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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-27 · Heft 2430 (27.11.1925) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2430 (27.11.1925)
Date
1925-11-27
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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K-. SW M«, Fkeiiatz Seteine, BorttSge m»d LttsMMlmigm. ... Ä «3 *0 n ft’ f e Sektion Prater. Heute um V,8 Uhr abevdS im EektionSheim, 3 Ber, Jungstraße 8 Vortrag Dr. N. G o ld stetn über Midrasch". — Verein!- au ng z t o nt sttscher Atadem 1 ker Hechawer. Heute M S Uhr abends im Lokale, S.Bez.. Tür enstraße 9, Vortrag Fra« Dr. Noia Buchmil aus Palästina über „F r a u e u f r a g e i n P a l ä st t n a". Gäste willkommen. - ZionisttscheBezirkSsekttonLe o v o l d st a d t. Heute um %9 Uhr abends Vorlra; Dr. Wundermau» über „MaimontdeS More nebuchim". Die österreichische Keren-Hajessod-Kommflkion "'ranstallet Sonnig den 50. d., präzise halb 11 Uhr „*ni:::rS, im Gersthofer Kino, Wien, 18. Bez., Gersthofevstraße .'8. eine Vorführung des neuen PMÜnaATms. Der kiinMrüsch M° endete Film zeigt die jüdische Arbeit auf palästinensischcr Scholle und unter anderem die feierliche Eröffnung der hebräischen Universität. Ansprachen: Dr. Otto Abel es. der von einer Studienreise durch Palästina zurüchökehrt ist, und Leo Senbrowiez. — ResÄick)« EirMmuM an der Kasse, der Kasse. _ Kunst. Bühne. Buch. „foPtttg." Burgtheater. Iir diesean Spiel von Georg Terriamare ftyt gekMl-t- Uch die Oberin eines NonnenVIoisterS, daß die größte Sünde die wider den Geist ist. Der Autor hat sie begangen. ,Mr hieß euch, solches tun?" 4ft das einzige Wort der d-reiaktigen Angölogenheit, das mir hasten blieb. Mer hieß .Herrn EiSler-Tenamare das Mysdmum der unboflecktmr Empfängnis dichterisch behandeln und eS tu ein typisches EMnpel für die Lehre Freuds umbiegen? Wer hieß ch», in «Hwinglich ge- HLustem. ober schm sehr billigem Phmsenschwall Zartestes ersticken? Dich Legende von der Mutter, die nicht dabei war, als sie es wurde, die vor dem Manne «sticht, der sie dazu macht«, und nach langwierigen AuSeinandechtzüngen (von denen man nur sagen bann, daß sie Euüftisch sind) zur Gattenlieiöe erlöst wird, fügt sich in einen modernen, literarisch «Gemachten Reißer weit besser, als in m kirchlich «Spiel, das von svomman Kerzen durchschwLlt und von heiligen Liedern durchNurrym ist. Dort wäre dichr Mann, der über seine starke Geschlechtlichkeit klagt, eine amüsante DÄadentenistgur — hier ist sie Mmöglich; dort wäre die Szene, in der .sich die Schwester der verraunzten, männepfenAichen Gattin dem Schwager proinpt als Ersatz anbietet, ein brillanter Schlager — hier wirkt sie abscheulich. . Herr Terrautare kann bestimmt nichts dafür. Er kommt Oä-ubig. in frommer Einsalt, christfecholifch und will, was er in der letzten Szene von diesem Mädchen fordert, naMich dienen. Statt dessen ist er diene risch. Die Sache ist «tenfo «unecht und Peinlich, wie Max MellS „Aposteilfpiel" lauter und bezwingend war. Der Premiere hals«:, so weit, es tzirrg, wmrdevjchvnr BühneniSAder von RemigiuS Geyling uird eine bemerkenswert gute Aufführung (Regie Max Op hüls). Lotte Med eil Skh war zwar vom Start an — gleich bei der durchsichtigen EMchitionffzene, in der sie einer üväMernen Kinderpuppe Liebes tut, — in: