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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-20 · Heft 2423 (20.11.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2423 (20.11.1925)
Date
1925-11-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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’iwSäi'üfe iBio»'zyi W ea. Lum ADhoieUin der Expedition; IL’labcpsti-. 1-3, oderin eine* yer&dnjcisstftlle Urattkt mynall. s ScRtlllng Stra^senverkaui in Wien durch1 did Kolporteure der Firma Q o I d sek mied, i„ Wollzeileil Mit PostydrsanÖ :lür .Wien tund Oesterreich monatlich &'Schilling ' Ts checho-Slow a k eli Mon. K22. Jugoslawien: Mon. Din.60. Polen: Mon. .4 Zloty. Deut sc h 1 s n d; Mon. Gm. 4, Frankreich, “ ‘ len: Mod. Frcs. 18 lener IPreis 20^ Mcchsebioakin o«i rreti. erhfibaagfa yprbeliettca England: Mön. 4 Schilling Italien: Monat). 18 Lira Rumänien: Mon. 170 Lei Bulgarien *Mon.I00 Lewa; Schweiz und das übrigt' Ausland monatlich Frcs. £ Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr, 1 Telephone: 44-0-38,43-3-18 Ab 6 llhr: 21-102, 25-2-82 IX., Unhersltätsstrasse 6-8 (D. uckerei ig, Steinmann) Oesterrelchisches Postsparkassen - Konto Nr. 150.693 Nr. 2423 Wien. Stettag. 20. November 1923 r. FoHrgmo Sie neuen landwirtschaftlichen Siedlungen in krez Zsrnel. Interview mit T. Li a p L a n s L y (Jerusalem), Mitglied des Finanz- und Wixtschaftsrates der Zionistischen Organisation. Im vorWn Jahre beli-es. sich das l-arrdwirtjschaftliche Budaet, das aus den Mitteln des Keren Hajessod zu 'decken war. ainf 125.000 Pfund. Dieser Betrag war ungenügend, um neben der Konsolidierung der älteren Siedlungen auch noch neue .Siedlungen zu schaffen. In dieser Erkenntnis hat. der 14. Ziomstenkoittzrcß Las landfr» i c 1 f d) a f 11 i d) e Budget für das laufende Jahr um mehr als das Doppelte gagen- - -über dem Boyahr echcht und hiemit dem Keren Hajessod und der gesamten jüdischen Ocffeutl.ich- - - - Leit die schwere Berpsbichtunig auserlegt, dieses Budget voll zu decken. Ihr Korrchponöent hat sich -nun au ’ den Loirer des landwirtschaftlichen Departements der Zionistischen Exekutive, Herrn Ing. K.aplansky, gewendet und ihn um > , «nähere Mittsilungen über - die Plane und Aib- . . Achten der zionlstiischen KolouiMon im nächsten :IÄhre ersucht. — Im folgenden geben wir die Wichtigsten Darlegungen ans den Mitteilungen des Herrn Kaplansky wieder: „Das Landwirrschaftlicha Departement hat für das raufende «Jahr ein. Budget von 335.000 Psnnd angefordert, Las aber vom Kongreß auf 270.000 Pfund reduziert wurde, das heißt' um mehr als 20. Prozent, und ungefähr um den Betrag, der.ursprünglich •, für. neue Ansiedlung und für die Mhässuntz neuer KolvniM veranschlagtrMr^ Trotzdem Werden wir alle Ansirengungen ntachen,.um Mt wesentlichen Punkte unseres AnsiMuntzssirogrammes Lei- KMHatten undzu verwirklichen, Unser. Programm zerfällt in drei; Teile:; , : : / 1. Systematischer Ausbau der m Angriff genomMnen zirka 30 ncnen Ans iedlung s punkte. 2. Beginn ^r 'BeWässer ungsar«beiten in dem tvasierroicheren Teil des Emek und des Joxda n- Lales.