Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2425 (22.11.1925)
- Date
- 1925-11-22
- Page
- Seite 9 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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I Skr. MS Wen, Sonntag Wiener Morgeirzettims W. November IM me9 fei« MrMvuer ÄuisKhvMg des Meples. welches in der hebräischen Nachdichtttug den Titel ,/JÄkoL und Edom" Pjrt, fyat tiefen Eindruck geimacht. Au. den jüngisten WH- - Kerrschen Erfolgen iber Habimah gehört auch Leiwiks ,/Der Gollem". Die Habimah wich auch inPalästina eine Reihe von Vorstellungen geben. In Moskau bleibt währerck der Gastspielreise, die sich zrrmindch auf ein Fahr erstrecken soll, ein Studio der Habimah zurück, welches aus 20 Personen besteht. - _ „Mische Llinze." ÄLan schreibt uns aus Paris: An der Comedie des^ ChamlpEyseeS führte Baruch Hayadati eigen-- artige DänAe vor, die er nach Grundmotiven des Mischen Danzes geschaiffen habe» will, Baruch Hayadatr, der die choreographische Schule zu Jerusalem ins Leben rief, ist ein ernster jüdischer Künstler. Er gehörte früher als hervorragendes Mitglied dem ruMschen Ballett an, schied ch»!- iwMg und stellte sich zur Aufgabe, die Wlotive der einstigen jüdischen Tanzkunst auszuspüren. Er unternahm zu diesem Zwecke weite Reisen und glaubt bei den Inden des Jeanen aMdische Tanzmotive gesunden zu haben., die er in ein System «brachte. Die künstlerisch vollendeten Darbietungen fanden grasten Beifall, wenn es auch dahingestellt bleiben muß, ob diese Tänze „jüdisch" sind.' Die eigenartigen rhythmischen Borsührumgen der oben »vwähnten .Jerusalemer choreographische» Schule kann man jetzt auch in Wien kennen 'lernen. Sie wurden gefilmt Md sind in das neue Filmwerk ausgenommen, -welches die Palästinensische jüdische Arbeiterorganisation veranstaltet hat und das demnächst in Wien aufgesührt wich. enit der All» den Theatern. Bargt- «ater. Morgen, yä8 Uhr abends, der junge Wein blüht". „„ t Sl*öbe«ttetbeatcr. Morgen Veranstaltung Akademie. DrenStag „DieFrauvou 40 Zähren". Operutheater. Morgen, V,8 Uhr abends, „MadameBntterfly-. Reboutensaal. Dienstag, 7 Uhr, „Figaros Hochzeit-. ' Volk 8 oper. Heute nachmittags „Der große u«b der kleine Klau?- mit Eugen Günther und Rubi Mestallinger. Morgen tmt Kammersänger Z t e g l e r älS Pedro in „T i e f l a « dauf. Deut 1 ches LolkStbealer. Donnerstag gelangt Zordons afrikanisches Spiel „Die tveiße Frachtin der Premieienbesetzung zur Aufführung. i,a«?E»es Wiener S tadtth eater. Heute V-3 Uhr nachmittags, Uraufführung von „dlvon Rudolf B. Weiher. Raimund -Theater. Mittwoch den 3b. undSamS. tag dm 28. d., V,4 Uhr nachmittags, „S ch n e e w i t t ch e n und Lre fie-eu Zwerges ' ' Bollswiü. Zamen, 3Qm>@n und Kivdm Getobte Sn^zicdaus£uhvxxngeiz M? {nvwschtedßnznPpeislagen. Schlittschuh® fraafl Sw erste Märchenvorlesung des Burgtheaters findet Donnerstag den 36. o. unr halb 4 Uhr nachmÄtags im MaoömieliheEr statt. Das Programm ist vor allem aus Kinder bis gu sieben Jahren eingestellt. Bei dieser Märchenvorlefung werden die MrtAielder des Burgtheaters, Frau WMbrandt- Hauidins Md Frau Mayen, sowie Herr Hamssevmann mitwickm. Die Zuweisung der