Krampf. Aber es kenn diesmal der Hysterikerin zugute, die sie gestalten mutz. Herrlich die reine, seelenvolle Sprache Maria Mayers und ein Wohlgefallen Hans Sieberts edler, abgeklärter Kamlslitevmönch. E-rifolgveich rang «Philipp Z«8ka> mit dem unmöglichen Part des Mannes, der über seine heiße Männlichkeit unmännlich jammert und Maria Burg spielt das brünstige Welchen mit Hingabe. Herr DirÄtor Herterich giirg rechtzeitig ans Gäshipielrslstn.., Otto Abele8. Samuel Mer gestorben. Güstern ist in Wim einer der berüjhenteston südiischen Schorlstneler 'in Not und EI>end Mtorben. Sam-M Adler, der in Rußland und Mur als Theaterdirekto-r ivirkte und später ani-t eirtem jiddischen Ensemble «in Amerika große künstlerische Erfolge hatte, wurde wohl mit dem Namen „Batet der jüdische»: Schauspielkunst" geehrt, aber als er krank nach. Wien feilt, konnte das Geld nicht ausgöbracht werden, um ihm die Rückreise nach Amerika zu ermöglichen, wie es sei» heißer Wunsch war. Auch ein Ausvus, derr wir für ihn an dieser Stelle veraffeirtlichten, hatte keinen nennenstvevten Erfolg. Nun tourte' er von feinem unheMaron Leiden und von dem «Gram, daß er so rasch vergesien wurde, 57 Jahve alt, «Mt. Er starb einsam und verlassen. Mler stamntte aus Gufewst. «Auf die Bedeutung dieses jüdischen Künstlers werden wir noch zurück kommen. Aur de» Mat««. Vurgtheater. Morgen, */#8 Uhr abends, „Erf ü l l u n g". Akaoemietbeater Morgen, y3S Uhr abends, „Die Fahrt inS Blaue". O p e r n t h e a t e r. Morgen, 7 Uhr abends, ,KöniginvonSaba". V o l k r o v e r. Morgen „K ö n i g S k i n d e r" mit Kammersänger Z i e g l e r als Gast. Raimund-Theater. Die Neaertruppe »Choc o I a t e Kiddies" verbleibt nur noch sechs Tage. Don nerstaa den S. Dezember beginnt Leovoldine K o n ft a nt i i mit,ShawS Lustspiel ..Pvgmaliou" ihr Gastspiel. Die männliche Hauptrolle spielt Amon E d t h o f e r. Morgen, lM' Uhr nachmittags, ^Schneewittchen und die I i e b e n Z w e r g e". . Professor Rudolf Braun. Dem blinden Wiener Komponisten '1 Rudolf Braun wurde kürzlich vom BnndeSprasidenten der Professortitel verliehen. Der Künstler ist außer durch die unter Gustav Mayler in der Oper aufgeführte Pantomime „Marionettentreue" und die Spieloper ,,Ovtd bei Hof", auch durch eine Reihe Von Lieder», Klavierstücken und Kammerrnusikwörken bekannt geworden, welche in Wien zu wiederholtm Malen erfolgreich zur Ausführung aelangten. Eine.Cettosonate in E-Dur tvird demnächst in der universaledition erscheinen. ft.Hmäit IM «eite I $(ui Urteil de« Sterke» Serichtrhefrr i« AMtrotWeß. Httatzsetzung der Strafe KriedS aus drei Monate strengen Arrests und 84 Milliarden Kronen. , Gestern mittags wurde das - Urteil.im Ankerbrotprozeß publiziert. Der Oberste Gerichtshof hat der Nichtigkeitsbeschwerde des Genetaldirebtors Artur F r i e d der AnkerbvobfMU teilweise Folge gegeben' uud das Urteil in einigen Punkten aufgehoben. * Der Oberste Gerichtshof hat zu Recht erkannt: Generaldirektor Avtitr Fried ist schuldig, als Verantwortlicher Leiter der Ankevbrotfabrik in der Zeit bom 38. Juli bis 8. September vorsätzlich offenbar Nerntäßige Preise verlangt zu haben. Er hat sich dadurch des Vergehens der Preistreiberei schuldig geinacht und wird.deSwchen zu einer Strafe von drei Monaten strengen Arrests und 24 Milliarden Kronen Geldstrafe verurteilt. Die Berufung ist damit gegenstandslos geworden, Da «K eine bedingte Verurteilung bei PreiStvetbevei nicht gibt, muh Generaldirektor Fried die Arreststrase verbüßen. In die ArreststM ist nach K 266a di« seinerzeit derbuhte Hast einzurechuen. An die Stelle der Geldstrafe iriti im NichteinbringuttgSfalle ein« Er- Mtzarreststrase von sechs Monaten. Für die Geldstrafe hastet zur ungeteilten Hand die AnkerbrotfabrAs-A.