Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2421 (18.11.1925)
- Date
- 1925-11-18
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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- Agen 1× ep/1043981
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| Poicn: ätQ gioMBÜ Wien. ^umADholen Inder Expedition, 11., raboistr. 1-3, oder in einer Vcrschieisstelle (Trafik) mönatl. b Schilling Strassenverkaut in Wien durch die. Kolporteure der Firma 0 o l d sch mied, I., Wollzeile 11 Mit Postversand iür Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschecho-Slowakei: Mon. K 22. Jugoslawien: Mon.Din.60. Polen: Mon. 4Ztoty. Deutschi and: Mon. Gm. 4, Frankreich, Belgien: Mon. Frcs. 18 MaehKahiongeo bei Preta» erhOhunoeo rorbehauen «Rt. 2421 flrels 20 51 M«,.Wlwoch. UNooM« 1825 Engla nd: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Ru m äni en: Mon. 170 teL Bulgarien Mon.lÖOLewa.' Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs, 5 Redaktion, Administration Wien, II. Taborstr. 1 Telephone: 44-0-38.43-3-1? Ab 6 Uhr: 21-102, 25-2-85 IX.. Universitätsstrasse 6-8 (D uckerel lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen - Konto Nr. 150.698 7. gadrgans Jas Ämpo der WöMmMmes. Aus dem Wgfteu NE der PalWuaerekMve. — Naa einer — Neue Sebiete der FrauenarbeU. - Der AMchmaag der WaW. Interessante Aufschlüsse über die gegenwärtige Arbeit h Evez Israel gibt ein überaus lebensvoller Bericht, den die zionistische Palastinaexekutive soeben erstattet. Diese periodischen Mitteilungen betroffen die Verwendung des Keren Hajessod in Palästina, welcher hÄamttilich das gesamte Au-fbaubudget zu bestreiten hat. Aus dem Bericht erfährt man^ daß im verflossenen jüdischen Jahre 33.494 Einwanderer ins Land kämm, gegenüber 14.119 im Vorjahre. Die Emiwanderung ist also auf das Zweieinhal'bfachs gestiegen. Natürlich mußte infolgedessen das zur Verfügung stehende Budget für Immigration sehr stark überschritten werhxn. Es standen im Sinne des Kongreßbeschlusses 27.800 Pfund.zm Verfügung, während 45.632 Pfünd'verausgabt wurden. Da die Steigerung der Einwanderung für die Entwicklung der jüdischen Heimstätte von größter Bedeutung ist und es unverantwmtlich gewesen Ware, etwa die Einwanderung zu drosseln, weil das Immigrationsbudget nicht hinreicht, kann aus der Tatsache der notwendig gewordenen Budgetüberschreitung imr e i n e Folgerung - gezogen werden: s ch l e u n i g ste Steige ruug der^, E in na>hmen des Keren tzajessod.; Einige bemerkenswerte Daten: .DieBauMe.,/Sonelhat soebm einen Vertrag für die . ■ Errichtung eines großen Geschaftsviertels in Haifa ikchgeschlossen, dessen Errichtung 60.000 Pfund beanspruchen Syrch: In Tel-Awiw, wo-die Anzahl der Häuser aus 3000 gestiegen ist (gegen 240 im. Jahve 1919), betrug am % Oktober 1925 die Einwohnerzahl rund 40.000, gegen 1900 Einwohner im Jahve 1919. Wohl ist die Banibewegung in Tel-Awiw schon im A'bflauen, aber für die zukünftige. Beschäftigung der dort gegenwärtig. tätigen 3000 Arbeiter ist 'geforgt. Ein großer Teil der Arbsiter wich nämlich bei den großen Orangenplantage« Unterhalt finden, welche im Umfange von 2600 Dunam ßergerichtet werden. ' . Interessant , sind die neuen Gebiete, welche sich der Frauenarbeit erschlossen ha>öen. So wird mit Hilfe in Haifa. des Keren Hajeflvd eine große Gruppe, im Webfach und in der Zi m m epei' (speziell iP, Agen von Fußböden). auMbilde't und eiMge/Mdchengvtzppen .wuvdm neuerdings in.. der Landwirtschaft, angesiedelt. Darunter dinc in Petach Tikivah, welche sich'' der M i s r a ch i- Organisation angeglie-dtrt hat. Aus Mitteln des Keren -Hajessod -• werden Menwärtig in einer Anzahl von Kolonien gleichzeitig . ' 78 WirtschaftSgÄquhe : .? errichtet, wofür