- l 3. Die Begründung neuerSiedluug e n, wobei sowohl an Siedlungen des Mittel st and e s als auch an neue A rb e iters iedl u n g e n: gedacht ist sowie auch an -die 'Inangriffnahme der Kolonisation nach dem Plane Dr. Soskins. . Was diesen dritten Punkt.unseres Tätigkeitsp'lanes, nämlich du. . . . Schaffung neuer Siedlungen, betrifft, -so äst es selbstverständlich, daß die Ausgabe, mit den geringeren Mitteln, die uns -zur Verfügung stehen, jetzt schwieriger sein wird und das Tempo langsamer; aber um so nottvendliger ist es, daß wenWens dieses reduzierte Budget uns regelmäßig und zeitgerecht vom Keren Hajessod überchiesen wird. Vorläufigwollen wir aus keinen einzigen unserer Pvogrammpunkte' verzichten, sondern versuchen, mit den vorhandenes. Mitteln einen 'höchsten Nutzessekt zu erreichen. ' Was die neue Mittelst and skolonisatio n an-langt, sp gehen wir eben au genaue Untersuchungen dieses Problems. Schon dieser Tage begibt sich eine Kommission .nach den -Le stehenden m-ittelständischen Ansiedlnngen.in. der Nähe der Städte, und sie wird: die, .Aufgabe... haben, . die S iedl u n gss-.. u n d Wirts cha f ts p lä n e für -bkifc Siedlungen, auszuarbeiten. Diese.. Arbeit wird auch von allgemeiner Bedeutung stm,. denn/sie wird versuchen, den neuen Siedlungsthpus in der Nähe der Städte und auf kleinerer Fläche wirtschaftlich zu definieren-. Wir hatten bisher einen Siedluugstypus, wo wir mit 80 bis 100 Dunam Pro Familie rechneten, und wollen jetzt einen Typus mit 10 Dunam vorschen. Aber ,.in.der Nähender Städte entsteht )cht eine landwirtseijaftliche Kötonisatiou mit ungefähr 50 Dunam Pro Familie,^ die aber in der Nähe der Städte anders aüsgenüht werden. müssen. als etwa in. Nahalal. Weiter, sollen. die s i n a n z i e l l e n Verhältnisse und -die landwirtschaftliche Eignung und. Vorbereitung dieser MttelstandSelemente genau geprüft - werden. Auf Grund dieser Berichte.'werden die Siedlungspläne und Kalkula tiouen gemacht -werden, so daß der Kreditbedarf .dieser Siedlungen-im laufenden Jahre fest,ge stellt werden .kann. Ich hoffe, auch' innerhalb dieses redtkzierten Budgets den Kolonistensöhnen, fe tzK M BeiM in Recho-KtL AtK-ArSLS tU*** *NMhi -----TIM-iii i' I! |--f* -IT. X_ iii, , n MiifffV W 5**" W I Ztonl stisches LandeskomitBe für Oesterreieli I 8 Montag den 23. Novemuer 1925, halb 8 Uhr abends. 8 □ findet in den ülympiasälen 1., Rotgasse, ein g und He rzlia an uns gewendet hahe-lt, mit Kredit helfen zu können. Eilt besonderes Äugeniu-erk Ivollen wir auch der Ansiedlung von sephardischen und orientalischen Juden zu wenden. Die. Bedürfnisse dieser Gruppen, die für lartdwirtschafbliche Siedlung in Betracht kommen, oder die bereits Siedlungsversuche unternommen . haben, solleic genau geprüft werden. Ich habe noch keinen umfassendeit Platt. VoNäufig haudelt es sich um kleine landsmannfchaftliche Gruppen orientalischer Inden. Ich-habe mich bereits mit -den'Vertretern der' stphardischett Ju,deuheit in Palästina in Verbindung gesetzt und hoffe, so ein klares Bild über die Bedürfnisse dieser Elemente zu. bekommen. In diese Linie fallen auch die Pläne, die/ wir -bezüglich -der Besserung der Lage der Jememtensiedler haben und-über die ich in andemn- Zusammeuhang sprechen werde. - - Schwieriger'ist die