-G. Das Urteil ist ohne Gründe einmal m der ,Mener Zeitung" und m E den Genieindehüusern des 10. und 13. Bezirkes zu veröffentlichen. Dagegen wich Artur Fried vonderAnklage Verbrechens d.er Preis«treiberei freigesprochen, tveil er nichi gewerbsmäßig und voifätzlich ein übermäßiges Entgelt gefordert hat. Das erste Urteil erster Instanz gegen Generaldirektor Fried hatte auf acht Monate schwere» Kerkers und eine Geldstrafe von gehn Millionen Schilling (100 Milliarden) gelautet. In den Entscheidungsgründen, deren Portrag durch den Vorsitzenden nahezu Zwei Stunden dauerte^ wird zunächst auf den Standpunkt des Schösfengevichtes hingewiesen und fest ge stellt, daß im vorliegenden Falle das Preistreilbiereigefetz anzutoenden war. Iirt zweiten , Teil seiner Begründung erklärte der Vorsitzende, ftir die Aufhebung des erstrichterlichen Urteils fei hauptsächlich der Unchand maßgebend gewesen, daß nach Anschauung des Obersten Gerichtshofes der Angeklagte Fri-vd nicht fortgesetztes getoerbsmäßiges Verhallen in der PreiStrekberei lbökundet habe, denn es ist chm ja mit ein übermäßiger Brotpreis i,r der Zeit - vom Juni bis September augelästet worden, nicht aber in der früheren Zeit nachge wiesen. Infolgedessen liege nicht da s Verbrechender Preistreiberei, stmdem nur das Vergehen der Prvistreiberoi vor. Ein Rechtsmittel gegen das obechKerichtliche Ür teil gibt es nicht. Es könnte lediglich ein Wiederaufnahtn 8 der fahr c n angestrebt ober iber Gnade n w c g betreten werden. Die Erpttssungsverfuche an Aoset. Vor einem Schössen» senat wtiet Vorsitz des Hofrates Dr. Hotter, hadte sich gestern der wivderholt vorbestrafte Bauzeichner Wilhelm Lana wogen des seinerzeit großes Aufsehen erregenden E».>ressunZsversuches an dem Präsidenten Bosel sowie wegen der versuchten BankuotenMchung.zu verantworten. Lana hatte am M. Jänner Bosel unter Todesdrohiingen anfgefordr^, 85 Millionen .beim Bankverein zu erlege». Er ließ das Geld durch einen Dienstmann ckbholen, der die Wersnna hatte, mit einem Antp bis zum Hmste Pilgrcrmgasse 4 zu fäyren und das Geld unter der Fußdecke des Autos zu verstecken. Die mar von Bosel vechändigt worden Md folgte dom Auw, Lanr meM dies und fleh, das Auto mit dem Geld frchr .auch davon, ohne daß die Polizei seine Nummer festgeftellt hätte nrid nur der Ehrlichkeit dos Wagenlenkers hatte es Präsident Bvs'l zu verdanken daß er sei« Geld zurückbekam. Daun versuchte Lana Hundertschillingnote» zu fälschen. Er ^bestellte in der Trnckrrei Wilhelm M. Engel «fünfhundert Anteilscheine 'ür e.nen Prager FnßbaMlrch Hns, und gab jedeir Tag neue Aendermrgen auf, bis die Scheine den Hu>»der-tschillingnote» räasLcnd ähnlich wurden. Die Angestellten! »der Druckerei schötziien Verdacht und «chatteten die Anzeige, worauf Lanr v-chast«: wurde. Gchern. wurde er zu f ü «n f I a h r e n. i ch w e r c n Kerkers verurteilt. Nach Verbüßrmg der Stra-r «iird er unter Polizeiaufsicht