Platze für d-i« SMglicider der Thea, teraemeiuve erfolgt un Woge einer Verlosung durch die Dienststelle Ar Staatslotrerien Dnndeömmfftiervum Kr Finanzen). Dieser Vorgang wurde gewW^ weil er mit Rücksicht omf die starke Uoberzeichnnng der Amnekduingeiu Kr sämtliche Gruppen der einzEige ist, der allfälligen BeiWverden vor« beüigt. Zeit und Ort der Verlosung, welche der AAge-melicheA zugmiiKich sein wird, werden rechHeitijg beiLanntgeMben werden. Der neue Pachter des Carl-Theaters K der Direktor des Dhrters an der Wien, Hubert Martschka. Er üvick dem nächst Oskar Straus' neue Operette »Müquette" zur Aufführung bringen. Ehremchend. Donnerstag den 38. d. gelangt im ILdi scheu Künstle vkaibarett, 8. Bez., Pvaterstraße 60: als Benefiz Vorstellung des Herrn A. Meusels ,Der Verurteilte" zur Auf 'Mvltnft. Es wirken Armin Springer sowie Frau Hiloa Dul'itzÄrsa mit. Eröffnung der WaldmnllerÄMeürmg. Gchtevn wurde in der Neuem Galerie, 1. Bez., Grünangevgafs« 1* die WalduMler-Ausstellung eröffnet. Sie urmatzt die wicht iMn Werke 'des Misters aus deur Wiener Prwatbesitzdie bisher gvößÜLuteW dom PulMum uinizugänAich waren. Henmmn-Struck-Ausstellung in Rom. Der Mub Kr Kdische Kultur in Rom hat, wie I. T. A. berichte^ eine Ausstellunb der Werke Hermann Strucks veranstaltet. Die große 'italienische Presse mhntt das hohe Künstlertum Strucks und hebt insbesondere die Porträts EL» st eins und Nausens berv^:? Franz Werfel anLeihet an eirmu neuen Dronva „P a ulus und die Juven . Der Dichter laL im Rahmen einer SonderveranstaÄung des SchWervereinZ zu Le'ipzig drei Szeueu seines Ongste» Werkes vor «und Äbte tiefe Wmung. „Der jiddische' Spiegel" 'bonnmt sich eine MvinPunst- Whue, die demnächst in PaviS'Hre Pforten öffnen wird. Gründer ist Sailonwn Poljakow, der sich in Rußland als Schriifilfteller einen Namen machte. — Hoffentlich handelt es sich nicht wieder nnt1 «ine Nachcchnmng des ,Mmen Bogel" chne Msche Eiigonart. Warum Asta Nielsen wieder Theater spielt. Die ibevichndte Filmdiva Asta Äfeit, welche beLcmnMch als Schauspielerin begann, .ist wieder zur Bühne zürüLgekehrt und probt socken im Leipziger Schanspielhaus, wo sie eine Hauptrolle in dem Drama „Ria CÄVallim" übermmmen hat. Ein Interviawer fragte sie. wüs ste bewogM halbe, ihre eMigveiche Mmkarriere aNtzug'cken. Sie antwortete: „Die Menwärtigen sentimmtälen KökottenNschichstn sind nicht Kr eine Künstlerin, wslcher die Wmproduktion , besondere AulWb-en stellen muß. Nach „.Hckda Gaibler". meinem letztem Mm, hat mir kein ^ran-rOript zugesagt, Ich schnte mich nach der Bühne, war ■\\m durch meine schlechte Sprache «bchindert. Erst bis -rch dieses Stück fand, in welchem die Darstellerin der wMichen HauptvijUc kein vichtil.qeS Deutsch zu sprechen hat, komvte ich meinen Wiuttch erfüllen." Asta dsislsen studiert jetzt eifrig die ^ntische . .