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Wiener Morgenzeitung · 1925-11-10 · Heft 2413 (10.11.1925) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
7 (1925)
Issue
Heft 2413 (10.11.1925)
Date
1925-11-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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«eite 6 Wien, Dienstag Menex Morgka^Ztung 10. Sckvember 196Z Nr. M3 8m kilde einer Antisemitenbank. 40 Prozent AMl-ichsqnote bet Alpenländische» Vereinsbank. Wie uns .aus I u n s b r u ck gemeldet wird, wurde gestern bei m' Innsbrucker 'Landesgericht der A n v-' gleichsantrag der Alpcnlandischen Vereinsbank eingcreicht. Nach einer detaillierten Auf- ' stellung betragen die Aktiven 1,850.119 Schilling, die Passiven dagegen 2,670.271 Schilling, so daß sich eine Ueberschuldung in der Höhe von 820.152 Schilling ergibt. Darunter befindet sich der Posten der Banca Cattolica in Trient mit 610.463 Schilling. Gläubiger, deren Forderungen kein Vorrecht genießen, - erhalten eine 40prozen.tige Quote und eine allsällige Slachtragsquote. Als Aüsgleichsverwätter wurde der Banldirektor a. D. Oswald Schlemmer bestimmt. Forderungen sind bis 9. Dezember beim Lcrndesgevichte Innsbruck anzumelden. Die Ausgleichstagsatzung tvurde für den 29. Dezember festgesetzt. Der Status dürste noch nianche Korrektur erfahren, da die Aktiven viel zu hoch gegriffen scheinen. Man mutzte znm Ausgleichsverfahren greifen, um dem schwebenden Zustande, der nach der Schliehung der Kassen der Vereinsbank herrschte, ein Ende zu bereiten. Die beantragte Ausgleichsqnote von 40 Prozent ist ebenfalls günstiger, als den tatsächlichen Verhältnissen entsprechen würde. Diese Quote konnte nur errechnet werden, wenn das ungedeckte Defizit mit 8 Milliarden angenommen wird. Nach Schätzung informierter Kreise beläuft sich dieses Defizit aber auf 18 Milliarden. Es würde also dann die Auszahlung der Mindestquote von 35 Prozent ebenfalls nicht möglich sein, so daß zuletzt doch ' zum Konkursverfahren gegriffen werden dürfte. Vorläufig ist die christlichsoziale Partei bestrebt, im letzten Augenblick doch noch eine Vermeidung des Kon-- kurses zu erreichen. Die'Parteiführer Tirols verhandeln mittlerweile mit verschiedenen Faktoren. Namentlich sollen einzelne reichere Stiftungen einer Herabsetzung ihrer Forderung zustimmen, um auf diese Weise eine bessere Befriedigung der kleinen Gläubiger erlangen zu können, da sonst unangenehme Nachwirkungen für die christlichsoziale Partei in Tirol befürchtet werden. Painleve verteidigt fein Aninzprogramm. . Die Kopfsteuer gefallen. (Eigendienst der Miener Morgenzeitung".) Poris, 9. November. Der Entwurf Paickeves ist sowohl in der Kammer als auch in der. Oeffentlichkeit einer scharfen Kritik unterzogen worden. Es wird dem Programm vorgeworfen, daß es eine versteckte Inflation im Auge hLbe, indem es der Amortisationskasse, die die Bons einziehen solle, eine gewisse Emissionsfahigkeit zugestehe. Fm Finanzausschuß der Kammer verteidigte sich heute Painleve gegen diese Vorwürfe. Er erklärte, daß die Amortifationskasse an eine Emission neuer Bons nicht denke, sondern nur die alten Schatzbons konvertieren solle. Cs könnten die Schatzbons nicht vor einem Jahre eingelöst werden. Um über die