ein Betrag von 10.080 Pfund' ausgeworfen ist. Aus: den.Nachbarländern. Palästinas, wie Mesopotamien, .Persiey, -Aleppo, sich .Inrmigranten eingetroffen, denen, durch Darlehen desKerenH^esso-d Arbeitsgelegenheiten in der Umgebung vph Jerusalem, insbeisondere: in. der Montefiove-Kolonie und Beth- ■ Hakerem, verschafft werden. Es handelt' M um den Bau nötiger Straßen, und einer großen Hammer Häuser. -Auch derimsrachistisähen^Siedlung-NÄe'DAaeob wurde zu gleichen Zwecken eirr ansehnliches Darlehen' gewährt.. Ein Bild des indüstriell^n Auf.sch.wung.es gibt die ZusammenDllüNg' 'der Betriebe,' welches l her letzten Kit entstanden sind/und vom Heren Hajessod gefördert werden.. Es..finden sich ' unter diefeft Betrieben .'unter anderem Hut- . fä>bri4en- ' eine - EisenMöbeHbrik.' WebereW,? Me'tallwerke, 'K^NstchriW^^vMoDöwnM F^chereib^ie^?? HaHen - ... Emekstadt bei Asuleh -? - . . ergeben, wo nehst dem Häuferbäm:' ein-'' n-mfangveicher Straßenbau und die Trockenlegung der in der Umgebung befindlichen Sückpfe. in Angriff genommen jverden,- ferner bei der Entwässerung des vom^ JudWn-'-Natidnalfönds' erworbenen großen Komplexes in der-Nähe von Nähalal und im Gebiete'der Glschonmündung 'zwischen Haifa und Akko. Die Geschlemriguntz dev ^.Entwicklung des jüdischen Nationalheimshängt jetzt'dchon . ab, ob es gelingen wir-,-im.Sinne des KongreßbeschlMes innerhalb Jahresfrist ■' - - ■ .• ' * eine Million Psund für den Keren Hajessod aufzubriNgen.? Franzbranntwein mit Menthol ist durch die Zusammenstellung unerreichbar. Die Wirkung in allen Fällen unschützbar. Bei Gicht, Rheuma, Gliedert eissen, Kreuz-, RuckenKopf- oder Zahnschmerzen und bei vielen anderen Unpässlichkeiten hilft er sofort. In Original/laschen überall erhältlich Gesetzt gesch. Schutzmarke 660 Erzeuger: Alexander Kalmar, Wien,II. Nordbaknhof Sttzdnrki übernimmt die Bildung des polnische« Kabinetts. '' Warschau, 16. November. Moln. Tel.-Ag.) Der Präsident der. Republik hat den bisherigen Außenminrster Skrzyn skr'mit der Kabine t 1 S.lbildu ng betraut. '. Minister - Skrzhnski erklärte Pressevertretern gegenlüber, er bealbstchtige'das Kalbi'nett auf. Grundlage einerbreiten Koalition der parlamentarischen Par te i en zu Kden. und die Verhandlungen, im Laufe des Dienstag zu beendigen., um seine Mission vor Dienstag abends durchführen zu können. .... Die Verhan-dlunssen >es designierten Premiers. (Eigendienst der „Wiener Vorgenzeitung".) Warschau, 17. November. Die Verhandlungen des mit der Kabinettsbildung betrauten Außenniinisiers Skrzhnski mit den Parteien behufs Bildung eines K o ä l i t i o n s k a b i n e t t s sind noch nicht zum Abschluß gelangt. S kr z y ns k i hat unter anderen mit dem Präsidium des jüdischen Klubs mehrfache Besprechungen gepflogen und an den Klub.die Aufforderung gerichtet, ei ne n Ve rt rete r, ins, K a bi nett zu entsende n. Der jüdische Klub hat nach eingehender Beratung beschlossen, im Hinblick aus die Notwendigkeit einer,' raschen finanziellen und wirtschastlichen Konsolidierung den sogenannten „Burgfrieden" det Parteien in jeder Hinsicht zu wahren, jedoch an der Regierung uicht teilzu nehmen. > Der Me polnische' '.Premier /'Mäf Alexander. S k r z y n s k i, der aus.galizisch^poluMW' Adel stammt, stchk im 44. Lebensjahr. Er ist aus bem piplolnatischen Dienst der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie hervorgegangen'Mch würbe nach der Errichtung der Republik Polen v Gesandter des . rieHn?' Staates in Bukarest, wo er den Abschluß.