-»che, M auch aOere LoZeMGerMtM m WM. „Ucker Juden mrd Judentum" heißt die Sammlung der rage Und Aussätze des großen Mschen Sprachforschers und Vvlkerpsychologen, Professors Dr. H. Steinthal, herausgegcken von Gustav Karpeles, die jetzt in dritter Auflage im Poppelauer-Bevlag in Berlin erschienen ist. Was an diesen Egenen und jeder moralprMgenden Art fernen Aufsätzen rgenchm anmur-et, ist das stewdige, seUtkoerstärdliche Be^ imS zum jüdischen Volkstum (laM vor dem offiziellen siloniSmus) und die Weite des Blickes. Sonst ist man daran bei veligwnZPhiloiso!ph>ischerl Essays — und das sind die Aussätze Stemthals Mm Teil — nicht gewähnt. Bezeichnend ist gusn Beispiel die Aeußerung Steinthals: „Was wollen wir mit den jüdischen Melodien? Gar nichts... Wir wollen, sie Hachen, müssen sie sammeln, geradeso wie wir di« BvAÄieder der Deutschen, Setben. Klein- und Großrusien gesammelt baden .. ." Die bewußte SÄbstveMMichkeit ist es, , die hier so angenchm berührt. „Aus einem heißen Ofen kommen meine kleinen Artikel/' sagt Steinthal einmal. Begeisterung erMt immer., ob er ülber die damals und. vielfach noch heute aktuellen Probleme (der Antisemitismus) spricht ober wissenschaftliche und litevaprsche Fragen erörtert, und solck)e aus dem innersten Wesen kmumende Essays, wenn sie noch dazu, wie hier, in einem schwunOollen plastischen Stil aLschricken und von wissenschaftlicher Gründlichksit getragen sind, bewahren immer >chren Wert und wecken gerne gelesen. Der Ankerbrottzrozeß vor dem Obersten Gerichtshof. Am 2. Mai d.'I. wurde, wie seinerzeit ausführlich berichtet, der Generaldirektor der Ankeckrotfäbrck-A.-G., der Kommemialrat Artur Fried, wegm Verbrechens, der Preistreiberei nach dem Gesetz von: 9. Marz 1921 zu acht Monaten schweren Kerkers und zu einer Geldstrafe von 10 Millionen Schilling (100 Milliarden Kronen) verurteilt, eventuell zu weiteren sechs Monaten Arrest im Falle der Nichteinbriygung der Geldstrafe. Nach der Urteilssentenz wucke Fried schuldig erkannt, in der Zelt vom 27. Marz bis 6. September 1921 im Weißbrot offenbar übermäßige Preise gefordert zu haben. Die BerhaMung hatte vor einem Schöfsensenate unter Vorsitz des damaligen Hofrates Dr.. Schneeweiß 14 Tage gedauert. Gegen das Urteil haben sowohl. Artur Fried als auch die Ankerbrotsabrik-A.-G. , wllche für die Geldstrafe zur ungeteilten Hand mit Friod haftbar erklärt worden war, je eine Nichtigkeltsbeschwerde erhoben. Beide \Nichtigkeitsbeschwerden werden morgen den Obersten Gerichtshof beschäftigen, der sämtliche geltend gemachten Nichtigkeitsgründe zur öffentlichen Verhandlung Zugelassen hat. Den Vorsitz in. dieser Verhandlung wird Senatspwsident W a r h a n e k führen, als Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft wich Generalprokutator.Dr. Höppler eintreten. Die Nichtigkeitsbeschwerde des Artur Med wird von Dr. G»mund Bene d i k t und Dr. M r a v l a k. die der Ankerbrotfabrik von Dr. Gruber vertteten tverden. Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofes dürfte wchrscheinlich erst yn Laufe des Mittwoch erfolgen. v Das Urteil im Zollbetrugsprozeß. Die ZMchwindeleien, Welche von Bundrsbeamten, Kaüfteuten^ Speditionsoeamten und HandelsangrstMen an der burgenländiichen Grenze lange Zeit verübt wurden und durch welche der Staat, einen Milliardenschaden erlitten hat, beschäftigten - zum zweitetz Male durch drei Wochen das Straflrndesgericht 2 unter dem' Vorsitze des Vizepräsidente» Hofrates Dr. Drögsler. Der Prozeß wurde gestern vormittags