Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 7 (1925)
- Issue
- Heft 2418 (15.11.1925)
- Date
- 1925-11-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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IPolen: 20 WoszyT Wi en, ^umAbholen in der Expedition, II., Taborstr. 1*3, Mer ln einer Verschiebst eile fTfatik) Monat!. 6 Schilling Strassenverkaut in W1 en durch die Kolporteure der Firma 0 o I d schmied, i.. WOllzeile 11 Mit Postversand für Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling 'v Tsch ec ho-Slowakei: Mon. K 22. Jugos 1 awien: Mon, Din. 60. Polen:Mon. 4 Zloty. Deut s c h l a n d: Morn Om. 4, Frankreich. Be lg i e n: Mon. Frcs. 18 Ntthtthlaftgen bei frei«, erhöhanden vorbehaHen 9lr. 2418 f- ** .. N, e u e r ‘Ötf f ri e t! Mir- ROSA WEISS Telephon 42-4-87 lPreis2lT51 England: Mon. 4 Schilling. Italien: Monatl. 18 Lire: Ru mäni en: Mon, 170 Lei. Bulgarien MomlÖOLewa. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Wim. Soavtag. 15. November 1923 Redaktion, Administration Wien, II« Taborsir. I Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 Uhr: 21-102, 25-242 IX., Universitätsstrasse 6-8 (D. uckerei lg. Steinmann) Oesterreichisches Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 m; ' 7. Iahrgans Original Olleschauer Zigarettenpapier Für je 100 Stück Büchelumschläge erhalten Sie eine Raucherprämie Prämienverteilung jeden 10. Mai u. 10. Dezember 143 JAHRE BACZEWSKI UK0RE U. SCKNXPU WIEN, l., BABENBEROERSTRASSE 5 TELEPHON 45V30 SERIE SIE GM. KO RN MEHL, Groasflelschhauerel Zentrale: IX., Berggas^e Nr. 19, Tel. 17-3-99 u. 16-9-34 Lieferant für Heilanstalten , Abtei I u n g für Fleisch unter Aufsicht des Elirw. Rabbinats der Isr. Kultusgememae Wien IX., Berggasse 15 und XVill., Währingerstrasse 97 8 8 S Montag - den 23. November 1925, ha(b;8'UhrAabdnds,/ ^;ih' den Ö^mjriäsÄeh 1.- Rojgasse,.ein ... 8 Redner: OMUnei Dt.«. P. CHAJET | g..Kr IMW Mit ln Mus*! MatoMe Vollmachten für Mussolini. Der Zweck der „Verschwörung". Rom, 14.. November.' (Tel.-Komp.) Der Ministerrat typt Heute das Gesetz über die nutz e rordeutlichen Vollmachten des Ministerpräsidenten genehmigt. Das Gesetz bestimmt Strafen bis zu lebenslänglichem Z u 5). t h a u s für alle, die gegen has Leben oder die Unverletzlichkeit des Ministerpräsidenten etwas unternehmen. Wer den Ministerpräsidenten durch Wort oder Tat beleidigt, kann mit Zuch thaus bis zu 30 Monaten-bestraft werden. Das Gesetz bestimmt, daß die Minister in Zukunft sowohl gegenüber d e im M i n i st e r P r ä s identen wie gegenüber dein König für ihre Tätigkeit verantwortlich sind und vom.König auf Vorschlag des Ministerpräsidenten ernannt u n d a b g e s. e tz t werden. Die Vollzugsgewalt tottb. vom König durch den Ministerpräsiden 1 en ausgeübt. Nichts darf ohne Genehmigung des Ministerpräsidenten vor das Parlament gebracht werden. Im Falle von Meinungsverschiedenheiten unter den Ministern entscheidet der Ministerpräsident. Der Ministerrat genehmigte heute ferner einen Gesetzentwurf, der einschneidende Maßnahmen gegen die im Auslande lebenden Gegner des Faszismus, die italienische Staatsangehörige sind, vorsieht. Ein Fonds zur Stützung der Lira? Nom, 14. November. (Tel.