Inangriffnahme neuer Ar-, b e i t e r s i e d l u n ge n.. Ich habe dafür 32.000 Pfund: verlangt rlMdabei Haltes das Departement vor allem an eine VovbereitungsaktiKn für 'die HiMung.gedacht. Nun lverden /wir, rmr -1.3.000-Hfün-d, piE'MhrkiW gering-- fügigen Betrag,, dafür zur Verfügung ha-ben. Wir wollen versuchen,^ durchs.PianMßiHkeit und höchste, Sparsamkeit Liesen Betrag richtig auszunützen. j)tur Än Bruchtei-l der in Betracht -kommenden Ansiedlungsgruppen 'wich angesiedelt werden körmen, und zwar ha.nptsächlich awf dem neuen Boden des Jüdischen Nationalsonds im Emek Iesreel, auf dem,sogenannten Emek-Kischon-Block. Bon den in Betracht kommeuden 2 7 0 F a m i l i e u werden in diesem Jahre nur 130 angtzsiedelt werden können. 'Immerhin. bedeutet dies einen großen Jortschrttt gegen das vorige Jahr und es ist ztl hoffen,' daß die pünktlichen .U-eberweisungeu des Kerert Hajessod uns die volle Erfüllung dieses.reduzierten Programmes, gestatten werden. Das vorhandene.Geld soll ausschlietzlich für produktiv e. Z w e d e ausgenützt werden, für Messungen und Parzellierungen des Bodens, für Tiespflugen der Gemüfeunid Pflanzungsgärten und für Bauten.'Bei dieser Verivendnng des Betrages ausschließlich siir Arbeitszwecke werden die Ansiedler von dieser Arbeit sowie von den Ameliorationsarbeiten, . die zugleich der Jüdische dtationalsonds, unternehmen wird, sich ernähren {timten, und so werden wir keine speziellen Aufwendungen' für die Erhaltungdieser Menschen machen müssen, die sonst beträchtlich sein müßten, wenn alle künftigen' Siedler den noch nicht Ertrag -bringenden Boden besetzen wollten.. Aus diese Weise erzielen wir eine Planmäßigkeit-in der Vorbereitung der Siedlungen, des Bodens und der Menschen bei größter Sparsamkeit in der Verwendung der Gelder. r . Der Emek-KMon-Block, von de,u ich eben gesprochen habe,'wird iu- :; sieben bis acht Siedlungspunkte zerfallen, wobei dre-i landsmannschastliche Siedlungen mit eingerechnet sind. Drei dieser Punkte werden M o s ch w e Owdim sein, darunter einer des .HaPoel Hamisr a ch i uu-b einer eine rumänische lMd'smannschastliche Kolonie. Die anderen sind Keine Kwuzoth von 26 bis 40 Familien, darunter auch zwei landsmaMschaftliche Kolonien, eine von Siedlern aus der Bukowina und eilte.twu solchen aus Litane u. Daneben wollen wir eine große und systeznatische Aktion znr lvirtschaftlichen Gesundung von zirka 260 jemenitischen Familie» dltr-chführelt, die bisher als Häusler mit nue einem Duna-ln Land angesi-e-delt waren, die daher als Arbeiter gehen ln-ußterl und deren wirtschaftliche Lage dennoch prekär blieb. Diese Siedlungen sollen nun a-nsgebaut werden auf Grund eines Bodenanteils von 10 Dunam p r p F a m i l,i e und Gewährung ' von Pewässerungsmöglichkeiten, wo immer sie durchführbar ■ sind. Ob es möglich sein wird, im Rahmen der 13.000 Pfund auch M tz tfÜll-'MÜw Mm lei M&aa □ Redner: Thema: □ ODerrahhiner Dr.H.P. CHAJES „Oie anäiti PolitiH M liinuf ■□BDaDBDaDBDfflaiGBaBDHDBaBÜBDBDBDBaiDia Owdi Nt jemenitischer In de n durchzltfüh^en, muß vor-läusig dahingestellt bleiben. ' Alts -das Gebiet der Renansiedlnng ans den W\ikb' des Keren Hajessod ghört auch das Soskinsche