zu'Ende geführt. Die Beschuldigten chielten Kerkerstrafen von Koei Monaten vis zu einem Jahre. Sie brach ten die Nichtigkeltsbcschwevde ein. Die Speditionsbeamteu Sieg mund Ellenberg und Markus. Liebermann wurden frei gesprochen. Dr. Hofmokl jgege« Kaution auf freie» Fuß gefetzt. Wie aus Warschau verichtet wird, wurde der bot .einigen Tagen zu einem Jahr Gefängnis verurteilte Dvokat Dr. ' Ho fmok l- Hstrowski gegon^ eiug Kaution von My, Zloty auf freien Fuß belassen. v;; \ % zum Agrarprogramm der Sorlaldemtratie. - Bon Adolf Böhm. Der Parteitag der österreichischen Sozialdsmvkratie hck ' den Entwurf Bauers Kr das AgrarPragraiMM yenchmigt, . Bauer gab auf dem Partoitag unter anderem als Gruwd Kr dessen Aufstellung an, daß die Sozialdsmolratie die Macht im Sta'ate nicht erwevben kann, so lange ihr Cinfluß auf die Städte und IndnstriebeztrEe LefchränLt ist. Die Angriffe der '„bürgerlichen" Partelien auf die Sazialldemolvatie, daß es ihr 'daher nur um die Erringung der Macht zit tun ist, w-mn sie 'ein Agcrvprogvamm aufstellt, sind durchaus unberechtigt. Jede politische Partei trachtet zur Macht zu gelangen und nur eine Partes welche Leime siegende Avaft mchr in sich fühlt, rosigmert. Soeben hat in England die l i b e r a l e Partei, die bei den Letzten Wahlen eure vernichtende Niederlage erlitten 'hat, unter Fühvung von Lloyd George sine groß« Kampagne zur Gewinnung der Bauern eiugeleitet, um sich dadurch wieder emporzuacheiten. Nicht nur vom Politifch-bMischen Standpunkt aus liegt hier «inet Parallele vor, sondern der IHalt des PragvavMs von Lloyd George, der ein Führer des Kanrpfes der «bürgerlichen Parteisn gegen die Labsur Party ist, bann als mindestens ebenso vch'M heAsichnet^ wecken, als seiner der österreichischen Sozialdemokratie. In diesem PragraMn wick das Prinzip verkündet, daß „das Recht mtf Landeigentum seine Begründung ausschlietzlich in der Vollziehung einer nützlichen Funktion findet". Da der enAifche Landlock jedoch nur^ Mchr ein- Pachtrentenempfänger ist, so (ackert Lloyd George die Verstaatlichung des Grund und Bodens, der sodann nicht den heutigen Pächtern ins Eigentum übergcken, sondern chm wieder mr verpachtet werden soll, damit der Staat die Oberaufsicht über BckenverteÄnng und -Nutzung echAt. Me ersichtlich, fft dies genau dasisellbe Pvinzjip, auif dem der Jüdische Nationalfonds (Keren Kaje-meth) bchiert. Wenn Bauer nicht so weit geht, so hat das seinen Gmud darin, daß in Engla'nd heute das Pachtzsysteim vorherrscht, indes in Oesterreich dieses keine Rolle spielt. Es mag ja bei ihm auch das taktische Moment mitsprechen, daß er die Bauem nicht vor den Kopf stoßen will, -wenn er sagte: „Nur sin Narr kann daran, denken, die Bauem gu erpropriliersn". Bekanntlich halben selbst, hie Bollschowiken in Rußland die Bauem nicht expropriiert. Allerdings halben sie das ganze Land als Staatseigentum er-, klärt, aber in der Praxis hat sich an den bestchenden Zuständen nichts geändert. Das enKffche löberale Programm stcht' m bezug auf die Forderungen der Hebung der Bildung und fachlichen Schulung 'der Landleute sowie in. der auf Kräftigung des Gsnossenschalstswefens in nlichts dem