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Wiener Morgenzeitung · 1925-12-01 · Heft 2434 (1.12.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2434 (1.12.1925)
Date
1925-12-01
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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Wi en aunÄohoieri in der Expedition, 11., faboi^ti. 1-3, oder in einet Versch lelsstellc 'Traiiki monatl.,o Schilling Strassjenverkäui in Wien durch die Kolporteure der Firma 0 o I d schmied, i., Wöllzeile 11 Mit Postversand Ihr Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Isch ech o-Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon. Din. 60. Polen:Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Om. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 ^MtUMhlOBtCB bet 11 e I •« erböhanxen rorbehaliev M. 2434 teuer Me». Siensiog, 1. sezemder 1923 IPrels 20 a" England: Mon. 4 Schilling Italien: Monatl. 18 Lire Rumänien Man. 170 Lei. Bulgarien Mon.lOOLewa, Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-15 Ab 6 Uht : 21-102, 25-2-82 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (D uckerei g. Steinmann) Oesterieichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.698 1. Jahrgang Skesietmlssttife in kt Tschecho- Hotnatet. Svehla kann kern Kabinett vikven. Prag, 30. November. (Tschechoslow. Preß.-Bnr.) Um 9 Uhr abends begab sich Ministerpräsident Svehla zum Präsidenten der Republik um mitzuteilen, daß sei bisheriger Versuch zur B i l d u n g des Kabinetts wegen Diserenzen, die zwischen der tschechoflowakischen Volks Partei und den sozialistischen Parteien wegen des Widerstandes der Volkspartei gegen die Besetzung des Ressorts für Unterricht und Volkskultur durch einen Soziali st e n bestehen, nicht zum Ziele geführt hätten. Mit Rücksicht darauf, erklärte der Ministerpräsident, seien leine Verhandlungen für beendet und empfahl dem Präsidenten, mit den Verhandlungen zur Bildung'eines Kabinetts den Vertreter derzweitst ä r k st e n P a r t e i, den Minister fiir Gesundheitswesen Monsignore Schramek, zu betrauen. Ale Anterzeichmiria der Lomnoverlriise. Das Programm der Feierlichkeiten. London, 30. November. (Tel.-Komp.) Die Formalitäten für die morgen staltfindende feierliche Unterzeichnung des Abkommens von Locarno find bereits festgesetzt worden. . Die. Unterzeichnung findet im großen Eytpfangsraum des F ö r e i g n- O.f f i c e an einem viereckigen Tisch'-, statt, um den kleinere Tische für die Sekretäre und die auswärtigen, .Londoner Botschafter sowie die englischen Botschafter in Paris, Berlin und Brüssel und die Ver-- treter der englischen , Dominions gruppiert sind. Kurz nach 10 Uhr vormittags werden die Vollmachten der Delegierten nach Mem Brauche geprüft werden. Um 11 Uhr versammeln:sich die Delegie11en um den großen Mitteltisch, an dessen Spitze der englische Premierminister B a l d w i n und Außenminister C h a m b e rla i n Platz nehmen werden. Ihnen werden sich zur Rechten die italienische, deutsche und belgische Delegation, zur Linken die französische, tschechoslowakische und polnische Delegation anschließen. Hierauf'werden die Verträge den einzelnen Ministern zur Unterzeichnung überreicht werden, Es sind dies die Verträge von Locarno,' die Schiedsverträge zwischen Belgien und Deutschland,. Frankreich und Deutschland, Polen und Deutschland und zwischen der Tschechoslowakei und Deutschland. Außerdem wird C Hamb e r l a i n der deutschen Delegation die K o l l e k t i v n o t e über den Artikel 16 des Völkerbundstatuts übergeben. Die Originalverträge sowie, auch später die Ratifikationsurkunden werden beim Völkerbund deponiert, der den einzelnen MächtenAWriftenzustellen wird. Kolonienminister Ästte.r^gab'heute im Unterhaus bekannt, daß er mit den. D o m im i o n s' in Unterhandlungen über die Verträge von' Locarno eingetreten sei. Dienstag abends wird Chamberlain den fremden Delegationen einen einfachen E m p f a n g i m Lancaster-Hotel geben/ Ein NutonnfM Baldwins. London, 30. Nlwe-nOer. (Tel.