Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2425 (22.11.1925)
- Date
- 1925-11-22
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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WiVh..fc4omAbhoien in det Expedition, il* Xaboistr.1-3, oder In einer Verschleisstelle grrafikimonati;. 5 Schilling trassenvd’kaul. in Wien - durch die Kolporteure der klrms Qo I d schmied, - . I.. Wolireile U' -- Mit Poslverssnd tür Wien und Oesterreich monatlich ö Schilling Ische cho-Slowakci: Mon. K22. Jugoslawien; Mon.Din. 60. Polen:Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Pres. 18 Naciuahiongen bei Preis« erhöh untten Vorbehalten 4 ■———BMBBI 91t. 2425 iener ' - Me«. LoMas, 22. Rooemüer 1925 eu eröffnet! ROSA WEISS Telephon 42*4*87 IPreis 25 al England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monat!. 18 Ute: Rumänien: Mon. 170Lei. Bulxarlen Mon.lOOLew«. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr;-21-102, 25-2-82 IX., Universitätsstrasse 6-8 (D. uckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 _■ 7. Saiitgattg Original Ölleschauer Zigarettenpapier | Sie SttDett dkS Londoner KAM. Eine Frem-endebatte im englischen Unter- Pür je 100 Stück Büchelumschläge erhalten Sie eine Raucherprämle Prämien Verteilung jeden 10. Mai u. 10. Dezember 143 JAHRE BACZEWSKI LIKÖRE U.SCHNKPSE WIEN, L, BABENBEROERSTRASSE 5 TELEPHON 45*30 SERIE SIEGM. KORNMEHL, Grossflelschhauertl Zentrale: IX., B er gg as?--e Nr. 19, Tel, 17-3-99 u. 1&9-34_ Li aferant fürHeilaiisialien Abte 11 un g für Fl ei s c h unter Aufsicht des Ehnv. Rabbmats der Isr. Kultusgcme.nae Wien IX., Berggaue 15 Und XVIIL, Währingerstraaie 97 Zionistische» landaskornttee flrOestemicit § Morgen, Montag den Ä, Novemhet 1925, halb 8 Uhr abends; 8 findet in den Olympiasälen I., Rotgasse, ein 2 8 S 8 Redner; OMAIlltt Dt N. P. CHAJES l 3 Thema: H «W » t Mlllf Z Sie Bilam des shrischen Krieges. Wirtschaftskrise» Hungersnot, 50.WV Fliicht- - .! linge. ' /Lmdstt, 21. November. M.-Kvinp)'. „DM) Telegraph" veröffentlicht heute einen ausfährlichen Bericht eines syrischen Korrespondeuten. .Danach pellt sich die Lage m 'Shriensoltzendermaßen dar: .Die christlichen Freiwilligen inr Liba- « o n sindvöllig g e schlage n. Der südliche Libanon ist im Besitze her Drusen. Die Franzosen werfen alle verfügbaren Truppen nach'dem Süden. Die Be-w'afsnung der Christen hat die gesamte muselmanische Bevölkerung in A u s r e g u n g versetz t. Die -französischen schwarzen Trappen und die aus Eingeborenen bestehenden .Mjoilu-ngen haben völlig versagt. Das französische P r e st ig e ist.vollständig vernichtet. Die gesamte Bevölkerung ist unzufrieden. Sie fordert, daß die Ordnnng wieder hergeistellt werde oder daß die Franzosen das Land verlassen.' ' Die letzten fünf Monate waren mit fortgesetzten -m. i X i t o. ri | ch e lt u tt d d ipl om a t i s ch.en Fehler» ausgefüllt. Etwa 50.000 Menschen seien mittlerweile zu Fläch tliugen geworden und die.Gefchäfte seien inr Stocken. In■ Damaskus sei ein Mo ratoriu m erklärt iworden. Eine s-ina nzielle K x t se.ohnegleichen und eine Hungersnot'stehen vor der Türe; der B r o t p r e i s' ist seit Beginn - des •, Ansstandes um das Zehnfache gestiegen. . 