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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-14 · Heft 2417 (14.11.1925) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2417 (14.11.1925)
Date
1925-11-14
Page
– (sequence 1)
Language
German
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« i Polcn; XQ üi oszyj Wien: ZumAbholen in der Expedition, II., Tabotsir. 1-3,; oder in einer Verschlefcstelle (Trafik) monatl. 5 Schilling Strassen vertyui in Wien dtircb die Kolporteure der Firma Goldschmied, '!.. Wollzelle 11 Mit»Postversand f# Wien und Oesterreich monatlich 5 Schilling Tschechor Slowakei: Mon. K 22. J ug o s 1 awi e n: ' Mop. Din. 60. Polen: Mon. 4Zloty. Deutschland: Mon. Gm. 4, Frankr eicb, Belgien: Mon; Ffcs. T8 N«dusahltmgen bei f rei» erbftbnngen vorb«haUen ,, reuet Neu eröffnet ROSA WEISS Telephon 42-4-87 IPrels ad fl! E ng ia n d:Mon.4 Schilling, Italien: Monatl. 18 Lire: Rumänien: Mon. 170Lei. Bulgarien rMomlOOLews» Schweiz und das übrige Ausland monatlich Frcs. 5 Redaktion, Administration Wien, ILTaborsir. 1 Telephone: 44-0-38,43-3-19 Ab 6 UhnlÄ, 25-2-82 IX., Universltätsstrasse 6-8 (D.uckerei lg. Steinmann) Oesterreichlscbes Postsparkassen-Konto Nr. 150.693 Ar. 2417 Wie«. Samstag. 14. November 1923?.8al>rga»g Weizmanu Per Krimprojekt mid Agmctz. Äie Rede des Wstdeuie» d« ZiaaWche» Lrgimisatisu bei der Nalsotw-rettaratioarfeier ia LaM«. . Aus Lo n -b o ]i wirb uns -geschrieben: Bei der imposanten Feier, welche am 2. N-ovenvber anläßlich «der achten Wiederkehr des Tages, an dem die Balf-our-Deklaration erlaffen wurde, in London veranstaltet wurde, sprach nach dem 'früheren Qderkommiffär von Palästina. Sir .Herbert Samuel (dessen Rede wir bereits veröffentlicht haben — Die Red.) der Präsident der Zionistischen Weltorganisation Pmf. Weizmann. Er führte unter anderem aus, die fortschreitende Entwicklung Palästinas sei eine Frucht des Friedens und,der Ruhe, die Samuels Verwaltung ge-schaffen hat. Wenn die Mandatskommission vor einigen Tagen in Eens die Lage in den-AtawdatÄändern geprüft hat,"so mutzte sie einsehen, -daß Palästina viel ftiedlicher und bl-ühend-er dastche als die anderen. Der Fortschritt ,in Palästina sei aber abhängig von einer gefchlosseneu ' jüdischen Front. .Die Zionistische' ..Organisation hat ihr möglichstes getan, um denen, die bisher ' N i chtzionisten oder sogar Antizio nisten waren, cirtgegenzukommen. ü*. ~V Die Zionistische Organisation war aufrichtig gewillt, mit anderen die Rechte, die ihr aus dem Mandat zustchen, zu ' teilen, aber sie müssen auch die Pflichten teilen. Mr dann kann die Jewish Ageney ins Lebyn treten. Die Sache ist jetzt vielleicht etwas k o mpl i g ie rt - Worden, weil gerade-,-w A m e r i k a,. wo. der Aufbau der Jewish Agency am iveitesten gedichen war, dieselben Per»> finliWüen> die-Man^bewilitzt^walen^sMl ein neues Projekt, Inden in Sowjetrüßland anznsiÄelu^ betreiben. Die Zionisten wünschen, djesem Projekt allen' Erfolg. Aber sie sehen darin ke-tn’-• K'-on'iknr re;n unternehmen für Palästina. Das eine' ist Me ze t tliche H-ilfsakä-ivn, das andere ein MeiÄMr die Ewigkeit. Die Verwaltung Paläfttnas oder die Mandatarmachl dürfen nicht in Gefahr gebracht werden. Es ist schwer, den Leuten in der Ukraine, diedie Schwierigkeiten der Palästinaverwaltnng nicht 'verstehen können, zu sagen, sie mögen geduldig sein. Dieses schwergeprüfte Volk hat in der Geschichte eine säst übermenschliche Geduld gezeigt. Dieses Volk rüttelt an den Türen In diesem Jahre richten wir einen vereinigten Appell aller dieser ' Institui-ionen an die jüdische Oüffentlichkeit. Wir 'benötigen d r^i' M i ll io ne n D o l la r für den Keren Hajessod, mindestens eine Million Dollar für die Landkaufaktion des Jüdischen Nationalfonds und mindestens eine Million Dollar für die'anderen Jnstrtution e n. Wenn die Inden Amerikas Verständnis für die ruhmreiche Gelegenheit hatten, ste müßten 50 Millionen.Dollar für Palästina aufbringen, sie könnten diese Sum-me auch leisten. Alles Geld, das für andere Länder gegeben wird, ist für die Not