-Komip.) Auf der Wckkchr -W Checqüers nach London stieß das Automobil B a.l d w i n s, in. dem der Premier m i n i st e r m i t F rau « n d T o ck> t-.e-r laß, - in '-voller Fahrt mit einem anderen Automobil zusammen. Beide W a g e n tvurden zertrümmert. Die Insassen blieben jedoch u «verletzt. Mn ivird geräumt. Berlin, 30/ Dezember^ - (M.-Komp.) Die Räumung der Kölner.Zon.e.hat heute, wenn auch in sehr kleinem UmsaM, b e gon neu.. . Im Laufe des' Vormittags ist.die' erste englische Formation, und' zwar eine' A'bWung-svon.' rünid 100 Mann, aus Köln . äbgerückt,. vm.' sich. nach ' W i e s b a d e n zu begaben. Morgen .wird eine zweite kleine Mel'limg folgen., .. . . Stmr der 3’oth in Warschau, (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 30. November. An der heutigen Börse erfolgte ein geradezu katastrophaler Rückgang des Z l o t y, der eine direkte Panikstimmung Hervorruf« Der Dollar notterte bereits 9.20 Zloty und darüber. J« Vertrag zwischen England und Zbn Saud. Jerusalem, 28. November. (I. T. A.) Sir Gilbert Clayton, der frühere Obersekvetär der Palästinaregierung, ist nach Abschluß des Vertrages mit dem MalhMlen-Sultan Jbn Saud in Jerusalem eingetroffen. In einem Gespräch mit dem Vertreter der Pa-' lastinensischen Telegraphe nagen tu r teilte er mit, durch den Vertrag, der sehr zufriedenstellend ist, seien die G r e n z e n Zwischen N'ejd, Trans jordanien und Irak endgültig festgesetzt worden. Die Stadt A k a b a, die früher zum Hodschas gehörte, lieg! jetzt Ms transjordanischen Territorium. Sir Clayton teilte mit, Sultan Ihn Sand, der den größten Teil des Königreichs Hodschas besetzt hält, beabsichtige, dieses Königreich als a u f g e l ö st zu erklären; über die heiligen Städte Mekka und Medi na werde ein panmoslemitischer Kongreß, den Mn Saud demnächst einberufen wird, zu entscheiden haben.; Sir Gilbert Clayton ist am 27. d. nach Amman, -der Hauptstadt Transjovdaniens, abgereist; von dort begibt "Ä sich nach B ä g d a dl Tr'Äird mik Emir' A b d u l l a h von Transjordanien und König Fa isal von Irak verhandeln, '-um sie zu veranlassen, daß auch sie die Unterschrift-unter den mit 'Ion Saud abgeschlossenen Vertrag fetzen. Fouvknelr Betvrechvnprn in Kairo. Mit syrischen Emissären. Kairo, 30. November. König F nah empfing gestern den neuen französischen Oberkommissär für Syrien de Jondenel, der sich hierauf mit zahlreichen angesehenen Syriern unterhielt. , Gelegentlich eines Interviews erklärte de Jouvenel, er sei nach Syrien gekommen, um Zivilisationen, in deren Interesse eine gegenseitige Unterstützung liege, zu vereinigen. Frankreich müsse gerecht und standhaft sein. Er hoffe zuversichtlich, daß Syrien seinen Erklärungen, aus denen der uneingeschränkte Wunsch nach Verständigung spreche, Verständnis entgegenbringe werden Nwar Pascha lebt. London, 28. November. In Anschluß an hie Gerüchte über den T o d des ägyptischen Premierministers Ziwa.r Pascha hat sich die „United Preß" direkt an ihn gewandt und aus Kairo folgendes Telegramm erhalten: „Ich habe Ihr Telegramm erhalten. Leider war es meine geliebte Mutter, die gestorben ist. Gez. Achmed. Ziwar." Lie Wähle« in die irische National« Versammlung in 8rez gfrael. . Au's. Jerusalem wird uns berichtet: Das vom Wand Leumi eingesetzte Zentralwahlkomitee hat nach -längerer Beratung die Wahlen für die Nationalversammlung (Assephadh Haniwcharim) ans den 6. Dezember festgesetzt.. Wie das Arbeiterorgan „Dawar" meldet, hat der,.Zentralrat der Poale Z'von den Beschluß gefaßt, an den Wahlen nicht teilzunehmen. Wiederaufaahme der lravzöffich-amerttanischea Schatdenverhaadlaagen. Paris, 29. November. 