gestellt. Der Prozeß gegen Leutnant MadareSeu. I» Bakarch hat, wie von dort gomÄdet tvivd. vor dem Mi^tärgericht der Prozeß.gegen den LeutnantMaoareseu be,wu»en, der des Moroes in 21 Fällen beschuldigt w>rd Mädarrscu war KommMdant einer G r e na b: e «r l» n g am Dnjestr und hat. wie die MMage bchanptet, iämttiHe Personen, die Wr die GreM . kamen, datimter eine Reihe, jüdischer Flüchtlinge, ohne jedes gerichtliche Derfatzvm einfach erschießen lassen. Die Toten soll er dann noch völlig ansgeplnndert Men. Madarescu verantworjete sich damit, daß er von seinen BöMsetzten den AMrag erWten hatte, M allen Misteln Spionage und Schmarl »n de?., chm anvrrtrruteu Grenzabschnstt 'unbedingt z» verhindern. Aus den in der heutigen ' VevhaMimg abgegebene» Zeugenaussagen der Madarrscu unteristellten Svidafen 'chrint herwMgehsn, daß der Angeklagte aus einer kr a n k h a s: e VeranlLgtM hrväutz' haudolte. - Ra-Wprogramm. Heuie Kmtag. 16 Uhr 10 Min.': Nachmittagskoutzert. ~~ 16 Uhr 25 Mi».: Kmr geschichte. XVI. Dr. Hans Tietze r Das XVltt. Jahrhundert. — 18 Uhr 10 Min.r Französischer Sprächttns. 18 Uhr 40 Mn; Englischer Sprachkurs, für - Aörgeschrittene. -- 20 Uhr 15 Min. : „Der Frauenfresser". Operette von Edmund Eysler. Mitoirkend: Viktoria Pohl- Meiler, Gisela Marion, ’ Fritz Wmier, Ernst Wold, Grete Vinzenz Bauer, Vally Emst, OSkar Oldtnsm, Oskar Bolkswirt. Sle Mglckt der Valeklne Sand Sedelodmenk Jerusalem, S4. November. (P. C.) M.M 2iuulih Boden wurden während des letzten Jahres durch die Palestme Land Development Company an den Keren Kajemeth, andere Institutionen und Einzelpersonen übertragen. Insgesamt -wurden seit 1SS1 durch die Vermittlung dieser Gesellschaft, einchliehlich Nahalal, dem SruriS-Komplex, Tel-AdaS usw. (zuämmen 106.M Dunam), mehr als 800.000 Dünam ländliche und 28.000 Dunam städtische Böden in jüdischen Besitz gestocht. Bor der Gründung der»Gesellschaft betrug das in jüdichem Besitz befindliche Land in Erez Israel 455.000 Dunam. Heute find es ungefähr eine Million Dunau» Die Palestine Land Development Company spielte bei diesen Erwerbungen die Hauptrolle. Im letzten Finanzjahr wurden folgende Transaktionen wrchgeführt: Jrdra, Ksar Asa ,und Mejdel bei Akko, zirka 65 000 Dünam; Djadjur zirka 3000 Dunam; Harbaj, Hartieh und Scheich Abrek zirka 26.000 Dunam; KuSkus Tabu 10.000 Dunam; Tel-Schamam und Jida 17.400 Dunam; Kneifis, Jabta und Tel-Tura 24.000 Dunam; Warakany 3600 Dunam; Afule. 16.000 Dunam; Schunam 10.200 Dunam; Kumie bei NuriS 6000 Dunam; Chittim 2000 Dunam; beim Kischon in Haifa 2000 Dunam; Herzlia (Jelil) WO DMam; Mägdiel (Bis Adas) .4M Dunam; bei Ajn Chaj 1800 Dunam; insgesamt etwa 200.000 Dunam. Memveluag des Frmke«? (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Paris, 26. November. Der neue Chef der französischen Regierung Herriot will einen energischen Schritt zur Behebung der französischen Währungskrise unternehmen. Er beabsichtigt, die französischen Banknoten ab zu stempeln. Diese Abstempelung soll in erster Reihe Konskriptionszwecke erfüllen. Wie diese Abstempelung vor sich gehen soll, ftchi vorläufig noch nicht fest. Durch diese und andere Maßnahmen sollen Geldmittel aufgebracht werden, die die Regierung in die Lage versetzen würden, den Vorschuß der Bank von Frankreich vollkommen zu decken. Da eine solche Abstempelung