DezemberfälligksÄen zu begleichen, müsse der Notenumlauf im Rahmen des Programms um 2H Milliarden vermehrt werden. Vorläufig sind die Ansichten darüber geteilt, ob copyrtzdi 1924 by 61. Fortsetzung Kurt Wolff Verlag A^O. München Nachdruck verboten. Hm Fettwouft. Eine amerikanische Autobiographie von Samuel Ornitz. Die Juwelen und Galakleider unserer Frauen 'wetteiferten mit den elektrischen Kronleuchtern. Alle Welt kannte sich gegenseitig. Herzliche Begrüßung, Zurufe, Schreie, Gelächter, Kreischen, 'quietschende Kinder, die aus dem glatten Parkettboden ausgtttten, die Melodien einer Blechkapelle, die Sams berühmte ,Hits" vortvug -- eine regelrechte Familienäffäre ohne Aufhebens und ohne Hemmung. Am gleichen Abend verkündete Hhmie Rubin seine Verlobung mit Sams Schwester, May, einer Lehrerin mit ernsten' Augen und Haaren, die wie weißer Kaffee aussahen . . . Al Wolsf kam mit seiner zweiten Frau — die erste war irgend eine Unbekannte, von der er geschieden war. Frau Al Wolfs 2 war, ein berühmter Opevettenstar . . . Alte Freunde, die ihre Gatten oder Frauen oder Verlobten vorftellten . . . Alle waren verheiratet oder waren im Begriffe, zu heiraten ... Hymen war der Gott des Tages. Esther, die in einem getreibesarben-en Kleid erschienen war, sah so verlockend aus, daß ich meine Augen nicht van ihr abwenden konnte. Sie kontrastierte so angenehm mit den vollerblühten Päonien rings um sie ... Fette Arme, wogende Brüste, 'breite Hüften, aufgedunsene Gesichter, Doppelkinne. Und sie dagegen . . . Eine Weiße Blume auf dünnem Stengel in einem tropischen Garten . . . Als ich mich hinter einer künstlichen Palme in der Ecke eines kleinen Balkons allein , mit ihr sah, verlor ich alle Selbst? bchervschung. Ich sahdie leuchtende Weiße' ihrer.Schultern, das verzehrende Licht in ihren Angen.. . . Heute 'waren sie nicht wie gefrorene Seen , . . Liebe, Wvme, Sinnlichkeit schwammen in der heißen, parfümierten' Luft wie exotische Schmetterlinge . . . Selbst Esther war ansgetant fl* mk «k« chM MM ---UM« ffen* l Der Coupon zu unserem 3. Preisausschreiben Hakoah - Rapid; Ist in unterer Nummer vom Sonntag den 8. di. erschienen Versäumen Sie nicht d e rechtzeitige Einsendung — Sie gewinnen 1 Million) dem französischen Ministerpräsidenten die Durchführung seines Programms gelingen werde? Zweifellos wird sich Painleve noch zu manchen Zugeständnissen bequemen müssen, wenn es in der Kammer angenommen iverden soll. Unter den Vorschlägen, welche von oppositioneller Seite eingebracht wurden, befindet sich auch der Eutlvurf einer alljährlichen Lotterie, deren Ertrag zur Tilgung der öffentlichen Schuld beitragen soll. Falls der jährliche Reinertrag nicht eine Milliarde Franken ergibt, soll eine Dilgungsfteuer eingeführt werden, die zur allgemeinen Einkommensteuer hinzugeschlagen würde, bis der Betrag von jährlich einer Milliarde erreicht sei, der einzig und allein zur Tilgung der schwebenden Schuld verwendet werden dürfe. ' Die Finanzkommission der Kammer hat die Vorlage ' betreffend eine Ko pfft eu e r in der Höhe von 20 Franken abgelehnt. Weiters wurde ein sozialistischer Antrag betreffend die Einführung einer Kapitalsabgabe in der Form der Beteiligung des Staates an allen Vermögensquellen^mit 15 gegen 15 Sttmmen bei