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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-28 · Heft 2431 (28.11.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2431 (28.11.1925)
Date
1925-11-28
Page
– (sequence 1)
Language
German
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r | Poicn'.'^io'aio*zy | Wien, £um Abholen in der Expedition, ILTaboistr.H, oder in einer Verschleisstei* (Trafik) monatl. 5 Schilling Strassenverkaul in Wien durch die Kolporteure der Firma G o I d sch m ied, Wolfzelle 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakei: Mon. K22. Jugoslawien: Mon.Din. 60. Polen:Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, B el g i en: Mon. Frcs. w iVacbMhlitaaes bei freit* erh6hnn<t en rorbduni itner Neue r ö f tri et! be-MM ROSA WEISS ll.,QI»rt HagarteoalraSe 70 Telephon 42 4V7 Irireis adT England: Mon. 4 Schilling. Italien; Monatl. 18 Lfrr Rumänien: Mon. 170 Lei. Bulgarien Mon.IOOLewr. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2^2 IX., Universitätsstrasse 6-8 (Druckerei lg. Steinmann) Oesterreichiäches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 «». 2431 »tat. Samiiaa. 28. naotmtn 1825 7. Sotirgani llllllllilllllllllllltlllllllllltlllllllltlllliillllllltUIIIIIIIHIIIIIKIIItlllllllllHIHIIIIflllfltltllllS § „Farina gegenüber“ D dem Jölichs-Platz Kölnischwasser in | Weihnachts - Kistchen 1 darf auf keinem Gabentisch fehlen* | ' ' | Diesen Kistchen ist das künstlerisch wertvolle Buch | „Mein Almanach* 1 beigelegt* 5 Gegründet 1709 Xu Köln a/Rh. Stianhs Abimtt her Nrgerlicheu «tt MostttoussrMeo. — Ltncheur Wirt KmmMinW». (Elgendienp Ut „Wie«« Morgenzeitung^.) ^iniiiinmi)Hiiiniiiiiiiuiinnninniim?inniiiuiiiiiiiiim>imHHmtiwmiuHHuniimirn Sie Locantoverträge im Reichstag angenommen. , . Berlin, 27. November. (Tel.-iKamP.) Der Reichstag Hat Heutz die Locarno-Vorlage mit 291 gegen? 17 4 'At i m m e n, Hei dreiEntMtungen, 4n , dvitter Lesung endgü l t i g a n genommen Damit hak die Regierung die ',E'r machtigu n g erhalten, das Abikoumien von Locarn o'. zu. unterzeichnen und den Eintritt Deutschland's in den 'BölleribundanWMÄden. Die einzelnen Abstimnmngen evgäiben folgendes' Bild: Der erste. Paragraph der Vorlage,, der die Ermächtigung'zur Unterzeichnung des Mkomniens erteilt, wurde m namentlich er -AWmmung mit 300' gegen 174 Stimmen angemmmerk. Auch Werden deutsch nationalen Zusatzantvag, daß der Eintritt in den WKechund nur auf ein besonderes/ Gesetz hin erfolgen dürfe, wurde namentlich abgestimmt. Der Antrag wurde mit 284 gegen 483 Stimmen bei vier Enthaltungen a b ge lehnt. Der Paragraph 2 seihst, der die Regierung ermächtigt, den Zeitpunkt des Emtritte's Deutschlands in den Bölker- Ibund zu bestimmen, wurde mit 278 gegen 186 Stimmen bei sechs Enthaltungen angenommen.' Nach Annahme des Locarno-Gesetzes faßte der Reichstag entsprechend, dem Anträge des Zentmms, der deutschen BoKspartei undder Demokraten eine Entschließung, wonach die Reichsregierung mit allen Kräften be- Mht sein soll,.bis zum Eintritt Deutschland's jn den B ölkerbund im Sinne des Locarno-Haltes die Erlvsiterung der - sogenannten R ü ck w i r k u n g e n zu sichern. Jn namentlicher Wstimmung wurde der deutschnationale Mißtraueilsantrag mit 286 Stimmen a b g e l e h n t,. /wobei sich 51. Kommunisten der Stimme enthielten. Die nächste Sitzung findet Dienstag statt. Auf der Tagesordnung steht die erste Lösung des 'deutschrussischen Handelsvertrages. Derueue polnische KriegMinifter. WarschM, 27. November. Moln. Tel.