-.despc-lnisch-rumäniischen ''Bündn-i^eslbürWhrte. Dann/ ging er als Gesandter nach 'L o nd o n, wurde jedoch bald als Ä-ußenminister ins Kabinett S i ko r s k i Hemsen. Infolge eines -KMnettMechfels trat er jedoch bald, zurück und widmete sich' schriststeller-ffchen Arbeiten.'Im Mai 1924 . ümM -GkrzhnsN" an "Stelle Sktrinunts ständiger Vertreter Mm Böllerburch/ um zwei Monate später, Ende Jüli 1924^. ^als Nachfolger Zamoyskis abermals^ das 'Portefeuille 'des Amßeren. im Habknett Grabski zu übernehmen. ' ' '. / '. ' ' Graf SkrzylM, der unter anderem für die Anerkennung der Ostgrenzen Poleirs durch die Botschafterkönferenz hervoriagend tätig war, hat als Außenminister für die Stellung Polens , im Auslände schr wertvolle-Arbeitgeleitet. .Seine--Tätigkeit in- Entzlanp 'sowieseine erst vor kurzem ünterüoinmene AmeriWei.se halben wichtige Erfolge erzielt) Skrzynski warauch bei dem Mschlüß des Äb lo m we n §; der Regierung GräbÄrmit den parlamentarischen Vertretern der Iudenschüft Polens hervorragend beteiligt. - - - . Sie gwmften und die Mandat«' - BoüMuÜ-Com.' M! Kenwärthh, Mitglich des englischen - Unter' . Die p^erMchn^ü'e?Mandaüs.k.o-Mmission des Völkerbundes-hat .in Genf geUgt? .-'Gemäß der Verfassung, des Vöflerbundes -P die! britische'Regierung - als Mandatarmacht verpflichtet, einen Bericht. über ihre. Verwaltung Palästinas - zu erstatten, und dies ist auch geschchem Major 0 r m s b y- IG o.r e,. Mitglied des Parlaments/. Unterstaatssekretär für die Kolonien, war der Vertreter der englischen Regierung vor der? Kommission. Er selbst gilt als Freund der zionistischen Sache.?? Der' Brief, den Dr. Weizmann . namens der Zionistischen.' Organisation am 1. September an -den High Commissioner von Palästina , geschrieben hat, sowie das Memorandum vom gleichen Datum, das die. Zionistische. Organisation dem Generalsekretär des. Völkerbundes zur Information der permanenten Mandatskommission vorlegte, haben weite Verbreitung gefunden. Es ist in hohem Grade wahrscheinlich, daß diese anderen Mitglieder der permanenten Mandatskommission. ' die an, der. zionistischen Bewegung interessiert - Und. die allgemeine und politische Haltung der Mandatarmacht und die Fxage der künftigen ' Politik im allgemeinen zur Sprache bringen werden. , ' Die Verwaltung Palästinas - durch England als Mandatarmacht könnte, Ivären;5>lc Verhältnisse. normal,. keiner ernstlichen! Kritik' unterzogen' werden. - Die Regierung war 'gut, es gab keine ernsMchen Unruhen, die militärische Besatzung ist llein und die arabische BevMerung hat keinen berechtigten .Grund zur'Beschwerde. Was aber' die Ausführung' der Bestimmungen der Balfour-Deklaration und die Schritte ^anlangt, die zur Wiedererrichtung der jüdischen nationalen Heimstätte: in Palästina unternommen wurden, so ist hier Krim wohl am Platze. ' Einige der Gründe für' diese Politik sind in -Dr. Weiz- ' manns Brief zum Ausdruck gebracht. Unter anderem handelt zes sich um die geringen Zuschüsse, die.die jüdischen Schulen; in; Palästina erhalten und die im Schuljahre 1924-25 nur '3065 äghpt. Pfund, betrugen. Das sind etwa 3 Prozent der Summe, die aus' öffentlichen Fonds für Erzichungszwecke aufgewendet wurde. Nun bilden die Juden heut^ mehr als 13 Prozent her Bevölkerung, und nur. dieser Anzahl entsprechend'Men 13 Prozent der für Erziehungszwecke zur Verfügung stehenden, Betrage v den jüdischen Erziehungsinstituten -überwiesen werden nckssen. Tatsache ist. daß die! Zionistische - Organssation - große Summen für Erziehungs« ' zweckeausgibt. Die Gesamttosten der jüdischen Schulen be-; trugenin dem mit dem 30.. September 1924 abschließenden - Schuljahre etwa 92.677 äghpt. Pfund. Dazu wurden der ' jüdischen Arbeiterorganisation von der Zionistischen Organisation für ihre Abendkurse, Borträge und Bibliotheken weitere; 6000 äghpt. Pfund bewilligt. Zu all dem kommen nochdie Kosten der hebräischen Universität auf dem Berge Skopus, die und .8