mehreren Stimmenthaltungen abgelehnt. Abschwächung des französischen Franken. Die Unsttimnigkeiten der Parteien Aber Painleves Finanzvorlage führten zu teilweise starken Schwankungen des französischen Franken auf allen Devksenplätzen. Nach vorübergehender Notierung von 20.52 schloß er mit 20.60 gegen 20.95 am letzten Börsentage. Leicht rückgängig ist.auch die Devise Mailand infolge schleppenden Ganges der amerikanffch-italieniischen Anlekheverhandlungen. Die Lire notierte 20.50 nach 20.55 am Vortage. Streichung aus dem Kursblatt der Diener Börse. Da die Erste Trioster Reisschälfabriks-ATtierl- GeseNschaft (Prima pilatma Triesttna di riiso»'societa Per Wvni) die neue KotierungsgsbÄhr nicht emMahlt hat, entfällt die Notierung der Aktien dieser Gesellschaft an der Mener Börse. ", Insolvenzen. Ms Ausgleichs Vorfahren wurde eröffnet über Ferdinand Remenyi, 1. Bez^, Rabensteiig 1.' Passiven 107.421 Schilling, Aktiven 64.760 Schilling. Anbot 35 Prozent in zehn Monatsraten. — Der Konkurs wurde eröffnet über Maralt", Warenvertvi-cksgefeHchrst m. 6. H. . 1. Bez., HimmeUorlgasse 11. — lieber dieLohnautöb e t r i e b s g e >s e l l is ch a f l in b. H., 10. Bez, MchreWass« Nr. 61. — lieber Fvairz K r a t k y, 7. Bez-, Bttvggasse 89, und Wilhelm Hawa n d. 10. Baz., Lerchenfeldevstraße 7,. vegistviert unter der .Firma Hausun'b Küchengeräte-Vett r i e l> s g e f e l l!s ch a f t Franz Kratky u. Co., 10. Bez., Arsenal, Objekt 7. — Ucker die Dextrin- A n tomat- Gesellschuft in. b. H,. 11). Bgz., BarawiMtpsse 26. — Weiters wurde das Aus-gleichsversahren evöffuct über Marie SemanSky, 3. Bg;.. Btktü'ckiengrotzmiar'kchalle 14A; — Ucker die Maschinen- und Achsensabrik F. Reitbauer, 2. Be.;., M-arinelligasse 16—17. — llaber Singer u. Leicht, I. Bez., Elisabeihstraße 23. — lieber Franz Sedlazek, Bäckermeister. 4. Bez., . Rainergasse 17. — Udbcr Marie Jirku. Handeilssrau, 19. Bez., DöMuger Hauptistraße 42. — Ucker Franz Prihoda, Foumgedepot, 12. Bez.. Breitensurtevstraße 91. — Ueber Henriette Knapp, Geimschtwarenharrdol. 2. Bez., Halmgasse 4. — Ucker Frann und Loopoldin« Prohaska, 15. Bez., Siperrgasse 3. — Ucker Karl Sema n sky. Antotaxiuntermshmer, 21. Bez., An der oberen Alten Dona« 871. — Ucker Franz und Hermine Bölkel, Gastwirte, 16. Bez.. Ottakringeustvaße 232. — lieber Anton'ie Kadrmanu, Mannfakturwarenhandel, 5. Bez., Schönbvunnerstraße 91. — Ucker Julie Weis;, SchneÄ>er5alon, 2. Bez., Springevgasse' 8. — Ucker Franz Führer. TiMermeilster in Mautern. Eine Filiale der Auglo-Eghptian Bank in Tck-Awiw. Die Anglo-Egyptian Bank soll demnächst in Tel-Awiw im Hanse des Herrn Moises in der RotWild-Avonue eine Filiale eröffn«». Wiener Produlrtenvorse Tenven g: Bet größter Zurückhaltung nahm der gestligeVerkehr einen flauen Verlauf. E« notierten j Ütteijeu: Inländischer 37.— bis 88.—. Ungarischer The'h 73/80 Kilogramm 4v.k>0 bis 42.60, Ungarischer 38.— dis 40.—. Jugoslawischer 76 KiloMMM —bis —. Jugoslawischer 77/78 Kilogramm bis Roggen: Inländischer Marchfelder 27.- bis 27.35, Pesier Boden 36.— bis 26.50 <53 e r ft e Brauware inländische 84.— bis 40 — böbmische mährisch^bis —. Mais: Jugoslawischer 28.— bis 29 —. C : n q u a n t i n neu 31.—bis 33.—. Hai er. Inländischer28.60 bis 30.50. Reis Italienischer 83 — bis 83.