-Komp.) Der mit der italienischen Schuldeukommission nach Amerika gereiste Abgeordnete Alberto B eneduce hat als Präsident des Kreditinstituts für Unternehmungen der öffentlichen Wohlfahrt für dieses Institut in New-Iork eine Anleihe, von z w a n z i g Milli o n e n. D o l l a r ausgenommen. Die durch diese Anleihe einfließenden fremden Devisen werden dem Schatzamt zur Verfügung.gestellt werben, daß so einen.Fonds zmm Schu tz e der Lita erhält. Heute Wahltag. — 300 Abgeordnetenmandate, 150 Seriatssttze. — Gute Aussichten für die jüdische Bertretüng. (Eigendienst der „Wiener Morgenzeitung".) Prag, 14/November. Bei den morgen stattfindenden; Wahlen ins.Abgeordnetenhaus und den Senat der tschechoslowakischen Republik'gelängen 300 Abgeordnete nmandate und,150 Senatsitze zur Besetzung,, um die sich, in den 22 Wahlkreisen 29 Parte i en bewerben. Das frühere Parlament zahlte 294 Abgeordnete, von denen 167 die fogenannta Regierungskoalition bildeten, die aus Parteien tschechoslowakischer Zunge — 55 Sozialdemokraten, 42 Agrarier, 27 tschechische Sozialdemokraten, 22 Nationaldemokraten, 21 Mitglieder der katholischen Volkspartei — bestand. Nationale Minderhetten, Kommunisten und katholische Autonomiisten aus der Slowakei standen"m Opposition. Bon den nakionalenAMindetheiien der Republik war die j ü d i s ch e im -Parlament nicht, vertreten, obwohl sie etwa 90.000 Stimmen ausgebracht hatte, was. eineyr Blisitzständ von. mindestens b de r . M a n d a t e n äntßprocheü HLttöf die Erlangung dieser gewesen, wenn Mt die ZckHM^Nng der jüdischen Stimmen ans zwei Parteien es dazu gebracht Me, daß die für die Erlangung eines Mähdats notwendige Zahl von 20.00b Sttwmen für die jüdische Partei, wodurch die übrigen für diese Partei abggebenenStimmen . in den awderen Wahlkreisen für mindestens drei Reststimmenmandate gezM worden wärest^ nicht erreicht wurde. Die jüdische Partei brachte damals 18X100 Stimmen in Presov auf, di« von der agudistiflheu . Trennungsorthodoxic ausgestellte Parteikandrdatnr erlangte etwas über 9000 Stimmen, also nicht einmal die Hälfte der für die Erlangung eines Mandats notwendigen Stimmenzahl. Da diesmal eine e i u h e i tliche jüdische Liste kandidiert ist, so ist zu erwarte«, daß diese die erforderliche Stimmenzahl für ein H a u p t m a n d a t erreiche« und dadurch die Erlangung von weiteren dr«i b is vier Resist'im men man baten gesichert wird. Im nächsten Abgeordnetenhaus dürften demnach vier bis fünf jüdische Deputierte sitzen. Die Regierüugskoalitioit hat als Hauptgegner die Komm u n i st e n, die ursprünglich 2 7 S i tz e innehatten, Von denen sie zuletzt acht an die gemäßigte Richtung, die die 'unabhängige kommunistische Partei bildet, abgeiben mußten. In zweiter Linie werden die Parteien der RegierU'Ngskoalition gegen Ne ub ildu nge n zu kämpfen haben, die sich in der letzten Zeit von ihr abgefplittert haben, sc» die republikanische Agrarpartet des MinisterprDdenten S'vehla gegen die konservati v e A gra r p a r t e i ds's ehemaligen Senatspräsidenten Präs e k, die. Nat io na lde m okraten gegen die sogenanntes a t io na l e Arlbeits- Partei, die sich auf die Beamtenschaft und die Intelligenz stützen will und als deren Hauptsprecher der ehemalige Abgeordnete Dr. Stra nsky jun.^auftritt. Die Wahlagitation ist äußerst lebhaft. Der Ausschank von alk ohol tjMn Getränken ist auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen heute und auch morgen verboten. Die endgültigen Mhlergebnisse dürften kaum vor Montag mittags zu erwarten sein. Köln wird am 1. Jerrmber geräumt. Paris, 14/Mobember. (Wolfs.) Die Bo tsch afte rk o u f e re n z hat^ in ihverMutigen Sitzung beschloffen, Botschafter v. Ho-esch eineWitteilnng zugchen zu lassen - des Inhalts, daß Ae Kölner Z one am 1. Dezember geräumt wird. Die aradische Großstoatbettiegung. t Bon unserem 8.