Projekt. Darüber kann ich ltoch nichts Konkretes Mitteilen. Herr Dr. Soskin ist derzeit auf einer Studienreise in Polen, um sich Über das Menfchenmaterial näher zu informieren, und wird dann -auch Deutschland und Italien besuchen, um die neuesten Versuche ' auf idem Geöi-et des G,e in üsebaue's zu besichtigen. . Wir: organisieren hier bereits jetzt: durch-unsere Instruk- \ toten eine besondere . ,;;! Gemüsebaukampagne, und es werden dabei besondere AnstrenguMn gemacht, um überall Versuche enuf Düngung und Sortenwahl des geeigneten Gemüses anzustellU." Die jüdische Öffentlichkeit kann daraus ersehen, wie reichhaltig trotz der beschränkten Mittels- Pie uns zur Ver- ' sügung stehen,'allein das Programm der Schaffung neuer Siedlungen im laufenden-Jahre ans den Mitteln, des Keren Hajessod ist. Wir h-ossen, daß. im näcksten Jahve ein entsprechendes Budget uns eine noch intensivere Tätigkeit auf diesem Gebiet erlauben wird." ßinstein All die UniverW in Zllumlem. Am 16. d. fand,. wie I. T. A. berichtet, in Berlin eine Sitzung der Deutschen Gesellschaft der'Fr e nnde der hebräischen Universität Jerusalems stait. Der Einladung «waren hervorragende Vertreter der Wissenschaist und der jüdischen Intelligenz Berlins Mfolgt.. Pwsessor Citron, der den Vorsitz führte, hob in seiner einleitenden Ansprache -hewor, - -daß -die.. Gesellschaft der Freunde der- Jerusalemer- Universität in Deutschland aus Erfolge hinzuweisen hat; es ist ihr auch gelangen, der UniveriM mehrere größere Bücherspenden . zuzusühren. .Hierauf hielt Professor Albert E i nst e i n sein angekündigtes Referat über die Bedeutung der hebräischen Universität m Jerusalem -für das gesamte jüdische Volk. Die Universität - soll -- so .führte ex ÜUg — ein Kult n rin st i t n t werden, in welchem die intellektuellen Juden der ganzen Welt einen Mittelpunkt jüdischen geistigen Schaffens erblicken. Professor Einstein machte den Vorschlag, eine -alle intellektuellen Juden -in Deutschland einschlre-ßende O.r g a n i s a t -i 'm n zu schaffen, damit der Einfluß der deutschen Judenhoit auf die werdende Universität miben dem' Einsluß der amerikanischen Inden zur Geltung komme. Professor Einstein wieZ darauf hin, daß das Indaistische Institut' dltrch Zuwendungen amerikanischer Spender materiell sichergestellt sei, während die anderen Institute noch einer intensiven materiellen Förderung bedürfen. , , . An die Ausführungen Einstems schloß sich -eine interessante Aussprache, au der sich Professor Ehrmann, Professor Ludwig Stein, Professor Heinrich Loewe> Dr. S. G r o n e m a n it und der Vorsitzende Professor C i t r v n beteiligten. Professor Citvon machte, den Vorschlag, daß die deutschen Inden den Ausbau und die Erhaltung des Eiustein-Jnistitutes in Jerusalem auf sich nehmen. Dagegen wandte sich Einstein selbst, indem er vor voreiligen Beschlüssen warnte und betonte, daß die Förderung an gewisse Bedingungen geknüpft werde. Unter den Anwesenden bemerkte man auch Professor Dr. Israel. Max" L i e b e r man it ließ «Jein Ambleiben MchuWM, ' ' - ..—■■'Hl >«» IUI.. llli willI ....I.Illlll III 11 m lllll lim KUIIIHHIMIIf I llil »IIWHl'll«’

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