-Ag.) Präsident ^Lojciechoiwski hat das Dekret unterzeichnet, wodurch General Zi eligoWs ki zum Minister für Heereswesen ernannt. . ' 4- General Zieligowski ist in Polen durch die Besetzung von Wilna, welche,, wie man es damals nannte, „vollendete Tatsachen" schuß ohne die.Entscheidung über die Zugehörigkeit Wilnas abzuwarten, populär geworden. Seine Ernennung zum Kriegsminister ist ein Zugeständnis an die R e ch t s p a r t e t e n der das Ministerium Skvzynski stützenden Regierungskoalition. Paris, 27. November. Da die S o z i a l i st e n durch ihren gestrigen Beschluß das sogenannte L i n k s k a r t e l l gesprengt haben, obwohl die drei linksbürgerlichen Kammergruppen bemüht waren, und es noch immer sind, die Verbindung mit den Sozialisten aufrechtzuerhalten, hat Briand, dessen Wahl zum Mmsterprästdenten allgemeine Billigung findet, seine Bemühungen darauf gerichtet, ein Konzentrationskavinett zu bilden; dieses soll.sich auf eine Regierungskoalition stützen, die von Lava l, dem Freunde Caillaux', bis» zu dem schon ziemlich weit rechts stehenden früheren Ministerpräsidenten Leygues reicht. Diesem Ziel dienen auch die Beratungen, die Briand im Laufe des heutigen Tages mit Malvy, Cheron, Chaumet, Cazals, Doumer, Caillaux, Raoul Peret und Lehgues gepflogen hat. Die Beratungen. Briands,. auf dieser Grundlage das Kabinett z u bilden, haben Erfolg gehabt. Heute um 8 Uhr abends wurde bereits folgende , . Mnisterliste bekannt, die allerdings noch einige, allerdings nur unwesentliche .Minderungen erfahren dürfte: Ministerpräsident ünd^Minister des Auswärtigen: Briand'4Söztalrepnblikaner)?-' fnsiizminister: Ehautemps (Radikal). unsres: Daladier (Radikal). - Finanzen: Loucheur (radikale Linke). Kriegsminister: Painleve (Sozialrepublikaner). Marine: Lehgues (Linksrepnblikaner). Unterricht:' Rousten (Radikal). Handelsminister: Daniel Vincent (radikale Linke). - Oefsentliche Arbeiten: De Monzie (Radikal). Arbeitsminister: D u r a f o u r (Radikal). Kvlonienminister: Senator Perrier (Radikal). Landwirtschaft: Senator Durand (Radikal). Unterstaatssekretariate: für das Ministerpräsidium und auswärtige Angelegenheiten: Abg. Label (parteilos); für technischen Unterricht: Ran eil (SozialrepMikaner); ' für Luftschiffahrt: Ehnac (Sozialrepublikaner); für Krieg: O ss v l a (Radikal); . für die Handelsmarine: D a n i e l o u (radikale Linke). Neue Schwierigkeiten? Pariß, 27.: November. (Havas.) Brüand hat die. B e s p cechungenum 8 Uhr 20 Min. abends u n t erbrochen und wird . sie. um 9 Uhr 30 Min. wieder ansnehmeir. Es ist möglich,?daß das Kabinett nicht vor morgen früh gebildet sein wird. Die bereits gemeldete Minüst erliste ist sonach nicht als e n d gülti g, sondern als wahrscheinlich anzusehen. Dem medrvösterveichischen Landtage sind Vorlagen , Mch btt eventuellen Zusammenlegung der Landtags- und Naiionalrat'swahlen zugega-ngen, ebenso eine Vorlage, betreffend die VeoMsbung der Wahlen in Wiener-Neustadt bis zu diesem Termine. Beide Gesetze wuvden dem VerssiassuNgsansschusse zugewiesen und werden demnächst in' Verhandlung genommen. Da die Wahlperiode des Landtages im Frühjahr