-KorresPondenten in Jerusalem. , Die Beschießung von Damaskus, jener schwere psychologische Fehler, den die Organe , der ftanzösischen Mandatärmacht in Syrien begangen und nach den letzten aus Kairo einlangendeu Mldnngen wiederholt Haben, hat stärker auf die Araber gewirkt' als es zehn verlorene Schlachten der Franzosen , hätten tun können. Denn Damaskus hat für die arabische Bevölkerung Kleiuasiens etile geradezu religiöse Bedeutung, und da politische Propaganda im mohaminedanischen Orient vorwiegend von der religiösen Seite her popularisiert' werden kann, so ergibt, sich mit Selbstverständlichkeit, daß/die p anarabische politische Propaganda das Bontbardement von Damaskus mit al^eu Mitteln auszunützen sucht. Im Irak, in Transjordanien, in Palästina und in Aegypten werden G e l d s a m m l u n g e n f ü r S Y r i e % unter der arabischen Bevölkerung veranstaltet, natürlich mit dem Vorwand, daß die Spenden den Opfern der Beschießung der syrischen Hauptstadt zugute kommen, welche in Wirklichkeit wohl für die Unterstützung der Aufständischen dienen sollen. Es werden auch heiiylich F r eiwillige angeworbett tmd im Irak ist dies auch schon offen geschehen. Die Exponenten'der panarabischen Bewegmrg halten den Augenblick für gekommen, die. durch die Beschießung von Damaskus vorbereitete' psychologische Avnosphäre unter' deu arabischen Massen zu' intensiver P r o p acgg..n d afür ihre politischen' Ideen anszunützen.! Mgn muß dabet.feststellen, daß. die -Propagawren der Pan- Äug' zu Werke gehen. Bisher hatte ihre Propaganda als mistimales Cmdziel die A u fhebung samtlicher Mandate über die arabischen. Länder gesetzt — das maximMtische Programm war und ist stets die Vereinigung dieser Lander zu einem arabischen Großstaat —, und noch das letzte Memorandum der arabischen Exekutive au die Mmrdatskonnnission des Völkerbundes hat diese Forderung bedingungslos ausgestellt. Um so bezeichnmdN ist ein soeben erschienener Aussatz in dem arabisch-palästinensischen Blatt „Feiest i jt", das bisher in den meisten Fallen gegen den englischen. Mandatar ausgetreten war. Dieses Blatt schlagt zur Ordnung der Verhältnisse eine Vereinigung Syriens, Palästinas und des Jrak unter britischem Mandat vor und erörtert die Vorteile, die sich daraus für die arabische Bevölkerung der drei genannten Lander ergeben würden. Damit will „Felestin" die den Panarabisten als Endziel vorschwebende Schafsuug des arabischen Großstaates soMsagen auf evolutionäre Politik stellen. ' In diesem Zusammenhang vollzieht mm das Organ der arabisch-palasttnensischen Exekutive eine bemerkenswerte politische Schwenkung. Me bisher von der Araberexekutive stets grundsätzlich abgelehnte Balfour- Deklaration wird in diesem Zusammenhang des vereinheitlichten Mandats als res judieaia anerkannt, indem .das Blatt erklärt, das durch die Balfour-Dcklaration zu schaffende jüdische Nationalheim wäre in einem solchen Fall der Vereinigung der arabischen Länder unter britischem Mandat ohne weiteres in Kauf zu nehmen, da H. — und hier wird das Organ der arabischen Exekutive offenherzig — inmitten des durch die Manbaivereinhettlichung geschaffeueu arabische« Großstaates ungefährlich wäre. Der dann in dem Auffatz folgende Versuch, die Juden als die Störenfriede einer solchm für England vorteilhaften , Konzeption hmzustellen, da sie f r a u z o s enfreundlich und Gegner einer panarabischen Eimgung seien, ist mehr agitatorischer Natur und sozusagen eine Verschleierung der in dem Artikel zum Ausdruck gebrachten Schwenkung. Die Juden Palästinas sind alles eher denn Feinde der arabischen politischen Enüvicklung; sie verlangen .nichts mehr als die friedliche Schafftmg ihres nationalen Heims in Palästina. Wer das BcfeimimS, daß die Balfour-Deklaration als Tatsache m der arabischen politischen Rechnung steht, ist nicht unwichtig. Das zweite Bombardement von DlwmKkvs. Paris, 14. November. Die Ageuce Havas meldet aus Kairo: Nach den letzte» Meldungen aus Syrien habe« die französlscheu Truppen nach einem Kamps mü GnnziniSer Keller eröffnet! Gr5ssies und schönstes Fass der Wdtl 0000593101310102