geraume Zeit in Anspruch nimmt, soll vorher durch einen Vorschuß der Bank von Frankreich der Versuch gemacht werden, die dringendsten, zu Dezemberbeginn fälligen Schatzbonsforderungen zu decken. ' Solange nicht, genaue Nachrichten über die Pläne Herriots verlautbari werden, ist e8 unmöglich, zu diesem Projekt entschieden . Stellung zu nehmen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Herriot das Muster einzelner Nachfolgestaaten der Oestereichisch'üngarischen Monarchie befolgt, welche bekanntlich eine Abstempelung ihres' Geldes vorgenommen haben. Es ist möglich/ daß durch eine solche Konskription im Wege der Abstempelung eine Feststellung der im Umlauf besindlichen und derjenigen Frankenmengen, welche vielleicht überhaupt verschwimven sind, gemacht wird. Ein momentaner Effekt könnte durch die Aufrufung der Frankennoten zweifellos erzielt tverden. Die Notenmenge würde eine erhebliche Minderung erfahren. Dadurch wäre für den Augenblick das Moment der inflationistischen ^Vermehrung des Banknotenumlaufes gebannt. Unter, diesen Umständen kann die französische Notenbarck leicht die erforderlichen Geldmengen für die Bezahlung der dringendsten Staatsschulden vorschießen, ohm daß dadurch die Menge des im Umlauf befindlichen ab ge stempelten Geldes erheblich vernrehrt werden würde. Trotzdem ist ein solches Experiment ziemlich riskant. Diese Maßnahmen konnten sich in Gründung begriffene Nationalstaaten erlauben, nicht aber ein Staat, der über eine alt« eingeführte Wahrung verfügt und verzweigte Beziehungen im Ausland besitzt. Die Heraufteschwörung mancherlei Konflikte mit einzelnen Finanzmächten könnte die Folge sein. Vorläufig muß die Absicht Herriots. als Projekt gewertet werden, wie manches im Verlaus der letzten Monate entstandener Projekt. Bis zu seiner Durchführung dürfte noch ein ziemli^ weiter Weg zurückzulegen sein. Dir Bewegung aus dem Balutenmarkt. Die Kursänderungen auf den internationalen Valutmv märlien waren gestern minimal. Etwas fester gestaltete sich der französische Franken, der durch die Ankündigung Herriots über Stützungsmaßnahmen sich auf 19,60 in Zürich befestigte. Herriot hofft Nämlich, durch eine Abstempelung die Zahl der verloren gegangenen Banknoten feststellen zu können, und durch eine neuerliche Notenausgabe in derselben Höhe das Manko der ftanzöstschen Finanzen wettmachen zu können. Der Franken schloß mit 19,50 gegen 19,55 vom Vortage. - Der Zloty konnte sich auf dem vorgestrigen Niveau gut behaupten. Gegen Schluß ernläßigte er sich von 75 auf 74,60. Der Dollar- Würde mit 7 Zloty bezahlt. Der Eskompte von, Warenwechseln durch die Oester« «ichische Rationalbank. Die Oesterreichische Nationalbank teilt mit, daß die Belehnung von auf Schilling oder fremde Valuta lautenden Warenwechseln mit einer Laufzeit von nicht mehr als sechs Monaten auf Grund der bereits erschienenen einschlägigen Geschäftsbestimmungen, welche bei allen Bankanstalten erhältlich sind, nunmehr ausgenommen wird. Insolvenzen. Der Konkurs wurde eröffnet über Iakesch u. Watzl in Groß-EnzerSdorf. Das Au8gletchsverfahren wurde eröffnet über Friedrich Köheile, 19, Bez., Silbergasse 7. - Ueber Josef Winkle r in Horn. — Ueber Ella Stein, Geschäftsfrau, 7. Bez., Stiftgasse 9. - Ueber Sabine Häuslich, Pech Laser. 118

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