—, Burma 62.— bis 63.—.Ma b l v ro d u k te: Grieß inländischer 74.— bis 76.—. Weizenmehl 0 inländisches 70.— bis 72.50, Kochmebl 2 inländisches 62.— bis 64.— Brotmeb! inländisches vrima 46.— bis 50.—. Wiener Mir. Abgeschwächt. Die am Samstag im.Prwawerkehr zutage getretene Schwäche behielt auch im gestrigen Verkehr an, der Börse die Oberhand. Die meisten Effekten eröfsneten mit teilweise bedeutenden Kursrückgängen, wobei bic Geschäftstätigkeit sich in engsten Grenzen hielt. Die umfangreichen Abgaben oer Kontermine drückten die ohnehin bestehende Lustlosigkeit. Auch die Berichte von den Nachbclrbörsen konnten den Verkehr nicht freundlicher estalten, da der dortige Verlauf ebenfalls ein flauer, war. Lckaft wmLen bloß Lombarden und Juli-Süd umgesetzts Besonders fest lagen Juli-Süd auf Aufträge aus Paris und der Schwe^. Im weiteren Verlaufe des Verkchres beherrschte Geschäftslosigkert den Gesamtmarkt. Die Börse schloß überlviegend mit Kursrückgängen. In der Kulisse verloren unter anderem Anglobank' 3000 K., Alpine 11.800 K., Kckurg 13.509 K., Krupp 5400 K.', Timber 13.000 K., Salgo 9000 K., Trifailer 6000 K. und Una. Hofherr 4100 K. Hoher waren Ung. Kredit um 1000 K.> Jnli-Süd um 6500 K. und Brünner Maschinen um 4M K. Im Schranken waren Nordbahn um 30.000 K. höher, Grazer Bräu um 20.000 K., Gößer Bräu um 15.000 K., Cosmanys um 12.000 K.. Levisennnd BMtenlurse vom 8. November 1925. Devisen VCUIICU” UIIU VUUI ü. yiUUtlUÜCl OeW War* Oein Ware Oet- Ware Amsterdam . 286 25 iofta.S. 6.12 6 16 hranzöslsclu Noten . . i '. 28.10 28.40 Belgrad. . . . . 12.6450 12,6850 Stockholm ....... 189.50 190.10 Holländische Noten .. -- -- Berlin . . . . ...» . 168.70 189.20 Warschau . 117.05 117.65 Italienische Noten . . . 27.90 28.10 Brüssel .... Budapest• •. .... . 32.14 . 99.27 . 3.3350 82 28 99.57 8.3350 Zürich .. . . . Valuten 138.53 137.03 Jugoslawische Noten . . Polnische Noten ... Rumänische Noten . . . 12.51 117.— 12.67 118.— London.... ■ . . 34 35 34.46 Amerikanische Noten 707.— ru.- Russische Noten (Roman.) ’ -. — Mailand . . . » » . 28.08 28.15 Belgische Noten . . . —- -. Schweizer. Noten ... 138 23 137.— New-York. .. % * % » . 7C8 46 710.95 Villa«. Not. ...... 6.08 6.18 Tschecho-slow. Noten . 20.9776 21.0976 Paris . . . 28.12 28.28 Deutsche Noten .... 18830 168 90 Türkische Pfund-Noten --- -.-- Prasr ..... 20.99 21.07 Englische Noten . . 34 28 34.44 Ungarische Noten 99.33 99.70 Bockkie wartete vor dem Polizeihaiuptquartter. Pagner getrunken. Ich glühte, war wahnsinnig, war nicht wehr Meyer Hi-rsch — die Subtraktion des Selbst, das ich angetan hatte, te vollzogen. Ich war nur noch das Männchen, das nach dem Weibchen verlangt... Wie, der Sowwerwind, der die Glut der Leidenschaft in der Blwme erweckt und' sie ganz ansblühen läßt, so tvaren meine Worte an Esther... Ich lag auf den Knien vor ihr, <betzaudert von ihrer Schönheit, K>ie über wich den Duft und die Lockung und'das Versprechen eines neuen Frühlings ansgotz. Ich küßte ihre Hand, die in ihrem sSchotze ruhte. Dann fühtte ich, wie sie ihren Kopf mir nahe lbmchde, und hörte fr«, flüstern. Die Musik tönte. Das Mustern verlor sich, ertrank im Lärm, ader ein kleines Wort schlich sich in mein Herz... ,^Mein Junge." ... Und ich barg weinen Kopf in den schmeichelnden Fa^en ihres Kleides'und Mlte ihve zitternden Glieder ... Lachende Sttmmen klangen nahe, ihre Hand zerrte an meiner Schulter, ich stand aus... Verliebte Pärchen suchten unsere fülle Ecke..: Wir saßen, schtveigend, wie 1 schuldbewußte Kinder... Eine rauhe Stimme... wie der warnende Ton des Donners, der die Menschen tvckbt, Unterschlupf zu suchen... Die grobe Stimme kam näher, und ich hörte sie rufen: ,^err Hirsch! Hat jemand Herrn Hirsch gesehen?"