endet, wirdviehsach angenommen, daß auch dieNationalrots'parteitzn damit rechnen, es werde nicht mchx..möglich sein, bei der fetzigen Zusammensetzung des Hauses der Schwierigkeiten Herr zu werden und daß darum im komme nde n Jahre der Nationalrat seine Auflösung beschließen werde und Neuwahlen durchgesüh r t w e r de n. - Dteise Aufsaffung findet eine gewisse Bekräftigung in einer Aeußerung, die der sozialdemokratische Abgeordnete Dr. Deutsch Donnerstag in einer Bersammlungsrede machte. Er sagte unter ander-m: ,Mie.stehen vor einem sehr, schweren Winter mit großer ArbeitslosAeit und gwßsm Elend. Dazu kosmmen noch schwere politische Auseinandersetzunge n. Ä ist möglich, d a ß das j e tz i g e P a r l a m e n t in Frage gestellt wird und daß wir wieder an die Wähler dieses Landes apPellieren müssen. Wenn es dazu kommt, dannmüssen wir auch gerüstet dastehen und den bürgerlichen Klassen zurüfen: Wenn ihr ein Täuzlrin -vagen wollt, dann spielen wir euch aus!" -akenkkeuzdemonfirattli« in Nerli». Berlin, 27. November. (Tel.-Komp.) Im Anschluß an eine Versammlung von Hitler-Leuten kam es zwischen diesen und Kommunisten zu einer schweren! Schläger ei. Mehrere der Streitenden wurden durch Messerstiche und GlaMitter zertrümmerter Biergläs-er nicht unerheblich verletzt. Gin Teil -der Hitler-Leute zog dann vor das Verlagshaus des „Bo r wär 1 s" und zertrümmert^ d ie Fensterscheiben durch Steinwürfe. 19 Demonstranten wurden verhaftet. Sonvenel verhandelt mit den Svrern? London, 27. November. Der Korrespondent des „Daily Telegraph" in K a i r o meldet aus gut informierten Kreisen, daß der französische Oberkommissär für Syrien de Ioube ttel die Lage in Syrien mit dem bekannten syrischen Nationalisten Schekib Arslan, der eine Art offizieller Vertreter der Drusen ist, besprochen habe. Iouvenol soll dem drusischen Führer die Wied-erherstellung freundschaftlicher Beziehungen auf der Grundlage des Berhältniffes angeboien haben, wie es zwischen dem I r a k u n d E n g l a n d besteht. Er sei bereit, dies zum Gegenstand von Besprechungen zu machen und in einem Vertrag mit den syrischen Führern festzulegen. Zu diesem Zweck sollen mehrere syrische Vertrau ensperson en mit Jouvenel.in Kairo Zusammentreffen, um in einer ruhigen Atmosphäre darüber beraten zu können. Da Jouvenel seine Reise tatsächlich in Kairo mehrere- Tage unterbricht, evscheini dieser Bericht glaubhaft. Kmigebungen gegen den KSvig von Aegtztzte« London, 27. November. (T-ol.-Komp.) Nach einer Meldung aus Kair o ist König Fuad aus Alexandrien nach Kairo zurückgekchrt. Bei der Fahrt im.offenen Wagen vom Bahnhof zum Kömgspalast kam es zu feindseligen Kundgebungen. Die Bevölkerung ries: „Es lebe Zaghiul Pascha!" Gegen Fer uud fttrimn. KonstMtrnopel, 36. November. Das seit ilättgereU Zeit angMudigte G esetz, welches den europäischen Hut. als Kopfbedeckung befiehlt und -das Tragen des Fes o-de t Turbans «unter Strafe >M, ist. heute vom Parlament in Angora angenommen worden. Die Annahme des Gesetzes erfolgte ohne Abstimmung durch Akklamation. leder KundeAnweisung aüf^^eine photographische ^ur nähme und drei herrliche Photos ohne Preisaufschlag bei Cinkaut unserer billigen Waren im Betrage vron S30 im Warenhaus II. TaborstraBe 48 TBle«*»on 47-1-7* En gros En d«l«H 4l-Ä i

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