1; : Hause. London, 18. Novencher. (I. T. A.) Eine bewegte Delbatte im enMschen Uniechause ries der Antrag des Abgeordneten der Arbeiterpartei, John Seurr, hervor, der sich fütz eine sofortige Aushebung der Eins ch r ä n k u n g e n g e g e n d i e F r e m d e n, die im Gesetz vom Oktober 1919 sestgelegt wurden, emsetzte. In der Begründung seines Antrages führte Mr. Seurr ans, man habe es hier noch mit einem Gesetz aus der Kriegszeit zu tun, das sich besonders gegen die Aermsten und Schwächsten auswirkt: gegen die heimatlosen Juden. Es ist aber eine betonte Tatsache, daß die Masse der Juden in L o n d o n -E a st - E n d ein g u«t e s bürg e r- 'l i ch e s Element stellt. Die Juden- East-Gnds haben Neue I n d u st rien eingesührt und sie gehören zu den 'willigsten und größten Steuerzahl ern. Es sei schon an der Zeit, daß «der Innenminister Sir Williaür Io y nsvn - H i cksseine Pose, als ob er durch seine sretMnfeindlichen Gesetze das Vaterland gerettet hätte, 'endlich ansgebe. Seine gaittze FremdenpoliA sei falsch und grausam. . Hieraus sprach. Unterhausmitglied Samuel F i nb.u r g h, der der konservativen Fraktion angehört und Mitglieddes Board o f D epu t i -e s ist. Er unterstützte den?Ant-mg Mr. Seurrs, indem er auWhrte, das^ Gesetz gegen die' Fremden sei lange nicht mehr zeitgentäß, es treffe zahlreiche Personen^.deren Söhne Kriegs- 'dienste gelei'stet habch. Es ist emje gwße Mgerech- Meit, solchen Mten Leuten' M - 'sagen. '' ^, : Jnnenmimster- Sir .MlliamIo h nson-Hi cks griff in die Debatte ein und verwahrte sich insbesondere dagegen, daß ihm , antisemitische Absichten unterschoben werden. Er habe,- sagte er, sich vor der Formulierung des Fremdengesetzes mit Glaubensgenossen von Mr. Firrburgh in Verbindung gesetzt. Auch diese jüdischen Führer hätten im Hinblick auf die drohende ArbeitÄosig- Xcit den Beschränkungen gegen die Fremden zugestimmt. Personen, die 20 Jahre iu England -wohnen und deren, Söhne für Großbritannien ihr Leben Hingaben, werden den Beschränkungen nicht unterworfen. Er, der Minister selbst, habe zahlreiche NaturalisätMtsakten, hie Juden betrafen, unterzeichnet. Man möge chm nur ein einziges Beispiel dafür erbringen, daß. er rn Verbindung mit Naturalisationsalten eine an tiij üd ische Gesinnung betätigt habe. Mr. Find u r g h: Ich nchme die Aufforderung zur Kenntnis! . . Sir William Johnson-Hi cks: Wenn mein Fmklionssreund meine Aufforderung akzeptiert hat, so habe ich zn diesem Punkt nichts mehr zu sagen; es ist jetzt seine Sache, für seine Behauptung Be'weismaterigl zu erbringen Der Antrag S c u r rs wurde a b g e k e h n si Die Moffulkrage. Die juristische Entscheidung des Haager Schiedsgerichtes. Haag, 21. November. (Tel.-Komp.) Der ständige internationale Gerichtshof hat seine Entscheidung in dev Mossulfrage geWt und die ihm vom Völkerbundrat vorgelegten Fragen beantwortet. Der Gerichtshof ist der Meinung, 1, daß die vom Völkerbundrat auf Grund des Lausanüer Vertrages.getroffene Entscheidung für beide Parteien verbindlich sei und die Grenzen zwischen der Türkei und dem Staate Irak endgültig bestimme; 2. daß die Entscheidung durch den Völkerbundrat einstimmig gefaßt werden müsse, wobei die- Vertreter Englands und der Türkei an der Abstimmung zwar teilnehmen, ihre Stimmen aber bei der Feststellung der Stimmeneinhelligkeit nicht gezäh'li werden. ' . Sie Lomnovertriige vor lern Reichstag. Berlin, 21. November. Der Reichstag beschloß in seiner heutigen Sitzung die Ueberweisung des deutschö st e r r e i ch i s ch e n Uebereinkommens zur Regelung einzelner Zollfragen sowie des deutsch-italienischen Handelsvertrages an den auswärtigen und an den handelspolitischen Ausschuß. Montag beginnt