der Stunde; das Geld, das man für Palästina gibt, -stärkt das gesamte jüdische Volk. Nie darf Palästina gegenüber einer Arbeit', sei es in Rußland oder Polen, Argentinien oder Mexiko, in den Hint-ergrmü treten; wir setzen Palästina in den Vordergrund des jüdischen Interesses, in dasZentrum der jüdischen Hoffnungen. Die Ansprache, die v o n de r ge ja-m fett a me r i- -kanischen P.resse wie-dergegeben wird, machte großen Eivdrnck. Wegen UnftiMmigketten mtt dev Bank Ungeduldige Kritiker müßten verstehen, daß 4vir vielleicht mehr von der Mandatarmacht bMnmen konnten, aber a-nch erheblich weniger. Wir hätten vielleicht schneller gehen können, aber wir hätten'auch gänzlich zum Stillstand kommen können. Wir müssen geduldig und vorsichtig sein, denn wir bauen ein Werk der Generationen/ Vielleicht wird,es erst iiach zwei oder drei Generationen vollendet sein, aber uns ist es,vergönnt,, de« Grund>stein zu. legen und wir wollen'ihn f-est un-d solid legen, damit die- Rüstige -Generation' bereits schneller bauen kann. ,:>Vi Weizmann wurde bei seinem - Erscheinen und «ach seiner Rede stürmisch akkla-miert. / Beginn der der New-Nork, 11. November. (I. T. A.) Dr.' Stephen S. Wis e, der' von der Zionistischen! Organisation Amerikas - 'Mi' P-or-sitzendeit- ''der Kampagne für di-e Ausbringung von sünf'Millio'neü -Dollär für den P a lä st i n a äufba w ernannt ^worden P/ lud die Vertreter der jüdischen und .nichtjü-dischen Presse "Amerikas A einem Diner ein,. 'Me Veranstaltung verlief sehr, eindrucksvoll. - Dr. W i s e gab in seiner Ansprache der Hoffnung Ausdruck, -daß die amerÜanische-JüdenhÄt,iu dresem Jahre die fünf Millionen"Dollar aufbringen wird,' die dom Keren^Hajessod, dem Indischen Nationalfonds, dermedizinischen.' Organisation ' H'ädä ssg h, ' >deM Ruthenberg-Plan ' mrd der ' hebräischen Universität zrrgute komm-en sollen. Er führte unter anderem aus: .. "' / . . stünden m Belpederepalais mrrh überreichte dem Präsiheyten/der RePÜblM sM M.e MU iw«s g e-su ch... In einem Schreiben, in dem her MinifterpMdevt?.sern Rücktrittsgesuch begründet, heißt es unter anderem, daff der Ministerpräsident einerseits. in . seiner. .Eigenschaft als FInanzminiftßr bei°de^Bänk^Pwlski, die in der letzten Zeit auf jedent Gebiet ihre gänzliche Unabhängigkeit von der.Regierung betonte,.nicht das notwend i ge V er stand n t s für se i ne P län e gesunden habe, und.andererseits auch im Sejm einer OpPosition begegnete, die auß rein persönlichen Gründen seit einem Monat die Erledigung der «otwendigen Sanierungsprojekte ders.chleppe, wahrend solche zum . Beispiel in Frankreich im Lause einer Nacht angenommen wgrden seien. Die Antwort-des Präsidenten, der Republik über die Annahme der Demission WM stoch für heute nachts erwartet. In später Abendstunde;trat ein Kabttteitsrat zusammen, in dem die durch das Demissionsgesuch des Ministerpräsidenten geschaffene Lage besprochen wurde. Me Beratungen des Mmfftcrrates sind bis zur Stunde noch nicht beendet. Jin Sejmgebäude fand abends eine Beratung des SeMpräsidenten Raiaf mit den Führern der einzelnen Fraktionen statt. Mcktrttt des gestmtzten Kabinetts Gra-bskr. Warschau, 13. Noveanber. (Dschech. Preß-Bnr.) In der abends abgehaltöneit Sitzung des Minist.errates wuvde nach Erledigung mehr-eror Angelegenheiten, die . noch von der gegenwärtigen Regierung abgewickelt wer- -üden nrüsstn, der Beischluß gefaßt, die Gesa Mt de mi ' fion des Kab>i ne tts zu überreichen. Ueber den plötzlichen Astsbruch de-r Regierungskrise melden Extiaausgäben ustßer^ anderem: Ministerprästden.t ' Grabski habe.dem Prälfiöenten. der Bank Polsiki, Doktor .Kavpins'ki,.um eine Intervention der Baut; zur Eindämmung des Kursstürzes des Zloty evsucht. Karpinski habe jedoch eine , sülche Intervention an den ausländischen 'Börsen nicht - vornehmen wollen. ^Der Hrästdent der R-epMA!-hat, da Grabski für die Dauer der.Regierungskrise -mitkeiner Funktion betrau; werden will, äng-oövdnet, daß die. sroihewmdme Stelle-des Finauzministe.vomMistffter,für Handel und 'Industrie, Kla.ruer, in.