29. November. (Havas.) Wie' verlautet, soll'das ehemalige Mitglied der^Mission Caillaux, Verenger, nach Washington entsendet werden, um.die Verhandlungen über die fron-' zösischen Schulden wieder aufzu nehmest. Fmvnzielle «nd “ Zargen. Heute, zwei Tage vor der Abreise der österreichischen Minister nach Genf ist die innerpolikische Situation mehr als ungemütlich geworden. Ein Post-, Telegraphen- und T e l e p h o n st r e i k ist kaum abgewendet. Die Opposition droht wegen des Streits um die Mietengesetzgebung und um die Fürsorge für die Arbeitslosen -das Parlament lahnMlegen. Dazu kommen noch schwere finanzielle Sorgen. Noch ' sind die Mittel für die außerordentliche Notstandsunterstützung der Bundesangestellten nicht sichergestellt. Es wurde ein großes Ersparungsprogramm ausgearbÄtet. das die Bedeckung für diese Mchraufwendnngen liefern soll. Aber schon melden sich die Beamten und nehmen gegen dieses Ersparungsprogramm Stellung, da darin zum. Beispiel die Kürzung der sogenannten Juvalidenzulage jik kriegsbeschädigte Bundesangestellte vorgesehen ist. * Schon seit Wochen konnte die Verschärfung aller, dieser Schwierigkeiten konstatiert werden, und es. ist darum nicht vevw'underlich, wenn Gerüchte aller Art im Umlauf sind, die gestern auch an der Börse kolportiert wurden. Man sprach davon, daß ein R e g i e r n n g s w e ch s e F oder die Auswechslung einzelner Mitglieder ch.es Kabinetts bevorstehe. Es hteß, daß der ehemalige Finanzminister Dr. Gürtler ernster Anwärter für das Finanzportefenille sei, von welcher Umbesetzung m günstigeres Verhältnis der - Sozialdemokraten .zur-Regierung zu'erwarten wäre,- da Dr. Gürtler 'seinerzeit als Minister gute Bezrehnngen zur- Opposition ' zu . unterhalten yerstand. Die Krisengerüchte haben schon in der.abgelausenen Woche Eingang iü deutschnationale Provinzblätter gesunden.- So wußte das Organ der steirischen Großdeutschen zu erzählen,' daß Außenminister Doktor M a t a i a bald nach der 'Genfer Tagung aus dem Amte -scheide-und daß das Außen-ministerinm überhaupt nicht mehr besetzt werden solle. Die Agenden des Außenamtes -würden in Hinkunft vom Bundeskanzleramt versehen werden. Bei diesem Anlaß sei möglichevweise auchmit einem Umbau des ganzen Kabinetts, zumindest aber mit der Auswechslung einzelner Minister zu rechnen. So weit sind di-e Dinge gewiß noch nicht gediehen, und es ist auch nicht recht eüMschen, welche Vorteile ein Personenwechsel bringen könnte, wenn. nicht gleichzeitig die Regierung durch eine Parket e n k o n z e n i.t;a tion oder durch das -Wiederaufleben der schwarzrot e n K o a l i t: o n auf eine breitere Grundlage gestellt wird. Jedenfalls erscheint, die chrrstlichsoziabgroßdeutsche Regierungsmajorität. die nur um fünfzehn Stimmen mehr zählt als die Opposition, nicht stark genug, um gegen drtt Willen der Sozialdemokraten jetzt die M i e t e n f r a g e zur Lösung zu bringen. In der heutigen Nationalraissitzung soll die von den Mchcheitsparteien vereinbarte Novelle zum Miekengesetz als Regierungsvorlage eingebracht werden. Eine gewisse Bangigkeit ist auch bei den Vätern dieses Gesetzes unverkennbar, da noch keinerlei Vorsorgen dafür getroffen sind, wie der nach diesem Gesetze zu erwartende erhöhte Mietaufwand ohne Sprengung des Normalbudgets den Bundesangestellten, Pensionisten, Invaliden ufw. vergütet werden könnte. Kch-ließlich und endlich werden der Sorge hiefür die Mehrh-eitsparteien durch den Umstand überhoben sein, daß sich die Sozialdemokraten anschicken, die Beratung.der Mietennovelle überhaupt unmöglich ztt machen. __ Lrftrrreich vor der Genfer Mklschasts« lommWon. Genf, 30. November. (Schweiz. DeP.-Ag.) Die Wirt, schaftskommissron des Völkerbundes trat heute um 11 Uhr vormittags zusammen. Sie.setzte ihre Tagesordnung fest und begann die Beratung des Berichtes der BoMwirtschaftler L a Y t o n und R i st über die W i r if.ch a f t s! a g e Oesterreichs. Den Verhandlungen wohnte Sektionschef Schüll er.vom österreichischen Bun- . desmmifterium stir Aeußeres bei. Die Kommission wählte zum Präsidenten N eg ul« c e a Mumänien). An der Sitzung nahmen u. a. noch teil: etter Kunde Anweisung aut eine photograpn.sehe *umatinte' und dre< herrliche Photos ohne Preisaufschlag bei Einkau> unserer billigen Waren im Betrage von 30 im Warenhaus il. Taborstraße 48 En gros En detail 4701

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