... Es. war Big Joe, der noch, gröber aüssah, da er unrasiert 'war, sackige Kleider trug und eine Kappe über die Augen heruntevgezogen hatte, als ab er den 'brutalen Eindruck, den er machte, bewußt unterstreichen wollte. Seine blutunterlaufenen Augen sahen aus wie verloschene Kohlen. Die Nachricht, die er brachte, war kurz und -wichtig: „Drei von unseren Jungens verhaftet. Unter Mordanklage. Fremde Polizisten lha-ben sie hochgehen lassen. Mord. Sind nach dem Polizei- Hauptquartier gebracht worden, um dem Third Degree unterworfen zu werden... Third Degree... Mordanklage'. .. Dopie, Archie und der Dagö." ...Ich verabschiedete mich hastig von Esther, sagte ihr, ich hoffe rechtzeitig zurück zu sein, um sie nach Hause bringen zu können... Esther, bitte, -warte auf mich bis zu aller- Wi Ä iS--. £& »S r-StzeM Mck, Hastig warnte er mich: „Third Degree, Boß." Ich eilte hinein und bat den Chef, den „dritten Grad" zu unterlassen. Es handle sich um meine Leute, Reguläre. Er eröffnete mir eine böse Tatsache. Eisen'bahndetektivs hätten den Fall in den Händen, gehabt, und die regulären Detekttvs konnten nichts anderes tun, als mit ihnen Hand in Hand zu arbeiten, da das belastende Material zu über- Mgend gewvvdeir war. Ich evMrte, daß es durchaus notwendig sei, den „dritten Grad" zu hintevtreiibien. >Jch wußte, daß Dopie Ikie Argumenten wie Gumm>iknütteln, Totschlägern und Polizeiknüppeln nicht widevstchen konnte, „Chief", sagte ich, „einer der Leute ist schwachsiM'ig, ist nicht mehr als ein Keines Kind nnd >wivd alles eingestehen." ... Ich schickte nach Big Jim nnd Äittle Tom. Ich setzte e's durch. Die Leute wurden in Zellen gesperrt, und ich sah fielange genug, um sie zu instruiereu .. . „Nicht ein verdammtes Wort! Nicht ein Wort dürft ihr sagen!" V» Die Iungens. waren beschnldigt, einen Fcthrkavtenverkäuser auf der Hochbahn in der 2. Avenue eMvvdet zu haben. Sie waren au-ch beschuldigt, dveihnndert Dollar, das Geld der Gesellschaft, geraubt zuhalben. Das Verbrechen datierte sechs Wochen zurück. Es hätte dos üWche Aufsehen verursacht und \mx heute so gut wie vergessen. Die Polizei überanstrengte sich nicht in ihren; Untersuchungen. Es hieß im allgemeinen, daß eine der Banden im Sp'i-ele tvar. Aber biie Eiscnbahngesellfchaift ließ nicht locker. Ihre Detektivs, sorgten für Spitzel in den Kneipen und anderen Lolkalen, di>e unsere Bande freq-uentterte. Das «besoffene Prahlen Dopie Ikies verriet alles. Me es schien, wäre es gar nicht zu. einem Morde gekommen^ wenn nicht Dopiie Ikie den Ehrgeiz gehabt hätte, ein Mörder zu sein. Die Leute hatten den Beamten Mit vorgehaltenem NevoÄer gezwungen!, das Geld hevzugeben, und waren schon ans der Flucht, als sie einen Schuß hörten.

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