^StelMe.r.tretung über- ' nomnreir werde. Die E n ts ch e i-du n g über.die Annahme der Gesamtdemission des Kabinejts wird gegen Mitternächt elWÄrtet. ii- D rmen Mo d e- Spangen-Sch uhe Boxkalf. ...... 37'ro Prima-Lack .... 39^ Henren-H alb schuhe Boxkalf. . . ... . 42'M> Prirna-Lack. ... 49^ Qualität „Jellin ek", VIL, Burggasse 5 53» ‘ Die Rütlvendigkeit der jüdischen Zu den Wahlen irr der Tschechoslowakei. (Bon unserem Spezialberichterstatter in Mnnkacevo.) Morgen finden in der tschechoslowakischen'Republik die allgemeinen Wahlen für das Abgeordnetenhaus und den Senat statt. Neunundzwanzig verschiedene Parteien haben ihre Kandidaten für das Abgeordnetenhaus nominiert, von denen zumindest die Hälfte um die Stimmen der Juden wirbt, wenn sie es nicht vorzieht, sie einfach zu fordern. Diese Tatsache allein weift 'chon die jüdischen Wähler auf den einzig denkbaren Weg: den der Neutralität gegenüber allen nationalen und sozialen Kämpfen, die gerade jetzt anläßlich der Wahlen mit besonderer Leidenschaftlichkeit geführt werden. Alle möglichen Argumente werden ins- Treffen geführt, um die Juden wieder in den Wirbel der nationalen Streitigkeiten hineinzuziehen. Das Organ der magharischen Minderheit in Prag begründet das Recht der Magyaren auf die Stimmen der Juden. in der der rnit dein Hinwers -auf Ms heutige -Ungarn aüswartet, wo tatsächlich keine Spur von einer Dankbarkeit oder auch-Anerkennung des aufopfernden Patriotismus der Juden zu entdecken ist. Und alle nationalen und sozialen Gruppen und Fraktionen bewachen förmlich die ji'tdischen Wähler, ob sie nicht etwa — die gegnerische Liste unterstützen... Es geht eben jeder der Mahlgruppen hauptsächlich darum, daß die Mischen Sümmen, wenn sie schon nicht für die eigene Partei zu haben sind, dem Gegner nicht zugute kommen. Eine Stellungnahme der jüdischen Wähler für die eine oder die andere nationale Partei schafft jene ständige Konfliktatmosphare, in der die Juden in allen mehrnationalen Staaten lÄen und leiden müssen, wenn sie sich nicht auf ihre eigenen Jntereffen besinnen und — neutral gegenüber den nationalen Auseinandersetzungen der verschiedenen' Nationalitäten — die.Vertretung und Verteidigung der eigenen Rechte und vorhandenen spezifischen wirtschaftlichen und sozialen Forderungen in den gesetzgebenden Körperschaften eigenen,' jüdischen Abgeordneten anvertrauen. Von dieser Ueberzeügung durchdrungen, haben die verschiedenen,' sonst Politisch voneinander abweichenden jüdischen Gruppen — mit Ausnahme der keiner jüdischen Einigung zugänglichen Gmppe der trennungsorthodoxen Preßburger Landeskanzler — sich unter der gemeinsamen Bezeichnung „Jüdische Partei" auf ein gemeinsames Programm geeinigt, das, aus dem Boden der tschechoslowakischen Republik stehend, die Juden von der entwürdigenden Rolle des Anhängsels anderer, einander befehdender Parteien befreit. Im Sinne dieses Programms stellen sich die Juden zur Forderung aller demokratischen, . freiheitlichen Bestrebungen zur Verfügung und nehmen, bei strikter Erfüllung aller staatsbürgerlichen Pflichten gegenüber dem Staate, das natürliche Reäht der Selbstverteidigung für sich in Zlnfpruch. Dieses Programm muß bei allen Nationalitäten, .die es mit den Juden ehrlich meinen, versöhnend wirken, da es gegen niemand gerichtet ist. Bei den letzten Wahlen hatten Kurzsichtigkeit urt5); böser Wille verhindert, daß die Selbstverständlichkeit eines solchen Programms in die Mehrheit der. jüdischen. Wähler dringe. 'ÄuxH Mißve^tändnis herbeigeführte j Zersplitterung der, Stimmen, hat die Judenschast - um > die ihrer Zahl und ihrer wirtschaftlichen und Kulturellen j BedeuttM entsprechende Vertretung im Parlament. gebracht. Diesmal steht es darum, erfreulicherweise beffer. Laut den-jüngsten Berichten .ist das Mandat ^der. jiüü-' Ein;. ^Jeder Kunde.elhälf l^stenlös,^^Anweisung aijfe|ne photo-, ^e^phlsrclie. Aufn^ltnie uns drjy;jhcrrli(jibe Phptoä .ohne ^reisaUkschlsg t)el%nkaut von 8 30 im Warenhaus ILTaborstraBe 48 Tetönilon ,t Sn gröis ln Mail j 992532

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