die Locarnodebatte. Der Aeltestenrat des Reichstages beschloß, die e r st e Lesung des Locarnogesetzes am Mittwoch zu beenden. Aus parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die zweite und die dritte Le sung der Vorlage bis Samstag erfolgen wird, so daß die deutsche Delegation noch Samstag nach London abreifen kann. Da die sozialdemokratische Reichstagsfraktion beschlossen hat, für die Locarnogesetze zu stimmen, ist. ihre Annahme' gesichert. Der Reichsrat stimmte der Regierungsvorlage über die Ermächtigung zu den Locarnoverträgen und dm Eintritt Deutschlands in den Völkerbund mit 46 gegen 4 Stimmen bei 3 Stimmenthaltungen in erster und zweiter Lesung zu. Der Stimme enthalten haben sich: Hessen-Nassau, Bayern, und Württemberg. Gegen die Vorlage stimmten: Ostpreußen, Nieder-Schlesten und Mecklenburg-Schwerin. Eine neue Demission im Kabinett Luther. Berlin, 21. November. (Wolfs.) Der Reichspräsident hat den Reichsminister Tr. Frenken in Genehmigung feiftes Wn fcincit Sterntc*« ^nßizmWter und Reikhsminister jür die besetzten Gebiete MtbnWn^^?' ' Las Kabinett Ckrzvnsü und der jüdische Mub. (Eigendienst, der „Wiener Morgenzeitung".) Warschau, 21. November. Ministerpräsident Skrzynski konferierte mit dem Obmannstellvertreter des jüdischen Parlamentsklubs, Dep. Doktor F a r b st e i n, um. sich über die S t e I I u n g n a h m e des Klnlbs zur neuen Regierung zu orientieren. Dr. Farbstein erklärte, der jüdische Sesntklub mache seine - Stellungnahme zur neuen Regierung von deren Richtung abhängig-, insbesondere von ihrer Stellung zu den Fragen der Zwangssonntag'sruhe, des Handwerkergesetzes, der Monopolkonzessionen und -der Beschränkungen in der Aufnahme jüdisch e r H ö rer a n d e n H o ch s ch u l e n. Erft nachdem die Regierung in ihrem R e g i e r u n g s p r o g r a m m, da's Ministerpräsident Skrzynski Mittwoch dem Sejm Gelegen wird, ihre Stellung zu diesen Fragen dargel-egt haben wich, wird der jüdische Klub seine Stellung zur Regierung sestfetzen können und darüber dann eine Erklärung abgeben. Pvinlevk» Finauzenltvurf vor der Kammer. Paris, 20. NovenÄer. (Havas.) Die Kammer hat in ihrer Nachisitzung mit 294 gegen 260 Stimmen das Eingehen in die Spezialdebatte über den Finen-zgesetzeniwurs der Regierung beschlossen. In der Einzekberatnug ist der Artikel I der Regiernngsvorlage, der sich ans die Schaffung einer Amortisationskasse bezieht, in seiner Gänze zum Beschlüsse erhoben worden. , Die um halb 8 Uhr morgens geschlossene Sitzung wurde nachmittags wieder ausgenommen; die Kammer hat auch den Artikel 2 des Entwurfes, der die Einkünfte der Amortisierungskasse und deren Verwendung regelt/ angenommen. Sodann richtete Painleve einen Appell an die Kammer, die Debatte zu beendigen; wenn sein Appell ungehört bliebe, könnte er die Regiernngsvera nt Wörtlichkeit nicht länger behalten. Die Kammer beschloß im Sinne des Ministerpräsidenten, die Debatte morgen vormittags sortzusetzen. .............mm Wiener Rathausiiiiiiiiiliiiiitiiiiiiiimiiiiiiiitiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiitimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiimiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiianiii ## Größtes und schönstes Hyüäiiuvli Fa§ der Welt I I .V' N A N S H Ü B N E R imW tiiiiHiiiiiiitiiitiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiihnfilliimiiifiiintitiiiiiiiiiiiiiniiitiiiiifinauiiititiiiiiniiuiiiiiiHiiitmiiiiiiittmimiiiiiiimiii