnfftew ihre' mistest ^Wsichstst n. o ch. sticht durch entsprechende Taten erwiesen , haben. Sfr 'VorÄeratnygen' tecifeh: >dän' gcWM Tag und- ' die'Nacht Pst^urch-M 8.Uhr'stw-Wns. an» - . Die Hauptkonsewnz wurde am: Sonnjag dein -29. Novsinber durch Mr. Emanuel N eum alln eröffnet. - Es hatten sich mehr. als 1500 Delegierte? aus allen Teilen' Amerikas eingesnnden. Es herrschte eine sehr enthusiastische Stimmung. / -Die eche Ansprache-Mt Dr. Stephen S. Wise, der über das 'Ergebnis der Vorkonferenz .Iberichtete und ftststellte, es' sei ein für beide Teile ehvenvoller Friede zustande ge-kammen,' der die Vorzugsstellung Palästinas, -Be* steM. Laut' -der Verembavung "hört Palästina aus, ein Streitgegenstand zu sein. Hierauf betrat, der Repräfentant der Nichtzionisten Mr. Louis Marshall hie Tribüne. Er führte aus, das Joint Distvi-butivn Committee hat seine Ansichten und Pläne nicht geändert.' Schon die' Philadelphiakonsevenz hat sich entschieden für die Arbeit in Palastiria ausgespvocheir und hat es allen Juden der Vereinigten Staaten, Zionisten wie Nichtzionisten, zur P'licht gentacht, die ArM' in Palästina materiell^zu unterstützen. Der Redner warf Dr. Wise vor^daß er durch-mancherlei in der OefftMichkeit gemachten Andeutungen zu Mißverständnissen Anlaß gab, so ldaß -die Gicighr - eines Bruches der Kompromißresolution -der PhilaMphiakonferenz in die Mhe geruckt «war..Das Joint Distribution Committee 'hat immer die Palästina-. arbe'it gestützt und für diese Zwecke viel Geld ausgegebm. Loms Mavshall schloß mit der Bemerkung, es fei Pflicht^ d e r Z i o n i st e n A m e r i k a s, auch >den 16-Mlliomrr- Dollar-Drive des Joint zu untenftützen, denn sonst würden beide Mionen leiden müssen. Marshüll erwähnte seine Freundschaft zu Dr. Weizmann; zu diest-r Fre-undschast sei er nur durch seine Freunds-chast zur zionistischen Arbeit gekommen. Dr. Stephen S. Mse erwiderte, niemaud habe je an , den Absichten Marshalls gezweiselt, allein nicht alle Führer des Joint denken und handeln wie Mrshall. Nunmehr aber wolle auch er der Holssnung Raum geben, daß die Worte Louis Marshalls aus diesier Konferenz, nicht allein von den hier Anwesenden, sondern auch v o n d e n A nhängern Louis Marshalls' außerhalb d i e s e s S a a I e s' beherzigt werden., . : leder Kunde Anweisung auf eine, photographische Aufnahme und drei herrliche Photos ohne Prcisaufschiag bei Einkauf unserer billigen Waren im Betrage von 8 30 im Warenhaus E in s | Weihnachts - Kistchen | i darf auf keinem Gabentisch fehlen. § 1 DiegenKistchenrstdaskünstlerisehwertvolleBuch 1 | „Mein Almanach“ | 1 beigelegt. | Gegründet 1709 ru Köln a/Rh, ^iiiiiiiiiiiilimiiiiiiiiiiimimiiiinnumiminiimimiiimniiiimiiiuiiiiinniimiimiiiiifF. In der Abendsitzung ergriff der- Präsident der ZionMftzen Weltexekutive, Nahuni'Sokolo w, das Wort, um ■ Lage Palästinas zu schildern. Er. kritisierte den Plan;., .' -er mssischen. Kolontsatiou. ' ' Aus der Konferenz selbst wuAen/aus iden bes-chlossenelt ZMillionen-Dollar-Fonds, hereiis- 720.000 Dollar gezeichnet, . davon zeichneten > Mr. M o r r i s o n 100M) Dollar^ Benjamin Winter. 50.000'Doar. . Cs'wurden hieraus zahlreiche' aus Europa und Palästina eingelaufene, BegrüßungsHegramme verlesen. - Lord Balsonr telegraphierte: ,^Jch erfahre, mit Freude von dem Statt» finden der Konferenz , in Baltimore, die dis Aufgabe hat, fünf Millionen Dollar M Aufbauarbeit in Palästina zu schassm. Alle, die an 'dem Fortschritt der ponistrschen Bewegung -interessiert sind, sind den Zionisten der Vereinigten Staaten Dank schul d i g. Ich hoffe und wünsche, daß'die von Ihnen neu eingeleiteten Bemühimgen von dem verdienten Erfolg gekrönt sein-mögen." Mr. Ramsay Mae Donald, 'der frü'here britische Premier, sandteherMcho Wückwüufche und Marte, er veHolge alle Ginzethsiten bet Entwicklung Palästinas mit großem Interesse. Sir Alfred Molch ^-telegraphierte: ,Mbermitteln Sie meine besten Grüße der palästinensischen Nationalkonferenz und weine besten Wünsche für den Ersolg^ der Kampagne. Die amerikanische .Huder^rj hat schon -bis-jetzt'auf die Appelle zugunsten des!Natiomliheims in Palästina eine brillante Anttv o r t gegeben; jetzt aber schreiten die amerikanischen Zionisten M einer Sonderaktion. MMckend aus meinen jüngsten Besuch in Palässina kann ich der U-eberzeugung Ausdruck geben, daß j«der Dollar dort nützlich verwendet -wird. Ein Dollar jetzt bringt mehr Früchte als zehn Dollar in zehn Jahren." Der Oberrabbiuer de's britischen Reiches Dr. I. H> H e i tz telegraphierte: ,Mr, - die den S'chus haben, das Erstehendes neuen Judäa mit eigenen Augen zu schm, sollten nichts unMr^cht lassen, was geeignet wäre, den Ausbau Landes zu beschleunige. PaMna hat aujsgchört, eine Angelegenheit, nur der- Zionisten - zu sein. In einer- Zeit, da die neue Welt alle ^Tore vor unseren dem R a s s e n h a ß u n d d e >m w i rtscha f t l i ch e n R u i n ' entfliehenden Brüder verriegelt -hat, ist Palästina in der Lage, jede Woche tansiend seiner zurückkehrenden Ander cmszunchmen. Sch-on die Humanität macht es jedem Inden-zur Pflicht,-daß er. in, dieser großen Stunde zur nätiom-len Wiedergeburt beitragen - solle." Der Präsident des Unabhängigen Ordens Mn ar B'r -i t h Wsred M. C o he n.' begrüßte. die Konseve-M namens der Weltorganisation. B'näi B'vith als sine AnsamMusaffung aller lebendigen - jüdis'chen Kräfte -für ein II. TaborstraBe 48 TefaaHon 47-1-7? En gros En delall 91