Bauerschen nach, er übertrifft es aber noch'darin, daß der Staat im An-- Muß an die Genosstnschaiften auch der Kreditorganifator sein soll. Die Forderung der VerstaaMchung der Forste im Bauerschen Programm ist von lbüvgerlicher Seilte als eine bch'chöwikische bezeichnet worden, sie ist Äber Mr eine 'Mche, wie sie ibüvgerliiche Bodenrefovmer in allen Ländem echckeu. In England hat schon km Jahre 1916 ckne Unterguchungs-. kammission über die CchÄtung der Wälder, die namentlich im Krieg stark äbgchollzt worden sind, dazu geführt, daß der Staat' die Aufforstung in größtem Stile auf sich nahm und dafür sin Programm Kr die Dauer von 80 Jahren Kr 700.000 'Hektar aufftellte. Es ist klar, daß kein Großgmmdbeslitzer bezüglich der EchÄtunig der Wälder ähnliches leisten könnte wie der Staat. Wenn man dem AgravprogvanM der SozialdMokratzie einen Vorwurf machen könnt«, so ist es gewiß nicht der, daß . es «in umstürzjlerisches, sondern daß es selbst vom Standpunkt bürgerlicher Bodenckfvvmer in manchen Punkten zu wenig radikal ist. So nimmt es zum Beispiel zur Frage der Entschuckumg des bäuerlichen Besitzes keine Stellunig. Bauer sagt e nur, daß die UckerschukLung die Folge der zu hchvn Bodenpreise sek. Diese müsse man hevabdrücken, indem man den Boden- Hunger der kleinen Leute durch Parzellnerung der Jaigdgüter, Fideikommisie chw. befriedigt. Er gibt o>ber in seiner Rede Mst zu, daß dieses MM allem nicht genügte, es gäbe a'ber kein anderes in der LapiiMstischen Gesellschaft. Hier ist ein schr schwacher Punkt des Programms. Daß hohe Bckenpreise die ÄrfchAuiNHsmöiglichkeiten steigern, ist richtig, aber der Landhunger der kleinen Laute steigert nur die Preise von Parzellen mäßigen Umfanges und infolge der BÄeihungsgveMn San« .übechaupt eine solche Preissteigerung bei Belastung der Bauerngvünde keine besondere Rolle spielen. Die Ueiberschuldung ist vrekbmckhr vielfach verursacht durch Erbteilung, durch zu hohe Kauifsjhypotheken, durch Mvationelle Bepwendung von Krediten, die für Mebiorationer aulfgenommen wurden ot. a. m. In die Fmgen der Enffchuldungs- und BSsitzibefestigung ist Bauer vielleicht deshalb nicht näher eingegangen, weil bk SozialdsmvkMbie kein inneres Interesse mn Bauernstand nnd seiner .Festigung hat. Dir Mängel, des Progvamms in diesen PnMen werben aber auch verhinder-n, daß die Bauernschaft, um deren Wirtschaftliches Wchl die klerikale Partei uwd die von ihr 'bchervschten Landesregierungen schr . besorgt sind, dieser untreu wecken kömrte, um so mchr, als sie die sozialpolitischen Forderungen des' Programms als schwere Bedrohung empfinden wird. Die Sowjetvegievung hat sich in den ersten-Jahren ihres Bestandes auif die Dorifproletavrer und Kleinftbauern gestützt, aus denen sie Dorfkomitees gründete, die den mittleren und großen- Bauer fortdauernd bedrängten. Die Folge davon war, daß diese nur das Kr ihren Unterhalt Nötige anbanten. Wenn die österreichische Sozi-ÄdemoTnatie sich vovtviegerch auch nur aus das Landproletariat und die Zwergexistonzen stützen will, so wick sie vielleicht politische Erfolge.habell, wirtschaftlich wick . damit nichts gcholsen sttin. Es muß zwar aneMunt wecken. t. S ..i V